Kundenrezensionen

13
3,8 von 5 Sternen
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. Juni 2013
Der Start des GAP- oder AMNION-Zyklus. Kann als eigenständiger Roman für sich stehen. Muss man nicht gelesen haben, ausser man will den kompletten Zyklus lesen.

Diese Rezension habe ich bei allen 5 Bänden des AMNION- (GAP-) Zyklus eingestellt, da keiner der Einzelbände für sich steht, sondern es sich um einen einzigen großen Roman handelt. Lediglich der erste Band (Die wahre Geschichte) zeigt eine gewisse Abgeschlossenheit, da das zentrale Thema die Interaktionen zwischen Gewaltverbrecher Angus Thermopyle und dem in seine Gewalt geratenen Opfer, der Polizistin Morn Hyland ist und der Roman mit der Befreiung von Morn Hyland endet. Am Ende dieses Romans kann man aufhören zu lesen, ohne das Gefühl zu haben, dass noch etwas wichtiges passieren müsste. Ich kann es verstehen, wenn man keine Lust zum Weiterlesen hat, denn einerseits ist die Handlung bis zu diesem Punkt nicht gerade für zartbesaitete Gemüter geeignet, andererseits ist der sprachliche Stil doch recht sperrig. Was in diesem Band zwischen den zwei Hauptprotagonisten passiert, ist aber essentiell für die Handlungsweisen der Beiden im weiteren Fortgang der Geschichte. Zum sprachlichen Stil werde ich weiter unten noch etwas schreiben. Ist der erste Band von der Personenkonstellation fast ausschliesslich auf die Hauptprotagonisten Angus und Morn konzentriert, werden im zweiten Band (Verbotenes Wissen) einerseits alle weiteren wichtigen menschlichen Protagonisten eingeführt und andererseits eine ausserirdische Zivilisation vorgestellt, die aussergewöhnlich bizarr und fremdartig ist. Auf der Ebene der Handlung zeichnet sich bereits eine großangelegte Intrige im Hintergrund ab, ohne dass man die Rollen der Beteiligten oder deren Ziele einschätzen könnte. Bis kurz vor Schluss dieses zweiten Bandes kam mir das Lesen doch oft wie harte Arbeit vor, doch die Schlussrunde ist dann ein erster herausragender Action-Höhepunkt, der kräftigen Appetit auf den Rest macht. Ab dem dritten Band (Ein dunkler hungriger Gott erwacht) sind die Kapitel nicht mehr nummeriert, sondern jeweils einem der mittlerweile recht zahlreichen Protagonisten zugeordnet und das Geschehen wird aus der emotionalen Perspektive des jeweiligen Protagonisten geschildert (wobei aber die Erzählposition durchgehend die der dritten Person bleibt). Die Intrige wird immer sichtbarer und die Action-Passagen werden immer fulminanter. Was jetzt vielleicht den Eindruck erweckt, dass es sich bei diesem SF-Zyklus um einen Page-Turner handelt. Das ist aber ganz und gar nicht so. Im Gegensatz zum typischen SF-Mainstream (ich habe z.B. vor diesem Werk Die Kinder der Unendlichkeit" von Andreas Brandhorst gelesen, was spannend und unterhaltsam und gut lesbar war, aber letztlich belanglos und flach, und die Flachheit und Belanglosigket des Romans Die Würfel Gottes" von Mark Alpert, den ich jetzt gerade lese, fällt geradezu schmerzlich ins Gewicht), ist dieser Papierberg ( ca. 3500 Seiten, wären die Bücher gesetzt wie man heute Bücher setzt, kämen gar ca. 5000 Seiten heraus) ausgesprochen schwierig zu lesen. Man merkt deutlich, dass der Übersetzer Horst Pukallus mit wechselnder Tagesform beim Übersetzen dieses Mammut-Werkes zu kämpfen hatte. Aber der Autor hat es weder dem Übersetzer leicht gemacht, noch macht er es dem Leser leicht. Ellenlange Sätze mit unübersichtlichen und komplizierten Konstruktionen zwingen den Leser zu konzentriertem Lesen. Querlesen" ist kaum möglich und ich kam folglich nur langsam voran. Obwohl ich zum schnellen Lesen neige, habe ich fast ein halbes Jahr benötigt, alle 5 Bände zu lesen. Immer wieder musste ich mir ein paar Tage Auszeit nehmen. Erfahrungsgemäß sind diese Auszeiten für die Aufrechterhaltung der Spannung nicht förderlich, in diesem Fall aber gräbt sich die Handlung aufgrund des dem Leser aufgezwungenen konzentrierten Lesens sehr tief ein. Verbunden mit einer gewissen erzählerischen Redundanz durch Wiederholen essentieller Tatbestände jeweils im Rahmen der der jeweiligen Person zugeordneten Erzählperspektive ist es jederzeit wieder möglich, auch nach längerer Lespause innerhalb weniger Seiten wieder in das Geschehen einzusteigen. Nachdem ich nun die Protagonisten für so lange Zeit durch Abgründe von Gewalt, Gier und Machstreben und geradezu grandiose Action und Weltraum-Schlachten begleitet habe, fällt es richtig schwer, sie ziehen zu lassen. Auch wenn keiner der Protagonisten als uneingeschränkter Sympathierträger getaugt hat. Also, was will ich denn nun eigentlich sagen? Dieser Romanzyklus ist keine einfache Kost, definitiv keine Mainstream-SF. Aber man wird reichlich belohnt mit anspruchsvoller, unter die Haut gehender und letztlich sehr befriedigender SF-Unterhaltung, vergleichbar von den Ambitionen her vielleicht mit DUNE von Frank Herbert oder dem INHIBITOREN-Zyklus von Alastair Reynols. Und noch ein Tip: Bitte nicht die Handlungs-Zusammenfassungen auf der Rückseite des Einbands lesen, da zu viel verraten wird, was im Vorgängerband passiert.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. Juli 2007
Der erste Roman des Amnion-Zyklus war ursprünglich als Kurzgeschichte geplant. Das merkt man dem Zyklus leider an, "Die wahre Geschichte" hat einfach nicht die Klasse der folgenden vier Bände und ist auf einen Handlungsstrang fokussiert, der notabene recht pervers ist. Erst mit dem zweiten Band beginnt der Autor mit der breiten Auslegeordnung. Damit steht für mich "Die wahre Geschichte" zum restlichen Zyklus wie z.B. "Der kleine Hobbit" zum "Herr der Ringe", allerdings mit dem Unterschied, dass das Vorwissen aus diesem Band für die weitere Lektüre absolut notwendig ist.

Wahrscheinlich stand der recht durchschnittliche Einstieg in den Zyklus dem Erfolg etwas im Wege - leider, denn was darauf folgt, ist einsame Spitze. Ich habe den Zyklus vor 8 Jahren gelesen und betrachte das Werk nach wie vor als eines der besten überhaupt.

Stephen R. Donaldson besticht durch seine ausgezeichnete Charakterzeichnung, seine Kenntnis der menschlichen Psyche und sozialer Interaktion. Handlungen und Motive seiner Protagonisten sind jederzeit glaubhaft und nachvollziehbar (was keineswegs immer heisst: vorhersehbar). Diese Eigenschaften kommen gepaart mit viel Hightech, Physik (endlich mal einer, der nicht behauptet, interstellare Navigation wäre ein Pappenstiel), Politik, Intrigen, Macht, Gewalt, Krieg. All dies verbindet er in einem Plot, den man einfach nicht aus der Hand legen kann.

Meine Bewertung von fünf Sternen steht für den gesamten Zyklus, nicht für den ersten Band. Der Zyklus stellt eine durchgängige Geschichte dar. Es macht keinen Sinn, nur Teile davon zu lesen.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. April 2002
Der Anfang des Zyklus ist, zugegeben, etwas langweilig.
Die folgenden Bände sind aber von einer wahnsinnig großen Suggestivkraft. Ich war wirklich gefesselt und konnte die Bücher nicht mehr aus der Hand legen.
Der Autor ist einfach ein Genie. Seine Charaktere sind schlicht und einfach glaubwürdig, und man versteht auch, warum sie so handeln, wie sie handeln.
Bei einer so guten und ineinander verflochtenen Handlung, fallen meines erachtens einige Übersetztungsfehler nicht so arg ins Gewicht.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. Oktober 2006
Nanu, Stephen Donaldson, einer meiner Lieblings-Fantasy-Autoren schreibt SciFi? Klingt sehr interessant..

Die Polizistin Morn Hyland wird von dem Raumpiraten Angus Thermopyle zunächst aus ihrem zerstörten Polizeikreuzer gerettet und danach mit einer Gehirnsonde gefügig gemacht. Nun kann er sie nach Lust und Laune für seine Zwecke missbrauchen...

Die "Flucht" gelingt ihr nur, indem sie sich dem mindestens genauso zwielichtigen Nick Succorso in die Hände spielt. Doch Morn kommt vom Regen in die Traufe...

Der Start der Amnion-Saga ist recht zäh, jedoch notwendig als Fundament für die weitaus besseren nächsten Romane des Zyklus. Einzig die Beschreibung der Haupt-Charaktere Morn Hyland / Angus Thermopyle ist stimmig...

FAZIT. Schwacher Start, sollte man jedoch lesen, wenn man mit dem teilweise gigantischen "Rest" der Amnion-Saga weiterzumachen gedenkt!
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. September 2010
Im Vergleich zu anderen SF-Romanen wurde hier eine völlig neue Welt geschaffen. Der Autor präsentiert neue Ideen und legt für seine Story einen guten Hintergrund aus. Die zunächst losen Fäden einer Story werden jedoch erst in den späteren Bänden zusammengeführt, so dass der Einstieg nicht ganz so leicht ist. Dennoch gehört diese Reihe zu den besten, die ich je gelsen habe, auch wenn Donaldsons Stärke eindeutig in der Fantasy-Literatur liegt (Covenant-Zyklus).

Für Fantasy-Fans ist dieses Werk ein Muss. Spannung, Action, Gefühl stehen im Vordergrund, Technik und Sozialanalysen (wie bei zB. bei David Webers Harrington-Zyklus) stehen eher im Hintergrund).
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
5 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. Dezember 2001
Keiner versteht es wie Stephen Donaldson, komplexe, tiefgruendige Charaktere in stilvollen, liebevoll detaillierten Universen plausivel und nachvollziehbar handeln zu lassen. Die Chronicles sind nur eines von vielen Beispielen seines beachtlichen Genies als Autor. Danke fuer diese Erfahrung!
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. Juli 2001
Der etwas zähflüssige Beginn einer ansonsten großartigen Reihe. Normalerweise würde das Buch von mir 3 Sterne bekommen, aber die deutsche Übersetzung ist leider katastrophal schlecht geraten. Das Buch strotzt nur so vor Fehlern und an vielen Stellen wurde sogar der englische Satzbau direkt übernommen. Dem Übersetzer, Horst Pukallus, hätte man bei Heyne für ein solche Schundübersetzung eigentlich den Stuhl vor die Tür stellen müssen (...oder ihn das Buch zur Strafe 5000 mal laut vorlesen lassen sollen). Ich kann aber trotzdem jedem empfehlen, sich durchzubeißen, denn im Folgeband gewinnt nicht nur die Story an Fahrt, auch die Übersetzung gewinnt verblüffenderweise an Qualität. Durchhalten, es lohnt sich !!!
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. Oktober 1999
Der Beginn dieser kraftvollen SF-Saga von Stephen R. Donaldson bietet den idealen Einstieg in eine epochale SF-Geschichte, wie ich sie seit dem Wüstenplaneten nicht mehr gelesen habe. Donaldsons Auftakt hat den Vorteil auch als Einzel-Roman verständlich und unterhaltsam zusein. Man bekommt natürlich Appetit auf mehr, doch man *muß* nicht. Die Charaktere dieser vitalen und psychologisch sehr glaubhaften Saga stellen an Intensität alles in den Schatten, was auf dem SF-Markt in letzter Zeit erschienen ist. GROSSARTIG. Unbedingt lesen !!!
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. Oktober 1999
Von Stephen Donaldson waren wir ja schon vom Thomas-Covenant-Zyklus her höchstes Niveau gewohnt. Mit dem Amnion Zyklus schaffte er vor kurzem einen gewaltigen Auftritt in der SF-Arena. Beim Lesen stellt man sich immer wieder die gleiche Frage: Wie kann ein einzelner Autor so verdammt gut sein?
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
6 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. Juli 2001
Das dünne Büchlein und dessen Story enttäuschen. Es liest sich mit wenig Spannung und man ist eigentlich wenig geneigt, den Rest des Zyklus zu lesen. Die überaus guten Bewertungen des Zyklus machen aber neugierig ... und das hat sich wirklich gelohnt! Der 1. Roman des 5-bändigen Zyklus ist jedoch zum Einstieg unbedingt erforderlich.
Die restlichen 4 Bänder sind dann ganz anders. Sehr spannend, sehr gut geschrieben, glaubwürdige Abläufe, durchgehend hohe Spannungskurve, faszinierender Höhepunkt am Ende. Es fällt schwer, die jeweils über 900 Seiten starken Folgebänder aus der Hand zu legen!
Bis zum Ende im 5. Band ein wirklich sehr gut gelungener SF Roman. Sehr empfehlenswert.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
     
 
Kunden, die diesen Artikel angesehen haben, haben auch angesehen
Der Fluch des Verächters
Der Fluch des Verächters von Stephen R. Donaldson (Taschenbuch - 1998)

Die Chroniken von Thomas Covenant: Der Bogen der Zeit
Die Chroniken von Thomas Covenant: Der Bogen der Zeit von Stephen R. Donaldson (Taschenbuch - 4. September 2006)
EUR 19,00