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222 von 240 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The Main Offender
Die Geschichte beginnt, wie man es bei Keith Richards erwartet hat, mit einer Festnahme wegen Drogenbesitzes 1975 in Arkansas. Anwalt Bill Carter regelt den Fall; die Anklage wird - wie so oft - fallengelassen. Keith und Ronnie (der war auch dabei) können ihre Tour fortsetzen. Wer diese Geschichte aus einer anderen Perspektive lesen möchte, braucht nur in Ronnie...
Veröffentlicht am 30. Oktober 2010 von Raumzeitreisender

versus
18 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Bruchstücke aus dem Leben eines Egozentrikers
Keith Richards hat kurz vor seinem 67. Geburtstag seine quasi Autobiographie vorgelegt, bzw. das, was ihm davon erinnerlich scheint und korrigiert das Bild, das viele seiner Fans bisher gehabt haben dürften. Das Bild des Gitarrenheros, des Kumpels, des guten Geistes der Rolling Stones, dem es vornehmlich immer zuerst um die Musik geht und der zugunsten von Mick...
Veröffentlicht am 16. Januar 2011 von Plattensammler


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222 von 240 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The Main Offender, 30. Oktober 2010
Von 
Raumzeitreisender (Alpha Centauri) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Life (Gebundene Ausgabe)
Die Geschichte beginnt, wie man es bei Keith Richards erwartet hat, mit einer Festnahme wegen Drogenbesitzes 1975 in Arkansas. Anwalt Bill Carter regelt den Fall; die Anklage wird - wie so oft - fallengelassen. Keith und Ronnie (der war auch dabei) können ihre Tour fortsetzen. Wer diese Geschichte aus einer anderen Perspektive lesen möchte, braucht nur in Ronnie Woods Biografie nachlesen. Keith Richards hat aufgrund seines Lebenswandels oft am Abgrund gestanden. Das Buch hat aber mehr Facetten, als nur Drogengeschichten. Primär geht es darum, wie Musik sein Leben geprägt hat und was er daraus gemacht hat.

Richards beschreibt im zweiten Kapitel seine Kindheit in Dartford und die war rau, eine typische Nachkriegskindheit in ärmlichen Verhältnissen. Als kleiner Junge wurde er oft verprügelt und konnte sich erst im Laufe der Jahre durchsetzen. Er beschönigt nichts. Seine Verbindung zu Musikinstrumenten hat sein Großvater Gus gefördert. Bei einem Besuch nach Jahrzehnten in Dartford ist es der Geruch der Heide, der Richards Erinnerungen weckt. Richards Ausführungen wirken authentisch.

In allen folgenden Kapiteln dominiert die Musik. Er liebt den Sound von Chuck Berry, Muddy Waters, Howlin' Wolf, John Lee Hooker, Bo Diddley und B. B. King und träumt davon Musiker zu werden. Sein Leben wird vom Rythm and Blues bestimmt. Aufgrund seines rebellischen Charakters fliegt er von der Kunstschule. Mick Jagger, den er von früher kennt, läuft ihm über den Weg und hilft ihm dabei, seine Kontakte zur Musikszene auszubauen. Es folgen Hungerjahre, wie die heutigen Superstars sie nicht kennen. Vielleicht sind es diese schweren Anfangsjahre, die die Band zusammen geschweißt und auch Themen für die Musik geliefert haben.

Keith Richards hat, ebenso wie Bill Wyman, Tagebuch geführt. Seine Einträge enden jedoch, als die Stones bekannter werden. Das Tagebuch hilft bei der Aufarbeitung der frühen Erinnerungen. Als Musiker haben sie alle mal mit Alexis Korner zusammen gearbeitet, der Anfang der 1960er Jahre in der Londoner Musikszene eine bekannte Größe war. Keith Richards verbringt seine Zeit mit Gitarre spielen und es folgt eine beispiellose Karriere als Rockmusiker.

Richards rechnet mit Brian Jones ab, räumt mit Mythen auf und verarbeitet Erlebnisse in Musik, so z.B. die Beziehung zu Anita Pallenberg in "Can't Be Seen". Freundin Linda vergleicht er mit "Ruby Tuesday". "Their Satanic Majesties Request" bezeichnet er als Blödsinn. Die Antwort lautet: "Beggars Banquet". Er spricht über "Flash" (gemeint ist natürlich "Jumpin' Jack Flash"), erklärt die Geheimnisse des typischen Sounds der Stones und erläutert, wie man Songs schreibt. Insbesondere den Songs aus der Topserie (Beggars Banquet, Let It Bleed, Sticky Fingers und Exile On Main St.) widmet er viele Seiten. Und so erfahren die Leser u.a., wo der "Ventilator Blues" seinen Namen her hat und wie "Exile On Main St." entstanden ist. Auch die Ausführungen zu "Dirty Work" (ein Geheimtyp) sind informativ. Musik und Texte sind aggressiv, die Titel sprechen für sich. Die Spannung zwischen Mick Jagger und Keith Richards war hochgradig explosiv und man sieht es dem Cover an. Gerade in anderen Büchern über die Stones vermisse ich Hintergrundinformationen zu den Songs. Auch Bill Wyman äußert sich in seinem sonst erstklassigen Buch nicht genügend zu den einzelnen Songs der Stones.

Es sind die manchmal sentimentalen Momente, die man Keith Richards gar nicht zutraut. So z.B. als er mit Ronnie Bennett von den Ronettes auf einer Tour durch England bei starkem Nebel eine Unterkunft aufsucht. Richards überrascht mit seinen Geständnisse in Sachen Frauen (S. 285). Sie müssen aber wohl relativiert werden, wenn man die weiteren Kapitel liest. Es fiel ihm in späteren Jahren schwer, ein guter Rockmusiker und ein guter Vater zu sein.

Auffallend ist Richards Respekt vor erfahrenen Musikern. Dieser Respekt war für ihn immer Antrieb, noch besser zu werden. Er liebt den Blues, wollte (in den Anfangsjahren) zur besten Bluesband Londons gehören und hat weit weniger als Mick Jagger das Bedürfnis auch Popsongs (z.B. "Miss You") zu produzieren.

Richards kann zwischen seiner eigenen Wahrnehmung und seinem Image unterscheiden. "Die Leute lieben dieses Image. Sie haben sich ein Fantasiebild von mir gemalt, sie haben mich gemacht, die Leute da draußen haben sich diesen Volkshelden geschaffen."

Natürlich beschreibt Keith Richards auch Ereignisse, zu denen sich bereits Ronnie Wood oder Bill Wyman geäußert haben, aber das kann man ihm nicht zum Vorwurf machen. Er hat das Recht, seine Geschichte und die Geschichte der Stones aus seiner Perspektive zu erzählen. Und die Drogen? Spätestens als er Kinder hatte, merkte er selbst, auf welcher Gratwanderung er sich befand - letztlich hat er den Absprung geschafft und dazu gehört Stärke.

Keith Richards hat als Musiker alles erreicht. Er ist unabhängig, unangepasst und muss sich oder anderen mit diesem Buch nichts beweisen - er ist Keith Richards, ein Original. Viele selbsternannte oder in Fernsehshows gekürte Superstars sind 2000 Lichtjahre von diesem großen Rythm and Blues Veteranen entfernt. Das Destillat aus den Erzählungen ist der Mensch Keith Richards und der kommt authentisch rüber.
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85 von 92 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Viel mehr als nur Sex, Drugs & Rock'n Roll, 7. November 2010
Von 
Fuchs Werner Dr (Zug Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Life (Gebundene Ausgabe)
Eigentlich wollte ich auf den Schwachsinn, den einige Schnellleser zu "Life" von sich gaben, gar nicht eingehen. Aber wer behauptet, Keith Richards schreibe nichts über die Musik und ihre Hintergründe, erwartete wohl einen Gitarrenkurs in Prosaform oder eine musikwissenschaftliche Abhandlung. Oder hatte nie ein Instrument in der Hand. Mehr über das Schreiben von Songs, Finden eines Stils und Verarbeiten verschiedenster Einflüsse steht wohl in keinem anderen Buch, das ein Rock'n Roll-Gitarrist verfasste. Und gerade weil aus all diesen Stellen hervor geht, dass sich Keith nicht in Tätigkeiten verirrt, von denen er nichts versteht und für die ihm das Talent fehlt, ist es nur logisch, dass er seine Biographie nicht allein verfasste. Mich hätte er jedenfalls schwer enttäuscht, wenn er seinen Fans über 700 Seiten holprige Zeilen ohne Zug und sprachliche Komposition zugemutet hätte. Und sein Freund James Fox ist ja nicht irgendein Schreiberling, dem er mit diesem Auftrag eine Freude machen kann. Der ehemalige Journalist der Sunday Times versteht sein Handwerk ebenso wie Keith Richards das seine.

Erinnerungen sind Erfindungen, heißt es schon im ersten Kapitel. Daher gab Altmeister Goethe seinen Lebenserinnerungen auch den Titel "Dichtung und Wahrheit". Den Anspruch zu erheben, man erfahre nun alles, was Keith, sein Leben und seine Musik geprägt habe, ist ziemlich naiv. Aber da Drogen dazu gehören, kommt Keith eben oft auf die heimtückischen Gifte zu sprechen. Nicht um sich damit als verwegener Junkie aufzuplustern, sondern einfach weil Drogen jahrzehntelang sein Leben mitbestimmten, im Guten und im Schlechten. Kritiker, die den Stones vorwerfen, sie seien zu alt für die Bühne, sollten Seite 720 aufschlagen. Dort schreibt Keith: "Immer diese Nörgelei, dass wir alte Männer sind. Tatsache ist doch, und das habe ich immer gesagt: Wenn wir schwarz wären und Count Basie oder Duke Ellington hießen, würde uns jeder anfeuern, yeah, yeah, yeah. Für weisse Rock'n Roller in unserem Alter ist so was anscheinend nicht vorgesehen." Ob die Kritiker selber ein Problem mit dem Alter haben?

"Wenn man eine Idee hat, dann muss man sie fliegen lassen." Das ist nur einer von vielen Sätzen, mit denen Keith seinen Lesern vermitteln will, wie Songs entstehen. Manchmal sind sie einfach da. Diese Einsicht hat Richards auch vor dem Abheben bewahrt. Und was passiert, wenn man der eigenen Leistung zu viel Gewicht beimisst, beschreibt Keith auch, wenn er über sein schwieriges Verhältnis zu Mick Jagger spricht. Natürlich konnte er sich vorstellen, dass sich die Medien auf einzelne Sätze stürzen. Aber da er immer wieder die Erfahrung machte, dass ohnehin verbreitet wird, was die Auflagen steigen lässt, kümmert er sich herzlich wenig um selektive Wahrnehmungen und bewusste Verdrehungen. Aber wer genau und ohne Sensationslust liest, kann viel über die Unterschiede von Freunden und Brüdern, Treue und Verrat, Liebe und Sex oder Bewunderer und Schleimer erfahren.

Persönliches preiszugeben heißt für mich nicht, in die Niederungen sattsam bekannter Homestories hinunterzusteigen, sondern Schwächen nicht zu beschönigen und sich damit der Kritik der Öffentlichkeit auszusetzen. Mich interessiert es so wenig wie Keith Richards, wer wann wie mit wem ins Bett oder aufs Klo geht. Persönlich wird ein Buch, wenn es mir eine Ahnung von den Gefühlswelten seines Autors vermittelt, wenn es um Leben und Tod, um Ängste, Zweifel und um den Verkauf der eigenen Seele geht. Während viele Biographien den Charakter eines zu langen Pressetextes haben, lässt Keith Richards die Leser an vielen Stationen seines bewegten Lebens teilhaben. Und da die Stones ein Zeitalter mitprägten, ist diese Biographie auch ein Stück Kultur- und Gesellschaftsgeschichte. Wer von Unterhaltungsliteratur spricht, nur weil James Fox die Erlebnisse, Ansichten und Gefühle von Keith Richards auf unterhaltsame Weise weitergeben kann, hat wohl einfach größere Freude an Faktenhuberei als ich.

Wenn andere Leser die Biographie von Keith Richards authentisch finden, dann täuscht dies wahrscheinlich nicht. Denn jedenfalls begegnete ich in seinem Buch dem Menschen wieder, den ich in den 1980er-Jahren persönlich kennenlernen durfte, weil ich damals mit seiner Nichte zusammenwohnte. Als ich in Rom eine Einladung von Keith zum Essen mit der Begründung ablehnte, ich hätte keine Lust, in den Zoo zu gehen und Promis anzuschauen, meinte er, dieser "strange swiss guy" solle sofort ans Telefon kommen. Dann nannte er mich zum Glück einen Idioten und befahl mir, in einer Stunde auf der Matte zu stehen. Nicht länger Widerstand geleistet zu haben, bereute ich spätestens dann nicht mehr, als ich erlebte, wie Keith alles um sich herum vergessen kann, wenn die Musik von ihm Besitz ergreift. Und wie er sich auch unter widrigen Umständen um seine engsten Familienangehörigen und treuen Freunde kümmerte, beeindruckte mich tief. Jedenfalls würde ich jedem Menschen einen Freund wie Keith wünschen.

Mein Fazit: Natürlich hatte ich beim Lesen eine besondere Optik, da ich das Glück hatte, Keith Richards persönlich kennenzulernen. Aber beim Schreiben dachte er so wenig an mich wie an seine Fans. Zusammen mit seinem Freund James Fox hat er einfach über 700 Seiten verfasst, auf denen er Geschichten erzählt, die von ihm und seinen Beziehungen, vom Songschreiben und der Musik, von damals und heute handeln. Und er lässt auch Menschen zu Worte kommen, die für ihn wichtig waren und sind. Was will man mehr?
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24 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen mehr als ein rollender Stein...., 7. November 2010
Rezension bezieht sich auf: Life (Gebundene Ausgabe)
Früher hatte ich Angst vor Büchern, die mehr als 400 Seiten hatten. "LIFE", das Leben des Keith Richards umfasst sagenhafte 736 Seiten. Ich habe dieses Werk eine Woche lang kaum aus der Hand gelegt. Es hat mich gefesselt auf eine ganz besondere Art und Weise. Ich war und bin kein Stones-Fan" und werde es wohl auch nicht mehr werden. Ich kannte Keith Richards nur durch seine zweifelsfrei skandalöse Präsenz in den Medien. Er war für mich der Stones-Gitarrist, der ständig high zu sein scheint und in der Südsee beim Versuch, eine Kokosnuss vom Baum zu holen, von selbigem gefallen sei und sich dabei schwere Kopfverletzungen zugezogen hatte.
In diesem Buch ist mir ein Mensch begegnet, der den größten Respekt überhaupt verdient. Die Stones haben mit ihrer Musik die Welt zu einer anderen gemacht. Keith Richards zeichnet wohl in erster Instanz und vor allem für den größtes Anteil dessen verantwortlich.
Zweifelsohne entspricht er dem Klischee "Sex, Drugs & Rock n Roll". Aber eben auf die ganz besondere und durchaus beeindruckende Keith-Richards-Weise.
Er erzählt sein Leben nahezu emotionslos. Und trotzdem steckt dieses Buch voller Emotionen. Ein Kunstwerk!
Wenn er über die 70er, seinem Drogenjahrzehnt berichtet, kann man es kaum glauben, dass er immer noch am Leben ist und schlussendlich auch den Absprung geschafft hat. Sein Schutzengel muss sich zum 24-Stunden-Dienst verpflichtet haben.
Er erlitt sowohl private als auch berufliche Tiefschläge (gerade in dieser Zeit), die ihn trotz allem nicht umgebracht haben. Er verlor seinen Sohn durch plötzlichen Kindstod während er auf Tour war, schaffte es nicht, seine schwer heroinabhängige Frau zum Entzug zu bewegen (seine wohl größte Niederlage überhaupt) und er verlor auch eine zeitlang Mick Jagger, den er bedingungslos bis heute liebt, und der aus meiner Sicht die Liebe Keiths keineswegs verdient hat.
Seine Frauengeschichten sind weitaus weniger spektakulär als man denken mag. Er war kein Jäger und Sammler, wie manch anderer aus seinem Umfeld. Es waren bei Keith Richards immer Gefühle im Spiel. Er ist in die Welt hinausgezogen und hat sich mehrfach das Herz brechen lassen. Ein unabdingbares Muss, um Liebeslieder schreiben zu können, wie er selbst sagt. (Das hat mich sehr beeindruckt)
Aber wenn Keith Richards von der größten Liebe seines Lebens, der Musik, erzählt, wenn er erzählt, wie er Songs schreibt oder wie er aus seiner 6-String eine 5-String macht, und mittels einer offenen Stimmung einen ganz eigenen Sound erzeugt, kann man ihm irgendwann kaum mehr folgen. Dann merkt man, dass ein Genie berichtet. Er taucht dann in seine eigene Welt ab, und es wird ganz klar deutlich, Keith Richards ist als rollender Stein geboren worden.
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27 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erwartungen an eine Rocklegende, 29. Oktober 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Life (Gebundene Ausgabe)
..Und die wurden für mich ganz und gar erfüllt mit dieser Biographie. Sie ist sehr ehrlich und kompromisslos. Mir war klar, das ein Großteil seiner Drogengeschichten in diesem Buch abgehandelt werden. Manchmal sind diese aus meiner Sicht etwas zu ausführlich geraten. Vor allem räumt K R mit diesem Buch gründlich mit dem ein oder anderen Mythos auf der ihm im laufe seines Lebens so angedichtet wurde. Ob es die angeblichen Blutwäschen in der Schweiz sind oder die noch nicht so alte Kokosnuss-Geschichte. Im Gegensatz zu der nicht autorisierten Bockris-Biographie die Ihn eher etwas göttlich-abgehoben erscheinen lässt bleibt sein Bild in diesem Buch auf dem Boden der Tatsachen ganz bei Ihm selbst als Mensch Keith Richards.So gradeaus und ehrlich wie er ist, kauft man ihm das ab. Die Worte sind so gehalten wie er sich auch ausdrückt, wie man ihn kennt aus Dokus und Interviews . Die Art wie er redet und seine Sicht der Dinge darlegt, kommt auch so authentisch im Buch rüber,wenn auch die deutsche Übersetzung an manchen stellen etwas (aber selten) hakt :-( Vergessen hat er ja angeblich nichts wie es ja auf der Innenseite des Umschlags in fetter Schrift geschrieben steht. Dank vieler Tagebucheinträge und Sichtweisen, Briefen und Kommentaren von Zeitzeugen kann ja auch die ein oder andere Gedächtnislücke gefüllt werden. Und so ist es auch interessant wenn er den ein oder anderen Tagebucheintrag oder Brief- so wie er ihn damals geschrieben hat einfach auf der ein oder anderen Seite abdruckt.

Herr Richards hat ja viel zu erzählen. Und so beginnt er in dem über 700 Seiten starken Schmöker -nicht chronologisch- mit einer Geschichte irgendwo in Amerika wo er mal wieder von der Polizei gefilzt wurde (sehr amüsant aus heutiger Sicht).
Dann geht es weiter mit seiner frühesten Kindheit mit den harten Nachriegsjahren, seiner Verwandschaft, Schulzeit Freunde usw. Schließlich die ersten muskalischen Eindrücke, die erste Gitarre, die ersten Gehversuche mit den Ur-Stones (mit Stu), seine Liebschaften, Kolaborationen , alle Höhen und Tiefen usw. bis in die heutige Zeit - Klar, für eingefleischte Fans ist das nicht wirlich was neues.Trotzdem findet man noch viele Berichte bsplsw. über die Wingless Angles oder dem ein oder andern Musiker-Kollegen die man so noch nicht kannte.Ich finde die Biographie inhaltlich sehr humorvoll und interessant , zumal auch viele andere Meinungen von Richards Freunden und Bekannten zu Wort kommen. Was mich wirklich begeistert hat ist seine Meinung über die Musik in allen Facetten, über seine Musiker-Kollegen und alles was sich so darum dreht.Der Blues, die Rockmusik und wie er seine großen Songs geschrieben hat ,solo oder mit Mick. Die ganzen Kolaborationen mit anderen Musikern. All die ganzen Geschichten und Begegnungen die er in seinem Leben hatte- könnte man garantiert noch zwei Bücher raus machen.

Meiner Meinung nach zieht er nicht die anderen Bandmitglieder durch den Kakao, sondern er ist in seinem Buch einfach nur schonungslos ehrlich.
Und wenn Brian Jones sich damals so mies verhalten hat und die Band im Stich gelassen hat dann ist das kein Nachtreten sondern das sind dann einfach nur Tatsachen und Fakten.Brian Jones war zwar ein begabter Multiinstrumentalist aber kein Songwriter und weniger Teamfähig als alle anderen Mitglieder. Der beste Mann an Keith' Seite war, rein musikalisch gesehen, Mick Taylor. Aber auch er hat die Band auf eigenen Wunsch verlassen, hat eigentlich nur seinen "Job" gemacht (aber das wirklich gut) bei den Stones, ohne sich jemals wirklich zu integrieren.Ich denke dafür war die gemeinsame Zeit zu kurz und der Wille einfach nicht da. So kommt es auch in dem Buch rüber - völlig berechtigt M.M.n.
Was Mick Jagger angeht so ist Keith auch gnadenlos ehrlich und beschreibt die Beziehung zwischen den Beiden wie sie nun mal war und ist - harte Kritik die ich jetzt verstehen kann.So unterschiedlich die beiden Köpfe der Stones nun mal sind bleibt nicht viel anderes als sich zu arrangieren und das beste draus zu machen:-)

Die Stones wollten anfangs einfach nur Londons beste Bluesband sein. Kein ambitionisiertes Ziel, aber der Stein der ins rollen gebracht wurde, rollt heute noch. An der Gitarre war Keef sicherlich nie der schnell spielende Virtuose. Jedoch hat er mit seinen Bandkollegen und den Beatles die Musikwelt unbestritten nachhaltig richtungsweisend beeinflusst. Er ist sich selbst immer treu geblieben und hat so seinen eigenwilligen, unorthodoxen Stil an der Gitarre entwickelt ,sich damit den Spitznamen "The Human Riff" nicht nur für seine äußerlich Erscheinung verdient.Das Gitarrenspiel, es ist halt eins seiner Markenzeichen, diese fast schon schlampige aber sehr rythmische Spielweise ist seine Handschrift und von der anderer bekannter Gitarristen sofort an ihren markanten Merkmalen zu erkennen.Die ganz alten Blueser haben ihn inspiriert. 5 Saiten, open Tuning und geboren ward ein neuer Sound - und viele berühmte Guitarreros haben's bei ihm abgeschaut :-) Keef ist ein "Typ" und halt so sehr er selbst das man ihn hätte erfinden müssen, würde es ihn nicht geben.

Das Leben von Keith Richards ist eine große Story, weil er eben verdammt viel Sachen erlebt hat (und davon auch ne Menge verrückter Dinge). Und so ist auch das Buch - Echt lesenswert !
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25 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht du schreibst die Musik, sie schreibt dich., 2. November 2010
Von 
Peter Kensok "Globalscout" (Stuttgart) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Life (Gebundene Ausgabe)
Keith Richards, Mick Jagger, die Rolling Stones - in »Life« ist dieses Stück Kulturgeschichte auf eine großartige Weise erzählt. Gleich am Anfang dieser Biographie wird der Hunger jener Leser gestillt, die »es« schon immer gewusst haben: Dieser Typ - Keith Richards - ist ein Junkie! Oder war es zumindest einen Großteil seines Lebens. Und was für eines Lebens! Als Mick Jagger, Keith Richards und Brian Jones 1962 die Rollings Stones gründeten, waren sie bereits ziemlich fitte und unabhängige Entwickler eines Rock `n` Rolls, der wie ein Tsunami über den Planeten fegen sollte. Jahrzehntelang und mit seinen Ausläufern bis heute.

Denn auch wenn Großväterchen Keith sich inzwischen etwas beruhigt hat und in seiner Bibliothek in Connecticut Geschichtsbücher verschlingt, sagt er: »Ich kann mich erst zur Ruhe setzen, wenn ich den Löffel abgebe.« Richards Freund und Wegbegleiter Tom Waits sagt: »Jeder liebt Musik. Die Frage ist, ob die Musik dich liebt - und das ist das Entscheidende. Und dieses Gefühl hatte ich bei Keith sofort. Man muss Respekt haben vor dem Prozess des Musizierens. Nicht du schreibst die Musik, sie schreibt dich.«

Das Buch ist wie Keith Richards Musik und seine Lieder. Temporeich und leidenschaftlich. »Life« ist mit über 700 Seiten eben nur ein bisschen dicker.
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51 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gott waere ein Rolling Stone, wenn auch kein Richards ..., 29. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Life (Gebundene Ausgabe)
Was erwarte ich von der Autobiografie eines Mannes, ueber den bereits alles gesagt wurde und von dem alles bekannt ist? Neue Erkenntnisse? Bisher Unbekanntes? Dementis zu Geruechten oder gar deren Bestaetigung? Nicht wirklich, oder? Der Mann ist 67 Jahre alt und sein Gehirn vom Lebenswandel in Mitleidenschaft gezogen. Also wird sein spaetes literarisches Wirken keine Nachhaltigkeit hinterlassen, sondern einfach nur unterhalten. Warum auch, er ist ein begnadeter Musiker, Gitarrist, Songwriter, der als Bestandteil der Rolling Stones goettlichen (Musiker-)status erlangt hat. Schreiben (ueber Richards oder die Stones) sollen andere, die es koennen und auch bereits getan haben und die deren geschichtliche, musikalische und politische Dimension einzuordnen wissen.
Was "'Life"' bietet ist Atmosphaeres aus einer laengst vergangenen Zeit, Sentimentales, Erinnerungswuerdiges und Authentisches. Einen Ausflug in die Vergangenheit, vielleicht sogar in die des Lesers, der mit 'Satisfaction', 'Honky Tonk Women' oder 'Gimme Shelter' Unvergessliches verbindet. Richards ist besessen. Von der Musik, dem R&B, spaeter den Rolling Stones, der wirklich einzigen Sucht, der er jemals anheim gefallen ist. Er haette auch Musik gemacht, wenn er dafuer haette bezahlen muessen. Und bezahlt hat er, besonders in den Anfaengen, als die Stones '"Abschaum'" waren und sich das Establishment (das sich ihrer spaeter bediente) durch die '"Bimbomusik"' bedroht fuehlte. Richards laesst diese Atmosphaere wieder auferstehen, die kreischenden Maedchen, die ausser Rand und Band geratenen Typen, und ein Amerika, dass sich schon damals als wenig zivilisiert und geradezu rassistisch und faschistoid ausserhalb der Staedte New York, L.A. und S.F. zeigt. Pallenberg und Jagger nehmen einen wesentlich Teil in der Biografie ein. Jagger wird dabei nicht immer umschmeichelt, schliesslich ist er das Gegenstueck zu Richards, sorgt fuer Kommerzialitaet und nterliegt ab den 80-ger Jahren einem Persoenichkeitswandel. Richards spricht von einem Bruder, den man sich im Gegensatz zu den Freunden nicht aussuchen kann. Doch kein Zweifel kommt auf, dass Richards und Jagger geniale Komponisten sind, die auch fuer die Umsetzung sorgen und dafuer alle gegenseitigen Vorbehalte ueberwinden. Sich zuruecknehmen fuer etwas, das groesser ist als sie sebst, fuer die Rolling Stones. Wood und Jones werden erwaehnt, Watts ist, wie wir alle wissen der Gute und Bill Wyman wird nur minimal gewuerdigt.
Was eine Tournee bedeutet, lassen die Bezuege zu der Tour 72 und 75 erahnen. Die Shows in den 90-ziger Jahren erreichen einen Gigantismus, der nichts mehr dem Zufall ueberlaesst. Dennoch steht fuer Richards und die Band die Musik immer im Vordergrund. Das nimmt man ihm zu jedem Zeitpunkt ab. Er ist authentisch. Seine Biografie ist Beleg dafuer.
Die Entstehungsgeschichte bestimmter Musikstuecke kommt meiner Meinung nach nicht zu kurz, auch wenn logischerweise (und gottseidank) nicht alle Musikstuecke der Rolling Stones in dieser Form gewuerdigt werden.
Reisserisches wie Groupies, Orgien und Affaeren finden Erwaehnung, ohne das ihnen ein breiter Raum eingeraeunt wird. Richards ist es wichtig, dafuer die Beziehungen anzusprechen, die sich im Laufe seines Lebens als wirklich nachhaltig und wertvoll erwiesen haben. Und er outet sich als Kuschler, wer haette das gedacht.
Einziger Schwachpunkt die haeufige Erwaehnung seiner Drogen- und Alkohol (auch Droge) Eskapaden. Jeder hat seine diesgeartete Geschichte, und sicherlich auch ein Grossteil der Leser. Also interessiert mich die von Richards eigentlich recht wenig.
Dennoch: Ohne die Musik der Rolling Stones waere die Welt eine andere. Ihr Schaffen hat fraglos auch eine politische Dimension. Sie sind die groesste Band, die diese Welt je gesehen hat und gesehen haben wird. Das erneut ins Gedaechtnis zu rufen, ist der eigentliche Verdienst der Biografie eines Richards, der gar nicht erst versucht, intellektuell zu interpretieren, sondern seine grenzenlose Liebe zur Musik und zu den Rolling Stones auf ueber 700 Seiten artikuliert und dabei die Vergangenheit aufleben laesst. Danke Richards, Jagger, Wood, Watts, Wyman, dass es euch gibt!
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lebensgeschichte, 10. November 2010
Rezension bezieht sich auf: Life (Gebundene Ausgabe)
Ich mag ihn einfach! Mein "Rocker" schlechthin.
Gut erzählte Lebens- und Musikgeschichte eines Mannes, der noch von unten kam und durchgehalten hat (der whrscheinlich auf jede Castingshow gesch* hätte). Vom Leben kann man halt nur erzählen, wenn man es erlebt hat...
Danke Keith
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18 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Bruchstücke aus dem Leben eines Egozentrikers, 16. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Life (Gebundene Ausgabe)
Keith Richards hat kurz vor seinem 67. Geburtstag seine quasi Autobiographie vorgelegt, bzw. das, was ihm davon erinnerlich scheint und korrigiert das Bild, das viele seiner Fans bisher gehabt haben dürften. Das Bild des Gitarrenheros, des Kumpels, des guten Geistes der Rolling Stones, dem es vornehmlich immer zuerst um die Musik geht und der zugunsten von Mick Jagger und der Band aufopfernd seine Person zurücknimmt. Dem ist ganz offensichtlich nicht so. Richards schildert sich unzweifelhaft ichbezogen. Zugunsten seiner Sucht - nur Heroin ist Rauschgift, Shit, Gras, Koks und Alkohol seiner Darstellung nach nicht - vernachlässigt er seine Mitmenschen, ganz stark erst Anita Pallenberg, dann vor allem und sträflich Sohn Marlon und hätte er nicht zum spätest möglichen Zeitpunkt seine Frau Patti Hansen kennen gelernt, die ihn betreffenden Prophezeiungen in den Siebzigern hätten sich wohl bewahrheitet. In der Band ist Richards launisch, unzuverlässig, nicht in der Lage, bei Konzeption oder Disziplin Jagger das Wasser zu reichen. Dazu kommt ein guter Schuss Aggressivität und dann wieder sozialromantische Reflektion darüber, was für ein guter Freund er doch all denen sein könne, die ihm bedingungslos zu folgen gewillt sind. Dabei misst auch Richards die Stones-Platten durchaus am Verkauf und wurde bei Forbes zwischenzeitlich mit 70 Mio. Euro Jahreseinkommen gelistet. Die hat er zu einem guten Teil dem zielgerichteten Handeln Mick Jaggers zu verdanken, der aber bis auf wenige Sequenzen als wenig liebenswert geschildert wird. Übel, übel und vor allem gibt die ganze Story kein durchgehendes Bild ab, weil manche Ereignisse sehr detailliert geschildert, andere Phasen dagegen völlig ausgeblendet sind. Ich hätte mir mehr über die Entstehung der Songs und Alben gewünscht und weniger egozentrische Nabelschau, die ganz offensichtlich zum Ziel hat, die Person Keith Richards als Seele der Stones zu verewigen. Ist meines Erachtens nicht gelungen, sorry Keith. Ich bin seit 40 Jahren Stones-Fan und auch -kenner, habe ziemlich alle Platten, Dutzende Bücher, war bei sieben Konzerten innerhalb der letzten 35 Jahre, stand immer auf Keith Richards Seite. Jetzt habe ich mich wochenlang durch die 723 Seiten Life gelesen, teilweise gequält und bin zu oben stehender Schlussfolgerung gelangt. Wieder ein bisschen Illusion weniger. Insofern kein unnötiges Buch. Aber Life halt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nichts anderes erwartet, 11. August 2013
Von 
musicpeterpan "musicpeterpan" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
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Rezension bezieht sich auf: Life (Gebundene Ausgabe)
Die Biographie von Keith Richard ist genauso geworden wie ich es erwartet habe. Er erzählt vieles aus seinem ereignisreichen Leben und das auch mit der von mir erwarteten Ehrlichkeit und Offenheit. Dass er in seinem Leben viel zu viel Drogen und Alkohol konsumiert hat, ist natürlich weder eine Neuheit noch eine Überraschung. Das diese fast sein gesamtes Leben ausfüllten auch nicht, den Rest hat er mit Musik gefüllt. Diese hat aber einen Stellenwert, der nicht hoch genug zu bewerten ist.
Dass dieses Leben von ihm sehr egoistisch geführt wurde, ist vor dem Hintergrund des exorbitanten Drogen- und Alkoholmissbrauchs ganz normal. Denn wer solche Leute kennt, weiß, dass für sie nur eines zählt, wo krieg ich den nächsten Schuss, Nase, Flasche her, ohne Rücksicht auf Verluste. Das kommt in seinem Buch auch immer wieder klar hervor, er beschönigt das auch gar nicht, was ihn wieder ehrt. Dass er auf seinem Weg viele mit in den Abgrund gestürzt hat, ist eine andere Sache, aber die waren alle erwachsen genug um auch nein zu sagen.
Insgesamt gesehen ist das Buch um mindestens dreihundert Seiten zu lang geraten, denn die immer wieder erzählten Drogenstorys langweilen halt einfach irgendwann. Wenn es schon so ein dicker Wälzer hat sein müssen, dann hätte man ihn mit viel mehr musikalischen Inhalten füllen sollen, denn immerhin ist Keith Richards einer der begnadetsten Musiker und mit seinen Kumpels, den Rolling Stones, auch noch der erfolgreichste unserer Zeit. Das hätte doch locker ein paar hundert Seiten an Veröffentlichungen hergegeben. Aber so hat er eine meines Erachtens eine große Chance verpasst, vor allem vor dem Hintergrund, dass Mick Jagger nie etwas veröffentlichte, hätte er hier im Alleingang alles erzählen können. Wer weiß, vielleicht hätte bei all der schonungslosen Offenheit von Keith, sich der gute Mick dann doch zu Wort gemeldet und ein eigenes Buch mit seiner Sicht der Dinge veröffentlicht. Das wäre doch mal eine Überraschung geworden.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ganz nett, mehr aber auch nicht., 21. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Life (Audio CD)
Keith der Riffmaster ist sicherlich mein Lieblingsstein, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass die Autobiographie nur zum Hören im Auto geeignet ist. Oberflächliche, lustige Geschichten vom Drogenonkel Keith, die nicht zum Nachmachen geeignet sind. Richtige griffige Interna von einer der genialsten Bands erfährt man natürlich nicht, sondern man erhält ein Sammelsurium von netten Anektoden, nicht mehr und nicht weniger.
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Life von Keith Richards (Gebundene Ausgabe - 26. Oktober 2010)
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