Kundenrezensionen


41 Rezensionen
5 Sterne:
 (29)
4 Sterne:
 (8)
3 Sterne:
 (3)
2 Sterne:    (0)
1 Sterne:
 (1)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


35 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Äußerst spannende Schilderung einer Militärintrige der 1890er Jahre mit beängstigenden Bezügen zur Gegenwart
Spätestens seit dem Erscheinen von Florian Illies' "1913" war absehbar, daß der vor bald hundert Jahren ausgebrochene 1. Weltkrieg eine Flut von Buchveröffentlichungen zum Thema hervorbringen würde. Philipp Blom hatte schon 2009 in "Der taumelnde Kontinent" die Jahre 1900 bis 1914 abgearbeitet. Vor kurzem erschien das ebenfalls hervorragende Buch...
Vor 10 Monaten von Georges de Gueule veröffentlicht

versus
6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Spannender Roman mit Schwächen
Inhalt
“Es geht um den ersten Whistleblower der Geschichte und um den politischen Ur-Skandal: Robert Harris hat mit „Intrige“ einen Roman vorgelegt, dessen Hintergrund die französische Dreyfus-Affäre bildet. Angeregt wurde das Buch von Star-Regisseur Roman Polanski.
„Der erste große politische Skandal“ und damals...
Vor 8 Monaten von scriptor veröffentlicht


‹ Zurück | 1 25 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

35 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Äußerst spannende Schilderung einer Militärintrige der 1890er Jahre mit beängstigenden Bezügen zur Gegenwart, 28. Oktober 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Intrige (Gebundene Ausgabe)
Spätestens seit dem Erscheinen von Florian Illies' "1913" war absehbar, daß der vor bald hundert Jahren ausgebrochene 1. Weltkrieg eine Flut von Buchveröffentlichungen zum Thema hervorbringen würde. Philipp Blom hatte schon 2009 in "Der taumelnde Kontinent" die Jahre 1900 bis 1914 abgearbeitet. Vor kurzem erschien das ebenfalls hervorragende Buch Christopher Clarks, "Die Schlafwandler - Wie Europa in den ersten Weltkrieg zog". Blom und Clark erwähnen in ihren Geschichtsdarstellungen auch die Dreyfus-Affäre, die Frankreich Ende des 19. Jahrhunderts erschütterte und zu einer Verschiebung der Machtgefüges zwischen Zivilgesellschaft und Militär führte.

Als mir am Erscheinungstag Robert Harris' neuestes Werk auf einem Bücherstapel ins Auge fiel, freute ich mich über die Gelegenheit, mithilfe eines Romans endlich zu erfahren, was es mit der Dreyfus-Affäre denn genau auf sich hatte. Nur unterbrochen von den üblichen Dingen des täglichen Lebens habe ich weniger als zwei Tage benötigt, um die 600 Seiten von "Intrige" zu verschlingen. Das Buch ist sehr spannend und sicher auch für jeden Thriller-Leser, dem es nicht in erster Linie um historische Aspekte oder die Welt des Militärs geht, ein Genuß.

Der Ich-Erzähler Marie-Georges Picquart beschreibt, wie er die Jahre 1894 bis 1899 erlebt hat. Der Roman beginnt mit seiner Schilderung, wie dem verurteilten Dreyfus vor der Pariser Öffentlichkeit und einigen tausend Soldaten in einer sorgsam vorbereiteten Inszenierung alle militärischen Abzeichen und Dekorationen regelrecht vom Leib gerissen werden. Major Picquart wird kurz darauf zum Leiter der Statistik-Abteilung berufen und zum Oberst befördert. Aufgabe der Abteilung ist die militärische Aufklärung, diese hat zuvor die Beweise zusammengetragen, die den aus dem Elsaß stammenden jüdischen Hauptmann Dreyfus des Geheimnisverrats an das Deutsche Reich überführten.

Picquart arbeitet sich in die Geheimdiensttätigkeit ein und stolpert bald über Dokumente und neue Erkenntnisse, die nahelegen, daß nicht Dreyfus, sondern ein durch Spielschulden notorisch klammer Offizier der Verräter ist. Mit dem beim Militär gebotenen Respekt und anfänglicher Subordination breitet er die Erkenntnisse vor seinen Vorgesetzten aus. Diese scheinen kein Interesse an einer Wiederaufnahme des Verfahrens gegen den in die Verbannung auf eine südamerikanische Insel verschickten Dreyfus zu haben. Der Ich-Erzähler läßt durchblicken, daß er weder der jüdischen Gesellschaft, noch dem vermögenden Dreyfus gegenüber je besonders wohlgesonnen war oder jetzt wäre. Picquart ist aber ein aufrechter Mann, der Ungerechtigkeiten ablehnt und außerdem den wahren Verräter kaltgestellt sehen möchte. Nachdem er den Druck zur Richtigstellung auch durch politische Manöver zu erhöhen versucht, bekommt er Gegenwind und wird nach Nordafrika abgeschoben. Weil er trotz seiner eingeschränkten Möglichkeiten in der Ferne nicht aufgibt, soll er auf ein Himmelfahrtskommando in die Wüste geschickt werden.

Obwohl jeder den Ausgang der Affäre in einem Lexikon nachlesen kann, gelingt es Harris die Geschichte einer Intrige des Militärs so spannend darzustellen, daß es schwerfällt, das Buch aus der Hand zu legen. Picquart muß auf seinem weiteren Weg noch einige Rückschläge sowie diverse Inhaftierungen überstehen; dem Leser bleibt der Mund offen stehen, wenn er beobachtet, wie höchste Militärstellen schamlos lügen und immer nochmal etwas draufzulegen versuchen. Ähnlich John Grisham arbeitet Harris mit vielen kurzen Sätzen um beim Leser Atemlosigkeit auszulösen und die Spannung hochzuhalten. Hierdurch fällt es sehr schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Obwohl Harris angibt, nicht alle historischen Personen, die im Zusammenhang der Affäre eine Rolle spielten, in seinem Roman zu berücksichtigen, kommen um die 40 Personen vor. Die Vielzahl der Akteure stellt jedoch nie ein Hindernis beim flüssigen Verfolgen der Handlung dar.

Nachdem Dreyfus 1899 freigelassen und 1906 endgültig rehabilitiert wurde, hat sich auch die Kräfteverteilung zwischen Militär und Regierung in Frankreich verschoben. Das Erkennen der Intrige gegen Dreyfus schwächte den Einfluß des Militärs (dessen Vertreter Emile Zola mit "J'accuse" angeklagt hatte) in der französischen Gesellschaft. Das Gedankengut, das damals wohl in der französischen Militärführung vorherrschte, scheint seitdem jedoch nicht restlos ausgerottet; ob es sich nun um Beweise zur Begründung des Irakkriegs oder den jüngsten Umgang mit Bradley Manning handeln mag. Wer manche gegenwärtige Entwicklung verstehen möchte, tut ebenfalls gut daran, sich mit Robert Harris' "Intrige" auseinanderzusetzen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dreyfus, Wagner & Snowden, 21. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Intrige (Gebundene Ausgabe)
Über Harris' verlässliche Recherchen, seine Kunst, Spannung aufzubauen und zu steigern, seine Stilsicherheit (die sich hier unter anderem darin äußert, dass er der schönen Liebesaffäre des Picquart mit Pauline keine Zeile zu viel oder zu wenig widmet und die unappetitlichen Affären des Majors Esterházy nur von außen kurz anleuchtet) ist schon alles gesagt worden.

Lenken wir den Blick zur Abwechslung einmal auf ein bedeutendes Detail. Der Obersleutnant Picquart, der Dreyfus aus den Mühlen des Lügenjustiz rettet, ist, wie mehrfach gezeigt wird, ein Musikliebhaber und Wagnerfan. Vordergründig stützt diese indirekte Charakterisierung das Paradoxon, dass selbst Picquart, der Mann also, der dem Juden Dreyfus entscheidend half, von dem Antisemitismus seiner Zeit nicht gänzlich frei war. Denn Wagner, auch wenn man es in seinen Libretti nicht lesen und schon gar nicht in seinen Partituren hören kann, war, wie eine schlimme theoretische Schrift unzweideutig belegt, ein strammer Antisemit.
Aber verfolgt man diese Personencharakterisierung des Picquart bis zum Romanschluss weiter, eröffnen sich tiefere Bedeutungsschichten. Und dann ist es auch alles andere als nur eine effektvolle Geste, dass am Schluss des eigentlichen Romans (vor dem Epilog) Picquart in die Wiener Staatsoper fährt, um dort gemeinsam mit Pauline zu hören, wie Mahler Wagners "Tristan und Isolde" dirigiert. Denn der frühere Dresdener Barrikadenkämpfer, steckbrieflich gesuchte Revolutionär, Bakunin-Freund und Exilant Wagner, der am Ende zum Hästschelkind der Bourgoisie und der Monarchen verkam, hat im "Ring" das menschliche Streben nach Macht und Geld mit einer bis dahin in der Opernwelt völlig unbekannten Tiefenpsychologie und Sprachmacht nachgezeichnet. Musikalisch hat er diese menschliche Machtversessenheit in die Schranken gewiesen, mit einer Art Erlösungsmusik der unaufhörlichen Übergänge (die die Tonarten gleichsam entmachten) und dann im "Tristan" - der parallel zum "Ring" entstand - auch in Opernhandlung gegossen. Wagner hat die Zusammenhänge der Macht genau "gelesen", aber sie mit Verachtung quittiert. Und genau das ist auch die Haltung des Oberleutnant Picquart. Er kann Dreyfus nur helfen, weil er viel genauer als seine Zeitgenossen die eitlen, selbstsüchtigen, von unfassbarer Kleingeistigkeit und Postengeilheit getragenen Machtstrategien durchschaut. Picquart respektiert sogar in gewisser Weise die Hierarchien, aber steht doch meilenweit darüber. Wenn er dann ausgerechnet während der "Tristan"-Aufführung in der Wiener Staatsoper von einer "weiß behandschuhten und juwelenbehängten Hand" ein Telegramm gereicht bekommt, in dem ihm sein (in gewisser Weise grotesker) Aufstieg zum "Kriegsminister" mitgeteilt wird, so ist in dieser Geste alle Ambivalenz ausgedrückt. "Kriegsminister"?? Auch darin ist Picquart durch und durch Wagnerianer. Denn eine sporadisch aufflammende Kriegslüsternheit kann man bei Wagner nicht nur lesen - z.B. in seinen öffentlichen Jubelbriefen zum deutsch-französischen Krieg 1870/71, die selbst preußischen Generälen 'too much' waren -, man kann sie mitunter auch hören, etwa in der "Rienzi"-Ouvertüre.

Sehr besonders, aber völlig einleuchtend ist, dass Robert Harris den historischen Stoff im Präsenz erzählt: ein Hinweis darauf, dass diese Staatsaffäre - in der die Medien (die Zeitungen) erstmals die entscheidende (Doppel-)Rolle spielten: anfangs befeuerten sie die Degradierung und Verbannung von Dreyfus, dann boten sie dem furchtlosen Emile Zola das lebenswichtige Forum für die aufklärerische Kritik am Verfahren - gleichsam die Blaupause für alle späteren und gegenwärtigen Skandale bildet. Geheimdienste heißen heute zwar nicht mehr, wie zu Picquarts Zeiten, "Statistik-Abteilung", und die Würde des Menschen ist angeblich unantastbar, aber ein Gewissen als moralisches Korrektiv wird einem Edward Snowden heutzutage ebensowenig zugestanden wie damals einem Picquart. In einer Hinsicht aber hat die Menschheit einen bedeutenden Schritt voran gemacht: Kein Geheimdienstler muss heute noch, wie einst Major Henry und Lauth (im Roman), mühsam zerrissene Briefschnippsel wiederzusammenkleben oder Hörrohre in Kamineingänge einsetzen: das wird heute mit ein paar lässigen Mouseklicks erledigt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartige Geschichtsstunde!, 7. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Intrige (Audio CD)
Das Hörbuch Intrige" von Robert Harris wird von Hannes Jaenicke erzählt. Die Erzählstimme ist hier sehr stimmig gewählt, Herr Jaenicke versteht es, sämtliche Nuancen zu vermitteln, von atemlos zu charmant, von erschreckt über entsetzt bis zum Zorn. Er gibt die Gefühle der sprechenden Personen ebenso wie die Spannung bei den sonstigen Beschreibungen sehr gut weiter. Zudem habe ich das Gefühl, dass die Aussprache des Erzählers entfernt französisch" klang, ohne dass ein deutlicher Akzent zu hören war. Ich konnte mich dadurch sehr gut gedanklich in Frankreich" aufhalten.

Im seinem neuen Roman greift der Autor Robert Harris einen der brisantesten politischen Skandale Europas vor den Weltkriegen auf. Es geht um die Affäre Dreyfus", die Frankreich und Europa in seinen Grundfesten rüttelte. Hintergrund ist zunächst einmal die vernichtende Niederlage Frankreichs im Deutsch-Französischen Krieg von 1870, die zu einer Art Paranoia in den obersten Rängen der französischen Armee führte. Jedes an einen Feind, speziell an die Deutschen" weitergegebenes kleinste Detail aus der Armee galt als Weitergabe von Staatsgeheimnissen, so dass ein weitläufiger Geheimdienstapparat etabliert wurde. Zu dieser Zeit war auch der Antisemitismus in Frankreich nicht unüblich und bei einer Weitergabe von Staatsgeheimnissen wird der Major Alfred Dreyfus, ein Jude, schnell verurteilt, in einer öffentlichen Zeremonie seiner Ehre und seines Rangs beraubt und schließlich auf die 4000 Meilen entfernte Teufelsinsel zur Einzelhaft deportiert.

Alfred Dreyfus ist jedoch nicht die Hauptfigur dieses Romans von Harris. Der intelligente und kultivierte Oberst Picquart ist es, neuer Kommandant des Statistikamts, einer wichtigen Unterabteilung des französischen Geheimdienstes. Sehr schnell erkennt er in der Dreyfus-Affäre" Lüge und Betrug zunächst innerhalb seiner Abteilung, dann jedoch hinauf bis in die höchsten Ränge von Militär und Politik. In der Affäre zunächst einer der Beteiligten der vorschnellen Verurteilung von Alfred Dreyfus, wird er nun zu dessen unermüdlichen Verteidiger aufgrund der Gerechtigkeit" und Ehre", die ihm eigen ist. Zudem gilt es, den eigentlichen Verräter dingfest zu machen. An diesem Punkt der Handlung beginnt nun die Einbindung der fiktiven Geschichte in die historisch überlieferte Entwicklung der Affäre Dreyfus. Oberst Picquart zieht gewissermaßen in den Krieg gegen sein eigenes Land, fest entschlossen, alles aufzuklären, sogar sein Leben dafür aufs Spiel zu setzen. Letztendlich findet er Unterstützung auch aus der Öffentlichkeit. Kein Geringerer als Émile Zola gibt letztendlich den zündenden Funken für die Rehabilitierung sowohl von Alfred Dreyfus als auch von Picquart durch seinen Beitrag J'accuse ..." in einer großen Tageszeitung.

Robert Harris nutzt für seinen Roman ausschließlich den engen zeitlichen Rahmen der historischen Affäre Dreyfus. Während der spannend in der Ich-Form des Oberst Picquart erzählten Handlung lässt er seine Hauptfigur sozusagen wachsen, gibt ihm immer mehr Selbstbewusstsein und Charakter, lässt ihn aber bis zum Schluss in einer Doppelmoral stecken. Ist Oberst Picquart einerseits voller Stolz und Ehre, hat er andererseits ein Verhältnis mit einer verheirateten Frau.

Der Autor selbst sagt, dass keine seiner Figuren ausschließlich fiktiv sind. Alle haben einen historischen Nachweis. Interessant ist dabei die Aktualität der Thematik, die gleichzeitig als Warnung gegen den Einfluss nachrichtendienstlicher Informationen zum Erzielen politischer Ergebnisse gesehen werden kann und der immer vorherrschenden Problematik der Vorurteile und Vorverurteilungen.

Eine großartige Geschichtsstunde!!!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen brisant...spannend...hochaktuell..., 28. Oktober 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Intrige (Gebundene Ausgabe)
...dies sind Schlagworte, die man für die Rezension eines guten Zeitungsartikels oder einer Reportage vermutet würde und nicht für einen historischen Roman. In diesem Fall trifft die Überschrift zu dieser Rezension voll und ganz auf das neuste Werk des Autors Robert Harris zu. Wie die anderen Romane zuvor beschäftigt sich Harris mit einem politischen Skandal, der Ende des 18. Jahrhunderts die Welt beschäftigte. Harris entführt den Leser in das Paris kurz vor der Weltausstellung 1900. Die Zeit der Salons, dem schwelenden Konflikt mit dem deutsche Kaiser und stinkenden Abflüssen in der französischen Hauptstadt.Er zeichnet durch seine guten Recherchen ein sehr glaubwürdiges Bild der Gesellschaft, der Kultur und des Zeitgeistes. Der Protagonist Picquart ist, wie die meisten der Oberschicht in der damaligen Zeit, Antisemit, was ihn aber nicht davon abhält, die Dreyfuss-Affäre neu aufzurollen wodurch er in Militärkreisen auf massiven Widerstand stößt. Aus Picards Perspektive heraus erzählt Harris die Geschichte spannend neu. Dreyfus, als Figur, kommt eigentlich nur am Rande vor. Es geht hier um einen "Whistleblower" des 19 Jahrhunderts, er ist der Bradley Manning bzw. Edward Snowden seiner Zeit. Aber anders als die beiden, war er integraler Bestandteil des Systems, dessen Versagen er aufdeckte. Was mich faszinierte, war das Dilemma, in dem Picquart steckte. Der scheinbar steife, sperrige Offizier, der seine Karriere aufs Spiel setzt, um einen vermeintlich Unschuldigen zu rehabilitieren. Diese Crux hält die Geschichte am Laufen und man möchte das Buch und seine Figuren gar nicht mehr aus der Hand geben. Seine Gegenspieler, gestandene Generäle und Attachés. Eine Prise Erotik und Abenteuer.Das Komplott gegen Dreyfus ist so unglaublich, beinahe lächerlich, wenn es nicht wahr wäre. In gewohnter Harris-Manier, gut lesbar, Original-Quellen und eine Spur Fantasie. Diese Mischung macht "Intrige" zu einem Leseerlebnis der besonderen Art. Jetzt kann man nur hoffen, dass der Schreibschwung von Robert Harris bleibt und man bald auch den dritten Teil der Cicero- Reihe in den Händen halten kann.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mischung zwischen Dumas und „Vaterland“, 5. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Intrige (Gebundene Ausgabe)
Alfred Dreyfus ist durch ein Geheimgericht schuldig gesprochen. Vor allem aufgrund eines handschriftlichen Dokuments, von dem mehrere beteiligte Offiziere, auch Angehörige des Geheimdienstes, ihren Eid über dessen Echtheit geschworen haben.

Spionage für den Feind, Geheimnisverrat an Deutschland und Italien. So der scheinbar erwiesene Vorwurf. Den niemand nachprüfen kann, da Beweise und Verfahren nicht öffentlich abgehalten wurden. „Das Volk“ hat hier auf „das Wort“ seiner Militärs zu trauen. Und Punkt.

Dreyfus wird auf die Teufelsinsel bei Cayenne verschifft. Damit dürfte der im Jahr 1894 nicht nur in Paris für höchstes Aufsehen sorgende Fall endgültig abgeschlossen sein, wenn auch weitere diplomatische Gereiztheiten verbleiben. Frisch ist die Erinnerung an die schmähliche Niederlage gegen Preußen 1871, groß die Lust auf Rache, ebenso groß die Ressentiments gegen den deutschen Nachbarn.
Sicher, die beweise waren ein wenig dürftig. Aber in die wachsende antisemitische Stimmung (nicht nur) im Frankreich jener Tage hinein wird da nicht so genau hingeschaut.

„Die Römer warfen den Löwen Christen zum Fraß vor, wir nehmen Juden“, so drückt es der scheidende Chef des Geheimdienstes aus.

Und, hat nicht Mercier, der Kriegsminister, den Fall und die Verurteilung mit auf seine Ehre genommen? Ebenso wie der Geheimdienstoffizier Henry?
Gegen jene „Rasse ohne Patriotismus, ohne Ehre und Stolz“?

Und da wird ja wohl der neue, ins Amt protegierte Leiter des Geheimdienstes, jüngster Oberstleutnant der Armee, frisch befördert, Marie-Georges Picquard, ganz im Sinne der Minister und des Generalsstabs seinen Dienst treu versehen.

„Es gibt einen Verräter, nur dass ich es nicht bin…“, diesen Worten des Dreyfus wird kein normaler Mensch vertrauen schenken, das ist für die Minister und Generäle klar.

Wenn nicht jener Picquard (leider) einfach konsequent seine Pflicht tun würde und im Verlauf seiner Nachforschungen auf genau jene Handschrift erneut stößt, in der doch Dreyfus sein verräterisches Dokument verfasst haben soll.
Wenn dieses nun nicht die Handschrift des Verurteilten sein kann, wessen ist es dann? Und, als sich das klärt, warum wird der Prozess nicht neu aufgerollt, sondern der junge Picquart findet sich bald auf neuem Posten in Afrika wieder?

Hat der mit starkem Sinn für theatralische Dramen ausgestattete Oberst Armand du Paty de Clam hier seine Handschrift hinterlassen?

Harris lässt seine Darstellung der Geschichte mit der Urteilsvollstreckung an Dreyfus beginnen und führt den Leser anhand der Perspektive des jungen Picquart intensiv durch die Geschichte eines massiven, politischen Komplotts, zunehmender Intrigen, verbohrter und nur auf den eigenen Vorteil beharrender mächtiger Offiziere, einer Welt des zunehmenden Antisemitismus, des zerstrittenen Europas, der beharrlichen Falschaussagen selbst hoher Würdenträger zum „Schutz der Armee“, vor allem aber, um das eigene Fortkommen zu sicheren.
Vom Militär über die Politik bis hin zur Surete und zur Justiz reichen die Ränkeschmiede, die
Bestechungen, die Verwerfungen, die der Fall Seite für Seite mehr annimmt.

Wobei Harris in trefflicher Form und klaren Sätzen die Atmosphäre jener Zeit, das bigotte Verhalten, das „Schein vor Sein“ wunderbar lebendig geschildert und dem Leser nachvollziehbar die „Stimmungen vor Augen führt“.

Wie einen Abenteuerroman aus der Feder eines Dumas erzählt Harris seine Geschichte, spannend, klar, temporeich, mit überraschenden Wendungen, trotzdem der Fall Dreyfus ja durchaus bekannt ist. Überzeugend gelungen ist dabei nicht nur die Person des Oberstleutnant Piquard, sondern allen Figuren verleiht Harris ihre je eigene Färbung, skizziert mit je wenigen Strichen ganze Persönlichkeiten und lässt wenig reines „schwarz-weiß“ denken zu.

Ein spannender Roman über ein historisches Ereignis, das zunächst wie nebenbei durch Harris im Buch sorgfältig nachgezeichnet wird, bis der Fall mehr und mehr zum Mittelpunkt des Geschehens wird und bestens die Atmosphäre der Zeit, die Haltung der Menschen, die Stringenz patriotisch-militärischen Denkens ebenso treffend darstellt, wie die Überzeugung der eigenen Fehlerlosigkeit und die Skrupellosigkeit zum Schutz der eigenen Karriere.

Zum Ende hin dann mit doch langsam nachlassender Spannung, da der Ausgang der Prozesse dem historisch interessierten Leser bekannt sein dürfte. Dennoch lässt auch hier Harris die Geschichte ebenso sorgfältig formuliert und die Kreise abschließend ausklingen, wie er das gesamte Buch konzipiert hat.

Eine sehr empfehlenswerte Lektüre.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen sehr empfehlenswert, aber kein Thriller wie gedacht, 6. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Intrige (Gebundene Ausgabe)
Eigentlich hatte ich mir ein Mängelexemplar gekauft, weil ich dachte, ein schneller Thriller zwischendurch (Autor und Aufmachung ließen darauf schließen), sei jetzt das Richtige. Doch dann kam die Überraschung, es entpuppte sich als ein historischer Tatsachenroman über die Dreyfus-Affäre. Das lese ich viel lieber als Thriller.

Die Dreyfus-Affäre war mir natürlich bekannt, allerdings nicht in den Details. Harris schildert die Ereignisse anhand des Ich-Erzählers Picquart, eines Armeeoffiziers, der maßgeblich an der Aufklärung der Unschuld Dreyfus' beteiligt war, was zu haarsträubenden Reaktionen der militärischen Führung führte, um die Unschuld von Dreyfus nicht öffentlich werden zu lassen bzw. um ihn nicht rehabilitieren zu müssen, denn Dreyfus ist Jude und es ist die Zeit zum Ende des 19. Jh., in dem der Antisemitismus "Fahrt aufnimmt". Zudem will die militärische Führung eine ganze Menge Dinge vertuschen und es geht wie immer um Macht und Einfluss.

Die haarsträubenden Ereignisse sind detailliert und sehr interessant und gekonnt dargestellt, wer aber ein spannendes, Buch mit schneller Handlung und viel Action erwartet, liest damit nicht das Richtige. Der Schreibstil gefiel mir sehr gut und die Positionen der Personen sind deutlich herausgearbeitet.

Für mich ein sehr gelungenes und äußerst interessantes sowie lesenswertes Buch durch das ich viel gelernt habe.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Politthriller, historischer Roman und Gerichtsdokumentation ..., 4. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Intrige (Gebundene Ausgabe)
Robert Harris hat sich ja bei mir mit seinem Roman "Vaterland" einen Platz in der ewigen Bestenliste gesichert. Die Nachfolgebücher waren aus meiner Sicht mal nahe dran an diesem Roman und mal ganz weit weg. Gerade mit seiner geschichtlichen Cicero-Reihe konnte ich rein gar nichts anfangen. Mit "Intrige" kommt er zum Glück wieder ganz nah an einen grandiosen Roman heran.

Der Roman behandelt fast schon dokumentarisch die sogenannte "Dreyfus-Affäre", die von 1894 bis 1906 ganz Frankreich tief spaltete und in Atem hielt. Der Artilleriehauptmann Alfred Dreyfus wird des Hochverrats angeklagt und als Beweis müssen fragwürdige Schriftstücke und Geheimdossiers herhalten. Schließlich wird er verurteilt und auf einer Gefängnisinsel jahrelang festgehalten.
Der junge Major Marie-Georges Piquart übernimmt unterdessen die Leitung des Geheimdienstes und stößt auf einige Ungereimtheiten in diesem Fall. Er stellt eigene Untersuchungen an und möchte den Fall erneut aufrollen. Doch er hat nicht mit dem erbitterten Widerstand seiner Armee und dem der Politiker gerechnet. Am Ende ist es ein Teufelskreis.

Das Buch ist eine Mischung aus historischem Roman, Spionagethriller und spannender Gerichtsdokumentation. In vielen Romanen wäre dies zu viel des Guten gewesen, aber Robert Harris schafft es hier tatsächlich, alles unter einen Hut zu bringen. Die historischen Fakten scheinen gut recherchiert, und die detailreichen Darstellungen der damaligen Zeit lassen echtes Jahrhundertwende-Flair aufkommen. Richtig gut gemacht.

Die einzelnen Charaktere werden zwar tief beschrieben, bleiben aber trotzdem manchmal blass. Als Leser wusste ich selbst manchmal nicht, ob es an der Reserviertheit der Menschen zu jener Zeit lag, oder ob die Sachlage doch nicht so eindeutig war. Manche Charaktere sind dann doch etwas schablonenartig geraten. Und es spielen viele Personen einen Rolle. Das Register am Buchanfang war dann doch gelegentlich nötig.

Mit seinen gut 620 Seiten ist der Roman nicht gerade ein Leichtgewicht. Aber eine an die Geschichte angelehnte Darstellung braucht eben auch ihren Raum. Trotzdem schien mir das Buch etwas zu lang, auch wegen einiger Wiederholungen.
Sprachlich ist Robert Harris in diesem Fall wieder über jegliche Kritik erhaben. Er beherrscht sein Handwerk, das muss man ihm lassen. Keine Seite, auf der ich dachte, das würde besser gehen. Hut ab.

Erst im Nachgang wird mir die auch für die heutige Zeit gesellschaftsrelevante Tragweite des Buches bewusst. Der Umgang mit angeblichen Beweisen, das Stellen politischer Absichten vor die Moral, die geheimen (Militär)Gerichte und die Verfolgung von Minderheiten. Zu keiner Zeit lässt Robert Harris diese Themen mit dem erhobenen Zeigefinger auf den Leser los, aber sie sind da. Großes Kino.

Fazit: unbedingt lesenswert!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4.0 von 5 Sternen Die ewige Intrige - aufs Allerfeinste erzählt, 19. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Intrige (Gebundene Ausgabe)
Mal ist es Julia Timoschenko, mal Liu Xiaobo und immer noch die 150 in Guantánamo: Sie führen die ewige Liste der politisch Weggesperrten an. 1894 stand Alfred Dreyfus darauf als Opfer einer »Intrige«. Thriller-Spezialist Robert Harris erzählt die Verschwörung nach – aufs Feinste.

Der Autor von »Enigma«, »Pompeji« und »Titan« nennt Frankreichs Dreyfus-Affäre den »vielleicht größten politischen Skandal und Justizirrtum der Geschichte«. Der Superlativ ist unnötig, weil gefälschte Beweise, korrumpierte Juristen, halsstarriger Korpsgeist und eiskalte Politiker immer dazu gehören – eben Konstanten schmutziger Weltgeschichte.

Gerade drum: Der Fall des jüdischen Hauptmanns aus dem Elsass mit Kontakten zum Erzfeind ist absolut lesenswert. Harris erfasst Frankreichs Nationalempfinden nach der Schmach von 1871 und auf halber Strecke zum ersten großen Weltenbrand.
Am 22. Dezember 1894 wurde Dreyfus wegen Landesverrats von einem Militärgericht zu lebenslanger Haft verurteilt und nach Französisch Guayana verbannt. Fünf Jahre später ist die Verschwörung aufgeflogen und das Justizopfer kommt frei. Aber darum geht es gar nicht.

Je weniger Eckdaten aus dem Geschichtsbuch beim Leser hängen geblieben sind, umso größer der Lesegenuss. Harris zeichnet die historischen Ereignisse extrem faktennah und webt so viele reale Personen wie möglich ein. Dabei wählt er den 1894 neu ins Amt gekommenen Geheimdienstchef Marie-Georges Picquart als Ich-Erzähler und eine Art Vorläufer künftiger Whitstleblower.
Schon die Eingangsschilderung der Degradierung des vermeintlichen Spions lässt den uninformierten Leser eine quälend fröstelnde Hinrichtung mindestens per Guillotine befürchten. Indes werden lediglich extra gelockerte Schulterstücke abgerissen.
Das Gespür für den Skandal ist geweckt, die Spannung soll bis zur letzten Zeile anhalten. Spionage in Zeiten der Hörrohre im Kaminschacht, rekonstruierter Papierschnitzel und der Anfänge der Fotografie samt neuer Manipulationsmöglichkeiten hat etwas Betuliches. Dabei sind die Intriganten jener Zeit kaum weniger tumb als die heutigen. Und außer Kontrolle geratene Geheimdienste sind dem 21. Jahrhundert alles andere als fremd. Nicht minder bekannt sind die Ausflüchte der ertappten Fallensteller und deren dummdreiste Versuche, Spuren zu verwischen.

Wann, wenn nicht in Zeiten des Internets mit seiner billigen Anonymität, feiert die Intrige fröhlichere Urständ? Schnell wird der Unbedarfte in so ein Spiel hineingezogen und zum Kickback eines intriganten Spiels. Ein Roman von gestern für eine perfide Welt von heute.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 5 Jahre die Geschichte machten, 26. Februar 2014
Von 
Steffen Rutter (Luzern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Intrige (Gebundene Ausgabe)
"Ich hatte kein Verlangen, den Verurteilten wiederzusehen. Er war vor zwei Jahren genau in diesem Gebäude einer meiner Studenten gewesen. Ich hatte ihm nichts zu sagen. Ich empfand nichts für ihn. Ich wünschte, er wäre nie geboren worden, und jetzt wollte ich, dass er verschwand - aus Paris, aus Frankreich, aus Europa." (S.20) Die Affäre um den jüdischen Artillerie-Hauptmann Alfred Dreyfus verschwand jedoch nicht aus Paris, nicht aus Frankreich, nicht aus Europa und letztlich nicht aus der Geschichte. Dank Robert Harris nun auch nicht aus der Unterhaltungsliteratur.

Dieser aus der Perspektive des französischen Oberstleutnants Marie-Georges Picquart geschriebene Roman zählt zu den Meisterwerken der Integration geschichtlicher Ereignisse in eine unterhaltsame belletristische Fiktion. So lassen sich die im Werke beschriebenen Ereignisse und Personen immer wieder bestätigen, vervollständigen und untermalen. Allein auf wikipedia.org finden sich zahlreiche Fotos von Charakteren, Kulissen und Beweismitteln, welche die eigene Vorstellungskraft sinnlich unterstützen.

Das Werk besticht durch die einzigartige Spannungskurve. Selten hat mich eine Geschichte so sehr gefesselt, dass ich knapp 600 Seiten am Stück verschlungen habe. Die Sprache ist überzeugend simpel und daher leicht eingänglich. Der Leser wird thematisch immer mehr in diese komplexe Affäre vertieft, ohne emotional, informatorisch oder analytisch überlastet zu werden. Dadurch fehlt diesem Drama die wissenschaftliche Schärfe eines Simon Beckett oder die logische Klarheit einer Agatha Christie. Darauf kommt es aber bei diesem Kriminalfall aber nicht an.

Letztlich ist "Intrige" auch ein schonungsloser Blick auf das Zeitalter 1870 bis 1945. Geprägt durch eine bipolare Spannung zwischen Deutschland und Frankreich. Gezeichnet durch eine Emotionalisierung der Massen (siehe Gustave Le Bon mit "Psychologie der Massen"). Charakterisiert durch einen europaweit grassierenden Antisemitismus, vor allem im Kreise der gebildeten Bürgerschicht. Bestimmt durch ein totalitäres Überwachungsregime. Und letztlich festgehalten durch die an Einfluss gewinnende Vierte Macht im Staate, den modernen Medien.

Mein erstes Buch von Robert Harris und mit Sicherheit nicht das Letzte. Lesen!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Harris, 19. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Intrige (Kindle Edition)
das neue Buch Intrige ist ausgesprochen interessant und fesselnd geschrieben. Wie alle Bücher von Robert Harris super recherchiert. Ich liebe an Harris, dass jedes Buch ein völlig neues Umfeld und neue Personen beschreibt. Über die Affäre Dreyfus wird immer wieder gesprochen, aber dieses Buch lässt den Leser richtig miterleben, wie die damalige Gesellschaft (hoffentlich heute nicht mehr - frommer Wunsch) funktioniert hat.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 25 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Intrige
Intrige von Robert Harris (Gebundene Ausgabe - 28. Oktober 2013)
EUR 22,99
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen