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am 9. Mai 2007
Lobgesang auf Leibowitz spielt einige Jahrhunderte nach einem verheerenden Atomkrieg auf der Erde.

Das Buch ist in drei große Abschnitte unterteilt:

1. Fiat Homo (Let there be man - Lasset uns Menschen machen)

2. Fiat Lux (Let there be light - Es werde Licht)

3. Fiat Voluntas Tua (Thy will be done - Dein Wille geschehe)

Fiat Homo

Viele technologische Errungenschaften und deren Vertreter werden gnadenlos von den Übriggebliebenen des Atomkriegs bekämpft, da die Wissenschaft und deren Vertreter als Verursacher der Katastrophe gelten.

Einige Jahrhunderte nach diesem Atomkrieg - die Erdbevölkerung lebt nunmehr in kleinen Stämmen - bewahren Mönche wissenschaftliche und technologische Überreste einer vergangenen Kultur. Die Mönche bewahren selbst relativ unbedeutende techn. Skizzen (den Inhalt können die Mönche nicht bewerten, ihnen fehlt das Wissen), und kopieren sie bis ins Detail, so dass sie für zukünftige Generationen erhalten werden. Das Studium zum Verständnis der wissenschaftlichen Schriften ist zu dieser Zeit noch nicht im Focus der Mönche.

Francis Gerard von Utah, ein naiver Novize des albertinischen Ordens vom seligen Leibowitz, macht während der Fastenzeit, mit Hilfe eines geheimnisvollen alten Pilgers, eine folgenschwere Entdeckung. Francis entdeckt Schriften des seligen Leibowitz (ein Wissenschaftler aus der Zeit vor dem Atomkrieg) in einem eingestürzten Schutzbunker. Neben einem Schaltplan sind auch persönliche Notizen (Brief an Bekannte und einen Einkaufszettel ;-) des seligen Leibowitz zu finden.

Nach langem Prüfen wird Leibowitz letztlich heilig gesprochen.

Fiat Lux

Wir befinden uns im Jahre 3174. Allmählich bilden sich wieder kleine Staaten. Auch die Wissenschaft führt wieder Einzug in das Leben der Menschen.

Der weltliche Gelehrte Thon Taddeo ist ganz erpicht auf die Leibowitzschriftstücke in der Abtei des albertinischen Ordens.

Er beschließt die Abtei aufzusuchen, und die vielen Schriftstücke aus dem "Leibowitzzeitalter" zu untersuchen und zu studieren.

In der Abtei gibt es inzwischen wissbegierige Mönche, die das Wissen einiger Schriftstücke in die Praxis umsetzen wollen. So gelingt es Bruder Kornhoer erstmals wieder elektrisch Licht herzustellen (mittels einer Bogenlampe).

Thon Taddeo ist nicht nur von der Echtheit der Schriftstücke überzeugt, sondern auch von der Vielzahl der Schriftstücke und deren wissenschaftlichen Bedeutung beeindruckt. Auch imponiert ihm der gelungene Versuch der Bogenlampe tief.

Thon Taddeo diskutiert mit dem Abt Dom Paulo darüber, die Bücher und Schriftstücke den Gelehrten "zugänglicher" zu machen.

Dom Paulo beharrt aber darauf die Schriftstücke in der Abtei zu belassen, verschließt sich aber nicht der Möglichkeit, dass andere Gelehrte die Abtei aufsuchen.

Es entbrennt zwischen Dom Paulo und Thon Taddeo eine leidenschaftliche Diskussion darüber, ob die Menschheit für das Wissen, was in den Büchern steckt, schon wieder bereit ist, oder überhaupt jemals bereit sein werden wird.

Der alte Pilger, in diesem Zeitalter nennt er sich Benjamin, lebt in der Nähe der Abtei, beobachtet das Geschehen aufmerksam und wartet auf den "Erlöser"

Fiat Voluntas Tua

Jahrhunderte später, es gibt wieder Raumschiffe, steht die Menschheit erneut vor einem drohenden Atomkrieg.

Als es zu einem begrenzten Atomschlag kommt, hilft die alte Abtei den Strahlenopfern.

Da die Kirche einen vernichtenden Atomkrieg nicht ausschließen können, planen sie eine Delegation von Menschen zu fernen Planeten zu senden, damit der Glaube nicht verloren geht. Das Zutrauen in die Fähigkeit des Menschen einen erneuten Atomkrieg zu verhindern, bzw. aus der Asche eines solchen erneut aufzusteigen, ist wohl verloren. Im Moment eines erneuten Atomraketenangriffs beschleunigt die moderne Arche Noah (der Raumgleiter) zu den Sternen.

Der alte Pilger, in diesem Zeitalter nennt er sich Lazarus lebt weiter in der Nähe der Abtei, spielt aber in diesem Abschnitt keine nennenswerte Rolle mehr.

Lobgesang auf Leibowitz gilt als einer der besten SF-Romane überhaupt, und das nicht zu unrecht.

Walter M. Miller jr. beleuchtet anspruchsvoll in seinem Roman die intellektuelle Überheblichkeit der Menscheit, und die sich daraus ergebende Gefahr der Vernichtung durch den Menschen selbst. Auch bezweifelt Miller, dass der Mensch, präziser die wenigen Machthaber auf der Erde, jemals in der Lage sein werden, ihre "böse" Seite so unter Kontrolle zu bringen, dass sie aus ihren Fehlern lernen, und ihr Wissen "friedlich" einsetzen zu werden.

Miller geht dieses Thema aus der religösen Sicht an, und ihm gelingen einige vortreffliche Dialoge, die sich treffsicher zwischen den "Gegenpolen" Religion und Wissenschaft bewegen.

Gefallen hat mir bei dieser Betrachtung, dass weder die Kirche noch die Wissenschaft als Übel oder Heilsbringer dargestellt werden. Jeder bekommt mal sein Fett weg, aber auch "Lob" wo es angebracht ist.

Miller's Stil ist prägnant und mit feinem Humor gewürzt. Auch ist der Roman gut zu lesen, obwohl er ein anspruchsvolles Thema hat.

Negativ anzumerken ist allenfalls, dass der erste Abschnitt Fiat Homo zu lang geriet.

4-5 Sterne und eine klare Empfehlung.
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