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Kundenrezensionen

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am 19. Juni 2014
Der Autor öffnet den Kopf für einen ganzheitlicheren Blick auf Umweltschutz, zeigt die enormen Schwächen diez.Z. sehr stark auf den CO2-Ausstoß fixierte Diskussion. Kluges Buch mit vielen guten Gedanken. Hätte ein Lektor Herrn Schmidt-Bleek die vielen Eitelkeiten und das wiederholte Selbstlob für eigene Leistungen ausgetrieben, wäre es nicht nur ein gutes, sondern ein sehr gutes Buch geworden.
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TOP 1000 REZENSENTam 4. September 2014
Grüne Pläne verhindern am Ende die Zukunftsfähigkeit einer (unserer) Gesellschaft. Es geht eben um mehr als darum, dass wir den Benzinverbrauch und den Feinstaub reduzieren, giftige Metalle sachgemäß entsorgen und Verpackungen weiternutzen. Diese Symptome sind nur die Folgen einer »systemisch falsch« aufgestellten Wirtschaft. Selbst die Klimapolitik, die nur auf einen Teil unserer Umweltprobleme gerichtet ist, sollte nach Professor Schmidt-Bleek die tieferen Ursachen des Klimawandels nicht nur in der Energiepolitik suchen, sondern die Ressourcenintensität der Gesamtwirtschaft einschließlich der Energieversorgung als Ursache des Problems ansehen.

Vielleicht denken wir daran, dass wir eben kein Benzin verbrauchen, weil wir unser Auto an die Steckdose anschließen. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass das Elektroauto nicht nur Strom, sondern auch Materialien wie Kupfer verbraucht. Am Ende frisst die Einsparung beim Treibstoff den scheinbaren ökologischen Gewinn nahezu auf.

Auf knapp 300 Seiten präsentiert uns Friedrich Schmidt-Bleek seine Gedanken dazu, wie wir nicht nur ökologisch im Sinne von »ökologisch verbrauchen« denken. Er inspiriert uns auch dazu, darüber nachzudenken, wie wir überhaupt verbrauchen. Manches ist eben ökologisch gesehen vorteilhafter repariert als neu gekauft. Vieles, was den nächsten Fortschrittsgedanken in sich trägt, ist nichts anderes als eben Augenwischerei, und nicht alles technologisch Machbare macht ökologisch wirklich Sinn.

»Grüne Lügen« ist ein aufrüttelnder Beitrag dazu, die eigenen ökologischen Verhaltensweisen zu überprüfen. Vielleicht lässt sich das eine oder andere im Haushalt doch eher reparieren, statt es der Einfachheit halber neu zu kaufen. Am Ende geht es eben nicht nur darum, eine Klimakatastrophe zu verhindern. Denn das Klima macht bei all dem Ressourcenverbrauch durch unseren Konsum nur ein Fünftel der tatsächlichen ökologischen Belastung aus.
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am 7. Februar 2015
Das Buch „Grüne Lügen“ macht Furore. Der Autor Friedrich Schmidt-Bleek – ehemaliger Vizepräsident des Wuppertal-Instituts für Klima, Energie und Umwelt – fährt einen Generalangriff gegen die Ener-giewende, die Photovoltaik und die Elektromobilität. In einem Interview mit der Wirtschaftswoche legte er kürzlich noch einmal nach und bezeichnete die Photovoltaik gar als „Gift für die Umwelt“ und „Schwachsinn“. Hinter der Wucht dieser Worte finden sich im Buch aber nur massive Rechenfehler, veraltete und falsche Daten, schwere methodische Fehler bei der Ökobilanzierung und eine völlig ungeeignete Bewertungsmethode.
Einziger Bezugspunkt für Schmidt-Bleek ist die Material-Intensität von Produkten und Dienstleistungen. Mit der von ihm 1992 vorgeschlagenen MIPS-Methode werden die Materialströme erfasst, die im Produkt-Lebenszyklus gebraucht oder indirekt ausgelöst werden (MIPS = Material-Intensität pro Ser-vice-Einheit). Dabei werden aber alle Stoffe nur gewichtsmäßig zusammengezählt – egal ob das nun Sand, Erzgestein, Erdöl oder Uran ist. Mit dieser Einfachst-Methode sollte vor allem auf die bis dahin eher vernachlässigten Probleme bei der Rohstoffgewinnung hingewiesen werden. So werden etwa bei der Gewinnung von Metallen oft viele Tonnen Erze auf umweltbelastende Art abgebaut und verarbeitet, um das eigentliche Metall zu gewinnen. Das in Erzen nur dünn vorkommende Platin hat beispielsweise einen hohen MIPS-Wert von 320.000 Kilogramm pro Kilogramm Platin. Letztlich ist die MIPS-Methode eine didaktisch-narrative Übersetzung des alten Sprichworts „Wo gehobelt wird, da fallen Späne“. Bei hohen MIPS-Werten sollte man aber zusätzlich analysieren, wie umwelt- oder gesundheitsgefährdend das jeweilige Material oder Produkt und dessen Gewinnung tatsächlich ist. Aber genau das verweigert Schmidt-Bleek kategorisch: „Wer wirklich nach den Ursachen für die lebensbedrohende Abnahme von Dienstleistungen und Funktionen der Natur sucht, der wird nicht beim Benzin, nicht bei den Emissionen von Feinstaub, nicht bei der unsachgemäßen Nutzung oder Entsorgung von giftigen Metallen, nicht bei weggeworfenen Verpackungen oder ungenügenden Isolierungen von Wohnungen fündig werden.“ Stattdessen analysiert er ausschließlich die wenig aussagekräftige Materialintensität und bezeichnet sie als „richtungssicheren Indikator“. Schon damit sind seine Schlussfolgerungen zu „Grünen Lügen“ buchstäblich auf Sand gebaut.
Auch für den Vergleich der Stromerzeugung in AKW, Kohlekraftwerken oder Photovoltaikanlagen legt Schmidt-Bleek nur die Materialintensität zugrunde – CO2-Emissionen, Öltanker-Unfälle, radioaktive Strahlung oder Störfallrisiken interessieren ihn nicht. Dazu kommt noch, dass er die MIPS-Werte einer veralteten Diplomarbeit aus dem Jahr 1995 entnimmt. Da sich die Werte für Photovoltaik durch den schnellen technischen Fortschritt seitdem deutlich geändert haben, spekuliert er, dass sich die Effizienz der Photovoltaik um den Faktor 3 - 4 verbessert haben könnte, „offizielle Zahlen“ dafür gäbe es nicht.
Mit einer kleinen Literaturrecherche bei seinen ehemaligen Kollegen des Wuppertal-Instituts hätte er die aktuellen Werte erfahren können: Je nach Art der PV-Anlagen liegen diese bei 0,21 bis 0,39 kg/kWh (um den Faktor 5 – 9 günstiger als die alten Werte). Das Wuppertal-Institut bewertet in der gleichen Veröffentlichung die Photovoltaik denn auch aus Ressourcensicht als „unkritisch“. Solarstrom Ganz anders Schmidt-Bleek: Bei einer Umrechnung von Tonnen MIPS pro Megawattstunde Strom in Kilogramm pro Kilowattstunde verrechnet er sich ausgerechnet bei der klimaschädlichen Braunkohle und stellt diese um den Faktor 10 zu günstig dar. Die Bedeutung der für den Klimawandel verantwortli-chen Kohlendioxid-Emissionen spielt er abschätzig herunter: das sei nur eine von wörtlich: „100.000 Emissionen“. Obwohl der Braunkohlestrom 30 bis 50 Mal materialintensiver als die Photovoltaik ist, kritisiert er nicht diese, sondern die Photovoltaik!
Von dem katastrophalen Rechenfehler einmal abgesehen, kann Schmidt-Bleek offensichtlich nicht einmal seine eigenen MIPS-Werte vergleichend einordnen. Im Anhang des Buches findet sich zum Beispiel schon für Salatgurken (7 kg/kg) eine viel höhere Materialintensität als für eine Kilowattstunde Sonnenstrom. Aus der Tatsache, dass Photovoltaik erstens minimale Treibhausgas-Emissionen hat (anders als Steinkohle und Braunkohle), zweitens keine radioaktive Gefährdung wie die Atomenergie aufweist und drittens eine Kilowattstunde Sonnenstrom nur eine so geringe Materialintensität wie ein paar Gurkenscheiben hat, zieht Schmidt-Bleek dann den abenteuerlichen und unlogischen Schluss: „Durch ihre Ressourcenintensität sind Photovoltaikpaneele Gift für die Umwelt und in Wahrheit alles andere als grün. Das ist Schwachsinn!“
Auch bei der durchaus weiterzuentwickelnden Elektromobilität hält sich Schmidt-Bleek nicht mit seriö-sen Analysen oder Betrachtungen der niedrigen CO2-Emissionen auf. Er vergleicht stellvertretend für das Elektro-Auto die Materialintensität der Kupfermenge eines Elektromotors (rund acht Tonnen) mit dem gegenüber einem konventionellen Auto eingesparten Treibstoff (rund zehn Tonnen) und klassifi-ziert damit Elektroautos als „Grüne Lüge“. Schon dieser Vergleich lässt jedem Ökobilanzierer die Haare zu Berge stehen, denn bei einem fairen Vergleich müsste man mindestens die unterschiedlichen Antriebssysteme vergleichen, also „Elektromotor plus Lithium-Ionen-Batterie plus Leistungselektronik plus Strom“ gegen „Verbrennungsmotor plus Blei-Batterie, Anlasser, Lichtmaschine, Auspuffsystem, Katalysator plus Treibstoff“. Zumal ja auch der Verbrennungsmotor, der Anlasser und die Lichtmaschi-ne Kupfer enthalten und der Katalysator gar noch das besonders materialintensive Platin.
Aber die Fehler gehen weiter. Schmidt-Bleek nimmt einen zu hohen Wert für die Kupfermenge beim Elektromotor an (45 statt - wie in der Fachliteratur veröffentlicht - höchstens 34 Kilogramm), sowie einen Herstellungs-Mix mit jeweils 50% Primär- und Sekundärkupfer. Nachdem aber heute schon re-gelmäßig Kupferkabel von Baustellen oder Kupfer-Dachrinnen bei Kirchen geklaut werden, kann man bei Elektromotoren von hohen Recycling-Raten (mind. 90%) und einer viel niedrigeren Materialintensi-tät ausgehen, denn der MIPS-Wert von rezykliertem Kupfer ist 145 Mal niedriger (!) als der von Primär-Kupfer. Dann würde selbst der an sich unsinnige Schmidt-Bleek’sche Vergleich klar zugunsten der Elektromobilität kippen.
Nebenbei und ohne Belege diffamiert Schmidt-Bleek auch noch die Wärmedämmung von Gebäuden und die Entwicklung stromsparender Elektrogeräte. Mit seinen tonnenschweren Fehlschlüssen macht er letztlich die Ressourcenproblematik lächerlich. Und macht sich nicht einmal die Mühe, über die er-heblichen Anstrengungen und Erfolge bei der Substitution von kritischen Metallen, gerade im Bereich grüner Zukunftstechnologien, zu berichten. Es bleibt die bittere Erkenntnis: Die Herstellung und das Lesen des Buchs „Grüne Lügen“ sind eine einzige Ressourcen- und Zeitverschwendung.
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am 20. Februar 2015
Viele Rechenfehler, dadurch wird Kohle um den Faktor 10 zu gut dargestellt. Bei der Photovoltaik rechnet der Autor mit Zahlen aus 1995. Seit damals ist Photovoltaik um 90% günstiger und um ein vielfaches effizienter geworden. Die Schlussfolgerungen des Buches sind falsch und die veraltete MIPS Methode des Autors ein Schwachsinn der Sonderklasse!
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Der Titel ist polemisch und deckt nicht wirklich den Inhalt. Die Auseinandersetzung mit einer unwissenschaftlichen, unsachlichen Umweltpolitik findet sich in anderen Büchern, wie "Apocalypse No!" von Bjoern Lomborg deutlich fundierter. Tatsächlich regt der Autor eine ökonomische Sichtweise auf den Umweltschutz an und bedient sich dazu eines zwar stark vereinfachenden aber trotzdem schlüssigen Modells, der Umrechnung in verbrauchte Ressourcen. Eine wissenschaftliche Ausarbeitung, der entsprechenden Methoden und Wichtungen hätte mich dazu ernsthaft interessiert, die gibt es im Buch leider nicht.
Neu ist die Idee aber nicht: Nikola Tesla (1900): "Aber welche Primärenergiequellen wir in Zukunft auch immer verwenden werden, so müssen wir die Energie aus Vernunftgründen ohne den Verbrauch von Material gewinnen."
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am 25. Februar 2015
Ich habe die Rechnungen aus diesem Buch zunächst für einen sarkastischen Aprilscherz gehalten, aber der Autor scheint das tatsächlich ernst zu meinen was er da schreibt?!

Das ganze Buch basiert auf der Berechnung der "Materialintensität" für verschiedene Güter, also wie viele Tonnen Material man bewegen muss, um an eine Tonne des gewünschten Produkts zu gelangen. Mal davon abgesehen, dass diese Werte nichts über die Umwelt-Schädlichkeit oder -freundlichkeit aussagen, basieren seine Rechnungen auch noch auf komplett veralteten Werten (genauer gesagt aus einer 20 Jahre alten Diplomarbeit!!), da hat man schon den Verdacht dass er mit seinen 81 Jahren nichtmehr auf dem neuesten Stand ist. Die Mühe, neuere Werte zu recherchieren, hat er sich nicht gemacht.

Außerdem bezeichnet er Kohlendioxid als eine von "hunderttausend Emissionen": Wäre mal interessant zu erfahren, was die anderen 99.999 Emissions-Typen sind? Oder wollte er mit dieser polemischen Aussage nur den Mangel an Fakten übertünchen?
Dass er sich dann ausgerechnet bei der Braunkohle verrechnet und sie um den Faktor 10 zu positiv darstellt, hat schon einen merkwürdigen Beigeschmack.

Mein Fazit: Das Buch enthält überhaupt nichts, worüber man ernsthaft nachdenken könnte, es ist einfach nur absurd.
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am 3. Juli 2014
"Grüne Lügen" von Friedrich Schmidt-Bleek: Sachlich wertvolles Fachwissen, gute Analysen und wichtige Diskussionsgrundlage, daher "Pflichtlektüre" für umwelt- und klimapolitische Entscheidungsprozesse. Das "Grün" im Titel bezieht sich nicht auf eine bestimmte Partei, sondern auf alle nur vordergründig nachhaltigen Aspekte vermeintlich "grüner" Produkte oder auf kontraproduktive Entwicklungen eines "green growth". Da letztlich die Gesamtökobilanz eines Produkts maßgeblich ist und nur diese zeigen kann, wie viel "Natur" dieses verbraucht und wie zukunftsfähig dieses ist, kommt Schmidt-Bleek zum Schluss, dass "grünes Wachstum" oft negative Rückkopplungseffekte erzielt und daher notwendigerweise eine "Ressourcenwende" eingeleitet werden muss. - Wenn maßgebliche Entscheidungen und Handlungen nicht dazu führen, was sie eigentlich vorgeben, so ist dies mehr als denkwürdig, denn vermeintlich nachhaltige und zukunftsfähige Entwicklungen müssen tatsächlich das leisten, was sie vorgeben, sonst läuft etwas gründlich falsch. Deshalb ist es so wichtig, in aller Deutlichkeit eine Neubesinnung anzumahnen; aus diesem Grund würde ich hier auch sechs Sterne geben.
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am 4. August 2014
Als grüner Überzeugungstäter und geneigter Leser ist man durch die Lektüre des Buches kompetent aufgeklärt, das häufig als ökologisch postulierte Produkte eben nicht wirklich nachhaltig sind. Das Buch ist ein längst überfällige Demaskierung. Der Autor ist seit vielen Jahren fachlich einschlägig kompetent und glaubwürdig. Der MIPS-Ansatz ist nun nicht wirklich neu, aber leider ist der Ressourcenverbrauch-Ansatz immer noch nicht im öffentlichen Bewusstsein angekommen. Das Buch eröffnet darüber hinaus Auswege aus der einseitigen Energie- und CO2-Debatte.
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am 27. Juni 2014
Der Autor greift hier das äußerst wichtige Thema des Ressourcenverbrauchs auf. Und der Autor hat auf jeden Fall recht, dass ein geringerer Energieverbrauch, der mit einem zum Teil sehr viel größeren Verbrauch natürlicher Ressourcen erkauft wird, letztlich mehr schadet als nützt. Das Anliegen ist also von größter Bedeutung und Aktualität. Und ich glaube auch, dass dieses Anliegen in letzter Zeit schon stärker seinen Weg in die Medien gefunden hat. Über die Art der Messung und Angabe des Ressourcenverbrauchs kann man sicher diskutieren, der Autor hat hier seine Vorstellung dargelegt. Die Frage, warum die Politik so auf den Energieverbrauch fixiert ist, ließe sich ausführlicher diskutieren. Es ist halt schwierig einer Bevölkerung, die in ihrer Mehrheit nicht gelernt hat, komplexe Zusammenhänge zu erfassen, ein nachvollziehbares Ziel vorzugeben. Die im Anhang angeführten Zahlen wären für die Diskussion hilfreich, wenn ich sie denn wirklich verstehen könnte. Hier würde eine Handreichung, wie die Zahlen ermittelt wurden, für mehr Klarheit sorgen. Allen, die sich für Umweltfragen interessieren, kann ich diese Buch nur ans Herz legen.
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am 23. Januar 2015
„Anstatt also dem unnötigen verschwenderischen Verbrauch von Ressourcen Einhalt zu gebieten, setzt unsere Regierung (Deutschland) weiterhin auf die Energiewende und verkauft sie uns als zukunftweisendes Projekt. Damit belügt sie uns, und damit belügen wir uns als Gesellschaft selbst, solange wir keinen Widerstand leisten.“, so Prof. Schmidt-Bleek. (Der österreichische Strommix ist viermal geringer in seiner Ressourcenintensität als der deutsch! Das freut uns natürlich sehr…)

Die Lösung

Aber nur kritisieren alleine ändert das Problem auch nicht, also durchdachte Prof. Schmidt-Bleek schon bereits in den 1980er-Jahren den Umweltschutz völlig neu. Ausgehend von dieser Überlegung entwickelte er in der Folgezeit das Konzept der Ressourcenwende. Es beruht im Kern auf den Forderungen, unsere Wirtschaft materiell ungefähr um den Faktor 10 zu verschlanken. Und das bedeutet, in möglichst naher Zukunft dafür zu sorgen, dass wir weltweit mit einem zehnfach verringerten Ressourceneinsatz denselben oder noch mehr Wohlstand erzeugen.

„Dort wo ich statt 10 Tonnen Sand nur eine Tonne abbaue, brauche ich auch zehnmal weniger Schiffe, Bagger, Kräne und Lastwagen und damit wieder weniger Ressourcen und technische Energie für deren Herstellung. Am Ende wirkt sich deshalb jede Ressourcensparmaßnahme auf eine ganze Kette weiterer Ressourcen aus, und mit der Einsparung von Energie wird nahezu zwangsläufig auch der CO2-Ausstoß verhindert.“, erklärt Prof. Schmidt-Bleek sein Modell.

Gefährdet die Ressourcenwende Arbeitsplätze?

Wenn man nun obiges Beispiel mit dem Sandabbau logisch überdenkt, dann entsteht als erster Gedanke der, dass damit natürlich nicht nur die Ressourcen gespart werden, sondern auch die Arbeitsplätze. Es scheint ja auch im Moment die große Lösung für die Arbeitsmarktprobleme der Regierungen – wir müssen die Wirtschaft wieder ankurbeln, die Menschen müssen wieder mehr kaufen, damit wir Arbeitsplätze sichern. Doch das erweist sich als unwahr.

Ob und wie sich dieser Wandel auf die Arbeitsplätze auswirkt, kann man natürlich nicht mit Sicherheit sagen. Doch gibt es Erfahrungswerte, aus denen sich bestimmte Vorhersagen ableiten lassen.

Klar ist, dass die Arbeitsplätze im Bereich der Herstellung der Produkte zurückgehen werden, wenn wir weniger erzeugen. Doch die ressourcensparenderen neuen Produkte müssen auch langlebiger werden und brauchen daher auch wieder Pflege- und Instandhaltungsarbeiten. Hier liegen also große Potenziale für neue Arbeitsplätze. An einem Beispiel das uns Prof. Schmidt-Bleek im Buch beschreibt, erhöht sich der Bedarf an Arbeitszeit, die rund um ein langlebiges ressourcensparend erzeugtes Auto entsteht, um das mehr als 3-Fache!! Und er macht sich auch sogleich an eine Liste von Arbeitsbereichen, in denen Arbeitskräftebedarf entstehen wird. Alles verändert sich, doch letztendlich sieht man, dass wir nach so einer Ressourcenwende besser dastehen als zuvor.

Letztendlich liegt es wiederum an uns Bürgern – wir sind diejenigen die durch ihren Widerstand Veränderungen bewirken können. Das Modell ist da, worauf warten wir noch?
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