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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Einmaliges Leseerlebnis
Der Roman ist in einer leicht verständlichen Sprache geschrieben. Man versinkt richtig in ihm und mag das Buch gar nicht mehr aus den Händen legen, da schon ab dem ersten Kapitel eine unglaubliche Spannung aufgebaut wird, die man so nicht beschreiben kann. Das ganze Buch strahlt eine Atmosphäre aus, die ihresgleichen sucht. Viele Szenenwechsel sorgen...
Am 9. Dezember 1999 veröffentlicht

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen solider Krimi um ein heikeles Thema, aber nicht wirklich ein "must read"
Im beschaulichen Manchester verschwinden innerhalb einiger Jahre 2 Jungen. Auch wenn der schon länger zurückliegende Fall damals nicht aufgeklärt werden konnte, wird der neue aktuelle Fall doch direkt damit in Verbindung gebracht. Kommissar Parker kommt schnell auf die Spruren des seltsamen Roly, der in einer Abriss Gegend völlog verwahrlost in einem...
Vor 12 Monaten von Redaktion BookOla veröffentlicht


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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Einmaliges Leseerlebnis, 9. Dezember 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Vogelgarten: Roman (Gebundene Ausgabe)
Der Roman ist in einer leicht verständlichen Sprache geschrieben. Man versinkt richtig in ihm und mag das Buch gar nicht mehr aus den Händen legen, da schon ab dem ersten Kapitel eine unglaubliche Spannung aufgebaut wird, die man so nicht beschreiben kann. Das ganze Buch strahlt eine Atmosphäre aus, die ihresgleichen sucht. Viele Szenenwechsel sorgen für Kurzweil, verwirren dabei aber nie. Die einzelnen Personen werden durchleuchtet und charakterisiert.
Meiner Meinung nach ein tolles Buch mit einer einmaligen Atmosphäre. Zartbesaitete Naturen sollten jedoch vorsichtig sein, da das Buch sicher nichts für schwache Nerven ist. An machen Stellen sorgt die extrem detaillierte Beschreibung oder allein die Atmosphäre für Gänsehaut. Aber wer ein Fan von raffinierten Krimis ist, bei denen es um mehr geht, als darum, wer der Mörder ist, für den ist dieses Buch ein absolutes Muss. Einmal begonnen lebt man diese Buch sicher nicht mehr aus der Hand.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Martin's Vogelgarten - bewußt und erschreckend reel, 29. April 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Vogelgarten: Roman (Gebundene Ausgabe)
Liverpool in den 90ern, es könnte auch Köln, Bad Tölz oder Flensburg sein. Packend und sehr detailliert recherchierend schildert Martin die erschreckende Geschichte menschlicher Grausamkeiten, den Weg dahin und die ausweglose Abhängigkeit, die zu Ihnen führt. Im Jahrzehnt eines Marc Du Trou, der Massenentlassungen und der Medien, beschreibt Sie wortgewand und facettenreich, wie Opfer, Täter und Ermittler zusammenkommen. Ein gelungener, moderner Krimi, der uns abseits von TV-Boulevard- und Klatschmagazinen mit dem ernsten Thema der Kindesmißhandlung und einigem Mehr konfrontiert und nachdenklich macht.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen solider Krimi um ein heikeles Thema, aber nicht wirklich ein "must read", 28. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Vogelgarten: Thriller (Taschenbuch)
Im beschaulichen Manchester verschwinden innerhalb einiger Jahre 2 Jungen. Auch wenn der schon länger zurückliegende Fall damals nicht aufgeklärt werden konnte, wird der neue aktuelle Fall doch direkt damit in Verbindung gebracht. Kommissar Parker kommt schnell auf die Spruren des seltsamen Roly, der in einer Abriss Gegend völlog verwahrlost in einem Haus voller Vögel lebt. Was hat der verstörte Vogelfreund mit dem übelen Geschäftemacher Moranti zu tun? Und sind die beiden mit den verschwundenen Jungen in Verbindung zu bringen?

Fazit:
Julia Wallis Martin hat mit "Der Vogelgarten" einen soliden Krimi um ein heikeles Thema verfasst. Immer wenn es um das Verschwinden und eventuellen Missbrauch von Kindern geht, ist der Leser doch immer ein wenig mehr berührt und auf der Seite des guten. Leider ist schon relativ am Anfang klar, wie das ganze ausgehen wird. Und auch wenn ich bis zum Ende hin hoffte, es wurde noch eine clevere Wendung der Story geben, wurde ich hier leider enttäuscht. Alles in allem ist "Der Vogelgarten" nicht wirklich ein "must read".

Rezension © 2013 by Elocin Icelandiscalling
für BookOla.de
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Empfehlung!, 31. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Der Vogelgarten: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ich habe das Buch zum Geburtstag von meiner Frau geschenkt bekommen, weil Sie es als eins Ihrer Lieblingsbücher hält und Sie liest sehr viel. Ich war gespannt und ich muss sagen, es stimmt. Ein absolut schauderhaftes Buch, das mir als erstes seit langem gefallen hat. Die Personen sind sehr interessant gezeichnet und vor allem auch gut erklärt wird am Schluss, warum alles passiert. Der kleine Junge weckt großes Mitgefühl. Es ist furchtbar, wenn ich an die Handlungen Rolys mit seinen Vögeln und den Menschen denke. Ich empfehle das Buch weiter, umbedingt lesen!
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erschreckend spannend, 19. August 2000
Rezension bezieht sich auf: Der Vogelgarten (Taschenbuch)
Endlich wieder ein Buch, dass man auch beim besten Willen erst dann loslässt, wenn man auch das allerletzte Wort gelesen hat. Und nicht, dass man danach beruhigt einschlafen könnte, nein, das Buch läd einem richtig zum Nachdenken ein. Dieser verzweifelte Roly; Parker, der arme Familienvater; der Junge, der die Gefahr einfach nicht sieht (nicht sehen kann?). Wer hat nicht auch schon einmal ähnliches erlebt und sieht hier die steigerung seiner Alpträume? Ein rundum gelungenes Buch.
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4.0 von 5 Sternen Spannend, manchmal traurig aber empfehlenswert, 3. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Vogelgarten: Thriller (Taschenbuch)
Ich hatte mir dieses Buch gekauft weil mich der Titel, sowie das Cover angesprochen haben.
Für mich ist es zweifellos ein Buch das einen zum Nachdenken bringt.
Man versinkt quasi beim Lesen und ich hatte es innerhalb von ca. 3 Wochen durch.

Zum Inhalt:
Ein seltsamer Vogelliebhaber wird von der Polizei beobachtet weil es einen Zusammenhang zwischem dem Verschwinden zweier Jungen und ihm selber zu geben scheint. Ein dritter Junge freundet sich mit dem Vogelliebhaber an weil er sonst niemanden hat der für ihn da ist. Doch ist diese "Freundschaft" wirklich so harmlos wie es scheint?

Mehr will ich nicht verraten, es lohnt sich das Buch zu lesen, wenn auch der Stoff an einigen Stellen mehr als nur Gänsehaut vermittelt.
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3.0 von 5 Sternen Das Gerüst im Wald, 20. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Vogelgarten: Thriller (Taschenbuch)
Die britische Journalistin und Schriftstellerin Julia Wallis Martin wurde in Sussex geboren, lebte aber von 1986 bis 1992 in Südafrika und unternahm als Journalistin jahrelang Reisen durch Europa und Asien. 1992 kehrte sie nach England zurück und lebt heute in Cheshire. Sie feierte ihr Debüt in England (in Südafrika hatte sie vorher schon einen Roman publiziert) mit dem 1997 veröffentlichten Roman "Das steinerne Bildnis". 1998 folgte "Der Vogelgarten", seither hat Wallis Martin drei weitere Romane veröffentlicht, den letzten davon 2006.

Vor fünf Jahren verschwand der 12jährige Joey Coyne aus einem heruntergekommenen Viertel in Manchester spurlos. Als nun auch der gleichaltrige Gary Maudsley als vermisst gemeldet wird, befürchtet Inspector Parker, dass hier derselbe Täter am Werk war. Es stellt sich heraus, dass beide Jungen Kontakt zu dem kauzigen Roly Barnes hatten, der verwahrlost in einem Abbruchhaus lebt und dort eine riesige Vogelvoliere mit hunderten Vögeln errichtet hat. Als der 12jährige Brogan, der nach dem Tod seiner Mutter vor zwei Jahren allein in der elterlichen Wohnung lebt, da sein gewalttätiger Vater eine neue Freundin hat, Roly kennenlernt, schrillen bei Inspector Parker sämtliche Alarmglocken. Er versucht, den Jungen davon zu überzeugen, sich von Roly fernzuhalten, hat damit aber nur wenig Erfolg. Er gibt sein Bestes, den Jungen vor dem wahrscheinlich pädophilen Roly zu beschützen und gleichzeitig das Verschwinden oder den zu befürchtenden Tod von Joey und Gary aufzuklären. Hilfe erhält er dabei von Profiler Murray Hanson, der aber auch sein eigenes Päckchen an Problemen mit sich herumträgt. Wird es Parker und Hanson gelingen, die vermissten Jungen lebend zu finden und Brogan vor dem gefährlichen Roly zu beschützen?

"Der Vogelgarten" ist ein äußerst deprimierender, düsterer Krimi, der vor Hoffnungslosigkeit und Tristesse nur so strotzt. Humor oder wenigstens einen kleinen Hoffnungsschimmer am Horizont sucht man hier vergebens. Auch steht hier nicht ein spannungs- und temporeicher Fortgang der Geschichte im Vordergrund, vielmehr geht es Wallis Martin offensichtlich darum, die deprimierenden Verhältnisse, in denen "Der Vogelgarten" spielt, detailliert und genau zu beschreiben. Mord, Abartigkeit, Gewalttätigkeit, Vernachlässigung, Trauer und Abgestumpftheit stehen hier auf fast jeder Seite im Vordergrund, so dass "Der Vogelgarten" eine nur schwer verdauliche Kost ist.

Not und Elend, so weit das Auge reicht. Kinder, um die sich keiner kümmert und die mit ihren Sorgen und Ängsten allein gelassen werden und sich so denen zuwenden, die ihnen vermeintlich einen Ausweg aus ihrem Elend zeigen, sie dabei aber nur in umso größeres und grausameres stürzen. Eltern, die sich nur um sich selbst kümmern, in schwierigen sozialen Verhältnissen leben und zur Gewalttätigkeit neigen. Pädophile, die ihre abartigen sexuellen Triebe an wehrlosen Kindern auslassen, selbst durch Missbrauch schwer traumatisiert sind und in ihrer eigenen, kranken Welt leben, in der sie ihr Tun für gerechtfertigt halten. Und Polizisten, die völlig überarbeitet sind, Tag für Tag mit den erschütternden familiären Verhältnissen sozialer Brennpunkte Manchesters konfrontiert sind und darüber hinaus auch noch ihre eigenen Probleme haben.

Julia Wallis Martin lässt dem Leser keine Chance, diesem von ihr erschaffenen, furchtbaren Mikrokosmos zu entkommen. In gut gewählten Worten, die das unvorstellbar Grausame teilweise nur sanft andeuten, manchmal aber auch messerscharf und detailliert formulieren, zieht sie den Leser hinein in diese Welt, die für viele bedauernswerte Opfer tägliche Realität ist. Der Fokus liegt hier eindeutig auf dem Leid der Protagonisten, was immer mal wieder zu Lasten der Spannung geht. Hier geraten viele Nebencharaktere kurzzeitig ins rhetorische Rampenlicht, die aber für den Fortgang der Handlung bestenfalls marginal wichtig sind bzw. bei denen ihre Vorgeschichte oder ihre Probleme kaum von Belang sind und das Tempo des Romans so merklich drosseln. Dass der Profiler latent beziehungsunfähig ist, nachdem er von seiner Ex-Frau verlassen wurde und dass sein ehemaliger Lehrer seine Frau umgebracht hat, hat mit der eigentlichen Geschichte nichts zu tun und ist ziemlich unerheblich. Bei den Charakteren hingegen, von denen man gerne mehr erfahren hätte, zum Beispiel von Roly Barnes, bleibt Wallis Martin sehr zurückhaltend. Weiterhin sind die hier beschriebenen psychologischen Schlussfolgerungen, die Wallis Martin formuliert, nicht immer nachvollziehbar oder realistisch, was der Geschichte ein wenig von ihrer Authentizität nimmt.

Die düstere und hoffnungslose Grundstimmung zieht sich durch den ganzen Roman und macht diesen oft zur quälenden Lektüre. Wallis Martin hat sich einfach ein Thema ausgesucht, mit dem man sich nur sehr ungern beschäftigt, dem Missbrauch an Kindern. Da hier letztendlich alle Opfer sind, gibt es auch für den Leser keine Hoffnung auf Erlösung, da kaum Aussicht auf Besserung besteht. Das Buch ist gut geschrieben und zeugt von Wallis Martins schriftstellerischem Können, wobei hier besonders die taktvolle Sensibilität der Formulierung des Unaussprechlichen erwähnt sei, die Wallis Martin gekonnt mit wohlplatzierten grausamen Details konterkariert. Aber das Thema an sich ist einfach so schrecklich und Wallis Martin lässt hier so wenig Hoffnung auf einen guten Ausgang, dass man sich gut überlegen sollte, ob man sich "Der Vogelgarten" wirklich zumuten möchte. Für mich war es eine zwar immer mal wieder durchaus spannende Lektüre, die aber durch zu viele Nebencharaktere und nicht immer nachvollziehbare psychologische Schlüsse verwässert wurde und mir thematisch letztendlich zu nahe geht, als dass ich diese literarische Tortur nur aufgrund der Hoffnung auf einen spannenden Krimi erneut in Kauf nehmen würde. Ergo drei von fünf Vogelkäfigen, aus denen es kein Entkommen gibt.
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5.0 von 5 Sternen Sehr gutes Buch, 24. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Vogelgarten: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ein Werk das man nicht nur einmal lesen wird. Verdammt gut geschrieben. Eine Serie von Kindsmorden wird Stück für Stück aufgedeckt. Zuviel will ich nicht verraten, überzeugt euch einfach selbst davon das diese Frau das Schreiben beherrscht. ;)
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5.0 von 5 Sternen spannend..., 14. August 2006
Rezension bezieht sich auf: Der Vogelgarten (Taschenbuch)
Ich hab diesen Krimi empfohlen bekommen und bin deshalb mit einer hohen Erwartung ans Lesen herangegangen. Es war nicht dass, was ich mir anfangs vorstellte... aber ich konnte es nicht mehr weglegen. Es wird sehr psychologisch an das Thema herangegangen. Täterprofil wird erklärt.

ich kann es einfach nur weiterempfehlen.
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19 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Der Niedergang der englischen Kriminalliteratur, 16. Januar 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Vogelgarten: Roman (Gebundene Ausgabe)
Darauf haben wir alle schon lange gewartet. Endlich ist die Lichtgestalt aus den Nebeln Englands aufgetaucht welche uns erklärt, wo die Pädophile eigentlich ihre Ursachen hat. Die Lichtgestalt heisst Julia Wallis Martin und es scheint, ihre Eltern haben sie im Säuglingsalter zu oft und zu lange ungeschützt dem englischen Wetter ausgesetzt. Anders kann man es sich nicht erklären, wie ihr die Idee zu ihrem neuesten Werk "Der Vogelgarten" kam.
In Manchester verschwinden zwei Jungen und der edle Kommissar (ich weiss, in England heisst das Chief Superintendent) mit einem Trupp aufrechter Beamter verdächtigt natürlich! einen Mann, der als Sechzehnjähriger mit einem achtjährigen Jungen 'was hatte'. Nicht, das der heute erwachsene Byrne den Jungen damals vergewaltigt hätte. Nein das nicht. Aber er tat ebenso schwerwiegende Dinge zu ihm wie z.B. dem verwahrlosten Kid Essen und Kleidung zu kaufen, ihm in seiner Angst vor dem Elternhaus beizustehen, ihm Zärtlichkeit zu geben und andere schlimme Sachen. Natürlich ist es da nur gerecht, wenn er wegen dieser Untaten einige Jahre in den Knast kommt. Da ist es jetzt, nach dem Verschwinden der Jungen, auch nicht verwunderlich, wenn der Kommissar ihn, den Pädo, damit in Zusammenhang bringt. Englands Polizei scheint von keinerlei Engpässen gebeutelt zu sein, denn der Kommissar hat genügend Personal, den Verdächtigen rund um die Uhr zu beschatten. Diese Überwachung wird nur unterbrochen durch gelegentliche Festnahmen dieses Subjekts sowie kleinere und grössere Erpressungs- und Einschüchterungsversuche durch den Kommissar.
Aber irgendwie kommt man damit nicht weiter und dann wird auch noch ein Skelett gefunden. Der Kommissar erinnert sich, irgendwo von einem genialen Kriminalpsychologen gelesen zu haben (wann hatte er eigentlich Zeit dazu?) und beordert ihn nun sofort aus dem nebligen London in das regnerische Manchester.
Der Psychologe gehorcht nach einiger Ziererei und reist vom Nebel in den Regen. Zurück bleibt seine sanfte Freundin, die sich zwischen zwei Terminen im Fitness-Studio nach ihm sehnt und vermutet, dass der Hauptgrund seiner Reise die geschiedene Frau des Genies ist. Natürlich verhält sich der Psychologe so, wie sich eben alle Männer nach Meinung der guten Julia W.Martin verhalten. Zwischen zwei Geistesblitzen lungert er immer mal vor dem Haus seiner Verflossenen herum. Da er neben dem Kommissar und den Polizisten zu den guten Männern im Buch gehört, verzeiht sie ihm das. Mit den anderen Männern im Roman geht sie liebe Julia aber gar nicht sanft um. Entweder sie saufen und schlagen ihre Frauen und Kinder grün und blau, oder erschlagen die liebe Gattin unverhofft mit einem Hammer, während diese gerade die unvermeidliche Tasse Tee an ihre Lippen führt usw. Männer sind nun mal so...
Nun wollen wir aber sehen, wie es dem ekligen Byrne an den Kragen geht. Es kommt, wie man schon vermutet hat. Mit Hilfe des Genies aus London kommt der Kommissar einem pädophilen Netzwerk auf die Spur, in dem sich jeder so verhält, wie man das von solchen Netzwerken ja kennt. Einer lockt die Kids an, führt sie dem Nächsten zu, der sie quält und dabei filmt und schliesslich umbringt und dann die Filme verhökert. Pikant an diesem bizarren Treiben ist, das der Kindermörder vom Kinderfänger als Kind selbst missbraucht worden ist und deswegen jetzt die Jungs reihenweise umbringt.
Natürlich wird die Gerechtigkeit am Schluss des Buches triumphieren. Nein, nicht der Kommissar bekommt dreimal Lebenslänglich für fortgesetztem Amtsmissbrauch. Es kommt ganz anders: Ein aufgebrachter Vater verprügelt mal nicht seine Freundin und den Sohn, sondern erschlägt zur Abwechslung im Beisein des edlen Kommissars und eines Trupps Beamter den Mörder. Und auch sonst kann Manchester befriedigt zu Tee, Fish and Chips zurückkehren, denn alle Bösen sind entweder tot, oder im Knast.
Zum Glück enthält das Buch nicht nur Schwachsinn, sondern auch eine gehörige Portion englischen Humors. So zum Beispiel, wenn der Kommissar an ein Fenster im Vernehmungszimmer tritt und in den Regen schaut, das ein paar Seiten zuvor noch als fensterloser Raum beschrieben wurde. Oder wenn der geniale Psychologe keine Telefonzelle findet, um seine Geliebte anzurufen und ein paar Seiten weiter dem Kommissar erklärt, er könne ihn ja auf seinem Handy erreichen, wenn er ihn brauche. Oder wenn eine Beamtin 'zusammen mit ihrer Uniform' den Raum verlässt, um Tee und Cakes zu holen usw...
Und wie ist das nun mit den Ursachen der Pädophile? Das kann jeder selbst nachlesen. Steht auf Seite 252.
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Der Vogelgarten
Der Vogelgarten von Julia Wallis Martin (Taschenbuch - 2000)
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