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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kurzweiliges Thriller-Spektakel
Zu viel des Buchinhaltes an dieser Stelle zu spoilern, würde mehr schaden als es nützt. Der Klappentext von "Entführt" wurde bereits in anderen Rezensionen wiedergegeben und spiegelt den Inhalt und den Buchplot sehr gut.

Für mich ist der Thriller rund um das Entführungsopfer Ylva ein dramaturgisches und inhaltliches Meisterwerk, ein...
Veröffentlicht am 27. April 2012 von mdt1900

versus
11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Sehr bzw. zu viel sexuelle Gewalt
Ich kann zum Buch "Entführt" von Hans Koppel leider kein positives Urteil abgeben und bleibe nach der Lektüre mit einem sehr unguten Gefühl zurück. Aber der Reihe nach...
Zu Beginn waren es sehr viele unterschiedliche Situationen und Protagonisten, die eingeführt wurden, und mich verwirrten. Dann fand ich das Buch einerseits sehr redundant,...
Veröffentlicht am 9. Mai 2012 von fantafrau


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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Sehr bzw. zu viel sexuelle Gewalt, 9. Mai 2012
Von 
fantafrau - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Entführt: Thriller (Broschiert)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Ich kann zum Buch "Entführt" von Hans Koppel leider kein positives Urteil abgeben und bleibe nach der Lektüre mit einem sehr unguten Gefühl zurück. Aber der Reihe nach...
Zu Beginn waren es sehr viele unterschiedliche Situationen und Protagonisten, die eingeführt wurden, und mich verwirrten. Dann fand ich das Buch einerseits sehr redundant, vor allem im ersten Teil und in dem Bereich, der den Umgang von Ylvas Ehemann mit ihrem Verschwinden, seinen Gedanken und den ersten Polizeikontakten schildert. Nach einem rasanten Einstieg fehlt es hier an Tempo und Weiterentwicklung. Auf der anderen Seite wiederum war es manchmal zu andeutungsvoll in dem Bereich, warum Ylva gekidnappt wurde. Hier wären ein paar wohldosierte Hinweise, die nach und nach die Geschichte erschließen lassen, viel spannungsfördernder gewesen. Hinzu kommt, dass die ersten Stunden sehr ausdehnend beschrieben werden und dann schnelle Zeitsprünge über mehrere Monate innerhalb weniger Zeilen erfolgen.
Was mich schließlich sehr negativ berührt hat, waren die deutlichen, fast schon voyeuristischen Schilderungen der sexuellen Gewalt. Hierauf war ich nicht vorbereitet und sie gingen mir etwas zu weit.
Auch das Ende fand ich ziemlich verstörend, dass ich etwas ratlos auch in Bezug auf die Bewertung zurück geblieben bin. Die Inhaltsangabe klang für mich spannend und positiv, beim Lesen wurde ich dann von den Schilderungen der sexuellen Gewalt überrannt.
Auch die Protagonisten blieben mir fern und vermochten keine Sympathie zu erwecken.

Und so muss ich am Ende sagen: Obwohl sich das Buch stilistisch ganz flüssig lesen lässt, habe ich es nicht gerne gelesen. Es ist alles sehr unrealistisch, grotesk und erschreckend kühl und trotzdem grausam und brutal in der Schilderung der physisch und psychisch angewandten Gewalt.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Traurig, befremdend und ein bisschen überflüssig, 1. Januar 2013
Von 
talia97 (Thüringen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Entführt: Thriller (Broschiert)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Ylva lebt ein schönes Leben. Sie hat einen guten Job und ist verheiratet mit Mike. Mit der gemeinsamen kleinen Tochter wohnt man im eigenen Häuschen in einem ruhigen Stockholmer Vorort. Doch Ylva trägt ein dunkles Geheimnis aus der Vergangenheit. Das soll ihr eines Tages zum Verhängnis werden. Auf dem Nachhauseweg von der Arbeit wird Ylva entführt. Man sperrt sie in ein Kellerverlies, aus dem sie über einen Monitor das Leben ihrer Familie minutiös mitverfolgen kann. Denn die Entführer wohnen nebenan und neben den psychischen und physischen Misshandlungen ist die Nähe und gleichzeitige Unerreichbarkeit zu ihrer Familie Ylvas größte Strafe.

Indes wird Mike verdächtigt, mit dem Verschwinden seiner Frau zu tun zu haben. Die Polizei kann ihm jedoch nichts nachweisen. Ylva verfolgt das Kommen und Gehen auf dem Nachbargrundstück mit, die scheinbare Normalität, die langsam einkehrt und die Veränderungen, die mit ihrer Familie geschehen. Denn das Leben geht weiter und eines Tages lernt Mike eine andere Frau kennen.

Ylva dämmert in ihrem Verlies vor sich hin und hat sich mit ihrem Kerkerdasein arrangiert. Ihr wehrloses Nachgeben gegenüber den erniedrigenden sexuellen Forderungen ihrer Entführer ist befremdend und schwer zu ertragen. Trotzdem gibt sie nie die Hoffnung auf, auch wenn es immer mehr so scheint...

Stellenweise musste ich das Buch weglegen, weil es mich zu sehr mitnahm. Meine Gefühle blieben jedoch zwiespältig. Zum Teil lag das an den Personen. Wie viele andere Rezensenten konnte auch ich keine Sympathie, ja nicht einmal Zugang zu ihnen entwickeln. Ylva ist promiskuitiv und Mike ein farbloser Schwächling. Die Polizei wird als so lächerlich unfähig dargestellt, dass ich mich fragte, ob Hans Koppel die Leser veräppeln will. Mir persönlich gefiel auch sein etwas abgehackter Schreibstil nicht.

Das Entführungsthema ist leider immer aktuell und unser Entsetzen nach Bekanntwerden realer Fälle wie Kampusch, Fritzl usw. groß. Krimi-Autoren nahmen sich des Themas begeistert an und so gab es in den vergangenen Jahren eine Schwemme an Entführungskrimis. Bleibt die Frage, ob die Welt einen weiteren Entführungskrimi braucht. Ich finde nein, und nach Adler-Olsons grandiosem "Erbarmen" wird es auch keinen besseren mehr geben.
*NW*
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen toller Krimi, nur der Schluß leider nicht, 13. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Entführt: Thriller (Broschiert)
Was war ich zu Beginn begeistert von dem Buch: toller Stil, packender Plot: von entfernten Bekannten im Auto mitgenommen kehrt Ylva von dieser Fahrt nicht zurück. Sie wird fortan als Gefangene in einem Keller gehalten und kann perfiderweise auf einem Monitor mitansehen, wie ihre Familie mit der Situation umgeht. Mit der Zeit beginnt ihr Mann mit der gemeinsamen Tochter ein neues Leben.
Die Gedanken und das Seelenleben aller Beteiligten sind gut nachvollziehbar, aber das Ende des Buches hat mir gar nicht gefallen, die Auflösung ist meiner Meinung nach nicht gut gelungen. Ich hatte leider, wie so oft, das Gefühl, dass der Autor nun irgendwie die Geschichte auflösen musste, und da hat er einen relativ radikalen und seltsamen Weg gewählt. Schade; mit einem stimmigen Ende hätte ich gerne fünf Sterne vergeben.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kurzweiliges Thriller-Spektakel, 27. April 2012
Von 
mdt1900 "TS" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Entführt: Thriller (Broschiert)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Zu viel des Buchinhaltes an dieser Stelle zu spoilern, würde mehr schaden als es nützt. Der Klappentext von "Entführt" wurde bereits in anderen Rezensionen wiedergegeben und spiegelt den Inhalt und den Buchplot sehr gut.

Für mich ist der Thriller rund um das Entführungsopfer Ylva ein dramaturgisches und inhaltliches Meisterwerk, ein Thriller bei dem das Gaspedal bewusst durchgetreten wird. Alleine die perfide Idee, das Entführungs"opfer" durch einen installierten Monitor im Kellerverließ an der Außwenwelt und dem weiteren Ablauf teilhaben zu lassen, ist spannend und faszinierend.

Der Schreibstil des Skandinaven Hans Koppel (trotz des Namens Schwede) ist sicherlich Geschmackssache, der aber meinen Nerv trifft. Schnell, zielstrebig und schnörkellos prasselt jedes der eher kurzgehaltenen Kapitel auf den Leser ein.

Ich persönlich habe mich innerhalb weniger Stunden auf dieses Tempo eingelassen und wurde dabei prächtig unterhalten. So bleibt ein spannend inszinierter Krimi, der nicht uneingeschränkt aus der Masse heraussticht, aber zumindest einen sehr positiven Eindruck hinterlässt. Mehr davon.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hochspannedner Thriller mit nicht ganz so gutem Ende!, 26. Februar 2012
Von 
Michael Krause (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Entführt: Thriller (Broschiert)
Die junge Ehefrau und Mutter Ylva wird auf dem Heimweg von der Arbeit entführt. Das Besondere: Sie kennt ihre Entführer aus ihrer Vergangenheit und einem Erlebnis, dass sie für immer verdrängen wollte. Die Entführer verfrachten Ylva in einen schallldicht isolierten Keller, wo sie immer wieder missbraucht und gedemütigt wird. Der Keller liegt nur wenige Meter von ihrem Zuhause entfernt. Über einen Bildschirm, den ihre Entführer in dem Kellerverlies angebracht haben, kann sie verfolgen, was dort vor sich geht. Sie sieht ihren Mann Mike und ihre Tochter Senna und muss miterleben, wie sich das Leben in den Monaten nach ihrem Verschwinden langsam wieder der Normalität zuwendet.

ENTFÜHRT ist das vielbeachtete und hochspannende Debüt des schwedischen Autors Hans Koppel. Ein Debüt, dass sich auf Anhieb in 10 Länder verkaufte. Zu Recht: Der Roman ist hochspannend und nimmt den Leser von der ersten Seite an gefangen. Sehr geschickt lässt Hans Koppel die Welt von Ylvas Ehemann aus den Fugen geraten. Hinzu kommt, dass der Roman seine Spannung unter anderem aus der Frage bezieht, was Ylva damals verbrochen hat, um eine solche Strafe zu rechtfertigen.

Hier liegt dann auch der Knackpunkt des Romans, der eine Höchstbewertung verhindert hat. Alle Figuren sind sehr oberflächlich gezeichnet, da das Hauptaugenmerk auf der Handlung und der Spannung liegt. Das ist im Prinzip auch okay, doch wäre es schon sehr schön gewesen, wenn die Figuren etwas mehr Tiefe bekommen hätten. Hinter das Geheimnis kommen erfahrene Thrillerleser doch sehr schnell. Hat man eine Ahnung ist man natürlich auf die Auflösung und das Ende sehr gespannt. Und hier hat Hans Koppel aus meiner Sicht leider versagt. Der Schluss ist eher nach dem Prinzip aus und vorbei geschrieben worden. Hier wäre es schön gewesen, wenn man noch ein paar Seiten mehr bekommen hätte. Rückblickend kommen dem Leser dann auch ein paar Logikzweifel. Warum haben die Entführer so lange mit ihrer Rache gewartet? Warum ist Mike ausgerechnet bei einem der Entführer in Behandlung? Hier stellen sich nach der Lektüre ein paar Fragen, auf die man rückblickend keine befriedigende Antwort bekommt. Darüber hinaus kann man darüber streiten, ob gerade der mehrfache Missbrauch von Ylva immer wieder so detailliert geschildert werden muss. Doch gerade neue Thrillerautoren wie Luc Deflo oder Cody Mcfadyen legen in ihren Romanen sehr viel Wert auf genaue Gewaltbeschreibungen. Hier kann weniger manchmal auch mehr sein. Nicht abstreiten kann man, dass Hans Koppel ein Gespür für packende Geschichten hat. Gut 300 der insgesamt 350 Seiten unterhalten Thrillerfans aufs Allerbeste. Mit Hans Koppel kann durchaus ein neuer Stern am nordischen Thrillerhimmel aufgehen.

Fans von Cody Mcfadyen kommen bei ENTFÜHRT voll auf ihre Kosten. Ein spannender, sehr gewaltvoller Thriller über einen eiskalten Racheplan. Wer einen echten Pageturner für ein paar spannende Lesestunden sucht macht mit diesem Thriller, trotz des nicht so guten Endes, nichts falsch!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hans Koppel: Entführt, 11. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Entführt: Thriller (Broschiert)
Zum Buch:

Dieses Cover ist wahnsinnig ansprechend und wirklich toll gestaltet. Es ist für mich definitiv eines der gelungensten Thriller-Cover überhaupt. Großes Lob an den "Designer"!

"Entführt" ist das Erstlingswerk des schwedischen Autors, wird aber hoffentlich nicht das letzte gewesen sein.

Zum Inhalt (laut Buchrücken):

Bis sie verstummt

Als Ylva ihr Büro verlässt, ahnt sie nicht, dass sich ihr Leben in Kürze für immer verändern wird. Sie verabschiedet sich von ihren Kollegen, wünscht allen einen schönen Abend und macht sich auf den Heimweg. Nach wenigen Minuten hält ein Auto neben ihr. Alte Bekannte, wie es scheint. Sie bieten Ylva an, sie ein Stück mitzunehmen. Ylva fühlt sich unbehaglich, doch sie will nicht unhöflich sein und nimmt das Angebot an. Eine Entscheidung, die sie für immer bereuen wird.

Meine Meinung:

Mich konnte dieses Buch sehr begeistern, da es meiner Meinung nach mal ein etwas anderer Thriller war. Meist handeln Thriller ja von Mord und in diesem Fall geht es eben um eine Entführung. Dieser Thriller ist auch nicht sonderlich blutig, er konzentriert sich eher auf die Psyche des Menschen. Besonders toll fand ich, dass es jedes Mal, wenn Ylvas Entführung und ihr Zustand eine neue Ebene erreicht, die passende psychologische Bezeichnung samt kurzer Erläuterung aufgeführt wird, was ich sehr interessant fand.

Die Kapitel waren sehr kurz, was ich persönlich am liebsten habe. Dementsprechend lässt sich das Buch auch sehr gut weglesen. Es gibt mehrere Handlungsstränge, man wird beispielsweise Zeuge von Ylvas Gefangenschaft und man begleitet auch Ylvas Mann und ihre Tochter und bekommt mit, wie sie mit der Sache umgehen.

Wer (wie ich manchmal auch) Probleme mit schwedischen Namen, Straßen etc. hat, den kann ich in diesem Falle beruhigen. Das Buch liest sich sehr gut, die Namen sind nicht allzu schwer und man wird auch nicht mit schwedischen Örtlichkeiten bombardiert.

Die Spannung wird sehr gut aufrecht erhalten, die Polizei hat keinerlei Anhaltspunkte. Dem Leser wird schnell klar, dass in Ylvas Vergangenheit etwas vorgefallen ist, was genau bleibt jedoch bis zur letzten Seite unklar. Erst langsam werden einzelne Bruchstücke enthüllt. Was haben die Entführer mit Ylva vor? Was ist damals geschehen? Wird Ylva den rachsüchtigen Klauen ihrer Entführer entkommen können? Wie wird die Familie mit der Situation umgehen? Diese zahlreichen Fragen machen die Spannung der Geschichte aus.

Dieser Thriller ist definitiv lesenswert und ich hoffe sehr stark, dass dies nicht Hans Koppels letztes Buch gewesen sein wird!

Mein Blog: readforthethrill.wordpress
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24 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ungewöhnlich und mitreißend, 15. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Entführt: Thriller (Broschiert)
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Endlich will sie sich mal ein bisschen mehr auf ihre Familie konzentrieren; und deswegen verlässt Ylva das Zusammensein mit ihren Kollegen früher und macht sich auf den Heimweg. Sie verabschiedet sich, will gerade zur Bushaltestelle gehen und da hält ein Auto neben ihr. Sie kennt die beiden Leute, die in diesem Auto sitzen - und auch wenn sie ein ungutes Gefühl damit hat, zu ihnen ins Auto zu steigen, findet sie keinen Grund um nein zu sagen.
Die beiden Leute sind Menschen aus Ylvas Vergangenheit. Und während Ylva noch denkt, dass es schon ein sehr merkwürdiger Zufall ist, dass sie die beiden wiedersieht, wird sie schon mit einem Elektroschocker außer Gefecht gesetzt und kurze Zeit später ist die junge Mutter in einem Kellerraum eingesperrt - abgeschottet von der Außenwelt, und das Ganze nur wenige Meter von ihrem eigenen Haus entfernt, in dem ihr Mann und ihre kleine Tochter darauf warten, dass sie nach Hause kommt.
Aber sie warten vergebens. Und während die kleine Sanna einfach nur traurig ist, dass ihre Mama nicht auftaucht, ist Mike hin- und hergerissen zwischen Trauer, Angst und Wut. Wo ist seine Frau? Betrügt sie ihn? Wieder? Mike weiß einfach nicht, was er glauben soll. Der Schmerz ist kaum zu ertragen, zumal er in der Presse plötzlich so dargestellt wird, als habe er etwas mit dem Verschwinden seiner Frau zu tun. Umgebracht haben soll er sie. Mike ist verzweifelt und sucht professionelle Hilfe. Schließlich muss sein Leben weitergehen, auch wenn Ylva sonstwo ist und er vielleicht nie erfahren wird, was mit ihr passiert ist. Wenn Mike nur wüsste, dass Ylva auf einem Monitor in ihrem Verlies ganz genau sehen kann, was in ihrem Zuhause geschieht...

Was für eine grausame Vorstellung - entführt und gefangengehalten zu werden, ständig in Angst zu leben und all das. Gleichzeitig noch zu sehen, wie das Leben der eigenen Familie weitergeht und wie diese leidet, das ist unerträglich. Und genau deswegen leidet man mit Ylva und will wissen, wie sie dieses Martyrium überstehen wird - und ob sie es überhaupt schaffen wird, irgendwie freizukommen. Hans Koppel beleuchtet Ylvas Leiden sehr deutlich, gleichzeitig legt er aber auch einen ebenso starken Akzent auf Mike und das, was er nach dem Verschwinden seiner Frau ertragen muss.
In einem weiteren Handlungsstrang erfährt man als Leser puzzlestückchenweise, was Ylva in ihrer Vergangenheit getan hat, um den Hass ihrer beiden Entführer auf sich zu ziehen. Auch das war sehr unheimlich und spannend erzählt.
In den ersten beiden Dritteln konnte ich das Buch überhaupt nicht aus der Hand legen, es hat mich so sehr gefesselt - Wahnsinn. Ein ungewöhnlicher, gut aufgezogener Thriller, bei dem man als Leser gerade dadurch, dass Ylva und Mike so nah beieinander sind und trotzdem unerreichbar für den anderen, absolut mitgerissen wird. Es hat mich überhaupt nicht mehr losgelassen. Am Ende fand ich dann manchmal, dass es zu wenig voranging, und das ganz richtige Ende war mir dann ein wenig zu glatt. Das Problem "löst" sich zu einfach, und eine Frage in der Beziehung zwischen Mike und Ylva wird dadurch geschickt umschifft. Gerade das fand ich aber schade, denn ein Thriller, der sich eigentlich so sehr mit der Psyche der Protagonisten beschäftigt, hätte noch einen extra Pluspunkt bekommen, wenn er das am Ende durchgehalten hätte.
Dennoch: ein ungewöhnlicher, mitreißender Thriller, der mich sehr beschäftigt und auch nachhaltig nicht losgelassen hat. Empfehlenswert.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Entführung, Folter, Rache, 27. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Entführt: Thriller (Broschiert)
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Zum Inhalt:

Ylva macht sich vom Büro aus auf den Heimweg, da wird sie von einem Paar in einem Auto angesprochen. Da sie die beiden von früher kennt, nimmt sie das Angebot, sie mitzunehmen, an und steigt in das Auto ein. Keine gute Entscheidung, denn die beiden haben eine offene Rechnung mit Ylva. Das Ehepaar sperrt Ylva in seinen geräuschisolierten Keller und misshandelt sie grausam. Ihre einzige Verbindung zur Außenwelt ist eine Kamera, die auf den Eingang ihres eigenen Hauses gerichtet ist, so dass sie ihren Mann Mike und ihre Tochter Sanna beim Betreten und Verlassen des Hauses sehen kann, was den Psychoterror noch verstärkt, denn sie wird nur wenige Häuser weiter gefangen gehalten

Ihr Mann Mike ist nicht unbedingt der aktive, handelnde Typ. Als seine Frau abends nicht nach Hause kommt, fürchtet er zuerst, dass sie ihn wieder betrügen könnte, wie vor einiger Zeit bereits vorgekommen. Als er dann doch die Polizei informiert, nehmen diese die Vermisstenanzeige nicht sonderlich ernst, am ehesten verdächtigen sie noch Mike selber.

Zwischendrin erfahren wir Leser von weiteren grausigen Morden und kommen daher dem Motiv der Täter sehr schnell auf die Spur.

Meine Meinung:

Zu Beginn des Buches war ich richtig begeistert, das schien ein toller grausiger Thriller zu werden.

Aber die Spannung flachte dann leider sehr schnell ab. Das Motiv der Täter war, wie gesagt, sehr schnell klar, auch deren Identität wurde früh aufgeklärt.

Die Hauptcharaktere waren keine Personen zum Mitfühlen, Mike heulte die halbe Zeit nur rum und ging mir als Weichei ziemlich auf die Nerven, selbst Ylva in ihrem fürchterlichen Gefängnis hat bei mir kein wirkliches Mitgefühl erregt, auch wenn die Beschreibungen ihrer Misshandlung ziemlich heftig waren.

Dann gab es da noch zwei Nebencharaktere, deren Funktion sich mir nicht so recht erschlossen hat. Eigentlich haben diese beiden die Rolle der Ermittler übernommen, da die Polizei nicht wirklich etwas getan hat. Aber das war für mich zu sehr zufällig und an den Haaren herbeigezogen.

Fazit: ein neuer Autor, den ich sicher im Auge behalten werde, auch wenn mich dieser Erstling nicht völlig überzeugen konnte.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Wenig Komplexität, mäßige Spannung, 21. Juni 2012
Von 
Th. Leibfried "TL" (Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Entführt: Thriller (Broschiert)
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Gerade in den letzten Jahren wurde in den Medien verhältnismäßig viel über Fälle berichtet, bei denen ein Täter ein oder mehrere Opfer in verliesartigen Räumen über Jahre gefangen hielt und diese sexuell missbrauchte. Natascha Kampusch ist vermutlich das prominenteste Beispiel. Dieses grausame Vorgehen greift der schwedische Autor Hans Koppel auf und packt die Entführung in eine Art wissenschaftlichen Rahmen.

In diesem Thriller entführt ein Paar eine Frau, die sich auf dem Weg von der Arbeit nach Hause von den beiden im Auto mitnehmen lässt, weil sie sie aus ihrer Vergangenheit kennt. Woher und was der Hintergrund ist, lässt Koppel den Leser erst nach und nach wissen und hält damit die Spannung aufrecht. Der Umstand, dass Ylva, so heißt das Opfer, und ihr Mann Mike Probleme in ihrer Ehe haben und Ylva vor Jahresfrist eine Affäre hatte, lässt Polizei und Umfeld auf den Gedanken kommen, Mike hätte mit dem Verschwinden seiner Frau etwas zu tun. Seine Weinerlichkeit nimmt einem wenig für ihn ein. Ebenso entstand bei mir keine Sympathie zu der Entführten, so dass am Ende der Roman ohne Sympathieträger auskommen muss. Kein Problem aus meiner Sicht, aber etwas, das alle, die sich für den Roman interessieren, wissen sollten.

Koppel teilt die 350 großgedruckten Seiten auf 63 Kapitel auf, was eher einen stakkatoartigen Charakter entstehen lässt, zumal die Sicht vom auktorialen Erzähler auf viele Handelnde (etwa ein Dutzend) verteilt wird. Die Sprache ist sehr einfach gehalten. Ob der Autor dem Leser nicht zutraut, auch Nebensätze zu verstehen oder gar eine Verschachtelung, oder ob er nicht anders kann, wissen wir nicht. Mich hat das Lesen an keiner Stelle auch nur annähernd gefordert. Und zwar weder sprachlich, noch bezugnehmend auf die Konstruktion der Erzählung, die bar jeder Komplexität ist.

Es gibt einen innovativen Ansatz, dass das Opfer nämlich nicht nur entführt und gefangen gehalten wird, sondern dass das auch noch in unmittelbarer Nähe zu ihrem eigenen Haus geschieht und die Täter ihr mit einer Kamera und einem Bildschirm einen permanenten Blick auf ihr altes Leben und auf ihre Familie gewähren, beziehungsweise sie damit quälen. Dennoch hält sich die Spannung in Grenzen. Dass der Übersetzer eine Person die andere auf derselben Seite (Beginn Kapitel 22) im ersten Satz duzen lässt und sofort danach siezen, ist vielleicht ein Zeichen, dass auch er nicht gepackt und mit den Gedanken möglicherweise woanders war. Zweieinhalb Sterne für diesen Roman.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Entführt" ist ein Skandinavischer Leckerbissen !!, 16. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Entführt: Thriller (Broschiert)
Entführt vom „eigentlich“ Schwedischen Kinderbuchautor Per Lidbeck, der unter dem Pseudonym Hans Koppel seine Romane schreibt, war mein erster Skandinavischer Roman überhaupt, und gleich dieser löste eine unglaubliche Begeisterung in mir aus.

Die Geschichte ist in drei Erzählstränge aufgegliedert, in denen die Protagonisten am Anfang nur in groben Zügen angerissen werden, nicht ihr ganzes Leben auf unendlich vielen Seiten durchleuchtet, und dem Leser vor den Füßen ausgebreitet wird. Erst im Verlauf der Story sickern weitere Details über ihr Leben und ihre Vergangenheit durch – ein Großteil erklärt sich auch selbst - und dass ist es, was einen Roman spannend macht und hält.

Somit beginnt "Entführt" sehr zügig und das ist natürlich genau das, was man sich als Leser wünscht. Man wird umgehend in die Geschichte hinein gestoßen, taucht ohne lange Umschweife, ohne viel Einleitung in die Welt von Mike, Ylva, Sanna und den restlichen Charakteren ein und erlebt den Horror der Drei aus nächster Nähe mit.
Ein unabdingbare Eigenschaft die ein Roman zu bieten haben sollte, sind Figuren mit denen man sich identifizieren und zu denen man eine Beziehung aufbauen kann, egal ob sie nun gut oder böse sind, clever oder vielleicht dumm. Und das ist ihm mit Mike und auch mit Sanna extrem gut gelungen. Man teilt ihre Ansichten und kann ihr Verhalten in vielen Situationen nachvollziehen. Man lebt ihr Leben.

Positiv hinzukommend sind die von ihm gewählten kurzen Kapitel, mit denen er beim Wechseln von einem in den anderen Erzählstrang ein Zurückblättern des Lesers unterbindet, wie es bei längeren Strängen mit der Frage „was war da noch mal“ des Öfteren passiert. Die Story bleibt durchweg temporeich und spannend, Stillstand gleich Fehlanzeige, ein Fremdwort.

Hans Koppel versteht es so intensiv und spannend zu schreiben, seinen Protagonisten so viel Leben einzuhauchen, dass aus dem Gelesenen eine rasche Bildfolge im Kopf entsteht, einem Film gleich kommend, der hinter den Augenliedern abläuft. Der Leser braucht die Charaktere jetzt nur noch mit einer für ihn angenehmen Sprache auszustatten, und die Illusion eines Films ist perfekt.

Mein Fazit: „Ich habe lange bei keinem Roman mehr so dem Ende entgegen gefiebert, um endlich zu erfahren wie es ausgeht, endlich die Bestätigung zu bekommen, ob es nun gut oder böse für die Familie endet. Dieses Leben der Geschichte, so nahe bei den Charakteren zu sein, lies ein aus der Hand legen des Buches kaum zu und die wichtigen Dinge die zu erledigen waren, wurden auf der Dringlichkeitsstufe ein paar Prozentpunkte hinabgestuft."
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Entführt: Thriller
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