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Kundenrezensionen

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am 10. Januar 2000
Ein Buch, wie man es sich wünscht, offen und ehrlich, dem Leser zugetan, ein allseitiges Vertrauen und Verständnis ausströmend. Fromm macht es uns vor, wie es funktionieren sollte oder könnte, die Kunst des Liebens zu leben. Man darf nicht erwarten, in diesem Buch eine Do-it-yourself-Anleitung zum Thema Liebe und Beziehung zu finden, es ist vielmehr eine Analyse der Widerstände und Widrigkeiten gegen eine erfüllte und ehrliche Liebe um der Liebe willen, wie sie ihr in unserer modernen Gesellschaft entgegenstehen. In Anlehnung an marxistische Erkenntnisansätze überträgt er diese auch auf die psychologische Situation des Menschen, der sich mehr und mehr von seinem Selbst, seinem Innern entfremdet hat, der nicht mehr ehrlich sich selbst lieben und damit die Menschen in sich und sie selbst zu lieben in der Lage ist. Eingelullt von Konsum und Produktion, Geschwindigkeit und Alltagstrott, ist auch die Liebe zu einem Tauschwert verfallen, man gibt sich dem hin, von dem man den besten Gegenwert für einen selbst zu erhalten hofft. Zugegeben, das alles klingt recht fremd, aber in der klaren und offenen Sprache Fromms erkennt man schnell diverse Eigenarten, man fühlt sich in der Lage, die eigene Situation zu hinterfragen und die Konsequenzen für einen konzentrierteren und aufmerksameren Umgang mit sich selbst und seinen Mitmenschen anzugehen, eine sehr positive Wirkung des Buches. Fromm propagiert die reife Annahme des Menschen um seiner selbst willen, das Wagnis, den Partner um seines Daseins willen zu lieben, sich mit ihm in den Persönlichkeiten zu treffen. Dabei stellt er die verschiedenen Formen fehlgeleiteter und nicht eigentlicher Liebe vor, in der wir nur zu oft vertraute Zustände finden können. Es ist kein Buch, daß den Leser mit einer Läuterung in ein besseres Leben entläßt, aber es sind die weisen Ratschläge eines besorgten Menschen, denen zu folgen kein Fehler sein kann.
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am 2. Februar 2006
Viele Menschen haben eine falsche Vorstellung davon, was Liebe ist - für die meisten ist Liebe ein mysteriöses Gefühl, welches vom Himmel fällt, wann es will, und gegen dessen Vergehen man nichts machen kann.
Fromm räumt mit diesem Vorurteil auf und zeigt, wie falsch wir mit dieser Ansicht liegen. Daß wahre Liebe nämlich eine Kunst ist, die man erlernen und entwickeln kann.
Warum sind wir heutzutage bereit, im Beruf, beim Sport und im allgemeinen Gesellschaftsleben alles zu geben, aber für die Liebe wollen wir keine Anstrengungen unternehmen?
Ein Buch für alle, die an die Liebe auf Dauer glauben oder sie erleben wollen und ihre Liebe zum Partner, zu Kindern und zu sich selbst nicht einfach verkommen lassen wollen.
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am 4. März 2003
Schön, daß es dieses Buch in einer günstigen Sonderausgabe gibt, denn dieses Buch sollte jeder gelesen haben. Denn wer will nicht wissen was Liebe ist, wie wirkliche Liebe funktioniert, wie sie sich vom Verleibtsein unterscheidet, wie man die Kunst des Liebens erlernen kann aus sich selbst heraus - denn die Voraussetzung für Liebe ist die Eigenliebe, die Entwicklung einer reifen eigenen Persönlichkeit.
Fromm zeigt, daß die Kunst des Liebens eine Kunst wie jede andere ist - also stetiger Übung, Arbeit, Willenskraft und Anstrengung bedarf. Daß Liebe nicht nur das Schweben im siebten Himmel ist, das irgendwann endet und dann ein schales Gefühl und das Bedürfnis nach neuerlichem Schweben hinterläßt - und zur Trennung führt.
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am 15. Juni 2008
Das ist nun ein wirklicher Klassiker. Und wie es sich für einen guten Klassiker gehört, kommt er nie aus der Mode. Auch wenn sich das für ein Buch, das über die Liebe geschrieben, etwas unpassend anhört. Erich Fromm hält uns in seinem Buch den Spiegel vor und wer sich traut wahrlich hineinzusehen, wird lernen, sich mit neuen Augen zu betrachten. Und - wie so oft - ist dieser wahre Blick oft schmerzlich, das wir damit tief an unsere innersten Bedürfnisse und Verletzungen rühren. Doch wie so oft liegt darin die Lösung.

Die Kunst des Liebens nach Erich Fromm kann sich am besten über mehrere Stufen entfalten. Als erster wichtiger Schritt steht die wahre emotionale Lösung der Eltern im Vordergrund. Wir werden immer Kind bleiben und das ist ebenfalls ein zentraler Aspekt unseres Lebens, jedoch ist für unsere persönliche Entwicklung das Eigenständigwerden und Integration der verschiedenen Qualitäten von Mutter- und Vaterliebe unabdingbar.

Und in wenigen, dafür umso treffenderen, Worten beschreibt Fromm in was der Unterschied zwischen reifer und unreifer Liebe besteht. Und wenn man sich nur diesen einen Gedanken aus dem Buch mitnimmt, sich darauf einlässt und das eigene Leben damit in Verbindung bringt, ist es möglich der Kunst des Liebens einen großen Schritt näher zu kommen:

Unreife Liebe sagt: Ich liebe dich, weil ich dich brauche.
Reife Liebe sagt: Ich brauche dich, weil ich dich liebe.

Wenn dieses Paradox Sie zum Nachdenken anregt und etwas in Ihnen zum Klingen bringt, werden Sie viel aus dem Buch mitnehmen können. Mich persönlich hat es sehr beeindruckt und mir in manchem einen entscheidenen Impuls gegeben.
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am 21. Dezember 2006
In diesem psychologischen Ratgeber widmet sich der Autor dem Phänomen der Liebe. Man sollte allerdings bedenken, dass das Buch in den 50er Jahren erschien, und dass einige der beschriebenen psychologischen Modelle inzwischen überholt sind.

Zunächst erklärt der Autor, das grundsätzliche Problem des Menschen sei sein Abgetrennt-Sein von allem anderen, das er durch verschiedene Mittel wie Gruppenzugehörigkeit, Ekstase (Drogen, Sex,...), Konsum u.a. zu überwinden versucht. Eine wirkliche Überwindung sei jedoch nur durch "richtiges" Lieben möglich, das kein Gefühl, sondern eine aktive Tätigeit sei. Im Folgenden wird auf die Besonderheiten von Elternliebe, Nächstenliebe, Selbstliebe, erotischer Liebe und Liebe zu Gott eingegangen. Die Erklärungen sind dabei auch für den Laien gut verständlich und interessant geschrieben. Besonders ausführlich wird auf die Elternliebe eingegangen, die der erwachsene Mensch, der sich von den Eltern gelöst haben sollte, verinnerlicht hat. Geschieht diese Loslösung von den Eltern nicht oder unvollständig oder ist schon in der Kindheit die Elternliebe in irgendeiner Form beeinträchtigt, so entwickelt der erwachsene Mensch je nach Art der Störung verschiedene Formen von Neurosen bzw. neurotischen Beziehungsmodellen. Beispielsweise soll eine Depression häufig durch eine einseitige Bindung an die Mutter (fehlende Vaterliebe) bedingt sein.

All diese Dinge und Zusammenhänge fand ich durchaus interessant und ihretwegen hat es sich für mich gelohnt, dieses Buch zu lesen. Etwas seltsamer fand ich jedoch die Auffassung des Autors, Lieben sei ein "Akt des Willens" und nicht an ein bestimmtes Objekt gebunden, d.h. man könne jederzeit einfach beschließen, jeden beliebigen Menschen zu lieben. Andeutungsweise rechtfertigt der Autor damit sogar Zwangsehen, mit dem Argument, diese Menschen würden sich wenigsten aktiv bemühen zu lieben, und nicht wie in unserer Gesellschaft passiv abwarten, bis die Liebe ihnen "passiert". Ebenfalls fragwürdig finde ich die Einstellung des Autors zu Homosexualität: diese sei ein "Unvermögen", die gegensätzlichen Pole der Natur (männlich und weiblich) zu vereinigen, und somit keine wahre Liebe, denn die erotische Liebe bestehe in eben jener Vereinigung der Gegensätze. Homosexuelle Liebe sei somit gleichzusetzen mit "dem durchschnittlich heterosexuell veranlagten, der nicht lieben kann".

In Anbetracht dieser Äußerungen finde ich es etwas beunruhigend, dass so viele Menschen dieses Buch scheinbar ohne Einschränkung toll finden. Wenn man es etwas differenzierter betrachtet, kann man aber durchaus interessante Dinge lernen, die unter Umständen für die eigene persönliche Entwicklung hilfreich sein können. Im Übrigen sollte noch erwähnt werden, dass man von diesem Buch keine konkrete Anleitung für richtiges Lieben erwarten darf; man erhält eher einige Denkanstöße, die man dann selber sinnvoll weiterführen kann.
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am 29. Mai 2012
Man sollte mehrere Tatsachen im Kopf haben, wenn man dieses Buch von Erich Fromm rezipiert:

Das Buch beruht auf Erkenntnissen, die teilweise vor bis zu 70 Jahre gewonnen wurden. Wer dies heute liest, kommt nicht um die Arbeit einer zeitgemäßen Reflexion umhin.

Erich Fromm stammt aus einer jüdischen Familien- und Religionstradition. Es darf durchaus angenommen werden, dass sein widersprüchliches Mutterbild hier eine Wurzel hat.

Der Autor setzt sich mit dem Thema "Liebe" in einem Zeitkontext auseinander, der uns teilweise fremd vorkommt. Seine Bemerkungen zur Homosexualität und dem Verhaltensverständnis von Müttern oder dem allgemeinen Geschlechterverhältnis als gesellschaftlichem Kulturphänomen dürfen kritisch betrachtet werden.

Die Kernaussagen des Buches sind nach wie vor aktuell. Wer sich selbst Gedanken machen und daher auch Erich Fromm weiterdenken kann, sollte zu diesem Buch greifen.

Kaufempfehlung? Ja
Altersgruppe: 14 bis 100 Jahre und älter ;-)
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am 5. November 2009
Eine ethische Betrachtung

Zunächst wird vom Autor die Liebesfähigkeit des Menschen unter die Lupe genommen. Denn Liebe wird häufig mit Abhängigkeit verwechselt und führt dann zu dem Ergebnis: "Ich liebe dich, weil ich dich brauche".
Richtigerweise sollte es aber in einer harmonischen Beziehung heißen: "Ich brauche Dich, weil ich dich liebe".

Wichtig ist auch die ethische Grundhaltung im Leben: Die Fähigkeit und Bereitschaft, Liebe und Fürsorge für den Mitmenschen zu empfinden und diese in die Tat umzusetzen. Dabei geht es um die Elternliebe und um die Nächstenliebe.

Mit dem von Jesus aufgestellten Gebot "Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst" geht Fromm auch auf die Eigenliebe ein. Er stellt dabei das "wie Dich selbst" in den Vordergrund: Nur ein Mensch, der sich selbst akzeptiert, kann diesen Zustand der Liebe auch glaubhaft auf andere übertragen.

Mit seiner Ansicht über die Grundhaltung des Menschen gegenüber der Liebe weicht Erich Fromm sicherlich von der heutigen gesellschaftlichen Norm ab: So definiert er Homosexualität als eine Art von Liebesunfähigkeit. Auch kommt er zu dem Ergebnis, das jeder Mensch mit der richtigen Einstellung einen beliebigen anderen lieben und ehelichen könne (wie es im Mittelalter der Fall war).

Dabei lässt er jedoch die romantische Liebe weitestgehend außer acht. Auf die Kunst des Kennenlernens, des Kommunizierens, des sich Verliebens, des sich Interessantmachens und des Verführens wird in diesem Buch weniger eingegangen.
Insofern beinhaltet das Buch eher eine ethische Betrachtung der Liebe. Als solches ist es aber durchaus lesenswert.
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am 29. Mai 2011
Ich muss sagen ich wusste anfangs nicht genau, was ich von diesem Buch erwarten sollte, aber dann war ich sehr positiv überrascht! Es ist keine einfach "Schritt für Schritt Anleitung" zur Liebe, sondern eher eine Handlungsempfehlung und ein Anreiz zum Denken, was Liebe eigentlich ausmacht. Für mich war es eine große Hilfe "echte" Liebe von "falscher" Liebe zu unterscheiden und meine Grundeinstellung zu überdenken. Probiert es aus und seid überrascht, was man noch alles lernen kann. ;)

PS: Gerade in Verbindung mit "Authentisch Leben" ist dieses Buch sehr empfehlenswert.
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am 27. Dezember 1999
Wer glaubt diese Buch gibt uns Tips oder Ratschläge um uns zu verlieben wird entäuscht sein. Wer es aber liebt über sein Denken und sein Lieben nachzudenken, und bereit ist sein Denken darüber immer und immer wieder umzustoßen, nur um es wieder von Neuem aufzubauen, der wird in diesem Buch einen Begleiter finden. Fromm öffnet uns die Augen für Dinge die uns, im Nachhinein selbsverständlich erscheinen, die wir aber verlernt haben zu sehen. Man lernt dabei sich selbst und seine Umwelt mit andern Augen zu sehen und aus so vielfälltigen Blickwinkeln zu betrachten - so vielfälltig wie die Liebe nun mal ist.
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am 14. Juni 2009
Von einer gestrigen Weltsicht heute lesen und für morgen lernen, so könnte wohl am treffensten eine Leseanweisung für dieses launig-nette Büchlein von Fromm sein!

Als Psychoanalytiker geht er den Dingen in Sachen Liebe auf eine sehr hermeneutisch-intuitive Art auf den Grund. Behutsam und illustrierend, sanft und treffen, literarisch malend und sachlich manifestierend. Nicht nur thematisch ist Fromms Werk ein Gewinn für den Leser, sondern auch immer wieder in literarischer Hinsicht.

Da zwischen der Zeit Fromms und heute einige Jährchen liegen sind viele Beispiele eher kontextlos für heute und auch Fromms Stil mag nicht jedermanns Sache sein. Aber gerade in dieser Erhabenheit und Entrückheit des Alten kann man einiges für heute lesen und lernen. Fromm würde wohl heute noch den Kern seiner Analysen - trotz veralteter Theorien - bewahren wollen.
Denn wenn das Büchlein eines lehrt, dann dass die Liebe nicht etwas für den Moment ist, sondern für die Ewigkeit, nie gleich, nie gänzlich erfass- oder beschreibbar, sondern ein inneres Mysterium. Und genau die Dinge, die heute noch adaptierbar sind, stellen wohl den Kern dessen da, was das abstrakte Wort "Liebe" einzufangen versucht.

Würde Fromm noch leben, würde ich ihm gerne für die tiefen Einblicke in die Seele des Menschen danken! Eine unbedingte Kauf- und Leseempfehlung!
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