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35 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mit nichts zu vergleichen!
"Love" ist ein Buch mit einem anderen Charakter als andere King-Bücher. Ich finde es gar nicht schlimm, dass King mal etwas Neues ausprobiert hat. Leider muss ich aber vielen Lesern Recht geben, da der Start des Buches mehr als lahm ist. Ich hatte es sogar zunächst für einige Wochen beiseite gelegt, habe es dann aber doch wieder zur Hand genommen. Und als...
Veröffentlicht am 23. Februar 2007 von JohnnyE

versus
20 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Prima gelesen, aber ...
Als "sein persönlichstes Buch" kündigten sowohl der Verlag als auch Stephen King selbst seinen neuesten Roman "Lisey's Story" an. (Mein Kommentar zum "deutschen" Titel am Ende dieser Rezension.) Als begeisterter King-Leser, der seit den 1980er Jahren keines seiner Bücher verpasst hat, war ich verdammt neugierig darauf.

Gleich vorweg gesagt, nach...
Veröffentlicht am 15. Februar 2007 von aladdin_sane


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35 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mit nichts zu vergleichen!, 23. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Love (Gebundene Ausgabe)
"Love" ist ein Buch mit einem anderen Charakter als andere King-Bücher. Ich finde es gar nicht schlimm, dass King mal etwas Neues ausprobiert hat. Leider muss ich aber vielen Lesern Recht geben, da der Start des Buches mehr als lahm ist. Ich hatte es sogar zunächst für einige Wochen beiseite gelegt, habe es dann aber doch wieder zur Hand genommen. Und als dann die erste Hürde von ca. 150-200 Seiten überwunden war, lief es doch ganz gut.

Viele neue Ideen findet man nicht in diesem Buch. Im Gegenteil, man wird einige Sachen aus anderen King-Büchern wiedererkennen. Was ich aber gut finde, ist die Story an sich. Zwar hätte man mehr draus machen können, aber das Thema fand ich unglaublich interessant. Man darf nicht den Fehler machen, den meiner Meinung nach katastrophalen Klappentext als Grundlage zu nehmen. So spannend, wie dort dargestellt, ist das Buch bei Weitem nicht! Das soll aber nicht heißen, dass es nicht packend ist! Bücher von Nicholas Sparks sind auch nicht spannend, aber dennoch unheimlich packend!

Ich finde es schade, wenn Stephen King in die Horror-Schublade gesteckt wird. Er kann weitaus mehr, als subtilen Horror zu schreiben. Und dieses Buch ist eben etwas ganz Anderes. Und Leser, die Fragen, ob "der King es nicht mehr kann", greifen in eben diese Schublade und stecken das Ergebnis ganz schnell wieder weg, anstatt sich auf Neues einzulassen.

Wer den King-Horror sucht, wird in "Love" nur selten fündig. Allerdings sind diese wenigen Stellen wirklich gut! Den Höhepunkt bildet die Erzählung von Scott's Bruder Paul und seinem Vater, die in der Mitte des Buches ihren Anfang nimmt und am Schluss beendet wird. Den Rest des Buches würde ich einfach als "interessant und lesenwert" bezeichnen. Wie gesagt, nicht wirklich spannend, aber sehr packend!

Ich ziehe einen Stern ab, weil mir die Übersetzung stellenweise überhaupt nicht gefallen hat. Wörter wie "Schiet" und "verschmickt" stören einfach beim Lesen, weil sie so gar nicht zu King passen. Man ist aus anderen Büchern deutlich Härteres gewöhnt!

Ich kann nur den Rat geben, sich nicht vom lahmen Anfang abschrecken zu lassen. Jedes Buch verdient es, zu Ende gelesen zu werden. Am Ende wird man erkennen, dass die vielen langatmigen Passagen nur dazu dienen, der Geschichte das passende Universum zu geben. Und das ist auch nötig, damit die Geschichte überhaupt zur Geltung kommt. Ich finde, man muss das Buch gelesen haben!

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39 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ungewöhnlich, aber immer noch sehr gut, 8. Dezember 2006
Von 
Rezension bezieht sich auf: Love (Gebundene Ausgabe)
Es ist schwer Kings neustes Werk mit seinen Vorgängern zu vergleichen. Schon im Vorfeld wurde viel darüber geredet, dass der Meister des Horrors plötzlich eine Liebesgeschichte veröffentlichen will, und auch die etwas seltsame Wahl des deutschen Titels ("Lisey's Story" im Original) lässt doch die Frage aufkommen, ob King neue Wege geht.

Nachdem ich das Buch gelesen habe, kann ich folgendes sagen.. Wer wirklich fürchtet, dass sich bei "Love" um eine Liebesschnulze handelt, kann beruhigt zugreifen. Zwar unterscheidet sich der Roman doch ziemlich von seinen Vorgängern, doch es befindet sich genug Phantastik und Wahnsinn darin, dass man schnell merkt, wer dieses Buch geschrieben hat.

Zur Story:

Zwei Jahre sind vergangen seit Liseys Ehemann, der berühmte Romanautor Scott Landon verstorben ist. Langsam die Kraft dazu findend, will sie damit beginnen seinen Nachlass in seinem ehemaligen Büro zu durchforsten und zu sortieren. Doch dann stößt sie auf den ersten Teil einer Schnitzeljagd (ein Bool, wie er so etwas früher nannte), die ihr Mann schon vor seinem Tod für sie ausgelegt hat. Als sie der Spur folgt, wird sie wieder mit seiner grausigen Vergangenheit konfrontiert, die sie in den hintersten Ecken ihres Verstandes versteckt hat. Ihr Weg führt sie auch wieder an jene phantastische Welt, in die sich ihr Mann immer flüchtete und in die sie ihm auch schon oft gefolgt ist. Am Tag ist es ein wundervoller Ort, der mit seiner Schönheit jeden in seinen Bann zieht, doch wenn die Nacht eintrifft, erhält das Böse Einzug. Doch das ist nicht genug. Ein Mann namens Zack McCool taucht auf und er hat es auf Scotts Nachlass abgesehen. Zuerst ist es nur ein Telefonanruf, doch dann steht er eines Abends mit der Pistole in der Hand in Liseys Wohnung, und das hat schlimme Konsequenzen für sie.

Alles in allem ist das Buch ein sehr guter, wenn auch etwas ungewöhnlicher, King. Trotz des Horrors, dem Lisey immer wieder ausgesetzt wird, ist es eine Hommage an die Liebe. Doch auch bei diesem Thema schafft es King den Leser mit seinem Schreibstil zu fesseln und liefert keine schmalzige Liebesgeschichte Marke "Ghost: Nachricht von Sam". Die Rückblenden, mit denen der Leser mehr über Scotts schlimme Kindheit, in der viel Blut floss, ziehen einen schnell in ihren Bann und lassen nur sehr selten zu, dass man das Buch, trotz stellenweiße heftigen Inhalt, aus der Hand legt. Der Einband spricht von Kings persönlichstem Roman, und das ist nicht sehr abwegig, da man schnell Parallelen zwischen Scott Landon und Stephen King ziehen kann. Warum das so ist, wissen wohl nur Stephen und seine Frau. Ihr hat er diesen Roman gewidmet.

Allerdings liegt in der Schreibweiße auch mein größter Kritikpunkt in diesem Buch. Ich liebe Geschichten, die nach dem Motto "lieber etwas zu lang, als etwas zu kurz" geschrieben wurden, doch in manchen Passagen verliert sich King einfach zu lange in sinnlose Detailbeschreibungen und sorgt so für einige Längen.

Trotzdem bleibt dieses Buch auf jeden Fall empfehlenswert, auch wenn ich mir sehr sicher bin, dass es viele alt eingesessene King Fans (und das soll jetzt keine Beleidigung sein) geben wird, denen es nicht so zusagt.
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20 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Prima gelesen, aber ..., 15. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Love. 18 CDs (Audio CD)
Als "sein persönlichstes Buch" kündigten sowohl der Verlag als auch Stephen King selbst seinen neuesten Roman "Lisey's Story" an. (Mein Kommentar zum "deutschen" Titel am Ende dieser Rezension.) Als begeisterter King-Leser, der seit den 1980er Jahren keines seiner Bücher verpasst hat, war ich verdammt neugierig darauf.

Gleich vorweg gesagt, nach "Cell" hat mich der Meister nun zum zweiten Mal in Folge enttäuscht.

Zum Hörbuch:

Regina Lemnitz dürfte den meisten Zuhörern als Synchronsprecherin von Hollywoodgrößen wie Whoopie Goldberg, Roseanne Barr und Kathy Bates bekannt sein. Gerade als deutsche Stimme von Kathy Bates ("Mysery", "Dolores") ist sie quasi prädestiniert, einen King-Roman zu lesen, zudem auch noch eine Frau im Mittelpunkt steht. (Ein wenig irreführend mag sein, dass ich mit der Stimme von Frau Lemnitz eine stämmige Roseanne oder Dolores verbinde, während die Hauptfigur Lisey eher schlank ist - aber das nur nebenbei.) Durch ihre Vortragsart schafft es Frau Lemnitz spielerisch, die passende Stimmung zur jeweiligen Szene zu erzeugen, verleiht jeder Figur einen eigenen Tonfall und ihr Lesen wirkt an keiner Stelle übertrieben.

An und für sich hätte ich ihr noch für weitaus mehr als 18 CDs zuhören können, wäre da nicht ...

... der Roman selbst:

Die Story um die Witwe des vor zwei Jahren verstorbenen Schriftstellers Scott Landon bietet nicht wirklich viel Neues, sondern kommt wie eine Mixtur bisher erfolgreicher King-Romane daher: Ziemlich viel von Liseys Beschreibung erinnert an den Roman "Dolores", hinzu kommt eine Prise "Stark", "Sie", sowie eine gehörige Portion aus der Saga um den "Dunklen Turm" und aus "Das Leben und das Schreiben".

An und für sich wäre dagegen nichts einzuwenden, immerhin sind in vielen von Kings Büchern gegenseitige Verknüpfungen zu erkennen, aber dieses Buch war mir einfach viel zu langweilig. Seitenlange geistige Monologe, unsinnige Wortkreationen (wie z.B. "Bösmülligkeit", "Bool" etc.) nerven ziemlich, werden nach einiger Zeit unerträglich und halten somit den Erzählfluss dieser ohnehin relativ dünn ausgefallenen Story auf.

Träge und gemächlich dümpelt der Roman vor sich hin und bietet nicht einmal ein Ende, das den Leser für sein Durchhalten belohnt: Alles ist irgendwie vorhersehbar, keinerlei Überraschung weit und breit. Der Roman hört mehr oder weniger einfach auf, nachdem er lieblose Lösungen für seine Bestandteile gefunden hat.

Allem voran die Geschichte um den "Bösewicht" Jim Dooley. Da hat mich King diesmal wirklich sauer gemacht! So etwas lieblos Hingetipptes habe ich schon lange nicht mehr erlebt, und King ist nun wirklich nicht der Autor, der aus Geldgründen schnell das nächste Buch nachliefern muss.

Im Gegenteil, Stephen King galt einmal als Meister der Charakterisierung, hatte es einst geschafft, dass sich Leser in die Gedankenwelt des Bernhardiners "Cujo" oder eines Autos (!) namens "Christine" hineinversetzen konnten, doch bei Jim Dooley habe ich das keine Sekunde geschafft.

Die Motivation dieses "Schurken" bleibt ebenso rätselhaft wie die abrupte (und vorhersehbare) Art und Weise, auf der sich der Autor seiner wieder entledigt - nachdem er Dooley bis dahin über lange Zeit als das einzige Spannungsmoment dieses Romans "missbraucht" hat. Dass jemand einfach "irre" (und deswegen böse) ist, erscheint mir doch ein wenig zu billig als Erklärung. ABER SELBST WENN: Vergleicht man Dooley mit dem genial gezeichneten Oberkellner in Kings Shortstory "Lunch im Gotham Cafe" - um nur EIN Beispiel aus der glorreichen King-Vergangenheit zu nennen -, fällt einem auf, wie einfallslos Dooley doch "entworfen" wurde. Während genannter Oberkellner in nur wenigen Sätzen vor dem geistigen Auge des Lesers Gestalt annahm (und sein Wahnsinn durch und durch plausibel erschien - sofern das bei Wahnsinn möglich ist), bleibt Dooley ein einfallsloses Schwarz-Weiß-Klischee. Und dabei hätte King sooo viele Seiten Platz gehabt, aus Dooley eine (be)greifbare Persönlichkeit zu machen. So aber dient Dooley einfach nur als Mittel zum Zweck in Sachen Spannung - wobei selbst diese meistens außen vor bleibt.

Abgesehen von allen Schwächen bietet der Roman einen kleinen Einblick in die persönlichen Beweggründe des Autors: Man erfährt, was er gerne isst; erhält einen Einblick in die Schuldgefühle des kleinen Stephen aufgrund der Tatsache, dass sein Vater ihn und seine Mutter hat sitzen lassen (das kann man gut zwischen den Zeilen erkennen, finde ich zumindest); sieht, wie sehr King seine Frau Tabitha liebt und wie wichtig sie für seinen persönlichen und beruflichen Werdegang war (vor allem während seiner Alkoholabhängigkeit) und immer noch ist; man erfährt, welchen Einfluss Musik auf seine Arbeit hat (ich kann mich noch an ein Interview erinnern, in dem er sich als AC/DC-Fan outete); und man bekommt im Lauf der Geschichte den Eindruck, dass King nichts mehr zu fürchten scheint, als eines Tages wahnsinnig zu werden (oder festzustellen, er sei es bereits).

Das ist soweit okay, aber das meiste davon hat er auch schon in "Das Leben und das Schreiben" erzählt, und das um Welten besser. Außerdem ist all diese Information nur für Fans wirklich interessant, denke ich. Für alle anderen kommt die Story über Scott Landons Leben und Kindheit ziemlich unglaubwürdig und detailüberladen daher - ganz gleich, ob das Leben nun (Zitat) "Ralph ist" oder nicht.

Fazit:
Zum ersten Mal wäre ich bei einem Hörbuch froh gewesen, wenn es sich um eine gekürzte Fassung gehandelt hätte. "Lisey's Story" eignet sich aus meiner Sicht allenfalls für hartgesottene King-Fans. Aber selbst die müssen ziemlich viel Durchhaltevermögen beweisen. So zumindest ging es mir. Wer wie ich "Schlaflos" langweilig fand, wird bei "Lisey's Story" erst recht das Gähnen unterdrücken müssen.

Und noch etwas:
Der deutsche Titel "Love" ist in meinen Augen ziemlich daneben. Warum ist man nicht gleich beim Originaltitel geblieben, wenn es schon unbedingt ein Anglizismus sein musste? Außerdem scheint mir Wulf Bergner als Übersetzer der King'schen Sprache überfordert. Das hat sich schon in "Puls" gezeigt und nun wieder. Da stellt sich mir wieder die Frage, wo Joachim Körber abgeblieben ist?
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gutes Buch, mit zähem Start., 20. April 2007
Rezension bezieht sich auf: Love (Gebundene Ausgabe)
Hallo,

vorweg erstmal: Wer von der ersten Seite an Spannung erwartet, wird es nicht leicht haben mit diesem Buch.

Die ersten ca 200 Seiten von rund 700 haben mich eher zum weglegen angeregt oder mir beim einschlafen geholfen. Das ewige in Erinnerungen schwelgen der Hauptdarstellerin und die teils merkwürdige Wortwahl, können etwas abschreckend wirken am Anfang. Die Geschichte die zwischen Erinnerungen, Tagträumen, einer realen Bedrohung und einer Fanatsiewelt wechselt ist nur mit Konzentration zu verfolgen.

Als ich die erste Dursstreck mit dem Buch überstanden hatte, fand ich es zunehmen interessanter und auch leichter zu lesen (nachdem ich einigermaßen die Zusammenhänge begriffen hatte). Der Spannungsbogen des Buches würde ich als eher flach bezeichnen, trotzdem bietet die Geschichte einen gewissen Reiz und eine Kreativität die ganz im Gegensatz zu vielen anderen Werken von Stephen King steht. Der Horroraspekt bleibt eher im Hintergrund.

Wie schon vielerseits bemängelt, hätte der Orginaltitel "Lisey's Story" besser zum Buch gepasst. Genau das ist es nämlich.

Wer sich Zeit lassen kann beim lesen, sollte zugreifen. :-)
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27 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wie immer ein Lesegenuß, 10. Dezember 2006
Rezension bezieht sich auf: Love (Gebundene Ausgabe)
Stephen King spaltet seine Leser immer wieder und auch dieses Mal gelingt es Ihm mit LOVE mühelos.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen und auch die detaillierten Beschreibungen einzelner Handlungen tragen meiner Meinung nach zur Dichte der Story bei.
Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass man eine Rezension nur nach der vollständigen Lektüre eines Buches abgeben sollte und nicht schon nach 200 von 700 Seiten zu glauben man kennt die Geschichte oder hat diese auch nur annähernd verstanden.
Soviel Respekt sollte man jeden Autor zugestehen, denn auch der Autor hat sich auch die Mühe gemacht ein ganzes Buch zu schreiben und nicht bei Seite 200 in der Mitte der Geschichte Schluss gemacht.
Dieser Roman fängt sehr langsam an ( nichts ungewöhnliches bei King ) und steigert sich dann bis zu Schluss langsam aber stetig.
Der Gedanke an den "Den Pool aus dem wir unsere Geschichten ziehen" hat mir ungemein gefallen.
Es ist auch eine Geschichte über eine Liebe zwischen Mann und Frau die über den Tod hinausgeht, aber auch über die Liebe eines Vaters zu seinen Söhnen die mit Schmerz und Horror einhergeht.
Wie viel persönliches von King in der Story steckt kann nur der Autor selbst beurteilen.
Der Leser kann nur Vermutungen anstellen ( auch das macht Spaß ).
Leider haben Stephen Kings Romane in Deutsch sehr viel von Ihrer Sprachkraft verloren seit nicht mehr Joachim Körber sondern Wulf Bergner für die Übersetzungen verantwortlich zeichnet.
Fazit: Ich habe schon bessere Romane von King gelesen( daher nur 4 Sterne), aber in der Kunst Bilder im Kopf des Lesers entstehen zu lassen" ist Stephen King nach wie vor einer der ganz großen Meister
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ACHTUNG: Dieses Buch ist kein King, wie man ihn kennt !, 30. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Love (Taschenbuch)
Jeder, der dieses Buch lesen will, sollte sich vorher bewusst machen, dass es sich hier NICHT um den üblichen eingängigen King-Horror handelt. Wer das erwartet, ist mit "Love" schlecht bedient. (So sind meines Erachtens auch all die negativen Kritiken entstanden.)
Dieses Buch ist weit mehr. Wer sich nicht nur berieseln lassen möchte, sondern gefordert werden will, und sich vor der Anstrengung nicht scheut, tritt in eine phantastische Welt ein, die King hauptsächlich mit der Wiedergabe der Gedanken seiner Hauptperson erschafft.
Es ist weiterhin Horror, von dem King berichtet, aber es ist nicht dieser Effekt heischende Horror, bei dem man zusammen zuckt. Die Gänsehaut kommt in "Love" langsam über den Rücken gekrochen.
Ich bin begeistert von der Virtuosität der Geschichte und bewundere King's Mut, so die Richtung seines Stils zu ändern. Wie man deutlich an den Rezensionen merkt, enttäuscht er damit viele seiner treuen Leser.
Trotzdem finde ich es nicht fair, eine schlechte Rezension einzustellen, nur weil man etwas anderes von dem Buch erwartet hat.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Er beschreibt seinen Tod und die Ehe davor und danach, 22. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Love (Kindle Edition)
Ein erfolgreicher Horrorautor, der seiner geliebten Frau 20 Millionen Dollar und jede Menge Alpträume hinterlässt - dem Leser fällt sofort der Name ein, der auf dem Buchtitel steht. Und im Nachwort macht sich King auch viel Mühe, das seltsame Bild, das der Roman von ihm und seiner Tabitha hinterlässt, etwas gerade zu rücken.
Ich glaube, der Roman ist deshalb fast misslungen, weil sich King zuviel vorgenommen hat und weil er sich aus persönlichen Gründen zu sehr zügeln musste.
Andererseits: Einige Kapitel sind so fabelhaft einfühlsam geschrieben, dass ich mir überlegte, dass King jetzt ein weibliches Pseudonym benutzen könne. Auch da, wo Action aufkommt, ist er ganz ordentlich, dagegen im mystischen Bereich zu nebulös-wabernd.
Wer nur gut unterhalten werden will, findet bessere Romane bei King (z.T. auch unter meinen Rezensionen).
Aber wer sich für die Person Stephen King interessiert, sollte dieses Buch lesen.
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42 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Wahrscheinlich säuft er wieder, 3. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Love (Taschenbuch)
Ich habe nun Januar bis April 2009 damit verbracht, Stephen King's "Love" zu lesen, und um mit dem Fazit zu beginnen, dieser Roman ist großer, großer, großer Mist. Bereits nach 200 Seiten wusste ich, dass nur noch ein Wunder den Roman von der schlechtesten Bewertung abhalten könnte - allerdings hatte ich selbst zu dem Zeitpunkt keine Ahnung, was noch in den kommenden 600 Seiten auf mich zukommen würde; "Love" ist nicht einfach nur ein missratener, langweiliger und selbstgefälliger Roman - es ist eine Lese-Erfahrung, die so katastrophal ist, dass man sie das ganze Leben lang nicht vergisst: Manche Produkte sind im Rahmen des Amazon-Bewertungsfeldes einfach nicht greifbar: Wenn es eine Bewertung von minus fünf Sternen gäbe, dann wäre sie hier in jeder Hinsicht angemessen.
Um dem geneigten Leser die vollkommene Entgleisung dieses ziegelsteindicken Wälzers in vollem Umfang zu verdeutlichen, möchte ich hier systematisch vorgehen, und jeden einzelnen Aspekt des Romans beleuchten:

PLOT: Im Mittelpunkt des Buches steht Lisey Landon, eine fünfzigjährige Frau und Witwe des vor zwei Jahren verstorbenen Erfolgschriftstellers Scott Landon. Als sie sich endlich dazu aufrafft, das Büro ihres Gatten auszuräumen, stößt sie auf viele erinnerungsbeladene Gegenstände, die merkwürdige Gefühle in ihr wachrufen. Sie glaubt, ihr Gatte versuche ihr aus dem Jenseits etwas mitzuteilen.
Dies ist das nackte Gerüst des Buches - klingt nach einem vielversprechenden Stoff, den King zu einer gelungenen 150-Seiten Novelle hätte vearbeiten können. Aber nun beginnt der Autor eine Handlungsschicht nach der anderen um diese Ausgangssituation zu kleistern, so wie man Pappmachee um ein Drahtgerüst klebt:
Schicht 1: Lisey und Scott Landon verständigten sich in ihren Ehejahren in einem Insiderduktus aus Wortschöpfungen, deren Sinn nur sie beide verstanden. (Mehr dazu unten).
Schicht 2: Lisey hat noch drei Schwestern, von denen zwei jedoch überhaupt keine, und eine nur eine geringfügige Rolle im Buch einnimmt: Diese ist Amanda, eine Psychotikerin, die nach einem Selbstmordversuch im Wachkoma liegt.
Schicht 3: Lisey wird von einem habgierigen Universitätsprofessor bedrängt, der sich die unveröffentlichten Manuskripte ihres Mannes unter den Nagel reissen will. Dieser Professor heuert einen Stalker an, der Lisey bedroht.
Schicht 4: Scott Landon hatte eine schwere Kindheit
Schicht 5: Aufgrund dieser schweren Kindheit kämpft Scott auch als Erwachsener gegen psychotische Episoden. Zeit seines Lebens hat er sich in eine Fantasiewelt namens Boya'Mond geflüchtet, die der Autor als Märchenland beschreibt, in dessen Mitte sich ein großer Teich befindet, aus dem der Autor Scott seine Geschichte fischt. Dort lauern jedoch auch böse Kreaturen; zum Schluss kann er beliebig zwischen den beiden Welten hin- und herspringen und auch Lisey mit dorthinnehmen.

Einmal kurz durchatmen? Dann geht's weiter:

INHALT: Weite Teile des Buches finden nur im Kopf von Lisey Landon statt, die eigentliche Handlung des Buches spielt sich ca. innerhalb von vier Tagen ab, erst zum Schluss wird ein Sprung von über einem Jahr gemacht. Durch seitenlanges, zwanghaftes Beschreiben von Alltagsgegenständen, die einmal eine Rolle im Eheleben gespielt haben (u.a. werden eine Häkeldecke, ein Eisenbett, ein Schreibtisch, ein Silberspaten mit einer Wichtigkeit präsentiert, als wären es Fetischobjekte), erinnert sich Lisey (Zeitebene 1) wie sie einmal mit Scott beisammensaß (Ebene 2), der ihr von seiner schlimmen Kindheit (Ebene 3) erzählte.
Diese Handlungsfreiheit bedeutet, dass sich der Roman im Schneckentempo fortbewegt: Während die Wochen verstrichen, während mein Leben weiterging, während der Winter in den Frühling überging und sich die Weltwirtschaftskrise weiter verschärfte, saß Lisey Landon immer noch jeden Abend auf dem Boden, und glotzte einen idiotischen Spaten oder eine Holzschachtel an. Auf den letzten 200 Seiten teleportiert sich Lisey dann munter zwischen Welt und Fantasiewelt hin- und her, und kann dadurch sogar (warum auch nicht?) aus der geschlossenen Psychiatrie entfliehen, und ihre Schwester mitnehmen - und nicht nur in ihrer Fantasie sondern körperlich! Das ganze wird nach 698 Seiten himmelschreiender Langeweile auf den letzten Drücker zu einer Auflösung gebracht, die man noch als ein letztes Anspucken des für dumm verkauften Lesers werten kann.

SPRACHE: Kommen wir zum unerträglichsten Teil des Buches: Lange Passagen sind in der Geheimsprache der Landons geschrieben; Wortschöpfungen, die so peinlich und infantil sind, dass man sich beim Lesen fremdschämt: Wendungen wie "Bool", "Bösmülligkeit", "Schnall's um", "Suwas", "verschmickt" oder "Bei Jesus, Maria und Jojo dem Zimmermann" prasseln unbarmherzig auf den Leser ein - und diese Auswahl ist nicht einmal ein Zehntel von Kings neuem Vokabular.
Neben diesen Begriffen bedient sich King seines gewohnt ordinären Tonfalls, der in diesem Werk sämtliche Grenzen überschreitet: Bei Sommerhitze zieht sich Lisey Landon schon mal den Slip aus der "A-ritze", oder fühlt, wie der Schweiss zwischen die "T*tten" sickert; und wie in diesem Buch menschliche Auscheidungsprozesse, die erogenen Zonen von Mann und Frau oder der Geschlechtsakt bezeichnet werden (und Stephen King erwähnt all dies mit einer Häufigkeit, die selbst für seine Verhältnisse als exzessiv bezeichnet werden kann), kann sich der im Oeuvre versierte Leser bereits denken.
King hat seine Neigung zu Kraftausdrücken und Vulgärwendungen oft mit der Begründung entschuldigt, "Menschen würden nun mal einfach so reden." Das mag vielleicht zutreffen, allerdings vielleicht wirft es auch nur einen entlarvenden Blick auf das soziale Umfeld des Autors: In jedem Fall ist nach "Love" auch diese Begründung nicht mehr tragbar, denn eine fünfzigjährige Frau, die ihrem Erpresser am Telefon mitteilt, "mit dem Geld, dass mir mein Mann hinterlassen hat, kann ich sie so tief in den A*sch f*cken, dass sie noch in drei Jahren Blut sche*ßen werden", oder die eine unübersichtliche Verkehrssituation mit den Worten kommentiert "Heilige Sche*ße, wir sind gef*ckt, reich mir mal einer die Bong", lassen nicht nur berechtigte Zweifel am Ausdrucksvermögen des Schriftstellers aufkommen, sie bewirken auch genau das Gegenteil - denn so drückt sich einfach kein normaler Mensch aus.
Nach einem Schlag schmeckt Scotts Mund "wie das Innere eines Sparschweins", wird Lisey komisch angesehen, dann kontert sie mit einem "Was-guckst-Du-Schl*mpe?-Blick" - schlimmere Metaphern fand man selten.

HORROR: Kommen wir zum letzten Punkt, und dem wichtigsten, wenn man zu einem Roman eines angeblichen Horrorautoren greift; und hier erlebt man wohlmöglich die herbste Enttäuschung - denn Horror muss man hier mit der Lupe suchen; alle 70 Seiten scheint dem Autor wieder einzufallen, was man eigentlich von ihm erwartet, so dass er wahllos und hastig kurze Episoden einschiebt, die als Alibi für echten Schrecken herhalten sollen: Liseys katatonische Schwester, Scotts großer Bruder, der verrückt /bösmüllig wird, und sich wie ein wildes Tier aufführt, die geisterhafte Stimme aus dem Jenseits - all dies wirkt beliebig, ohne Gespür für den Handlungsablauf. Am schlimmsten hat sich der Autor mit dem Gegenspieler vergriffen: Der Stalker Jim Dooley (der sich erst Zack McCool nennt, ein Umstand dessen Aufklärung erneut 20 Seiten in Anspruch nimmt), ist ein vertrottelter, schlaksiger Hohlkopf mit Südstaatenakzent, der ständig Wörter falsch ausspricht ("Wolln sie mich hypnolisieren?"), und ungefähr so bedrohlich wirkt, wie ein Panzerknacker aus einem Disney-Comic.

Und so könnte man noch 10 Seiten weiterschreiben, und könnte doch nicht die Essenz dieser 700-seitigen Katastrophe einfangen. Wenn man überhaupt irgendetwas aus diesem Buch lernen kann, dann wohin eine fatale Zweckehe zwischen einem erfolgsverwöhnten Vielschreiber, und einer hörigen Fan- und Käufergemeinde führen kann, denn "Love" ist ein Buch, das die Karriere jedes gewöhnlichen Autors ohne wenn und aber ruiniert hätte; spätestens jetzt kann man davon ausgehen, dass von dem einstigen König des Horrors in ein paar Jahrzehnten nicht viel mehr übrig bleiben wird, als von seinem Vorfahren im Geiste Edgar Wallace. Stephen King hat in einem Interview einmal gesagt, er veröffentlichte nicht alle seine Werke, sondern habe auch einen Tresor mit Manuskripten, die er nicht für publikationstauglich halte: Nach "Love" kann einem bei so einem Satz Angst und Bange werden.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Schwach, schwächer,....., 21. November 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Love (Taschenbuch)
Ich gehöre zu den "hartgesottenen Fans, die ohnehin kein Werk auslassen", meine Frau ebenso, aber für uns ist inzwischen eine gewisse Grenze der "Erträglichkeit" bei den Romanen von Stephen King überschritten.
Es geht noch nicht einmal darum, dass ein King von 2000 wie einer von 1980 klingen "muss", das wäre eher ein schlechtes Zeichen, denn jeder Mensch, auch ein Autor von fantastischen Romanen, sollte sich in dieser (langen) Zeit doch ein wenig entwickeln.

Nein, irgendwie hat man bei Stephen King schon seit einigen Jahren den Eindruck, er habe sein Pulver verschossen, einfach keine rechte Lust mehr. Vielleicht aber hat er auch abgehoben, oder er will austesten was man dem Leser zumuten kann (und dieser klatscht noch immer begeistert in die Hände!).
Mögliche Gründe gibt es viele. Wir können nur spekulieren, aber Tatsache bleibt, die Romane werden immer schlechter und nichtssagender. Nichts mehr mit die Nacht durchlesen, den Roman nicht mehr weglegen können.
Nichts mehr von dem Gefühl, dass er Menschen so gut erfassen, erfühlen und beschreiben kann (ich denke z.B. an "Dolores", wo ein Mann (King) diese Frau so unglaublich gut beschreibt).

Es macht keinen Spass "Liebe" (wieder mal ein richtig blöder und nichtssagender deutscher Titel - lesen die Leute, die dafür verantwortlich zeichnen, die Romane überhaupt??) zu lesen und man ärgert sich fast über die verplemperte Zeit.
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20 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lasst die Kirche im Dorf!, 3. Januar 2007
Von 
Caliban (Süddeutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Love (Gebundene Ausgabe)
Plötzlich hat der Literaturbetrieb Stephen King entdeckt, und zwar sein Buch "Love", und plötzlich ist es vermeintlich sein größtes Werk. Ich habe "Lisey's Story" im Original gelesen und mir hat es gut gefallen; das Werk hat aber auch seine Schwächen: Auf den ersten 200 Seiten muss der Leser tapfer kämpfen. Rückblenden, das Erzählen auf verschiedenen (drei!) Zeitebenen und zunächst völlig unmotivierte Reaktionen der Heldin strengen an. Lisey ist ein Frauentyp wie man ihn (eindrucksvoller) aus Dolores oder The Reach kennt: Eine nüchterne, mutige Frau, die kein Selbstmitleid kennt, obwohl sie ein Leben lang im Schatten anderer steht, die sich auf sie stützen. Ihre psychisch kranke eine Schwester und ihre nervende andere Schwester versüßen ihr das Leben so wenig wie der Stalker, der es auf den Nachlass ihres Mannes abgesehen hat. Ein solches Szenario ist bei King nichts Neues.

Wirklich großartig gelingt ihm allerdings der Tod von Paul; hier entwirft er Szenen, die man ein Leben lang nicht vergisst. Dagegen wirkt das Zauberland, in das die Heldin leicht entfliehen kann, einfach nicht so zwingend. Hier bewegt sich die Inspiration auf dem Niveau von Bag of Bones, den ich übrigens gar nicht so schlecht fand. Die zweite positive Besonderheit des Buches ist die Grundhaltung der Heldin, nur in liebender Erinnerung über ihren verstorbenen Gatten zu sprechen. Dies gibt dem Buch einen sanften, warmen Ausklang. Dieser prägt die Lesestimmung mehr als die Pointe am Schluss des Buches, die eigentlich keine wirkliche ist, da der Leser den Gegenstand von der nur für Lisey bestimmten Story schon kennt.

Mir hat das Buch gefallen; es ist aber bei weitem nicht der stärkste Roman von King. In der Sparte der weniger fantastischen, realitätsnäheren Romane in seinem Gesamtwerk liegen Hearts of Atlantis und Dolores ganz klar in Führung. Sie sind dem literarischen Establishment bisher nur entgangen. Die Spitzenposition aller Kingbücher aus meiner Sicht - The Stand - ist überhaupt nicht gefährdet. Was soll's! Freuen wir uns darüber, dass Stepho seine Drohung nicht wahr gemacht hat und mit dem Schreiben auf so erfolgreiche Weise fortfährt. Wäre es nicht so, müssten wir am Ende vielleicht noch das "Häuten der Zwiebel" lesen - die Höchststrafe!
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Love
Love von Stephen King (Gebundene Ausgabe - 16. Oktober 2006)
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