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Kundenrezensionen

125
3,9 von 5 Sternen
Das Komplott
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. Februar 2014
Wieder ein gelungenes Buch von John Grisham.
Einfallsreich, verwinkelt und sehr kompliziert entwirrt er die Geschichte des ehemaligen Anwalts und jetzigen Gefängnisinsassen Malcolm Bannister. Dem gegenüber ein Zellennachbar vor einer Weile den Mord an einem Richter gestanden hat.

Malcolm handelt mit dem FBI und der Staatsanwaltschaft einen Deal aus. Er bekommt die ausgesetzte Belohnung, wird ins Zeugenschutzprogramm aufgenommen, Schönheits-OP um sein Aussehen zu verändern und kann bald darauf den Knast als freier Mann verlassen.

Das ist aber nur der Anfang.
Gewohnt flüssig und spannend erzählt der Autor eine Story mit vielen Drehungen und Wendungen. Mich hat er immer wieder mit juristischen Winkelzügen und unvorhersehbaren Entwicklungen überrascht.
Aber vorsicht, beim hören des Hörbuches musste ich manches Mal zurückspulen, um mir die Zusammenhänge besser verdeutlichen zu können.
Manches Mal wäre das Buch wohl praktischer gewesen. Da findet man gesuchte Stellen oft schneller.

Auch nach meinem x-ten John Grisham Roman werde ich nicht müde, immer noch mehr tolle und vor Ideen strotzende Bücher von ihm lesen (hören) zu wollen. Ich wurde, wie fast immer, hervorragend unterhalten.
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46 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Die Hälfte seiner Zeit in der Haft hat der farbige Anwalt Malcolm Bannister in einem nicht so stark reglementierten Gefängnis bereits abgesessen, weitere 5 Jahre liegen noch vor ihm. Aufgrund des Urteils wegen Geldwäsche hat er seine Anwaltslizenz verloren, seine Frau hat sich zwischenzeitlich von ihm getrennt und seinen Sohn hat er über Jahre nicht mehr zu Gesicht bekommen. Er genießt in der Haft zwar einige Freiheiten als Bibliothekar und hilft Mitinsassen bei juristischen Problemen und wird oftmals zu deren Vertrautem, aber doch sehnt er sich nach echter Freiheit. Als ein Bundesrichter und seine Geliebte im gleichen Bundesstaat ermordet aufgefunden werden und das FBI, so die Medienberichterstattung, keinerlei Spur hat, wittert Malcolm Bannister seine Chance, denn er weiss, wer für den Mord verantwortlich ist und erkämpft sich mit einem Deal mit dem FBI und dem Bundesstaatsanwalt seine Freiheit und eine neue Identität. Doch während die Beweiskette des Angeklagten zu bröckeln scheint, verfolgt Malcolm Bannister in seiner neu gewonnenen Freiheit bereits Pläne, die in vollkommendem Widerspruch zu bisherigen Aussagen und zu seinem Deal zu stehen scheinen...

Es ist schon eine Weile her, dass ich einen Grisham gelesen hatte, da sich einige seiner früheren Justiz-Thriller konzeptionell und inhaltlich durchaus zu ähnlich waren. Hier aber verführte mich vor allem der Titel, der eine überraschende Wendung einfach implizieren musste und ein erster Blick auf die ersten Seiten sagte mir so zu, dass ich neugierig wurde und unbedingt weiter lesen wollte: Fast gemütlich erzählt Grisham vom Gefängnisalltag und lässt sich viel Zeit, dem Leser Malcolm Bannister vorzustellen, der zweifelsfrei schnell unsere Sympathie erhält. Als dann der Protagonist beginnt, vollkommen wider Erwarten zu handeln, beginnt der wirklich spannende Teil der Geschichte und trotz zahlreicher, gut versteckter Puzzle-Teilchen und manch bewusster und deutlicher Irreführung benötigte ich fast 250 Seiten, bis ich eine leise Ahnung davon bekam, wie großartig dieses 'Komplott' inszeniert wurde und worauf das große Finale wohl hinauslaufen würde.

Glücklicherweise traf also meine Befürchtung nicht zu, dass es sich um einen zu klassischen Justiz-Thriller handeln könne, der aus endlosen Dialogen vor Gericht bestehen würde - ganz im Gegenteil, vielmehr ist Grisham ein kleiner, kluger, raffinierter, durchaus humorvoller und vor allem sehr überraschend abwechlsungsreicher und sympathischer 'whodunnit'-Krimi gelungen, der zugleich den Preis der Freiheit thematisiert. Eine wunderbar leichte, spannende und flotte Lektüre voll überraschender Wendungen.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 500 REZENSENTam 10. Februar 2014
Fünf Jahre schon sitzt der Anwalt Malcolm Bannister wegen Geldwäsche unschuldig im Gefängnis. Eigentlich hätte Bannister noch 5 Jahre vor sich, doch dann wird ein Bundesrichter ermordet und das FBI findet keinen Hinweis auf den Mörder, geschweige denn zum Motiv der Tat. Doch Malcolm Bannister kennt den Mörder und sieht hier seine Chance, das Gefängnis vorzeitig zu verlassen. Er handelt mit dem FBI einen Deal aus, der ihm die sofortige Entlassung aus dem Gefängnis, Aufnahme in das Zeugenschutzprogramm sowie Auszahlung der Belohnung garantiert. Das FBI geht auf den Deal ein, ohne zu ahnen, dass damit eine clevere Intrige ihren Lauf nimmt.

Der Staat hat Malcoms Leben ruiniert. Seine Ehefrau hat sich zwischenzeitlich scheiden lassen, seinen Sohn hat Bannister seit fünf Jahren nicht mehr gesehen und eine berufliche Zukunft nach der Haft sieht der Anwalt für sich auch nicht. Um sich die Zeit im Gefängnis zu vertreiben, bietet er Mitinsassen seine juristischen Kenntnisse an, was ihm eine bevorzugte Sonderstellung im Gefängnis Frostburg einbringt.

Die Geschichte erlebt man aus Sicht von Malcolm Bannister und da nicht nur Autor John Grisham, sondern auch sein Protagonist Anwalt ist, erfährt man natürlich auch einiges über das amerikanische Rechtssystem wie auch über das Alltagsleben im Gefängnis Frostburg. Dies ist durchaus interessant und Malcolm berichtet ebenfalls, wie es zu der Gefängnisstrafe kam. Allerdings wirkt dieser Teil der Geschichte mit der Zeit auch etwas langatmig. Tja, und dann ist nach knapp 200 Seiten der Deal ausgehandelt, Malcolm mit einer neuen Identität versehen und man denkt, was soll jetzt noch kommen, der Anwalt hat doch sein Ziel erreicht. Falsch gedacht, denn dann geht die Geschichte erst richtig los. Und hat anfangs der Story noch schlichtweg die Spannung und das Tempo gefehlt, präsentiert sich der Roman ab diesem Zeitpunkt bis zum Schluss äußerst temporeich und hochspannend.

Man merkt schnell, dass Malcolm Bannister alias Max Baldwin nach seiner Freilassung ein ganz bestimmtes Ziel verfolgt und man begleitet ihn auch nach wie vor noch bei seinen Aktivitäten in Freiheit. Allerdings verrät John Grisham seinen Lesern absolut nicht, welche Ziele dies sind. Fast bis zum Schluss lässt der Autor einem hier ziemlich im Stich, was zudem natürlich noch die Neugier aufs äußerste reizt und als man schlussendlich die Zusammenhänge versteht, ist man über den ausgeklügelten, bis ins letzte Detail durchdachten Plan mehr als erstaunt.

Fazit: Hier ist Durchhalten Programm. Sobald sein Protagonist die Freiheit genießen kann, ziehen Spannung und Tempo äußerst rasant an und John Grisham zeigt wieder einmal sein ganzes Können.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 500 REZENSENTam 10. August 2013
John Grishams neues Buch " Das Komplott " ist sicherlich kein Pageturner, aber ganz so schlecht war es nun doch nicht. Klischees finden wir in Büchern dieses Schriftstellers häufig, insofern weiß ich auf was ich mich einlasse, wenn ich ein Buch von Grisham lese. Nach seinen beiden letzten Büchern, die mir beide gut gefallen haben, habe ich ohne Zögern auch zu diesem Buch gegriffen, dass allerdings nicht an seine Vorgänger heranreicht. Zu langatmig war der erste Teil des Buch, der sich mit der Kritik am amerikanischen Rechtssystem, Gesetzgebung und den Verhältnissen in amerikanischen Gefängnissen, beschäftigt. Auf das gesamte Buch betrachtet, macht es allerdings Sinn so angefangen zu haben, allerdings ist es für den Leser schon ein zähes Lesen. Der zweite Teil des Buches wird dann spannender, flüssiger und überraschender, so dass dieser zweite Teil für mich einiges rausgerissen hat. Außerdem handelt es sich bei diesem Buch nicht um einen Thriller, sondern um einen Roman, insofern passt die Spannungsintensität zum Buch.

Malcolm Bannister, ein schwarzer Anwalt, ist durch einen Mandaten in eine Geldwäscheaktion hineingezogen wurde, von der er nichts wusste. Auf Grund dieses Vergehens wird er zu 10 Jahren Haft verurteilt. Seine Ehe ging in die Brüche, er wurde aus der Anwaltskammer ausgeschlossen und hat 10 Jahre seines Lebens verloren. Dass da Rachegelüste hochkommen ist meiner Meinung nach gut vorstellbar. Und diese Rachegelüste lebt Malcolm aus, indem er ein, meiner Meinung nach, geschicktes Komplott gegen den US Staat schmiedet und das FBI "alt" aussehen lässt.

Wie schon zu Anfang beschrieben, ist Grishams neues Buch sicherlich kein Meisterwerk, doch als Unterhaltungslektüre ist es durchaus zu gebrauchen und wer sich dann noch für das korrupte amerikanische Rechtssystem interessiert, dass sehr wohl deutliche Unterschiede zwischen Schwarz und Weiß macht, kann auch an dem ersten Teil des Buches Gefallen finden. Mir persönlich hat der zweite Teil sehr gut gefallen und ich habe häufig geschmunzelt bei Malcolms Taktik.

Kein Meisterwerk, aber ein durchaus lesbares und unterhaltsames Buch mit Längen am Anfang, dem ich wohlgemeinte 4 Sterne verleihe
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. Juni 2014
Es ist ein typischer Grisham-Roman. Man weiß erst nicht so recht, wo der Weg hinführt, spürt aber genau, dass da noch etwas kommen muss. Nur Charles Brauer ist - trotz seiner tollen Stimme - ein nicht ganz so glanzvoller Sprecher, manchmal leider etwas lahm. Die Geschichte an sich ist aber sehr gut.
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am 3. März 2014
Malcolm Bannister sitzt seit fünf Jahren im Gefängnis; fünf weitere stehen ihm noch bevor. Als er aus den Nachrichten von der Ermordung eines Bundesrichters erfährt, sieht er seine Chance auf eine vorzeitige Haftentlassung gekommen, denn Malcolm kennt den Mörder des Richters. Dem FBI, das bei seinen Ermittlungen im Dunkeln tappt, bietet er einen Deal an: Seine vorzeitige Entlassung gegen den Namen des Täters. Das FBI geht auf sein Angebot ein und schon bald ist Malcolm ein freier Mann mit einer neuen Identität. Wieder in Freiheit beginnt er damit, ein von langer Hand geplantes Komplott in die Tat umzusetzen, das ihn zu einem reichen Mann werden lässt und gleichzeitig die Strafverfolgungsbehörden an den Rand des Wahnsinns treibt.
Mit „Das Komplott“ legt John Grisham einen Thriller vor, in dem das Juristische eine eher untergeordnete Rolle spielt. Die Handlung darf dabei insbesondere in der zweiten Hälfte des Romans durchaus als rasant und spannend bezeichnet werden. Sie leidet jedoch unter einem teils sehr schematischen und vorhersehbaren Aufbau. So agiert auf der einen Seite Malcolm Bannister - der Held, der allen immer voraus ist -, auf der anderen Seite das FBI, das stets den entscheidenden Schritt zu spät kommt.
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am 30. Dezember 2014
Ich mag alle Romane von Grisham, die in irgendeiner Weise mit Anwälten oder dem amerikanischen Staat zu tun haben. Deshalb habe ich mir dieses Buch zu Weihnachten gewünscht und auch bekommen.

Bis etwa zur Hälfte des Buchs scheint alles klar. Der Leser erfährt die Motive, wer der Schuldige ist, wie Bannister seinen Deal mit dem FBI aufgezogen hat und aus welchem Grund. Aber dann plötzlich kippt die Geschichte und nichts ist mehr so, wie es schien. Es geht nicht nur um Bannister und er ist nicht der einzige Strippenzieher, der das FBI nach Strich und Faden veräppelt. Hier wird es dann richtig spannend, denn man fragt sich die ganze Zeit, was wirklich dahinter steckt. Erst auf den letzten Seiten erfährt man die ganze Wahrheit.

Obwohl es eine typische Grisham-Geschichte mit Wendung ist, ziehe ich jedoch einen Stern ab. Das hat gar nichts mit dem Roman selbst zu tun, der ist gut wie immer. Sehr wohl aber mit der Taschenbuchausgabe.
Die Seitenanzahl täuscht eine Länge vor, die es nicht gibt. Denn es gibt sehr viel leere Seiten bei den Kapitelumbrüchen, die einfach nur geschummelt sind.

Der Roman selbst bekommt von mir aber eine dicke Leseempfehlung für alle, die überraschende Wendungen und Spannung mögen.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. September 2013
Ich habe vorher eigentlich jedes Grishham Buch auch gelesen, man kennt seinen Stil. Dieses Buch ist anders, aber sensationell. Grishham erzählt in de Retrosperspektive die Geschichte eines Rechtsanwalts, der - so stellt sich zunehmend heraus - das FBI mit seinen eigenen Mitteln schlägt. Das FBI kommt dabei in seinem Auftreten schlecht, tw. sogar trottelig weg. Wobei es erschreckend ist, wieviel das FBI in Echtzeit über die Bewegungen und Aktionen ihrer Bürger weiß. Ein bisschen erinnert dies auch an bekannte Filmwerk "Burn after Reading" mit B.Pitt und G. Clooney. Jedes Kapitel geht operativ in der Geschichte weiter, sehr kurzweilig wird die komplexe Geschichte beschrieben, es bleibt jedoch zu jeder Zeit übersichtlich. Details werden zu jedem Zeitpunkt weggelassen, was es spannend macht - man will quasi sofort weiterlesen, wenn man es begonnen hat. Viele Details werden in späteren Kapiteln aufgelöst und man fragt sich als Leser, warum man dies nicht 100 Seiten vorher bereits gedacht hat. Also in Summe absolut empfehlenswert.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 500 REZENSENTam 10. Dezember 2013
Es ist lange her, seit ich den letzten Grisham" gelesen habe und mir scheint, ich habe nicht wirklich etwas verpasst. Auch der neue Roman Das Komplott" liest sich flüssig und versorgt den Leser mit einer grundsätzlich spannenden Geschichte, natürlich mit Bezügen zum amerikanischen Rechtssystem. Das an sich ist kein Malus, aber einige der aufgezeigten Besonderheiten und Kompetenzstreitigkeiten zwischen Bundesanwälten, FBI, US Marshals und anderen Institutionen sind für Kontinentaleuropäer kaum zu durchschauen, natürlich ebenso wenig die offensichtliche Prise Willkür des dortigen Justizsystems, mit der Grisham den Leser üblicherweise konfrontiert.
Worum geht es diesmal genau? Der Protagonist ist Malcolm Bannister, ein wegen eines Wirtschaftsvergehens angeklagter und zu 10 Jahren Haft verurteilter Rechtsanwalt. Nach den ersten Jahren in einem echten Gefängnis befindet sich dieser nun in einer (fiktiven) Anstalt mit erheblichen Lockerungen bei der Unterbringung der Inhaftierten und leitet dort die Gefängnisbibliothek. Man erfährt, dass er sowohl im ersten Gefängnis als auch nun kostenlose Rechtsberatung erteilt und sich einen gewissen Ruf unter den Mitinsassen erarbeitet hat, wenngleich er natürlich nicht in allen Fällen helfen kann. Als der gewaltsame Tod eines Bundesrichters und dessen jüngerer Geliebten in den Nachrichten steht, ist das das Signal für Bannister und der Plot beginnt. Nachdem das FBI wochenlang erfolglos nach dem Mörder gefahndet hat, tritt Bannister auf den Plan und bietet einen Deal an: sofortige Freilassung und Aufnahme in das Zeugenschutzprogramm gegen Benennung des Namens des Mörders. Nach erstem Misstrauen wird die Verabredung geschlossen und tatsächlich eingehalten. Bannister benennt als Mörder einen entflohenen Häftling, Quinn Rucker, mit dem er früher einmal inhaftiert war. Dieser wird gefasst, verhört und bekennt sich unter dubiosen Umständen für schuldig, benennt in der Vernehmung sogar Bannister als Tippgeber. Bannister selbst erhält eine kosmetische Operation, beginnt in Florida eine neue Existenz unter dem Namen Max Baldwin und startet zahlreiche geschäftliche Aktivitäten und Verschleierungsmanöver, die zunächst für den Leser unklar bleiben, darunter die Eröffnung von Bankschließfächern und die Gründung einer Filmfirma. Dann stellt sich heraus, dass Ruckers Familie ihm auf die Spur gekommen ist und er trennt sich vom FBI, das ihm natürlich weiterhin auf den Fersen zu bleiben versucht.
Zusammen mit Vanessa, der Schwester eines ehemaligen, zunächst ungenannten Mithäftlings, sucht er Nathan Cooley und gewinnt ihn für ein angebliches Dokumentarfilmprojekt. Der Leser wird erst Stück für Stück zu den wahren Absichten Bannisters geführt. Am Ende entführt Bannister den betrunkenen Cooley nach Jamaika, wo dieser mit ihm untergejubelten 4kg Kokain und einer Handfeuerwaffe kontrolliert und inhaftiert wird. Dann endlich offenbart er Bannister das offenbar gesuchte Geheimnis: er hat eine Menge Goldunzen auf seinem Grundstück versteckt, mit denen Bannister die jamaikanischen Behörden bestechen soll. Bannister jedoch hat nichts dergleichen im Sinn, sondern birgt zusammen mit Vanessa das Gold, das Cooley dem ermordeten Bundesrichter entwendet hatte. Dieser wiederum hatte es als Bestechungsgeld von einer Minenfirma erhalten, zu deren Gunsten er einen Prozess entschieden hatte. Nun fügt sich ein Puzzleteil zum anderen: Vanessa ist die Schwester von Quinn Rucker, dieser hat für die Tat ein Alibi und Flucht sowie Geständnis waren ein mit Bannister erschaffener Fake. Nunmehr setzt Bannister gegen Freilassung von Rucker das FBI auf die Fährte von Cooley an, ohne jedoch den Großteil des Goldes zu erwähnen oder gar herauszugeben. Dieses verbleibt Bannister und Rucker und jedenfalls Bannister beginnt mit Vanessa in Antigua ein neues und sorgenfreies Leben.
Sehr schön an diesem Roman ist die Irreführung durch den Titel. Man erwartet wie in früheren Romanen die Aufdeckung eines Komplotts gegen Bannister, um am Ende zu merken, dass er selbst ein (legales) Komplott gegen den Staat gesponnen hat, der ihn so ungerecht behandelt hat. Die Handlungsstränge sind zwar phasenweise ein wenig unglaubwürdig, d.h. wie elegant und widerstandsfrei die Protagonisten ihre Gegner inklusive FBI an der Nase herumführen und kiloweise Gold per Post und Yacht nach Antigua verfrachten. Aber wenn man sich daran nicht stört, hat man einen flüssig heruntergeschriebenen, maßvoll spannenden Roman, den man für einige Stunden zur Kurzweil heranziehen, unter der Marke Grisham" abspeichern und bald wieder vergessen kann.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. Juni 2014
Einer der besseren Romane von Grisham. Habe alle Grisham's gelesen und war angenehm überrascht. Daher eine Weiterempfehlung für dieses Buch.
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