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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Grisham gewohnt gut!
Der Altmeister des "legal thrillers" geht ganz auf Nummer Sicher und setzt auf bewährte Erfolgsrezepte; zurück zu den Wurzeln lautet die Devise. Idealistische Jungjuristen, die in den Anwaltsfabriken der Wall Street mit regelmäßigen 20-Stunden-Tagen rasch ihrer Illusionen beraubt und zu allem Überfluss auch noch in kriminelle Machenschaften...
Veröffentlicht am 20. August 2009 von Spieler7

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Jura vs. Ethik und Moral
Wer beginnt an der Universität Jura zu studieren hat die Gerechtigkeit im Blick. Voller Ideale und guten Vorsätzen spricht man gerne von Gerechtigkeit. Vor Justitia sind alle Menschen gleich, ob arm oder reich, jung oder alt, egal welchen sozialen Stand oder Beruf man ausübt! Schaut man hinter die Bühne der Gerichte mit ihren Gesetzen und Regeln, so...
Veröffentlicht am 5. Oktober 2012 von Michael Sterzik


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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Grisham gewohnt gut!, 20. August 2009
Von 
Spieler7 - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Der Anwalt (Gebundene Ausgabe)
Der Altmeister des "legal thrillers" geht ganz auf Nummer Sicher und setzt auf bewährte Erfolgsrezepte; zurück zu den Wurzeln lautet die Devise. Idealistische Jungjuristen, die in den Anwaltsfabriken der Wall Street mit regelmäßigen 20-Stunden-Tagen rasch ihrer Illusionen beraubt und zu allem Überfluss auch noch in kriminelle Machenschaften verstrickt werden? Richtig, Grisham-Kennern fällt bei diesem Plot sofort "Die Firma" ein, einer seiner größten Hits.

Das mag nicht sonderlich originell klingen, aber es funktioniert auch diesmal wieder, da der Autor sein Handwerk beherrscht und solide, spannende Unterhaltung bietet. Allerdings hätte ich mir ein höheres Maß an Stringenz gewünscht; der Roman startet in flottem Tempo, im Mittelteil wird dann des Öfteren der Leerlauf eingelegt, bevor am Ende der Turbo zündet. Die Protagonisten könnten durchaus mehr Tiefgang vertragen, aber vielleicht lässt sich dieses Manko ja bei der sicher unvermeidlichen Verfilmung beheben...
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51 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannungsgeladen und intensiv, 10. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Der Anwalt (Gebundene Ausgabe)
Nachdem einige der letzten Grisham-Romane doch eher lahm und monoton waren und auch der immergleiche Ansatz der Kritik am US-Justizsystem nicht mehr überzeugen konnte und fast schon langweilig wirkte, machte ich mich durchaus kritisch und mit nicht unbedingt hohen Erwartungen an die Lektüre von "Der Anwalt".
Doch ich wurde schnell eines besseren belehrt: Der Roman erinnert - seine Intensität und Spannung betreffend - an Grishams frühere Justizthriller wie "Die Firma", "Das Urteil" oder "Der Partner" und liefert genau das, was mit dem Namen Grisham seit über zwei Jahrzehnten verbunden wird: Hochspannung und Nervenkitzel.

Die Geschichte dreht sich um den aufstrebenden Jursiten Kyle McAvoy. Dieser ist jung, sieht gut aus, hat brillante Prüfungsergebnisse und damit eine vielversprechende Zukunft vor sich. Doch es gibt ein Geheimnis in seiner Vergangenheit, das seine Karriere zu zerstören droht - und es gibt ein Video davon. Dies macht ihn erpressbar. Und lenkbar.
Kyle wird gezwungen, Partner der mächtigen Anwaltskanzlei Scully & Pershing zu werden, eigentlich ein Traumjob für einen Juristen.
Doch schnell spitzt sich die Situation zu - und Kyle findet sich wieder in einem Spiel auf Leben und Tod, in einem Geflecht aus Korruption und Manipulation - und ist mitten zwischen zwei Fronten gefangen: auf der einen Seite jene, die ihn erpressen und über sein Handeln bestimmen und auf der anderen Seite das FBI, das Kyle und die Kanzlei längst im Blick hat.

Nach und nach spinnt Grisham ein immer dichter, immer beklemmender werdendes Spannungsnetz und kreiert gekonnt eine spannungsgeladene Atmosphäre, die vor allem an "Die Firma" erinnert.
Natürlich ist auch "Der Anwalt" kein anspruchvolles literarisches Meisterwerk, das sollte man bei Grisham nicht erwarten, aber der Roman schafft es doch den Leser zu unterhalten und zu fesseln, und ist lange Zeit nicht vorhersehbar.
Und somit ist "Der Anwalt" ein durchaus gelungener, ein spannungsgeladener und intensiver Justizthriller, der in Ansätzen immer wieder zeigt, dass von John Grisham auch in Zukunft noch einiges erwartet werden darf.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannung bis zum Schluss, 23. November 2010
Rezension bezieht sich auf: Der Anwalt (Audio CD)
Ein idealistischer Jungjurist trägt eine alte Schuld aus Collegetagen mit sich, die noch nicht gesühnt ist. Eines Tages taucht, wie aus dem Nichts ein geheimnisvoller Fremder auf, der zunächst vorgibt FBI-Agent zu sein, und erpresst Kyle genau mit dieser alten Schuld. Kyle soll Mitglied einer bestimmten Anwaltskanzlei werden und Geheimnisverrat begehen. Kyle lässt sich erpressen und verstrickt sich immer mehr in gefährliche Machenschaften von Verbrechern, Agenten, Industriespionen und Wirtschaftskriminellen. Seine Schuld wird immer größer und auch seine Angst wird immer größer, denn seine Erpresser schrecken auch vor Mord nicht zurück.

Grisham gelingt es, von Anfang an Spannung zu erzeugen und der Roman hält den Spannungsbogen bis zum Schluss. Die Personen und die Handlung wirken glaubhaft, niemals überzogen oder trivial. Es gibt ganz wenige Logikbrüche in der Geschichte (Wer hat eigentlich das ominöse Video aufgenommen?). Aber diese Logikbrüche schaden nicht der Glaubwürdigkeit der story, weil es eben auch in der Realität Logikbrüche oder Unerklärlichkeiten gibt. Mir hat vor allem die Beschreibung von Kyle sehr gut gefallen. Nachdem er sich ganz zu Beginn auf die Erpressung eingelassen hat und noch glaubte heil davon zu kommen, wächst der psychologische Druck auf ihn unaufhörlich und der Leser kann diesen wachsenden Druck spüren. Der Schluss des Buches kommt in der Tat dann etwas zu plötzlich, fast wie ein Befreiungsschlag und ich hätte mir gewünscht Grisham hätte mehr Lust gehabt das Buch am Ende noch etwas besser und länger auszugestalten. Auch ist es schade, dass es keinen Epilog gibt, in dem der Autor erzählt wie es langfristig mit weiteren wichtigen Personen des Romans weitergegangen ist. Trotzdem bleibt für mich: beste Krimiunterhaltung.

Das Audiobook umfasst 6 CDs von ca. 8 Stunden Spieldauer. Charles Brauer spricht perfekt und erzeugt mit seiner schnörkellosen Stimme zusätzliche Spannung. Die CDs sind in einer üblichen Hartplastik Box sicher untergebracht.
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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tolles Vorspiel - unbefriedigender Höhepunkt, 19. August 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Anwalt (Gebundene Ausgabe)
Nach einigen eher schwächeren Romanen zeigt John Grisham mit "Der Anwalt" wieder, was er tatsächlich drauf hat - nämlich überaus spannende und mit viel Insiderwissen gespickte Justizthriller.

In seinem neusten Thriller beschreibt Grisham, wie ein junger, angehender Anwalt Namens Kyle McAvoy von seiner Vergangenheit eingeholt wird und in einen wahren Alptraum reingerät.
Kyle McAvoy steht unmittelbar vor dem Ende seines Jurastudiums an der renommierten Fakultät Yale. Aufgrund seiner Qualitäten liegen ihm bereits mehrere lukrative Angebote von diversen Großkanzleien vor, doch in seiner idealistischen Einstellung will er zunächst seine Fähigkeiten im sozialen Bereich zur Verfügung stellen. Doch es kommt alles ganz anders, als unvermittelt Männer, die sich als FBI-Agenten identifizieren, ihm die Existenz eines Videos beweisen, auf dem vor ca. 5 Jahren eine Mitkomilitonin anscheinend vergewaltigt wird und das belegt, das Kyle dieser Vergewaltigung zumindest beigewohnt hat. Sie verlangen von Kyle, dass er sich von der größten Kanzlei des Landes "Scully & Pershing" anstellen lässt mit dem Ziel, Informationen über ein anhängiges Verfahren zweier Rüstungsgesellschaften zu besorgen, bei dem Scully & Pershing die eine Seite vetritt.
Schnell stellt sich aber für Kyle heraus, dass zum einen die vermeintlichen Erpresser gar nicht vom FBI sind und sie es zweitens überaus ernst meinen und Kyles Leben bedrohen, sollte er nicht mitspielen. Mit Hilfe seines Freundes Joey versucht nun Kyle aus diesem Teufelskreislauf einen Ausweg zu finden. Aber seine Gegner sind mächtig, wissen über jeden seiner Schritte bescheid und scheuen sich nicht, über Leichen zu gehen.

"Der Anwalt" erinnert in seiner Handlung, aber auch in seinem Schreibstil sehr stark an seinen Blockbuster "Die Firma". In beiden Romanen gerät ein unbedarfter, idealistischer Junganwalt in die Fänge höchst krimineller Kreise und versucht sich aus dieser gefährlichen Situation zu befreien. In beiden Romanen überzeugt Grisham durch seinen fesselnden und stringenten Schreibstil und durch sein umfangreiches Insiderwissen über das Geschäftsgebaren und die Arbeitsweise in amerikanischen Großkanzleien. Und genau dieser Mix machen seinen guten Romane zu dem, was sie sind: nämlich allerbeste Spannungsunterhaltung mit interessant skizzierten Personen und einem fesselnden Plot. "Der Anwalt" lässt sich locker und flockig runterlesen, baut von der ersten Seite an Spannung auf und steigert diese kontinuierlich bis zum Ende.

Allerdings zeigt "Der Anwalt" genau dort seine Schwächen, wo es auf dieses Ende zugeht. Drastisch formuliert ist der Roman ein exzellentes Vorspiel, bei dem der Höhepunkt vollkommen enttäuscht. Das Ende des Romans ist nämlich aus meiner Sicht sehr plötzlich und hinterlässt viele offene Fragen und einige offene Handlungsstränge. Grisham klärt weder das Motiv der Erpresser, noch deren Herkunft, noch wie es mit den Begleitern und Helfern sowie der Freundin und Arbeitskollegin Kyle McAvoys - für die im Roman sehr viel Zeit verwendet wird - weitergeht. Und für mich machen all diese offenen Punkte den ansonsten so gelungenen und fesselnden Thriller unvollständig und hinterlassen ein unbefriedigendes und enttäuschtes Gefühl.

So schwankte ich zwischen 3 und 4 Sternen, wobei ich einfach zugunsten der exzellenten Unterhaltung zum Höhepunkt hin entschieden habe und auch die Tatsache berücksichtige, dass "Der Anwalt" endlich mal wieder ein Highlight aus Grishams Feder ist.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Grisham der alten Schule, 31. Dezember 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Anwalt (Gebundene Ausgabe)
Nachdem man nun einige Jahre Bücher von Grisham gelesen hat, welche zwar sehr komplex, aber leider bei weitem nicht so spannend waren, wie die ersten Werke, ist dieses Buch hier wieder mehr wie "Die Firma". Sehr spannend! Am Ende ist es so, daß man absolut nicht mit Kyle McAvoy tauschen möchte und das obwohl er viel Geld verdient hat und wahrscheinlich noch verdienen wird. Tatsache ist es, daß man am Ende des Buches, zum ersten Mal bei einem Grisham-Buch, auf eine Fortsetzung hofft. Waren bisher alle Geschichten mehr oder weniger abgeschlossen, so hat ich ich hier das Gefühl, daß dieses Buch erst der Beginn war. Möglicherweise folgt noch etwas viel Größeres und Spannenderes. Ich, hoffe auf eine Fortsetzung...
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Jura vs. Ethik und Moral, 5. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Anwalt (Taschenbuch)
Wer beginnt an der Universität Jura zu studieren hat die Gerechtigkeit im Blick. Voller Ideale und guten Vorsätzen spricht man gerne von Gerechtigkeit. Vor Justitia sind alle Menschen gleich, ob arm oder reich, jung oder alt, egal welchen sozialen Stand oder Beruf man ausübt! Schaut man hinter die Bühne der Gerichte mit ihren Gesetzen und Regeln, so sieht man eine ganz andere Welt in der nichts nur „Gut“ oder „Böse“ zu sein scheint, es gibt viele Abstufungen, Ausnahmen und Interpretationen von Recht und Gerechtigkeit, sei es nun für die Opfer wie auch für die Täter!?

Als junger Student an der Universität wird man intellektuell aufs höchste gefordert, die Anforderungen sind brutal und die Quote der Jurastudenten die schon im Studium oder Examen scheitern sind weit über jeglichen Durchschnitt. Wer das Glück oder Unglück hat in einer Kanzlei zu arbeiten, wird ausgenutzt, unter Druck gesetzt und nicht selten ist ein Arbeitstag 14 oder mehr Stunden lang.

Der Preis für Erfolg kann manchmal ein Pakt mit dem Teufel sein, und viele Studenten schlagen hart auf den Boden der Tatsachen auf, wenn sie merken das Gesetze durchaus interpretierbar sind. Ethik und Moral präsentieren sich dann zum Schlussverkauf.

John Grisham schildert in seinen neuesten Roman „Der Anwalt“ erschienen im Heyne Verlag (Hardcover) die Rechtswissenschaftliche Knochenmühle, die Arbeitsbedingungen und Anforderungen in einer amerikanischen Kanzlei in der, der junge Anwalt Kyle McAvoy an seine Grenzen getrieben wird.

Inhalt

Kyle McAvoy, erfolgreicher und vielversprechender Jurastudent hat eigentlich eine brillante Karriere vor sich. Schon jetzt kurz vor seinem Studienabschluss hat er mehrere Angebote hoch renommierter und bekannter Kanzleien bekommen die für ihn Prestige und Geld und Absicherung bedeuten und damit eine Zukunft garantieren können die vielversprechend ist.

Doch als er unerwarteten Besuch von einem FBI Agenten bekommt, der ihn mit seinen „Jugendsünden“ vor fünf Jahren konfrontiert, bekommt Kyles Traumgebilde tiefe Risse. Vor ca. fünf Jahren wurde gegen Ihn und drei seiner Studentischen Freunde wegen einer angeblichen Vergewaltigung ermittelt. Es kam aber nicht zur Anklage und die Geschichte geriet in Vergessenheit, so hat Kyle diese Nacht geistig total verdrängt. Doch der ermittelnde Beamte zeigt Kyle ein belastendes Video der Nacht, was zwar viel Raum für etwaige Interpretationen lässt, dennoch aber so viel Schmutz aufwirbeln könnte, dass an eine juristische Karriere nicht mehr zu denken wäre.

In eine Ecke ohne Ausweg gedrängt offenbart sich der mutmaßliche Erpresser nicht als FBI Agent, sondern als ein skrupelloser Verbrecher dessen Ziel es ist, Kyle in einer der wichtigsten und einflussreichsten Kanzleien als Spion einzusetzen, um dort einen Prozess zwischen zwei Rüstungskontrahenten zu beobachten und natürlich um wichtige Dokumente auszuspionieren und an ihm weiterzuleiten.

Im Grunde hat Kyle keine Chance die ihm als Alternative verbleibt. Lässt er sich nicht erpressen, wird das Video veröffentlicht und er kann sich von seiner vielversprechenden juristischen Karriere verabschieden, lässt er sich ein Dokumente und Informationen weiterzuleiten die als streng geheim und sowieso als vertraulich gelten, so verstößt er gegen alle ausgesprochenen und unausgesprochenen ethischen und moralischen Grundsätzen und Idealen an die bisher geglaubt hat.

Unter Protest und mit noch viel mehr schlechten Gefühl akzeptiert er die Forderungen des Erpressers. Als er in der Kanzlei „Scully & Pershing“ zusammen mit anderen Elite-Studenten eintritt, verändert sich seine einst so beschauliche Welt in ein wahre Spionage Geschichte. Kyles Wohnung wird verwanzt, sein Auto mit einem GPS-Sender versehen und sein Telefon, sowie seine Mails werden kontrolliert. Und immer sind es zwei oder mehr mysteriöse Männer die ihn egal wo er sich befindet observieren.

Sein neuer Job fordert ihn und seine Freunde täglich aufs Neue. Jeder Mitarbeiter möchte sich möglichst schnell bei den Partnern profilieren um die Karriereleiter behände empor zu klettern, sie nehmen natürlich ihre Ausbeutung in Kauf und geben sich damit in den brutalen Mühlen einer modernen Kanzlei in der Rücksichtslos nicht das Gesetz und das Recht vertreten wird, sondern es nur um Macht, Ansehen und vor allem Geld geht. Kyle arbeitet sich gut in der Kanzlei ein und je näher er den Prozess kommt, desto mehr erhöht sich der Druck der Erpresser, sowie sein eigenes Schuldbewusstsein.

Wird Kyle einen Ausweg finden, ohne dass seine Freunde die ebenfalls mit der eventuellen Veröffentlichung alles verlieren können, gefährdet werden?! Die Eskalation wird drastischer, erst Recht als einer seiner Freunde ermordet wird....

Kritik

John Grisham, der Autor des Romans „Der Anwalt“ ist selbst ein erfolgreicher Anwalt gewesen, bevor er sich ganz dem Schreiben verpflichtete. Das der Autor weiß wovon er schreibt, fällt dem Leser sofort in den ersten Kapiteln auf.

Voller Ideale und Ideen begeben sich die jungen Studenten auf der Suche nach einer glorreichen und möglichsten vielversprechenden Anstellung in die Ausbeutung bekannter und mächtiger Kanzleien. Dort verlieren die Anwälte sozusagen ihre „Unschuld“ und lernen Streß und Egoismus kennen der nur das Ziel hat die Partner der Kanzlei mächtiger und reicher zu machen.

Anschaulich und sehr realistisch beschreibt der Autor die unmenschliche Erwartungshaltung deren sich ein Junganwalt stellen muss. Das es hier „Opfer“ gibt unter den Studenten, dass hier Stress und Schlafmangel im Vordergrund stehen, verschweigt der Autor keinesfalls. Als Leser hat man den Eindruck, dass der Autor mit allen Vorurteilen und Halbwahrheiten hier aufräumen möchte, und das gelingt ihm wirklich recht anschaulich, also von wegen „Justitia“ ist blind!

Nur ein kleiner Bruchteil der ehemaligen Studenten wird vielleicht Jahre später in die Elite der „Partner“ aufgenommen, ein größerer Anteil wird dem Druck nicht standhalten können und wird sich beruflich umorientieren, oder seinen Idealen hinterher jagen.
„Der Anwalt“ beginnt absolut spannend und packend. In den ersten Kapiteln wird Kyles Erpressung geschildert und ein Teil seiner Vergangenheit aufgerollt, so dass der Leser einen wirklich guten Einstieg bekommt. Danach ebbt die Handlung deutlich ab. Ein Spannungsbogen entsteht überhaupt nicht, zwar wird Kyle unter Druck gesetzt, aber nicht so immens das die Handlung dramatisch wird.

Kyle versucht verzweifelt seinen Hals aus der Schlinge zu ziehen, sucht Hilfe bei einem Freund der ebenfalls wie er, in der besagten Nacht ein mutmaßlicher Täter gewesen sein könnte, doch wirklich erfolgreich sind sie dabei nicht das Problem zu ihren Gunsten zu lösen. Von Seite zu Seite, von Kapitel zu Kapitel zieht sich die Story weiter fort, und man hofft, dass sich die Handlung langsam entfaltet und endlich mal Spannung erfolgt. Man wartet vergeblich!

Einzig und allein die Schilderungen des täglichen Ablaufes in einer Kanzlei mit all ihren Anforderung, ihren Fallen und unmenschlichen Bedingungen sind interessant dargestellt. Hier hat sich John Grisham ein wenig verrannt und ist meilenweit vom eigentlichen Weg abgedriftet.

Außer Kyle zeigt kein Protagonist wirklich „Profil“, weder in der Vergangenheit oder in der tatsächlichen Gegenwart. Die Anzahl der Protagonisten bleibt überschaubar, die Handlung wird zumeist aus der Perspektive von Kyle geschildert was der Abwechslung offensichtlich nicht wirklich gut tut. Mit jedem Kapitel häufen sich die Fragen immer mehr, so das man gegen Ende quasi auf einen wirklichen Berg steht, allerdings völlig alleine, denn die Fragen werden keinesfalls beantwortet.

Der „Showdown“ ist mehr wie enttäuschend, von einigen Charakteren liest man nichts mehr, sie verschwinden einfach, und dabei waren sie nicht wirklich unwichtig. Auch Kyls Spionage-Job bleibt im Hintergrund, sicherlich seine Wut und seine Hilflosigkeit treiben immer mal wieder an die Oberfläche, aber worum es wirklich um diesen Prozess geht bleibt unvollständig.

Fazit

„Der Anwalt“ von John Grisham ist nur bedingt zu empfehlen. Wer hinter die Kulissen einer mächtigen Kanzlei blicken möchte und sich über die Arbeitsbedingungen Aufschluss verschaffen möchte, für den wird der vorliegende Roman mit Sicherheit von großem Interesse sein. Wer allerdings eine abwechslungsreiche und spannend erzählte Story erwartet, wird hier bitter enttäuscht.

John Grisham Stil ist hier unverkennbar. Er ist noch immer ein wirklich guter Autor, aber dieser Roman ist inhaltlich interpretiert der schwächste. Selten habe ich ein Ende erlebt das so viele Fragen einfach offen lässt. Selbst wenn man annimmt das es eine Fortsetzung geben könnte, so wüsste ich nicht wo und vor allem wie der Autor diese Geschichte zu Ende erzählen möchte?!

Michael Sterzik
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Der Anwalt, 3. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Anwalt: Roman (Kindle Edition)
Das ist doch unerhört, was sich der Autor mit seinen Lesern erlaubt. Zuerst 446 Seiten mittelmäßige Spannung mit an den Haaren herbeigezogenen Gedanken versehen und dann ganz plötzlich ohne jegliches Ende, das kann's doch wohl nicht sein!! Der Wert des Buches entspricht in etwa knapp dem des unbedruckten Papiers.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen ...dünnes Brett, in meinen Augen total daneben!, 10. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Anwalt (Taschenbuch)
Da habe ich wirklich schon Besseres von Grisham gelesen. Eine dünne, wenig glaubwürdige Geschichte endlos ausgewalzt, ohne wirkliche Höhepunkte und ohne Abschluss. Man glaubt im letzten Drittel, das "es" jetzt wohl gleich los geht, aber nichts passiert. Dabei wäre gerade da noch reichlich Potenzial für Spannung gewesen. Daneben hat der Autor offensichtlich wenig recherchiert, wie es in der US Luft- und Raumfahrtindustrie zugeht. Die Darstellung wirkt einfach unbeholfen, naiv und wirklichkeitsfremd. Das Buch könnte eine Einleitung zu einer noch ungeschriebenen Geschichte sein, aber dazu hätten 100 Seite ausgereicht. Ich streiche Grisham mal von meiner Favoritenliste und gebe gerade mal 2 Sterne.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Grisham is back, 29. Oktober 2009
Von 
ChristianePetra - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Der Anwalt (Gebundene Ausgabe)
In Grisham's neuen Roman geht es um den jungen Yale Absolventen Kyle McAvoy der aufgrund einer früheren Dummheit erpresst werden soll, in einem der größten Kanzleien der Welt anzufangen um dort geheime Dokumente zu beschaffen. Zunächst weigert er sich seine Standesehre zu verletzten, aber seine Erpresser machen ihm in aller Deutlichkeit verständlich wie wichtig Ihnen die Dokumente sind. Wird der junge Anwalt eine Möglichkeit finden beiden Seiten gerecht zu werden

Grisham is back. So oder so ähnlich wird der Leser nach diesem Roman von Grisham denken. Die zuletzt eher mittelmäßigen Kritiken endeten schon mit seinem Vorgängerwerk Die Berufung" bescheinigte die Leserschaft, die Kritiker und auch die Presse Grisham doch wieder zu alter Form zurückgefunden zu haben".
Dem Vorschuss an Lorbeeren gerecht zu werden ist ihm mit diesem Werk eindeutig gelungen.
Spannend bis zur letzten Seite manövriert Grisham den Leser durch die Untiefen der Story. Zeitweise kommt sich der Leser wie ein Blinder in einem dunklen Raum vor, was durchaus mal eine andere Erfahrung sein mag, aber eigentlich nur ausdrücken soll das nichts aber auch rein gar nichts vorhersehbar ist.
Der Bezug zum Buchtitel ist dabei mehr als eindeutig, geht es um den jungen Anwalt, sein Leben, seine Vorgeschichte, seinen Alltag. Der Leser wird nach der Lektüre wissen wie man Jura studiert, wo am besten , was man den ganzen Tag als Anwalt macht, wie die ungeschriebenen und die geschriebenen Gesetze der Anwaltschaft lauten ja schlichtweg alles einfach. Das Grisham selber studierter Jurist ist, nein das können die Leser nur für einen dummen Zufall halten.
Sollte der Leser jetzt aber eine dröge Story mit jeder Menge langweilen Passagen denken irrt er sich gewaltig. Dadurch das der Story ein zusätzlicher Reiz beigefügt" wurde, entwickelt sich das ganze zu einem packendem Thriller, der einem bei soviel Realität schon mal einen leichten Schauer über den Rücken jagen kann.
Die Charaktere sind bis auf wenige Ausnahmen eigentlich nur Randfiguren, über die Einen erfährt man nur das Übliche wie Aussehen und Rang , bei Anderen vielleicht ein wenig mehr wie noch Vorlieben und persönliche Motivationen.
Im großen und ganzen gesehen ist es von den Charakteren ausgehend eine 2 Man Show. Kyle McAvoy der junge Anwalt , die Hauptfigur und Bennie Wright, der Erpresser . David gegen Goliath, Katz und Maus.
Die beiden Charakter entwickeln sich in völlig unterschiedliche Richtungen und zeigen einige Facetten ihres Charakters, die den Leser wiederum sehr überraschen mögen.
Einen dicken Kritikpunkt muss das Werk sich bei aller Brillanz, die es durchaus hat gefallen lassen. Das Ende. Abrupt und plötzlich, völlig realitätsfremd endet es im Nirgendwo, was dem begeisterten Leser durchaus schon mal zu einem leisen Fluch verleiten kann.
Irgendwie drängt sich dem Leser für einen kurzen Moment der Gedanke auf das Grisham da keine Lust mehr hatte weiter zu schreiben und einfach fertig werden wollte, aber dieses offene Ende -wie es oft bezeichnet wird- könnte auch dazu dienen dem ersten Nachfolger eines Bandes von Grisham noch Luft zu lassen, was den Leser dann natürlich umso mehr entschädigen würde.

Fazit: Ein packender Thriller der gut geschrieben, nie langweilig aber ein nicht akzeptables Ende hat und deswegen 4 von 5 Sternen oder 90 von 100 Prozent von mir bekommt.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hallo Spannung wo bist du?, 17. September 2009
Von 
Joko - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Anwalt (Gebundene Ausgabe)
Nachdem auch mich der letzte Grisham "Die Berufung " enttäuschte,machten mich die zu Anfang positiven Rezensionen neugierig.Ich kann allerdings nicht sagen, dass mich dieses Buch an die alten Grisham Bücher erinnert, jedenfalls nicht, was den Spannungsbogen angeht.

Der Roman läßt sich zu Anfang spannend an. Junger Jurastudent wird mit Geschehnissen seiner Vergangenheit erpresst und soll als Spion in einer der größten Anwaltskanzleien der Welt, Insiderwissen eines spektakulären Falles mit militärischer Brisanz an seinen Erpresser weiterliefern.

Mit diesem Plot hätte man meiner Meinung nach einen superspannenden Thriller schreiben können, der den Leser durch die Seiten hecheln läßt. Herr Grisham hat sich aber lieber über den Alltag eines Junganwaltes in einer Riesenkanzlei ausgelassen. Das schwere Leben, das Anfänger in diesem Bereich haben mit ellenlangen Aktenstudien und der Abrechnungspraxis dieser Kanzleien. Zwischendurch versucht er immer ein bisschen Spannung aufkommen zu lassen, in dem der Protagonist Kyle versucht, seine Erpresser auszutrixen.Diese "Spannungsversuche" konnten mich aber leider nicht vom Hocker reißen.

Ich gebe dem Rezensenten Andreas recht, wartet auf die TB Ausgabe. Das Buch ist zwar leicht und locker zu lesen, ragt aber nicht aus dem riesen Berg der Thriller heraus und kann meiner Meinung nach nicht an die ersten Bücher seiner Laufbahn als Thrillerautor anknüpfen.
Für angehende Juristen ist dieses Buch vielleicht intessant, da über die Praxis großer Anwaltskanzleien viel berichtet wird. Mich würde diese Praxis allerdings abschrecken diesen Beruf zu ergreifen.
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Der Anwalt
Der Anwalt von John Grisham (Gebundene Ausgabe - 10. August 2009)
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