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161 Rezensionen
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120 von 127 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unglaublich!!
Die guten Kritiken, egal wo man gelesen und mit wem man gesprochen hat, haben mich schon neugierig auf diesen Monumentalschinken mit 1450 Seiten gemacht. Was ich aber dann zu lesen bekam, hat meine kühnsten Hoffnungen und Erwartungen übertroffen, dachte ich doch bisher, Isaac Asimovs Foundationtrilogie könnte nicht mehr getoppt werden, so wurde ich hier...
Veröffentlicht am 23. Mai 2003 von Deval

versus
13 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sehr, sehr abgedreht...
Ein recht interessant und gut geschriebenes Buch. Zur Handlung muss ich, dank der übrigen Rezensionen, wohl nicht mehr viel sagen. Die Sprache ist sehr farbenprächtig. Schon der Beginn des ersten Kapitels ist beinahe überladen mit schillernden Details - mir persönlich zu 'bunt'.
So ist dann irgendwie auch das ganze Buch; Unterhaltsam, mutig,...
Veröffentlicht am 5. September 2005 von Elineriel


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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Imposante, epische und kreative Space Opera, 7. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Hyperion-Gesänge - Zwei Romane in einem Band: Hyperion / Der Sturz von Hyperion (Taschenbuch)
Eigentlich haben schon genug Menschen dieses großartige Buch rezensiert. Dennoch haben mich die "Hyperion-Gesänge" von Dan Simmons so beeindruckt, dass ich auch selbst noch einige Zeilen dazu schreiben möchte. Zunächst: Das vorliegende Werk ist ein Sammelband der zwei Romane "Hyperion" und "Der Sturz von Hyperion", was auch die mehr als stattliche Länge von über 1400 Seiten erklärt. Wer sich dieses Buch zulegt, muss sich also auf einige Stunden Leserei gefasst machen. Aber lohnt sich das auch? Und wie! Zum Setting:

Die Erde ist durch "Großen Fehler" in einem schwarzen Loch verschwunden und die Menschheit hat sich in einer "Hegira" genannten Fluchtwelle aufgemacht, um die Galaxis zu besiedeln. Das Ergebnis ist die Hegemonie, ein Weltennetz, dessen viele Planeten durch den Überlicht-"Hawking"-Antrieb und die sog. "Farcaster"-Portale verbunden sind. Hüter der meisten Technologien ist der "TechnoCore", ein selbstständiger Verbund hochentwickelter KIs, die jedoch mit der Menschheit verbündet sind. Hinzu kommen die Ousters, in die Weiten des Weltraums emigrierte Menschen, die gelegentlich Krieg gegen die "Ur"-Menschheit führen. Und Außerirdische? Gibt es natürlich auch. Allerdings hauptsächlich in Form von Hinterlassenschaften und Relikten. Eines davon ist das rätselhafte "Shrike", eine metallerne Mordmaschine, die scheinbar wahllos Menschen auf der Welt Hyperion dahinmetzelt und nur von den sog. "Zeitgräbern" in Zaum gehalten wird. Mitten in einer bevorstehenden Ousters-Invasion scheinen diese Gräber sich zu öffnen - und so bricht eine letzte Pilgergruppe auf, um das Geheimnis des Shrikes zu lüften...

Ja, das ist eine ziemlich lange Einleitung. Aber "Die Hyperion-Gesänge" ist auch ein ziemlich langes Werk. Die Verstrickungen, die Handlungsebenen, die involvierten Parteien, sogar die chronolgische Erzählfolge sind so vielschichtig, ineinander verschachtelt und verworren, dass es für mich eine wahre Freude war, in diese komplexe Welt einzutauchen.
Die meißte Zeit folgen wir den "Pilgern des Shrikes", eine Gruppe von vielen unterschiedlichen Charakteren, die alle ihre eigene Geschichte haben und auch erzählen. Das Set ist dabei wunderbar vielfältig und abgedreht - ein hunderte Jahre alter Dichter, ein mysteriöser katholischer Priester (Das Christentum ist mittlerweile eine seltene Sekte), eine Privatdetektivin und ein Ökotempelritter, um nur einige zu nennen. Simmons nimmt sich dabei viel Zeit, die Figuren einzuführen, vorzustellen und eine komplexe Wechselwirkung zwischen den Pilgern zu etablieren.
Aber so interessant die Mission dieser Pilger auch ist - genau so interessant ist der große Schauplatz der Politik, der ebenso beleuchtet wird. Was führt der TechnoCore im Schilde? Wird die Hegemonie die Invasion der Ousters abwehren können? Und wie passt das mysteriöse Shrike eigentlich in dieses Bild? All diese Fragen halten die Spannung hoch und so entstehen trotz der enormen Länge nur recht wenige langatmige Passagen.
Besonders beeindruckend finde ich dabei nicht nur die Kreativität, mit der Simmons seine Welten modelliert, sondern auch die Komplexität der Geschichte selbst: Es handelt sich nicht um eine simpel gewobene "Gut gegen Böse"-Geschichte aus der Literatur-Box, sondern um ein lebendiges Werk mit vielen Wendungen, Verstrickungen und "Aha!"-Momenten, sie verdient den Ausdruck "episch" im besten Sinne. Unterstützt wird dies durch Simmons flüßigen und variablen Schreibstil. Diese Diversität macht sich auch bei der Themenpalette selbst bemerkbar: Es gibt die typischen Lagerfeuer-Abenteuer-Geschichten, ästhetische Reisen durch außerirdische Welten, kreativ erzählte Einzelschicksale, aber auch Raumschlachten, knallende Action und Passagen, die sich der Technik widmen - für jeden Lesertypus scheint hier etwas dabei zu sein.

Schwächen sucht man in meinen Augen in diesem Werk fast vergeblich. Freilich kann Simmons sich durch die breite Streuung der Themen nicht sonderlich auf ein Einzelnes konzentrieren. Und obwohl er aus meiner Sicht erfreulicher Weise sehr wenig esotherische Anklänge in seinem Buch hat, kommen seine technsichen Erklärungen doch etwas pseudowissenschaftlich daher. Ein Anruf an der örtlichen Universität oder ein wissenschaftlicher Berater hätten dem Werk vielleicht gut getan. Klar, SciFi muss in gewisser Weise unglaubwürdig sein, ein bißchen sollte man aber schon auf die Schlüssigkeit achten. Darüber hinaus gibt es zwischen den beiden Einzelromanen manchmal einige unschöne Dopplungen oder Anschlussholprikeiten.
Schließlich könnte man noch einige wenige Stellen als etwas zu "überkandiddelt"/kitschig bezeichnen, aber das auf 1400 Seiten komplett zu vermeiden, wäre schon ein halbes Wunder gewesen. Und überhaupt: All diese Schwächen verblassen vor der fesselnden Atmosphäre und der Spannung, die dieses Werk generiert. "Die Hyperion-Gesänge" ist amüsant, philosophisch ansprechend, lyrisch (und insbesondere hier viel weniger aufdringlich als etwa Hal Duncans "Vellum"-Reihe), traurig und vieles mehr. Man könnte so vieles über dieses Buch sagen, aber dennoch komme ich nun zum Ende.

Fazit:

"Die Hyperion-Gesänge" von Dan Simmons haben sich für mich die vollen 5 Punkte verdient. Ein Werk in dieser epischen Länge, mit einer so ausgeklügelten Geschichte, einem so hohem Maß an Kreativität und lebendigen Charakteren kommt einem nicht all zu häufig unter die Finger. Empfehlen kann ich dieses Buch vorbehaltslos jedem Space-Opera- oder SciFi-Fan, aber auch jedem Freund einer großartigen Belletristik, der sich an den zuvor genannten Elementen nicht stört. Dieses Buch schlägt in meinen Augen sowohl Hal Duncans "Vellum" um Längen, als auch seine eigene "Illium"-Reihe. Und wer nach so vielen freudigen Lesestunden traurig ist, weil er das Buch zur Seite legen muss, kann sich freuen: Mit "Endymion" gibt es fast ebenso langes Nachfolgewerk, welches die eigentlich abgeschlossene Geschichte sehr gut fortsetzt. Also: Kaufen, das Ding!
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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Beginn einer wunderbaren und phantastischen Freundschaft, 13. August 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die Hyperion-Gesänge - Zwei Romane in einem Band: Hyperion / Der Sturz von Hyperion (Taschenbuch)
Obwohl schon etliche Rezensionen dazu existieren, möchte ich trotzdem ein paar Worte dazu verlieren, denn mit diesem Werk begann meine Liebe zu Dan Simmons.

Nicht nur, dass Simmons ein überaus wortgewaltiger Schriftsteller ist, sondern er beeindruckt oft durch sein Allgemeinwissen und/oder die Fähigkeit Hintergründe zu recherchieren und diese dann seinen Lesern in spannender Form zu vermitteln.

Ein Paradebeispiel dafür sind gerade DIE HYPERION-GESÄNGE sowie dessen Fortsetzung ENDYMION.
Im Gewand eines Science-Fiction Romans wird einem praktisch ziehmlich jede bedeutende Religion und deren Philosophien nähergebracht und erklärt.
Jedoch nicht schulmeisterlich oder gar langweilig, sondern eigentlich nur nebenbei im Zusammenhang mit der Beschreibung vieler Welten mit mannigfaltigen Systemen der sogenannten "Hegemonie".
Die "Hegemonie" ist der Verbund, der von Menschen besiedelten Planeten, nachdem die Erde durch einen tragischen "Unfall" scheinbar vernichtet worden ist.
Einen Zweig der Menschheit hat es in den leeren Raum verschlagen, in dem sie in riesigen biologischen Stationen leben. Diese Menschen werden "Ousters" genannt und die meisten von ihnen haben physiologisch mit den noch auf Planeten lebenden Artgenossen nicht mehr viel gemein, da sich ihre Körper evolutionstechnisch den extremen Lebensbedingungen des Weltraums angepasst haben.
Allein die Beschreibung dieser illustren Gesellschaft reicht aus, um aus diesem Roman etwas besonderes zu machen und dabei wird das Thema an sich nur am Rande behandelt.
Lange Rede kurzer Sinn: Für die Menschen der Hegemonie sind die Ousters das Feindbild und es herrscht ein erbahrmungsloser Vernichtungskrieg.

Die konspirierende Macht hinter diesem Krieg hätte eigentlich leichtes Spiel, wenn es da nicht eine unerklärbare Raum/Zeit-Anomalie auf dem Planeten Hyperion geben würde, der sich am Rand des Einflussgebietes der Hegemonie befindet.

Sechs sehr unterschiedliche Charaktere werden nun beauftragt, dem Geheimnis dieser Anomalie auf die Spur zu kommen, bevor Hyperion von den Ousters angegriffen wird.
Die Mission ist sehr gefährlich und im Prinzip ein Himmelfahrtskommando, weil das Epizentrum der Anomalie sich bei den sagenumwobenden Zeitgräbern befindet und diese werden von einem Wesen namens "Shrike" bewacht. Das Shrike aber ist absolut tödlich.

Wie schon Philip K. Dick in seinen Geschichten, die sozialen Bruchstellen der Gegenwart durch Verlegung der Handlung in die Zukunft offenlegte, benutzt Simmons diesen Kniff hier auch. Allerdings in einer epischen Breite, die bei Dick nicht vorkommt, denn der hat hauptsächlich Kurzgeschichten verfasst. Auch werden technische Fortschritte bei Simmons sehr deutlich gemacht, währen Dick dieser Aspekt der Zukunft nicht so stark interessiert hat.

Aber die Gemeinsamkeit der beiden Schriftsteller Dick und Simmons ist, dass sie in ihren Romanen vieles vorweg nahmen, was wir heute schon erleben:
Demokratische und tolerante Sozialstrukturen werden von inneren und äußeren Kräften ausgenutzt, die mit Pluralismus, Toleranz und der Freiheit des Individuums nichts am Hut haben, um letztendlich totaltäre Systeme aufzubauen, die ihre Macht sichern.

Auch in den HYPERION-GESÄNGEN kommt die innere Machtübernahme schleichend, mehr und mehr strategisch wichtige Posten werden kontrolliert, wie die Farcaster (das interplanetare Transportnetz), die Datensphäre (das absolut interaktive Internet der Zukunft) und die Verunsicherung der Öffentlichkeit durch Informationen über die angeblich so gnadenlosen Ousters.
Nur wenige begreifen, dass das Überleben aller davon abhängt, ob das Blatt noch mal gewendet werden kann und aller Unterschiede zum Trotz, eine produktive Zusammenarbeit möglich ist oder eben nicht.

Kommt Ihnen diese Situation bekannt vor ? Ja?
Kein Wunder. Es ist die Beschreibung des Zustandes unserer Welt.
Dieses Buch ist ein Lehrstück in einem spannenden Gewand.

Zu empfehlen auch Lesern, die sonst nichts mit Science-Fiction anfangen können, weil ihnen die ausufernden technischen Beschreibungen nicht gefallen.
Für alle Science-Fiction-Fans ist es sowieso ein Muss.
Besonders zu empfehlen für Menschen, die ihren Lieblingsautoren noch nicht gefunden haben oder mal wechseln wollen:-)

Wie schon anfangs erwähnt, war die Lektüre dieses Romans für mich der Beginn einer wunderbaren Freundschaft voller phantastischer simmonscher Ideen und und Welten, womit ich alle seine Werke meine.
Danke Dan.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Klassikere in spe, 5. August 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Hyperion (Gebundene Ausgabe)
Die Struktur von "Hyperion" erinnert stark an Chaucers "Canterbury Tales". Auch hier erzählen die einzelnen Personen, Priester, Krieger usw. ihre Geschichte. Trotzdem ist die Handlung nicht abgehackt, sondern die einzelnen Handlungsfäden verweben sich zu einem komplexen Ganzen. Über die Geschichte wurde schon in den obigen Rezensionen referiert, daher nur eine kurze Anmerkung zum Ende: dieses ist nämlich ein ziemlicher Cliffhänger und das ist so ziemlich das einzige was man an dem Buch aussetzen kann. Besonders hat mir gefallen wie der Autor verschiedenste Ideen einbringt und das Buch dennoch als harmonisches Ganzes wirkt.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gehört in den Bücherschrank, 22. November 2000
Von 
Alex Frankenberger (Pfarrkirchen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Hyperion (Gebundene Ausgabe)
Hyperion und die Folgebände unterscheiden sich extrem von der SF, die ich bisher gelesen habe. Viele Autoren versuchen, Technik zu erklären, Gesellschaftssysteme zu erklären, Menschen vorzustellen. Bei Dan Simmons hat man den Eindruck, daß "Hyperion" der zweite Band der Serie ist und man den ersten Band versäumt hat. Das hat mich am Anfang etwas Zeit und Nerven gekostet und mich fast dazu veranlaßt, das Buch wieder wegzulegen.
Aber nach einiger Zeit werden praktisch alle Unklarheiten aufgeklärt, so daß man bei neuen "Stolpersteinen" schon gespannt auf die Erklärung wartet (was sich allerdings auch mal bis zum Folgeband hinziehen kann). Das gesamte Hyperion-Universum ist perfekt ausgereift, alle Zusammenhänge sind schlüssig (wenn man mal durchgeblickt hat). Extrem faszinierende, mächtige Wesen und unglaubliche Ideen am laufenden Band halten den Leser bis zum Schluß des vierten Bandes regelrecht gefesselt.
Also: Geduld wird belohnt. Sicher ein Buch, das man als SF-Kenner gelesen haben MUSS. Nervig für mich waren eigentlich nur die vielen Gedichte, teils in Englisch, die mir nicht so zugesagt haben.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Science Fiction der Extraklasse, 23. Oktober 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Hyperion-Gesänge - Zwei Romane in einem Band: Hyperion / Der Sturz von Hyperion (Taschenbuch)
Die Hyperiongesänge vereinigen alles in einem; blühende Phantasie, Erzählkunst, Logik und Diziplin. Auf knapp 1500 Seiten läßt Simmons ein völlig fremdes und doch irgendwie vertrautes Universum entstehen. Der Leser taucht in eine Welt ein, die bis ins Detail durchkomponiert ist. Dabei ist das von Simmons geschaffene Universum ungeheuer vielschichtig und bunt; vom schrecklich mythischen Shrike über Farcasterportale und ihre Auswirkungen auf die Zivilisation, Zeitgräber bis hin zu KI und der totalen Vernetzung. Alles kommt vor; Raumschlachten, Cybride, Androiden, Klone oder Ergs und alles passt zusammen.
Matrix wirkt gegenüber Hyperion wie eine zweidimensionale Grafik gegenüber einer dreidimensionalen Holographie.
Trotz satten 1400 Seiten verliert sich Simmons nicht in hohlem Gelaber und Phrasen, sondern steuert auf ein konsequentes Ende zu. Dabei birgt die Saga neben schillernden Beschreibungen der verschiedensten Welten und Persönlichkeiten auch ein gerüttelt Maß an Philosophie.
Alles in allem; ich habe das Buch innerhalb von vier Tagen verschlungen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Hyperion" lässt selbst die Großen alt aussehen [spoiler free!], 8. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Hyperion-Gesänge - Zwei Romane in einem Band: Hyperion / Der Sturz von Hyperion (Taschenbuch)
Ich lese seit 20 Jahren Science-Fiction - von Asimov, Banks, Clarke, Cole, Herbert, Hamilton, und vielen weiteren habe ich alles verschlungen, was der Büchermarkt hergibt. Und ich kann guten Gewissens sagen: Dan Simmons gehört zu den Besten.
Ich würde "Hyperion" und den Folgeband "Der Sturz von Hyperion" (hier zusammengefasst als "Hyperion-Gesänge") ohne zu zögern höher werten als viele der legendären Klassiker. Könnte ich 3 Bücher mit auf eine einsame Insel nehmen, die "Hyperion-Gesänge" wären mit dabei! Das Buch hat nicht ohne Grund Preise gesammelt wie andere Leute Briefmarken...

Die Geschichte um die Gruppe an Pilgern, die nach Hyperion aufbricht, um dort dem lebendig gewordenen Alptraum des "Shrike" gegenüber zu treten, gehört mit zum Spannendsten, was ich je gelesen habe. Jeder Pilger erzählt die Geschichte seines Schicksal, das auf ganz eigene Art mit dem "Shrike" und mit Hyperion verbunden ist und jede dieser Geschichten schlägt schon für sich die meisten Bücher da draußen. Nicht nur sind alle Geschichten im Inhalt anders, sie sind es auch im Stil (mal ein Detektiv-Thriller, mal action-geladenes Schlachtengemälde, mal herzzerreißendes Drama,...). Selten war ich so entsetzt, gerührt, erschrocken, abgestoßen und amüsiert wie in "Hyperion".

Viele Motive und Ideen, die Dan Simmons verarbeitet, finden sich in den Werken anderer Autoren oder in Filmen wieder. Ja man findet Parallelen selbst da, wo man sie kaum vermutet hätte (einfach mal "Hyperion" lesen und danach die Komödie "50 erste Dates" schauen). Dass das Buch neben all der Spannung und dem guten Plot auch noch tiefgründige philosophische Fragen aufwirft (die Opferung Isaaks, der Wert des Lebens, die Bedeutung von Toleranz gegenüber Andersartigem) macht ein sehr gutes Buch zu einem großartigen.

Doch bei allem Überschwang, den ich hier verbreite, ist das natürlich auch Simmons' Werk mitnichten "perfekt". Manchmal ergießt sich Simmons ins gewöhnungsbedürftige Floskeln (das immer wiederkehrende "Lapislazuli" wurde ja schon erwähnt). Die Frage, warum ausgerechnet Keats - und nicht etwa ein (insbesondere im Ausland) bekannterer Literat verarbeitet wurde, stelle ich mir immer noch.
Simmons' Dialoge empfinde ich oft als "gut", aber nicht als "sehr gut". Gleiches würde ich auch für seinen Schreibstil insgesamt sagen: Er ist gut, angenehm zu lesen, aber eben nicht herausragend. Was "Hyperion" auszeichnet - und was es zu einem der lesenswerstesten Bücher überhaupt macht - ist die Geschichte selbst, mit all ihren Irrungen, Wirrungen und Wendungen. Der Plot ist schlichtweg um Welten besser als die überragende Masse an Sci-Fi Literatur.

Wofür ich Simmons aber am dankbarsten bin: "Hyperion" gab mir etwas, was ich von vielen Werken aus dem Bereich Sci-Fi leider viel zu selten bekomme. Charaktere, mit deren Schicksal ich mitfiebere. Emotion. Das Gefühl, in den 7 Pilgern 7 Freunde gefunden zu haben, deren Schicksal ich nicht immer teilen will, aber muss.

Fazit: Ein klares MUSS für jeden, der auch nur ansatzweise etwas mit Sci-Fi anfangen kann. Selten habe ich in einem Buch so tolle Charaktere und einen so guten Plot vorgefunden wie in "Hyperion". Ein großartiges Buch, das man am Ende so ungern zuklappt, dass man sich selbst einen spontane Attacke von Demenz wünscht, nur, um es auf der Stelle nochmals lesen zu können!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Simmons und das Shrike, 4. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Hyperion-Gesänge - Zwei Romane in einem Band: Hyperion / Der Sturz von Hyperion (Taschenbuch)
Ohne jeden Zweifel eines der größten und besten Science-Fiction Romane aller Zeiten, an das allenfalls Frank Herberts Dune, mit dem es oft verglichen wird, noch heranreicht. Simmons überwältige Sprachgewalt, die perfekt ausgearbeite Welt und eine sich über mehrere Jahrhunderte erstreckende Story ziehen den Leser sofort in ihren Bann. Bereits der erste Satz dieses Magnum Opus ist absolut grandios und stimmt perfekt auf die kommenden knapp 1500 Seiten ein, welche zwar den Faden um die Geschichte um die Zeitgräber, die sechs Auserwählten und den Planeten Hyperion vorübergehend abschließt, nur um sie im Folgeband Endymion zu ihrem sensationellen Ende zu führen.
Es gibt vieles, was man an Hyperion hervorheben könnte und jeder einzelne Aspekt hätte es vollauf verdient, doch gilt es wohl besonders eine, wenn nicht sogar DIE fasznierendste Nebenfigur der (Science-Fiction) Literatur gesondert zu erwähnen: Das Shrike. Ein halb-organisch, halb-mechanisches Wesen von ultimativer Destruktionskraft, welchem im Buch nur wenig Seiten und darüber hinaus kein einziges (!) Wort an Text zugesprochen wird, dessen von Simmons aber perfekt ausgearbeitete Aura aber das gesamte Werk durchdringt und darin permanent unterschwellig mitschwingt. Ganz egal, was der individuelle Leser über dieses Meisterwerk denken mag, das Shrike wird er garantiert niemals vergessen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geniestreich mit Anspruch!, 7. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Hyperion-Gesänge - Zwei Romane in einem Band: Hyperion / Der Sturz von Hyperion (Taschenbuch)
Tja, wo fange ich an?
Dieses Gesamtwerk hat es in sich. Dan Simmons hat in einem unglaublichen Kraftakt nicht nur ein Meisterwerk geschaffen. Er liefert auch diverseste Themen wie Religion/Ethik/Physik/Zeittheorie/Moral/Mathematik/Evolution/Quantenmechanik!!!! etc,etc......gleichzeitig auch mit. Und das so interessant und visuell, dass ich das Buch in kürzester Zeit durchgelesen hatte.
Wer also dieses Buch in die Hände nimmt, hat einen Roman mit einem gewissen Anspruch in den Händen. Aber darauf sollte man sich einlassen. Denn dafür wird man mehr als Belohnt!
Aber das Ganze hat auch eine versteckte Kehrseite: Denn hat man Hyperion und Endymion von ihm gelesen, verführt dieses Niveau der Romane dazu, andere Sci-Fi-Bücher an diesen Beiden zu messen. Und da wird die Luft für viele andere Romane sehr, sehr dünn.
Nun, wer mal wissen will, wie gut Bücher sein können und Spaß an Büchern hat, die sich vom Einheitsbrei abheben, der sollte hier zugreifen!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandios, 12. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Hyperion-Gesänge - Zwei Romane in einem Band: Hyperion / Der Sturz von Hyperion (Taschenbuch)
Ich lese schon seit fast vierzig Jahren Science Fiction, aber so etwas ist mir noch nicht begegnet . . .
Einige Pilger erzählen sich auf der Reise zu ihrem Pilgerziel, wie sie auf die Idee zu dieser Fahrt gekommen sind. Soweit der Plot. Klingt auf Anhieb nicht so prickelnd. Und dann wird man sehr überrascht. Jede dieser Geschichten eröffnet ein ganzes Universum, in das man sofort hineingesogen wird.
Und in diesem Universum wird alles geboten: Raumschlachten und Menschheitsevolution, persönliche Schicksale, Ökoplaneten, Aliens, Zeitreisen, Mystizismus oder fast magische Technologie. Es treten mächtige KIs, Wesen aus der Zukunft, wiedererweckte Dichter der Romantik, Delphine und ethnologisch zu erforschende Ureinwohner diverser Planeten auf.
Dementsprechend auch das literarische Feuerwerk, das Simmons hier abbrennt: Da trifft die Literatur von Raymond Chandler auf John Keats, der Horrorroman auf die Space Opera, der Cyberpunk auf den politischen Journalismus. Und trotz dieser Bandbreite aus einem Guss, so spannend geschrieben, dass man überhaupt nicht aufhören will zu lesen. Eine Droge. Und einer der besten Science-Fiction-Romane aller Zeiten!
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jenseits des Trivialen: Ein SF-Klassiker!, 23. März 2003
Rezension bezieht sich auf: Hyperion (Gebundene Ausgabe)
Hyperion stellt nicht nur ein Produkt visionärer Phantasie dar, sondern hat seine Wurzeln im Leben und in Gedichten von John Keats (1795 - 1821).
Kling schwierig, ist es aber nicht.
Dan Simmons verbindet offensichtlich mehr mit den Geschichten und Erzählungen Ray Bradburys, der ebenfalls mit sehr viel Geschick poetische Gedanken englischer und amerikanischer Dichter in seine Werke einfließen ließ, als mit beinahe dem ganzen Rest des SF-Genres. Offensichtlich. Aber nicht ausschließlich.
Unter dem Mantel der traditonellen Form der Reiseerzählung läßt Simmons sechs Personen von ihren Erlebnissen berichten. "Hyperion" ist dabei aber mehr als eine Homage an John Keats - es ist der Versuch der Loslösung der Science Fiction von ihren trivialen Elementen. Simmons gelingt es, SF als Teil der Hochliteratur darzustellen, als Teil einer literarischen Entwicklung; "Eine epische tour de force in einer Zeit der mittelmäßigen Farce", wie er auf Seite 281 schreibt.
Die sechs einzelnen Erzählungen, die den Großteil des ersten Bandes ausmachen, sind nicht nur Teile eines Puzzles und nicht nur Nachahmung eines klassischen Vorbilds - es sind sechs grundverschiedene SF-Geschichten. Simmons vereint die verschiedenen Stilrichtungen der Science Fiction und weist ihnen - durch den Bezug auf die litararischen Grundlagen - einen Platz in der Literatur(geschichte) zu. Er verläßt damit den Rahmen des Trivialen, in dem wir es uns so häuslich eingerichtet haben.
Hochgestochene Worte, die doch nur besagen, daß das Buch ein schwieriges und unleserliches Kuddelmuddel ist, wird mancher Leser jetzt denken. Keineswegs.
Das Universum, in welchem "Hyperion" angesiedelt wurde, ist bizarr und faszinierend. Da sind "Baumschiffe", riesige Bäume, umhüllt von einem Energiefeld und angetrieben von der Lebenskraft der Pflanzen, da sind Flammenbäume, die elektrische Energie unvorstellbaren Umfangs speichern und abgeben, da sind künstliche Intelligenzen die in einer eigenen Welt leben und Menschen, die ein Tor zu dieser Welt gefunden haben, da gibt es unerklärliche Labyrinthe in den Krusten verschiedener Planeten, da sind Häuser, deren Räume auf verschiedenen Planeten liegen und viele derartige Dinge mehr.
Die einzelnen Erzählungen umfassen einen guten Teil der Bandbreite der fantastischen Literatur: von Cyberpunk bis Fantasy reicht das Spektrum.
Was soll ich über ein Buch, das ich im "einem Rutsch" gelesen habe, noch sagen?
"Hyperion" ist das, was die SF vorgibt zu sein: eine Vision von der Menschheit und der Menschlichkeit in der Zukunft.
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Die Hyperion-Gesänge - Zwei Romane in einem Band: Hyperion / Der Sturz von Hyperion
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