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Kundenrezensionen

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TOP 500 REZENSENTam 2. April 2010
Randy Susan Meyers, die Autorin von "Heute und in Ewigkeit" hat jahrelang mit Opfern häuslicher Gewalt und gefährdeten Jugendlichen gearbeitet.Ihrem Roman merkt man diesen Hintergrund an und herausgekommen ist ein beeindruckendes Debütwerk, dass berührt, aber auch Mut macht,

Die Hauptprotagonisten dieses Buches,Lulu und Merry, erzählen in abwechselnder Reihenfolge, die Erlebnisse ihrer Kindheit und Jugend, die ihren Anfang in den 70iger Jahren in New York nehmen.
Lulu erlebt als knapp 10jährige mit, wie ihr Vater im Streit ihre Mutter mit einem Messer ersticht und ihre 5jährige Schwester schwer verletzt. Dieses traumatische Erlebnisse begleitet die beiden Geschwister ein Leben lang.
Nach diesem Trauma beginnt für die beiden Geschwister eine Odyssee. Von der Großmutter zur Tante abgeschoben, die sehr deutlich macht, dass sie die "Mörderkinder" nicht unter ihrem Dach haben will, landen Lulu und Merry schließlich in einem Waisenhaus.Nach einem langen Aufenthalt in dieser Einrichtung werden sie in eine Pflegefamilie aufgenommen, doch emotionaler Halt bleibt ihnen in all dieser Zeit fremd.Erst als Erwachsene beginnen sie das Erlebte aufzuarbeiten, jeder für sich auf seine Art.

Die Schilderungen der beiden Mädchen, bzw. Frauen berühren den Leser unweigerlich und man kann sich dem Sog dieses Buches nicht entziehen. Die Mädchen gehen recht unterschiedlich mit diesem traumatischen Erlebnis um und auch ihr Verhältnis zu ihrem Vater gestaltet sich recht konträr.Was gleichermaßen bei den Mädchen festzustellen ist, sind die gleichen Verhaltenweisen, die Kinder nach solch einem Erlebnis aufweisen.Angepasstes Verhalten, um den Mitmenschen nicht zur Last zu fallen, andererseits aber ein tiefes Misstrauen den Menschen gegenüber.Selbstverletzungen, Bindungsunfähigkeit, Helfersyndrom und ein immer wieder festzustellendes Misstrauen in die eigenen Fähigkeiten.Was diese Menschen häufig aber am meisten quält, ist ein Gefühl,an diesem Ereignis Schuld zu tragen, was sie ein Leben lang begleitet.
Die Schilderungen dieser Geschichte, die so ,oder ähnlich bestimmt häufiger passieren als wir ahnen, auch wenn es nicht immer mit einem Mord endet,werden gut nachvollziehbar von der Autorin in Szene gesetzt. Ihr Schreibstil ist flüssig und häufig auch sehr humorvoll, trotz des ersten Themas, was dem Ganzen manchmal die Spitze nimmt.Das Buch ist aber auch hoffnungsvoll geschrieben und hat mich etwas an "Das Schloss aus Glas" erinnert, dem autobiographischen Roman von Jeanette Walls.Wem dieses Buch gefallen hat, wird auch "Heute und in Ewigkeit" mit Interesse lesen.

Mir hat dieses Debütwerk ausnehmend gut gefallen und ich empfehle es gerne weiter.
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am 7. April 2010
Dieser Roman eröffnet tiefe Einblicke und Einsichten in die Folgen und Spätfolgen häuslicher Gewalt: ein Vater, der aus gekränkter Eitelkeit, verletztem Stolz und einsamer Wut seine Frau und seine jüngste Tochter ersticht (die Tochter überlebt), während die ältere sich ihr Leben lang vorhält, dass sie diesem Vater die Tür zur Wohnung geöffnet hat.
Beide, Lulu und Merry, beherrschen die Kunst, sich bei Konflikten unsichtbar zu machen, lernen die Kunst der Anpassung an diverse Ersatzfamilien und sogar das Waisenhaus, und - gesteuert vom Helfersyndrom - versuchen beide in helfenden Berufen ihre strauchelnden Kindheiten zu verarbeiten. Die Geschwister halten zusammen, bewegen sich mit- und gegeneinander und finden am Ende doch eine Art Vergebung oder gar Versöhnung, ohne dass die Autorin simplifiziert oder in den Kitsch abrutscht.

Dieser Roman kommt keineswegs triefend schwer daher. Das Wunder besteht darin, dass die Autorin so fesselnd und mitreissend schreibt, dass ich das Buch zwischen Freitag Abend und Sonntag Mittag nur zum Essen und Schlafen aus der Hand legen konnte. Sogar Humor hat darin Platz.

Nur jemand, der dieses Thema aus unterschiedlichen Perspektiven untersucht hat, kann so tief und wahr davon erzählen wie Randy Susan Meyers. Sie hat häusliche Gewalt in ihrer eigenen Kindheit erlebt, hat als Sozialarbeiterin mit schlagenden Männern gearbeitet und ihnen immer wieder die Frage gestellt: Wo waren ihre Kinder?

Ich werde viele Familienmitglieder und Freunde mit diesem Buch beschenken und bin jetzt schon auf den nächsten Roman dieser Autorin gespannt.
0Kommentar23 von 24 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 5. Januar 2013
Fast hätte mich die etwas schnulzig klingende Übersetzung des Titels (im amerikanischen Original heißt das Buch "The murderer's daughters", was ich passender finde) und die Gestaltung des Covers davon abgehalten, das Buch zu kaufen. Doch die positiven Rezensionen auf Amazon haben mich überzeugt, das Buch doch zu lesen, und ich habe es nicht bereut - im Gegenteil! Die Geschichte von Lulu und Merry, deren Vater ihre Mutter tötet, als sie noch Kinder sind, und deren Lebensgeschichte über einen Zeitraum von ca. dreißig Jahren aus wechselnden Perspektiven erzählt wird, hat mich bewegt und beeindruckt. Man merkt, dass die Autorin das Milieu, über das sie schreibt, aus ihrer eigenen Arbeit kennt, so realistisch wirkt die Darstellung auf mich. Ich musste mir immer wieder vor Augen halten, dass dieses Buch (anders als "Schloss aus Glas", mit dem es immer wieder verglichen wird und zu dem es in der Tat gewisse Parallelen aufweist) keine Tatsachengeschichte ist, sondern eine fiktive Erzählung. Psychologisch wirkte diese Geschichte auf mich absolut überzeugend - so, stelle ich mir vor, müssen sich Menschen fühlen, deren Vater solch eine furchtbare Tat begangen hat. Auch die Darstellung des aufbrausenden, labilen, im Grunde ein Kind gebliebenen Vaters, der trotz seiner brutalen Tat kein "Monster" ist und sich auf seine Art um eine Beziehung zu seinen Töchtern bemüht, fand ich gelungen. Die Auswirkungen, die das traumatische Erlebnis auf das weitere Leben der Töchter hatte, wurden nachvollziehbar dargestellt, seien es die Auswirkungen auf spätere Beziehungen (einschließlich denen, die Lulu als Erwachsene zu ihren eigenen Töchtern hat) oder Verhaltensweisen wie Selbstverletzung oder Alkoholprobleme, die aber nur angedeutet und nicht penetrant in den Vordergrund gestellt werden. Vor allen Dingen hat mich fasziniert, wie die Beziehung, die die Töchter zu ihrem Vater, zu ihrer getöteten Mutter oder überhaupt zu ihrer Kindheit haben, in diesem Roman thematisiert wird. Je nachdem, ob gerade aus Lulus oder aus Merrys Perspektive berichtet wird, konnte ich mal die eine, mal die andere Tochter besser verstehen, beide Reaktionen waren nachvollziehbar und glaubwürdig, keine Figur war bewusst als Sympathieträgerin angelegt, und die Art, wie die Liebe der beiden Schwestern trotz aller Konflikte und Gegensätze beständig präsent ist, hat mich sehr berührt. Mag sein, dass das Buch an einigen Stellen von der Erzählweise her etwas "amerikanisch" ist, aber es ist ja nunmal auch ein amerikanisches Buch. Von mir eine ganz klare Leseempfehlung!
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am 1. Oktober 2012
Ich möchte mich den positiven Vorrezensenten anschließen. Das Buch ist sehr gut geschrieben, sowohl was die Sprache als auch den Aufbau betrifft. Es liest sich flüssig und fesselt den Leser durchgehend. Besonders gut hat mir die klare, schnörkellose und akzentuierte Sprache gefallen. Die Autorin bringt das was sie sagen möchte auf den Punkt.

Auch die Handlung hat mich sehr eingenommen: Im Alkoholrausch bringt 1971 der Vater zweier kleiner Mädchen (10 u. 5 Jahre) die Mutter um. Der Vater wird verurteilt und die Kinder leben für einige Zeit bei der Großmutter, bis diese auch stirbt und die Kinder in ein Heim müssen, später kommen sie in eine Pflegefamilie. Der Leser verfolgt das Schicksal der beiden Kinder und späteren Erwachsenen bis 2003, dem Jahr in dem der Vater aus der Haft entlassen wird.
Während die ältere der beiden mit Schuldgefühlen kämpft und die Verantwortung für die kleine Schwester übernimmt, fühlt sich die jüngere, die vom Vater selbst lebensgefährlich verletzt wurde, für diesen verantwortlich.

Die Kinder erleben nach dem Trauma der Ermordung der Mutter durch den eigenen Vater schwere Zeiten durch Egoismus und Unfähigkeit der verbleibenden Familienmitglieder als auch durch die Verhältnisse im Kinderheim. Diese Erlebnisse werden von der Autorin eindringlich beschrieben, wie auch die unterschiedlichen Reaktionen der beiden auf die Pflegefamilie. Beide gehen ihren beruflichen und privaten Lebensweg, doch wirklich bewältigen können sie ihr Leben und ihre Gefühle nicht. Zwar bessert sich nach einer weiteren schwierigen Situation ihr Umgang mit ihrem Schicksal, doch wirklich stellen können sich beide den Erlebnissen und ihren Emotionen auch dann nicht. Hier hätte ich mich mit eine tiefere Auseinandersetzung mit dem Trauma und den unbewältigten Gefühlen gewünscht, aber die Autorin hat sich für einen anderen Weg entschieden, was ich nicht kritisieren möchte.
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am 9. Februar 2011
Das Buch lässt uns die traurige Geschichte zweier Schwester über 30 Jahre lang mitverfolgen. Die ältere - stark (was bleibt ihr anderes übrig), dadurch verhärtet, sehr intelligent und zielstrebig. Die jüngere - ebenfalls traumatisiert, hübsch und abhängig. Beide versuchen das Beste aus ihrem Leben zu machen, in einer Abhängigkeit die aus dem furchtbaren Erlebnis - dem Mord des Vaters an der Mutter - resultiert. Beide meistern in ganz unterschiedlicher Art ihr Leben. Sprachlos ... bis ein anderes traumatisches Ereignis beide zum Umdenken bewegt. Ganz toll geschrieben. Sehr eindrucksvoll!
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am 2. März 2012
Dieses Buch geht ans Herz! Das tragische Schicksal dieser beiden jungen Mädchen nimmt einen mit und regt zum Nachdenken an. Interessant ist die Tatsache, dass jede der beiden Mädchen, also Marry und Lulu mit der schreckliche Situation anders umgeht und auf eine eigene Art und Weise zu verarbeiten versucht.

Lulu und Merry werden Zeugen, wie ihr Vater ihre Mutter umbringt.
Von einem Moment auf den Nächsten ist nichts mehr wie es einmal war.
Die grosse Tochter Lulu verleugnet den Vater und erklärt ihn für tot.
Merry, die Jüngere steht zu ihm und besucht ihn wöchentlich im Gefängnis. Nur über das Motiv für diese schreckliche Tat sprechen die beiden dabei nie.
Abwechselnd erzählen die Schwestern ihre Sicht der Dinge.
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am 9. Januar 2016
Lulu - 10 Jahre alt, wird Zeugin, wie ihr Vater ihre Mutter tötet und ihre Schwester Merry schwer verletzt. Die beiden Schwestern kommen in einem Kinderheim unter, wo sie alle Fürchterlichkeiten einer solchen Einrichtung erleben müssen, was vorallem Merry sehr zusetzt. Es gelingt Lulu eine Mitarbeiterin des Kinderheimes davon zu überzeugen die Schwestern als Pflegekinder aufzunehmen.
Das Buch beschreibt den unterschiedlichen Werdegang der beiden Schwestern, sowohl beruflich als auch privat, den Umgang mit dem Vater der im Gefängnis ist und auch die Zeit als der Vater vorzeitig entlassen wird und es beschreibt vorallem die tiefe Verbundenheit der Geschwister. Es ist eine absolut lesenswerte Lektüre - von mir 5Sterne!!
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am 30. Juni 2013
Ich überlege immer noch, wie ich das Buch am Besten beschreiben kann. Es kommt leise daher, es gibt kaum Spannungsmomente und dennoch ist es durchweg fesselnd. Lulu und Merry erzählen ihre Geschichte abwechselnd mit mehreren Sprüngen in der Zeit. Der Erzählstil wirkt auf mich sehr nüchtern, trotzdem oder gerade deswegen konnte ich nicht aufhören zu lesen. Die Geschichte wird erzählt ohne tiefenpsychologische Erklärungen zu liefern und gerade das machte für mich die Faszination des Buches aus. Die Autorin lässt genug Raum für eigene Gedanken und schafft es dennoch zu sagen, was gesagt werden soll. Unbedingt lesen!
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am 22. Januar 2014
und ihr Trauma der Jugend verarbeiten müssen. Super gut geschrieben, zwei Leben von Kindern - die erwachsen werden und immer noch an der Vergangenheit knappern. Von den Erwachsenen teilweise alleine gelassen und konfrontiert mit einem Mord. Dieses Buch wirft einen Blick auf Kinder/Jugendliche - die zwar nicht selber Gewalt aushalten müssen, jedoch diese miterleben in der Familie. Für jemanden, der Romantik und lockere Unterhaltung/Entspannung sucht wohl nicht unbedingt das Richtige. Mir hat es sehr gefallen, den Mädchen in meiner Vorstellung Gestalt zu verleihen und sie bis zum Ende zu begleiten.
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am 6. Februar 2014
.. wirklich gefangen nimmt.

Es geht um die Aufarbeitung eines grauenvollen Ereignisses im Leben zweier Schwestern. Die eine leidet ihr Leben lang unter ihren Schuldgefühlen, sie hat keinen Menschen, der ihr dabei zur Seite steht, ihr hilft. Sie fühlt sich verantwortlich, kümmert sich um die jüngere Schwester so gut es ihr möglich ist. Die verkraftet alles scheinbar besser, obgleich sie alles abbekommen hat. Vielleicht eben weil sie ihre ältere Schwester hat und damit einen gewissen Halt. Sehr interessant ist das alles beschrieben.
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