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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Killer....
"Lese 1984 von Orwell" haben sie gesagt...

"Hat was mit Facebook und den Ausblick auf unsere Welt zu tun" haben sie gesagt...

...und ich bin hart aufgeschlagen in diesem Meisterwerk.

Leider war ich sehr unvorbereitet und habe nicht diese extreme Düsternis und Hoffnungslosigkeit erwartet die Orwell beschreibt.
Das Buch hat mich...
Veröffentlicht am 31. Mai 2011 von W. Lange

versus
3.0 von 5 Sternen 1984 Roman
Kann ich noch nicht abschließend beurteilen, da ich nur einige Seiten gelesen habe, und dann hat mich der "Pfaffenspiegel" mehr interessiert. Es scheint aber bezüglich des Zeitgeistes sehr vorausschend geschrieben zu sein. "leider"
Vor 1 Monat von Heinz Schwägermann veröffentlicht


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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Killer...., 31. Mai 2011
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: 1984: Roman - Mit einem Vorwort von Thomas M. Disch (Taschenbuch)
"Lese 1984 von Orwell" haben sie gesagt...

"Hat was mit Facebook und den Ausblick auf unsere Welt zu tun" haben sie gesagt...

...und ich bin hart aufgeschlagen in diesem Meisterwerk.

Leider war ich sehr unvorbereitet und habe nicht diese extreme Düsternis und Hoffnungslosigkeit erwartet die Orwell beschreibt.
Das Buch hat mich regelrecht in eine Depression und tagelanges Grübeln gezogen.

Man(n) kann sehr gut nachvollziehen wie die Welt hier funktioniert. Die Gedanken, Hoffnungen, Wünsche und Ängste von Winston gehen einem sehr nahe.
Kann das auch bei uns passieren? Passiert dies alles auch bei uns.

Die schockierende Antwort ist leider -> ja.

Pressezensur- und Überwachung in der Türkei ist mir gleich eingefallen. Willkür in vielen Ländern in der Welt wenn es um die Staatsmacht geht.

Das Buch fesselt einen und lässt keinen mehr los. Auch lange danach nicht mehr.

Das Buch ist ein Weckruf, eine Warnung und die Aufforderung sich zu wehren.

Es macht aber auch klar, dass man allein kaum etwas erreichen kann.

Lest dieses Buch!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Georg Orwell � 1984, 2. August 2003
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: 1984: Roman - Mit einem Vorwort von Thomas M. Disch (Taschenbuch)
Georg Orwell - 1984
Obwohl als Kind im Sozialismus aufgewachsen, hatte ich doch Anfangs einige Probleme dieses Buch zu lesen. Allein die vorangegangenen Kritiken hatten mich jedoch neugierig gemacht und hielten mich weiter bei Leselaune. Nach kurzer Zeit konnte ich mich dann sogar teilweise zwischen den Zeilen wieder finden. Ich durchlitt mit dem Hauptakteur die Ängste, Widersprüche und Hoffnungen bis zum Moment seiner Inhaftierung durch die Gedankenpolizei. Von diesem Augenblick an weigert sich dann allerdings mein Hirn und ich wurde wieder der einfache Leser. Zu realitätsnahe, zu nach vollziehbar und zu erschreckend wurde nun die körperliche und gedankliche Welt eines Individuums beschrieben, welches in die Fänge der Gedankenpolizei gerät.
Fazit:
Es ist eine Buch, welches uns zuerst ganz sanft an die Hand nimmt um uns in eine Welt zu führen, welche für den Autor beim Schreiben im Jahre 1948 wohl eher eine Fiktion war. Fast fühlen wir uns geborgen um dann mit einer gewissen Niederträchtigkeit im Heute aufzuwachen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen 1984, 5. März 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: 1984: Roman - Mit einem Vorwort von Thomas M. Disch (Taschenbuch)
viele der in 1984 geschilderten überwachungsmethoden sind heute schon realität, zwar ist die umsetzung nicht aus dem roman übernommen aber eine gewisse ungenauigkeit darf man wohl im bereich science fiction erlauben. auch die idee des neusprech welche in der heutigen zeit in abgeänderter form anwendung findet ( 2006 gab es in europa ca. 500 >terror<anschläge) gibt dem buch einen durchaus aktuellen charakter.

die umsetzung der geschichte ist gut gelungen, man sollte sich nach jedem kapitel auch überlegen welchen bezug es zur realität gibt bzw. wie manche der von "der partei" gewünschten effekte in der heutigen zeit erzielt werden (interessant ist in diesem zusammenhang evtl auch michael crichtons "state of fear").
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Willkommen im Jahr 1984, 11. April 2008
Rezension bezieht sich auf: 1984: Roman - Mit einem Vorwort von Thomas M. Disch (Taschenbuch)
George Orwells Buch "1984", von dem ich immer wieder hörte, es aber nie selbst in die Finger nahm, hat mich jetzt, da ich es tatsächlich las, doch sehr überrascht. Ich glaubte, ein politisches Buch aus dem Jahre 1948 könne heute nicht mehr aktuell sein und sei auch literarisch wie inhaltlich veraltet. Wie habe ich mich getäuscht! Wüßte ich nicht, dass es bereits 60 Jahre alt ist, so könnte es in meinen Augen auch heute entstanden sein. Insofern ist es ein wahrhaft zeitloses Buch.

Natürlich entstand es vor dem Hintergrund der totalitären Regimes des Zwanzigsten Jahrhunderts, doch die Art, wie er seine Vision weiterdenkt, zeigt, dass keine Gesellschaft davor gefeit ist, autoritär und absolutistisch zu werden, wenn es die Freiheit des Einzelnen für die Sicherheit einer Gesellschaft und im Endeffekt für die Sicherung der Macht einer oberen Klasse aufgibt.

So folgt der Leser dem Hauptcharakter Winston Smith, der in London lebt, einer Stadt der Supermacht Ozeanien, welche nicht nur die Britischen Inseln, sondern Amerika und Teile Afrikas umfasst. Ozeanien ist eine von drei übriggebliebenen Supermächten und befindet sich je nach Situation im Krieg mit Eurasien oder mit Ostasien. Winston arbeitet für die äußere Partei, was in etwa der Zugehörigkeit einer mittleren Klasse der Gesellschaft entspricht. Mitglieder der Partei werden als potenziell gefährlich angesehen und leben in ständiger Überwachung, jede Abweichung von der Realität der Partei ist gefährlich. Gedanken werden kontrolliert und geahndet, der Gedankenpolizei sei dank. Und doch findet Winston sich nicht mit den bestehenden Verhältnissen ab, verliebt sich in eine Parteigenossin und träumt vom Widerstand; ein Umstand, der ihn und seine Geliebte Julia in den Abgrund führen wird. Glaubt man anfangs noch an die Möglichkeit eines Widerstandes, an die Existenz einer Opposition, so führt Orwell den Leser in immer dunklere Abgründe, die in der absoluten Ohnmacht und Hilflosigkeit gegenüber der Staatsmacht endet.

Daher ist dieses Buch eine Mahnung und ein Appell an die Wachsamkeit und die Mündigkeit des Einzelnen, nicht zu vergessen, Widerstand zu leisten, bevor diese düstere Vision Realität wird. Anzeichen dafür gibt es auch bei uns. Nicht umsonst gab es Neujahr 2008 den Auspruch: "Willkommen im Jahr 1984!" Und so ist es auch nicht wirklich wichtig, ob Orwell ein guter oder ein schlechter Belletrist war. "1984" ist nicht nur ein Buch, es ist ein literarisches Mahnmal. Ein literarisches Muss.
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28 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der gläserne Mensch, 19. Juni 2005
Von 
Mario Pf. (Oberösterreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Dieses Buch ist ein oft zitierter Klassiker, auf den selbst in politischen Debatten des Öfteren angespielt wird. 1984 beschäftigt sich vor allem mit politischen Themen, wie Diktatur, persönlichen Freiheiten, Nationalsozialismus, geschichtlicher Manipulation, dem Einfluss des Staates auf Medien, Zensur, ständige Überwachung und Eingriffen in die Privatsphäre. Selbst in der heutigen Zeit haben diese Themen noch eine hohe Aktualität und vor allem die Diskussionen über Datenschutz und justizlich genehmigte Überwachung greifen auf den so genannten „gläsernen Menschen" zurück.
Im Mittelpunkt von 1984 steht das Mitglied der inneren Partei Winston, ein Mann Mitte dreißig. Es ist eine düstere Welt in die uns George Orwell hier entführt. Eine Welt ohne große Hoffnungen, die Welt des großen Bruders, von dem es keine Beweise gibt, dass er wirklich existiert. Winston führt ein Leben in der ständigen Gewissheit selbst bei der geringsten kritischen Äußerung sofort bestraft zu werden. Keiner ahnt wie weit Winston bereit ist zu gehen, sofern sich ihm die Möglichkeit bietet. Es beginnt ganz unscheinbar mit einem Tagebuch und endet schließlich in einem der schlimmsten Verbrechen, die ein Mensch in der Welt des großen Bruders begehen kann, einem Gedankenverbrechen. Auf dem Weg dorthin begegnet er einem Mädchen namens Julia, welches er zunächst für seine schlimmste Feindin hält. Doch eine zufällige Begegnung bringt die beiden näher zusammen und lässt sie schließlich sogar ein paar werden, doch das Glück der beiden wehrt nicht lange, denn auch das ist ein Verbrechen. Schlussendlich führt sie die Geschichte in das Ministerium der Liebe, in Neusprache Minilieb genannt. Wo die finale Auseinandersetzung, das Brechen stattfindet.
Ein Buch das jede Empfehlung wert ist. Jeder der sich schon immer mal dafür interessiert hat, was es mit dem gläsernen Menschen und dem großen Bruder oder Big Brother auf sich hat, der sollte sich hier einlesen. Für anspruchsvolle kritische Unterhaltung ist gesorgt.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein schrecklich gutes Buch, 9. Juni 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Als ich das Buch durchgelesen hatte war ich defintiv schon ein wenig geschockt. Dieses Werk strahlt eine ganz eigene Art von Horror aus da es eben eine durchaus realistische Alternative zeigt wie unsere Welt heute auch aussehen könnte.

Es handelt sich meiner Meinung nach nicht so sehr um einen SciFi-Roman, sondern eher um eine Verarbeitung von politischen Spielarten welche zu allen Zeiten dazu angewendet wurden und werden um die Massen sowohl zu unterdrücken, als auch zu manipulieren. Der wesentliche Punkt dabei besteht darin, das wer diese politischen Spielarten durchschaut von ihnen nicht mehr beeinflusst wird, eben ganz so wie es auch dem Hauptdarsteller im Buch wiederfährt.

Und genau aus diesem Grund kann ich das Buch nur weiterempfehlen, die eigendliche Story ist dabei eher langweilig, die Impfung welche man durch das Buch erhält reicht jedoch ein Leben lang.
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Zukunft hat schon begonnen ..., 17. Juli 1999
Von Ein Kunde
Auch wenn wir das Jahr 1984 nun bereits länger Hinter uns gelassen haben, hat das Buch gerade in den letzten Jahren zunehmend an Aktualität gewonnen. Was zur Zeit der Entstehung (1948 - der Titel ergibt sich nämlich als Zahlendreher der Jahreszahlen)noch völlig utopisch klang, hat 1999 einen nicht mehr ganz so undenkbaren Chrakter. Der "gläserne Mensch" ist in großen Teilen bereits verwirklicht, die Überwachung wie sie von George Orwell geschildert wird, in weiten Teilen leider auch schon nicht mehr so Realitätsfern, wie sich das der ein oder andere gerne wünschen würde. Die große Macht der Medien wurde uns gerade im Golfkrieg - oder jüngst im Kosovo-Konflikt vor Augen geführt. Auch die Umdeutung der Sprache ist nichts ungewöhliches mehr. So wird bei Bombardierungen von "chrirgischen Eingriffen" gesprochen, Massenvernichtungen heißen plötzlich "humanitäre Katstrophen".
Die Technik in Orwells Roman hinkt der aktuellen Entwicklung natürlich weit hinterher, Rohrpost hat keine Zukunft; doch waren Computeranlagen wie wir sie kennen gegen Ende des zweiten Weltkriegs schlicht undenkbar.
George Orwells Roman ist mittlerweile ein Standardwerk, welches eigentlich jeder einmal gelesen haben sollte, um zu verstehen, wohin uns die Technikbesessenheit führen kann. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen faszinierend, aber.., 7. Juli 2004
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Ich zähle mich nicht unbedingt zu der Kategorie von Lesern, die ein besonderes Faible für allumfassende Utopien oder apokalyptische Endzeitstories an sich hat. Und um etwas Zeitkolorit hinzuzufügen, ich gehöre auch nicht zu denen, die von den Matrix-Fortsetzungen ob der verschenkten philosophischen Weiterentwicklungen maßlos enttäuscht waren. Ja, richtig. Ich lasse mich in erster Linie gerne unterhalten. Mehr muss ein Medium nicht erfüllen, um mir zu gefallen.
So ist dieser - nicht gerade leicht verdauliche - Klassiker hier auch nur zufällig auf meinem Nachtkästchen gelandet, denn schließlich gibt es Literatur, die "sollte" man doch früher oder später mal gelesen haben. Alleine schon der Bildung wegen, so glaube ich.
"1984" ist dann auch genauso komplex, intelligent, erschreckend und deprimierend, wie es die Allgemeinheit behauptet. Gerade auch, wenn man das Entstehungsjahr des Buches - nämlich '49 - im Kontext zur Geschichte sieht, ist Orwell in seiner revolutionär angehauchten Weitsicht was Entwicklung und Aufbau der dort geschilderten Staatsform betrifft, unglaublich faszinierend! Aber die Qualität des Werkes und die Brillanz seines Autors zu bestätigen, ist eigentlich völlig überflüssig, denn hier haben wir es mit einem bereits tausendfach besprochenen Klassiker der Weltliteratur zu tun. Vielmehr will ich versuchen, "1984" subjektiv aus meinem Blickwinkel als "Spannungsroman" zu bewerten.
Der Spannungsbogen, den die Geschichte vom "Zahnrädchen" Winston in der Maschine des Großen Bruders über den Umfang von plusminus 300 Seiten spannt, bekommt nämlich gerade im Mittelteil einen kleinen Einbruch. Dann, wenn über mehrere Kapitel die Struktur des Engsoz (also des "englischen Sozialismus" in dem sich der Protagonist befindet) aufgezeigt wird. Streckenweise hatte ich hier das Gefühl, das sich die Hintergrundschilderungen über die Parteiintentionen bezüglich Krieg und Volk ja sogar wiederholen oder zumindest mehrfach ausgeführt werden.
Es ist interessant, das Ausmaß von Orwells Utopie so detailliert kennenzulernen, aber als Leser ist man an diesen Stellen dank der etwas trockenen Sachbuchrhetorik eben nur noch durch die Faszination am Thema an sich an das Buch gefesselt, und nicht mehr durch die Geschichte. Zumindest ging mir das so. Ich glaubte in gewissen Momenten auch zu spüren, dass es Orwell schlicht und einfach ein erzählerisches Bedürfnis war, seine Welt strategisch und psychologisch auszuformulieren, und die Dramaturgie dementsprechend halt etwas in den Hintergrund treten musste. Trotz der Spannungseinbußen bleibt es aber auch hier lesenswert.
Punktum. Gerade durch kürzlich erschienene Filme wie eben jene Trilogie mit den Zeitlupeneffekten oder "Equilibrium" sowie durch Zeitgeschehenisse wie die EU-Erweiterung gewinnt 1984 wieder an Aktualität. Darum glasklare Leseempfehlung von meiner Seite, auch wenn man als "anspruchsloser Leser" den ein oder anderen Stolperstein in punkto Spannung erwarten darf.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Man muss es einfach kennen!, 13. November 2003
Rezension bezieht sich auf: 1984: Roman - Mit einem Vorwort von Thomas M. Disch (Taschenbuch)
1984 ist ein absolutes Kultbuch!
Die Thematik wird wohl keinem gefallen, das Buch aber schon. Es hat seine 5 Sterne wahrlich verdient.
Eines der wenigen Bücher, die wirklich jeder einmal gelesen haben sollte!
Bedrückend, erschreckend, aber auch überraschend. Regt im höchsten Maße zum Denken an!
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12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fiktionäre Abrechnung mit Totalitarismus, 15. September 1999
Von Ein Kunde
Zweifellos gehört Orwells 1984 zu den bedeutensten Büchern der Nachkriegsliteratur. "Big brother is watching you - der große Bruder sieht Dich" wurde zum Synonym für Totalitarismus schlechthin. War die Kritik an totalitären Gesellschaften in "Farm der Tiere" noch allegorisch, fabelartig, so ist sie hier unvermittelt, hart und direkt.
1984 ist eine fesselnde Liebesgeschichte, die gegen die Regeln des totalitären Systems ist. Diese Liebe hat von Anfang an keine Chancen, der Leser weiß das - und doch schöpft er wie die Protagonisten Winston und Julia im Verlaufe der Handlung Hoffnung - die Liebe ist das Licht im Dunkel der Gleichschaltung. Und wenn das System dann erbarmungslos zuschlägt, die Liebenden trennt und grausamer seelischer und körperlicher Folter aussetzt, leidet der Leser mit Winston, aus dessen Perspektive er diese Zeit mitertragen muß.
Umso mehr, weil sich Parallelen zu Büchern aufdrängen, die nicht der Fiktion entstammen, so Solschenizins "Archipel Gulag" oder Jankas "Schwierigkeiten mit der Wahrheit". Kein Wunder, daß dieses Buch zu DDR-Zeiten verfemt war, wer es trotzdem bekam und las, sollte sich dabei lieber nicht vom "großen Bruder" erwischen lassen.
Das an Hoffnungslosigkeit kaum zu überbietende Ende hinterläßt einen verstörten Leser, und trotzdem oder gerade deswegen muß man dieses Buch gelesen haben. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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1984: Roman - Mit einem Vorwort von Thomas M. Disch
1984: Roman - Mit einem Vorwort von Thomas M. Disch von George Orwell (Taschenbuch - 1. August 2002)
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