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16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hard SF vom Feinsten - Vietnam läßt grüßen
Die Veröffentlichungsgeschichte, die Joe Haldeman im Vorwort anspricht, spricht Bände: Ohne den persönlichen Einsatz eines anderen Großen der SF, Ben Bova, der als Herausgeber des "Analog"-SF-Magazins Haldemans Werk in Fortsetzung abdruckte, wäre dieser bahnbrechende Hard-SF-Roman wohl nie veröffentlicht worden, und das aus politischen...
Veröffentlicht am 7. Februar 2003 von Dieter Boehm

versus
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hat mich enttäuscht, ich verstehe die guten Bewertungen nicht
Die bisher guten Rezensionen haben mich bewegt dieses Buch zu lesen. Und zugegeben finde ich dieses Buch nicht schlecht. Trotzdem kann ich nicht nachvollziehen, warum dieses Buch hier und auch in anderen Hitlisten der SF-Bücher so sehr weit oben liegt. Nüchtern betrachtet ist es eine Space-Odyssey. Zum genauen Inhalt ist bereits genug gesagt, nur soviel: Der...
Vor 6 Monaten von Thorsten69 veröffentlicht


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16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hard SF vom Feinsten - Vietnam läßt grüßen, 7. Februar 2003
Rezension bezieht sich auf: Der ewige Krieg: Roman (Taschenbuch)
Die Veröffentlichungsgeschichte, die Joe Haldeman im Vorwort anspricht, spricht Bände: Ohne den persönlichen Einsatz eines anderen Großen der SF, Ben Bova, der als Herausgeber des "Analog"-SF-Magazins Haldemans Werk in Fortsetzung abdruckte, wäre dieser bahnbrechende Hard-SF-Roman wohl nie veröffentlicht worden, und das aus politischen Gründen: Niemand wollte im Amerika der 70er Jahre einen SF-Roman lesen, der sich mit einem Krieg gegen Außerirdische vom System Taurus befasst, bei dem allerdings nach wenigen Seiten klar wird, dass hier unter dem Deckmäntelchen von Alien Warfare eine bitterböse und sehr schmerzhafte Satire auf den Vietnam-Krieg der USA steckt.
Haldeman schreibt aus erster Hand, er wurde mit 25 nach Vietnam eingezogen und verdiente sich dort ein Purple Heart. Sein Held William Mandella, der sich von Kapitel zu Kapitel weiter hochdient, ist ein wenig überzeugter, aber sein Leben liebender Fighter im ersten Krieg der Menschheit gegen Aliens. Kaum zu glauben, dass nach den ungeheuren Strapazen der Ausbildung und der ersten Einsätze, wie sie in bestechender Detailfreude und in ungeheurem Erzähltempo behandelt werden, überhaupt noch eine emotionale Steigerung möglich ist. Ist es aber: Die Heimkehr Mandellas auf eine Erde, wo in seiner subjektiv empfundenen kurzen Abwesenheit viele Jahre vergangen sind, wird zur größten Herausforderung für den Kämpfer.
Joe Haldemans Frau heißt übrigens ebenso wie die seines Helden Mandella: Marygay Potter. Und die Liebesgeschichte Mandellas und Marygays ist ein weiterer Pluspunkt der Story. Einen Stern Abzug gibt es nur für die manchmal etwas zu detailverliebte Behandlung technischer Probleme und des militärischen Prozedere. Ansonsten zweifelsohne ein Glanzstück der Science Fiction!
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70 von 75 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Evergreen, 20. Dezember 2002
Rezension bezieht sich auf: Der ewige Krieg: Roman (Taschenbuch)
"Der ewige Krieg" ist ein ganz eigener Roman, der einem auch lange im Gedächtnis bleibt. Ich habe die Geschichte vor bald zwanzig Jahren das erste mal gelesen ... und seit her wird das Buch immer wieder aus dem Regal gezogen und gelesen.
Spannend, kurzweilig, witzig und was am wichtigsten ist: es hat das was einen guten SciFi meiner Meinung nach ausmacht: Eine neue Idee und auf dieser einen mögliche Zukunft!
Genau dies alles hat dieser Roman.
Ein einzelner Soldat nimmt mehr oder weniger freiwillig an einem interstellaren Krieg teil, der durch die Zeitdillatation auf über 1000 Erdenjahre gestreckt erscheint, aber tatsächlich "nur" ein paar Jahre Lebenszeit umfasst. Die Geschichte wird aus Sichtweise dieses Soldaten erzählt, der eigentlich nur Passagier der Umstände ist und an verschiedenen "Schlachten" teilnimmt, die alle einige hundert Erdenjahre auseinanderliegen. Nach jedem "Landurlaub" werden die entsprechenden soziologischen und technischen Entwicklung fremdartiger und für ihn unverständlicher. Immer weiter wird er durch diesen Krieg in die Zukunft getragen und fühlt sich immer mehr entfremdet. Irgendwann unterscheidet er sich so sehr von seinen Mitmenschen wie von den Außerirdischen ... weshalb es diesen Krieg jemals gab, wusste von Anfang an niemand so richtig. Schliesslich weiss er nicht einmal mehr für was er kämpfen soll und was ihm fremdartiger erscheint.
Immer spannend mit ein paar Spritzer Ironie, lässt einen die Geschichte nicht mehr los.
Unbedingte Kaufempfehlung!!!
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20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der ewige Krieg ein Muß nicht nur für Science Fiction Fans, 28. Dezember 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der ewige Krieg: Roman (Taschenbuch)
Joe Haldemans Roman"Der ewige Krieg" darf zweifellos als der Antikriegsroman der Neuzeit angesehen werden. Die Sinnlosigkeit des Krieges ,und der Schrecken einer total auf Krieg ausgerichteten Gesellschaft,werden in diesem Werk sehr wirkungsvoll dargestellt.Dieser Roman handelt von einem,über viele Jahrhunderte geführten,Krieg zwischen der Menschheit und einem außerirdischen Volk. Dieser Krieg wird aus der Sicht eines jungen Soldaten namens Mandella beschrieben.Dadurch dass er sich bei seinen Einsätzen mit Beinahelichtgeschwindigkeit bewegt,kann er beobachten wie die Zeit um ihn herum wesentlich schneller verinnt.Er durchlebt also im Laufe seiner Dienstzeit den gesamten Krieg mit all seinen Schrecken und Nebenwirkungen.
Sicherlich läßt sich auch so manch autobiographischer Anteil in diesem Roman entdecken. Die Art und Weise wie junge Soldaten in den Krieg geschickt werden,ohne dass sie eine Ahnung hätten was auf sie zukommt,die Art und Weise wie die Erdenkrieger ein sinnloses Massaker an Aliens begehen und die gnadenlose Intoleranz gegen alles Unbekannte, erinnert an einigen Stellen durchaus an Vietnam.
Während die technische Entwicklung stets mit den durchquerten Jahren weitergeht,bleibt die Konfliktsituation ständig identisch,bis zu dem Punkt wo diese auf eine frappierend simple Weise gelöst wird.
Retrospektiv kann ich dieses Buch wirklich nur jedem ans Herz legen,ebenso wie Haldemanns "Der ewige Frieden",der ein ebenso lesenswerter Antikriegsroman ist.
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30 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Großartiger Anti-Kriegs-Roman, aber mit Schwächen, 21. Februar 2006
Von 
Kai "Psychiater und Vielleser" (Lübeck) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der ewige Krieg: Roman (Taschenbuch)
Es ist an sich schon eine bemerkenswerte Leistung, sich an das Thema der relativistischen Zeitdilatation ranzuwagen. In den allermeisten SciFi-Geschichten fliegen die Raumschiffe halt mit Überlichtgeschwindigkeit, wodurch (auf welche Weise auch immer) die Physik (und insbesondere die Relativität) ausgehebelt wird. Bei Joe Haldemann hingegen fliegen die Schiffe mit 0,9facher Lichtgeschwindigkeit, mit allen Einsteinschen Konsequenzen: Zum einen wird die Gravitationskraft enorm hoch (im vorliegenden Fall bis zu 25 g), zum anderen unterliegt die Besatzung der Zeitdilatation bzw. –kontraktion, so dass für die Soldaten an Bord des Schiffes nur wenige Monate vergehen, wobei auf der Erde Jahrzehnte, ja sogar Jahrhunderte vergehen.
Dem Autor gelingt es auch, den ganzen physikalischen Hintergrund kurz und bündig und für jedermann nachvollziehbar zu erklären. Es erscheint alles schlüssig und durchaus realistisch. Das allein finde ich schon mal eine erstaunliche Leistung!
Inhaltlich geht es um das ewige Thema Krieg und dessen Sinnlosigkeit – zumindest hintergründig. Vordergründig geht es eher um die Kriegserlebnisse des Protagonisten und die Veränderung der Gesellschaft auf der Erde im Verlauf von 1100 (Erden-)Jahren. Bei der Schilderung der Kriegserlebnisse spürt man schnell ganz klar den autobiographischen Touch. Der Autor arbeitet seine eigenen Vietnam-Erlebnisse hier auf, wobei meiner Meinung nach die ganzen Geschehnisse teilweise etwas zu detailliert geschildert werden. Welche Formation welcher Zug in welchem Augenblick gerade hat, mag für Kriegsstrategen interessant sein, ich fand es teilweise etwas ermüdend. Nichtsdestotrotz sind die Episoden spannend und knackig und vor allem (das ist für einen Anti-Kriegs-Roman wichtig) blutig (nämlich realistisch!) geschrieben. Ein Spannungsbogen im engeren Sinne fehlt freilich.
Die Veränderung der Gesellschaft auf der Erde zeigt eine ganz interessante Entwicklung, die mir eigentlich auch ganz plausibel und realistisch erscheint. Hier fasst sich der Autor aber (leider) etwas zu kurz, da hätte man mehr draus machen können. Insgesamt fehlt mir etwas die aktive Auseinandersetzung des Protagonisten mit den Geschehnissen. Sowohl die Kriegserlebnisse als auch die gesellschaftlichen Erlebnisse (wenn man es so nennen will) fahren irgendwie zu schnell am Leser vorbei, man nimmt die Eindrücke kurz wahr, das war`s dann aber auch schon. Es fehlt einfach noch der letzte Schritt Sozialkritik, den Haldemann hier nicht gewagt hat und der dem Buch einfach fehlt.
So bleibt am Schluss eine zugegebenermaßen spannende und absolut nachdenklich machende Geschichte, der aber doch der letzte Biss fehlt. Nichtsdestotrotz ist es ein großartiges Anti-Kriegs-Buch, das Lesen macht Spaß und lässt den Leser immer mit einem irgendwie unbehaglichen Gefühl zurück – was mir persönlich sehr gut gefallen hat.
Also ein klasse SF-Roman, aber zu einem Weltroman (wie z.B. „Im Westen nichts Neues“) fehlt doch noch einiges! Dennoch gebe ich gute 4 Sterne, weil es einfach ein tolles spannendes SF-Buch ist, wobei das lesen Spaß macht! P.S.: Der Schluß ist wunderschön romantisch, mir lagen Tränen in den Augen (und das meine ich nicht ironisch!!!)
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Unverzichtbar für das Genre!, 12. November 2009
Von 
Stefan Erlemann (Witten) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der ewige Krieg: Roman (Taschenbuch)
Soldat Mandella und 99 weitere Soldaten fliegen nach Charon, um einige Manöver durchzuführen, ehe es durch ein Schwarzes Loch in die Tiefen des Alls geht. Der Feind, ohne Gesicht noch und nach dem ersten Zusammentreffen schlicht Taurier getauft, ist weit weg und eine völlig unbekannte Größe. Im Jahr 2297 beginnt schließlich der Raumflug, der die Männer und Frauen zu einem der Kriegsschauplätze trägt.
Sofort nach dem Auftauchen des Schiffes aus dem Schwarzen Loch ertönt Alarm. Der Feind ist geortet worden. Der Kampf ist kurz und heftig. Die Taurier werden ohne Gegenwehr vernichtet. Zu spät bemerken die Soldaten, dass ein kleines Schiff der Taurier entkommt und so ihren Heimatplaneten von der vernichtenden Niederlage und der von den Menschen eingesetzten Technik informieren wird.
Der Rückflug der "Earth Hope", dem Schiff der Soldaten, dauert nur Wochen, doch ist auf der Erde aufgrund der Überlichtgeschwindigkeit der Raumflüge sehr viel Zeit vergangen. Einige Monate Einsatz bedeuten auf der Erde Jahrzehnte. Der zweite Kampfeinsatz beginnt im Jahre 2307 und dauert - vom Standpunkt der Einsatzleitung auf der Erde aus - bis 2324. Feldwebel Mandella, nur einige Jahre im Einsatz, wäre auf der Erde über 90 Jahre alt. Da der technologische Fortschritt in dieser Zeit erheblich ist, müssen die Soldaten von Grund auf neu geschult werden, ehe der zweite Einsatz beginnt. Doch der Feind hat mittlerweile von den ersten Niederlagen gelernt und ist nun deutlich überlegen. Der vernichtenden Niederlage der Menschen entkommen nur wenige. Auch Mandella gehört zu den glücklichen Heimkehrern
Als Leutnant Mandella, inzwischen Veteran, beginnt er seinen dritten Einsatz im Jahre 2324, enden wird er (aus Sicht der Erde) erst 2689. Doch wieder hat sich die technologische Waagschale zur anderen Seite verlagert. Doch die Soldaten der ersten Stunde sehen keinen Sinn mehr in den Kämpfen. Monatelange Flüge werden von einigen Tagen Kampfhandlungen unterbrochen, ehe der Rückflug beginnt. Auf der Erde vergehen Hunderte Jahre und die Fremdheit der Menschheit lässt die Soldaten immer mehr vereinsamen und zu Anachronismen werden.
Mandella wird zu einem letzten Einsatz befohlen, der 2690 beginnt. Doch die Entfernungen sind so schrecklich groß, die Zeitverschiebung zwischen Erde und Raumschiff so gewaltig, dass er erst 3443 nach Hause zur Erde zurückkehren wird. Doch was erwartet ihn dort, was ist in diesem ewigen Krieg geschehen, deren Protagonisten in immer kürzeren Zeitfenstern auftauchen, kämpfen und wieder verschwinden?

1972 erschien einer der klassischen Anti-Kriegsromane im Gewand eines Science-Fiction-Abenteuers. Erst der 18. Verlag nahm damals diese Geschichte an. Sie wurde zu einem der erfolgreichsten und mit Preisen überhäuften Science-Fiction-Romane aller Zeiten. Joe Haldeman ist damit einer der berühmtesten Vertreter des Genres.
Seine Allegorie auf den Vietnamkrieg kommt sehr technikverliebt und um Realismus bemüht daher, spart aber nicht mit Dramatik und Emotionen. Immer sind die Gefühle einiger weniger Protagonisten Kern der Darstellung. Ihre zunehmende Vereinsamung und psychische Deformierung ist Ziel der spannend aufbereiteten Geschichte. Haldeman gelingt es, diesen Krieg - und in einem bestimmten Sinn alle Kriege - in ihrer Absurdität anzuprangern. Seine einfache und klare Sprache, die wenigen Schauplätze und wundervoll dichten Charakterdarstellungen vermögen auch heute noch zu fesseln. Wichtigstes Stilelement sind nicht Kämpfe oder Technik, sondern die Gefühle, die Innenwelten seiner Protagonisten. Er vermag gerade durch seine Jahrhunderte dauernde Kriegsdarstellung die Zeitlosigkeit und völlige Sinnlosigkeit des Krieges überdeutlich herauszuarbeiten.
In seinem kurzen Vorwort erläutert Ben Bova, selbst berühmter Autor und Herausgeber sowie Förderer vieler Autoren der eher technisch angelegten Science-Fiction, die Bedeutung von "Der ewige Krieg". Nicht nur 1972, sondern auch Jahrzehnte später hält er diesen Roman Haldemans für einen der wichtigsten Anti-Kriegromane überhaupt. Für ihn gehören dieses Buch und sein Autor in eine Reihe mit Autoren wie Victor Hugo, Charles Dickens, Ernest Hemingway und Erich Maria Remarque. Auch wenn das etwas hoch gegriffen und wenig objektiv erscheint - Bova ist Mentor und Freund von Haldeman -, so sollte man diesen "Klassiker" wirklich gelesen haben.

Den Einband ziert ein wundervolles Bild von Ian Craig, das als erste Seite des Buches in Vollformat zu sehen ist.

Negativ anzumerken ist bei diesem Buch, dass der Autor zum Ende hin sehr viel Wert auf ein typisch amerikanisches Happy End und allzu viel Pathos legt. Das schwächt in meinen Augen sowohl die Botschaft des Romans als auch die Stringenz der Geschichte deutlich. Doch dieses Ende ist wohl den Lesern geschuldet und in Zeiten der Vermarktung kaum zu vermeiden.

Fazit: Auch wenn das Ende etwas kitschig ist, dieses Buch ist ein absoluter Klassiker und ein unbedingtes Muss für jeden Science-Fiction-Fan.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein ungewöhnliches Buch..., 3. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Der ewige Krieg: Roman (Taschenbuch)
VORAB: Das Buch ist ungewöhnlich deshalb, weil man es auf zwei Arten Lesen kann. Als reine Fiction und als Verarbeitung eines Vietnam - Traumas.

ZUM BUCH: Das Buch ist leicht geschrieben und sehr spannend. Man schafft es eigentlich nicht sich von ihm loszureissen, da es durch seine packende Darstellung der Ereignisse den Leser zu fesseln weiß. Es ist in seiner Betrachtung von Krieg und auch Sex durchaus etwas freizügig, aber für die heutige Verhältnisse des medialen Zeitalters nicht mehr schockierend.

ZUM INHALT: In einer fernen Zukunft führt die Erde Krieg gegen die Taurier und schickt die besten Soldaten der Erde zum lichtjahre entfernten Kampf. Das Problem: Während für die Kämpfer nur 2 Jahre vergehen, vergehen auf der Erde 25 Jahre. Immer wenn die Soldaten zurückkehren stellen sie die Veränderungen der Erde fest und sie wird ihnen immer fremder...

FAZIT: Das Buch stellt, als Fiction gelesen, einen mittlemäßigen Roman dar. Erst mit dem Hintergrund des Vietnam-Traumas des Autors erkennt man die Wahrheit hinter dem Buch. Ein aufs Töten gedrillter Soldat kehrt auf die Erde zurück und kann sich nicht mehr an die Gesellschaft anpassen, alles ist ihm fremd. Was hier durch Zeitdiskrepanz ausgedrückt wird, muss für den Autor Realität gewesen sein. Der Protargonist, im Herzen ein verkappter Pazifist, kehrt also zurück zur Armee und führt einen sinnlosen Krieg weiter, der einzig um des Krieges willen weitergemacht wird und aus wirtschaftlichen Gründen geführt werden muss, weil die ganze Welt sich mitttlerweile auf den Krieg eingestellt hat.
Das Buch ist weniger Fiction als vielmehr Anklage an zukünftige Generationen. Ähnelt mit seiner Intension sehr Remarque und in seiner Ausdrucksweise ist es eine Mischung aus Starship Troopers und Platoon.
Es ist zusammengefasst ein wichtiges Buch, das unterhalten und mahnen will.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolut lesenswert, 26. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der ewige Krieg: Roman (Taschenbuch)
Der Roman wurde 1972 oder 1974 geschrieben (hier und da steht jeweils immer das andere Datum).

Ich hab vor ca. einem Jahr angefangen zu lesen.
In der Mitte (die Heimkehr) verlor ich die Motivation weiterzulesen, obwohl es bis dato ordentlich zur Sache ging in den Beschreibungen des Krieges und der Sinnlosigkeit all dessens. Doch hatte das Buch einen Punkt erreicht, der mir nicht zu gefallen schien.

Vor einer Woche nahm ich das Buch in die Hand und las weiter und eben auch zu Ende.

Wow.
Wie hatte ich mich getäuscht. Es passierte noch soviel interessantes und lesenswertes.
All diese Ideen im Buch und all die Ansätze, die darin enthalten sind.
Es gibt einige Filme, die schon Anleihen daraus umgesetzt haben. Manches vielleicht auch nur aus logischer Konsequenz daraus was der Autor selber erahnte, wie sich die Welt der Zukunft und deren Vorstellung entwickeln könnte.

Das Ende ist echt genial in meinen Augen.

Bin echt begeistert und hoffe wirklich, das Ridley Scott dieses Buch noch verfilmen wird. Die Rechte dafür hat er ja schon gesichert.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sci-Fi Classic einfach genial, 2. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Der ewige Krieg: Roman (Taschenbuch)
Dies ist ein wunderschönes Sci-Fi Buch. Mir hat vor allem die Zeichnung des Haupt-Charakters und seiner "Truppe" über die verschiedenen Zeitfenster gefallen. Interessant, dass es aus dem Anfang der 70er kommt als gerade der Vietnam Krieg in den letzten Zügen stand. Was der Autor von diesem Krieg hielt, lässt sich auf den letzten Seiten gut nachvollziehen: Er lässt seinen Helden auf dem Planeten "Mittelfinger" sich zur Ruhe setzen... Absolut lesenswert!
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30 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gesellschaftskritik und Militärzynismus pur, 27. November 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der ewige Krieg: Roman (Taschenbuch)
Dieses Buch ist mittlerweile ein Klasssiker der SF Literatur. So lese ich es in vielen Rezensionen. Als ich es das erste Mal las, ich war etwa 20 Jahre alt, und bin mittlerweile fast doppelt so alt, hat es auf mich eine ungeheure Faszination ausgeübt. Die Faszination war so groß, dass ich, da ich es aus einer Leihbücherei gegeliehen hatte, selber erwerben wollte. - Fehlanzeige. Der Heyne Verlag hatte über Jahre hinweg keine Neuauflage geplant. Jetzt lese ich mit Freude, dass man es wieder bestellen kann.
Nach wie vor halte ich die Brüchigkeit, mit der Haldeman seinen Hauptprotagonisten schildert, für ungeheuerlich. Er schafft es, nachvollziehbar zu machen, wie sich ein Frischling im Militär zu einem hochdekorierten Kriegsheroen entwickelt, der zu dem, was er an Militärordern zu erfüllen hat, seine eigene Weltsicht hat, und behält. Mandella ist zugleich Zeuge, und Kritiker des Geschehens in einem. Wie alle gute SF Literatur geht Haldeman mit der Gegenwart schonungslos um, und nutzt damit, wie z.B. auch H.G.Wells, die Mittel des Genre. Er spart nicht mit Technologieschilderungen, doch haben sie bei ihm stets auch die Funktion, seine Botschaft zu transportieren.
Joe Haldeman ist ganz klar ein Kriegsgegner. Ihn interessieren nicht die Zivilopfer, die fürchterliche, grausame Seite des Krieges, sondern der Zynismus innerhalb der Gesellschaft, für die Krieg eine Lebenssinn spendende Kraft wird. Und das ganz besondere an Haldeman ist: Er führt den Zynismus zu Ende. Es gibt kein Happy End, den dieses Happy End ist Zynismus pur. Die Menschen, so wie sie als auslaufende Modelle in Mandella und seinen Militärkollegen vom Aussterben bedroht sind, werden genetisch abgeschafft. Der Krieg, und auch Reflektionen darüber werden unnötig, denn die zukünftigen, genetisch optimierten Menschen haben jede Hinwendung zu diesen Formen der Agression verloren. Die Menschheit hat zwar nichts aus der Geschichte gelernt, aber sie muss es auch nicht mehr, denn eine Menschheit, in der die Erfahrungen von Generation zu Generation weitergegeben werden, bis es eine geläuterte Generation geben mag, wird es nie mehr geben.
Die Gesellschaft nach dem "ewigen Krieg" braucht keine Ghandis mehr, das Individuum ist artifiziell, die Persönlichkeit genetisch manifestiert, die Bestie Ego wurde nicht ausgetrieben, sondern genetisch gelöscht.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der ewige Krieg, 18. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der ewige Krieg: Roman (Taschenbuch)
Als Jugendlicher machte ich Bekanntschaft mit dem Comicbuch und wußte nichts von der ursprünglichen Romanvorlage.

Haldeman vermag es, den den meisten Menschen innewohnenden Fortschrittswillen, mit angebrachter Gesellschaftskritik zu verbinden.

Es ist ihm ein leichtes seine Erlebnisse als Vietnamveteran auf einen futuristischen Schauplatz zu übertragen.

Den Vietnamesen mögen damals die amerikanischen Landungstruppen ähnlich erschienen sein, wie Haldemans Tauriern die irdischen Invasoren.

In der deutschen Ausgabe des Romans wurden die Jahreszahlen „angepasst“, was man bestenfalls als Verschlimmbesserung gelten lassen kann.
Behält man die Intention des Autors im Hinterkopf , sollte das kein größeres Problem darstellen.

Fazit ... ein gesellschaftskritischer Science Fiction Roman mit, am Ende, positivem Ausblick.
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Der ewige Krieg: Roman
Der ewige Krieg: Roman von Joe Haldeman (Taschenbuch - 1. März 2000)
EUR 8,95
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