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am 28. März 2015
Weshalb erfährt man wenn man dieses Buch liest,für mich ist dieses Buch eine unglaubliche Selbstbestätigung weil mir selbiges Wiederfahren ist und ich viele seiner Schilderungen über Staatsanwaltschaft und Polizei bestätigen kann,nur mit dem Gericht hatte ich mehr Glück.
Wer glaubt in Deutschland gilt die Unschuldsvermutung und Haft ist in Deutschland wie Urlaub dem Wünsche ich selber einmal ähnliches zu durchleben.
Jedem Normalbürger der kein Geld für einen Top Anwalt und laufende Kosten hat steht nach einer solchen Anklage ob er schuldig oder nicht schuldig gesprochen wird vor dem Gesellschaftlichen und Wirtschaftlichen Ruin.
Wie leid es mir um Kachelmann tut,aber endlich hat es mal einen Promi getroffen der sich nicht unterkriegen lässt und die finanziellen Mittel verfügt gegen diese Ungeheuren Vorgänge in unserer Justiz vorzugehen.
Das Buch ist flüssig geschrieben und zeigt die Sichtweise Kachelmanns und seiner jetzigen Frau die damals noch seine Freundin war.
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am 11. Oktober 2012
Das Buch bietet einen interessanten Blick auf die Justiz aus Laien-/Betroffenensicht.

Wenn es in einigen Passagen sicherlich auch über die Stränge schlägt so zeigt es leider auch auf, wie deutsche Strafjustiz teils funktioniert. Solche Erfahrungen müssen Strafverteidiger leider immer wieder, wenn auch Gott sei Dank oftmals nicht so massiv wie beim LG Mannheim geschehen, immer wieder machen.

Insoweit spricht das Buch auch Anwälten durchaus aus der Seele und bietet aufgrund der Prominenz des Autors somit der Öffentlichkeit die Möglichkeit, einen Einblick in den möglichen Ablauf eines Ermittlungs-/Strafverfahrens zu bekommen. Die Darstellung ist insoweit weitaus realistischer, als die Gerichtsshows des Privatfernsehens.

Was leider ebenfalls deutlich wird ist, dass Angeklagte ohne entsprechenden finanziellen Background wahrscheinlich nach 5 Verhandlungstagen verurteilt worden wären. So zumindest die juristische Praxis.

Man mag zu dem Fall stehen wie man will. Liest man das Buch jedoch unter primärem Augenmerk auf die Vorgänge in der Justiz, so vermag es Denkanstöße über unser Justizsystem zu vermitteln. Insgesamt durchaus lesenswert (sage ich als Fachanwalt für Strafrecht).
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am 31. März 2015
Ob und inwiefern "der Wetterfrosch ein Schwein war (16)" war nicht Gegenstand des Verfahrens gegen Jörg Kachelmann. Das muss jede(r) für sich klären.

Verhandelt wurde die Frage, ob Kachelmann Claudia D vergewaltigt hatte. Laut Urteil hatte er nicht!

Was der Prozess und das hier zu rezensierende Buch sonst noch ans Licht brachten: Männer und Frauen, Recht und Gerechtigkeit sind zwei Paar Schuhe. Moralität und Delinquenz auch - nicht nur, soweit es Herrn Kachelmann betrifft - sogar Recht und Gesetz. Über die rechte Nutzung von juristischem Handwerkzeug lässt sich trefflich streiten. Am Schluss halst uns dieser Prozess eine Debatte über Medienethik und Webfehler im Rechtssystem auf.

Und Gott sei Dank wird der Rechtsstaat noch nicht in den Gremien deutscher Sportvereine verfrühstückt, was auf die Kachelmanns durchaus so wirken muss, wenn ein Sportskamerad des Vaters von D. am Richtertisch Platz nimmt. Fragwürdig ist diese Praxis tatsächlich. Allerdings kann selbst er der Freundestochter nicht die gewünschte Genugtuung verschaffen. Zu zahlreich deren Lügen und Widersprüche.

Kratzer auch am Image des Feminismus und seiner "Allmutter (342)" Alice Schwarzer, mit der besonders Miriam Kachelmann in einem eigenen Kapitel abrechnet. Ebenso finden wir plausible Kritik am deutschen Rechtssystem, vor allem bezüglich einer konstatierten hohen Dunkelziffer bei Falschbeschuldigungen und das Fehlen von Inhaltsprotokollen in Landgerichtsprozessen.

Der sog. "Deal" wird durch die Kachelmanns im Buche ebenfalls heftig kritisiert. Vor kurzem ging in Hannover der Prozess gegen Sebastian Edathy zu Ende, welcher der Gesetzeslage nach nie hätte stattfinden dürfen, da erste Schritte gegen den Mann bereits unternommen wurden, als er noch Immunität als MDB genoss, dessen Tat zudem in ihrem Status als "Straftat" hochumstritten war. Man stritt sich in "studierten Kreisen" über die Definition der Begriffe "(Kinder-)pornographie" und "Nacktfoto."

Am Ende gab Herr Edathy eine Straftat zu, blieb allerdings ohne Urteil und also ohne Vorstrafe. Inwieweit nehmen solche Konstrukte das Anliegen von Rechtsprechung und -pflege überhaupt ernst - oder auch das Rechtsempfinden von Lisa und Lutz Mustermann? Herr Edathy ist zudem gesellschaftlich durch die im Raum stehenden Vorwürfe so erledigt, dass der Kinderschutzbund es abgelehnt hat, von ihm die auferlegte Geldbuße anzunehmen.

Denkt man dann noch an den Fall Wulff zurück, kann man tatsächlich auf den Gedanken kommen, dass saubere Rechtspflege anders aussieht. Die Frage danach geht aber nicht nur an die Justiz, sondern an unsere ganze Gesellschaft, gestellt auch in diesem Buch.
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am 3. Februar 2015
Ein wunderbares, lesenswertes Buch, Herr Kachelmann! Respekt und Anerkennung vor Ihrem Durchhaltewillen und Ihrer Standhaftigkeit! Mein Glaube an Recht und Gerechtigkeit in D ist nach der Lektüre dieses Buches absolut erschüttert. Dabei war ich selbst jahrelang Schöffe am Amtsgericht! Unfassbar wie vorverurteilend, subjektiv und parteiisch sich die Mannheimer Justiz und die deutsche Lügenpresse bei diesem Justizirrtum verhalten haben!

Warum werden die Lügnerin Dinkel, die Verantwortlichen des Gerichtes und solche Hetzerinnen wie die Steuerbetrügerin Schwarzer nicht zur Verantwortung gezogen? Das ist alles einfach unfassbar und zeigt die üblen Zustände in diesem Land!
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am 11. November 2012
Die Kontroverse um den Fall Kachelmann - und damit auch um das Buch - kann nur bedingt nachvollzogen werden. Was ist passiert? Frau C. Dinkel hat Herrn Kachelmann einer Vergewaltigung bezichtigt. Im Lauf des - im Buch ausführlich beschrieben - Prozesses, stellt sich heraus, dass diese Vorwürfe letztlich haltlos sind. Ja, Kachelmanns Verhalten, wobei es schwierig ist eine solche Beziehung zu bewerten, mag moralisch fragwürdig gewesen sein, das räumt er ja selbst ein. Aber das rechtfertigt selbstverständlich nicht eine Falschbeschuldigung, die zu einer Haftstrafe von vielleicht 15 jahren führen kann - es sei denn man hat das groteske "Rechtsverständnis" eines H. Karasek, S.325, der dies als "Rache" für legitim hält und schleunigst mal ein paar Hundert Gefängnisse bauen sollte um alle Untreuen, männlich wie weiblich, dieses Landes unterzubringen.

Erschreckend ist der chronologisch im Buch ausführlich geschilderte Verfahrensablauf: Mehrfach hat C. Dinkel im Ermittlungsverfahren nachweislich gelogen, auch die objektiven Befunde, wie die fehlenden DNS-Spuren am Messer usw., sprechen gegen ihre Schilderung der Tatversion. Was eine solche Falschbeschuldigung bewirken kann wird in dem Buch eindringlich beschrieben. Zudem zeigt es auf, wie schnell offensichtlich von manchen (nicht allen) Staatsanwaltschaften und Gerichten ein dringender Tatverdacht bejaht wird. Bei der im Buch geschilderten Beweislage kann man nur den Kopft schütteln, wie rigoros die Staatsanwaltschaft, gefangen im Klischee Frau = immer Opfer/Mann=immer Täter, hier gegen Kachelmann vorging und wie stur, trotz nachgewiesener Lügen der einzigen Belastungszeugin C. Dinkel, man an der Anklage festhielt. Es wird einem Angst und Bange wie einseitig und "ergebnis(Kachelmann ist schuld)orientiert" hier offensichtlich ermittelt wurde. Besonders aufschlussreich und lesenswert ist hier der abgedruckte Beschluss des OLG Karlsruhe (S. 101ff.). Auch die Unsachlichkeit diverser Gutachter, deren Zirkelschlüsse (die jeder Falschbeschuldigung Tür und Tor öffnen würden) und die unrümliche Rolle der Presse (allen voran Springer und Burda) werden beeindruckend dargestellt. Die Darstellungen dürften authentisch sein, zumal die einzige einstweilige Verfügung sich gegen die volle Namensnennung von C. Dinkel richtete, i.ü. aber offensichtlich niemand das Buch juristisch "angreifen" will.

Sicher, eine absolute Gewissheit, was sich in jener Nacht zugetragen hat, gibt es nicht, wie bei so vielen "4-Augen.Delikten". Aber ein Gericht muss auf Basis aller vorliegender Ergebnisse entscheiden, und es hat, wohl eher widerwillig, entschieden. Freispruch. Und genauso wie man bei einem Schuldspruch vom "Vergewaltiger Kachelmann" geredet hätte gilt es nun, ihn - und viele andere Opfer von Falschbeschuldigungen (G. Friedrichsen vom Spiegel schreibt hier ab und an immer wieder zu, etwas zum Fall Arnold, auch die Artikel/Bücher von Sabine Rückert sind sehr empfehlenswert) - zu rehabilitieren. Allen voran z.B. die ARD.
Eine Verharmlosung von Falschbeschuldigungen, die Darstellung des ganzen als Kavaliersdelikt oder die Praxis, dem nach solch einem Freispruch nicht mehr nachzugehen, ist fatal. Denn eine Falschbeschuldigung und die damit verbundene (mittelbare) Freiheitsberaubung bedeuten nichts anderes, als das ein "Leben", die berufliche wie private Existenz, vernichtet wird, die Gesunheit oft noch dazu. Schlimmer noch: der Fall Kachelmann zeigt eindringlich, dass der blosse Verdacht für eine solche Existenzvernichtung ausreichend sein kann. Wie kann man dann aber ernsthaft der Meinung sein, Kachelmann solle es nun mal gut sein lassen und die Sache nicht weiter verfolgen ?
Nun könnte man meinen, dass in der öffentlichen Wahrnehmung und seitens der Vorverurteiler Kachelmann Wiedergutmachung erfährt und der Fokus sich auf C. Dinkel richtet, die offensichtlich die Unwahrheit sagte, um Kachelmann zu schädigen. Aber Menschen, die Grundprinzipien eines Rechtsstaates nicht verstehen, nicht verstehen wollen, oder - wie Bundesverdienstkreuzträgerin und Rechtsstaatsverächterin A. Schwarzer - nur dann anwenden wollen, wenn es ins ideologische Weltbild passt, meinen, ihn weiterhin diffamieren zu müssen. Eigentlich müsste doch ein Konsens bestehen, dass - selbstverständlich - bei Tatnachweis eine Verurteilung erfolgt, das stellen auch die Kachelmanns nicht ansatzweise in Frage, s. etwa S. 267 u. 331. Aber im umgekehrten Fall, wenn viel für eine Falschbeschuldigung spricht, auch eben dies zu einer harten Verurteilung führt. Vergewaltiger gehören genauso hinter Gitter wie Falschbeschuldiger(innen). Beides schließt sich gerade nicht gegenseitig aus, und vor allem : beides darf nicht - bewusst? - gegeneinander ausgespielt werden, wie man es leider immer wieder in der öffentlichen Diskussion erlebt. Ein Rechtsstaat bestraft beides.

Das Buch liest sich unheimlich schnell, es ist spannend und wirkt authentisch, viele juristische Dokumente sind mit abgedruckt. Kritik: Manche Flapsigkeit und manche zu starke Verallgemeinerung (nicht jedes Gericht und nicht jede Staatsanwaltschaft arbeitet so fragwürdig wie die in Mannheim) finden sich darin. Man muss dies wohl größtenteils verzeihen, denn man spürt in jeder Zeile, wie Kachelmann und auch seine Frau Miriam Kachelmann das ganze mitgenommen hat, dieses persönliche Betroffensein darf man bei der Kritik nicht ausblenden.

Es wäre für ihn nun, wie er selbst auf S. 349 sagt, bequemer und einfacher, schlichtweg jetzt die "Klappe zu halten", sich nicht mit Burda/Springer u. Co. anzulegen. Es braucht viel Mut, Kraft und Entschlossenheit, diese Sache eben jetzt nicht ruhen zu lassen, sondern das Unrecht, was H. Kachelmann (mit ziemlicher Sicherheit)) widerfahren ist, zu benennen und dagegen vorzugehen. Das verdient Respekt. Er und seine Frau Miriam Kachelmann schaffen Raum für ein Thema, was gerne totgeschwiegen wird. Das Buch ist ein Beitrag zu einer längst notwendigen Diskussion zum Thema Falschbeschuldigung und deren Folgen und dafür 4 Sterne.
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TOP 100 REZENSENTam 11. Oktober 2012
Es mag ja sein, dass Jörg Kachelmann mit seinem Buch auch Geld verdienen wollte, sich nach Öffentlichkeit sehnt, wie er sie ja früher als Fernsehmoderator hatte. Aber kann man es ihm wirklich verdenken? Sein Fall ist doch ein exemplarisches Beispiel dafür, dass die Existenz eines Mannes, den ein Vergewaltigungsvorwurf trifft, allein schon durch nicht bewiesene Bezichtigungen vernichtet bzw. zumindest gefährdet werden kann.

Und dass die Vorwürfe gegen ihn am Ende haltlos waren, zeigt er nochmal in seinem Buch. Man kann sie aber auch genauso gut in neutralen Berichten über den damaligen Prozess nachlesen. Und die Fakten sind u.a.:

- Es hat sich niemals eine DNA- oder sonstige Spur von ihm am vermeintlichen Tatmesser gefunden
- Die Vergewaltigungsverletzungen, die sein vermeintliches Opfer vorwies, waren nach der Ansicht der Mehrzahl der rechtsmedizinischen Sachverständigen Selbstschädigungen
- Seine Ex-Freundin machte mehrere falsche Aussagen, die sie am Ende korrigieren musste

Fazit: Das Buch stösst vielleicht in Deutschland eine notwendige Debatte an. Denn niemand kann bestreiten, dass es neben Vegewaltigungsopfern auch Opfer von falschen Beschuldigungen gibt. Und jeder kann heute durch die Anzeige seines Nachbarn, seines Ehepartners, seiner Kollegen in den Hexenkessel der Strafjustiz gelangen. Aber nicht jeder hat so viel Geld wie damals Kachelmann, um gute Anwälte und Sachverständige auf eigene Rechnung zu bezahlen, die dann unhaltbare Anschuldigungen abwehren können. Deshalb ist es gut, dass durch das Buch diese Problematik zur Diskussion gestellt wird.
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am 10. Oktober 2012
Für viele war Jörg Kachelmann schon als Schuldiger verurteilt, bevor der Fall vor Gericht kam. Dafür sorgten der Fokus, der Stern und vor allem die Bildzeitung. Jeden Tag erfuhren wir neue, pikante Details eines Mannes, der scheinbar mehrere Frauen gleichzeitig hatte und allen sagte, sie wären die Einzige.
Das macht Jörg Kachelmann jedoch noch lange nicht zu einem Vergewaltiger.
Dann konnten wir von ganz besonderen Sexpraktiken des Jörg Kachelmann lesen.
Auch das macht ihn noch lange nicht zu einem Vergewaltiger.
Aber in der Öffentlichkeit wurde ein Bild von ihm verbreitet, das ihn schon fast schuldig wirken lies. Man fing an, das bekannte Bild des sympathischen Sonnyboys, der uns täglich das Wetter präsentierte, mit dem von Bild und Co erzeugten Bild des Monsters zu vergleichen. Und plötzlich kommen einem so komische Gedanken... könnte es nicht doch sein, dass er...
Das Jörg Kachelmann dieses Buch geschrieben hat, kann ich sehr gut nachvollziehen. Er schildert dem Leser die Ereignisse aus Sicht eines zu unrecht Beschuldigten und soll wachrütteln. Es weist zum einen auf die (nachweislich) entstandenen Nachlässigkeiten und haarsträubenden Fehler bei den Ermittlungen hin, macht aber auch deutlich, wie sehr die Beschuldigte von Seiten des Gerichts und der Medien zum Opfer erklärt und mit Samthandschuhen angefasst wurde. Dabei waren die Wiedersprüche der Beschuldigten so gravierend, dass jemand hätte nachhaken müssen.
Eine der Kernaussagen des Buches ist, dass die meisten Vergewaltigungen nicht angezeigt werden und die meisten angezeigten Vergewaltigungen frei erfunden sind. Das erste wird von den Behörden bestätigt. Das zweite ist eine Behauptung, die stimmen kann. Der Rat von Herren Kachelmann an alle Männer, sich niemals mit einer Frau alleine in einem Raum aufzuhalten, ist aus seiner Sicht nachvollziehbar, aber kaum praktikabel.
Dieses Buch ist keine Abrechnung mit der Frau, die ihn beschuldigt hat. Es ist eine Abrechnung mit unserem Rechtssystem und den allmächtigen Medien, die die Hexenjagd auf ihn eröffnet hat.

Der Richter hat Jörg Kachelmann freigesprochen. Zu glauben, dass er deshalb von allen für Unschuldig gehalten wird, ist naiv und falsch. Und das weiß er auch. Umso mehr soll dieses Buch seinen Teil dazu beitragen, das es eine solche Hetzjagd nicht mehr geben wird. Vielleicht gelingt es. Vielleicht aber auch nicht.
Das einzige, was sicher ist, ist die Tatsache, dass es hier keinen Gewinner gibt.
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am 28. Dezember 2013
Man kann zu dem Fall "Kachelmann" stehen wir man will. Die Medien haben natürlich einiges dazu beigetragen, daher habe ich mir dieses Buch gekauft, um einmal "die andere Sichtweise" zu erfahren.

Das Buch ist gut und sachlich geschrieben. Kein Selbstmitleid oder gar Abrechnung, wie man vielleicht vermuten würde. Klare detaillierte Fakten, die man auch bei diversen Internetrecherchen so nachlesen kann. Das Buch ist wirklich lesenswert.

Was diesen Fall angeht, so kann ich nur sagen, dass die Medien und die Justiz wirklich "ganze Arbeit" geleistet haben. Egal wer hier die Wahrheit gesagt hat oder nicht, so hätte das Verfahren nie ablaufen dürfen. Für derartig dilettantische Arbeit müssen wir Steuerzahler noch herhalten. Unglaublich!
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am 20. Oktober 2012
Natürlich wissen wir alle nicht, was sich wirklich abgespielt hat und ob Jörg Kachelmann in diesem Buch überall hundertprozentig die Wahrheit sagt. Aber wir leben nun mal in einem Rechtsstaat und solange jemandem eine Tat nicht nachgewiesen werden kann, muss er freigesprochen werden. Ich habe mich seit der Verhaftung sehr intensiv mit dem Fall auseinandergesetzt und es spricht doch vieles dafür, dass sich jemand an Kachelmann rächen wollte, weil er sie belogen und betrogen und vielleicht kurz vor der vermeintlichen Tat für immer verlassen hat. Natürlich ist es nicht schön für einen Menschen, zu erfahren, wenn der geliebte Partner noch andere Freundinnen und oft gelogen hat. Trotzdem ist das aber nicht strafbar und rechtfertigt auf keinen Fall eine Falschanzeige wegen Vergewaltigung. Warum nimmt jemand mit anderen Kachelmann-Partnerinnen Kontakt auf, täuscht einen anonymen Brief vor und testet, wie man sich selbst verletzt?
Für mich sieht die Sache so aus, als hätte da jemand schon länger geplant, aus Wut Jörg Kachelmann beruflich und privat zu vernichten und am liebsten für immer im Knast weggesperrt gehabt. Wenn ein mutmaßliches Opfer schon bei seinen ersten Aussagen nachweislich lügt und am Tatwerkzeug keine Spuren von Kachelmann waren, gab es überhaupt keinen Grund, ihn in U-Haft zu stecken und überhaupt Anklage zu erstatten.
Die Schilderung der Verhaftung, der U-Haft und der Verhandlung fand ich interessant und wäre für mich fünf Punkte wert, weil ich viel Neues aus erster Hand erfuhr. Auch die Kritik am überheblichen Verhalten der Justiz darf und muss mal geäußert werden. Was mich ein bisschen an dem Buch gestört und zu dem einen Punkt Abzug geführt hat, ist, dass Jörg Kachelmann an manchen Stellen zu sehr verallgemeinert (man kann nicht von einem Fall auf alle schließen+alle Anzeigesteller -es gibt sicherlich viele Frauen, die wirklich ihr ganzes Leben lang unter einer Vergewaltigung leiden- über einen Kamm scheren). Ein bisschen kann ich die Wut in Kachelmann aber natürlich verstehen, wenn man monatelang unter dieser Anklage psychisch, imagemäßig und letztendlich durch die hohen Anwaltskosten auch finanziell gelitten hat. Was mir ebenfalls nicht so gefallen hat, waren die teils langatmigen pseudojuristischen Ausführungen von Miriam Kachelmann. Trotzdem ist das Buch über weite Strecken interessant geschrieben und ich empfehle es aus meiner Sicht zu 80 Prozent als lesenswert (den Rest einfach überblättern, wenn es zu sehr abschweifend und zu kompliziertes Juristendeutsch wird)
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am 18. November 2012
Ein wenig skeptisch war ich schon, als ich mir das Buch bestellte, allerdings habe ich mit Kopfschütteln den Prozess im Fernsehen aufgeschnappt. Entgehen konnte man ihm ja nicht...

Gut an dem Buch finde ich, die Sichtweise von Kachelmann und seiner Frau. Aus untersch. Blickwinkeln. Viele davon wurden in den Medien nicht preisgegeben. Auch vom Medienanwalt des Autors ist am Ende des Buches ein - wenn auch sehr kleiner - Einblick in den Prozess gegeben.
Interessant ist, wie viele Einstweilige Verfügungen erwirkt worden sind - und wie wenig davon berichtet wurde.
Auch gut, das Abbild von Urteilen o. ä.
Sehr ausführlich und so kann sich jeder sein Bild machen.

Ich finde das Buch sehr gut geschrieben und würde es jederzeit wieder kaufen und kann es nur empfehlen - auch den Kachelmann-Skeptikern, oder gerade denen.
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