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Kundenrezensionen

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am 10. September 2002
Dune hat seinen Klassikerstatus wohlverdient. Die Charaktere in Herberts Roman sind tiefgründig und vielschichtig. Jeder einzelne hat seine Geschichte und macht eine spannende Entwicklung durch. Der Leser taucht in eine herrlich komplexe und stimmige Welt ein, die von feudalistischen Regeln geprägt ist. Das Buch ist eine Art Ritter- und Entwicklungsroman im Weltraum, der auch die dunklen Seiten des Heldentums aufzeigt. Der philosophische Touch befriedigt auch jene Ansprüche, die sich mit platten Prügeleien und seichten Liebesgeschichten nicht begnügen. Ein Muss für alle, die sich ein paar Nächte mit Lesen um die Ohren schlagen möchten.
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am 19. November 2006
Über die Qualität dieses Buches braucht eigentlich kaum mehr etwas gesagt zu werden. Es ist ein von der allgemeinen (also, bis auf den Krimi, genre-ignoranten) Literaturkritik übersehener Klassiker des 20. Jahrhunderts.

Worüber man allerdings dringend reden muss, ist die Übersetzung.

Im Klartext: Wer die deutsche Übersetzung "Der Wüstenplanet" gelesen hat, kennt nicht "Dune", sondern nur eine sehr ausführliche Nacherzählung des englischen Originals. In der deutschen Fassung werden – auch schon ganz zu Anfang – aus drei kunstvoll komponierten Sätze durch die Bank zwei schlichte. Ganze Satzteile und Informationsbrocken fehlen. Schilderungen und Metaphern fallen durch das Rost des Übersetzers und verschwinden im Orkus. Zurück bleibt banale Handlungsaufzählung. Vom Übersetzer unverstandene Absätze werden einfach zu irgendetwas plattgeklopft, was eher weniger als mehr Sinn gibt, aber die Mindestanforderung eines vollständigen deutschen Satzes erfüllt, auch wenn der mit dem Inhalt des ursprünglichen englischen Satzes nur noch wenig zu zun hat.

Bei Übersetzungen kann man immer wieder kritteln, und die Entscheidung zwischen der Beibehaltung einer Satzmelodie, dem Retten einer Metapher und dem Erstellen eines Textes der hakenloses, schlichtes, glattgebügeltes Standarddeutsch liefert ist bestimmt oft ein Gang auf schmalem Grat. Ich habe auch größtes Verständnis für die Lage der Übersetzer, die, um auf einen einigermaßen anständigen Stundenlohn zu kommen, ihre Arbeit zügiger erledigen müssen als es eigentlich die Sorgfaltspflicht und wahrscheinlich auch in den meisten Fällen ihre eigene Liebe zur Literatur erfordern. Das führt oft dazu, dass ein aus dem Englischen übersetztes Buch für den Leser, der des Englischen mächtig, die ursprüngliche Formulierung erraten kann, eine zusätzliche humoristische Ebene erhält (ein Beispiel unter zahllosen: Der Übersetzer eines Iain Banks Romans übersetzte den Namen des Raumschiffes "In One Ear" in Unkenntnis des englischen Sprichworts "In one ear, out the other – Zum einen Ohr rein, zum anderen raus" mit "In einem Ohr")

In diese Klasse fällt jedoch der Wüstenplanet nicht.

Er kann schlicht nicht als Übersetzung gelten, sondern als eine misslungene Neudichtung in deutscher Sprache.

Die Arbeitsbedingungen der Übersetzer im Blick: Der Übersetzer ist für diesen Band bezahlt worden, und ich wünsche ihm, dass er auch noch viele Aufträge erhält, bei denen er unter besseren Bedingungen gelungenere Übersetzungen abliefern kann. Der Verlag hat auch bestimmt schon genug an diesem Buch verdient, so dass ihm – einem Verlag, der sich wirklich auf lobenswerte Art um die Veröffentlichung qualitativ hochstehender SF im deutschen Bereich verdient gemacht hat – auch mein kleiner Kommentar an dieser Stelle am Ende des Rückgrats vorbeigehen kann.

Das alles im Blick dennoch am Schluss noch einmal die Feststellung: Wer die tatsächlichen Qualitäten dieses Buches erfahren will, muss "Dune", das englische Original lesen. "Der Wüstenplanet" ist höchstens eine Inhaltsangabe, die den Leser schon einmal auf die Lektüre des wirklichen Buches von Frank Herbert vorbereiten kann.
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TOP 500 REZENSENTam 22. Dezember 2012
Irgendwann, in ferner, ferner Zukunft haben die Menschen das Universum besiedelt. Nach Kriegen gegen die Computer und Religionskriegen hat sich eine stabile Regierung unter dem Hause Croinho ausgebildet. In dieser Welt lebt der Fünfzehnjährige Paul Athreides. Geboren im Jahr 57 des Padishah Emperors Saddam IV lebt er mit seiner Mutter, der Konkubine des Herrschers auf dem Planeten Caladan, bis sein Vater den Befehl erhält, den Planeten Arrakis zu übernehmen, den bisher die Harkonnen verwalteten. Arakis, Dune, der Wüstenplanet ist die Quelle des größten Schatzes des Universums, des Spice. Nur auf Arrakis gibt es diese Droge, die es den Navigatoren der Sternengilde ermöglicht, die Sternenkreuzer zu steuern. Wer das Spice kontrolliert, kontrolliert das Universum. Da ist es kaum verwunderlich, dass die Harkonnen nicht klein beigeben und dem Haus Athreides den Platz auf Arrakis freiräumen. Baron Harkonnen ermordet Pauls Vater und nur durch einen ausgeklügelten Plan innerhalb von anderen Plänen, gelingt es dem Erben des Hauses Athreides mit seiner Mutter in die Wüste zu entkommen. Paul und seine Mutter kennen nur ein Ziel: Die Macht der Wüste zu erlangen. In der Wüste herrschen die eingeborenen Bewohner des Planeten Arrakis, die Fremen, wer sie gewinnt, wer die Macht in der Wüste beherrscht, beherrscht Arrakis. Wer Arrakis beherrscht, beherrscht das Spice und wer das Spice beherrscht, beherrscht das Universum.

Dune, erschienen 1965, ist zu Recht ein Klassiker der Science Fiction. Neben einer spannenden Handlung über Macht, Verrat und Rache geht es vor allem darum, wie die Mächtigen und Herrscher dieser Welt Religionen zu ihrem Zweck benutzen. Die Fremen werden von Anfang an nur durch Glauben und Religion manipuliert. Erst durch die Missionaria Protectiva einen Zweig der Schwesternschaft der Bene Gesseret, die auf primitive Planeten die religiöse Sage streuen, dass irgendwann eine Benne Gesseret kommen wird, die den Retter bringen wird. Dieser Gleubenssatz sollte eigentlich nur dazu dienen, einer Schwester der Bene Gesseret nützlich zu sein, sollte sie einmal auf diesem Planeten stranden. Nie hätten die Bene Gesseret geahnt, dass das Ergebnis eines Jahrhundertelangen genetischen Zuchtauswahlverfahrens, der Kwisatz Haderach, einmal mit seiner Mutter auf genau so einem primitiven Planeten diesen Glaubenssatz dazu verwenden könnte, die Macht über das bekannte Universum und auch über die Bene Gesseret zu erlangen.
Paul hat die Gabe der Weissagung, er kann in die Zukunft sehen und er weiß, wenn er sein Ziel mit diesen religiösen Mitteln erreicht, wenn er die Fremen durch diese von den Bene Gesseret gestreuten Glaubenssätze manipuliert, wird er einen Jihad auslösen. Paul versucht alles, diesen heiligen Krieg zu vermeiden, aber dieser entwickelt eine Eigendynamik. Der Manipulator wird selber zum Opfer, zum Manipulierten, zur Gallionsfigur dieses Jihad.
Man merkt dem Buch sein Alter nicht an, das Thema ist Zeitlos. Religion, Manipulation der Massen durch Religion und Krieg. Die Fremen können, ähnlich wie die Japaner, nicht nein sagen, gleichen ansonsten jedoch den Völkern des Nahen Ostens und gerade daher, ist dieser Roman auch heute unglaublich sozialkritisch. Das, was auf Dune passiert, dass Menschen durch Religionen manipuliert werden, weltliche Eroberungspläne durchzusetzen, dass Religion dazu benutzt wird, die Menschen zu manipulieren, ist auch heute noch aktuelle, traurige Wahrheit. Wahrscheinlich haben die meisten religiösen Führer dieser Welt von ihrem Vater dasselbe gehört, wir Paul Athreides von seinem Vater:
"Religion and law among our masses must be one and the same," his father said. "An act of disobedience must be a sin and require religious penalties. This will have the dual benefit of bringing both greater obedience and greater bravery. We must depend not so much on the bravery of individuals, you see, as upon the bravery of a whole population."
So soll Science Fiction sein. Eine Mischung aus einer spannenden, vielschichtigen Geschichte mit zeitlosen Figuren und einer kräftigen Prise Sozialkritik.
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am 16. April 2007
Arrakis - der Wüstenplanet. Eine unwirtliche Welt, in der nur die Stärksten überleben, unter ihnen die Ureinwohner: Die Fremen. Gleichzeitig ist es der wertvollste Planet der Galaxis, denn nur auf ihm findet man das Gewürz Melange, eine Droge, die den Menschen die Gabe verleiht, in die Zukunft zu blicken. Eben diesen Planeten gibt der Imperator dem Herzog Leto Atreides zum Lehen, doch als er Arrakis betritt ist er schon so gut wie tot, denn seine Gegner haben längst alles vorbereitet, um ihn und seine Familie auszurotten. Sein Sohn Paul jedoch flieht und taucht bei den Fremen unter. Unter dem Namen Muad'dib wird er ihr Anführer und vereint die Stämme für seinen Rachefeldzug...

Eigentlich kann der Versuch einer Inhaltsangabe nur fehlschlagen, weil er so viele Aspekte der Geschichte nicht erfasst. Es dauert eine Weile, bis man in Frank Herberts Welt eingetaucht ist, aber dann lässt sie einen nicht mehr los. Mit einem umglaublichen Detailreichtum beschreibt Herbert 'sein' Universum, in dem es nicht um exotische anmutende Hochtechnologien geht, sondern um das Machtgefüge und dem Machtgerangel verschiedener Häuser/Fraktionen, um Intrigen und Plänen, die wiederum Pläne, die wiederum Pläne beinhalten, um Vergangenheit und Zukunft und um ein über jahrhunderte angelegtes Zuchtprogramm. Es baut sich eine stetig wachsende Spannung auf, die sich (nach einigen Höhepunkten) erst zum Ende hin (aber dann richtig) entlädt und führt letztlich zu einem Schluss, der zwar offen ist, den Leser aber dennoch zufrieden stellt und Vorfreude auf den nächsten Band des Zyklus' entfacht. Am meisten fasziniert hat mich allerdings der philosophische Anstrich, vor allem in den kurzen 'Voräußerungen' (Weisheiten des Muad'dib, Anmerkungen der Prinzessin Irulan, ...) zu jedem neuen Kapitel, aber auch in der Geschichte selbst. Gerade diese philosophischen Ansätze machen meiner Meinung nach dieses Buch zum Klassiker. Dennoch wird man es mehrmals lesen müssen, um es auch geistig (und nicht nur inhaltlich) vollends erfassen zu können.

Kurz und Gut: Dieses Buch ist nicht nur ein SF-Klassiker, sondern auch ein MUSS für alle, die es noch nicht gelesen.
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am 26. April 2001
Was soll man zu einem solchen Buch sagen? Ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie ich die letzte Seite gelesen hatte und das Buch zuschlug.... Boah! Was war das? Eines steht fest. So preiswert bekommt man nie einen Trip in die Zukunft. Das ist genau das, was ich will, wenn ich mir ein fantastisches Buch kaufe. Es soll mich mitnehmen in eine ferne Welt, mich unterhalten, mir Erklärungen für Erdachtes liefern, Abenteuer eben. Ich bedaure all jene, die nie dieses Meisterwerk gelesen haben. Es ist eine Reise in ein Universum, daß so stimmig und durchdacht ist, daß man es fraglos annimmt. Einfälle, die Staunen wecken folgen Schritt auf Schritt. Als ich dieses Buch zuschlug, ich könnte schwören, Sand in meinen Schuhen gespürt zu haben.
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am 15. Juli 1999
Ich habe eines Nachts zufällig den Film "Dune" gesehen und war begeistert, obwohl ich vieles einfach nicht mitbekommen habe (was ich damals darauf schob, daß ich die erste halbe Stunde verpasst habe). Danach habe ich mir sofort das Buch gekauft und war erst recht begeistert. Es ist so spannend geschrieben, daß ich es gar nicht mehr aus der Hand legen konnte. Kaum das ich es durch hatte, mußte auch schon der zweite Teil her. Auch der "Herr des Wüstenplanten" konnte mich überzeugen. Aber anstatt die ganze Zeit an seinem Helden Mu'adib festzuhalten geht die Geschichte zeitlich weiter und wir erleben die Kinder des Mu'adib und einer Veränderung der Welt. Dann kam der "Gottkaiser" und da muß ich ehrlich sagen verließen sie ihn. Durch das Buch mußte ich mich eher durchquälen und so richtig tolle, spannende und vor allem neue Sachen passierten auch nicht. Aber man sollte auf alle Fälle nicht auf geben sich durch den Zyklus zu lesen, denn "Die Ordensburg" ist ein furioser Abschluß. Was mir besonders gut gefällt ist die Tatsache, daß man den Wüstenplaneten auch "alleine" lesen kann, d.h. man muß nicht unbedingt den Folgeroman lesen, um irgendwelche Geheimnisse zu lösen oder offene Enden zusammenzuführen. Aber das Buch macht Lust auf mehr und man verfällt dem "Wüstenfieber". Wenn man das ganze Hintergrundwissen hat, läßt sich der Film auch viel besser sehen und ich muß sagen, daß für die beschränkte Zeit, die beim einem Film zur Verfügung steht, doch viel gut rüberkommt. Vor allem die Ausstattung ist mit viel Liebe und sehr nahe an der Vorlage gemacht worden. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 1. April 2012
Diese Übersetzung ist ein Verbrechen gegen den Roman. Offenbar gab es damals die Vorgabe vom Verlag die Story auf 300 Seiten zu kürzen. Dies geschah ohne Rücksicht auf sprachliche und z.T. inhaltliche Verluste. Die Auszüge aus religiösen und historischen Werken an den Anfängen der Kapitel wurden komplett weggelassen.
Nur zur Info, die Übersetzung von Ronald M. Hahn, die ein paar Jahre später rauskam, hat ca. 700 Seiten bei gleichem Druckbild und Seitengröße!
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am 31. Mai 2005
Dieses Buch ist nicht nur viel besser als DER Film, es ist auch ein grandioser Auftakt zu einem gigantischen Zyklus.
Wie einer meiner Vorgänger schon schrieb wäre es schwachsinn hier zu versuchen den Inhalt wiederzugeben.
Was diesen Zyklus so einmalig macht ist das äußerst vileschichtige Universum was Frank Herbert geschaffen hat.
Wer allerdings anfängt dieses Buch (den Zyklus) zu lesen, sollte wissen dass es Streckenweise immer andere Stile gibt. So erzählt Herbert im "Gottkaiser des Wüstenplaneten" vieles mit einer sehr "philosophisch" angehauchten Figur. Widerum enthält der erste Band (dieser hier :=)) so ziemlich alles was die anderen Bücher auch auszeichnet. Es ist nach meinem Geschmack allerdings nicht der beste Roman der Reihe.
Eine Info noch:
Frank Herbert ist 1986 verstorben und konnte dieses Meisterwerk nicht in seinem geplanten 7. Band beenden. Brian Herbert hat jedoch ausführliche Aufzeichnungen seines Vaters gefunden und sich mit Kevin J. Anderson zusammen getan um 6 Prequels + evtl. ein Ende des Zyklus zu schreiben. 5 der Prequels sind bereits erschienen.
Ob man mit den Legenden, Chroniken oder dem Wüstenplaneten selbst anfängt muss jeder für sich entscheiden.
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am 14. Dezember 2000
Habe den ersten Teil bereit 1986 angefangen zu lesen. Ich bin damals aber, da es sich um eine Leih-Ausgabe meiner Schulbibliothek handelte nur zur Hälfte durchgekommen. 1993 habe ich dann das zweite Mal begonnen und es hat sich bei jedem dieser Teile des Dune-Zyklus gezeigt, daß man viel Zeit braucht, denn es liest sich nicht nicht so einfach weg, wenn man oft Pausen macht, kommt man schwer wieder in diese unheimlich komplexe Welt jenseits des Jahres 10000 hinein. Aber wenn man die Zeit hat, dann fesselt einen dieses Werk und läßt einen nicht mehr los. Ich bin mitlerweile immer noch im 5. Band, werde diesen aber wegen einer länger Pause nochmal von vorne anfangen.
Schade daß der Heyne-Verlag erst jetzt mit der Neu-Auflage beginnt.
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am 31. August 2000
Dies Buch hat nur entfernt mit Science Fiction zu tun. Dies an alle, die sich gerne durch Raumschiffpläne und exakt beschriebene neue Technologien kämpfen, Raumschlachten und Androiden erwarten. Dieses Buch ist neben dem Pendelroman Eco's das Komplexeste, was zeitgenössische Belletristik zu bieten hat. Es ist ein komplettes macchiavellistisches Handbuch über die Erringung und Erhaltung von Macht, ein Lehrstück der Illusion totaler Kontrolle über sich selbst und andere, Spiegel einer von ökonomisch-politischen Motiven beherrschten Gesellschaft und, zuforderst, eine vernichtende Demontage jedweder weltlich zentrierten Religion. Die Entmystifizierung und exakte Sezierung eines Kultes, die Offenlegung der Mechanismen der Steuerung von Idividuen und Gemeinschaften durch Kalkül, Geduld und gezielte Desinformation sollte jedem, der sich in die Nähe einer Sekte wagen sollte, eine beklemmende Warnung sein. Und trotzdem schafft es Herbert, ein herrvoragendes SF-Buch zu schreiben, das man glatt auch nur als solches lesen kann. Unglaublich! Ein Meilenstein. Empfehlung: Die weiteren Teile auch lesen....
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