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17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. August 1999
Ein wissenschaftliche Fiktion die ganz ohne Ausserirdische, Weltraumstationen und Saurier auskommt und mitten in Deutschland spielt. Nicht nur dem Leser, der in seiner Kindheit den spannenden Zemann-Film "Reise in die Urzeit" gesehen hat, beginnt das Buch sofort zu fesseln. In der Grube Messel, eine der weltweit bedeutendsten Ausgrabungsstätten für Fossilien der Nach-Saurierzeit wird ein Skelett gefunden, das eigentlich nicht da sein duerfte. Der Entdecker versucht verzweifelt den Fund geheimzuhalten um die Seriösität der Wissenschaft zu bewahren. Das gelingt ihm auch unter großen persönlichen Opfern, bis er erkennt, wie er die Dinge wieder ins rechte Lot bekommen kann, denn fast zur gleichen Zeit brechen in Berlin einige Studenten auf, um eine geheimnisvolle Reise anzutreten...
Besonders unterhaltsam sind die Darstellungen der sehr verschieden schrägen Wissenschaftler, die vom erfolgreichen Wissenschaftsverwalter, der Probleme einfach ignoriert, bis zum verworrenen Studierstubenforscher reicht. Allesamt sind jedoch sehr interessante Menschen und nicht nur Klischees. Besonders gelacht habe ich bei der Szene, die den Einzug der Berliner FU Wissenschaftler zum Kolloquiumsvortrag und die anschliessende Diskussion beschreibt - das kommt mir doch erschreckend bekannt vor.
Alles in allem ein sehr unterhalsames Buch, das nebenbei auch paläonthologisches Wissen jenseits der Saurier vermittelt.
P.S: Zur Zeit gibt es bei der Post eine sehr schönen Mark-Marke, das die Grube Messel als Welt-Kulturerbe präsentiert. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. August 2000
Ich las dieses buch erst allein und war so begeistert, daß ich es meiner ganzen familie (mama 41, papa 42, bruder 12) vorgelesen habe. es ist eine abenteuerliche geschichte untermalt mit kleinen einblicken in die wissenschaft der archäologie und ist trotzdem so geschrieben, daß es selbst etwas größere kinder verstehen können. ich was begeistert.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. November 1998
Dieses Buch wird all jene begeistern, die sich als Kind voller Faszination den tschechoslowakischen Film "Reise in die Urzeit" angeschaut hatten. Auch in Kegels Buch machen sich einige junge Leute via einer slowakischen Höhle auf den Weg in längst vergangene Zeiten auf. Kegel hat sein Buch aber um viele Elemente eines modernen Abenteuer- und Kriminalromans bereichert. Denn das Wirken der Expedition im Eozän bleibt nicht ohne unangenehme Rückwirkungen auf die Gegenwart! Daneben liefert der Autor interessante Details der paläontologischen Forschung sowie eine satirische Sicht deutschen Wissenschaftsbetriebes.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Ja, dieser Titel trifft meine Beurteilung dieses Buches am besten. Von der Idee war ich absolut begeistert. Der Wissenschaftler Helmut Axt findet bei Grabungen in Jahrmillionen alten Ablagerungen ein menschliches Skelett mit einer Armbanduhr und überkronten Zähnen und macht sich auf die Suche danach, was dahinter stecken könnte. Dabei trifft er auf denjenigen, der so enden wird: den Studenten Tobias - putzmunter und lebendig. Also weiß Axt, daß sein Tot noch bevorsteht und versucht, ihn zu verhindern. Und dafür muß er in die Vergangenheit reisen: die Erde vor Millionen Jahren.
Meine anfängliche Begeisterung wurde erstmal erheblich gedämpft, da das Buch irgendwie Anfangs nicht zu potte kommt. Irgendwie langweilig und lahm erzählt, absolut unsympathische und nervige Figuren und lächerliche Versuche, das ganze durch Umgangssprache aufzulockern. Vor allem ging es mir auf die Nerven, daß die Figuren ständig Stimmungsschwankungen unterlagen: Entweder total träge und fast schon phlegmatisch, oder vollkommen ausgeflippt und kurz vor einem Nervenzusammenbruch. Ich war versucht, das Buch einfach wieder ins Regal zu stellen und verstauben zu lassen.
Zum Glück habe ich es nicht getan, denn ab der Mitte des Buches schlägt die ganze Story ins totale Gegenteil um. Die Spannung ist fast greifbar und hälten den Leser in Atem, so daß man am liebsten vorblättern möchte, um zu sehen, wie es denn nun ausgeht.
Die Schilderungen der urzeitlichen Welt sind so gelungen, daß es fast so scheint, als sähe man sich einen Film an und würde nicht einfach lesen. Immer wieder sind Überraschungen eingebaut und es treten Veränderungen ein, die man nie erwartet hätte.
Aber es gibt auch einen offensichtlichen Fehler in den Überlegungen des Autors. Da Menschen in die Urzeit eindringen und dort bewußt oder unbewußt Veränderungen vornehmen, die normalerweise nicht passiert wären, ändern sich einige Dinge in der Zukunft. Auf der ganzen Welt verschwinden verschiedene Fossilien, sowie eine südamerikanische Käferart. Der Autor läßt die Menschen darüber in helle Aufruhr geraten, da sich niemand dieses Phänomen erklären kann. Die logische Schlußfolgerung aber wäre: Wenn ein Tier nie in den Ölschiefer eingeschlossen wurde, ist daraus niemals eine Fossilie geworden, konnte nie ausgegraben werden und somit dürfte sie niemand vermissen.
Aber ich schätze mal, das war nur, um die Spannung noch etwas zu steigern.
Deshalb: ein Buch für den geduldigen Leser, aber trotzdem empfehlenswert.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. Mai 2000
Wer sich für Naturwissenschaften und damit zusammenhängende Themen interessiert wird sicher Mühe haben das Buch wieder wegzulegen, ist es erst einmal angefangen. Jedoch auch der Nichtnaturwissenschaftler dürfte keine Schwierigkeiten haben dem Autor und seinen Ausführungen zu folgen. Kegel versteht es in einzigartiger Weise, sonst als trocken geltende Materien mit Leben zu erwecken. Ich freu mich schon auf das nächste Kegel-Buch.
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 24. November 2001
Ein Buch, das unterhaltsam und dennoch wissenschaftlich fundiert ist, gibt es äußerst selten. Doch genau das ist dem Autor auf fabelhafte Weise gelungen. Das Buch gibt einen wunderbaren Einblick in eine Zeit, lange bevor es den Menschen überhaupt gab und übermittelt einen für den Laien leicht verständlichen Einblick in die Geologie.
Das Ölschieferskelett ist übrigens das einzige belletristische Werk das in der Fachbereichsbibliothek Geologie der Universität Mainz zu finden ist.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. Februar 2000
Ich habe selten ein so spannendes Buch gelesen! Hat man sich erst einmal durch die etwas langweiligen ersten Seiten der Messelgrube gearbeitet, wird man um so mehr belohnt!! Glücklicherweise hatte ich die Beschreibung auf dem Buchrücken nicht gelesen, so war die ganze Geschichte bis zum Ende noch wesentlich spannender.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. Juni 2006
Die Story: in der Grube Messel taucht im Ölschiefer ein Skelett eines Menschen auf. 50 Millionen Jahre, und ein moderner Mensch? Bernd Kegel hat hier eine Idee entwickelt, die später von Andreas Eschbach in seinem Jesus-Video mit einer etwas anderen Location umgesetzt wurde: eine Zeitreise. Und ich finde, Kegel hat das gut gemacht. Ein Monitum meinerseits (und daher auch nur 4 Punkte) gibt es aber dafür, daß Kegel die beiden Protagonisten teilweise sehr überzeichnet hat. Als der Forscher in der Grube Messel ein Skelett findet, das aus wissenschaftlicher Sicht unmöglich dort sein kann, reagiert er total hysterisch. Ebenso der Student, der entdeckt, daß die Welt möglicherweise etwas anders ist als er es sich dachte, und der hyperhysterisch auf das Erscheinen eines alten Schulfreundes reagiert. Der übrigens später... ach, das überlasse ich dem Leser rauszufinden.

Die Idee einer Zeitreise, die dem Geheimnis um das Ölschieferskelett zugrunde liegt, wurde von Kegel gut umgesetzt. Und die Beschreibung der Fauna von vor 50 Millionen Jahren ist so, als wäre man wirklich dabei.

Insgesamt kann ich das Buch gut zur Lektüre empfehlen. Schade, daß es nicht mehr aufgelegt wird. Vielleicht gibt es ja bald eine Neuausgabe?
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. Mai 1999
A great read for all of those who have been waiting for a paleontological adventure story that doesn't deal with dinosaurs. Kegel succeeds in filling a literary-gap by bringing to life a world of Cenozoic mammals, birds, reptiles, and plants, previously scarcely known to the non-paleontologist reader. He subsequently fills a much needed gap in the public's appreciation of the science of paleontology and paleobotany.
The story is gripping to the end and filled with many a surprise. Characters are well developed, Eocene sceneries beautifully described and detailed (although using some literary freedom), and humerously underscored.
Unfortunately, I came away from the book with the perception that Kegel has made an attempt to critique the methods of his paleontologist neighbors and underscore a dichotomy between the neontologist and paleontologist. Some of it is justified, others exaggerated.
Much of Stephen J. Gould's view on the importance of contingency in the history of life flows throughout the book. Interesting.
It is overall a highly entertaining read. Hopefully, an English translation will appear for the non-German speaking community.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 24. Dezember 1998
Der/Diejenige der dieses Buch anfängt zu lesen, wird es nicht mehr beiseite legen. Selten war ich von einem Roman mehr fasziniert. Der Autor versteht es beispiellos jeden in seinen Bann zu ziehen. Nebenbei erhält man noch eine abenteuerliche Nachhilfestunde in Sachen Erdgeschichte.
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