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73 von 75 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Geschmackssache.
Nach ca. 12 Jahren Abstinenz habe ich diese Reihe nochmal begonnen (diesmal in der schicken Ausgabe von Heyne)- und komme zu einem vollkommen anderen Urteil. Nach wie vor finde ich das Buch sehr unterhaltsam, allerdings ist das vermutlich mehr meinen Jugenderinnerungen zu verdanken als dem Roman. Unbedarften Lesern, die die Geschichten um die Kinder der Erde noch nicht...
Veröffentlicht am 24. September 2009 von fusselbiene

versus
3.0 von 5 Sternen E-book heruntergelanden auf Kindle Paperwhite G3
Ayla - vermutlich ein Cro-Magnon-Mädchen - wird von einem "Clan" (Neandertaler?) großgezogen. Dieses Buch ist sehr spannend zu lesen, allerdings nicht gerade hohe Literatur. Die Gefühle heutiger Menschen werden nämlich zu sehr auf diese Steinzeitmenschen projiziert, die vermutlich völlig anders dachten und fühlten als wir. Dennoch...
Vor 3 Monaten von Steinkamp Claus-Albert veröffentlicht


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73 von 75 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Geschmackssache., 24. September 2009
Von 
fusselbiene - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Ayla und der Clan des Bären (Ayla - Die Kinder der Erde, Band 1) (Taschenbuch)
Nach ca. 12 Jahren Abstinenz habe ich diese Reihe nochmal begonnen (diesmal in der schicken Ausgabe von Heyne)- und komme zu einem vollkommen anderen Urteil. Nach wie vor finde ich das Buch sehr unterhaltsam, allerdings ist das vermutlich mehr meinen Jugenderinnerungen zu verdanken als dem Roman. Unbedarften Lesern, die die Geschichten um die Kinder der Erde noch nicht kennen, möchte ich darum hier ein Pro und Kontra präsentieren.

Zunächste zur AUSGABE VON HEYNE:
+ Schicke Cover, tolles Layout, angenehmes Druckbild für Nachtleser - eine schmucke Reihe für das heimatliche Bücherregal also.
- Das Geld für das neue Coverartwork wäre besser in eine anständige Bindung und eine neue Übersetzung geflossen. Zu letzterem äußere ich mich weiter unten nochmal.

Nun zum INHALT:
+ Interessant geschriebene, spannende Romanreihe mit einer beeindruckenden Hauptperson. An Aylas Seite und durch ihre Augen kann man eine wirklich gute Abenteuer-/Survival-/Liebesgeschichte erleben, wenn man sich auf das Buch einlässt. Potentiell durchaus suchtgefährlich.
- Nach dem ersten, vielleicht auch dem zweiten Buch erfindet Ayla so ziemlich alles, was man an Werkzeugen aus der Steinzeit so kennt. Sie bereist auch fast ganz Europa zu Fuß und zu Pferde. Jeder einzelne dieser Handlungsstränge ist gut durchdacht und nett zu lesen, aber auf Dauer (so rund um Buch 5) möchte man Ayla unter Umständen mit einer ihrer Erfindungen erwürgen.

+ Das Detailreichtum erweckt den Eindruck, dass die Autorin sich intensiv mit Heilpflanzen und Steinzeitgeschichte auseinandergesetzt hat. Für einen unbedarften Leser lässt das gewisse Szenen sowie den ganzen Hintergrund der Geschichte extrem lebendig erscheinen und schafft wunderbarstes Kopfkino. Auel hat sich viele Gedanken um Gebräuche und Sozialleben ihrer Erdkinder gemacht und entwirft ein glaubhaftes Bild ihrer verschiedenen Stämme und Völker.
- Leider nur für unbedarfte oder gutwillige Leser - wer sich näher mit anthropologischen oder archäologischen Themen beschäftigt und sein Fachwissen über die Steinzeit beim Genuss dieses Buches nicht ausblenden kann, wird das dringende Bedürfnis verspüren, seinen Kopf wiederholt auf die Tischplatte krachen zu lassen.

+ Der Erzählstil der Autorin ist frisch, lebendig und absolut fesselnd. Sehr oft findet man gute Ideen in schlechten Erzählstil verpackt, das ist bei Jean M. Auel definitiv nicht der Fall.
- Leider ist das nur bei der englischen Ausgabe der Fall - die deutsche Übersetzung der Reihe ist für Freunde von schöner Sprache leider eine Hölle von Schmerzen zwischen zwei Buchdeckeln. Im ersten Buch wurde das im Alleingang erreicht durch eine Übersetzerin mit deutlichen Grammatik- und Ausdrucksschwächen, die über das Erzähltalent und den literarischen Gusto einer benutzten Sportsocke verfügt. Leider hat man auch für die Neuausgabe niemanden um eine Neuübersetzung bemüht, die die Reihe und vor allem der erste Band, der sich besonders schrecklich hervortut, DRINGEND braucht.

+ Zahlreiche Sexszenen, die mit zu dem Besten und Schönsten gehören, was das Genre der Liebesromane zu bieten hat. Wer Freude am pitzelnden Lesen hat, wird mit Sicherheit Freude an dieser Reihe finden können.
- Zahlreiche Sexszenen und Beziehungsklitschen, die mit enervierender Häufigkeit auch zu Momenten auftauchen, an denen normale Menschen essen. Oder schlafen. Oder... keine Ahnung, irgendwas anderes sinnvolles tun. Beziehungsprobleme sind in dieser Buchreihe omnipräsent, absehbar - und natürlich beginnen und enden sie mit Sex. Jetzt ist es zwar nicht so als ob Jondalar spätestens alle drei Seiten über seine Ayla rutscht (pardon!), aber wenn man für Sexszenen nichts übrig hat, ist man in diesem Buch falsch. Sehr, SEEEEEHR, falsch.

Die negativen Punkte sind länger und elaborierter als die positiven, was einen falschen Eindruck wecken könnte. Tatsächlich finde ich die Buchreihe zumindest bis Band 3 absolut genießbar, danach zumindest noch gut. Allerdings hat die Reihe doch leicht wahrnehmbare Schwächen, die einen kritischen Leser an die Decke treiben können. In meinem Bekanntenkreis scheidet diese Reihe die Geschmäcker - auch bei Leuten, die normalerweise die gleichen Bücher mögen.
Wer nun den Kopf wiegt und nicht sicher ist, sollte vielleicht erst einmal in die Bibliothek seines Vertrauens watscheln oder eines der 0,30€-Angebote hier auf amazon.de wahrnehmen und die Nase ins erste Buch stecken (wenn möglich in die Originalausgabe). Denn ob das Buch nun Liebe aufs erste Kapitel ist oder doch eher ein potentieller Grillanzünder muss man selbst herausfinden. :)
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannung pur, doch das berühmte Haar findet sich auch hier, 28. Juni 2004
Rezension bezieht sich auf: Ayla und der Clan des Bären (Ayla - Die Kinder der Erde, Band 1) (Taschenbuch)
"Das Leben unserer Vorfahren in der Geburtsstunde der menschlichen Zivilisation".
Die Autorin erzählt genau das in ihrem über 5000 Seiten starken Epos "Die Kinder der Erde", dessen erster von fünf Bänden dieser Roman bildet. Das Buch ist sehr gut geschrieben, es lässt den Leser nicht mehr los und führt ihn tief in die Rituale und Gegebenheiten des Lebens innerhalb eines Steinzeitlichen Clans von Neandertalern ein. Geschickt wird durch die Andersartigkeit von Ayla, die ein Homo sapiens sapiens ist, der Clan beschrieben, denn sie ist in allen Dingen den Leuten dort weit voraus und daraus erbeben sich ständig Reibereien mit den Clanmitgliedern, die nicht verstehen können, was an diesem Mädchen so anders ist. Durch das ganze Buch hindurch zieht sich als rote Faden ihrer Querelen mit dem Sohn des Clanführers und die Spannungskurve zur finalen Katastrophe am Ende des Buches steigt stetig an. Ich zumindest konnte selbst um 03:00 Uhr Nachts das Buch kaum aus den Händen legen, obwohl ein paar Stunden später der Wecker klingeln würde. Ein Haar in der Suppe hat aber auch dieser Roman: Man merkt schon, das die Autorin aus dem puristischen Amerika kommt und in den 30er Jahren des vorherigen Jahrhunderts geboren wurde. Sie hat die Verhaltensweisen der Frauen in der Steinzeit leider so beschrieben, wie ihre christliche Erziehung es ihr eingebläut hat...
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37 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine emotionale Achterbahnfahrt!, 2. August 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ayla und der Clan des Bären (Ayla - Die Kinder der Erde, Band 1) (Taschenbuch)
Eine gute Freundin (nicht meine!) brachte mir das Buch "Ayla und der Clan des Bären" nach meiner Bandscheiben-OP ins Krankenhaus mit. Ich hatte also endlos Zeit zum lesen und brauchte trotzdem fünf Tage für das Buch, weil ich so oft zurückgeblättert und nochmals nachgelesen habe. Nun sind fünfhundertseitige Frauenschicksale nicht gerade meine übliche Lektüre, das geht wohl den meisten Männern so. Ein paar Mal war ich so voll Zorn über die vielen Ungerechtigkeiten, die Ayla widerfahren, daß ich das Buch eigentlich nicht zu Ende lesen wollte. Schließlich ist ja auch kein Happy End in Aussicht, im Gegenteil, das dramatische Ende zeichnet sich mit jeder Seite deutlicher ab. Nun, ich habe es trotzdem zu Ende gelesen, und ich habe begriffen, daß eine solche Aneinanderreihung von Schicksalsschlägen auf fünf Lesetage verteilt zwar unmenschlich erscheint, aber in der Geschichte ja eine Zeitspanne von neun Jahren abdeckt. Auf neun Jahre verteilt mag ein solches Schicksal vielleicht zu ertragen sein, zumal es ja auch gute Zeiten für Ayla gab. Inzwischen habe ich das geliehene Buch zurückgegeben und alle fünf bisher erschienenen Bände selbst gekauft. Und dabei ist es mir völlig egal, ob die anderen Teile genauso stark sind oder schwächer (wie in manchen Rezensionen zu lesen ist), ich will einfach nur wissen, wie die Geschichte um Ayla zu Ende geht. Mein Tipp? Wer eine (Höhlen)bärenstarke Fantasy-Story mit einer (Höhlen)löwenstarken Heldin verkraften kann, muß zugreifen. Wer prähistorische Korrektheiten und gesicherte paläoanthropologische Erkenntnisse erwartet, nun, der muß leider Fachliteratur kaufen.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bitte nicht stören: ich lese...., 7. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Ayla und der Clan des Bären (Ayla - Die Kinder der Erde, Band 1) (Taschenbuch)
Vor Jahren bereits einmal gelesen, ist es mir dieser Tage wieder in die Hände gefallen, und wieder hat die Handlung mich gefesselt. Allerdings ist es für mich auch das beste Buch aus der Ayla Reihe muss ich zugeben. Die darauf folgenden Romane basierend auf Aylas Leben, haben nach meinem Geschmack, nicht anknüpfen können an der Spannung des ersten Bandes. Worum geht es? Ayla verliert als Kind durch eine Naturgewalt in Form eines Erdbebens/Erdrutsches ihren Stamm. Völlig durcheinander und bis zur Erschöpfung irrt sie danach tagelang durch die Wildnis, in der Hoffnung doch noch auf jemanden von ihrem Clan zu stoßen. Schließlich wird sie, mehr tot als lebendig von den Neandertalern aufgefunden. Dort wird sie dann auch aufgenommen, allerdings nicht ohne dass ihr Auftauchen Unruhe auslöst bei den Clan Leuten. Besonders Iza, die Medizinfrau des Clans setzt sich, soweit möglich, für sie ein und schließt sie auch in's Herz. Im Laufe der Zeit bringt Iza Ayla einiges an Wissen bei. Als Leser begleiten wir Ayla die nächsten Jahre und erfahren so manche Benachteiligung und Demütigung, die das Mädchen im Clan so manches mal erleiden muss durch den Clananführer, aber es gibt ja noch Iza und Creb.... Dieser Roman lebt ja von der Zeit in der er spielt, nämlich zur Zeit der Neandertaler. Das ist für mich der Reiz dieser Geschichte.

Dieser Roman beflügelt die Fantasie ob es jemals Berührungspunkte gab. Fünf Sterne!
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4.0 von 5 Sternen Gefällt mir, 8. März 2015
Rezension bezieht sich auf: Ayla und der Clan des Bären (Ayla - Die Kinder der Erde, Band 1) (Taschenbuch)
Cover
Das Cover ist in einem erdigen Rot gehalten und zeigt die Höhlenzeichnung eines Bären. Die Schrift hebt sich durch das weiß und gelb gut leserlich vom Hintergrund ab, was ich persönlich immer ziemlich wichtig finde. Es gibt nichts Schlimmeres, als einen Titel nicht lesen zu können. Das Bild passt außerdem sehr gut zu der Geschichte, denn wie der Titel schon sagt, geht es um den Clan des Bären.

Meine Meinung
Es ist schon ein paar Jahre her, seit ich diese Reihe zum ersten Mal gelesen habe. Damals schon war ich ziemlich begeistert von der detaillierten Art der Autorin, die Geschichte zu erzählen. Aylas Leben beim Clan wird sehr genau und auch ausführlich beschrieben. Man erhält unglaublich tiefe Einblicke in das Leben der Steinzeit-Menschen. Die Autorin vermittelt den Eindruck das vieles geschichtlich (und auch zeitlich) wirklich so abgelaufen sein könnte. Ayla scheint eine Pionierin zu sein und kann mit der Lebensweise des Clans nicht immer etwas anfangen. Meist bewusst lehnt sie sich gegen die üblichen Verhaltensregeln auf und erweckt so Aufsehen.

Im ersten Teil werden ungefähr zehn bis zwölf Jahre von Aylas Leben behandelt. Das erscheint einem nicht nur unglaublich lange, sondern die Dicke des Buches beweist auch, dass vieles um- und auch beschrieben wird.

Mir gefällt der erste Teil der Reihe sehr gut und ich konnte mich auch jetzt, nach ein paar Jahren, wieder völlig darin verlieren. Ich mag die vielen Details, die Jean M. Auel herausarbeitet und wie viel sie beschreibt. Auch werden immer wieder Dinge erzählt, die man fast schon als „wissenschaftlich“ bezeichnen könnte. Zum Beispiel erklärt die Autorin, wie es sein konnte, dass sich damals die Landschaft so schnell verändert hat oder wie genau ein Gletscher „arbeitet.“ All das hat mich schon vor Jahren fasziniert und gefällt mir immer noch sehr, sehr gut.

Alles in allem kann ich für dieses Buch nur eine Kaufempfehlung aussprechen, denn ich bin völlig überzeugt und auch begeistert davon.

Wertung (4/5)

[...]
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4.0 von 5 Sternen Sehr detailverliebt, 16. November 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ayla und der Clan des Bären (Ayla - Die Kinder der Erde, Band 1) (Taschenbuch)
Nachdem ein Erdbeben die Höhle ihres Stammes verschüttet hat, irrt das Menschenmädchen Ayla als einzige Überlebende durch die Wildniss. Ihr Glück ist es, dass sie halbverhungert und verletzt von der Medizinfrau Iza gefunden und mitgenommen wird, die mit ihren Neandertaler-Clan auf der Suche nach einer neuen Höhle ist. Ayla erobert die Herzen von Iza und von Creb, den Mogur der Gruppe, im Sturm und so darf sie bleiben. Sie lernt die Sitten und Gebräuche sowie die Sprache der Neandertaler, doch desto älter sie wird, desto weniger kann sie ihr menschliches Erbe verbergen...

Der erste Band von der bisher fünfteiligen Ayla-Reihe schildert, wie Ayla bei den Neandertalern aufwächst, dabei aber mit ihren menschlichen Denken immer wieder aneckt. Kann sie doch nicht einfach die Dinge als gegeben hinnehmen, sondern begehrt immer wieder auf. Im Rahmen der Geschichte erfährt der Leser viel über die Welt der damaligen Zeit und insbesondere die (Heil-)pflanzen werden durch Iza intensiv dargelegt. Der Band geht auch stark auf das Denken und Fühlen der Neandertaler ein, insbesondere Crebs Gedanken spielen eine große Rolle, welcher mit den Geistern spricht und fühlt, dass das Ende der Neandertaler nahe ist.

Dieses Buch ist faszinierend im Hinblick auf das Leben der Neandertaler, gibt es doch ganz neue Einblicke - jedoch bleibt die Frage, inwiefern diese Einblicke auch als wissenschaftlich gesichert gelten. Die Handlung selbst ist interessant, jedoch ist das Finale schon recht früh absehbar, denn der einzige wirklich sich verändernde Charakter im Buch ist Ayla - eine charakterliche Weiterentwicklung der anderen Personen findet nahezu nicht statt. Auch müssten die Schilderungen der Natur und insbesondere der Pflanzenwelt sicherlich nicht so episch ausfallen, ohne das es dem Buch schaden würde. Was jedoch wirklich den Lesefluss störte, waren die arg merkwürdigen Formulierungen - ich bin sicher, bestimmte verwendete Konjugationen gibt es gar nicht im Deutschen. Es fällt auf, dass ungewohnt viel mit indirekter Rede gearbeitet wird. Es wurde schon in Rezensionen von Lesern des Originals und der Übersetzung angemerkt, dass der Ursprungstext wesentlich mehr direkte Rede enthält - was ich auch für durchaus wahrscheinlich halte, ohne es jetzt überprüfen zu können. Überdies war das Buch noch in alter Rechtschreibung. Zudem kann die reine Seitenzahl in die Irre führen, durch die 39 Zeilen pro Seite ist der wahre Buchumfang eher bei 800 Seiten anzusetzen. Allem im allem ziehe ich das Resümee, dass der Text durch seine Detailverliebtheit einerseits hervorragt, aber gleichzeitig deswegen auch verliert. Die Handlung verläuft aufgrund fehlender Spannung mehr wie ein gemählich fließender Bach denn als reißender Strom, wo der Leser mehr den seltenen Pflanzen am Ufer Beachtung schenken soll als den eigentlichen Geschehen. Wem das nicht stört, der kann mit diesem Buch eine angenehme Zeit verleben.

4 von 5 Sternen
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Interessanter Einblick in das Leben vor über 30.000 Jahren!, 25. April 2008
Von 
Doris K. (Hamm NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Ayla und der Clan des Bären (Ayla - Die Kinder der Erde, Band 1) (Taschenbuch)
Nachdem ich mit "Die Tochter des HirschClans." von Joan Wolf meinen ersten Prähistorischen Roman gelesen habe, ist dies nun mein zweiter Roman über die Steinzeit. Jean M. Auel konnte meine Faszination über eine so weit zurückliegende Zeit sogar noch steigern und ihr Buch hat mir besser gefallen als das von Wolf. Mit einem minimalen Unterschied hat Auel es nämlich geschafft, mir das Urzeit Feeling, welches ich bei Wolf vermisst habe, zu vermitteln. Auel hat auch einen modernen Schreibstil benutzt, der Unterschied ist nur, dass sie gleich zu Anfang beschreibt, wie die Menschen sich untereinander verständigen. Sie schreibt, dass die Sprachorgane der Clan-Leute so unterentwickelt waren, dass sie zur Sprachbildung nicht taugten. Die wenigen Laute, die sie verwendeten, um ihren Handzeichen Nachdruck zu geben, hatten sich aus Schreien entwickelt, sei es, um zu warnen oder um Aufmerksamkeit zu erregen. Ihre Verständigung beruhte auf Gebärden, Handzeichen, Körperhaltungen und einem Vorverstehen, das aus nahen Beisammensein, festgefügten Gebräuchen und der scharfsichtigen Wahrnehmung von Minenspiel und Körperhaltung gewachsen war (Zitat aus dem Buch). Und diese Verständigung untereinander fließt im ganzen Buch immer wieder mit ein, so dass eine richtige Atmosphäre, der Zeit entsprechend, entstanden ist.

In Ayla findet man eine sympathische Hauptfigur, die zwar etwas zu perfekt erscheint, da sie alles kann und besser macht, als die anderen, trotzdem ist sie eine liebgewordene Person geworden. Durch ihre Andersartigkeit des Clans gegenüber bringt sie aber auch Abwechslung in die Geschichte und dass sie alles besser kann, soll vielleicht darauf hinweisen, das ihr Stamm weiter entwickelt ist als der Stamm der Neandertaler. Richtig ans Herz gewachsen sind mir aber Iza und Creb. Durch ihren Rang im Clan, nämlich Medizinfrau und Mog-ur sind sie nicht nur sympathisch, sondern auch interessant und faszinierend. Die Herzlichkeit der beiden fällt sofort auf und dass sie zu neuem aufgeschlossener sind als die anderen macht sie noch liebenswerter. Auch der Clanführer Brun ist interessant geschildert und zeigt die Problematik, die er als Ranghöchster bewältigen muss. Allgemein ist die Lebensweise der Neandertaler gut beschrieben und ein realistisches Bild der Zeit vor über 30.000 Jahren ist bei mir entstanden. Ob es wirklich so gewesen ist, sei dahin gestellt, da nicht viel über diese Zeit bekannt ist (außerdem sollte bedacht werden, dass dieses Buch vor knapp 30 Jahren geschrieben wurde und da noch weniger bekannt war, als vielleicht heute, weil ja immer noch weiter geforscht wird). Aber ich wurde gut unterhalten und zwar das ganze Buch über. Das Herstellen von Werkzeugen, das Jagen, die Rituale, das Leben in einer Höhle, das Verarbeiten und die Verwendung von Fellen und Tierhaut wurde realitätsnah und interessant beschrieben. Genauso wie die karge Landschaft sehr gut beschrieben worden ist.

Auch wenn die Geschichte leicht zu lesen ist, sind mir doch einige Rechtschreib-und Satzbaufehler aufgefallen, die den Lesefluss ab und zu ein wenig störten, aber das hielt sich im Rahmen. Ich bin jedenfalls gespannt, wie es mit Ayla weitergeht (in Ayla und das Tal der Pferde) und kann dieses Buch weiter empfehlen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zurückversetzt sein in die Steinzeit, 18. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ayla und der Clan des Bären (Ayla - Die Kinder der Erde, Band 1) (Taschenbuch)
Das Buch hat für meinen Geschmack die Höchstwertung verdient,da der Leser völlig glaubwürdig in die Anfänge der Menschheit zurückversetzt wird. Gute Geschichte,gut geschrieben,von der Autorin gut recherchiert.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen zu Ayla und der Clan des Bären, 31. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ayla und der Clan des Bären (Ayla - Die Kinder der Erde, Band 1) (Taschenbuch)
tolle Geschichte, in welche man sehr gut eintauchen kann, liest sich auch überwiegend gut, vielleicht manchmal ein wenig in die Länge gezogen, freue mich auf die noch folgenden Teile
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine Geschichte über uns, 8. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Ayla und der Clan des Bären (Ayla - Die Kinder der Erde, Band 1) (Taschenbuch)
INHALT:
Der erste Teil der „Earth’s Children“ Reihe, Ayla und der Clan des Bären von Jean M.Auel, handelt in der Zeit, in der die damals noch lebenden Neandertaler und die sich weiterentwickelten Homo Sapiens, unsere Gattung, aufeinander treffen. Am Anfang des Buches wird beschrieben, wie ein Erdbeben eine Höhle und damit den Lebensraum eines Clans der Neandertaler, den Clan des Bären, zerstört. Diese Gruppe muss sich dann auf den Weg machen, eine neue Höhle zu finden. Ähnlich erging es einen Stamm der Homo Sapiens, dem die nur wenige Jahre alte Ayla angehört. Sie wird durch diese Beben von ihrem kompletten Stamm getrennt, sodass sie tagelang ohne ihre Mutter und ohne Nahrung oder Wasser umher irren muss. Als sie dann auch noch auf einen Höhlenlöwen trifft, kann sie sich nur knapp und mit letzter Kraft vor ihm in Sicherheit bringen und wird trotzdem verletzt. Ihren Kräften am Ende, fällt sie vor Erschöpfung um und ist dem Tode nahe. Glücklicherweise kreuzt der Stamm der Neandertaler, auf ihrer Suche nach einer neuen Höhle, den Weg mit Ayla. Iza, die Medizinfrau des Clans bittet den Clanführer das Mädchen aufnehmen zu dürfen und gesund zu pflegen, obwohl sie nicht Ihresgleichen ist. Nachdem Iza das Kind gesund gepflegt hat, bringt sie es nicht über ihr Herz, die kleine Ayla wieder auszusetzen und bittet dem Clanführer, Ayla in den Clan aufzunehmen, obwohl sie zu den Anderen gehört. Aufgenommen in den Clan, lernt sie immer mehr sich so zu verhalten, wie es Brauch ist, doch ist und bleibt sie immer eine der anderen und handelt sich immer wieder Schwierigkeiten ein.

MEINUNG:
Ayla und der Clan des Bären ist ein absolutes TOP-Buch. Die Geschichte rund um ein Mädchen, das den Homo Sapiens geboren wurde und auf eine Neandertaler Gruppe trifft, mit ihnen lebt, ihre Sitten und Bräuche zu verstehen lernt und versucht nach Ihnen zu handeln ist grandios. Es macht Freude und weckt die Leselust, der kleinen Ayla zuzusehen, wie sie wächst und ihren Alltag bestreitet.
Neben der Protagonisten selbst ist aber auch die unglaublich gut recherchierte und detailgetreue Darstellung des Lebens der frühzeitlichen Neandertaler packend. Es weckt das Interesse an das Verhalten und Leben und schafft es oft einen als Leser zu berühren.
Die Charaktere sind von der Autorin echt, authentisch und lebendig gestalten worden. Eine Identifikation mit den verschiedenen Charakteren und dem Nachvollziehen der unterschiedlichen Denkweisen und Handlungen ist gut möglich, da die Neandertaler schließlich auch ein Teil von uns sind.
Spannung und die Lust zum Lesen sind in großen Teilen des Buches vorhanden, doch gibt es auch immer wieder Stellen, an denen es schwer fällt sich zu konzentrieren und alles zu einhundert Prozent mitzubekommen. Am Anfang fällt es einem auch schwer in das Buch hineinzukommen, da der Schreibstil oft lange Sätze aufweist und er die Art und Weise der frühzeitlichen Lebewesen nochmals verdeutlicht.

FAZIT:
Die Autorin hat hier ein grandioses Werk und Abbild unser Selbst geschaffen. Man kann sich glücklich schätzen hier eine Reihe mit insgesamt sechs Bänden lesen zu können. Trotzdem sehe ich noch Potenzial, das Gelungene in den darauffolgenden Bänden zu steigern.

[...]
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Ayla und der Clan des Bären (Ayla - Die Kinder der Erde, Band 1)
Ayla und der Clan des Bären (Ayla - Die Kinder der Erde, Band 1) von Jean M. Auel (Taschenbuch - 1. Mai 2002)
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