Kundenrezensionen


10 Rezensionen
5 Sterne:
 (8)
4 Sterne:
 (2)
3 Sterne:    (0)
2 Sterne:    (0)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Leben ist eine Bühne, 6. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Furious Love: Elizabeth Taylor und Richard Burton - Die Liebesgeschichte des Jahrhunderts (Gebundene Ausgabe)
Es gibt wohl kaum eine Liebesgeschichte des 20. Jahrhunderts, die soviel in der Presse beredet wurde, wie die von Elizabeth Taylor und Richard Burton.

Sie, aus einer wohlbehütenten mittelständischen Londoner Familie stammend, startet mit Hilfe ihrer ehrgeizigen Mutter nach dem Umzug in Beverly Hills ihre Filmkariere. Bereits im Alter von 10 Jahren gelingt ihr der große Durchbruch mit einem "Lassie"-Film. Ihr Ruhm, ihre Schönheit und ihre Beliebtheit werden in den nächsten Jahren steigen. 1961 bekommt sie für "Telefon Butterfield 8" ihren ersten von insgesamt drei Oscars und zeigt, dass sie auch komplexere Charakterrollen übernehmen kann.
Er, ein walisischer Bergarbeitersohn, wuchs ohne Mutter in einem kinderreichen Haushalt in relativer Armut auf. Richard konnte nur aufgrund seiner Begabung in Oxford studieren und wurde ein bedeutender Bühnenschauspieler. Erst im Alter von 27 Jahren spielte er in seinem ersten Hollywoodfilm mit.

In "Furious Love" beginnt die Geschichte erst 1962. Die Eckdaten ihres früheren Lebens werden nur sehr spartanisch wieder gegeben, besonders bei Elizabeth. Aber das Buch soll ja auch eine Biographie ihrer Liebesgeschichte sein und die beginnt unweigerlich mit dem "Cleopatra" Dreh. Beide lösen mit ihrer öffentlich gezeigten Affäre als Noch-Verheiratete einen Affront in den Magazinen der ganzen Welt aus und sogar vom Vatikan werden die beiden gerügt. Nichts desto trotz beginnt eine, zu anfangs, erfolgreiche Doppelkarriere der beiden, die nicht zuletzt aus ihren öffentlich gezeigten Eheproblemen und ihrem Prunk, ihren Skandalen und ihrem Auf-und Ab profitiert.
"Furious Love" deckt somit die Ansprüche, die ich an es gesetzt habe. Es schildert in bunten Farben und schnell zu lesender Sprache die "Liebesgeschichte des Jahrhunderts". Ein Glücksfall sind die erstmals veröffentlichten Aufzeichnungen Richard Burtons, der fast die ganze Zeit seines Erwachsenenlebens Tagebuch führte. Weniger wird aus der Sicht Elizabeths berichtet.
Man sollte sich beim Lesen bewusst machen, dass die Autoren Fans der beiden sind und so häufig nicht neutral dem Geschehen gegenüber stehen, was man zum Teil an glorifizierenden Passagen bemerkt. Das stört aber nicht weiter, sollte jedoch nicht außer acht gelassen werden.
Nichts desto trotz habe ich mich beim Lesen dieser 544 Seiten starken Biographie köstlich amüsiert, geseufzt über soviel Liebeschaos und den Kopf geschüttelt über soviel Dekadenz. Richtige Filmdiven und Liebesgeschichten fehlen eben im Moment im Showbusiness. Das waren eben noch Zeiten...
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Portrait einer Jahrhundertliebe, 6. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Furious Love: Elizabeth Taylor und Richard Burton - Die Liebesgeschichte des Jahrhunderts (Gebundene Ausgabe)
Richard Burton und Elizabeth Taylor treffen sich das erste Mal 1962 in Rom, während der Dreharbeiten zu 'Cleopatra'. Sie verlieben sich vor laufender Kamera und werden zum Skandal- und Glamourpaar Hollywoods. Vom Vatikan verdammt und von Presse und Fans verfolgt: über keine andere Liaison wurde damals so viel geschrieben und keine andere wurde so gefeiert und gleichzeitig verurteilt. Zweimal verheiratet, zweimal geschieden ' eine Liebe, scheinbar zu groß für die Ewigkeit.

Das Ehepaar Sam Kashner, Redakteur bei der Vanity Fair und Nancy Schoenberger, Lyrikerin und Autorin, gewähren in ihrem Buch 'Furious Love' in Zusammenarbeit mit dem engen Umfeld des berühmten Paares und Elizabeth Taylor höchstpersönlich Einblicke in diese außergewöhnliche Partnerschaft zweier großer Persönlichkeiten.

Und wie leidenschaftlich und temperamentvoll und 'larger than Life' die gemeinsame Zeit von Taylor und Burton war, davon bekommt man in diesem Werk wirklich einen sehr guten Eindruck.
Sie, eine der berühmtesten, schönsten und talentiertesten Darstellerinnen der Welt, er, der begnadete Schauspieler, Shakespearekenner und selbst Autor zahlreicher Texte waren das meistfotografierteste Paar und es schien, als könne die Welt nicht genug von der turbulenten Liebe bekommen.

Neben den wundervoll eingearbeiteten Briefen und Zitaten, die den jeweils beschriebenen Stand im Leben der Beiden immer perfekt ergänzen, ist es Kashner und Schoenberger hoch anzurechnen, dass sie zu keinem Zeitpunkt in eine übertriebene Glorifizierung von Taylor und Burton verfallen ' die schönen, aber auch die hässlichen Seiten ihrer Doppelehe werden beleuchtet, genauso wie das Schicksal der Personen, die durch das Zusammenkommen der Beiden verletzt und verlassen wurden.

Zudem sind dem Text viele eindrucksvolle Schwarz-Weiß-Fotografien beigelegt durch die man einen noch besseren Eindruck davon bekommt, was für eine unglaubliche Ausstrahlung Burton und Taylor hatten.

Das Autorendou lässt nichts unter den Tisch fallen, erzählt vom Reichtum und den Weltreisen, von den Filmen und großer Zuneigung, aber auch von Krankheiten, selbstzerstörerischen Saufgelagen und den daraus resultierenden Streitereien.

'Furious Love' ist ein großartiges Dokument dieser Jahrhundertliebe geworden und gleichzeitig ist es ein toll geschriebenes Portrait über das alte Hollywood und natürlich über die legendären Schauspieler Elizabeth Taylor und Richard Burton selbst. Mit Respekt und ohne Effekthascherei ist Sam Kashner und Nancy Schoenberger ein tolles, informatives und wirklich lesenswertes Buch zu dem Thema gelungen.

"Keine Rolle hat mir so gefallen wie die des Ehemannes von Elizabeth Taylor" - Richard Burton
"Viel besser als ich, Elizabeth Taylor, zu sein, gefällt mir, Richard Burtons Frau zu sein." - Elizabeth Taylor
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Burton/Taylor - miteinander, gegeneinander und ohne einander, 17. Juli 2012
Von 
Peter Kensok "Globalscout" (Stuttgart) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Furious Love: Elizabeth Taylor und Richard Burton - Die Liebesgeschichte des Jahrhunderts (Gebundene Ausgabe)
Schon zu Lebzeiten waren ihre unglaublichen Filmkarrieren längst Geschichte, so wie der Monumentalfilm Cleopatra (1963), in dem die Welt die beiden zum ersten Mal gemeinsam sah. Ich erinnere mich noch gut an den unglaublichen Einzug der wunderschönen Cleopatra in Rom. Sie thronte zwischen den Vorderpfoten einer riesigen Sphinx, die von einer unendlich langen Schlange von Sklaven in die Ewige Stadt gezogen wurde. Und das Volk tobte! Richard Burton sah als Marcus Antonius daneben relativ schlapp aus. Ein netter Römer halt, der sich im Firm wie im richtigen Leben unsterblich in die schönste Frau der Welt verliebte.

Als ich Sam Kashner und Nancy Schoenbergers Buch über »Die Liebesgeschichte des Jahrhunderts« las, habe ich zunächst an all die voyeuristischen Artikel gedacht, die meine Eltern begeistert lasen: Immer wieder »Liz und Dick«, selten anders herum, denn die Taylor war seit ihrer Rolle als Teenager in »Lassie - kehr zurück!« (1943) gewohnt, immer die Nummer 1 zu sein.

So gesehen verhielt sich die Schöne immer wieder ziemlich hässlich. Sie scheute sich auch später nicht, als Richard Burton, der Waliser mit der wunderbaren Stimme, wieder zurück zum Theater Shakespeares fand, hinter ihm auf der Bühne zu erscheinen. Das Publikum tobte, bis Liz geruhte, die Bühne wieder zu verlassen. Die Show nahm sie irgendwie mit und hatte sie ihm wieder einmal gestohlen.

»Mr. Elizabeth Taylor« - unter Zurückstellungen wie dieser litt Richard Burton ziemlich. Gemeinsam hatte das »Königspaar Hollywoods«, dass sie ihre Ehe vor der Kamera und auf der Bühne darstellten und immer wieder darstellen konnten. Die Stücke schienen genau auf sie zuzutreffen, oder sie lebten ihre Ehe darin aus.

Sam Kashner und Nancy Schoenberger haben eine großartige Biographie eines der aufregendsten öffentlichen Paare des letzten Jahrhunderts geschrieben, mit viel Respekt für das tragische Schicksal, dass es bei all dem Glanz und Luxus auch verkörperte. Trotz der Bewunderung für Elizabeth Taylor und Richard Burton sind sie nicht in den Stil von Paparazzi verfallen, die rücksichtslos ans Licht zerren, was ihnen vor die Kamera läuft und den unglücklichen Bruchteil eines Moments für das Ganze nehmen, je bizarrer, je lieber. Das Buch ist voller Details und dabei angenehm kurzweilig. Als die beiden darin auf die 40 zugehen, staunte ich, wie viel im Leben von Dick und Liz bereits passiert ist. Und da hatten sie noch eine Weile miteinander, gegeneinander und ohne einander.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine packende Erzählung - mit einigen Fehlern, 8. April 2012
Von 
Nuria (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Furious Love: Elizabeth Taylor und Richard Burton - Die Liebesgeschichte des Jahrhunderts (Gebundene Ausgabe)
Die Liebesgeschichte von Dick und Liz gehört zu den Klassikern der jüngeren Geschichte, und die Filmkarrieren beider sind so interessant, dass man dieses Buch gerne und möglichst in einem Schwung liest. Es gibt hunderte Bücher zu dem Thema, die den Autoren als Quelle dienen. Hinzu treten die Liebesbriefe von Richard Burton an Liz und sein Tagebuch, das vor allem im englischen Original seine Liebe zur Sprache zeigt und dabei auch den Leser entzückt.
Ein Wermutstropfen sind einige kleinere faktische Fehler und Auslassungen, beispielsweise, wenn Ringo Starr schon 1970 eine Ehefrau namens Barbara Bach untergeschoben wird, die er erst einige Jahre später kennen lernen wird, oder Peter O'Toole als Lügner dargestellt wird, der damit angibt, ebenso häufig keinen Oscar bekommen zu haben wie Richard. Ärgerlich, aber auch verständlich ist die schonende Weise, mit der die Autoren Liz Taylor behandeln, weil die ihnen nämlich Material zur Verfügung gestellt hat, offensichtlich gegen das Versprechen der Weichzeichnung. Dazu gehört auch die steile These, Burton habe seine Filmkarriere Taylors klugem Coaching zu verdanken, wofür unterschlagen wird, dass er schon durch Filme wie "Die Robe" einer der größten Leading Men Hollywoods war, bevor er Liz beim Dreh von "Cleopatra" kennen lernte.
Trotzdem, alles in allem eine gute und detaillierte Besprechung des verrückten Lebens des letzten wirklichen Star-Ehepaares und ihrer heftigen Liebe!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Leidenschaftliche Liebe, 21. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Furious Love: Elizabeth Taylor und Richard Burton - Die Liebesgeschichte des Jahrhunderts (Gebundene Ausgabe)
Die Geschichte von ELizabeth Taylor und Richatd Burton konnte man ja Jahrelang in den Zeitschriften mitverfolgen. Hier wird nun einiges mehr geschrieben und zeigt die vielen Facetten einer Leidenschaftlichen Liebe. Hier dürften wirklich zwei Menschen aneinander geraten sein die leider- nicht miteinenader aber auch nicht ohne einander - Leben konnten. Für mich ein sehr gutes Buch über die Liebe dieser zwei wunderbaren Dartseller.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Geschichte von "Liz und Dick" ...[1], 9. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Furious Love: Elizabeth Taylor und Richard Burton - Die Liebesgeschichte des Jahrhunderts (Gebundene Ausgabe)
...beginnt im Frühjahr 1962, als durch die Verzögerung bei der Produktion von "Cleopatra" die beiden männlichen Hauptrollen neu besetzt werden mussten. Für Peter Finch als Caesar sprang Rex Harrison ein und statt Stephen Boyd sollte nun der walisische Schauspieler Richard Burton Marcus Antonius spielen. Bei einer kurzen Begegnung bei einer Party von Jean Simmons und Stewart Granger im Jahre 1953 hatte es noch nicht gefunkt. Der junge aufstrebende Frauenheld empfand die Taylor selbstkritisch als in einer anderen Liga spielend, die verwöhnte Taylor befand sich schon auf einem ersten Höhepunkt ihrer steilen Karriere und dürfte mit dem noch nicht so bekannten Schauspielerimport nicht viel anzufangen gewusst haben. Neun Jahre später aber begannen sie, obwohl beide anderweitig verheiratet waren, eine stürmische Affäre miteinander. Welcher vermeintliche "Star" kann heute noch von sich behaupten sogar vom Vatikan verurteilt worden zu sein? Eben! Nach einer selbst verordneten Trennung und zwei hässlichen Scheidungen heirateten Burton und Taylor im März 1964 und hielten die Öffentlichkeit über zwei Ehen und eine innige Freundschaft nach der letzten Scheidung bis zu Burtons Tod 1984 in Atem.
Den Autoren, dem Vanity- Fair- Redakteur Sam Kashner und seiner Frau, der Lyrikerin Nancy Schoenberger, gelang es in Absprache mit Elizabeth Taylor Einblick in einige unveröffentlichte Quellen zu erhalten. Dabei handelt es sich um Briefe Burtons an Taylor sowie ein nicht veröffentlichtes Manuskript über Taylors Leben (anscheinend von Taylor selbst mit Richard Meryman verfasst). Leider gibt die Danksagung wenig Aufschluss darüber, wie Kashners und Schoenbergers Recherchen genau ausgesehen haben. Es wird lediglich einigen Gesprächspartnern gedankt, u.a. Sally Burton, Robert Hardy, Waris Hussein (Regisseur von "Seine Scheidung, ihre Scheidung"), Christopher Mankiewicz, Mike Nichols, Franco Zeffirelli usw. Burtons Tochter Kate habe "ihren Segen" zu dem Buch gegeben, aber anscheinend nicht weiter mit den Autoren gesprochen. Allerdings wurden auch "Menschen aus Elizabeth Taylors engstem Umfeld" befragt. "Wir respektieren ihren Wunsch, nicht namentlich genannt zu werden", sie hätten "dieses Buch jedoch erst möglich gemacht". Hm, ich muss gestehen, das klingt für mich nicht nach dem Gipfel der Glaubwürdigkeit. Der Fokus der Doppelbiographie (bezogen auf die Jahre 1962-1984) liegt dann auch tatsächlich auf dem Alkoholkonsum, dem Jet- Set- Leben, dem ständigen Reisen, um Steuern zu sparen, Krankheiten, den enormen Ausgaben für Juwelen und Jachten usw. Man sollte es kaum für möglich halten, dass die beiden auch vielbeschäftigte Schauspieler waren.
Klatsch und Tratsch kommen hier nicht zu kurz. Wer aber etwas mehr über die Schauspieler erfahren möchte, könnte etwas enttäuscht werden. Auch wenn sich Kashner und Schoenberger nicht als Filmkritiker verstehen, so hätte ich es aufschlussreich gefunden, wenn sie auch ein paar persönliche Eindrücke zu ihren Filmen beschrieben hätten. Wenn ein Drehbuchautor oder Regisseur befragt wurde, nehmen die Filme wenigstens etwas Raum ein, sonst ist es lediglich name dropping. Da werden allgemeine Kritiken wiedergekäut, ohne dass klar wird, ob die Autoren die Filme oder die Darstellerleistungen genauso bewerten. Da fehlte mir schlicht das Herzblut. Gelegentlich hatte ich den Eindruck, dass einige Filme den Autoren nicht bekannt sind, wie könnte sonst behauptet werden, "Reflections in a golden eye" spiele in Südamerika?
Meine Lieblingsstelle im Buch ist ein "Portrait" Burtons über Taylor, die sich darüber sehr amüsiert haben soll: "Sie ist ein nettes, fettes Mädchen, das Mücken liebt und verpustelte, verpickelte Waliser hasst, Boote verabscheut und Flugzeuge mag, kleine Augen wie schwarze Johannisbeeren, winzige Brüste und keinen Humor hat. Sie ist prüde, eingebildet und furchtbar schüchtern."

ABER NUN: Trotz des angenehmen Plauderstils ist nicht zu überlesen, wie schlampig das Lektorat war. Anscheinend ging hier Schnelligkeit vor Genauigkeit. Zwar verzeichnet das Buch 2010 als Erscheinungsjahr, die englischsprachige Originalausgabe erschien allerdings im April 2011, kurz nach dem Tod von Elizabeth Taylor. Es gibt zu viele Redundanzen, Widersprüche, ungenaue oder falsche Angaben, die einem Lektor, der sich etwas in der Materie auskennt, hätten auffallen müssen. Das schmerzt natürlich den Taylor/ Burton- Fan, der sich nun auch angesichts anderer Angaben im Buch fragt, ob das denn nun so stimmen kann.
Einerseits beschreiben die Autoren, es sei Philipp Burton wegen des ungenügenden Altersunterschiedes nicht möglich gewesen, Richard Jenkins zu adoptieren, um ihn einige Seiten später als Adoptivvater vorzustellen. Die Dreharbeiten zu "Wer hat Angst vor Virginia Woolfe" sollen Taylor und Burton besonders entspannend gewesen sein, da sie ihre Konflikte bei der Arbeit ausleben konnten und zu Hause gekuschelt hätten. Ein paar Seiten später wird beschrieben, dass sich Taylor Sorgen gemacht habe, da die Rolle der Martha auf ihre Persönlichkeit abgefärbt und sie Burton nun so angeschrieen habe wie ihre Filmfigur ihren Mann. Hm, wenn es dazu verschiedene Quellen gibt, könnte ein guter Autor (vielleicht ist hier das Teamwork ein Problem, das sich hier wie Patchwork liest) diese Quellen gegenüber stellen und den Leser ermutigen, sich sein eigenes Bild zu machen.
An einer Stelle wird ausführlich die Affäre zwischen Claire Bloom und Burton und die Wirkung auf seine Ehe mit seiner damaligen Frau Sybil beschrieben um einige Seiten später (Bloom drehte mit Burton 1965 "Der Spion, der aus der Kälte kam") das Ganze zu wiederholen. Da hätte man straffen müssen, um den Text als Ganzes stringenter zu machen. Leider passiert das öfters im Text.
Die Autoren bemühen sich, möglichst viele Passagen durch Quellenangaben zu belegen. Anscheinend ist es im angelsächsischen Bereich unüblich, im Originaltext mit Hinweisen (hochgestellte Ziffern) darauf hinzuweisen. So wird ein Teil des Zitats im Anhang wiederholt, was den Leserhythmus etwas zäh macht. Am anschaulichsten und seriösesten sind die Passagen, die sich auf Melvyn Braggs bisher unübertroffene Burton- Biographie stützen (Richard Burton. Die Biographie). Dass aber in manchen sehr privaten Momenten (allein im Hotelzimmer, niemand war Zeuge) ausgerechnet Skandalnudel Kitty Kelley als Quelle herhalten muss (an zwei Stellen im Buch verweisen die Autoren sogar selbst auf den zweifelhaften Ruf ihrer "Biographie" über Taylor), ist schon bezeichnend. In einigen besonders ausführlichen Stellen, in denen sich Taylor z.B. ausführlich (in wörtlicher Rede!) mit ihrer Mutter über Burton unterhält, fehlt leider jeder Hinweis. Sollte da die Phantasie mit den Autoren durchgegangen sein?
Gelegentlich verführt die enzyklopädische Faktenfülle die Autoren dazu, allzu Privates oder Irrelevantes zu verarbeiten, das lediglich voyeuristische Interessen befriedigt. Dass die betrunkene Ehefrau eines Schauspielerkollegen ihren Hund sexuell befriedigt habe, gehört sicherlich zu den nicht unbedingt notwendigen Beschreibungen. Von den ernsten Hämorrhoiden- Problemen der Diva wissen die meisten Fans, aber sooo genau müssen wir auch nicht wissen, wann und wo es zu Komplikationen kam. Zudem sprechen die Autoren davon, dass die beiden gerne v*gelten. Ich bin nicht prüde. Wenn jemand das von sich selbst in der 1. Person sagt, spricht das für ein gesundes Selbstbewusstsein. In der 3. Person (über andere) empfinde ich das als unnötig vulgär.
Auch die deutsche Übersetzung ist gelegentlich nicht makellos. Da steht mehrmals "wegen ihr" (statt korrekt ihretwegen), sehr umgangssprachlich "kriegen" (statt bekommen oder erhalten), an mindestens zwei Stellen fehlt ein Wort, so dass der Sinn des Satzes dubios bleibt. Aber angesichts der Länge des Textes sind die Klopse vertretbar.
Zwar enthält das Buch einen Anmerkungsapparat und ausführliche Quellenangaben, aber keine Zeitleiste, die einige Ereignisse in die richtige Reihenfolge bringen. Bei einer einigermaßen chronologischen Darstellung bleiben so einige Unklarheiten im Handlungsablauf. Oft heißt es dann am Kapitelende lapidar, dass sie auch in dieser Zeit wild aufeinander waren. Fast zeitgleich entstand ein anderes Buch über Burton/ Taylor (»Wir haben uns verzweifelt geliebt«: Elizabeth Taylor und Richard Burton), das ich mir als nächstes vornehmen werde.

Fazit: Ein durchaus fesselndes Buch, das aber etwas schlampig redigiert wurde. Ein gewisses Misstrauen den übrigen Fakten (?) gegenüber bleibt. Schade. Wegen des überwiegenden Vergnügens an der Lektüre aber noch vier Sternchen.

[1] Weder Burton noch Taylor mochten die vermeintlichen Kosenamen, so dass man hier von zwei Beziehungen sprechen könnte, der "öffentlichen" (Liz und Dick) und der "privaten" (Elizabeth und Richard).
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen Prima geschrieben und interesant zu lesen, 16. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Furious Love: Elizabeth Taylor und Richard Burton - Die Liebesgeschichte des Jahrhunderts (Gebundene Ausgabe)
Sehr gut geschriebenes Buch über die interessantesten Stars der Vergangenheit. So etwas gibt es wohl nie mehr. Sehr lesenswert.
kann ich nur weiterempfehlen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen Einfach schön, 23. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Furious Love: Elizabeth Taylor und Richard Burton - Die Liebesgeschichte des Jahrhunderts (Gebundene Ausgabe)
Es war die Liebesgeschichte, die Hollywood in Atem gehalten hat - Cleopatra liebt Marc Anton und das nicht nur auf der Leinwand. Mit Elizabeth Taylor und Richard Burton hatte die Traumfabrik ihr wohl schillerndstes Traumpaar gefunden, dass kein Regisseur besser und schöner hätte inszenieren können. "Furious Love" erzählt die Geschichte dieser besonderen Liebesgeschichte und wird dieser Mischung aus Exzentrik, Faszination und Leidenschaft meiner Meinung nach durchaus gerecht. Vor allem schafft es das Buch durch die Unterteilung in verschiedene Kapitel immer zu fesseln, ohne dabei langatmig oder kitschig zu werden. Das ist es auch, was mir an "Furious Love" besonders gefallen hat: es verfällt nicht in Kitsch oder schmachtende Erzählungen sondern gibt dem Leser das Gefühl einen versteckten Blick in eine Liebesbeziehung zu werfen, ohne dabei obszön oder billig zu wirken. Und es bewahrt bis zur letzten Seite die Illusion dieser großen Liebe.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen Tolle Liebesgeschichte !, 7. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Furious Love: Elizabeth Taylor und Richard Burton - Die Liebesgeschichte des Jahrhunderts (Gebundene Ausgabe)
Ich fand das Buch super. Persönlich lese ich ungern fiktive Geschichten und so habe ich mich für dieses Buch entscheiden und nicht bereut.

Insgesamt wird meiner Meinung nach zu viel über die Filme geschrieben, stattdessen hätte man definitiv mehr auf die Liebesgeschichte selbst eingehen können. Es ist zwar sehr interessant auch über die Filme interessante Dinge zu erfahren, vor allem weil diese unmittelbar mit den Leben der Protagonisten und der Liebesgeschichte selbst zu tun haben. Allerdings muss man als Leser nicht wissen in welchem konkreten Bezug, in welchem Jahr etc jeder Mitwirkende bei einem Film zu den beiden stand.
Ausserdem finde ich dass das Buch ziemlich abrupt endet. Die meiste Zeit des Buches beschreibt quasi eine Periode - dafür kommen die letzten Jahre viel zu kurz, alles passiert auf einmal und beim Lesen des Buches mit allen vorangehenden Details ist das eine ziemliche Umstellung.

Trotz allem habe ich das Buch unheimlich gerne gelesen (ich lese sonst nie) und würde es jedem der an einer glamourösen und surrealen Liebesgeschichte interessiert ist, weiterempfehlen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen edmuc, 3. August 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Furious Love: Elizabeth Taylor und Richard Burton - Die Liebesgeschichte des Jahrhunderts (Gebundene Ausgabe)
Lieferung kam schnell und puenktlich (war ein Geschenk!). Kein Grund zur Beschwerde. Der Preis ist ebenfalls o.k. Die Empfehlungen fuer das Buch treffen 100%ig zu -ein wirkliche lesenswertes und empfehlenswertes Buch.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Furious Love: Elizabeth Taylor und Richard Burton - Die Liebesgeschichte des Jahrhunderts
Furious Love: Elizabeth Taylor und Richard Burton - Die Liebesgeschichte des Jahrhunderts von Nancy Schoenberger (Gebundene Ausgabe - 19. März 2012)
EUR 24,99
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen