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69 von 70 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Enttäuschend, bitter, ekelhaft und voller Poesie
Enttäuschend, bitter, ekelhaft und dennoch 5 Sterne? Jawohl, gerade deshalb!
Ich will es erläutern: Wir begegnen hier einem Phänomen das in der Science Fiction äußerst selten anzutreffen ist: der rücksichtslosen Demontage (rücksichtslos den Charakteren sowie notwendigerweise auch der Leserschaft gegenüber) der eignenen...
Veröffentlicht am 19. Juli 2003 von Alexander I.

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Beinharte Demontage eines Helden - schwer verdauliche Lektüre
Mit diesem Buch dürfte sich Frank Herbert - zumindest aus der Sicht vieler Leser - keinen großen Gefallen getan haben. Der zweite Teil der Wüstenplanet-Saga mag für manche ein großes philosophisches Werk sein, die meisten - darunter wohl auch viele Fans des Gesamtzyklus - dürften von diesem Werk eher enttäuscht sein. Zum einen ist die...
Veröffentlicht am 15. Juli 2008 von Stefan T.


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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Kein Vergleich zu "Dune"!, 5. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Herr des Wüstenplaneten: Roman (Taschenbuch)
Ich habe mir dieses Buch gekauft, weil ich vom ersten Band der Reihe richtig begeistert war. Besonders hat mir gefallen, dass so viele Figuren ihre eigenen Ziele verfolgen und dadurch die Handlung maßgeblich beeinflussen.
Der Herr des Wüstenplaneten hat mich dann doch sehr enttäuscht: Kaum Handlung, der Titelheld sitzt fast die ganze Zeit in seinem Palast herum. Ich weiß noch nicht, ob ich den nächsten Band überhaupt lesen werde...
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen So gut wie der erste Teil - aber nicht so lang, 1. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Der Herr des Wüstenplaneten: Roman (Taschenbuch)
Im Gegensatz zum ersten Teil gibt es keine Wander- und Kampfpassagen (die ich sowieso nicht vermisse). Abgesehen davon bekommt man vieles geboten, was man im ersten Teil auch geboten bekommt.

Wie der Titel schon sagt, ist Paul nun Herrscher über den Wüstenplaneten und das restliche Universum. Allerdings bildet sich schon zu Beginn des Romans eine Verschwörung aus, zu der auch Pauls Pflichtgemahlin Irulan gehört. Seine wahre Frau ist Chani aus dem Wüstenvolk.

Zwei Konflikte durchziehen die Geschichte: Zum einen geht es darum, wer Nachfolger von Paul sein soll und wer diesen Nachfolger zeugen soll. Paul besteht darauf, dass Chani ihm einen Nachfolger gebären soll und nicht Irluan.

Zum andern bieten die Verschwörer Paul ein sonderbares Geschenk an: Sie haben seinen gestorbenen Mentat Duncan Idaho auf äußerst seltsame Weise wiederbelebt - und Paul nimmt das Geschenk an in dem vollen Bewusstsein, dass dieses Werk dazu gedacht ist, ihn selbst zu zerstören ...

Obwohl das Ende sich einerseits früh abzuzeichnen erscheint (Paul wird sterben durch Duncans Hand, Chani Kinder gebären und ebenfalls sterben, mit welchen es dann in "Kinder des Wüstenplaneten" weitergehen kann), gibt es doch Überraschungen. So einfach ist das am Ende dann auch nicht ... Wird der Plan der Verschwörer wirklich aufgehen?

Den Reiz des Buches machen vor allem die originellen Philosophien, verbunden mit Frank Herberts schlichten und doch sehr ansprechenden Sprachstil aus. Das Buch hat eine sehr angenehme Länge. Da ist nichts zu kurz oder zu lang geraten.

Einigen Lesern könnten Pauls Gedanken zum Teil schwer nachzuvollziehen sein, er ist ja bekanntlich ein seltsam dunkler, verschlossener Charakter. Andrerseits kennt man ihn so bereits aus dem ersten Teil, so dass das in diesem Teil nicht überraschen sollte.

Ein wenig fehl am Platz und nervig fand ich lediglich diesen "Zwerg". Dieses Wort passt nicht so recht in diese Welt und erschwert es, die Figur ernst zu nehmen.

Annette Scholonek
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4.0 von 5 Sternen Notwendige und gelungene Brücke zum dritten Teil, 18. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Der Herr des Wüstenplaneten: Roman (Taschenbuch)
Elf Jahre nach den Ereignissen in "Der Wüstenplanet" sehen wir im zweiten Band des Dune-Zyklus Paul Atreides, oder auch Muad'dib als Herrscher des galaktischen Imperiums, der mit eiserner Hand regiert und das Gewürzmonopol verwaltet. Große Macht bringt auch große Abneigung mit sich, und so ist es kein Wunder, dass die übriggebliebenen Mächte, die nun in Sachen Gewürzkonsum durch die Finger schauen, den Sturz des Kaisers planen.

Der zweite Teil wird von vielen Fans oft ziemlich geschmäht, weil er nicht nur mit dem Umfang der anderen Bücher nicht mithalten kann, sondern auch aus Paul Muad'dib, dem Helden aus dem Vorgänger, einen Tyrannen wider Willen macht. Und ich finde das schlichtweg genial. Zu keinem Zeitpunkt im Buch hatte ich das Gefühl, dass die Entwicklung von Paul unrealistisch gewesen wäre. Ganz im Gegenteil. Bereits im ersten Buch kündigt er an, dass er gehasst werden wird, und das zweite Buch zeigt nun einfach, wohin die Macht ihn getrieben hat. Er ist immer noch der clevere, charismatische Anführer, den wir kennengelernt haben, aber seine Machtposition wirft nun eindeutig ein anderes Licht auf ihn. Was er selbst vorausgesehen hat, ist schlussendlich eingetreten, und so erleben wir die letzten Tage des Muad'dib.

Mir ist völlig unverständlich, wie Brian Herbert und Kevin J. Anderson, die das Dune-Universum mit unzähligen Nachfolgern, Vorgängern und Zwischentiteln ausbauen, den Wandel von Paul Atreides vom strahlenden Saubermann zum überbösen Tyrann in einem eigenen Buch schildern wollen (am 4. Januar bei Heyne als "Der Wüstenplanet: Paul Atreides" erschienen), wenn zum einen kein Wandel vom Weißen ins Schwarze stattgefunden hat und zum anderen diese Entwicklung perfekt in "Der Herr des Wüstenplaneten" gezeigt wird. Genau das ist auch der Reiz der Geschichte.

Neben besseren Einblicken in die Strukturen und der Politik eines auf Religion gestützten Imperiums bekommen wir auch eine schön ausgearbeitete Intrigengeschichte vorgesetzt. Seht dieses Buch nicht als Nachfolger, sondern eher als vierten Teil des ersten Buches bzw. eine notwendige Brücke zum ebenfalls brillanten "Die Kinder des Wüstenplaneten".
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Beste überhaupt!, 2. Oktober 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Herr des Wüstenplaneten (Broschiert)
Also ich habe den Film zig male gesehen, das 1. Buch gelesen.
Aber diese Fortsetzung ist wirklich der totale Wahnsinn! Er gibt detaillierte Einblicke in die Welt von Dune! Werde mir jetzt die nächsten 4 (oder 5) Fortsetzungen holen...!
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5.0 von 5 Sternen in der kürze liegt die würze, 26. Juni 2003
Rezension bezieht sich auf: Der Herr des Wüstenplaneten: Roman (Taschenbuch)
Das zweite buch ist das kürzeste buch des Zykluses und eignet sich gut um festzustellen, ob man auch den rest lesen möchte. es ist ähnlich dem ersten teil und sowohl von der handlung her als auch inhaltlich stark geschrieben und vermittelt weitere einblicke in die wüstenplaneten-welt. es kommen im grunde wieder alle figuen des ersten teils vor, was in den folgebüchern nicht mehr so selbstverständlich ist. wir sehen in diesem buch unter anderem, was passiert, wenn ein jahrhundertelang unterdrücktes und vollkommen angehärtetes volk von einem mit der göttlichen gabe des zukunftsblickens ausgestatteten Gebieters regiert wird passiert: die last des herrschers und die träume des volkes werden sehr genau beschreiben, was aber wohl ehr nebensächlich zur handlung steht. egal. lesen. es lohnt sich.
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2.0 von 5 Sternen Im Vergleich zum Anfang der Reieh eher eine Enttäuschung, 21. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Herr des Wüstenplaneten: Roman (Taschenbuch)
Die Story wird sehr abgedreht, die Handlungen der Hauptpersonen waren für mich nicht nachvollziehbar und nur mit Machtbesessenheit erklärbar. Als keine Personen, über die ich ein Buch lesen möchte. Ich werde mich an der Stelle von der Reihe verabschieden - schade!
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4.0 von 5 Sternen Religion, too, is a weapon. What manner of weapon is religion when it becomes the government?, 6. Januar 2013
Von 
callisto (Freiburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der Herr des Wüstenplaneten: Roman (Taschenbuch)
Zwölf Jahre sind seit den Ereignissen von Dune vergangen. Muad'dib's Jihad verbrennt seidem das bekannte Universum. Seine Qizarate Missionare tragen seine Religion von Planet zu Planet und dieser religiöse Kolonialismus hat in diesen zwölf Jahren fast alle Menschen unter seine Kontrolle gebracht. Dieser Krieg kostete 61 Millionen Menschen das Leben, vernichtete 90 Planeten und demoralisierte weitere 500. Er löschte die Gefolgscheft von 40 verschiedenen Religionen aus. Paul Atreides herrscht nun fast uneingeschränkt, wenn nun ist eine Straftat mehr als eine Straftat, sie ist Sünde. Es ist genau das eingetreten, was Paul Atreides so verzweifelt zu verhindern suchte. Die Religion, die er zunächst nur dazu benutzte, seine politischen Pläne durchzusetzen, hat sich verselbstständig, und aus ihm wurde eine Gallionsfigur, ein Gott, der von den Massen angebetet wird und der keine Chance hat, sich selber aus dem Netz zu befreien, dass er sich selber geknüpft hat.
Nur wenige lehnen sich noch gegen diesen religiösen Despotismus auf: die Bene Gesserit, die Spacing Guild und die Tleilaxu. Sie verbünden sich mit Pauls politischer Ehefrau, deren Ehe nur auf dem Papier besteht, Prinzessin Irulan, sie soll verhindern, dass Chani ein Kind bekommt und stattdessen selber den Thronfolger gebären, stößt dabei aber auf Pauls Widerstand.

Man könnte sagen, der Autor exerziert mit seiner Dune Reihe Ciceros De re publica durch. In jedem seiner Bände versucht er eine neue Regierungsform, um letztendlich das vernichtende Fazit zu ziehen, dass auch diese sich korrumpiert und an der Machtgier zugrunde geht. Im ersten Band scheitert die feudalistische Oligarchie an der Gier der Oligarchen, aus ihr wird eine religiös motivierte Regierung, die ebenfalls an Korruption und Machtgier zugrunde geht.
Daneben geht es aber noch um tief philosophische Fragen. Paul sieht die Zukunft, bzw. verschiedene Zukünfte. Er entscheidet sich für eine und wird von dieser gefangen genommen und seiner Wahlfreiheit beraubt. Hier geht es letztendlich um die Frage, ist unser Schicksal vorherbestimmt, oder haben wir die Wahl? Die Gesellschaft, die Paul geschaffen hat, mit ihrem Glauben an Orakel und daran, dass man die Zukunft vorhersehen kann, geht davon aus, dass alles bereits vorbestimmt ist, jeder will in die Zukunft blicken, um danach seine Entscheidungen auszurichten. Paul will sich dieser vorherbestimmten Zukunft entziehen, er will den Menschen wieder die Möglichkeit geben, selber zu entscheiden, aber ist dies möglich? In einer mit Spice gesättigten Umwelt kann jeder mittels Orakelkarten einen Blick in die Zukunft nehmen. Eine schauerliche Vorstellung.
Das Buch erschien 1969, aber die Themen sind zeitlos, besonders heute, in denen im Nahen Osten genau diese Regierungsformen nach dem Umsturz einer feudalistischen Oligarchie oder Diktatur entstehen. Und genau wie in diesen Romanen prophezeit gehen diese religiös fundamentalistischen Regierungsformen den Weg, den auch Pauls Universum nimmt: Massenmord, Unterdrückung und letztendlich Umsturz in Children of Dune.
Harte Kost. Letztendlich ist dies weniger ein Sci-Fi Roman, als eine Philosophische Schrift mit Sci-Fi Zuckerguss. Man erlebt mehr die Innensicht der Protagonisten, ihre Selbstzweifel und Zweifel, als dass wirklich was geschieht. Wer Action und Handlung sucht, wird mit diesem Buch nicht glücklich werden. Wer auf der Suche nach Sozialkritik in Sci-Fi Gewand ist, der wird bestens bedient werden.
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5.0 von 5 Sternen Frank Herbert ist der beste Sci-Fi-Autor!, 20. November 2009
Von 
Leonidas - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Der Herr des Wüstenplaneten (Broschiert)
Nachdem Paul Muad'Dib Atreides seinen Vater gerächt und den Erzfeind Baron Harkonnen besiegte (das Happy End war also komplett), geht die Geschichte weiter. Der angekündigte heilige Krieg, der das Universum aus den Angeln heben würde, ist ausgebrochen und nach einigen Jahren unter der Herrschaft des Atreiden-Imperators regt sich auch eine Verschwörung unter denen, die an Macht eingebüßt hatten, um Paul zu stürzen.
Frank Herbert webt hier einen unheimlich dichten Teppich aus Sitten, Gebräuchen, und Legenden auf der einen, sowie Politik, Machtkalkül und dem entfesselten heiligen Krieg auf der anderen Seite und erschafft so eine spannende Brücke zwischen dem ersten Teil "Der Wüstenplanet" und Teil 3/4 (der sich mit den Kindern, besonders mit Leto II. auseinandersetzt).
Dabei versteht er es meisterlich, philosophische Gedankenansätze und Spannung vor einer prall und farbenfroh gezeichneten Tapete aus Charakteren und genialen Einfällen zu mischen.
Im Gesamtzyklus ist dieser Band der mit Abstand kürzeste, aber das macht ihn nicht weniger unterhaltsam und wichtig.
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5.0 von 5 Sternen Geniale Fortsetzung, 26. Oktober 2008
Von 
J. Reinhardt (Halle) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Herr des Wüstenplaneten: Roman (Taschenbuch)
Nachdem ich Dune 1 Der Wüstenplanet durchgelesen habe, nahm ich mir direkt den zweiten Teil vor, weil er so schön kurz ist. Einige Rezensenten auf Amazon.de haben geschrieben, dass die Nachfolger nicht mehr mit dem ersten Teil mithalten könnten, wobei aber meiner Meinung nach das Gegenteil der Fall ist.
Das erste Buch hat nun alle Charaktere und den Planeten wunderbar eingeführt, während sich der zweite Teil vorallem den Interaktionen zwischen den Handelnden widmet. Dadurch entfällt eine langweirige Gesamthandlung und macht Platz für eine Menge interessante Dialoge. Und die sind keineswegs flach, dadaurch dass Herbert sein Augenmerk auf die Entwicklung der Charaktere legt, übertrifft er seine Charakterzeichnungen aus dem ersten Teil um einiges! Auch wenn wir hier eher den Abstieg so ziemlicher aller Charaktere vorfinden, die im ersten Teil noch als so glanzvoll und ruhmreich beschrieben wurden.

Neben den Charakteren hat sich auch Arrakis gewandelt. Paul hat längst sein Reich, auch ohne eigenes Zutun, vorallem durch die Religionshüter, die den Djihad weiter verbreiten, vergrößert. Arakeen ist gewachsen und von monumentalen Zeugnissen, die Pauls Macht demonstrieren, überzogen, was nicht allein Pilger, sondern auch Neider auf sich zieht, die nicht nur dem Gewürzmonopol der Atreides ein Ende setzen wollen.

Weil zumindest ich Paul im ersten Band gegen Ende immer mehr gehasst habe (vorallem weil er irgendwie sehr abgeflacht war und als anfänglicher Held eher zum rücksichtslosen Antihelden, der nach Macht giert, geworden ist), macht mir Herbert eine besondere Freude damit, dass der alles überragende Messiahs nun getötet werden soll. Das ist nicht mal ein Spoiler, damit eröffnet er das Buch direkt!
Beteiligt sind die Bene Gesserit Schwester Gaius Helen Mohiam, Pauls Frau Irulan, die ihn inzwischen verabscheut, dafür, dass er sie nur geheiratet hat, um den Tron zu erlangen und zwei Vertreter neuer interessanter Rassen, die im ersten Teil nur kurz angerissen werden: Der Navigator Edric, ein fischartiges Wesen, dass in einem melangegetränkten Tank schwimmt und durch seine Präsenz und seherischen Fähigkeiten dafür sorgt, dass Paul den Komplott nicht aufspüren kann. Außerdem ist da noch ein Vertreter der genialen Bene Tleilax, Skytale, ein geschlechtsloses Wesen, dass die Macht hat, sich in verschiedene Humanoide zu verwandeln. Zudem sind die Bene Tleilax gewissenlose Wissenschaftler, die sich dem Züchten von Geschöpfen für bestimmte Zwecke widmen. Diesem Forschungsdrang fällt auch die Leiche des im ersten Teil verschiedenen Duncan Idaho zum Opfer, aber mehr will ich dazu nicht verraten.

Durch die Charaktere und deren Abstieg, vorallem aber auch Pauls Gefangensein in seinen eigenen Visionen, wird das Buch ungemein philosophisch und eigentlich ziemlich unterhaltsam, trotz Heldendemontage. Bücher müssen nicht immer mit einem Happy End aufwarten, wer im Finale immer den strahlenden Helden mit seiner Liebsten im Sonnenuntergand stehen sehen will, der sollte lieber Rosamunde Pilcher lesen. Stattdessen erlebt man hier die folgerichtige Entwicklung eines Helden, der aufgrund seiner Fähigkeiten zu weit gegangen ist (bzw. gebracht wurde, denn ab einem bestimmten Punkt wurde ihm die Kontrolle ja entzogen, was umso reizvoller ist). Auch das es keinen "Sympathieträger" mehr gibt, mag für manche stimmen (ich bin für die Bene Tleilax, sie sind cool ;)), aber hätte man Paul wieder zum guten Helden gemacht und seine Gegenspieler, ähnlich den Harkonnens, einem reinen Drang nach Bösem oder Macht unterworfen, wäre das Buch (fast wieder der erste Teil in dieser Hinsicht) einfach nur flach.

Absolut lesenswert, vielleicht sogar besser als das erste Buch.
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3 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein wenig entäuschend., 17. Oktober 2003
Rezension bezieht sich auf: Der Herr des Wüstenplaneten: Roman (Taschenbuch)
Ich war von diesem Buch entäuscht (daher nur 2 Sterne). Nach dem großartigen ersten Buch habe ich mir den 2. Band zugelegt, in der Hoffnung, das er sich genauso verschlingen läßt, wie der Wüstenplanet.
Leider wurde ich entäuscht, die Story zieht sich schleppend dahin, das Verhalten der Hauptpersonen erscheint nicht wirklich nachvollziehbar.
Wäre nicht das geniale erste Buch, hätte ich mich wahrscheinlich zu 3 bis 4 Sternen durchgerungen, so aber wird die Wertung heruntergezogen, zu kraß ist, meiner Meinung nach, der Unterschied in der Fazination.
Ich habe zeitgleich den 3. Band erworben und bin gespannt daruf, ob diese Story wieder besser wird.
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Der Herr des Wüstenplaneten: Roman
Der Herr des Wüstenplaneten: Roman von Frank Herbert (Taschenbuch - 1. Mai 2001)
EUR 8,95
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