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5.0 von 5 Sternen Grandios - eins seiner besten Bücher
Dieses Buch ist ein grandioser Stephen-King-Roman. Zweifellos handelt es sich nicht um ein typisches Buch von King. Horrorelemente sind hier nicht zu finden. Stattdessen beschreibt King die jüngere Geschichte seines Landes und damit seine eigene. Von 1960 bis ins Jahr 1999; und zwar auf eine Weise, die ihresgleichen sucht und meines Erachtens von nur wenigen Autoren...
Veröffentlicht am 5. Januar 2006 von Steve

versus
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen milieustudie von king
amerika von 1960 bis 1999 wird hier durchleuchtet von mr. king. anhand der zentralen figur carol gerber und ihrer beziehung zu verschiedenen menschen in verschiedenen amerikanischen zeitaltern zeichnet er ein ungewöhnliches, teilweise sehr packendes bild der usa der letzten 40 jahre; gewissermaßen also der milleniums-king. er ist die biographie der erwachsen...
Am 13. Januar 2000 veröffentlicht


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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandios - eins seiner besten Bücher, 5. Januar 2006
Rezension bezieht sich auf: Atlantis (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch ist ein grandioser Stephen-King-Roman. Zweifellos handelt es sich nicht um ein typisches Buch von King. Horrorelemente sind hier nicht zu finden. Stattdessen beschreibt King die jüngere Geschichte seines Landes und damit seine eigene. Von 1960 bis ins Jahr 1999; und zwar auf eine Weise, die ihresgleichen sucht und meines Erachtens von nur wenigen Autoren so umgesetzt werden kann.
King ist ein großartiger Schriftsteller, dessen enormes Schreibtalent und enorme Beobachtungsfähigkeit auch oder gerade des Alltäglichen von den meisten Lesern unterschätzt werden.
Dieses Buch eignet sich auch für Leser, die sich nicht als King-Fan bezeichnen würden. Dass eine der Episoden mit der Geschichte um den Dunklen Turm verwoben ist, was in anderen Rezensionen Kritik nach sich zog, ist dabei nicht von Bedeutung, da die Geschichte auch ohne Kenntnis des DT-Zyklus a) zu verstehen und b) sehr gut zu lesen ist.
Ich bin großer King-Fan, habe fast alle Bücher gelesen und muss sagen, dass dieses Buch definitv zu seinen Besten zählt (ES, DT-Reihe, Friedhof der Kuscheltiere).
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genial - eines der besten Bücher von King, 22. Juli 2002
Von 
Rezension bezieht sich auf: Atlantis (Taschenbuch)
Atlantis ist sicherlich eines meiner favorisierten Bücher und ich habe für meine 20 Jahre schon eine ganze Menge gelesen! Der Klappentext bringt die Faszination dieses Buches auf den Punkt: Stephen King beschreibt wie Amerika seine Unschuld verliert. Atlantis ist die Zeit vor dem Vietnamkrieg, als Amerika noch sorglos und frei von Traumata war. Erste Schatten jedoch (in der ersten der fünf Geschichten) weisen metaphorisch auf den unmittelbar bevorstehenden Vietnamkrieg hin. Und Gewalt bricht herein. Die folgenden vier Geschichten befassen sich mit der Zeit des Vietnamkrieges und dessen Aus- und Nachwirkungen. Das Leben geht weiter, für viele jedoch nicht so, wie sie sich das immer erhofft haben.
Die Unterteilung der Geschichte in fünf Erzählungen, die nur lose durch die Figuren aus der ersten Erzählung miteinander verknüpft sind, ist schlicht genial! Vielleicht wirkt das Buch dadurch ein wenig uneinheitlich, aber Stückwerk ist es auf keinen Fall! Alles dreht sich um das zentrale Thema, wie die unmittelbare Gewalt, an der man aber nicht schuldlos ist sondern für die man im Gegenteil verantwortlich ist, auf eine Generation wirkt. Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen, auch denen, die bisher von King nichts wissen wollten.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Stück des wirklichen King, 29. Januar 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Atlantis (Taschenbuch)
Dieses Buch mag eingefleischten
Horror-Fanatikern und überzeugten King-Kennern
vielleicht leblos und uninteressant erscheinen, doch
ich glaube selbst diesen Blutlechzern nur auf den
ersten Blick. Man muss hinter diese Story gehen und
versuchen (was King hier gut gelingt) sich in diese Zeit hineinzuversetzen.
Nicht in die Personen, das wäre schier unmöglich, sondern einfach in dieses Gefühl der 60'er,
die doch bis heute eine Legende sind, und dies aus
einem guten Grund, denke ich.
Ein untypisches King-Buch, das den Leser auf neue
Weise fesselt. Denn nicht Vietnam selbst und die
Grausamkeiten, welche darin passiert sind werden so
schrecklich realisiert, eher ist es das Umfeld des Krieges,
das die deutlichen Auswirkungen auf das Leben der Menschen zeigt.
Am Ende bleiben verlorene Erinnerungen, ohne
vergessen zu können.
In diesem Buch erfasst den Leser das Grauen, das auch
wirklich geschehen ist, und welches keiner
Phantasie entsprang.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen King einmal anders, 23. August 2004
Rezension bezieht sich auf: Atlantis (Taschenbuch)
Wer sich ein Buch von Stephen King kauft erwartet eine Horrorgeschichte. Wer sich Atlantis kauft wird einen Stephen King erleben, wie es ihn wohl noch nie gegeben hat. Keine Horrorgeschichte sondern ein sehr sozialkritisches Thema, dessen Bogen er über einen jahrzehntelangen Zeitraum spannt. Mitunter ist das Buch zwar etwas verwirrend und die Verbindung der Geschichten sind manchmal etwas holprig. Dennoch ist dies ein Meisterwerk der Erzählkunst, eine Kunst, die man so von King nicht erwartet hat.
Mich hat das Buch von der ersten bis zur letzten Seite gefangen und ich war begeistert.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vielfältig und einfach gut!, 1. April 2003
Rezension bezieht sich auf: Atlantis (Taschenbuch)
Mit dem Buch "Atlantis" ist Stephen King ein echtes Meisterwerk gelungen. Facettenreich beschreibt er die Genaration des Vietnam Krieges von Kinheit bis zur heutigen Zeit. Damit verarbeitet er mit Sicherheit auch ein Stück seiner eigenen Geschichte.
Wer bei Atlantis ein typischen King-Horror-Klassiker erwartet wird zunächst enttäuscht sein aber die Bedeutung dieses Werks wird einem schnell klar. Gerade in der jetzigen Zeit lohnt es sich dieses Buch zu lesen, da es durch seine kritische Einstellung zum Krieg zum Nachdenken anstößt.
Das Buch ist in 5 Kurzgeschichten unterteilt, die über die Hauptpersonen miteinander verbunden sind. Jede Kurzgeschichte hat ihren eigenen Reiz und es macht einfach Spaß die Vielfältigkeit des Schreibens von Stephen King beobachten zu können.
Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen und vergebe hierfür 5 Sterne.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Faszinierend, aber überhaupt nicht Stephen-King-like!, 5. Juli 2003
Rezension bezieht sich auf: Atlantis (Gebundene Ausgabe)
Stephen King hat sich in diesem Werk neu definiert. Atlantis ist nicht nur der komplexeste Roman den er meiner Meinung nach je geschrieben hat, nein, er hat mit diesem Buch auch bewiesen, dass er nicht nur ein reiner Horror-Roman-Autor ist, sondern auch ein Mann ist, der komplexe Geschichten, mit den unterschiedlichsten Charakteren erfinden kann. Die Geschichte spielt in der turbulenten Zeit der 60er. Es wird beschrieben, wie sich Freunde aus der Kinderzeit getrennt voneinander entwickeln. Die einzelnen Geschichten scheinen rein garnichts miteinander am Anfang zu tun zu haben, und doch, irgendwann laufen die Bahnen wieder zueinander. Man ist beim Lesen gebannt, fragt sich, was die Verbindung der einzelnen Charaktere ist. Spannung pur, ein faszinierendes Leseerlebnis, jedoch ganz anders, als die anderen Stephen-King-Romane. Ein Meisterwerk!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen milieustudie von king, 13. Januar 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Atlantis (Gebundene Ausgabe)
amerika von 1960 bis 1999 wird hier durchleuchtet von mr. king. anhand der zentralen figur carol gerber und ihrer beziehung zu verschiedenen menschen in verschiedenen amerikanischen zeitaltern zeichnet er ein ungewöhnliches, teilweise sehr packendes bild der usa der letzten 40 jahre; gewissermaßen also der milleniums-king. er ist die biographie der erwachsen werdenden usa, beginnend mit der kindheit in den frühen 60ern, der collegezeit gegen ende der 60er, eingestreut natürlich etwas vietnam-wahnsinn, die mid-life-crisis unter reagan und das beginnende alter am ende des jahrtausends. die protagonisten stehen dabei immer in einer engen beziehung zu carol gerber, obwohl sie sich untereinander nicht unbedingt kennen und ihr schicksal verknüpft sich immer mehr miteinander. dabei zeichnet er ein streckenweise pathetisches bild der 60er jahre, das an die wehklagen der alten männer erinnert, die ihrer verlorenen jugend nachtrauern. als zeitgeschichtliches dokument ist es ganz interessant, als king-buch eher etwas fade, wären da nicht der junge bobby garfield und blind willie. allein schon blind willie ist eine irrwitzige charakterstudie, bei der zumindest ich mir wünschte, sie würde noch 2-300 seiten weitergehen. der höhepunkt ist allerdings der anfang. hier treffen wir endlich wieder auf den dunklen turm, auf hinweise zu roland, dem balken und dem crimson king. hier hat sich king ein echtes sahnehäubchen erlaubt, eine geniale mischung aus "der talisman", elementen aus "es" und der "dark tower saga". allein schon deswegen ist das buch lesenswert. fazit: ist nicht schlecht, er hätte sich das buch aber auch sparen und den nächsten turm-roman schreiben können...
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Brillant (und) anders, 18. November 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Atlantis (Gebundene Ausgabe)
Als eingefleischter King-Fan stand dieses Buch eigentlich schon lange in meinem Bücherregal, doch mein erster Versuch, Atlantis zu lesen, scheiterte leider vor einigen Jahren. Da sich Stephen King - wie jeder andere Mensch auch - entwickelt, gab es eine Zeit, in der meine glühende Verehrung ganz schön gelitten hat. Was ich so sehr liebte, waren seine frühen Werke wie Feuerkind, Christine oder The Stand. Eine Zeitlang habe ich meine King-Bücher nur noch kurz angelesen und sie dann wieder weggestellt, weil ich einfach nicht reinkam, nicht mehr, wie früher, von Anfang an gefesselt war. Bei Atlantis war es auch so.
Letzten Samstag nahm ich mir Atlantis wieder vor und habe es dann nur noch zum Pinkeln und zum Essen weggelegt. Nachdem ich mich aber darauf eingelassen hatte, war ich heilfroh, daß ich das Buch gelesen habe.

Atlantis ist keine von den den Horrorstories, die man sich erwartet oder vielleicht erhofft. Es ist ein sehr persönliches Buch eines schriftstellerisch hochbegabten Amerikaners der Flower-Power-Generation. Und damit ist es für die meisten Europäer, die nach 1970 geboren wurden, vermutlich einfach uninteressant, es sei den, man interessiert sich für Geschichte und was es mit dem Trauma "Vietnam" für die Amerikaner eigentlich auf sich hat.
Es ist nicht einfach, mit dem ersten Handlungsstrang etwas anzufangen, wenn man nicht weiß, was es mit "Ka" auf sich hat. Und es ist schwierig, sich auf den zweiten Handlungsstrang einzulassen, weil er scheinbar so gar nichts mit dem ersten gemein hat. Die Verbindung zwischen den Geschichten herzustellen, erfordert Geduld. Aber die Art und Weise, wie Stephen King menschelt, ist einfach ebenso packend wie seine Grusels, nur eben auf anderer Ebene.

Atlantis ist ein wundervolles Buch, wenn man es erwartungsfrei liest, so wie es auch Ted Brautigan dem jungen Bobby Garfield ans Herz legt, als der den Klappentext zu Goldings "Herr der Fliegen" lesen will. Laßt Euch drauf ein! Lest es! Es ist ein wirklich guter King.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eines der besten Bücher überhaupt, 2. März 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Atlantis (Taschenbuch)
Früher einmal habe ich die Stephen King-Bücher verschlungen. Für mich gab es im Alter von ca. 15-18 Jahren nichts besseres. Allerdings hat sich dann mein Geschmack dahingehend geändert, daß ich diesen Horror eigentlich nicht mehr ausstehen konnte. Auf dieses Buch bin ich zum einem wegen des Titels, zm anderen wegen der Beschreibung auf dem Buchdeckel gestoßen. Es stimmt schon: Echte King-Liebhaber werden mit diesen Werk Schwierigkeiten haben. Ansonsten halte ich dieses Buch für eines der besten, welches ich je gelesen habe. Und dabei lese ich ziemlich viel. Zur Handlung nur soviel: Ich habe nicht den oder die Turm-Romane gelesen, trotzdem tut dieses dem Lesespaß überhaupt keinen Abbruch. Im Gegensatz zu manch anderen Kritiken muß ich sagen, daß m. E. immer ein treffende Zusammenhang zwischen den einzelnen Leseabschnitten besteht. Die Anfangsgeschichte ist wirklich stark und eindruckvoll, am besten hat mir jedoch die College-Geschichte mit dem Kartenspiel gefallen. Diese unglückliche Liebesgeschichte hat mich dann doch sehr bewegt. Etwas irritirend ist die Geschichte in New York, als der Veteran Buße tut für seine Sünden, aber auch diese Geschichte fügt sich stimmig in die anderen ein. Über dieses Buch habe ich lange nachgedacht, eigentlich tue ich es immer noch, immer auf der Suche nach einem adäquaten Buch.
Fazit: Dieses Buch ist nur Lesern zu empfehlen, welche nicht unbedingte King-Fans sind.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hearts of Atlantis - King in seiner ganzen Genialität!, 31. März 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Atlantis (Gebundene Ausgabe)
In "Atlantis" hat man das Gefühl, als würden sichfünf Erzähler treffen - vier, die das Geschehen von außen beleuchten,gewissermaßen aus einiger Distanz, und ein Ich-Erzähler, der mittendrin steht. Diese (zweite) Geschichte scheint ohnehin das HERZstück des Buches zu sein, sie verleiht dem Werk Authentizität. Fünf Geschichten, die alle auf den ersten Blick etwas anderes zu erzählen scheinen, doch beim näherern Hinsehen viel mehr gemeinsam haben. Namen tauchen wieder auf, Personen, die bereits geschilderte Ereignisse repetieren und resümieren, dabei in ein teils neues Licht rücken. Das Puzzle wird Stück um Stück vervollständigt. Am Ende schließt sich der Kreis und man begreift in der fünften Geschichte, wieder aus der auktorialen Perspektive des letzten Erzählers das Bild betrachtend, wie genial und doch schlicht die Zeichnung ist. Von Geschichte zu Geschichte wird mindestens ein Name weitergetragen, bildet sozusagen das Bindeglied zwischen den Teilen. Somit zieht sich ein roter Faden durch das Werk. Und dennoch bedingt auch eine Geschichte die nächste, ohne A gäbe es kein B, ohne B auch kein D. Vergangenes bedingt Gegenwärtiges, durch den "roten Faden" ist Vergangenheit aber auch mit der Zukunft verbunden, durch die Bindeglieder wird Zeit zu einer Einheit, Geschichte ist alles in einem. Jeder ist ein Teil davon und kann mit einem Fingerschnipp den ganzen Bau zumindest ins Wanken bringen (siehe auch letzte Geschichte: Gedanken Bobbies zu Carols späterem Verhalten). Stephen King zeichnet verblüffend einprägsame Charaktere, die sich wohl nie aus dem Gedächtnis streichen lassen. Mit einigen wenigen Strichen, ähnlich einer Karrikatur, präsentiert er sie dem Leser, stellt sie uns vor, fast wie gute Bekannte.
Was nun den Buchtitel anbetrifft, so finde ich ihn durchaus erklärbar. Im Original heißt das Buch "Hearts of Atlantis", womit man einer Lösung schon eher nahe kommt. Treibt nicht das Kartenspiel "Hearts" die meisten College-Studenten aus der zweiten Geschichte an den Rand der Verzweiflung, finanziell und auch in Hinblick auf ihr Studium? Eine andere Erklärung wäre auch:Diese Zeit der Unbeschwertheit und ersten Liebe, eine Zeit, da man zu seinen Gefühlen steht -sozusagen 'Herz zeigt', sich für etwas einsetzt (Engagement gegen Vietnamkrieg) ist für den späteren Erzähler unwiderbringlich vorüber. Sie ist "untergegangen" und das sie wiederkäme mehr als unwahrscheinlich. Der Begriff "Atlantis" kommt im Buch mehrmals vor, sei es in Bezug auf Donovans Lied "Atlantis" oder aber auch indirekt in Hinblick auf das Schicksal der untergegangenen Stadt.
Alles in allem ein Buch, das nicht nur vom Aufbau her fasziniert, sondern auch durch seine Protagonisten ein schillerndes Beispiel für Kings Genialität als Schriftsteller ist.
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Atlantis
Atlantis von Stephen King (Taschenbuch - 1. Oktober 2001)
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