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152 Rezensionen
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64 von 71 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Atemberaubendschönundtodtraurig,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Vielleicht lieber morgen (Taschenbuch)
Neulich bin ich an ein Buch geraten, das von außen hübsch blau und recht interessant aussah, aber von dem ich noch nichts gehört hatte. Der Autor hatte einen komischen Namen...noch mehr gewundert hat mich, dass es von MTV verlegt war. Seit wann haben die denn was mit Literatur zu tun? Ich dachte, denen geht es nur um Popmusik und Kommerz? Das Buch habe ich trotzdem mitgenommen und noch am selben Abend zu lesen angefangen. Mit Popmusik hat es dann auch wirklich zu tun gehabt, der Erzähler Charlie hört "The Smiths" und "Nirvana" und nimmt für seinen besten Freund Patrick eine Cassette auf , die "Ein Winter" heisst - mit allen Liedern, die ihn glücklich und traurig machen und die für ihn etwas bedeuten. Am Anfang des Buches kommt er gerade auf die High School. Außerdem liest er viele Bücher, z.B. "Der Fänger im Roggen" und "Unterwegs", die ihm sein Englischlehrer Bill gibt, mit dem er auch irgendwie befreundet ist und der ihn für etwas ganz besonderes hält. Das ist er ja auch, das habe ich schnell gemerkt und deshalb konnte ich das Buch auch gar nicht mehr weglegen. Charlie liebt "Kühlschrankpoesie", die "Rocky Horror Picture Show", seine beste Freundin Sam (auch wenn sie ihm gesagt hat, er solle nicht "so" an sie denken) und den Anblick der Stadt, wenn man mit dem Auto aus dem Tunnel fährt und sie sich abrupt in der Ferne vor einem aufbaut. Manchmal trinkt er zuviel Wein oder nimmt Drogen, aber immer macht er sich viele Gedanken über das Leben und die Freundschaft. Einige Leute halten ihn für seltsam und für einen Spinner, und ab und zu denkt man das auch, aber nur für einen Moment. Denn wenn man genauer überlegt, merkt man, dass er eigentlich einfach nur der Freund ist, den man selbst gerne gehabt hätte, als man jung war und nicht wusste, welchen Platz man in der Welt hat. Gegen Ende hin wurde das Buch dann doch noch ziemlich traurig, weil etwas schlimmes aus Charlies Vergangenheit ans Licht kommt. Und weil Charlie sich ständig für alles entschuldigt und manchmal einfach weinen muss, obwohl ihn dann alle für noch verrückter halten, habe ich auch fast geweint, aber das Buch trotzdem bis zum Ende durchgelesen. In Gedanken lässt es mich aber immer noch nicht los. Ich glaube, ich kann so schnell gar kein anderes Buch mehr lesen, oder fällt Dir eins ein? Ich weiss nicht, warum alle immer so einen Rummel um Benjamin von Stuckrad-Barre oder um Christian Kracht machen, Du? Jetzt finde ich erst recht, dass sie zwar "Popstars", aber keine Literaten sind. Mit Stephen Chbosky jedenfalls können sie nicht mithalten. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
29 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Ein Buch, das man nie vergisst !,
Von
Rezension bezieht sich auf: Vielleicht lieber morgen (Taschenbuch)
Ich habe Stephen Chboskys "Vielleicht lieber morgen" gelesen und war überwältigt. Der Erzähler Charlie, die Hauptperson, schreibt tagebuchähnliche Briefe an eine Person, die der Leser nicht kennt. Man wird aufgeklärt über die Gefühle und Taten eines jungen Menschen, der - zum Teil ungewollt - zu einem Erwachsenen heranwächst. Mit naiven Worten beschreibt Chbosky Problematiken, die jeder kennt und gerade deswegen fühlt man mit Charlie, dessen Briefe man am Liebsten sein Leben lang lesen möchte.Stephen Chbosky schrieb ein Buch, welches zur Pflichtlektüre jedes Jugendlichen gehören sollte und stellt genreähnliche Werke wie Benjamin Leberts "Crazy" in den Schatten. Man kann nicht widersprechen, wenn man im Klappentext liest: "Wenn es jemals ein besseres Buch gegeben hat, würde ich das gern wissen." Fazit: Ein Buch für Jugendliche UND Erwachsene, die wissen wollen, was es heisst zu leben ! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Nur wenn man es liest versteht man was ich fühle...,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Vielleicht lieber morgen (Taschenbuch)
Zwar bin ich nur durch Zufall und ohne zu wissen was auf mich zu kommt auf das Buch gekommen, doch hat es mich schon nach dem Lesen des ersten Briefes in seinen Bann gezogen... ich kann die Gefühle, die ich mit diesem Buch verbinde kaum in Worte fassen... ich habe mit Charlie gelacht, geweint, war sogar an stellen von ihm enttäuscht und habe mich über ihn geärgert, doch habe ich ihn auch geliebt... Dieses Buch zeigte mir ,wie kein anderes, die Gedanken, die Gefühle, die Träume, Ängste und Sehnsüchte eines anderen Menschen.. man lebt für einen kurzen Augeblick ein anderes Leben. Und auch nach dem weglegen des Buches, was mir immer sehr schwer fiel, kreisten die Gedanken nur um Charlie und den andern und darum was wohl passieren wird und wie sich alles entwickelt.Um nochmal in kurzen Worten zu sagen worauf es hier in dieser Bewertung eigentlich ankommt: Ich liebe dieses Buch! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
SOSOSOSOSOSOSOSO Toll,
Rezension bezieht sich auf: Das also ist mein Leben: Roman (Taschenbuch)
Kurzbeschreibung:Charlie hat es nicht leicht im Leben, aber als sein Bester Freund sich umbringt, braucht er eine Person zum Reden. Da wendet er sich an dich. Er schreibt Briefe an dich, in denen er von seinem Leben erzählt, seine Familie, die komplizierter nicht sein könnte und er redet über Sam und Patrick. Zwei Freunde die Charlie zeigen, was es bedeutet wirklich zu Leben. Meine Meinung: Ich bin jetzt mal ganz ehrlich. Ich habe in meinem Leseleben viele Bücher gelesen. In vielen gab es tragische Momente, aber nie habe ich auch nur eine Träne verdrückt. Bis jetzt. Das Buch war so wunderbar schön in seiner Art zu erzählen. Das Buch besteht aus Briefen, die Charlie an den Leser direkt schreibt ( immer eingeleitet mit “Lieber Freund”). Charlies Gedanken und Kommentare zu Leuten in seiner Umgebung und Dingen in seinen Leben sind so lustig, poetisch traurig und einfach wunderschön zu lesen. Charlie ist wohl einer der wenigen Menschen, die wirklich ein Herz aus Gold haben. Er verurteilt keinen und richtet nicht, er macht sich aber seine Gedanken und versucht alles zu verstehen und will auch alles wissen. Ich wäre gerne weiter Charlies Brieffreund gewesen, nur um weiter seine Gedanken zu hören. “We accept the Love we thing we deserve.” (Wir akzeptieren die Liebe, die wir zu verdienen glauben.) Stephen Chbosky ist eigentlich Drehbuchautor, Produzent und Regisseur und hat unter anderem den Film “Rent” und die Serie “Jericho” geschrieben, mit denen er eine große Masse begeistern konnte. Mit seinen ersten Roman (ich hoffe es bleibt nicht dabei) ist ihn wirklich ein Meisterwerk gelungen, wenn es darum geht das Leben eines Jugendlichen Authentisch rüber zubringen. Er hat genau die Gedanken aufgefasst, die wichtig waren und hat Charlie solche Sätze sagen lassen, die jeden Liebhaber von schönen Sätzen dahin schmelzen lässt. Wie sehr ich Charlie mag, habe ich wohl deutlich gemacht. Aber die Leute um ihn herum sind genau so fantastisch Seine Familie, seine Freunde, sogar seine Lehrer. Aber neben Charlie fand ich Sam und Patrick toll. Sam ist ein Mädchen, dass sehr Liebenswert ist und Charlie sagt so tolle Sachen über sie. Patrick ist eher der lustige und bringt mit seinen Schwarzen Humor wieder ein Plus mehr. Dieses Buch ist auch so speziell, weil es auch ( in irgendeiner Weise ) in das Leben der Leser eingreift. Charlies Gedanken bringen einen zum nach denken und grübeln und man vergleicht schon mit seinen Leben (hier kann ich natürlich nur von mir Reden). Charlies Gedankenstöße mögen vielleicht manchmal nur aus einen Satz bestehen, aber dieser Trifft dann genau den Punkt, der einen dazu verleitet nach zu denken. Was mich nun zum Weinen gebracht hat? Der letzte Satz. Es würde euch nichts bringen, es einfach im Laden aufzumachen und den letzten Satz zu lesen, wenn ihr nicht wisst wer ihn sagt, oder besser, wie er es meint:) Fazit: Ich küre hiermit mein neues Lieblingsbuch. Man lacht und weint mit, man überlegt mit Charlie, ganz einfach, man lebt mit Charlie. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
einfach klasse!,
Rezension bezieht sich auf: Vielleicht lieber morgen (Taschenbuch)
Bevor ich meine Meinung zu >> Vielleicht lieber Morgen<< abgebe, möchte ich sagen, dass mir mein damaliger Freund ein Gedicht mit dem Title „Vielleicht lieber morgen" schickte. Ich las es mir tausende male durch und kann es mittlerweile fast auswendig. Leider verlegte ich es und fand es nicht mehr wieder. Also gab ich bei einer Suchmaschine „Vielleicht lieber Morgen" ein und landete dann prompt bei Amazon. Zu Weihnachten bekam ich dann endlich das lang ersehnte Werk. Bei >>Vielleicht lieber Morgen<< handelt es sich um eine äußerst gut gestaltet Geschichte. Es geht um den 15-jährigen Charlie, der Briefe an einen (für den Leser) unbekannten „Freund" schreibt, allerdings keinen Absender angibt, sodass dieser „Freund" niemals auf seine Briefe antworten kann. In diesen Briefen erzählt Charlie von sich und seiner Vergangenheit und vor allem von der Gegenwart und die bis ins kleinste detail. Charlie ist kein gewöhnlicher Junge. Sein Lehrer bezeichnet ihn als besonders und das ist er auch wirklich. Er kümmert sich meist nur um alle anderen: Seine Freunde und seine Familie. Und dabei lügt er und vergisst fasst seine eigenen Bedürfnisse. Er meint dies (natürlich) nicht böse. Charlie wird von einer dieser „Jugend Wellen" überschwemmt: Die erste große Liebe, familiäre Probleme, Sex und Drogen. So ganz „nebenbei" verarbeitet er auch noch den Tod seiner Tante, für den er sich verantwortlich macht, und den Selbstmord seines besten Freundes. All dies zusammen führt zum totalen Chaos und Charlie verzieht sich in seine eigene Welt um sich erstmal wieder zu ordnen. >>Vielleicht lieber Morgen<< ist eines der schönsten Bücher, wenn nicht dann das Schönste, das ich jemals gelesen habe. Man wird während des Lesens ein Teil von Charlie, erlebt alles mit, lacht und weint mit ihm. Ein einfühlsames Buch der spitzenklasse! Anbei noch meine beiden Lieblingszitate aus dem Buch. ~~> Daraus schließe ich, dass wir aus viele Gründen so sind, wie wir sind. Und vielleicht werden wir uns nie über die meisten klar werden. Aber selbst wenn wir keinen Einfluss darauf haben, woher wir gekommen sind, bleibt uns auf jeden Fall die Möglichkeit zu wählen, wohin wir gehen. Und wir können mit dem was wir tun, zufrieden sein. <~~ (Seite 219) ~~> Aber hauptsächlich weinte ich, weil mir plötzlich bewusst wurde, dass ich es war, der da auf der Ladefläche stand und sich den Wind ins Gesicht bliesen ließ. Ohne darauf zu warten, dass gleich die Stadt zu sehen sein würde. Ohne überhaupt daran zu denken. Weil ich in diesem Tunnel stand. Und wirklich da war. Und das war genug, um mir das Gefühl zu geben, unendlich zu sein. <~~ (Seite 221) Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Und ich will, dass du weißt, ich bin glücklich und traurig zugleich...,
Von Marie-Kristin Dammer "Marie-Kristin Dammer" (Mönchengladbach) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 1000 REZENSENT)
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das also ist mein Leben: Roman (Taschenbuch)
"Mit dem Schlitten bin ich rüber zu dem Hügel, wo wir als Kinder immer gefahren sind. Auch jetzt waren jede Menge Kinder da. Ich sah zu, wie sie dahinglitten, wie sie ihre Sprünge und Wettrennen machten. Und dachte daran, dass all diese kleinen Kinder eines Tages erwachsen sein werden. Und alle werden sie dieselben Sachen machen wie wir. Und alle werden sie eines Tages einmal jemanden küssen. Aber in diesem Moment reichte es, einfach nur Schlitten zu fahren, und ich dachte, es wäre wunderbar, wenn Schlitten fahren immer reichen würde, aber das tat es nicht."[”Das also ist mein Leben” // Stephen Chbosky // S.100] Erster Satz: Lieber Freund, ich schreibe Dir, weil sie meinte, dass Du zuhörst und verstehst und nicht versucht hast, auf dieser Party mit einer bestimmten Person zu schlafen, obwohl Du das gekonnt hättest. Inhalt: Charlie ist fünfzehn Jahre alt und sein erstes Jahr an der Highschool beginnt. Es ist ein Jahr voller Magie, Geheimnisse und Wunder. Ein Jahr, in dem Charlie seine besten Freunde kennenlernt und seine schönsten und schlimmsten Momente mit dem Leser teilt, in dem er Briefe schreibt. Doch es ist nicht nur ein Jahr der Freuden und Ängste, es ist das Jahr, in dem Charlie das Leben in jeder einzelnen Facette erkennt und spürt, was es bedeutet, Teil dieses Lebens zu sein. Gemeinsam mit Sam und Patrick stellt er sich diesem Leben und lernt die Liebe, Drogen, Sex und so manches Buch kennen. Schreibstil: Manche Schriftsteller brauchen sich nicht an Poesie oder verschnörkelten Sätzen aufzuhalten, weil die Zusammenstellung ihrer Worte und der Sinn, der dahinter steht, schon die pure Poesie ist. Stephen Chboskys Schreibstil ist einfach gehalten, ganz unverblümt und direkt erzählt er eine Geschichte, die vom Leben selbst geschrieben sein könnte und schafft es dabei mit seinen Worten dieses ganz besondere Etwas einzufangen, ohne dabei kitschig oder blumig zu werden. Er besitzt diese besondere Gabe, jugendlich und gleichzeitig tiefgründig zu schreiben und dabei weder platt, noch zu gehoben zu wirken. Es sind Worte, die das Leben selbst schreibt und die eine Geschichte erzählen, die das Leben in jeder einzelnen Facette wiederzurspiegeln weiß. Schön und grausam zu gleich. Meine Meinung: Bücher, bei denen man am Ende weint, gehören meistens auch zu den Büchern, an die man noch lange zurückdenken wird, klarer Fall. Doch was geschieht, wenn man bei einem Buch schon auf der zweiten Seite zu weinen anfängt? Und das noch nicht einmal, weil es traurig ist, sondern viel mehr, weil es einen so berührt? Es gibt diese Bücher, die es schaffen, das Leben einzufangen, in ein Glas einzuschließen und es dem Leser vor die Nase zu halten, damit dieser es betrachten kann und genau das tut Charlie mit seinem Leben. Er kratzt all die Dinge zusammen, die ihn berühren, die Schönen und die Schrecklichen und präsentiert sie dem Leser auf dem Silbertablett - ohne Reue, ohne Angst, einfach nur, um zu zeigen, wie unglaublich schön das Leben sein kann. Und wie traurig diese Tatsache machen kann. Ja, es ist widersprüchlich und ja, es ist melancholisch, aber vielmehr als das, ist es wertvoll. Es scheint unglaublich, dass ein fünfzehnjähriger Junge das Leben so klar vor sich sieht, wie ich es mit meinen zwanzig Jahren manchmal nicht zu beschreiben weiß, aber man kauft es ihm ab. Sicherlich wird das nicht jeder verstehen und das muss auch nicht sein, aber viele Menschen, die viel über das Leben nachdenken und eine Zeit in ihrem Leben hatten, in denen man in diese schöne Melancholie verfällt, werden wissen, wie Charlie sich fühlt und denkt. Natürlich steckt noch mehr hinter ihm, aber all das ist im Grunde unwichtig. Für Charlie steckt das Leben nämlich voller Wunder und Magie und jeder Mensch ist für ihn etwas besonderes. Er ist eine Romanfigur, die einzigartig ist und den Leser zu berühren weiß. Obwohl er sehr weinerlich und nachdenklich ist, ist er eine starke Persönlichkeit mit einer sehr hohen sozialen Intelligenz. "Wir nehmen die Liebe an, von der wir glauben, dass wir sie verdienen, Charlie." [S. 38] Figurentechnisch ist dieses Buch eine absolut bunte Mischung. Jeder wird hier fündig, jede Figur charakterisiert auf eine bestimmte Weise eine bestimmte Art Mensch und ein bisschen wird auch mit Klischees gespielt, auch wenn dies nur nebenbei auffällt. Figurenkonstellationen und figurenbedingte Situationen werden intelligent in das Geschehen eingebaut und beschreiben ganz unterschiedliche Lebenseinstellungen und Wege. So hat jede Charaktere in diesem Buch ein ganz eigenständiges Leben und beinahe jede Figur konnte mich innerlich berühren. Ich weiß nicht, wie Chbosky es schafft, dass die Alltäglichkeit des Lebens, um die es letztlich geht, sich so in mein Herz geschraubt hat, aber genau das geschah mit jeder Figur, mit jedem Wort und mit jeder Situation. Nie ist es mir so schwer gefallen, einen Inhalt zu beschreiben. Schließlich verfolgt "Das also ist mein Leben" keinen roten Faden. Charlie erzählt vielmehr alles, was ihm passiert, schweift dabei oft ab, holt weit aus oder plappert einfach über irgendwelche Begebenheiten. Mit leisen Tönen schreit er dem Leser entgegen und beschreibt die Schönheit eines jeden Lebens auf eine indirekt unaufdringliche Art und Weise. Trotz alldem, was er und man selbst im Laufe der Geschichte alles so erfährt. Es ist beinahe erschreckend, mit vielen Problemen und Konflikten sich Charlie (und eben man selbst) auseinandersetzen muss und dabei trotzdem so unschuldig und lebenshungrig bleibt. So werden Themen wie Vergewaltigung, (häusliche) Gewalt, Drogen und Homophobie angesprochen und manchmal leider etwas zu schnell wieder fallen gelassen. Das Ende kam dann auch leider schneller als erwartet und wie sich alles auflöst, hat mich sehr erschrocken zurückgelassen. Sicher - Vorahnungen hatte man, aber damit hätte wohl niemand gerechnet. Fazit: Charlies Geschichte könnte aus dem Leben selbst gegriffen sein. Irgendein jugendlicher Fünfzehnjähriger könnte genau dasselbe fühlen und genau das macht diese impulsive, lebensnahe Geschichte so glaubwürdig und bewegend. Obwohl einige tiefgehende Themen und Konflikte eine Rolle spielen und die Geschichte keinem roten Faden folgt, hat mich ihre Schönheit oft zu Tränen gerührt. Ein Buch für alle, die das Leben zu schätzen wissen und von der ganzen Schönheit auch mal ganz schön überrumpelt sein können und für eine kurze Zeit mal gerne ein wenig melancholisch werden. Mit leisen und gleichzeitig doch so lauten Tönen ist "Das also ist mein Leben" wie eine alte Rockballade, in der man ganz eintauchen kann und die einen genau dort berührt, wo sie es möchte. 4,5 Sterne Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
unendlich,
Von
Rezension bezieht sich auf: Vielleicht lieber morgen (Taschenbuch)
"Lieber Freund, ich schreibe dir, weil sie gesagt hat, dass du ein Mensch bist, der einfach nur zuhört und versteht." So beginnt der erste einer ganzen Reihe von Briefen, die der 15jährige Charlie während gut eines Jahres an jemanden schreibt, der bis zum Ende des Buches unbekannt bleibt. Seine Briefe, manchmal todtraurig und dann wiederum urkomisch, zeigen das ganze Gefühlschaos dieser Person schonungslos und ehrlich. Es ist so wie er selbst sagt: "Das ist mein Leben. Und du sollst wissen, dass ich glücklich und traurig zugleich bin und noch immer versuche zu begreifen, wie das sein kann."Anfangs sind die Briefe, in denen Charlie die Probleme mit Familie und Freunden schildert, für den Leser recht gewöhnungsbedürftig, denn er reiht die Sätze zum Teil verbindungslos aneinander, weil ihm wohl bei vielen Dingen, über die er sich Gedanken macht, die Zusammenhänge noch nicht ganz klar werden. Oft beobachtet Charlie beispielsweise Menschen in der Schule und überlegt, was sie wohl gerade denken oder fühlen mögen und analysiert ihr Verhalten sehr genau. Darüber hinaus vergisst er "am echten Leben teilzunehmen". Sein Englischlehrer, zu dem er ein recht enges Verhältnis hat, rät ihm, sich nicht in seiner Gedankenwelt zu verstecken, doch dass dies nicht so einfach ist, merkt Charlie schnell. Denn am liebsten versinkt er in Büchern und träumt, er sei eine der Hauptfiguren in der Geschichte, die er gerade liest. Und zu gerne sitzt er in seinem Zimmer und hört Lieder, mit dessen Texten er sich identifizieren kann, die ihn, wie er sagt, "unendlich" fühlen lassen. Nicht zuletzt ist Charlie verwirrt und ständig gedankenversunken, weil seine Vergangenheit von einem schrecklichen Geheimnis überschattet wird, das sein Leben stark geprägt hat. Doch durch seine Freunde, die Charlie am College kennen lernt, merkt er, dass sie es sind, die ihm trotz eigener Probleme, helfen über den Schmerz hinweg zu kommen und ihm zeigen, was es heißt für andere da zu sein. Im Laufe des Buches entwickelt er sich immer weiter, was man besonders auch an seinem Schreibstil sehen kann. Seine Sätze sind nicht mehr kurz und aneinander gereiht, sondern verbunden, denn zum ersten Mal scheint er seine Gefühle annähernd zu begreifen. "Vielleicht lieber morgen" ist ein eindringliches Buch über einen Jungen, der sehr feinfühlig und tiefgründig über das Leben nachdenkt. Auch wenn sich der Leser mit der Hauptperson nicht unbedingt identifizieren kann, sind ihre Gedanken und Ängste doch sehr gut nachzuvollziehen. Charlies Briefe wirken so authentisch und lebendig, was wohl wahrscheinlich auch daran liegt, dass man sich nach einer Zeit wegen der Anrede "Lieber Freund", die er über jedem Brief wählt, selbst angesprochen fühlt. Charlie zeigt mit seinen Briefen, dass er das Schreiben braucht, damit er seine erstaunlichen neuen Erlebnisse und Gefühle besser verarbeiten kann. Dabei ist es Stephen Chbosky in seinem Debüt besonders gut gelungen, mit dem Sprachstil die verschiedenen Entwicklungsstadien seiner Hauptfigur deutlich zu machen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Mit den Worten eines 15jährigen die Welt beschreiben,
Von Fabian Neidhardt "Botschafter des Lächelns" (Stuttgart) - Alle meine Rezensionen ansehen (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Das also ist mein Leben: Roman (Taschenbuch)
Charlie kommt auf die Highschool. Und Charlie ist die Art Mensch, die sich eher durch die Highschool kämpfen müssen, als sie genießen zu können. Aber Charlie kämpft sich eh schon durch sein Leben, hat doch sein bester Freund im letzten Jahr Selbstmord begangen. Charlie hat Glück, er lernt die Stiefgeschwister Sam und Patrick kennen. Die beiden nehmen ihn unter die Fittiche und bringen ihm dem echten Leben näher. In all seinen Einzelheiten, wie der guten Musik, den Drogen und natürlich diesem Ding namens Liebe. Und Charlie merkt, dass der Kampf durch das Leben nicht wirklich leichter wird.Charlie ist ja 15. also ein Jahr älter als meine Schwester. Und ich bin 12 Jahre älter als diese. Besonders am Anfang liest sich das Buch auch wirklich wie die Beschreibungen eines kleinen Jungen. Aber im Laufe des Buches entwickelt man so etwas wie eine Meta-Ebene. Und bemerkt, dass es zwar die Worte eines fünzehnjährigen sind. Die Wahrheiten darunter aber zumindest zehn Jahre später immer noch genauso gültig sind. Das Buch liest sich schnell und gut. Es macht Spaß. Wirft Fragen auf, bestätigt in manchen Einstellungen und hinterlässt nach dem Lesen ein gutes Gefühl. Das also ist mein Leben ist ein Buch über das Erwachsenwerden, um die Liebe und so generell über das Leben. Und wenn man davor den Film sieht – der unter dem Namen “Vielleicht lieber morgen” läuft – dann passen die Charaktere sehr gut rein. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
so viele Menschen können sich nicht irren,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Vielleicht lieber morgen (Taschenbuch)
Ich muß zugeben, daß ich mir das Buch erst nach reiflicher Überlegung gekauft habe, da ich es schon merkwürdig fand, daß ständig fünf Sterne vergeben wurden! So ging dann auch mit etwas Skepsis an das Werk heran. Doch es dauerte nicht lange, und Chbosky hatte mich gefangen. Einzig störend war der Schreibstil in dem Charlie seine Briefe schreibt, zumindest anfänglich, denn später wird er "präziser" (um es mit Bill zu halten) und die Briefe wirken reifer! Und genau dieser Prozess ist es, der mich so an das Buch gefesselt hat - man ist praktisch dabei, wenn Charlie das Leben entdeckt und uns in seinen Briefen alles genau mitteilt. Die Briefe - auch ein wichtiges Element von "Vielleicht lieber morgen". Sie verstehen es besser Emotionen und Gedanken des Protagonisten dem Leser zu übermitteln als ein vor sich hinschwaffelnder Ich-Erzähler - es entwickelt sich sozusagen eine Beziehung zwischen uns und Charlie! Darüber hinaus erhalten die Briefe die Spannung aufrecht - man kann es kaum erwarten, was er im nächsten schreibt: wie geht es weiter mit Sam und Craig, mit Charlie und Mary Elizabeth und mit Brad und Patrick - und so fängt man dann doch den nächsten Brief an, obwohl man eigentlich doch schlafen wollte... Alles zusammen, ist "vielleicht lieber morgen" eine Spitzen-Buch, das ich in einem Tempo gelesen habe wie noch nie ein Buch zuvor! Und jetzt habe ich Angst ein neues anzufangen, da es mit Garantie schlechter wäre als "v l m" !! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
"Sind wir nicht alle ein bisschen verliebt in das Leben?" (John Steinbeck) Ein seltener Glücksfall eines wunderbar echten Buches,
Von Timo Brandt "Ways are, there you go" (Quickborn) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 100 REZENSENT) (REAL NAME)
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Vielleicht lieber morgen. (Taschenbuch)
Man muss nichts von Literatur verstehen um manche Bücher zu lieben. Gerade diese Bücher erfüllen uns nach im Nachhinein mit einem Zauberbann, mit der durch sie einsetzenden Erinnerung, und mit ihrer unglaublichen Nähe zu uns an irgendeiner unbekannte Stelle, die nur sie berühren und stimulieren können. Ohne Frage ist "Vielleicht lieber Morgen" so ein Buch, so ein Buch, dass beinahe jeder von uns in mancher stillen, aufgewühlten Stunde seiner Jugend, im Herzen schon geschrieben hat."Aber ich schätze, ich mache mir eine Menge Sorgen. Ich seh mir die Leute an, die Händchen halten und frage mich, was da so alles dahinter steckt. Auf Schulpartys sitze ich im Hintergrund, wippe mit dem Fuß und überlege, wie viele Paare wohl zu -ihrem Lied- tanzen. Ich sehe die Mädchen im Flur die Jacken von den Jungs tragen und denke in diesem Zusammenhang über das Besitzen nach. Und ich frage mich, ob die Leute wirklich glücklich sind. Ich hoffe, sie sind es. Ich kann es wirklich nur hoffen." Charlie ist 15 und lebt eigentlich in sehr normalen Verhältnissen. Seine Mutter hat ihn lieb und ist bodenständig, sein Vater ist ein eher in sich zurückgezogener, einfacher Mensch, der aber stark sein kann, wenn es sein muss. Sein älterer Bruder geht schon aufs College, seine ältere Schwester geht ihm oft auf die Nerven. Seine Familie weist wie die meisten einige schwarze Flecken auf der weißen Weste und ein paar tote Winkel auf. In der Schule ist er eher ein Außenseiter (im Original heißt dieses Buch "The Perks of Being a Wallflower"), obwohl er begabt ist und von seinem Englischlehrer sogar außerhalb des Unterrichts Bücher bekommt, über die er nach der Lektüre Aufsätze schreiben soll. Zwei Todesfälle haben sein Leben gezeichnet: Der seiner Tante Helen vor ein paar Jahren und der seines Freundes Michael, der erst vor kurzem durch Freitod starb. Doch diese Geister der gerade erst abgeschlossenen Vergangenheit, sind natürlich kaum etwas gegen die Achterbahn von Pubertät, Freundschaft, Leben und Liebe, die ihm in diesem Jahr bevorsteht. Gefangen zwischen Adoleszenz und gerade erst ausklingender Kindheit, beschreibt und verarbeitet Charlie sein Lebensgefühl und seine Erlebnisse in Briefen an einen unbekannten Freund... "Ich ging zu dem Hügel, wo wir früher immer Schlitten gefahren sind. Es waren viele kleine Kinder da. Ich guckte ihnen eine Weile zu. Wie sie mit den Schlitten über Hindernisse flogen und Rennen fuhren. Und ich musste daran denken, dass all die Kleinen irgendwann erwachsen sein würden. Und all die Kleinen tun irgendwann Dinge, die wir auch tun. Und alle werden irgendwann jemanden küssen. Aber im Moment reicht ihnen Schlittenfahren. Ich fände es schön, wenn Schlittenfahren immer genug sein könnte, aber so ist das eben nicht." Chbosky hält sich wenig an literarische Stilmittel und Schematisches kann man in seinem Buch beinahe nirgends finden. Stattdessen erzählt er frei und mit einem Hang zur Abschweifung, als wäre wirklich alles aus dem Leben gegriffen. Die ganze Geschichte und jedes Detail in ihr wirkt sehr authentisch, vom Normalen bis zum Besonderen, und auch die Chancen der Briefromanperspektive nutzt er sehr gut und bringt einen dazu sich als (Brief-)Leser auch etwas zu dem zu denken, was Charlie schreibt; man fühlt sich doch öfters wie in einen tatsächlichen Dialog versetzt – allerdings eher in einen Dialog zwischen dem eigenen jugendlichen Ich und Charlie, ein Dialog, den man noch resümieren kann. Es ist augenscheinlich kein spektakuläres Buch, dass Chbosky hier geschrieben hat. Das spektakuläre liegt aber eben in den Zwischentönen und der unglaublichen Erlebnisnähe, die einige von Charlies Geschichten für einen selber haben; manche Szene wirkt fast wie ein Sinnbild der eigenen Erfahrung. Es fällt mir schwer darüber hinaus meine Empfindungen zu dem Buch aufzuschreiben. Auch weil ich hoffe, dass noch viele Leute dieses Buch lesen, einfach weil es so "wichtig" ist, so echt und tiefenwirksam, als wäre es eine Jacke, die man anzieht und schon streift man wieder durch Teile seiner eigenen Jugend - viele Gefühle, ähnliche Situationen, Freunde, Geschichten, Legenden begegnen einem, zu denen man sofort die eigenen Pedanten parat hat. Und das baut wiederum eine Verbindung auf, ein leises Gefühl: Dass vielleicht alle Menschen irgendwo doch einander verstehen und spüren können und ähnliches begreifen - und sei es nur durch das, was uns alle irgendwann mal streift, bildet, umhaut: die nahste und stürmischste Zeit des Lebens. Man lese dieses Buch. Ich schwöre, in einigen Momenten ist man darin unendlich... Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen |
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Das also ist mein Leben: Roman von Stephen Chbosky (Taschenbuch - 26. September 2011)
EUR 12,99
Auf Lager. | ||