wintersale15_70off Hier klicken Reduzierte Hörbücher zum Valentinstag Cloud Drive Photos Erste Wahl Learn More Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip WSV

Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen19
4,4 von 5 Sternen
Format: Gebundene AusgabeÄndern
Preis:22,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 28. Oktober 2013
Eine in sich geschlossene, strukturierte und chronologische (Auto) Biographie wird der Leser in diesem Buch voller Texte von Jimi Hendrix nicht finden.

Am ehesten lässt sich das Buch als eine (einigermaßen) geordnete Sammlung von Texten, Assoziationen, Fragmenten und Statements von Jimi Hendrix bezeichnen. Wobei sich die Idee zu diesem Buch aus einer Filmbiographie entwickelte, innerhalb derer ausschließlich auf „authentische überlieferte Äußerungen“ Hendrix zurückgegriffen werden sollte. Ein Unterfangen, dass eine Fülle von Material im Lauf der Zeit ergab aus Interviews und Notizen des „zwanghaft aufschreibenden“ Künstlers. Material, dass nun diesem Buch zu Grunde liegt.

Redigiert und chronologisch zusammengestellt ergibt sich so durchaus ein intensiver Einblick in die „Denke“ und Reflektion des Musikers. Wenn auch nach der Lektüre bezweifelt werden darf, dass aus all dem wirklich eine „außergewöhnlich klare und umfassende Darstellung seiner Person“ sich hier völlig offenbart. Dazu fehlt allein schon das Zusammenwirken mit der Familie und Weggefährten, mit einem „Blick von Außen“. Viele der kurzen Einblicke und Fragmente verbleiben daher im Buch ein stückweit auch solitär. Und entwickeln doch gerade daher, in Teilen, eine urwüchsige Kraft und einen unverstellten Blick.

Von simpelsten Interviews im „Bravo-Verfahren“ (Rauchst Du? Hast Du Hobbys, Was hältst Du von englischem Essen) reicht die Palette des Dargebotenen, bis hin zu durchaus intensiven Gedanken und dem Gefühl, sich Hendrix doch im Kern auch annähern zu können.

„Mein Medium ist die Gitarre“ ist solch ein tiefer gehender Eindruck.
„Die schmutzige Welt des Alltages, in der wir heute leben, verhält sich zur spirituellen Welt wie eine Amöbe“.

Hendrix war geprägt von seiner Zeit, von innerer Suche, von der Ablösung der Fesseln alter Normen, von der Suche nach Ausdrucksmöglichkeiten des eigenen, spirituellen Inneren und Erlebens. Gepaart mit seiner meisterhaften Spieltechnik kann der Leser ohne weiteres nachvollziehen, wie symbiotisch sich die innere Person des Mannes zu seinem äußeren Instrument, der Gitarre, verhalten hat. Einblicke, die auch dem erneuten Hören der Musik hier und da neue Impulse zu geben vermögen.

Und ebenso nachzuvollziehen in der chronologischen Abfolge ist die zunehmende Erschöpfung des Künstlers an der Welt, am „Business“.

„Ich weiß nicht, wie mir geschieht. Ich bin völlig erschöpft, wisst ihr. Diese Pressekonferenzen und die ganzen anderen, unnötigen nervigen Sachen machen mich fertig. Mir bleibt überhaupt keine Zeit mehr für Musik“.

Musik, die eigentlicher Antrieb des Mannes war. Die sowohl innerer Ausdruck als auch „Aufladung der Batterien“ mit sich brachte. Je mehr Geschäft, je mehr Interviews, Auftritte, Hits, Auftreten um des Auftritts willen, desto mehr verschwand die eigentliche, sensible Person auch aus dem Blick des Musikers selbst.

Eine Erschöpfung, die spürbar zunimmt im Verlauf der Lektüre und die wie ein „immer weniger Werden“ des Mannes (bis zum Drogentod) eine fast unaufhaltsame Entwicklung vorantreibt.

„Ich höre mich ein bisschen so an wie eine Memme“. Ein Satz, der die spätere Verzweiflung und innere Spannung über sich selbst zum Ausdruck bringt

Keine Biographie im eigentlichen Sinne, aber eine durchaus lesenswerte Möglichkeit, einen sensiblen Menschen, einen spirituellen „Sucher“ („Gott ist für meinen Erfolg verantwortlich“) und einen an der Welt des Musikbusiness sich erschöpfenden Mannes in seine eigenen Gedanken zu folgen. Auch wenn der ein oder andere Text im Buch eher banal wirkt.
0Kommentar3 von 3 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 20. Juli 2014
Dieses Buch geht unter die Haut. Die Stationen im Leben dieses Ausnahmemusikers werden sehr gut chronologisch in Abschnitte unterteilt und man weiß zu jeder Zeit, in welchem Lebensabschnitt man sich gerade befindet, was ich auf jeden Fall für eine Biografie sehr wichtig finde.

Ich hatte mir das Buch etwas fragmentarischer vorgestellt und war sehr positiv davon überrascht, was für flüssige Texte das waren. Es kommt einem vor, als würde man sich gerade mit Jimi selbst unterhalten. Zum besseren Verständnis gibt es hier und da kleine Anmerkungen des Herausgebers, die in Klammer gesetzt sind, so dass dies auch sofort offenkundig ist.

Der Schreibstil ist erstaunlich gut, es liest sich eigentlich fast wie ein Roman.

Der Musiker Jimi Hendrix war so sensibel und auch seine Weltanschauung war damals schon so offen und aufgeschlossen, da können sich viele ein Beispiel dran nehmen.

Besonders zu erwähnen wäre auch noch die besondere Aufmachung des Buches - die Schriftarten variieren ständig, was dem Layout einen ganz besonderen Touch gibt und mir persönlich sehr gut gefallen hat. Außerdem kommen im Buch keine Fotografien vor, sondern wunderschöne Illustrationen, was ich auch ganz toll finde - Fotos findet man heutzutage im Internet sowieso zuhauf, aber diese Illustrationen sind was Besonderes!

Rundherum ein sehr gelungenes Buch, das tiefe Einblicke in die Seele von Jimi Hendrix gewährt.
0Kommentar1 von 1 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 7. Dezember 2014
Der Club 27 – Berühmte Menschen, meist Musiker, sind gemeint die im Alter von 27 Jahren verstorben sind. Die berühmtesten sind Brian Jones, Jimi Hendrix, Janis Joplin, Jim Morrison, Kurt Cobain und mit dem Tod von Amy Winehouse hat diese makaber anmutende Gruppe erst vor kurzem ein neues prominentes Mitglied erhalten und wurde in den Medien des öfteren erwähnt. Und nun ist mir diese Biografie von Jimi Hendrix in die Hände gefallen und ich habe sie mit grossem Interesse gelesen. Im Vorwort erwähnt der Verfasser, dass Hendrix viele kleine handgeschriebene Schnipsel aus seinem Leben zurückgelassen hat. Auf Briefpapier, Zetteln, Servietten, oder Zigarettenschachteln notierte er seine Gedanken. Eine reichhaltige Hinterlassenschaft, ein Flickwerk, ein kunterbuntes Sammelsurium und diese Puzzlestücke in die richtige zeitliche Reihenfolge gebracht beleuchten den Menschen hinter der Fassade des virtuosen Musikers der er war und verliehen den bekannten, meist skizzenhaften Konturen menschlichen Tiefgang.

Ich finde die jungen Jahre von Jimi Hendrix beeindruckend. Es spiegelt die Vorstellungen die man (oder zumindest ich) von einem dunkelhäutigen Musiker zu dieser Zeit hatte. Er musste bös unten durch, wusste aber das Musik sein Leben war und hat sich durch viele Bands und Ortschaften durchgehangelt. Sogar mit ein paar Grössen des Musikgeschäfts ist er als Begleitmusiker aufgetreten welche ihn aber als schlichten Schuhabtreter gesehen haben. Spottbillige Studiomusiker mit Talent gab es schliesslich zu Hauff und warum sollte man einem schwarzen Jüngling besondere Aufmerksamkeit schenken?

Jimi Hendrix hat schnell gemerkt, dass wen man etwas erreichen will es nicht genügt den Singsang der Mainstreamcharts nachzuspielen sondern das er etwas eigenständiges entwickeln musste. Ansonsten wäre er sein Leben lang bloss ein Mitläufer bzw. Hintergrundmusiker für bekannte Showstars geblieben. Mit der im Militär erworbenen Durchsetzungskraft und dem notwendigen Biss begann er sein Gitarrenspiel zu verändern und entwickelte jenen unverwechselbaren Stil, jene musikalische Essenz der/die ihm nach und nach den Ruhm einbrachte der bis heute anhält. Das Erfolg aber auch seine Schattenseiten hat und wie ein Bürde auf die Schultern drückt darf nicht vergessen werden.

Zum Lesen fand ich das Buch überraschenderweise sehr angenehm. Ein geschmeidiger Erzählton/Erzählstimme der/die sich im Gehirn festsetzt und aus den im Vorwort erwähnten Fragmenten ein zusammenhängendes Ganzes macht. Die vielen kleinen Episoden aus Hendrix Leben räumen mit ein paar Halbwahrheiten auf oder tun gerades das Gegenteil, sie bestätigen ein paar Legenden. Von der Aufmachung des Buches bin ich begeistert! Dieses ist wunderbar gestaltet, hat Klasse und ist den Preis, der vielleicht den ein oder anderen abschrecken mag, allemal Wert. Ein sogenanntes Coffee Table Book ...
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 19. September 2014
“Jimi Hendrix – starting at zero” ist eine ungewöhnliche Mischung aus Biografie und Autobiografie, denn Jimi Hendrix hat selbst (unbewusst) daran mitgewirkt, in dem er ständig und überall Notizen hinterließ. Sein Freund Alan Douglas hat daraus zusammen mit dem Filmregisseur und Musikhistoriker Peter Neal ein sehr privates Bild des legendären Musikers zusammengestellt. So ist es keine in sich geschlossene Aneinanderreihung oder Erzählung aus und über sein Leben, sondern es werden teilweise einzelnen Sequenzen eingeworfen, die aus Zitaten, Notizen und Briefen oder z.B. Interviews bestehen. Sie alle geben meiner Meinung nach wesentlich mehr Aufschluss über den Menschen, der sich hinter der Legende verbirgt, als es ein „fremder“ Autor jemals vermögen könnte.

Allein schon der Blick auf das Layout macht die vielen verschiedenen Fragmente deutlich, denn eine Seite mit einem homogenen Blocksatz findet man selten. Es wird viel mit der Schriftgröße und -farbe gespielt und einzelne Zitate werden nicht nur durch unterschiedliche Schriftarten, sondern auch durch Absätze oder versetzten Satz hervorgehoben. Das Ganze könnte sehr unübersichtlich wirken, doch das tut es nicht. Alles sieht sehr durchdacht aus, jedes Zitat, jede Hervorhebung scheint genau richtig platziert und man sieht sofort, dass sich hier jemand sehr viel Mühe gegeben hat, aus den einzelnen Bruchstücken ein Gesamtbild zu konstruieren, ohne dass sie ihr Alleinstellungsmerkmal verlieren.

Berührend sind teilweise die Texte. Der verlorene junge Mann, der zum Militär geht und der in seinen Briefen nach Hause von seiner harten Ausbildung schreibt, aber auch immer wieder um Geld bitten muss; der sich verletzt, bevor er nach Vietnam muss – man erlebt seine Hinwendung zur Musik und man sieht ihn als Menschen, der in einer Zeit des Aufbruchs versucht, den Durchblick zu behalten und den der tägliche Kampf, das Herumgereiche von einem Interview zum anderen nach seinem Durchbruch völlig erschöpft.
Die ganze Zeit spürt man seine Verletzlichkeit, die wahrscheinlich der Grund ist, dem allgemeinen Zeitgeist zu folgen und Drogen zu konsumieren. Einiges scheint unter Drogeneinfluss geschrieben worden zu sein, so möglicherweise auch die Todesahnungen, und die damit verbundenen Gedanken zum eigenen Tod.

So erhält man ein sehr aufschlussreiches Bild eines großen Künstlers, das sicherlich viele Interpretationen zulässt, das aber, wenn man emotional an dieses Buch herangeht, einen verletzlichen Menschen zeigt, der an der Gesellschaft und zuletzt an sich selbst gescheitert ist. Seine Musik wird ihn noch lange überdauern...
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. Juli 2014
Ich bin mit wenigen Erwartungen an dieses Buch herangetreten. Zwar war mir der typische Hendrixsche Gitarrensound bekannt und ich wusste, dass er dem legendären „Klub 27“ angehört, das war es aber auch schon.
Nach dem Lesen des Buches bin ich beeindruckt von dem Menschen Jimi Hendrix. Dieser begegnet dem Leser in schriftlichen Fragmenten, die er im Laufe seines Lebens verfasst hat und die seine Gedanken- und Gefühlswelt widerspiegeln. Die Herausgeber haben Songtexte, Briefe, Interviews, Notizen in eine zeitliche Abfolge gebracht, die den Eindruck vermitteln, dass man dem Menschen hinter der Musiklegende ganz nahe kommt.
Die Gestaltung des Buches ist außerordentlich gut gelungen. Es sind keine Fotos, sondern Zeichnungen von Jimi Hendrix abgedruckt, was den Menschen im „room full of mirrors“ unterstreicht. Das Motiv des Spiegels war Hendrix sehr wichtig.
Beim Lesen hatte ich manchmal das Gefühl, dieser Spiegel zu sein, der dem Gegenüber ins Gesicht blickt und ein Abbild der Wirklichkeit erkennt. Manchmal hatte ich aber auch das Gefühl, dass ich die Projektion eines Seelenzustandes lese oder ein Extrakt dessen, das durch verschiedene Wahrnehmungen entstanden ist.
Zugegeben ist es ein sehr subjektives Buch, denn es enthält ausschließlich eigene Texte des Musikers. Hendrix selbst sagte über sich, dass sei Leben und seine Musik eine untrennbare Einheit bilden. Überzeugt davon, dass seine Lieder auch noch nach seinem Tod weiterleben, hat er der Welt einen Schatz an Songtexten und Melodien hinterlassen. Das Ausleben seiner Musikbesessenheit hat ihn bis an die Grenze des Menschenmöglichen getrieben, oft hat er diese Grenzen exzessiv überschritten. Nach dem Lesen dieses Buches bin ich überzeugt, dass Hendrix sein Leben genauso leben wollte und musste, damit seine Musik unsterblich bleibt.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Ob die Gestaltung des Buches tatsächlich so grauenvoll ist, wie dies einem Rezensenten vorkommt, kann ich nicht beurteilen. Aber da es auf dieser Plattform keine eigenen Kategorien für Hörbücher gibt, können sich schlechte Beurteilungen eines Buches auch auf die Audiofassungen übertragen. Oder umgekehrt. Schade und in diesem Fall äußerst ärgerlich.

Die Hörbuchfassung ist auf einer mp3-Scheibe und dauert über sechs Stunden. Von einer postumen Autobiografie zu sprechen, ist natürlich Quatsch. Denn obwohl wir Original-Jimi-Hendrix-Texte hören, bleibt ihre Auswahl ebenso subjektiv wie ihre Zusammenstellung. Und Jimi Hendrix gleich noch als Autor aufzuführen, finde ich hart an der Grenze. Ich hätte jedenfalls gerne gewusst, wer aus all den Dokumenten eine Autobiografie geschneidert hat.

Aufgeführt sind dafür die Namen des Übersetzers, des Regisseurs und der Sprecher. Von diesen Personen hat Timothy Touchton den nachhaltigsten Eindruck bei mir hinterlassen. Wie er die Songtexte liest, die den einzelnen Kapiteln auch ihre Namen geben, ist große Klasse. Bei einigen Stücken von Jimi Hendrix verstand ich zum ersten Mal, worum es überhaupt inhaltlich geht. Aber das liegt vielleicht auch daran, dass mein Englisch auf einem dürftigen Niveau lag, als ich mich für die Musik von Jimi Hendrix begeisterte.

Als Jimi Hendrix 1968 im Zürcher Hallenstadion auftrat, kam nur die Hälfte der erwarteten Zuhörer. Und das, obwohl außer seiner Band auch Eric Burdon, John Mayall, Traffic und andere Größen auf der Bühne erschienen. Und ich muss zugegeben, dass ich ebenfalls nicht hingegangen wäre, wenn mich mein begeisterter JH-Freund nicht mitgeschleppt hätte. Von Menschen, die Jimi Hendrix verehrten und ablehnten, ist auch in vielen seiner Selbstzeugnisse die Rede. Aber aus ihnen geht auch hervor, wie sehr ihm die Vertreter der Musikindustrie zusetzten. Sie waren größtenteils mehr am Profit als an seiner Musik interessiert. Und nachdem ich diese „Autobiografie“ gehört hatte, kam ich zur Überzeugung, dass Jimi Hendrix letztlich an Erschöpfung starb und einfach nicht für die Welt der Vermarktung und Profitmaximierung geschaffen war.

Mein Fazit: So neu und fremd für mich die Musik von Jimi Hendrix damals war, wurde ich nach dem Besuch seines Konzerts in Zürich zu einem eingefleischten Fan, ohne genau zu wissen, was mich an diesem Musiker so magisch anzog. Nach dem Anhören seiner Selbstzeugnisse, die auch intime Einblicke in sein Leben ermöglichen, sind mir nicht nur die Songtexte klarer geworden. Die Jimi Hendrix-Fans werden sich an dem Titel „Posthume Autobiografie“ kaum stören und ihre alten Platten oder CDs wieder hervorkramen. Denn urheberrechtliche Gründe haben es wohl verhindert, dass wir auf diesem Audiobuch direkt der Musik von Jimi Hendrix begegnen.
0Kommentar3 von 4 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. Juni 2014
Aufgrund der durchwachsenen Rezensionen, die ich bisher zum Buch gelesen hatte, war ich mir nicht sicher, ob mir das Buch gefallen würde. Ich wusste nur eins: Ich möchte mehr über Jimi Hendrix erfahren.

Geboten bekam ich dann etwas, das meine Erwartungen weit übertroffen hat, denn diese Autobiografie hat mich einfach geflasht.

Das Buch ist zusammengesetzt aus realen Zeugnissen Jimis, das da können sein Briefe, Interviews, Notizen, Songtexte, etc. Das alles ist so gut miteinander verknüpft, dass man das Gefühl hat mit Jimi selbst zu sprechen.

Als Leser begleitet man ihn bei seinen Anfängen im Musikgeschäft, seinem rasanten Aufstieg und seinem Schaffen bis zum unausweichlichen Tod.

Die Biografie hat mich so sehr gefesselt, dass ich bereits nach den ersten 50 Seiten neben dem Lesen des Buches noch zusätzlich recherchieren wollte und das Thema Jimi Hendrix mich einfach nicht mehr los ließ. Zudem erfuhr ich viel mehr über diese Person als ich erwartet hatte.

Sehr gut gefallen hat mir die besondere Gestaltung des Buches. Es sind keine Fotos von Jimi vorhanden, er wird dafür in Schwarzweißzeichnungen abgebildet. Die Texte sind ebenfalls sehr kreativ dargestellt, mal farbig, mal in der Form einer Gitarre usw.

Im Anhang findet man übrigens viele Songtexte frei ins Deutsche übersetzt.

Fazit: Ein überaus gelungenes Buch, das den Leser einen Blick in die Persönlichkeit Jimi Hendrix gewährt. Ich kann nur meine absolute Leseempfehlung aussprechen. Für Musikfans ein Muss.

Tipp: Beim Lesen Hendrixsongs hören steigert den Lesegenuss noch.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. Juni 2014
Zum Lesen dieses Buches legte ich erst einmal meine beiden Hendrix-CDs ein. Von ihm lesen und ihn hören waren für mich ein muss.

Das Buch war sehr interessant aufgemacht. Bereits im Epilog erklärt Peter Neal wie er die Texte zusammengetragen hat. Viele entwickelten sich aus einer Filmbiografie die er gedreht hat.

Das Buch ist kurzweilig geschrieben, bestehend aus Zettelwirtschaft und Tagebucheintragungen sowie Originalsongtexte im Buch. Am Ende des Buches gibt es noch eine Übersetzung der Songtexte.

Zur weiteren Auflockerungen sind zahlreiche Zeichungen von verschiedenen Künstlern von Hendrix zu sehen.

aufgrund seiner Aufzeichnungen lernen wir viel von Hendrix kennen, seine Kindheit, seine Schulausbildung, Armeezeit und sein Weg zum Ruhm.

Hendrix war eine komplexe Persönlichkeit - emotional und Sensibel aber auch Perfektionist der alles lieber selbst machte, damit das Ergebnis perfekt ist. Er gönnte sich wohl kaum Urlaub. Heute würde man wohl sagen, er litt an Burn-Out. Er sprach oft vom Tod. Glaubte er selbst nicht, dass er alt wird?
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 21. November 2013
Zu Beginn des Lesens war ich ganz gespannt, zum Einen wie sich das Buch lesen lässt, das nicht " ER " selbst geschrieben hat, das was trotzdem auch keine richtige Biografie ist,
also keine Erzählung, in der " über Jemanden " geschrieben wird.
Schon bei Beginn des Lesens hat man das Gefühl, dass man Jimi selbst zuhört. Es wird einem nichts über ihn erzählt, sondern er erzählt " uns seine Geschichte ". Es wird deutlich, dass Jimi Hendrix die Musik liebte. Nein. Er liebte sie nicht, sie war sein Leben. Das ganze Buch dreht sich um die Musik, um die Musik .. und seine Gitarre. Ob ein aufregendes, spannendes, schönes Leben hatte ? Das kann man auch am Ende nicht richtig sagen. Ich habe einen Einblick erhalten in sein kurzes Leben, das von wenig " Liebe ", aber von viel Musik und vielen versteckten Emotionen begleitet war. Jimi Hendrix war ein sehr in sich gekehrter Mensch, das bringt dieses Buch sehr deutlich zum Ausdruck.
Eine Spannung im Buch ? Das würde ich nicht sagen, es liest sich angenehm, aber bitte erwartet keine " Spannung ". Als man am Ende dachte " es passiert noch was " ist es plötzlich vorbei. Man sollte sich am Ende seine eigenen Gedanken machen, warum Jimi verstorben ist. War es sein Wille ? Das bleibt offen .... Ein interessantes Buch, gut zu lesen und zum Nachdenken !!! Danke dem HEYNE Verlag, dass ich dieses Buch " testlesen " konnte.
0Kommentar4 von 6 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 6. Dezember 2013
"Starting at Zero" gewährt den Fans und allen, die am Leben des leider viel zu früh verstorbenen Ausnahmemusikers Jimi Hendrix interessiert sind, sehr interessante Einblicke in dessen Leben und Gefühlswelt. In diesem Buch sind ausschließlich Originaldokumente wie beispielsweise Tagebuchaufzeichnungen, Notizzettel, beschriebene Servietten und Zigarettenschachteln sowie Auszüge aus Interviews versammelt, die helfen sollen, den Menschen Jimi Hendrix zu begreifen.

Die Materialien wurde von Alan Douglas, ein Weggefährte des Musikers, und Peter Neal, einem Musikhistoriker, zusammengestellt und damit ist die Auswahl dementsprechend subjektiv. Wer weiß schon, ob Jimi die gleiche Wahl getroffen hätte? Anmerken muss man gerade zu der Person von Douglas, dass dieser gute Geschäfte mit zahlreichen Veröffentlichungen nach Hendrix` Tod gemacht hat, denn zu dessen Lebzeiten wurden lediglich fünf Alben veröffentlicht. Und nun kommen in regelmäßigen Abständen CDs auf den Markt, oder eben auch Starting at Zero", denn offenbar sorgt der Name des Musikers noch immer für gute Umsätze.

Vor einiger Zeit habe ich die Hendrix-Biografie von Klaus Theweleit gelesen, die sich dem Musiker chronologisch erzählend nähert und die ich sehr beeindruckend fand. "Starting at Zero" ergänzt nun diese bereits vorhandenen Informationen ideal, da es hier kaum Raum für Spekulationen gibt, denn alle Dokumente stammen aus den eigenen Händen des Musikers und liefern Abbilder seiner Seelenzustände in den jeweiligen Lebens- und Schaffensphasen. Natürlich bleibt dem Leser hier ebenfalls Raum für Interpretationen, denn die Darstellungen sind isoliert, man sieht keine Wechselwirkung und keine Interaktion mit dem persönlichen Umfeld, sondern hat lediglich Jimis Aussagen.

Die Aufzeichnungen zeigen deutlich das Netz, in dem Hendrix gefangen war, wollte er doch eigentlich nur seine Leidenschaft leben und Musik machen, um damit seinen Lebensunterhalt zu finanzieren. Und sie vermitteln ein Gefühl für das Leiden des Ausnahmegitarristen an dem unbarmherzigen Musikbusiness, in dem er ab einem bestimmten Zeitpunkt nur noch wie ein Hamster im Rad funktioniert und die unterschiedlichsten Drogen konsumiert, um den Alltag zu bewältigen und den Anforderungen wenigstens halbwegs gerecht zu werden, was ihn schlussendlich dann das Leben kostet.

Als Einstiegslektüre ist "Starting at Zero" nur bedingt geeignet, als Ergänzung uneingeschränkt empfehlenswert!
11 Kommentar1 von 2 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden