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am 5. Januar 2012
Es ist immer leicht und naheliegend, einem Bestseller aus dem Thriller-Genre, in dem rätselhafte Überfälle, brutale Morde und spektakuläre Explosionen geschildert werden, zu wenig Tiefgang vorzuwerfen. In diesem Fall liegt man daneben. Denn wer sich auf Harris' intelligenten und fesselnden Roman einlässt, findet genügend Stoff darin, der zum nachdenken (und fürchten) anregt.

'Angst' wurde mancherorts als Roman zur gegenwärtigen globalen Finanzkrise bezeichnet. In Wahrheit ist es viel mehr: zuerst nämlich ein Buch über das Wesen des Menschen. Harris zeigt - in verschiedenen Variationen - menschliches Verhalten im Angstzustand. Er zeigt die Überheblichkeit und Realitätsferne von Händlern auf dem Finanzmarkt. Er zeigt, was passiert, wenn hoch entwickelte Wissenschaft auf die Aussicht auf Geld - auf viel Geld! - trifft. Es ist auch ein Buch über die Unkontrollierbarkeit digitaler Daten: "Wohin wir Menschen auch gehen oder fahren, was wir kaufen, welche Website wir anklicken, wir hinterlassen eine digitale Spur wie eine Schnecke ihre Schleimspur. Und Computer können diese Daten lesen, durchsuchen, analysieren und schließlich auf verschiedene Arten verwerten, die wir uns heute noch nicht einmal ansatzweise vorstellen können", heißt es an einer Stelle. Robert Harris' Thriller ist die Utopie - oder Dystopie, das ist Ansichtssache - einer Welt, die von einer künstlichen Intelligenz in Form von gebündelten Daten regiert wird, von unsichtbaren, virtuellen Algorithmen.

Die Figuren sind psychologisch vielschichtig dargestellt und als Ensemble stimmig und glaubwürdig. Allen voran natürlich der 'Held' des Romans: der geniale Mathematiker und Einzelgänger Alex Hoffmann, der am Ende für die anderen Beteiligten als psychotisch und schizophren gilt. Ist jeder, der irgendwie nicht normal und durchschaubar erscheint, gleich irre? Auch darüber lässt Harris uns nachdenken. Nicht zuletzt die Charaktere und ihre Lebensläufe und Beziehungen machen den Roman so lesenswert.

Ratsam ist es übrigens, hin und wieder Wikipedia zurate zu ziehen. Was ein Hedgefonds ist, wird zwar in einem tollen Dialog im Buch erklärt. An einigen anderen Stellen aber kann man dem Fachjargon nicht ganz folgen - vielleicht ist das aber auch Harris' Absicht. Zumindest schadet es dem Lesegenuss nur wenig. Einen Stern Abzug gibt es allein für die sich manchmal zu sehr überschlagenden Ereignisse, die dem Leser kaum die Zeit geben, die er vielleicht braucht, um zu verstehen. Und für eine Prise zu viel Action, die Harris möglicherweise schon mit dem Gedanken an eine groß angelegte Verfilmung eingearbeitet hat.
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am 30. November 2011
'Am Anfang steht der Versuch, die Ursprünge des Universums zu ergründen, und am Ende hat man Ebay', sagt einer der Professoren, die am CERN in der Schweiz den Grundlagen des Universums auf der Spur ist.

Das allein macht zunächst noch keine Angst, gibt aber die inhaltliche Richtung und grundlegende Sorge des Romans vor, die Robert Harris an sich selber anhand seiner Beobachtungen des computergestützten Handels an der Börse feststellte und nun in einem hochintelligenten Thriller mit vielen Hintergrundinformationen zum Ablauf des modernen, algorhitmisch gestützten Börsenhandels als Buch verarbeitet. Entwickelt für ganz andere, forschende Ziele, werden selbst komplexe, kaum zu beherrschende oder zu verstehende Programme umgehend für rein egozentrische, pekuniäre Ziele eingesetzt. Mit teils dramatischen Folgen durchaus auch in der Realität und nicht nur in diesem Buch. Wie sich 2010 bereits im Rahmen der Wall Street schon zeigte.

Auch die Hauptfigur des Romans, Professor Alex Hoffmann, innerlich exzentrisch, öffentlichkeitsscheu, war am Cern und hat sich verbissen in die Entwicklung selbstlernender Algorhitmen. Mit seinen Ergebnissen gründete er vor 8 Jahren im Buch einen Hedgefonds, dessen Software umfassend das Internet nach Angstparametern absucht, den Börsenhandel daraufhin überprüft und eigenständig Trades vollzieht aufgrund der Berechnungen. Und dies äußerst erfolgreich mit 83 Prozent Rendite in den letzten Jahren.
Während Hoffmanns Partner Investoren einlädt, um den Hedgefonds finanziell zu erweitern, hat Hoffmann selbst plötzlich ganz andere Probleme. Zunächst erhält er ein Buch, eine Erstausgabe von Darwins Betrachtungen der Gemütsbewegungen beim Menschen mit einem Lesezeichen dort, wo "die Angst" dargestellt wird. Am gleichen Abend wir in seinem umfassend gesicherten Haus eingebrochen durch einen Mann, der dem Buch fast entsprungen scheint. Noch mehr merkwürdige Ereignisse geschehen und lassen Hoffmann selbst, aber auch seine Frau und sein Umfeld, an seinem Verstand zweifeln.

Zugleich beginnt im Handelsraum seiner Firma eine intensive, eigenständige Tätigkeit des Algorhitmus, die mehr und mehr zu einer Gefahr nicht nur für die Gelder des Fonds selber werden, sondern die gesamte Börsenwelt in Mitleidenschaft ziehen könnten.
Als Hoffmann dann noch feststellt, dass alle Räume der Firma, wie auch seine private Villa umfassend überwacht werden, versteht er ganz langsam, was wirklich hinter den verschiedenen Bedrohungen stehen könnte. Und das er tatsächlich das Ziel eines Komplotts ist, um den einzigen Mann aus dem Spiel zu ziehen, der die Technik vielleicht noch beherrschen könnte. Eine Überraschung aber wird sein, wer letztlich all die Fäden zieht, um vor allem Hoffmann auszuschalten.

Robert Harris versteht es sprachlich hervorragend, von Beginn an eine bedrängende Atmosphäre zu schaffen, ohne das allzuviel bereits passiert wäre. Zunächst auf der inneren Ebene seines Protagonisten vollzieht er hintergründig nach, wie ein Abgleiten in eine umfassende Angst vor sich geht, bevor er dann, diese persönliche Ebene immer im Blick haltend, die Bedrohungen über einzelne Personen heraus erweitert.

Das zudem Harris hervorragend recherchiert hat, die Welt der Hedgefonds, der Börse und, vor allem, des computergestützten Handels fundiert darstellt und gerade durch diese Realitätsnähe die immensen Gefahren dieser modernen Art, Finanzgeschäfte in Millisekunden zu tätigen fassbar in den Raum stellt, dies alles komponiert er mit großer Qualität zu einem intensiven Leseerlebnis auf vielen Ebenen zusammen.

Im Gegensatz zu manch andern Romanen des Autors (wie Vaterland), setzt Harris in 'Angst' kein Szenario 'knapp neben der Realität', sondern bildet nur im Rahmen eines hervorragenden Thrillers bestehende Realitäten ab, die durchaus 'Angst' hervorrufen sollten. Bedenkt man in Ruhe, wem und in welcher Form die Menschheit mittlerweile einen hohen Teil ihres wirtschaftlichen Wohlergehens anvertraut hat. Mit weitreichenden Folgen, wie man jeden Tag aufs Neue zu sehen bekommt.
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am 19. September 2014
Seitdem ich Ghost gelesen habe, bin ich ein rießiger Fan von Robbert Harris. Angst war mein zweites Buch von ihm und ich habe anschließend noch Vaterland, Aurora, Enigma, Pompeji und Intrige gelesen. Dieses Buch hat mir zusammen mit Ghost am besten gefallen und ist zu meinem Lieblingsbuch avanciert.
Zu mir muss ich sagen, dass ich mit drei Aspekten leicht zu knacken bin: Verschwörung, Gesellschaftskritik, Sprache. Für konvergieren diese drei Kriterien in diesem Buch hervorragend.
Ich muss eingestehen, dass ich weder ein mathematisches Genie bin, noch sonderlich viel Ahnung von der Finanzwelt habe. Daher wage ich es nicht zu beurteilen, inwiefern die dargestellten Sachverhalten realistisch oder unrealistisch sind. In der in sich geschlossenen Logik des Buches haben mich die Darstellungen jedoch völlig überzeugt.
Kein Buch habe in solch einer Schnelle verzehrt, wie dieses. Vor Spannung hat mir teilweise regelmrecht der Atem gefehlt, nachts habe ich bis in die frühen Morgenstunden gelesen.
Das Buch vermittelt unterschwellig eine Kritik am Finanzsystem und kombiniert diese mit gut gezeichneten Akteuren, einem interessanten Thema und (fiktiven?) wissenschaftlichen Fakten.

Zwei Kritikpunkte muss ich allerdings anführen: Erstens: das Ende ist nicht sonderlich gelungen. Zweitens: In der Konzeption sind Parallelen zu Dan Browns "Diabolus" zu erkennen.
Ich habe das Buch an einige Freunde weitergegeben. Einige fanden es sehr gut, manche haben es wieder weggelegt. Es scheint so, als würden die unterschiedlichen Rezensionen hier mehr oder weniger repräsentativ sein. Wie immer, hängt insbesondere hier daran, worauf der Leser steht.
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am 14. November 2011
Wie aus dem Nichts bricht die Welte des Dr. Alexander Hoffmann auseinander. Die Welt, die da auseinanderbricht, hat mit der Lebensrealität eines durchschnittlichen Menschen nichts gemein. Hoffmann ist ein genialer Physiker, der es nach brotlosen Jahren beim CERN in Genf mit einem revolutionären Algorithmus im Investmentgeschäft in kurzer Zeit zu einem Milliardenvermögen gebracht hat. Da kann er sich dann ohne nachzudenken eine mehrere Millionen teure Villa in Genf leisten und sich unter anderem der Sammlung von wertvollen Bücher-Erstausgaben widmen, wobei er pro Sammlerstück schon mal 50'000 Franken ausgibt. Hoffman ist verheiratet, ungewollt kinderlos, und seine Frau beginnt sich in der sterilen Gefühlskälte der Finanz- und Dplomatiemetropole Genf ihr eigenes wärmendes Universum zu erschaffen, indem sie sich als Künstlerin zu betätigen beginnt. Hoffmanns Partner in seinem Hedge Fonds, Hugo Quarry, ist ein eingebildeter südenglischer Kotzbrocken, der die wissenschaftliche Energie des von Natur aus bescheidenen Hoffmann intrigant zu kanalisieren weiss und bereit ist, auf dem Weg zum finanziellen Erfolg so ziemlich alles auf der Strecke zu lassen, Moral inbegriffen, nicht aber sein über die Massen exaltiertes Ego.

Der Untergang der Welt des Alexander Hoffmann beginnt harmlos, und doch wird dem Leser schnell klar, dass hier für den sympathischen Amerikaner mit der Introvertiertheit des genialen Naturwissenschafters der Weg in den Abgrund vorgezeichnet wird. Hoffmann geht diesen Weg wacker, denn die Zerstörung seines Lebens und seines Lebenswerks scheint perfid geplant und so versteht auch der geniale Physiker, durchaus vertraut mit allen erdenklichen komplexen Denkmodellen vorerst nicht die Formel, die hier für seinen Untergang entwickelt wurde. Verstört wie ein verletzter und blutender Stier nimmt er den Kampf auf und verteidigt seine Existenz. Doch genau so, wie Hoffmann irgendwo in den Weiten des Internets nicht wirklich nachvollziehbar sein Geld verdient, so ist auch sein imaginärer Gegner zunächst unsichtbar und irreal. Freund und Feind sind gleichermassen überall und nirgends - eine schöne Metapher auf die Verlorenheit des modernen Menschen.

Robert Harris hat einen unerwarteten Roman geschrieben. Derweil seine Leser ungeduldig auf den letzten Teil der Trilogie über das Leben des Cicero warten, überfällt er den Buchmarkt mit einer unheimlichen Parabel auf das sinnentleerte, entfremdete und ungebremste Gewinnstreben unsichtbarer Hedge Fonds-Mogule, die irgendwo in einer der Finanzkapitalen des globalen Dorfs kaltblütig und emotionslos im Minutentakt Millionen generieren. Wo alles in Geld aufgewogen wird und Gefühle ausschliesslich artifiziell sind und einzig der Durchsetzung von gewinnbringenden Strategien dienen, da gleicht der Mensch nur noch einem biologischen Organismus, der sich auf der Suche nach Geld durch ein feindliches Universum tastet und alles aus dem Weg räumt, was sich ihm entgegenstellt.

Harris zeigt uns ein apokalyptisches Bild des Innenlebens heutiger Menschen. Hoffmann und seine Frau scheinen eigentlich zu den "Guten" zu gehören. Trotzdem sind sie längst korrumpiert durch das schnelle Geld, das sich ohne Schweisstropfen am Bildschirm machen lässt. Und wir, die Leser sind, so lässt der Roman vermuten, längst selbst unterweg mit Dr. Alexander Hoffmann, blind für unser Schicksal, und lassen uns naiv vom Bösen schubsen, immer schön auf den geplanten Untergang zu. Nun sind das nicht unbedingt neue Einsichten, die Harris mit seinem Buch mitliefert. Insgesamt wirkt seine zivilisatorische Botschaft irgendwie altbekannt und dafür mache ich auch einen Punkt Abzug.

Trotz der Botschaft und der Stimmung, die der Roman mit sich trägt: hier handelt es sich um einen spannenden und äusserst unterhaltenden Roman mit glaubhaften Charakteren. Modern und kompromisslos sowie bildhaft in der Sprache ist "Angst" eine fesselnde Lektüre.
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Während es Harris bei seinen Vorläuferbestsellern '"Pompes'" und "Imperium'" in überzeugender Weise gelungen ist, kenntnisreiche Geschichtsdarstellung mit packender Thrillerdramaturgie zu verbinden, fällt 'Angst' dagegen ab.

Wer auf unterhaltsame und spannende Weise wissen will, wie Hedgefonds funktionieren sowie die Antriebskräfte durchgedrehter Hedegefondmanager verstehen möchte, der erfährt hier zwar einige interessante Details, doch ingesamt bleibt die Darstellung zu oberflächlich und ist der Plot zu konstruiert.

Dabei ist die Grundidee ausgezeichnet: Ein ehemaliger Physiker des Teilchenbeschleunigers Cern macht sich selbstständig und entwickelt einen selbstlernenden Algorithmus, der in der Lage ist, alle wesentlichen Informationen zur Bewertung von Aktien zusammenzufassen. Über ausgefeilte Subprogramme kann er Milliardentransaktionen in Millisekunden vornehmen und macht so seinen Erfinder reich. Doch irgendwann entgleitet diese geniale Schöpfung seinem Schöpfer (Goethes Zauberlehrling lässt grüßen ' und auch Frankenstein liegt nicht weit) und handelt als selbstständiger, nicht mehr kontrollierbarer Investmentbanker. Doch anders als bei Goethe oder Frankenstein, geben die Erzeuger schon bald den Versuch auf, ihre virtuelle Kreatur einzufangen, denn schließlich leistet sie wofür sie geschaffen ist: Sie generiert unablässig Profit. Und hier erweist sich das Endziel dieser Art der Wirtschaft: Der Mensch wird überflüssig: 'Das Unternehmen der Zukunft kennt keine Mitarbeiter.'

So muss die Bewertung denn auch zwiespältig ausfallen, spaltet sie doch die Leserschaft je nach Motiv: Wer kurzweilige, bisweilen auch spannende Unterhaltung zur Finanzkrise und zum entarteten Kapitalismus sucht, ist hier ordentlich bedient.
Wer allerdings Spannung verbunden mit fundierter und differenzierter Fachkenntnis erwartet und tiefgründige Reflexionen sucht, wird enttäuscht sein. Dennoch vier Punkte:
Mag die Darstellung teilweise auch zu konstruiert sein, erschließt sie doch in durchaus gelungener Weise einen Zugang zu einer Welt, die uns alle betrifft und über die wir alle dringend mehr wissen sollten - entscheidet sie doch über unsere Zukunft.

Fazit: Spannende Einblicke in die Welt von Hedgefondmanagern.

Prof.Dr. Olaf-Axel Burow Universität Kassel
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am 1. August 2012
Angst stand lange Zeit recht unbeachtet auf meinem Wunschzettel. Als ich diesen vor kurzem wieder durchforstet habe ist mir das Hörbuch allerdings wieder aufgefallen. Schnell geladen, begrüßt einen Schauspieler Hannes Jaenicke, dessen Stimme ich ehrlich gesagt nicht besonders mag. Was mich dann aber wirklich gestört hat, war der unglaublich übertriebene Versuch amerikanische Namen amerikanischer auszusprechen als ein Amerikaner. Stellt euch vor ihr habt 10 Kaugummis im Mund und versucht 'Alex Hoffmann' englisch auszusprechen und dabei müsst ihr euch unglaublich den Kiefer verrenken und seht aus wie eine wiederkäuende Kuh'ungefähr so stellt man sich Hannes Jaenicke vor dem Mikrofon vor als er 'Alex Hoffmann' das erste mal ausspricht. Da lief mir ein kalter Schauer über den Rücken und das hat mir das Hörbuch direkt ein wenig vermiest.

Danach allerdings geht das Hörbuch recht ordentlich weiter. Mal abgesehen von Jaenickes Versuchen alles zu amerikanisieren macht er das doch ganz gut, auch wenn ich seine Stimme immer noch nicht mag. Extrem unterstützend wirkt da sicher die wirklich fesselnde Story von Robert Harris der einen mit der erschreckenden Frage konfrontiert, was man tun würde wenn das komplette eigene Leben außer Kontrolle gerät.

Auch wenn sich das ganze im Aktiensektor abspielt verliert Robert Harris nie aus den Augen, dass ein Großteil seiner Leser/Zuhörer sicher keine Finanzmarktexperten sind und so versteht man trotz einiger Fachbegriffe doch recht gut um was es im Grunde geht.

Extrem spannend und erschreckend zugleich und eigentlich hätte dieses Hörbuch 5 Sterne verdient, hätte man es nicht von Hannes Jaenicke lesen lassen.

4/5 Sterne.
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am 14. Dezember 2011
Es gibt nicht viele Meister des intellektuell anspruchsvollen Thrillers auf dieser Welt, und Robert Harris verkörpert diese Spezies für mich nahezu beispielhaft. Sein neues Buch "Angst" hat mich deshalb enttäuscht. Es erreicht nicht die Qualität der (ersten) Cicero-Romane oder von "Ghost", obwohl ich es an einem Tag, in einem Zug durchgelesen habe. Sicherlich, die Spannung wird über viele Seiten weg gekonnt aufgebaut, aber dann folgt eine wenig überzeugende Konstruktion (nein, nein, welche verrate ich nicht), wie man sie schon von schwächeren Autoren kennt. Wenn sich dann am Ende finanztechnische Parallelen zu realen Entwicklungen als Pointe entpuppen, bleibt das nach Art eines Insiderwitzes für viele unverständlich.
Fazit: Harris schöpft hier seine Möglichkeiten nicht aus.
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am 28. November 2013
Habe das Buch heute fertig gelesen.
Guter Schreibstil, wie von Harris gewohnt, sehr guter Spannungsaufbau in der Geschichte, schwache Figuren, ganz schwaches Ende.
Es werden verschiedene unerklärliche Ereignisse aufgebaut, bei denen man schnell merkt, die stehen irgendwie in Zusammenhang. Das erzeugt Spannung.
Doch dann das Ende:
Es wird ein in meinen Augen mehr oder weniger offenes Ende geboten mit 2 verschiedenen angedeuteten Erklärungsmöglichkeiten (die ich aus Rücksicht für zukünftige Leser nicht benenne). Keiner der beiden Möglichkeiten wird näher ausgeführt und vor allem keines der vorher beschriebenen merkwürdigen Ereignisse tatsächlich aufgelöst. Das bleibt alles nur vage angedeutet und damit der Vorstellung des Lesers vorbehalten. Beide angedeuteten Lösungsmöglichkeiten erscheinen in dem beschriebenen Ausmaß völlig unrealistisch, und durch das Weglassen näherer Erklärungen wird auch die Möglichkeit vertan, das Ganze etwas zu plausibilisieren.
In sofern: Am Ende sehr unbefriedigend.

Nebenbei: Ein Buch zur Finanzkrise ist dieses Buch in keinem Fall. Die beschriebenen Szenen im Handelsraum und das Agieren der Personen ist mehr als vereinfacht dargestellt und dient dem Spannungsaufbau, und nicht einer echten Krisenbeschreibung.
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am 13. Dezember 2014
Robert Harris hat ein sehr aktuelles Buch geschrieben.

Ein Fondsmanager sitzt abends in Genf in seinem Haus und blättert durch ein Buch. Ein Buch das man ihm geschenkt und geschickt hat, mit Fotografien über die Emotionen der Menschen zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts.

Noch in derselben Nacht wird bei dem Fondsmanager eingebrochen, er wird sogar überfallen und verletzt......

Wer kann sich nicht an die Finanzkrise erinnern, die Banken und Staaten an den Abgrund gezogen hat. Darum geht es in diesem Buch. Denn Computerprogramme und Algorithmen waren mit ein Grund für die Börsencrash, die weltweit Turbulenzen ausgelöst haben.

In diesem Buch werden Angst, Algorithmen und künstliche Intelligenz zu einem giftigen Cocktail gemischt. Dadurch ist das Buch topaktuell, auch wenn die Banken- und Finanzkrise schon etwas her ist.

Schnell zu lesende Kapitel, Fachbegriffe werden anschaulich erklärt. Ich habe es in zwei Tagen gelesen. Sehr spannend.
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am 2. April 2013
Wenn man bei Themen wie künstlicher Intelligenz und Kapitalmärkten nicht ganz auf dem Schlauch steht wie einige Co-Kommentatoren, wird einen - abgesehen von der etwas naiven Überschätzung der Forschungsgeldvernichtungsmaschine CERN - dieses Buch absolut fesseln.
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