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Kundenrezensionen

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am 6. Februar 2013
Philipp K. Dick (1928-82), der Metaphysiker unter den SF-Autoren, ist immer genial zu lesen. Er schrieb an die 60 Romane und war fünfmal verheiratet. Mysteriöse Visionen brachten ihn etwa zehn Jahre vor seinem Tod zu der Frage, ob sie göttlichen oder psychotischen Ursprungs waren. Seine Romanfigur Ragle Gumm beschleicht eine ähnliche Unsicherheit. Ragle nimmt seit mehreren Jahren an einem Gewinnspiel in der Tageszeitung teil und liegt seither immerzu richtig! Er bekommt das Gefühl, das irgendwas nicht stimmt. Lebt er in einer Scheinwelt? Warum gewinnt er jedes Mal wieder - ist das alles ein abgekartetes Spiel? Das Buch ist wahnsinnig spannend zu lesen, sehr schwer aus der Hand zu legen. Ein echter Pageturner.

Manche Details, die im Buch vorkommen, werden nicht restlos aufgeklärt, z.B. die Papierstreifen, die zurückbleiben, nachdem Gegenstände und Gebäude plötzlich spurlos verschwinden. Wer dieses Genre mag, dem wird bestimmt auch Lems "Der futurologische Kongress" oder Dicks "Die drei Stigmata des Palmer Eldritch" gefallen.
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am 17. Juni 2005
Auf jeden Fall ein toller Philip K. Dick. Ganz schön verwirrend, die Wirklichkeit und ihre Täuschungen, die sie immer wieder bereithält!
Auch spannend geschrieben - und voller Überraschungen.
Habe zufälligerweise auch eine alte Goldmann Ausgabe des Romans. In Bezug auf die 50iger Jahre passt die altmodischere Übersetzung aber da besser: ein Hamburger ist einfach nur eine kalte Frikadelle aus dem Kühlschrank, und der "Buick"-Straßenkreuzer kommt da ganz lapidar als Mercedes daher...
Aber trotzdem vier Sterne auch für HEINE, denn das Buch ist schon klasse.
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Dies ist tatsächlich der erste Roman des Autors, den ich las - und das, obwohl ich ein großer Science Fiction Fan bin.
Aufgrund der sehr vielen sehr guten Kritiken entschied ich mich für "Zeit aus den Fugen" als meinen Debutroman - und wurde nicht enttäuscht.
Was ist Schein, was ist Realität? Was sind Einbildungen, Täuschungen, wer ist ehrlich, wer nimmt es nicht so genau mit der Wirklichkeit, was ist hinter der Fassade ? Wieso löst sich ein Kiosk einfach so in Luft auf? Wieso empfängt man mit einem Kristallradio merkwürdige Stimmen und hört dazu noch seinen Namen?
Unser verstörter Held Ragle stellt sich sehr viele Fragen, fühlt sich beobachtet und denkt, dass er am Rande eines Nervenzusammenbruchs steht. Aber alles ist ganz anders....
Dieses Buch ist auch ganz anders; das gilt auch für die Lösung, die sehr überraschte, aber gleichzeitig auch etwas enttäuschte, da vieles ohne Erklärung blieb (deshalb der Punktabzug).
In guter Erinnerung bleibt jedoch die liebevolle, aber auch kritische Schilderung des etwas miefigen, langweiligen US-Kleinstadtlebens in den 50ziger Jahren, der Angst vor einem Atomkrieg, dem Streben nach Erfolg, nach wirtschaftlichem Wohlergehen. Besonders nett fand ich, dass Ragles Schwester einen Käfer fuhr und ausdrücklich die Wirtschaftlichkeit des Autos lobte - "die Deutschen wissen einfach, wie man Auto baut." Und das im Land der Riesenschlitten anno 1959!
Fazit: Ein Stück Zeitgeschichte, ein Klassiker: Sollte man unbedingt gelesen haben!
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am 21. November 2004
Mein 2. P.K.Dick Buch, und genau wie "Der unmögliche Planet" allererste Sahne. Kurzweilig, unterhaltsam, spannend, man kann das Buch kaum aus der Hand legen. Ich habe mich als Leser mit der Hauptfigur Ragle Gumm identifiziert, bin in seine Welt, das Amerika des Jahres 1959 eingedrungen, bis zur überraschenden Auflösung. für mich klar die Vorlage zu "Truman Show" und "Matrix". Lesen !!!
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am 10. Juli 2012
P.K.D war einer der ersten Autoren, der das Thema Virtuelle Realität für sich entdeckte. Und auch die Leser werden mit einer neuen Realität konfrontiert.
Normalerweise schalten wir das Radio, Fernsehen und Internet ein, um etwas über die Welt zu erfahren. Hier ist es genau umgekehrt: Der Held steht im Mittelpunkt des Interesses der öffentlichen Medien.

Auch bei Günter Jauch sehen wir eine abgeschlossene, autistische Welt. Bei Dick gibt es glücklicherweise ein Happy End.
Wie ist das, wenn der Staat in das Leben seiner Bürger derart massiv eingreift? Ist der Aufwand nicht zu hoch?

Die wirkungsmächtige Sprache erinnert stark an Kafka. Dick und Galouye (Autor von Simulacron-3) haben mit ihren Geschichten eine ganze Generation von Autoren beeinflusst.
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am 5. Mai 2009
Wieder einmal serviert uns Philip K. Dick eine skurrile Geschichte:
In einer amerikanischen Kleinstadt Ende der 1950er hat Ragle Gumm außergewöhnlichen Berühmtheit erlangt: Seit Jahren ist er der Gewinner eines komplizierten Zeitungsrätsels, bestreitet damit seinen Lebensunterhalt und ignoriert nicht nur alle Gesetze der Statistik. Doch als Personen und Gegenstände auf unerklärliche Art und Weise verschwinden und er eine alte Zeitschrift findet, die aus der Zukunft zu stammen scheint, wird Ragle misstrauisch und versucht aus seinem scheinbaren Idyll auszubrechen...

"Zeit aus den Fugen" behandelt ein bei Dick immer wiederkehrendes Motiv: die vermeintliche Realität entpuppt sich als Illusion, Wirklichkeit und Fiktion vermischen sich, Recht und Unrecht, Gut und Böse, Richtig und Falsch müssen neu definiert werden. Und er tut das in gewohnter, handwerklich hervorragender Art und Weise. Man bekommt eine Milieustudie des amerikanischen Kleinbürgertums der 50er Jahre und andererseits ist es aus der heutigen Perspektive interessant zu lesen, wie sich Dick 1959 die 1990er Jahre vorgestellt hat. Aber mich hat das Buch nicht zu 100% überzeugt. Die richtige Spannung will irgendwie nicht aufkommen. Zwar gelingt es ihm streckenweise eine bedrückende Atmosphäre zu entwickeln, in der man mit den Protagonisten mitleidet und miträtselt, was hier wohl vor sich geht und wie Gumm seinem Schicksal entrinnen kann, aber die grundsätzliche Motivation der einzelnen Charaktere bleibt etwas dünn und unglaubwürdig.

Und auch die Auflösung des skurrilen Plots, den Dick im ersten Teil des Buches interessant aufbaut, hat mir nicht wirklich gefallen. Für mich bleiben einige Ungereimtheiten zurück. Ohne die Auflösung zu verraten - es wird z.B. nicht klar, wieso in der fiktiven Welt Gegenstände (z.B. der Kiosk) verschwinden und nur ein Zettel zurückbleibt. Dieser Punkt gibt der Geschichte einen mysteriösen, geheimnisvollen Touch und lässt den Leser über virtuelle Scheinwelten oder Wahnvorstellungen spekulieren, aber diese Phänomene spielen nachher gar keine Rolle mehr und es lässt sich auch nicht durch die Auflösung der Story erklären. Auch hat sich mir nicht erschlossen, wie das funktionieren soll, dass Ragle Gumm mit dem Entschlüsseln des täglichen Rätsels in der Zeitung tatsächlich eine ganz andere Prognose abgibt... aber es muss ja auch nicht alles immer absolut logisch ablaufen in phantastischen Romanen. Und weil ich Philip K. Dick und seine tollen Storys einfach mag, gibt es für "Zeit aus den Fugen" wohlwollende 4 Sterne.

PKD-Einsteigern und auch allen anderen, die es noch nicht kennen, würde ich allerdings eher "Ubik" empfehlen.
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am 30. Mai 1999
Philip K. Dick versteht es immer wieder sehr gut die Fantasie der Leser zu beflügeln. In diesem Buch fragte ich mich nach jeder Seite welches Geheimnis Ragle Gumm umgibt. Bis fast zum Ende des Buches bleibt es Spannend, die Erklärung ist überraschen logisch und die ganze Geschichte erinnert rückblickend sehr an die Truman-Show.
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am 7. August 2010
Ragle Gumm, ledig, Mitte Vierzig, lebt bei seiner Schwester und verdient seinen Lebensunterhalt auf ganz besondere Weise. Er ist nämlich der ständige Gewinner eines Zeitungsgewinnspiels, jeden Tag errät er aufs Neue, in welchem Kästchen sich das Grüne Männchen befindet. Ansonsten führt er ein ganz normales Leben in einer amerikanischen Kleinstadt der 50iger Jahre. Doch es häufen sich die Ungereimtheiten, Menschen sowie Gegenstände erstarren plötzlich oder verschwinden. Ragle stellt Nachforschungen an und entdeckt, dass sein Leben gewaltig aus den Fugen gerät und er einer unglaublichen Verschwörung auf der Spur ist....

Dick behandelt in diesem Buch wiedermal das Thema, "Was ist real und was nicht". Aber in gewohnter Manier macht er das auf beeindruckende Weise. Er baut den Roman langsam auf, der Leser lernt erst mal die Hauptfiguren kennen und schön langsam gerät die Geschichte in Fahrt. Das Buch ist fesselnd, Dick erschuf bereits in den 50igern ein Szenario, welches heute eigentlich nur durch Filme wie "Matrix" oder "Truman-Show" bekannt ist. Er setzt dabei aber nicht auf ein Actionspektakel, sondern schildert die Story aus dem Blickwinkel ganz normaler Menschen. Und natürlich am Ende gibt es eine Riesenüberraschung, welche auch den mahnenden Zeigefinger auf die amerikanische Gesellschaft der 50iger Jahre hält.
Ich kann es Freunden anspruchsvoller Literatur nur empfehlen, dieses und auch andere Werke dieses Autors zu lesen!
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am 21. Juli 1999
Ragle Gumm ist ein ganz normaler Mensche der 60er Jahre. Er lebt bei seiner Schwester und ihrem Mann. Ungewöhnlich ist sein Beruf: Jeden Tag rät er, wo ein kleiner Punkt als nächstes in einem Raster stehen wird. Das Ganze ist Teil eines Preisauschreibens in Gumms Tageszeitung, und er ist der Gewinner seit Jahren. So lebt er fast nur für das Spiel, einen ganzen Teil des Tages verbringt er damit, den Aufenthaltsort eines kleinen Punktes vorherzusagen.
Eines Tages allerdings gerät seine Welt aus den Fugen - es beginnt langsam, er sieht Dinge einfach verschwinden, an ihrer Stelle liegen Zettel... mehr will ich nicht erzählen.
Die Geschichte basiert wie die meisten Geschichten von Philip Kindred Dick auf der Verwischung der Grenzen zwischen zwei Realitäten. Ist Gumm verrückt, oder ist die Welt nut Illusion ? Der Schreibstil ist von gewohnter (hoher) Qualität. Dennoch hat mich das Buch nicht so sehr überzeugt wie z.B. "Do androids dream of electric sheep"("Träumen Androiden von elektrischen Schafen") vom selben Author, die Geschichte wirkt etwas zu sehr konstruiert, zu viele Dinge bleiben ungeklärt. Es wirkt im Nachhinein so, als hätte Dick am Anfang ein ganz anderes Ende im Sinn gehabt als er dann tatsächlich schrieb, weswegen es einige Unstimmigkeiten gibt. Diese kann man zwar sich selbst noch erklären, aber es bleibt ein Gefühl, daß die Enden nicht verknüpft sind, das der Leser nicht alles erfahren hat. Das Buch ist an sich lesenswert, aber ich würde es nur demjenigen empfehlen, der Dick kennt und mag. Für Neueinsteiger sind seine "Klassiker" wie das o.g. "Do androids dream..." oder "Man in the high castle" ("Das Orakel vom Berg") sicher eher geeignet. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 26. August 2003
"Zeit aus den Fugen" ist das erste Buch das ich von Philip K. Dick gelesen hab und es hat mich mitunter auf das Genre heiß gemacht. Selten zuvor bin ich so angespannt vor einem Buch gesessen und war fasziniert wie vor diesem.
Kann das Buch jedem Science-Fiction Fan empfehlen und denen die sich bis jetzt noch nicht so viel damit beschäftig haben, aber neugierig sind. Aber vorsicht, wenn man erstmal eins gelesen hat gibts kein zurück mehr, man braucht einfach mehr ;).
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