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5.0 von 5 Sternen Schwarzes Genre und »Faszinierend!«
Adam Sternbergh entführt uns in das New York der Zukunft. Das ist nicht viel anders als heute, nur mit mehr Radiaktivität, noch mehr Kriminalität und Heilsversprechern, die über Leichen gehen. Der Spademan hat als Müllmann angefangen und macht im Prinzip auch nach der Berufsunfähigkeit nichts anders, nur dass er Leute entsorgt, die für...
Vor 9 Monaten von Peter Kensok veröffentlicht

versus
8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Kann ich nicht empfehlen
Spademan ist ein ehemaliger Müllmann, der nach dem Verlust seiner Frau zum Killer wird. Skrupel kennt er nur, wenn es um Kinder geht. Ansonsten will er weder die Gründe für den Auftrag kennen, noch seinen Auftraggeber. Erledigt wird der Job mit einem Teppichmesser. Klingt, wie in den Spressestimmen gelobt, nach guter Hardboiled-Kost.

Leider hat...
Vor 9 Monaten von Sonja K. veröffentlicht


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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schwarzes Genre und »Faszinierend!«, 22. März 2014
Von 
Peter Kensok "Globalscout" (Stuttgart) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Spademan: Thriller (Broschiert)
Adam Sternbergh entführt uns in das New York der Zukunft. Das ist nicht viel anders als heute, nur mit mehr Radiaktivität, noch mehr Kriminalität und Heilsversprechern, die über Leichen gehen. Der Spademan hat als Müllmann angefangen und macht im Prinzip auch nach der Berufsunfähigkeit nichts anders, nur dass er Leute entsorgt, die für seine Auftraggeber eben mehr oder wenige Müll sind. In den verseuchtesten Vierteln der Stadt, die niemals schläft, muss er sich jetzt um die Tochter eines Predigers kümmern, der der Vater seiner eigenen Enkel sein könnte.

Schwangere umbringen, zudem fast selbst noch Kinder, ist nicht sein Ding. Da verweigert sich irgendwie das Teppichmesser. Also jagt Spademan seinen eigenen Auftraggeber – und wird schon bald selbst zum Gejagten. T. K. Harrow verbreitet seinen Fluch und Segen über die »Limnosphäre«. Wenn schon die Stadt niemals schläft, entziehen sich die New Yorker in diesen eisernen und hochtechnischen Kokons für Stunden der Wirklichkeit. Sie werden »eingestöpselt«, bekommen Nährlösungen und Schläuche für die Ausscheidungen. Ansonsten werden sie mit künstlichen Realitäten zugedröhnt wie seinerzeit Neon in »Matrix« vor dem Erwachen.

T. K. Harrow und seine Mitarbeiter entwickeln immer wieder neue und brutalere Szenarien für die Besucher ihrer Schlafhallen. Pech für den alternden Harrow: Auch er ist ein Limno-Junkie, und er meint es mit den Seinen, seine Tochter eingeschlossen, gar nicht gut. – Und Spademan hat einTeppichmesser. Am Ende löst sich die Jagd in einem Showdown auf, der selbst den Spademan überraschen wird. Denn das trügerische Limno-Spiel macht die Schwachen im richtigen Moment stärker als die scheinbar Starken vermutet hätten.

Irgendwie scheint Adam Sternbergh mit einer kaputten Tastatur zu arbeiten, der die Anführungszeichen fehlen. Das ist gewöhnungsbedürftig und trotzdem irgendwie nett. Dieses Buch ist eben anders und entführt uns in eine Kultur, in der auch das Lesen von vornherein anders ist. Wie hätte Spock eine Galaxie weiter in einer noch ferneren Zukunft als die des Adam Sternbergh gesagt: »Faszinierend!«
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Rasant, 21. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Spademan: Thriller (Broschiert)
In der nicht fernen Zukunft ist Manhattan kontaminiert durch eine „schmutzige Bombe“ im Rahmen eines Terroranschlages. New York nicht mehr das pulsierende Zentrum der Welt, sondern eine „Insel, die leinenlos ins Meer driftet“.

In einer Welt, in der es an anderen Orten vielleicht noch „normal“ zugeht, sogar Fernsehshows noch produziert (und sogar gesehen) werden. Doch die „Reichen“, gerade in Manhattan, leben anders. In Luxusbetten, neural angeschlossen an eine ultraschnelle Form des Internet, in virtuellen Welten, in denen alles möglich ist.

Sogar der „Himmel auf Erden“. Denn „warum warten“ auf die „Straße aus Gold“. So verkündet es der bekannteste und reichste Fernsehprediger dieser Zeit, Harrow. Anschluss ans Net kostenlos, blühendes Leben in „ewiger“ Virtualität. Aber manche zahlen für diese Illusion einen hohen Preis. Was „Spademan“ aber erst im Lauf der Zeit herausbekommen wird.

Zunächst hat er einen einfachen Auftrag, wie so viele. Spademan ist einer der kühlsten Auftragskiller dieser Zeit. Ein Telefonat, ein Name, Geld im Voraus, kein weiterer Kontakt mehr und die gewünschte Person macht es nicht mehr lange. Mit seiner Liebe zu seinem Teppichmesser sorgt Spademan für eine saubere und endgültige Lösung. Als ehemaliger Müllmann in New York ist das Wegräumen von zu „Entsorgendem“ ihm in Fleisch und Blut übergegangen.

„Ich habe mal versucht, in Brooklyn zu leben. Hat nicht funktioniert. Ich hatte mal eine Frau … ich war auch mal Müllmann. Jetzt töte ich Leute. Ende der Geschichte“.
Was nicht stimmt, mit dem Ende der Geschichte, aber das wird sich erst langsam herausstellen.

Und nun, neuer Auftrag. Ein junges Mädchen. Deckname „Persephone“. Eigentlich Grace und zufälligerweise die Tochter des Auftraggebers und Fernsehpredigers in Person.
Wichtig, dass sie volljährig ist, denn eine eherne Regel des Spademan besagt, dass er nur erwachsene tötet.
Was die Dinge stark verändert, denn gerade, als er sein Messer in Gebrauch nehmen will, erfährt er, dass das Mädchen schwanger ist. Somit kann Spademan den Auftrag nicht ausführen. Was den Auftraggeber überhaupt nicht erfreut. Wie die Beteiligten an den düsteren Gestalten merken, die ihnen ohne Federlesen nach dem Leben nun trachten. Das nun nimmt Spademan persönlich und wirft sich hinein in diese rasante Verfolgungsjagd auf Leben und Tod in den entleerten Straßen New Yorks und den weiten der virtuellen Realität.

Straff, temporeich, hart, spannend, so treibt Sternbergh diesen Thriller konsequent voran. In kurzen, knackigen Sätzen, nicht immer ganz logisch nachvollziehbar (was das „Paradies auf Erden“ so genau angeht, dafür bräuchte man nicht unbedingt den „Prediger“, scheint es), aber stets die Spannung steigernd.

Eine zerstörte Welt mit gebrochenen Protagonisten, von denen manche ein doppeltes Spiel spielen und wieder andere nicht ganz das sind, als was sie in der virtuellen Welt erscheinen.

Alles in allem ein durchaus anregender und gut unterhaltender Thriller.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Man muss mit dem Schreibstil klarkommen, dann ist es aber wirklich gut., 16. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Spademan: Thriller (Broschiert)
"Ich töte Männer. Und ich töte Frauen. Denn ich will nicht diskriminierend erscheinen."

Nach diesem zugegeben sehr kurzen Klappentext hatte "Spademan" mein Interesse. Ich mag diese trockene, morbide Sachlichkeit, unter deren Oberfläche ungewollt Humor mitschwingt. Für mich stand fest: Dieses Buch möchtest du lesen!

Spademan, dessen richtigen Namen der Leser nie erfährt, lebt in einem New York in nicht allzu ferner Zukunft. Eine schmutzige Bombe am Times Square hat die Stadt ruiniert. Die Hälfte seiner Bewohner sind gestorben oder umgezogen. Gerade Manhatten ist stellenweise verwaist. Nur in den Unterschlüpfen der Superreichen existiert noch Leben, das jedoch virtuell geführt wird. Und dann gibt es natürlich noch die Arbeiterschicht, die irgendwie versucht über die Runden zu kommen. In diesem Ausnahmegebiet geht Spademan seinem Beruf nach. Spademan ist Müllmann. Früher war er das wirklich, doch auch heute entsorgt er den Müll. Er braucht nur einen Namen und seine Bezahlung. Doch bei seinem neuesten Auftrag läuft alles aus dem Ruder und Spademan muss sich um Müll kümmern, der scheinbar einige Nummern zu groß für ihn zu sein scheint.

Adam Sternberghs Roman ist nicht für jeden etwas. Der Schreibstil ist sehr trocken, die Sätze auf das Nötigste gekürzt. Die Geschichte wird aus Sicht von Spademan in der Ich-Perspektive erzählt, wörtliche Rede gibt es zwar, jedoch ist diese nicht gekennzeichnet. Wenn einen die Geschichte vom Inhalt interessiert, dann sollte man auf jeden Fall mit einer kostenlosen Leseprobe schauen, ob man mit diesem Stil klarkommt.
Mir hat er gefallen, denn er zeigt sehr gut die Gleichgültigkeit auf, mit der Spademan sein Leben bestreitet. Gleichzeitig schafft es der Autor aber auch der Geschichte Tiefgang und seinem Protagonisten Hintergrund und Charakter zu verleihen. Man muss teilweise etwas zwischen den Zeilen lesen, doch mich hat das Geschehen in seinen Bann gezogen.

Spademan scheint zuerst sehr abgeklärt. Er geht seinem selbstgewählten Job nach, sieht sich nur als Werkzeug während der Morde, die er verübt. Doch nach und nach werden seine Hintergründe geschildert. Warum scheint er so gefühlskalt, was hat ihn zu einem Killer gemacht? Teilweise in ihrer Nüchternheit umso drastischere Erlebnisse werden erzählt und werfen ein anderes Licht auf ihn.
Zudem tötet Spademan diskriminierungsfrei, dennoch weigert er sich Kinder zu eliminieren. Dies tun nach seiner Meinung nur Psychopathen. Als es bei seinem aktuellen Auftrag diesbezüglich Probleme gibt und sein Auftragsgeber zudem noch ein sehr hohes, einflussreiches Tier ist, verstrickt er sich immer mehr in Machenschaften, die teilweise unlösbar erscheinen.

Das Buch spielt zudem in einer Zukunft, die ich nicht unbedingt als lebenswert empfinde. Außerhalb New Yorks läuft das Leben zwar einigermaßen normal weiter, es gibt jedoch die sogenannte Limnosphäre. Das Internet ist mittlerweile veraltet, Menschen stöpseln sich vollkommen in das neue Datennetz ein und verbringen dort Zeit oder gar fast ihr ganzes Leben. Kritisch wird hier beäugt, was so eine für uns ja durchaus mögliche Zukunft für Folgen hätte.

Ich fand "Spademan" sehr gut. Die Geschichte war spannend, teilweise hart und heftig, aber auch emotional und regt zum Nachdenken an. Man muss mit dem Schreibstil klarkommen, aber wenn man dies tut, ist dieses Buch definitiv lesenswert.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mal etwas anderes, 9. Juli 2014
Von 
Timo Leibig (Pleinfeld, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Spademan: Thriller (Kindle Edition)
"Hier knallt jeder Satz"- So wurde Spademan beworben.
Ich fand nicht, dass jeder Satz knallte, aber doch war das Buch insgesamt lesenswert.

Spademan, ein ehemaliger Müllmann, lebt in einem postapokalyptischen New York und arbeitet als Killer mit einigen Grundsätzen (keine Kinder). Ein neuer Auftrag entwickelt sich zu einem Fiasko ...

Spademan ist sehr wortkarg und direkt, was sich im Schreibstil wiederspiegelt. Kurze, knappe Sätze, wenig Ausschmückungen, wenige Adjektive und Adverbien. Das ist nicht jedermanns Sache. Man muss sich einfinden und damit zurechtkommen. Ist man mal drin, hats aber doch Spaß gemacht.

Die Story ist nichts Neues, aber das Buch hat mich gut unterhalten. Die Gedanken zur Fortführung unseres Internets sind interessant und zeigen die Gefahren auf. Mir hats gefallen.

Größter Abstrich:
Die direkten Reden sind nicht mit Anführungszeichen markiert (einfach mal in die Leseprobe reinschauen). Das war deutlich störend. Es hätte der Story und der absichtlichen "Kargheit" der Sprache nicht geschadet, diese zu setzen, hätte aber dem Buch eine bessere Lesbarkeit verschafft.

Auf jeden Fall einen Versuch wert, wer gern auch mal experimentell was lesen möchte.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Kann ich nicht empfehlen, 6. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Spademan: Thriller (Broschiert)
Spademan ist ein ehemaliger Müllmann, der nach dem Verlust seiner Frau zum Killer wird. Skrupel kennt er nur, wenn es um Kinder geht. Ansonsten will er weder die Gründe für den Auftrag kennen, noch seinen Auftraggeber. Erledigt wird der Job mit einem Teppichmesser. Klingt, wie in den Spressestimmen gelobt, nach guter Hardboiled-Kost.

Leider hat das Buch nicht mal im Ansatz meine Erwartungen erfüllt. Spademan selbst ist so konturlos, wie das Minenspiel eines Steven Seagal. Auch die weiteren Charaktere bleiben sehr blass und hinterlassen keinen bleibenden Eindruck.
Die Story ist arg gewöhnungsbedürftig. Ein postapokalyptisches New York irgendwann in der Zukunft. Bevölkert vom Bodensatz der Gesellschaft und der Upperclass, welche sich aber in in den Penthäusern verschanzt. Und der Rest des Landes? Dort scheint alles ganz normal zu sein. Also warum verlassen die Menschen die Stadt nicht und flüchten sich statt dessen lieber in die Limnosphäre, einer künstliche Realität? Das, sowie einige andere Punkte bleiben wohl erst Mal unbeantwortet.
Der aktuelle Auftrag von Spademan unterscheidet sich von vielen anderen Geschichten dieser Art lediglich durch das Setting, ansonsten gab es das schon oft und vor Allem weit besser. Die Lösung wird letztlich auf ein paar Seiten abgehandelt und kann sich nicht von Vorhersehbarkeit frei sprechen.
Der Stil hat schlussendlich dazu bei getragen, dass das Buch bei mir durchgefallen ist. Sehr sprunghaft, ohne erkennbare wörtliche Rede. Beendet hab ich es lediglich, weil es nicht sehr umfangreich ist. 304 Seiten in relativ großer Schriftgröße.

Punktabzüge somit für Charaktere, Setting, Stil und Story an sich. Bleibt unterm Strich noch der Pflichtstern.
Der Autor sitzt angeblich bereits an der Fortsetzung. Danke, ohne mich.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Beginnt stark mit guten Ideen und originellem Setting, kann mit der schwachen Story aber nur bis zur Hälfte fesseln, 19. März 2014
Von 
Büchermonster (bloggt über (Hör-)Bücher aus den Genres Thriller, Mystery & Horror) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Spademan (MP3 CD)
Spademan ist Auftragskiller. Er hat klare Regeln: Er tötet Männer, er tötet Frauen, er tötet aber keine Kinder und Jugendlichen. Fragen stellt er keine, alles was Spademan wissen muss ist der Name seines nächsten Opfers. Ein schlechtes Gewissen hat er aufgrund seines mörderischen Jobs nicht, schließlich sieht er sich selbst nur als Kugel – abdrücken tun andere. Und solange seine Arbeit pünktlich bezahlt wird, interessiert es ihn einen Dreck, warum er seine Zielperson umbringen soll. Sein neuester Auftrag stellt Spademan jedoch vor ungeahnte Probleme. Zum einen ist Grace Chastity Harrow, das gewählte Opfer seines aktuellen Klienten, nicht nur die Tochter eines äußerst populären und steinreichen Fernsehpredigers – Spademan scheint auch nicht der einzige zu sein, der es auf die junge Frau abgesehen hat…

Es ist vor allem eine Tatsache daran schuld, dass ich bei Adam Sternberghs neuem Thriller “Spademan” direkt neugierig geworden bin und mir das Hörbuch umgehend auf meinen iPod laden musste: In der englischen Inhaltsbeschreibung wird das Buch mit dem Stil von Ernest Cline verglichen, der mich vor einer Weile mit “Ready Player One” sehr begeistern konnte. Was hat nun ein Buch über Computerspiele und einer virtuellen Parallelwelt mit dem Thriller über einen Auftragskiller zu tun? Nun, Adam Sternbergh hat für seine Romanhandlung kein gewöhnliches Setting gewählt, sondern lässt seinen mordenden Protagonisten in einem zukünftigen New York auf seine Opfer los, das nach einem gewaltigen Terroranschlag völlig verwüstet ist. Und weil das Leben in der verseuchten und maroden Stadt selbst mit schier unbegrenzten finanziellen Möglichkeiten keine große Freude mehr macht, flüchten sich die Reichen wohin? Genau, in eine virtuelle Realität…

Klingt nach einem interessanten Setting? Ist es auch, selbst wenn man von dem dystopischen Szenario in den ersten Kapiteln gar nicht so viel mitbekommt. Man merkt zwar früh, dass das von Sternbergh geschilderte New York irgendwie nicht die Stadt ist, die man kennt, sondern dass dort irgendein Ereignis erschreckende Spuren hinterlassen hat – das Ereignis, dass Sternberghs Spademan mit dem einfachen Begriff “Times Square” umschreibt. Vor “Times Square” war die Welt noch in Ordnung, nach “Times Square” ist Big Apple nur noch das Überbleibsel der größten Katastrophe der Menschheitsgeschichte. Die Zerstörung New Yorks hat auch dafür gesorgt, dass die Kluft zwischen Arm und Reich immer größer geworden ist. Während sich der Großteil der Bevölkerung in den zerbombten Ruinen durchs Leben schlägt, flüchten sich die Reichen in eine virtuelle Parallelwelt. Denn die Technologie der Zukunft ermöglicht es, mithilfe von speziellen Betten in eine alternative Realität einzutauchen: Während der Körper von Nährflüssigkeiten am Leben erhalten vor sich hinvegetiert, tobt sich der Geist in nach den eigenen Wünschen zusammengestellten Traumwelten aus.

Sternbergh spannt seine Leser eine ganze Weile auf die Folter, bis er über sein postapokalyptisches Setting aufklärt. Das appelliert zwar gekonnt an die Neugier des Publikums, allerdings wünscht man sich gerade am Anfang mehr Informationen, z.B. über angesprochene Betten, über deren Besonderheit man lange rätseln darf. Zudem schafft es der Autor leider nicht, seinem interessanten Szenario auch eine würdige Story zu verpassen, denn trotz virtueller Realität ist Spademans Auftragsarbeit letztlich nicht mehr als 08/15-Thrillerkost. Die Story um einen Auftragskiller, der sein Ziel aus diversen Gründen dann doch nicht umbringen kann und es sogar noch vor anderen Parteien beschützt, hat man so im Grunde auch schon dutzendfach woanders gelesen und gesehen. Die einzige Besonderheit sind hier eben die Traumwelten, deren Potenzial Sternbergh aber bei weitem nicht ausnutzt. Kein “Ready Player One”, kein “Inception”, kein “Matrix” – dafür aber viel Chaos und Blutvergießen, deren Sinn sich einem auch nicht immer erschließt. Schade, denn bei dieser Ausgangsidee hätte “Spademan” wirklich ein cooler Thriller werden können. So bietet das Buch aber nur durchschnittliche Thriller-Unterhaltung, die zumindest in der Hörbuchversion dank der launigen Lesung von Christoph Maria Herbst jedoch noch recht kurzweilig und amüsant ist. Mehr aber eben auch nicht.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Dystopischer Thriller..., 1. März 2014
Von 
Eskalina (Hannover) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Spademan: Thriller (Broschiert)
Man könnte dieses Buch als eine Mischung aus Dystopie und Thriller bezeichnen. Spademan, der eiskalte Killer, wendet sich als Erzähler direkt an den Leser. Ein Mann, der durch den Tod seiner Frau bei einem der ersten Terroranschläge auf eine U-Bahn unter dem Time Square nicht nur seine Frau, sondern auch jegliche Emotionen verloren hat. Er verdient sein Geld mit Auftragsmorden und macht bei seinen Opfern keinen Unterschied zwischen Männern und Frauen. Trotzdem ist er ein Mann mit Prinzipien und dazu gehört, dass er niemanden unter 18 tötet und dass Schwangere ebenfalls verschont werden. Also kann er den Auftrag, „Persephone“, die Tochter des bekannten Fernsehpredigers ins Jenseits zu befördern, vergessen, stattdessen hat er sie nun am Hals.

Die Geschichte ist gut aufgebaut und die Handlung interessant. Nach den Terroranschlägen, die New York komplett verändert haben, fliehen viele Menschen in eine virtuelle Realität, das gehört ebenso zum Alltag dieser verrohten Gesellschaft dazu, wie ausgestorbene Stadtteile und heruntergekommene Wohnviertel.
Die virtuelle Welt, in die sich die meisten Menschen einloggen, ist gar nicht mal so undenkbar und wer schon einmal ein Online-Rollenspiel gespielt hat, der kann sich in etwa vorstellen, wie sie aussehen mag, die Welt, in die die Menschen abtauchen und in der ihnen nichts passieren kann. Wer genug Geld hat, baut sich seine eigene virtuelle Lebensform und benötigt in der normalen Welt nur ein Bett und eine Krankenschwester, die ihn in der Zeit, in der er abtaucht, mit Nährlösungen und „Abfallschläuchen“ versorgt.
Es ist tatsächlich eine „hardboiled Story“ bei der ständig irgendwelche Menschen mal eben so nebenbei gemeuchelt werden. Immer ohne jegliches Mitgefühl und mit wenig begleitenden Worten. Da klebt dann nach einem Barbesuch schon mal das Hirn eines Freundes an der Wand, oder jemand wird mit Pfefferspray aufgeblasen (wie man bereits ahnt, ist das Buch kein Geschenk für die lieben Kleinen). Das ist das "ganz normale" Leben von Spademan und mit diesem Leben hat er sich arrangiert, doch plötzlich muss er sein Leben wieder mit jemandem teilen und das passt ihm ganz und gar nicht. Also versucht er Persephone zu helfen, um sie wieder loszuwerden, doch dieses Mal ist die Sache selbst für einen erfahreren Killer ziemlich gefährlich.

Leider ist Spademan so cool, dass er keine Kennzeichnung wörtlicher Rede braucht und auch keine Zuordnung zu den einzelnen Personen trifft, die gerade etwas sagen. Das hat mich zeitweise etwas genervt. Die Idee, verbunden mit der Handlung hat mir allerdings sehr gut gefallen. Das Buch ließ sich flüssig lesen, der Stil, knapp und präzise in den Formulierungen, passte zum Erzähler und so hat mich das Ganze über die gesamte kurzweilige Lesezeit gut unterhalten.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schnodderig, brutal und wirre Schreibe, 6. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Spademan: Thriller (Kindle Edition)
Es gibt Bücher, die einem ein gutes Gefühl beim Lesen geben. Man fühlt sich wohl, schlägt die Seiten gern um, immer neugierig auf das, was noch kommen mag. Man hat jene Bücher einfach gern in der Hand.
Und es gibt Bücher wie "Spademan". Die bewirken das Gegenteil.

Schon nach wenigen Seiten war mein Bedarf an diesem Buch gedeckt. Ich kann gar nicht genau ausmachen, woran das lag. Zum einen an der Story selbst: der Spademan bringt Menschen um. Beruflich natürlich, obwohl er gleichzeitig sagt, das Geld, das ihm dieser Job einbringt, rührt er nicht an. Ein Gewissen für diesen Job hat er schon ziemlich lange nicht mehr, wenn er denn je eins hatte. Die Welt, in der er lebt, ist seltsam futuristisch, ein postapokalyptisches New York, in dem sich Leute in künstliche Welten flüchten. Und eigentlich nur noch der Abschaum auf den Straßen anzutreffen ist. Menschen also, die auch niemand vermisst, wenn sie denn dummerweise auf der Liste des Spademans standen.
Mir fiel es wirklich schwer, das hier so zu lesen. Ich fand die Beschreibungen schnodderig, brutal, unnötig vulgär und aggressiv und einfach so ... uneinladend zu lesen. Die ganze Atmosphäre, die durch die Handlung, das Setting und die Figuren vermittelt wird, wirkt dreckig, vergiftet und abstoßend.
Vor allem aber war es die Schreibe selbst, die mich viele Seiten überschlagen und die Geschichte nur querlesen lassen hat. Die Sätze sind abgehackt, wirr durcheinander, bestehen manchmal nur aus wenigen Wörtern. Anführungszeichen bei wörtlicher Rede fehlen komplett, was dazu führt, dass man oftmals gar nicht bemerkt, wenn etwas in einem Dialog gesagt wird. Und auch nicht, wer was sagt. Es versinkt alles in einem Wörterbrei. Unglaublich anstrengend.
Das mag alles zur Story passen, aber den Lesefunfaktor hat es bei mir nicht gesteigert. Nicht jedes Buch muss Spaß machen zu lesen, das ist ja klar. Es gibt brutale Bücher, Thriller, die in einem Abneigung wecken, bei denen man kapituliert und sich eingesteht, das das echt nichts für einen ist. "Spademan" zähle ich da eindeutig dazu.

Fazit:
Kurz und gut: "Spademan" war nicht mein Fall.
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3.0 von 5 Sternen gut, 10. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Spademan: Thriller (Kindle Edition)
Im Ergebnis kein literarisches Meisterwerk - jedoch leicht verdauliche und kurzweilige Kost, die im Comicstyle geschrieben wurde. Die fehlende Wörtliche Rede stört teilweise den Lesegenuss.
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3.0 von 5 Sternen ich diskriminiere nicht.., 5. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Spademan: Thriller (Kindle Edition)
Zur Geschichte selbst muss man nach den Darstellungen der Vorredner wohl nichst sagen. den Fehler, einen Krimio/ Thriller zu erwarten.. sollte man nicht unbedingt begehen. Es ist ein Thriller um einen Auftragsmörder, der am liebsten mit Teppichmesser arbeitet.. aber es erinnert durchaus an Harkaways gelöschte Welt oder Neal Stephenson. Wobei unser werter Müllmann (denn das war sein Beruf) Mr. Spademan wie gesagt an andere Autoren erinnert, aber doch nicht an sie herankommt.
Stichwort Endzeit, virtuelle Realität..
Ich fand es bis zur Hälfte sehr gut, dann nachlassend, hab es innerhalb von 24 Stunden durchgelesen und fand es leichtn lesbar, "" für wörtliche Rede fehlten mir nicht, auch die teils karge Ausdrucksweise fand ich durchaus passend.
Interessant die Treffen in der virtuellen Welt, wo ein Helfer durchaus auch mal als geflügelter Engel Uriel mit Flammenschwert auftaucht.

Wer Endzeit-Düsternis mag, hat hier eine kurzweilige Unterhaltung.
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Spademan: Thriller
Spademan: Thriller von Adam Sternbergh (Broschiert - 3. März 2014)
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