Kundenrezensionen


195 Rezensionen
5 Sterne:
 (36)
4 Sterne:
 (28)
3 Sterne:
 (28)
2 Sterne:
 (40)
1 Sterne:
 (63)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


128 von 143 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ungewöhnliche Liebe fernab vom Mainstream
Zur allererst muss ich mal etwas loswerden: Ich bin froh, das Buch gekauft und gelesen zu haben, trotz der schlechten Bewertungen, die mir hier und anderswo widerfahren sind. Ich hätte sonst womöglich eine wirklich tolle und spannende Geschichte verpasst. Denn genau das ist "Morgenrot" für mich. Eine untypische Liebesgeschichte, keine stereotypischen...
Veröffentlicht am 13. November 2008 von Sari

versus
9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Mein Verstand weigerte sich!
Klappentext:

Als die junge Studentin Lea in der Villa ihres Professors auf Adam trifft, ist sie vom ersten Augenblick an gebannt. Adam ist unwirklich schön, schweigsam – und er hat ein tödliches Geheimnis: Er ist von einem Dämon besessen, der ihn dazu zwingt, Lea auf die dunkle Seite zu ziehen. Doch mit aller Macht kämpft er dagegen...
Veröffentlicht am 1. Oktober 2012 von Bianca


‹ Zurück | 1 220 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

128 von 143 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ungewöhnliche Liebe fernab vom Mainstream, 13. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Morgenrot: Roman (Gebundene Ausgabe)
Zur allererst muss ich mal etwas loswerden: Ich bin froh, das Buch gekauft und gelesen zu haben, trotz der schlechten Bewertungen, die mir hier und anderswo widerfahren sind. Ich hätte sonst womöglich eine wirklich tolle und spannende Geschichte verpasst. Denn genau das ist "Morgenrot" für mich. Eine untypische Liebesgeschichte, keine stereotypischen Protagonisten, eine ungewöhnliche Handlung, ein skurriler Schreibstil der Autorin und eine Handlung, die mich auch über 480 Seiten hinweg unterhalten konnte...

Das Cover ist wirklich toll gemacht, aber wie der Klapptext führt dies leider zu einigen Missverständnissen und Fehlkäufen beim Leser. Denn es handelt sich nicht um die Vampirgeschichte, die man eigentlich erwartet. Adam ist kein Vampir, sondern ein unsterblicher Mensch, der sich sein Inneres mit einem Dämon teilen muss und deswegen einige Privilegien geniest, hingegen aber auch, was sein Seelenheil betrifft, Abstriche machen muss. Er trinkt Blut, ist unsterblich und wunderschön. Eigentlich kennzeichnend für einen Vampir; trotzdem ist er keiner. Und da kann man jetzt auch der Autorin keinen Vorwurf machen, wenn der Verlag etwas anderes suggerieren will, mit einem Spruch a la "Kann man einen Vampir lieben?" Denn was Adam und einen Vampir unterscheiden, wird schnell klar, wenn man die ersten 100 Seiten liest. Es geht hier nicht um Bluttrinken, sondern dem ständigen Wünschen des Dämons nachzukommen. Im Fall von Adam und Lea geht es darum, dass sein Dämon auch gern in ihren Körper ansässig werden will. Und ein Großteil des Buches setzt sich mit diesem ständigen Konflikt auseinander. Erschwerend kommt hinzu, dass Lea sich Hals über Kopf in ihn verliebt.
Ganz ehrlich, ich kann verstehen, wenn einem das Buch nicht gefällt. Es gibt wirklich viele Rezensenten hier, die mit der Erwartung daran gehen, in "Morgenrot" eine zweite Twilight-Reihe zu finden. Und dabei werden viele natürlich enttäuscht. Denn es ist doch was ganz anderes. Eine Liebesgeschichte ist es zwar, aber stellenweise keine schöne. Während sie rumschmachtet, schaltet er auf gleichgültig und unnahbar, kann aber doch irgendwie nicht von ihr lassen und hängt ständig bei ihr rum, was sie natürlich verletzt, weil es stellenweise sehr einseitig herüberkommt. Manchmal bricht es dann aber doch aus ihm heraus und plötzlich wird es wieder richtig prickelnd, um sich im nächsten Absatz wieder eiskalt zu präsentieren. Und bis dann mal wirklich was passiert (und ich rede hier nicht von Intimitäten), vergehen mal locker 300 Seiten, die schon die einen oder anderen Längen aufzeigen. Im Mittelteil dümpelt das ganze dann auch vor sich hin und man fragt sich als Leser dann schon mal, wo das ganze noch hinführt. Irgendwann hat Heitmann aber wieder die Kurve bekommen und das Ende fand ich wieder sehr gelungen. Spannend und wenn einem das der Klapptext nicht schon verraten hätte, eine Fortsetzung versprechend.
Positiv anzumerken ist für mich noch der Schreibstil. Viele fanden den ja etwas bizarr und ausschmückend, aber gerade dieser ausfallende Stil mit den vielen umschreibenden Adjektiven und dem wenigen Sprechanteil sollte dem Leser alles veranschaulichen, Leas Gedanken- und Gefühlswelt. Mich hat es angesprochen. Mitunter war es nämlich nicht nur einleuchtender, sondern auch erheiternd.

Obwohl gerade der ausführliche Schreibstil Licht ins Dunkel gebracht hat, sind doch viele, ganz alltäglich Dinge im Dunkeln geblieben. Wie alt ist die Protagonistin? Wo lebt sie und wo war sie im Ausland? Hatte sie schon mal einen Freund? So etwas fragt man sich zwangsläufig doch, oder bin ich da die einzige? Für das nächste Buch wünsche ich mir auch etwas mehr Auskünfte bezüglich der Dämonensache, denn da blieb ja vieles obskur.

Zusammenfassend gebe ich dem Buch 4 Sterne. Das soll aber von mir keine Garantie sein, dass "Morgenrot" auch jedem gefallen wird. Wie gesagt, ich kann auch Leute verstehen, die es sterbenslangweilig fanden. Für mich ist dieses Werk für die breite Masse ungeeignet, da zu speziell. Und Vergleiche mit irgendwelchen anderen Besteller-Vampir-Reihen finde ich auch doof, aber da ist der Verlag selbst Schuld, wenn die damit anfangen. Alle, die sich nicht abgeschreckt fühlen, können es ja mal mit Tanja Heitmanns Debüt versuchen :)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Mein Verstand weigerte sich!, 1. Oktober 2012
Von 
Bianca (Lohmar, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Morgenrot: Roman (Taschenbuch)
Klappentext:

Als die junge Studentin Lea in der Villa ihres Professors auf Adam trifft, ist sie vom ersten Augenblick an gebannt. Adam ist unwirklich schön, schweigsam – und er hat ein tödliches Geheimnis: Er ist von einem Dämon besessen, der ihn dazu zwingt, Lea auf die dunkle Seite zu ziehen. Doch mit aller Macht kämpft er dagegen an. Denn er liebt Lea. Eine Liebe, in der ein einziger Kuss alles verändern kann.

Bewertung:

Ich war tapfer, wirklich tapfer, aber jetzt, auf Seite 361, kann ich nicht mehr. Ich kann keine einzige Seite dieses Buches mehr ertragen. Ich breche wirklich selten Bücher ab, alleine schon aus Respekt für den Autor und der wohl weitverbreitete Hoffnung der Leser, ein Buch werde doch wenigstens ein spannendes Ende finden. Ich muss aufgeben, denn mein Verstand weigert sich, noch mehr hohle Phrasen, belanglose Dialoge und eine Geschichte, die an Langeweile kaum zu unterbieten ist, in sich aufzunehmen.

Ebenso ergeht es mir mit den Charakteren: Ich kann mit ihnen nichts anfangen, weil ich sie noch nicht einmal richtig fassen kann. Lea, die Bella an Naivität weit übertrifft, zudem nur dummes Zeug von sich gibt, nervt mich nur noch. Adam, der Mann mit dem Dämon im Körper – warum kann man das ganze nicht einfach Vampir nennen? – ist ein schwacher und wenig geistreicher Edward. Und so bieten weder die Geschichte noch die Figuren mir einen Anreiz dieses Buch weiterzulesen, und ich bezweifle, dass ich nach diesem Trauma auch nur ein Buch dieser Autorin jemals wieder anfassen kann. Und so ist es mir ein Rätsel, wie es mindestens zwei weitere Fortsetzungen dieses Romans geben kann.

Sprachlich bewegt sich der Roman auf der Ebene von Groschenromanen. Ich weiß nicht, wie oft ich das Wort “plötzlich” lesen musste. Der Autorin fällt kaum eine andere Alternative ein, um Wendungen im Geschehen anzukündigen. Ich für meinen Teil mag dieses Wörtchen nicht mehr lesen. Und so beende ich meine Rezension mit einem Zitat, welches das ganze Ausmaß widerspiegelt:

In diesem Fall wäre vereinigen wohl passender. Der Dämon wünscht sich nichts dringender, als das ich dir etwas von mir gebe, damit er mit dir verschmelzen kann… damit wir beide miteinander verschmelzen können. (S. 72)

Fazit:

Absolut kein Roman für mich: langweilige Geschichte, langweilige Dialoge, langweilige Charaktere.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


25 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Eines der schlechtesten Bücher, das ich jemals gelesen habe, 6. Dezember 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: Morgenrot: Roman (Gebundene Ausgabe)
Wahrscheinlich gehöre ich auch zu denjenigen, deren Erwartungen von Anfang an zu hoch waren. Der Einband sprach mich sofort an und auch der Text auf dem Buchrücken klang wirklich interessant. Doch schon nach den ersten zwanzig Seiten überlegte ich andauernd, ob ich das Buch nicht zur Seite legen sollte.

Das Buch ist einfach nur konfus, unverständlich und auf ein momentan populierendes Muster zugeschnitten, überschreitet dieses nur selten, und dann so pervers, dass mir fast schlecht geworden wäre. Denn viele Absätze des Romans entlockten mir beim Lesen ein Déja-vu, kam es mir doch SEHR bekannt vor.

Bestes Beispiel dafür sind die beiden Hauptfiguren, Lea und Adam.
Lea ist mir total unsympatisch. Sie ist Studentin, Anfang 20 und verbringt gerade ein Auslandssemester (wo eigentlich genau???) an einem wirklich sehr ungemütlichen Ort - ihre Wohnung ist ein kleines, überheitztes Zimmer in einem dieser Betonklötze, mitten in einer dreckigen, von skurillen Figuren bevölkerten Stadt. Alles ist dort voller grauem Schneematsch, kalt, dunkel, grau, mit Abgasen verpestet und die Passanten scheinen Lea alle vom ersten Augnenblick an böse zu mustern. Lea hat keine Freunde und wirkt auf mich immer leicht depressiv und absolut verkrampft. Naja, eines Tages lernt sie in der Villa ihres Professors Adam kennen, einen schönen, aber distanzierten jungen Mann, in den sie sich auf den ersten Blick verguckt. Adam scheint sie erst kaum wahrzunehmen, doch nach ein paar Tagen wacht Lea nachts auf und erblickt Adam neben ihrem Bett (aahhh! Erstes Déja-vu!). Doch wenn man jetzt auf einen Edward hofft, hofft man vergebens. Adam ist blutverschmiert, vielleicht nach einem Mitternachtsmahl? Denn Adam ist von einem Dämon besessen, der ihm ewiges Leben verleiht, aber dafür Menschenblut fordert. Wir können ihn also Vampir-Dämon nennen.
Nach dem Mord (oder anscheinend ja doch nicht, wie sich später herausstellen soll) and Leas Professor flieht sie Hals über Kopf. Adam verfolgt sie daraufhin jahrelang (hier gibt es einen Zeitsprung, leider kaum erkennbar und ich musste erst viel lesen, um überhaupt zu checken, was jetzt passiert ist...) und Lea steht Todesängste aus, als sie ihn plötzlich wiedertrifft. Denn er macht sie für den Mord am Professor, seines einzigen Freundes verantwortlich, denn nur um ihr Hinterherzulaufen, ist der Professor in der Zwischenzeit gestorben, und Adam hätte ihn in der Zeit retten können.

Doch irgendwie ist er nicht so sauer, um sie umzubringen. Stattdessen entwickelt sich zwischen den beiden so etwas wie eine Hassliebe, von Leas seite aus eher Liebe, doch Adam nutzt sie nach Strich und Faden aus, und die Gute macht natürlich alles, was er sagt. Ich hab ehrlich gesagt, was sie da noch an Adam findet.

Und spätestans ab da wird die Geschichte so verwirrend, dass man nicht mehr alle Zusammenhänge versteht. Wieso kann Pi, der übernatürliche Herrscherwesen, dass bei allen größeren Aktionen seine Finger im Spiel hat, vor der Öffentlichkeit unerkannt bleiben? Und wieseo schreit Nadine, Leas einzige Freundin, nach ihrer Vergewaltigung nach Rache auf den Täter, wo alle anderen krepiert wären vor Schmerz und Unverständnis über dieses unnatürliche Wesen, was sie so entstellt hat? Und Was soll eigentlich dieser komische Kollektor? Das verstehe ich wirklich nicht.

Wirkloich störend und abartig fand ich die Beschreibungen über die Vorlieben der anderen Dämonen, wie z.B. die von Pis "rechter Hand". Der Typ hält sich eine Sexsklavin, die er täglich aufs Übelste entstellt. Als ihre Verletzungen dann im Buch auch noch veranschaulicht wurden, ganz ehrlich, da hab ich echt den Glauben verloren... Wie gesagt, mir ist fast schlecht geworden.

Dass es für Lea und ihren Adam noch ein Happy End gibt, hat das Buch echt keinen Deut besser gemacht.

Auch störend fand ich den Schreibtsil der Autorin. Tanja Heitmann lässt wichtige Informationen einfach aus, was das Lesen echt schwer macht, und die Art und Weise, wie sie schreibt... Mir kam es einfach hart und konfus vor. Dazu beigetragen haben auch ihre ständigen Wortwiederholungen wie "obgleich", "obschon", "unwillkürlich" und andauernd wird irgendjemandem ein Lächeln, Lachen oder Blick "geschenkt".

Fazit: Ich würde dieses Buch wiklich niemandem empfehlen! (Schon gar nicht Leuten unter 16 - ich bin 15 und dachte, das Buch sei auch für Jugendliche geeignet - aufgrund der perversen Handlungen und Bilder jedoch nicht.)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Kein guter Auftakt, 20. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Morgenrot: Roman (Taschenbuch)
Die Grundidee von "Morgenrot" las sich auf dem Klappentext noch recht spannend - eine junge Studentin trifft die Liebe ihres Lebens - den von einem Dämonen besessenen Adam.
Leider schafft es Tanja Heitmann dann aber weder, dem Grundgerüst ihrer Story einen nachvollziehbaren roten Faden zu verschaffen, noch ihren Figuren wirklich "Charakter" zu verschaffen. Über große Passagen des Buches ergehen sich in schwülstigen Ergüssen, die einem Liebes-Groschenroman alle Ehre erweisen. Die "Heldin" Lea verharrt in einem höchstens skizzenhaften Charakterentwurf, der sie wie ein wirres Huhn durch die Geschichte stolpern und völlig irrational-reaktionär handeln läßt (wenn sie denn mal handelt). Gleiches gilt für ihren dämonischen Loverboy, der wohl geheimnisvoll wirken soll - die Autorin hat es mit bewußt ausbleibenden Information aber übertrieben und verurteilt auch diesen Hauptcharakter dadurch zu einer nicht nachvollziehbaren, hölzernen Handlungsweise ohne Leben. So drehen sich die beiden - und die wie Kometen auftauchende und wieder kommentarlos verschwindende Nebenfiguren - ohne wirklichn Handlungsfortgang im Kreis - so oft, dass man mehrfach versucht ist, das Buch beiseite zu legen und das Morgenrot Morgenrot sein zu lassen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


32 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Dämonen von der eher traurigen Gestalt, 9. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Morgenrot: Roman (Taschenbuch)
"Morgenrot" aus dem Jahre 2008 ist das Erstlingswerk von Tanja Heitmann, welche damit einen Einblick in die geheimnisvolle Welt der Dämonen geben wollte, dabei aber an der Größe der Aufgabe scheiterte.

Etwas zum Inhalt

In ihrem Debütroman spielt die junge Studentin Lea die Hauptrolle, die während eines Auslandssemesters über ihren Professor dessen Freund Adam kennen lernt und sich vom ersten Augenblick an stark zu ihm hingezogen fühlt. Sehr bald schon erfährt sie Adams Geheimnis. Er ist von einem Dämon besessen. Und dieser Dämon verfolgt nur ein Ziel.

Das Buch ist ein in sich abgeschlossenes Werk (wenngleich auch Teil eines größeren Zyklus, der Nachfolgeband Wintermond" liegt bereits vor), doch kommt man nicht umhin, viele logische Unstimmigkeiten und konfuse nicht durchdachte Handlungshintergründe beim Lesen zu bemerken.
Bereits nach den ersten zwanzig Seiten ist man reichlich verwirrt, was die Hauptheldin betrifft. Sie absolviert ein Auslandssemester in einem Land, dessen Sprache sie kaum beherrscht (sie kann nur einen zweiwöchigen Intensivkurs vorweisen) dennoch liefert sie problemlos (offensichtlich hat sie keine Schwierigkeiten bei Recherchen in den Bibliotheken) solch hervorragende Arbeiten ab, dass sie zum Plaudern in trauter Runde beim Professor eingeladen wird.

Dabei lernt sie Adam kennen, ist sofort verzaubert von ihm und nicht mal ein wenig erstaunt, als dieser eines Nachts urplötzlich bluttriefend in ihrer winzigen Wohnung neben ihrem Bett sitzt und sie beobachtet, während sich sein Körper scheinbar mühelos von alleine heilt. Ein Umstand, bei dem vermutlich jeder andere an Leas Stelle schreiend davon gerannt wäre. Die Hauptheldin des Buches jedoch entscheidet sich, mit Adam in die Nacht hinaus zu gehen, wo er ihr beichtet, dass in ihm ein Dämon haust, der ein ganz spezielles Interesse an ihr hat. Und auch jetzt noch ist sie unendlich fasziniert von Adams Wesen und kann sich eigentlich kaum vorstellen, zu welchen Taten Adam, hat der Dämon erst einmal in ihm die Oberhand gewonnen, fähig ist. Erst als sie ein Gemetzel unter Dämonen im Hause des Professors miterlebt, ergreift sie entsetzt die Flucht.

Was der Leser jedoch im Verlaufe des Buches nicht erfährt, sind Hintergründe über die Dämonen, das Woher und Warum. Auch wird kaum ein Wort darüber verloren, wie der Dämon von Adam Besitz ergreifen konnte. Da weigert sich die Autorin standhaft, dem neugierigen Leser mit Fakten zu helfen und so bleibt alles über die Dämonen in einem ärgerlichen, unklaren Nebel gehüllt. Dabei hätte man so viele wunderbare Bezüge zur Bibel, zu antiken Mythologien und zum Mittelalter finden können. Doch Tanja Heitmann hat nichts davon wirklich in ihr Buch einfließen lassen, was die ganze Dämonologie des Buches auf sehr wacklige Füße stellt und den Leser unbefriedigt und ohne Antworten zurücklässt.

Schließlich gibt es einen Zeitsprung (der handwerklich dem Leser nur sehr schlecht vermittelt wird), in welchem beinahe beiläufig die Information gestreut wird, dass Lea, inzwischen in ihre Heimat zurückgekehrt, ihren Doktortitel hat und nun in einem Verlag arbeitet. Urplötzlich, (wie viel Jahre später weiß keiner), taucht auch Adam wieder auf. Rache steht auf dem Plan. Die Charaktere Lea und Adam wirken nach und nach immer farbloser und widersprüchlicher, rückgratlos, inkonsequent. Das ständige Hin und Her zwischen den Beiden wirkt sich nicht nur auf Lea wiederholt erschöpfend aus, sondern auch auf den Leser. Nicht eine Figur lädt ein, sich mit ihr zu identifizieren, da sie alle durchweg zu wenig Persönlichkeit von der Autorin erhalten haben. Eher war man dazu geneigt, das Buch zu schließen und zur Seite zu legen, doch jedes Buch verdient es gelesen zu werden und auch aus schlechten Büchern kann man lernen.

Dann erscheinen endlich neue Figuren im Roman und damit auch neue Hoffnung, die allerdings schnell zerstört wird. Denn auch sie werden umständlich in ein Geschehen hineingepresst, um die Handlung voranzutreiben, was jedoch misslingt. Beinahe erzielen sie noch weniger Wirkung als die sehr banalen und nichtssagenden Figuren der vorherigen Seiten beim Leser.

Todgeglaubte Freunde erwachen zu neuem Leben; Küsse, die Dämonen beinahe sanft auf einen neuen Wirt überspringen lassen sollen, sind auf einmal Bisse. Eine neue, völlig ramponierte und demzufolge desolate, irre Nebenfigur, die dem Leser endlich alles erklären soll, verwirrt noch mehr und zum Schluss bleibt die Frage, hat nun das Böse Einzug gehalten in Lea oder nicht.

Um es mit Goethes Worten zu sagen: Da steh ich nun, ich armer Tor und bin so klug, als wie zuvor."

Das Fazit

Wenn man mit seinen Helden Mitfiebern und Mitleiden möchte, ist man bei diesem Buch schlecht beraten. Von einem Buch abzuraten, ist nicht wirklich die Aufgabe einer Rezension. Jeder Leseeindruck ist immer subjektiv, deshalb sollte man sich stets selbst ein Bild machen, ehe man ein Buch kauft. Darum unbedingt vor dem Kauf das Buch in einer Leseprobe anlesen und dann selbst entscheiden. Denn vorliegende Kritik soll lediglich den Blick des Käufers schärfen und ihn so sensibilisieren für die Dinge, die ihm im Buch begegnen könnten.

Zusammenfassend lässt sich sagen - wer mit Dämonen hantiert, sollte sie auch beherrschen und nicht Schiffbruch erleiden auf dem Meer der Worte. Unerträglich schwülstige, nichtssagende Dialoge und Beschreibungen vereinen sich auf harmonische Weise mit einer erschreckend dünnen und belanglosen Handlung. Daher auch nur ein Stern.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


41 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ist das schlecht!, 25. Februar 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Morgenrot: Roman (Taschenbuch)
Kennt ihr das Sprichwort "Don't judge a book by its cover"? Nun, in diesem Fall trifft es zu, wenn auch im umgekehrten Sinne. Das Cover ist klasse gelungen, das Buch hingegen ist nicht.
Die Story ist nicht schlüssig. Die Autorin führt Charaktere ein, ohne sie näher zu beschreiben und lässt sie dann irgendwo im Nirvana verschwinden, ohne dass sie für die Geschichte wirklich tragend oder wichtig gewesen wären. Sie reiht irgendwelche Geschehnisse aneinander an, ohne sie miteinander zu verzahnen.

Man kann sich mit den Charakteren nicht identifizieren. Ihnen fehlt ganz einfach die Tiefe. Sie sind oberflächlich und ihre Reaktionen und Gedanken teilweise regelrecht abstrus. Die "Heldin", die keine ist, ist farblos und hat kein Rückgrat. Auch wenn sie die Autorin als emanzipierte Frau bezeichnet, verhält sie sich wie ein dummes, kleines, hilfloses Weibchen und tut, was der ebenfalls absolut farblose und langweilige Dämon-Vampir-und was weiß ich noch - Mann von ihr gerade haben will.

Die Handlungsorte schweben irgendwo im undefinierbaren Raum. Man weiß nicht, wo die Geschichte spielt. Und dass die Heldin ein Auslandsstipendium antritt, ohne sich in der Landessprache verständigen zu können, das muss einem erst einmal einfallen!

Die fehlende Story mit enttäuschendem Schluss (aber bis dahin hatte ich auch keine gesteigerten Erwartungen mehr)versucht die Autorin durch wortreiche wiederholte Umschreibungen ein und derselben Sache zu kaschieren. Dabei ist ihre Wortwahl oftmals prätentiös und übertrieben. Hier wurde zu angestrengt versucht, poetisch zu klingen. Das Ergebnis brachte mich jedenfalls des öfteren dazu, laut herauszulachen.
Actionszenen kann die Autorin überhaupt nicht beschreiben. Beispiel gefällig? Der Dämon-Vampir-Mann kämpft mit einer gaaaanz gefährlichen Dämon-Vampir-Frau. Im Kampf stürzen sie hinter das Sofa... und da "fallen sie dann übereinander her..." (gemeint ist, dass sie ganz ganz böse und gefährlich miteinander kämpfen). Und richtig lustig ist, wenn der eine Dämon-Vampir-Professor ein Messer in die Stirn geworfen bekommt und es sich dann herauszieht....

Die Autorin hat sich die Ideen geborgt, wo immer sie fündig geworden ist. Hier zwei Beispiele: Die Parallelen zu Twilight sind unübersehbar (Heldin ist unscheinbar und hat kein Selbstwertgefühl; Dämon-Vampir-Mann ist natürlich eine absolute Sexbombe; Heldin riecht besonders anziehend für Dämon-Vampir-Mann; Dämon-Vampir-Mann möchte mit ihr zusammensein, kann aber seinen anderen Trieb, in sie den Dämon zu verpflanzen, und sie zur Untoten zu verwandeln, kaum zügeln; Dämon-Vampir-Mann kommt nachts ins Schlafzimmer der Heldin und beobachtet sie; Heldin gerät in Gefahr, er muss sie retten...), ebenso muss das Höhlensetting von Meyers "Seelen" für den "Showdown" herhalten.

Fazit: Ich war von dem Buch schwer enttäuscht und werde mir von dieser Autorin sicherlich nichts mehr kaufen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen So ein langweiliges Buch...., 24. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Morgenrot: Roman (Taschenbuch)
.... habe ich selten gelesen. Nicht nur das die Story an für sich total daneben war, schafft es die Autorin noch das Ganze völlig konfus zu verpacken. Erst einmal ist der Klappentext irreführend, da es nicht um die Frage: Kann man einen Vampir lieben? geh, sondern eher um die Frage: Kann man einen Dämon lieben? Denn nichts anderes ist Adam, ein Dämon. Aber gut, man versuchte auf die Schiene von Frau Meyer aufzuspringen. Tja, nur leider ging dieses total in die Hose. Auch merkt man bei Lesen das die Autorin sich bei Frau Meyer ziemlich viel abgeschaut hat. Immer mal wieder beschleicht einem ein Déjà-vu, als hätte man das Ganze in der Art schon einmal gelesen. Stimmt, man lese nur mal das Buch "Biss zum Morgengrauen".
Die Story ist flach, mit einer grauenhaften Darstellung der Charaktere, sie ist einfach nur dumm und er ein Idiot. Beide kommen nur blass rüber, mitfiebern kann man hier so gar nicht. Die Story ist konfus und durcheinander. Abrupte Szenenwechsel bestimmen hier das Bild, sobald mal etwas passierte wurde das sofort abgehandelt und zum nächsten übergegangen ohne tieferen Sinn. Schade um das Geld, von ihr kaufe ich mir kein Buch mehr.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Buch zu?, 21. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Morgenrot: Roman (Taschenbuch)
Ich muss mich den negativen Rezensionen hier leider anschließen. Nun habe ich über viele Jahre schon so viele Vampir- und Fantasyromane gelesen, aber durch diesen musste ich mich wirklich durchkämpfen. Es berührte mich einfach nicht, an keiner Stelle.
Ich kann mich nicht in die Charaktere reindenken, weil über der ganzen Geschichte eine Art grauer Schleier liegt, der sie mir unzugänglich macht. Die Unlogik, die in anderen Rezensionen erwähnt wurde, ist mir auch störend aufgefallen - das ein Charakter nicht so reagiert, wie man es erwarten würde, ist ja gar kein Problem, doch man muss sich das "warum" irgendwann dann doch irgendwo her leiten können, was hier meiner Meinung nach nicht der Fall war.
Mehr als 1 Mal hat das Verhalten der Hauptperson nicht mit dem beschriebenen Charakter zusammengepasst, mehr als 1 Mal verpuffte ein anfangs scheinbar spannende Handlung im nichts und man bleibt mit einem Fragezeichen zurück. Auch die Beziehung der beiden Hauptpersonen bleibt die ganze Zeit wie unscharf. Wenn Distanz angesagt ist, ist es eben so, und wenn dann plötzlich eine Berührung od. ähnliches folgt, dann ist auch das eben so - das juckt selbst die betroffenen Personen scheinbar wenig und man bekommt das Gefühl, irgendetwas verpasst zu haben bzw als ob einem nicht alles erzählt werden würde und man deshalb die Reaktionen nicht versteht.

Ich liebe Bücher und es tut mir leid, aber abschließend muss ich sagen, dass dieses Buch wie ein monotones Rauschen an mir vorbeigesickert ist, da die Personen, die darin vorkommen, einen null an sich heran lassen und scheinbar lieber ungestört geblieben wären. Okay - Buch zu!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine tolle Geschichte, 21. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Morgenrot: Roman (Taschenbuch)
Zu Beginn war ich etwas skeptisch, ob mir das Buch gefallen würde. Ich fand Adam zwar vom ersten Augenblick an interessant, aber ich konnte Lea einfach nicht ganz nachvollziehen, wieso sie sich jetzt plötzlich auf nichts anderes mehr konzentrieren kann, als auf Adam. Sie verliebte sich extrem schnell in ihn, währendem er den wortlosen Beschützer spielte. So zog es sich auch ein bisschen, denn es gibt unzählige Tage, an denen nichts besonderes passiert. Dann wird es aber auf einen Schlag richtig spannend und schlussendlich flieht Lea vor Adam, nämlich als sie erkennt, dass der Dämon in ihm nicht nur eine Illusion ist. Damit endet die Vorgeschichte und man gelangt, unter anderem mit Hilfe des Prologs, wieder zurück in die Gegenwart, in der sich Lea und Adam erneut begegnen.

Ab hier fand ich es wieder richtig spannend. Adam war nicht mehr der wortkarge Beschützer im Hintergrund, sondern er wurde besitzergreifend und fordernd, was mir sehr gefiel. Lea reagierte ähnlich, was zu vielen amüsanten Dialogen führte. Dennoch konnte ich Lea nicht immer ganz verstehen, denn Adam benutzt sie als seine Vorführpuppe. Statt dass sie sich wirklich wehrt, schmollt sie nur und lässt es über sich ergehen. Da fehlte mir ein wenig dieses Rebellische. Aber alles in allem war sie doch ziemlich sympathisch. Vor allem in den "ruhigeren" Momenten. Da merkte man, dass sie Adam trotzdem noch als Mensch sieht und ihn wirklich liebt.

Adam an sich finde ich einen sehr interessanten Charakter. Er ist von einem Dämon besessen, der in gewissen Situation die Oberhand gewinnt. Er ist unsterblich und (fast) unzerstörbar, kann (fast) nicht schlafen und ernährt sich von Blut (Bitte, nennt ihn jetzt nicht Vampir!) Er führt quasi pausenlos einen inneren Kampf mit seinem Dämon, was sehr spannend ist zu beobachten, denn man weiss nie genau, wann er die Kontrolle verliert. Schade an der ganzen Sache war, dass ich nicht ganz begriffen hatte, was nötig wäre, um Lea zu verwandeln. Ich dachte zuerst ein Kuss sei nötig, als sie sich dann aber küssten, musste ich feststellen, dass ich keine Ahnung hatte.

Generell fand ich es schade, dass gewisse Dinge fallen gelassen wurden, aus denen man eigentlich noch ganz viel hätte machen können. Jetzt, wo ich "Nachtglanz", das Buch über Adams Vergangenheit, gelesen habe, verstehe ich ja, dass sich Frau Heitmann gewissen Dinge aufsparen wollte, aber ich bin einfach der Meinung, dass man gewisse Dinge ruhig noch hätte aufklären können.

Aber die Nebencharakteren konnten mich restlos überzeugen. Sie sind alle sehr verschieden und alles andere als oberflächlich. So sind auch manche von ihnen nicht einfach zu durchschauen, als bestes Beispiel Pi, bei dessen Geschlecht ich immer noch nicht ganz sicher bin.

Tanja Heitmanns Schreibstil gefiel mir sehr. Es ist jetzt nichts Spezielles, aber irgendwie schafft sie es, dass man sich nicht mehr von dem Buch losreissen kann. Zudem beinhaltet das Buch sehr viele Informationen, d.h. man hat das Buch nicht mal eben so schnell, schnell gelesen.

Fazit:
Ein Buch mit viel Geschichte, welches mich eigentlich richtig überzeugen können hätte, wenn es da nicht diese gewissen Schwachstellen geben würde. Schreibstil und der männliche Protagonist gefallen mir dafür aber sehr.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Enttäuschung auf ganzer Linie, 2. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Morgenrot: Roman (Taschenbuch)
Lea, eine junge Studentin, legt ein Auslandssemester ein und trifft dabei auf den geheimnisvollen und attraktiven Adam, als sie von ihrem Professor zu einer Gesprächsrunde in seiner Villa eingeladen wird. Der schöne Mann offenbart ihr schnell, dass er von einem Dämon besessen ist, der sein Denken und Handeln negativ beeinflusst, teilweise sogar vollkommen beherrscht. Davon lässt sich Lea in ihrer Verliebtheit jedoch nicht abschrecken und erst als einige von Adams Artgenossen ihr vor Augen führen, wozu dieser Dämon tatsächlich in der Lage ist, ergreift sie die Flucht.
Nachdem sie wieder in ihre Heimat zurückgekehrt ist und in einem Verlag Karriere machen möchte, taucht Adam plötzlich wieder auf, verstrickt die liebesblinde Lea in seine dunklen Machenschaften und drängt sie dabei immer mehr aus ihrer menschlichen Umgebung. Als Adam feststellt, dass er einen Fehler begangen hat, ist es bereits zu spät, um den mächtigen Kreaturen zu entkommen, die sich Lea und ihm entgegen stellen.

Dass dieser Roman recht umstritten ist, war mir nichts Neues, doch ich wollte mir unbedingt selbst ein Bild davon machen und bin inzwischen ehrlich gesagt ziemlich froh, dass ich das Buch endlich wieder zurück ins Regal stellen darf, denn der Lesespaß hielt sich ziemlich in Grenzen.
Abgesehen davon, dass dem Leser keinerlei Informationen über Ort und Zeit des Geschehens gegeben werden, stößt man gleich zu Beginn auf den einen oder anderen Logikfehler: Lea studiert in Osteuropa (reine Spekulation, die Beschreibungen im Buch lassen dies jedoch vermuten), beherrscht die dortige Sprache jedoch nur sehr bruchstückhaft und ist dennoch in der Lage die Bücher in der Bibliothek ohne Probleme zu lesen. Nur selten käme wohl jemand auf die Idee, derart unvorbereitet im Ausland studieren zu wollen, aber vielleicht spricht das auch nur für Leas grenzenlose Naivität, die sie das ganze Buch über an den Tag legt. Ihr Verhalten ist teilweise absolut nicht nachvollziehbar, oftmals auch total fragwürdig. Auch sonst konnte ich mich mit der Protagonistin überhaupt nicht anfreunden und im Grunde war es mir ziemlich egal, was jetzt mit ihr passiert oder wie die Geschichte ausgeht.
Adam ist weder geheimnisvoll, noch anziehend oder mysteriös. Stattdessen verzweifelt man als Leser an seiner krankhaften Wortkargheit und wartet vergeblich darauf, dass auch nur ein einziger vernünftiger Dialog zwischen ihm und Lea zustande kommt. Somit gibt es auch absolut keine Chemie oder Verbindung zwischen den Protagonisten, was der Geschichte wenigstens etwas mehr Leben eingehaucht hätte.
Die übrigen Figuren treten nur selten und zu kurz in Erscheinung, als dass man irgendetwas über sie aussagen könnte. Gerade sie hätten die Geschichte um einiges interessanter gemacht, vor allem Pi schien etwas Potential zu haben, doch den lässt die Autorin einfach wortlos verschwinden und nie wieder auftauchen, schade.
Zwar wird im ganzen Buch kein einziges Mal das Wort 'Vampir' erwähnt, doch der Dämon ist einfach nur eine nette Umschreibung für das, was wir alle schon von der Twilight-Reihe kennen. Tatsächlich treten immer wieder Parallelen auf, die sehr deutlich machen, wovon sich die Autorin 'inspirieren' ließ.
Dies alles ließe sich ja noch verzeihen, wenn das Buch wenigstens mit etwas Spannung überzeugen könnte, aber auch hier wird man ziemlich enttäuscht. Selbst gegen Ende wartet man vergeblich auf den finalen Höhepunkt und wird stattdessen mit einem konfusen Ende abgespeist, das mich als Leser mit viel zu vielen offenen Fragen zurücklässt.
Hinzu kommt der gestellte Schreibstil der Autorin, der es, in dem Versuch besonders bildhaft und poetisch sein zu wollen, sehr anstrengend machte das Buch über einen längeren Zeitraum zu lesen. Ich musste immer wieder eine Pause einlegen, weil es mir einfach zu viel wurde und ich mich stellenweise gefragt habe, ob diese Umschreibung nun wirklich notwendig war.

Ob ich noch einmal etwas von der Autorin lesen werde, weiß ich jetzt noch nicht. Vorerst ist mir der Appetit auf mehr jedoch vergangen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 220 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Morgenrot: Roman
Morgenrot: Roman von Tanja Heitmann (Gebundene Ausgabe - 15. September 2008)
Gebraucht & neu ab: EUR 0,32
Auf meinen Wunschzettel Zahlungsmöglichkeiten ansehen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen