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81 von 92 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beklemmend und fesselnd bis zum bitteren Ende
Dieses Buch wieder aus der Hand zu legen ist fast unmöglich, wenngleich man sich beim Lesen auch ständig fragt, wie man diese Stimmung und Spannung überhaupt weiter aushält. Es ist, als würde eine kalte Hand nach einem ausgestreckt. Und wenn man selber Kinder hat, insbesondere 10jährige Jungen, dann kommt man schon an die Grenzen des...
Veröffentlicht am 22. Oktober 2006 von B. Olbricht

versus
67 von 78 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Vor allem spannend
Ich vermute, dass "Der Kindersammler" aus zwei Gründen so weit oben in den Verkaufslisten steht: zum einen ist der Titel an sich ein gut gewählter Eye Catcher und weckt Interesse; zum anderen ist die Story spannend geschrieben.

Ein Kind wird getötet, und relativ bald ist klar, dass es sich um einen Serienmörder handelt. Dessen Herkunft und...
Veröffentlicht am 8. Dezember 2006 von Leserin


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81 von 92 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beklemmend und fesselnd bis zum bitteren Ende, 22. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Der Kindersammler (Taschenbuch)
Dieses Buch wieder aus der Hand zu legen ist fast unmöglich, wenngleich man sich beim Lesen auch ständig fragt, wie man diese Stimmung und Spannung überhaupt weiter aushält. Es ist, als würde eine kalte Hand nach einem ausgestreckt. Und wenn man selber Kinder hat, insbesondere 10jährige Jungen, dann kommt man schon an die Grenzen des Erträglichen. Aber dennoch kann man sich der Geschichte kaum entziehen, die Personen sind grandios charakterisiert, das geht so weit, dass man für den Täter schon beinahe so etwas wie Verständnis aufbringt. Oder zumindest ansatzweise zu ahnen beginnt, wie eine derart kranke Persönlichkeit "gemacht" wird. Also Spannung pur aber keine übliche Krimikost, sondern auch perfekt erzählt bis zum Schluss.
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59 von 68 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dieser Roman geht tief unter die Haut!, 2. November 2006
Rezension bezieht sich auf: Der Kindersammler (Taschenbuch)
Schwieriges Thema, welches Sabine Thiesler sich angenommen hat. Hier wird das Thema * Phädopilie * voller Entsetzen ins Unterbewusstsein gebrannt. Dieser Roman kommt ohne blutrünstige Schílderungen aus. Hier werden die Nerven auf psychologischer Basis bis zum Zerreissen gespannt.

Felix verschwindet 1994 im Urlaub in der Toscana. Er wollte nur kurz am nahegelegenen Bach spielen gehen und kehrt nie zurück. Und er ist nicht der erste verschwundene blonde Junge. Die Eltern Anne und Harald versuchen alles, um ihren Sohn ausfindig zu machen. Fotoplakate und Suchmeldungen in deutsch und italienisch werden aufgegeben. Nichts bringt die rettende Erlösung. Sie verlassen das Land ohne ihren Felix und der Alptraum hört nicht auf. 10 Jahre Warten auf Hoffnung und Nachricht. Anne fährt an die Toscana zurück, kauft sich dort ein Haus und kommt dem Verschwinden ihres Sohnes und dem Mörder immer näher. Alle leiden und Sabine Thiesler hat auch kein Erbarmen mit dem vor Entsetzen und Verzweifelung geschundenen Leser - wir bekommen keine Erlösung. Wir bleiben allein mit unseren bis zum Bersten angespannten Nerven - Thriller Superior!
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67 von 78 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Vor allem spannend, 8. Dezember 2006
Rezension bezieht sich auf: Der Kindersammler (Taschenbuch)
Ich vermute, dass "Der Kindersammler" aus zwei Gründen so weit oben in den Verkaufslisten steht: zum einen ist der Titel an sich ein gut gewählter Eye Catcher und weckt Interesse; zum anderen ist die Story spannend geschrieben.

Ein Kind wird getötet, und relativ bald ist klar, dass es sich um einen Serienmörder handelt. Dessen Herkunft und Geschichte wird in Rückblenden erzählt. Ob das, was ihm in seiner Kindheit widerfährt, ausreicht, um später zum Mörder zu werden, mag man bezweifeln. Die psychologische "Unterfütterung" aller Personen dieser Story, insbesondere natürlich die des Täters, bleibt an der Oberfläche und geht über das Niveau von Küchenpsychologie nicht hinaus. Überwiegend, und das wird einem allein schon anhand der Zahl der Getöteten deutlich, spielt dieser Krimi auf der Handlungsebene.

Auf dieser Ebene versucht die Autorin mehrere Geschichten miteinander zu verknüpfen und das über einen Zeitraum von gut 30 Jahren. Dies gelingt ihr meistens, nicht immer jedoch, wodurch logische Löcher und Irritationen entstehen, die nicht nötig gewesen wären, wenn sie ein einfacheres Erzählmuster gewählt hätte und dem Motto: "weniger ist mehr" gefolgt wäre.

Zusammengenommen gibt es schon einige Kritikpunkte, allerdings, und das sollte man sich vor dem Kauf überlegen, hängt die Beurteilung eines Buches auch davon ab, was man zuvor von ihm erwartet hat. Will man Spannung, also einen Titel, den man nicht mehr aus der Hand legt, weil man wissen will, wie es weitergeht, ist man mit dem "Kindersammler" bestens bedient: es ist gute Unterhaltungsliteratur - nicht mehr, nicht weniger. Man muss eben über ein paar Logiklöcher hinweglesen, was einem aber auch nicht schwer fällt angesichts der Spannung.

Erwartet man mehr als das, sollte man sich vielleicht nach einem anderen Titel umsehen.

Und wenn man Kinder hat, sollte man sich dieses Buch überhaupt nicht kaufen, denn es triggert massiv die Ängste aller Eltern.
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38 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannend, fesselnd, anspruchsvoll aber nicht makellos, 4. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: Der Kindersammler (Taschenbuch)
Das Phänomen, das man in einem Buch nach den ersten 20 Seiten einschläft und sich zunächst "durchkämpfen" muss, tritt hier genau umgekehrt auf:

Ein unvermittelter Anfang lässt den Leser mitten ins Geschehen fallen und sorgt dafür, dass man das Buch nicht aus der Hand legen kann. Sabine Thiesler schafft es, alle Charaktere auf genaueste Weise zu beschreiben und trotzdem nie langweilig zu werden. Somit ist zumindest der erste Teil meiner Meinung nach brilliant geworden. Ein Problem gibt es jedoch: Die Autorin verlangt dem Leser eine Menge Intellekt ab, es ist fragwürdig, ob ihre "hin und her springende" Erzählweise absichtlich oder versehentlich passiert. Zeit, Ort und Erzählperspektive ändern sich dauernd - und zwar ohne jegliche Vorwahrnung. Hier ist Aufmerksamkeit gefragt! Wer müde ist oder dazu neigt, ab und zu mal ein paar Zeilen zu "überlesen" (Frei nach dem Motto "Die können ja nicht so wichtig sein"), der wird schnell merken, dass ihm wichtige Informationen fehlen. Ich selber musste einige Male zurückblättern, weil ich die Orientierung verloren hatte oder mir ein paar Zusammenhänge nicht ganz klar waren.

Im zweiten Teil des Buches wird die verwirrende Erzählweise deutlich besser, allerdings gibt die Geschichte an sich nun nicht mehr besonders viel her: Schien am Anfang noch alles logisch und realistisch, tauchen nun schon ein paar Logikfehler auf und mal ehrlich - mal wieder gibt es eine Reihe ausgesprochen merkwürdiger Zufälle. Es wird zu lang und breit erzählt und die Spannung schwindet teilweise etwas dahin. Zum Ende hin - da muss ich meinen Vorrednern Recht geben - überschlagen sich die Ereignisse tatsächlich, im Gegensatz zu den meisten anderen Lesern bin ich allerdings der Meinung, dass dies nicht unbedingt negativ ist und schon gar nicht finde ich, dass man das Ende als überraschend, unvermittelt und enttäuschend bezeichnen kann - im Gegenteil, ich denke, es war vorrauszusehen. Überhaupt konnte man viele Dinge schon im Vorraus erkennen und sich erschließen, aber ich denke das beweist, dass die Geschichte fesselt und man mitfiebert und überlegt, wie es weitergeht.

Kurz erwähnt: Ich halte die kurze Inhaltsangabe, die man auch auf der Rückseite des Buches findet, für ziemlich unpassend. Man hätte den Inhalt etwas allgemeiner wiedergeben sollen. So, wie es dort steht, bekommt der Leser einen ganz anderen Eindruck von dem Buch. Als wenn es nur um diesen Felix gehen würde. Etwas irreführend

Als besonders positiven Aspekt sollte man den "psychologischen Wert" des Buches betrachten. Wenn man - wie ich - einen Hang zur Psychologie hat und sich gern damit beschäftigt, wird man hier auf jeden Fall fündig.

An diejenigen, die sagten, man solle das Buch nicht lesen, falls man Kinder hat: Ich bin selber erst 15 Jahre alt, kann allerdings sagen, dass meine Mutter uns 3 Kinder immer noch aus dem Haus lässt, auch nachdem sie das Buch gelesen hat - und das, obwohl mein kleiner Bruder exakt dem Opferprofil entspricht ;)

Auch wenn "Der Kindersammler" also viel kritisiert wird und es tatsächlich ein paar Mankos gibt, konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen und habe es in zwei Tagen durchgelesen, meine Mutter (der ich das Buch zu Weihnachten geschenkt hatte) ebenfalls. Es ist also defenitiv spannend und erschütternd, wenn man also die intellektuelle Herausforderung auf sich nehmen möchte und bereit ist, sich zu konzentrieren und aufmerksam zu lesen, ist "Der Kindersammler" seinen Preis auf jeden Fall wert.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wow - nicht ohne!, 1. April 2007
Rezension bezieht sich auf: Der Kindersammler (Taschenbuch)
Am Anfang dachte ich, ich lese ein anderes Buch, aber man kommt schnell hinter die Zeitsprünge. Man fühlt mit den Eltern mit und kann in den Kopf des Verbrechers sehen.

Alles sehr nervenaufreibend und spannend. Man sollte sich vorher überlegen ob man dieses Buch verträgt, da der Mißbrauch von Kindern nicht ohne ist.

Der Schluß ist heftig, aber wohl so gewollt. Es ist spannend und absolut lesenswert.
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25 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Entsetzlich, erschütternd und ergreifend!, 26. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Der Kindersammler (Audio CD)
Als ich das Hörbuch fertig gehört habe, bin ich erschüttert eingeschlafen und am Morgen genauso wieder aufgewacht. Den ganzen Tag war ich getrieben und habe es nicht aus meinem Kopf verbannen können. So ging es mir beim Buch auch schon so. Da ich gerne Bücher nochmal als Hörbuch höre, stelle ich jetzt fest, daß das Buch, das Hörbuch um Längen schlägt. Beim Hörbuch fängt die Geschichte so ab Seite 160 an. Wenn man das Buch nicht kennt, dann ist das ohne Belang. Das Buch bietet vorab Zeitsprünge, der kleine Benjamin in Deutschland wird ermordet, dann wieder ein Kind, die Serie reisst ab. Der Psychopath wird beschrieben, sein Wirkungskreis, sein Leben. Der Mörder treibt ein Spiel. Inzeniert seine Morde. Obwohl man weiß, was mit den Kindern passiert, geschieht zu keinem Zeitpunkt d a s mit Brutalität, die Autorin beschreibt es so fast nebenbei und das ist sowas von ein Schlag ins Gesicht. Die Nerven sind bis zum Zerrreissen gespannt, das Thema der Pädophilie wird voller Entsetzen in jede Pore gebrannt. Die Angst und die Fassunglosigkeit lässt einen nicht zur Ruhe kommen. Ich habe geweint. Bitter müssen wir erkennen, daß solche kranken Kreaturen neben uns sind und wir es nicht merken oder erkennen.

Anne, Harald und Felix machen Urlaub in der Toscana, es wird so schön von der Autorin beschreiben, daß man sich direkt im Urlaub befindet. Kurz vor dem Abendessen meldet sich Felix nicht zurück, die Suche bleibt erfolglos. Anne hofft über 10 Jahre, das ihr Felix, ihr Engelskind, nur verschleppt wurde. Nach 10 Jahren kehrt sie in die Toscana zurück, um Abschluss, Ende oder Antworten zu finden. Ihre Ehe inzwischen zerrüttet, kauft sie genau in der Gegend ein Haus, wo Alles geschah. Sie bekommt Hilfe von Enrico, dessen Haus sie kauft, und Kai, den Makler. Mareike, die Polizistin, die immer noch an den Morden, die vor Jahren geschahen, arbeitet. Und da ist da noch die geistig zurückgebliebene Allora.........

Es ist spannend, man kann nicht aufhören, Sabine Thiessler gönnt uns keine Erholung und schenkt uns auch keine Rache. Grandios!

Audio-CD gesprochen von der Autorin selbst, sehr angenehme Stimme, gekürzte Lesung, 420 Minuten. Eine Empfehlung von mir! ;o)
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38 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sensibles Thema hervorragend umgesetzt!, 16. Oktober 2007
Von 
gizm03 "gizm03" (Teneriffa / Santa Barbara) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Der Kindersammler (Taschenbuch)
Die über 10 Jahre umfassende Geschichte von Alfred, dem pädophilen Kindermörder, ist von Anfang bis Ende überaus spannend und vor allem sehr emotional geschrieben! Ohne großartige Schilderung von Brutalität überkommt den Leser dennoch laufend ein Grauen und ein Hass auf diesen Mann! Sicher, in kurzen Szenen wird auch ein Mord geschildert - aber ohne reißerisch zu wirken, sondern eher überaus emotional: der Leser erhält hier Einblicke in die Gefühls- und Gedankenwelt des Mörders, wie aber auch der Opfer.
Der Roman fesselt einen von der ersten Seite an! Über 10 Jahre hinweg verfolgt man dann den Lebens- und Leidensweg von Alfred, doch das Buch ist keineswegs einseitig geschrieben. Man erhält ebenfalls tiefe Einblicke in die Seelen der Kinder und ihrer Eltern, erlebt mit wie sie unter Verlust- und Todesängsten leiden. Auch die Ermittlerin begleitet der Leser in ihre Gedankenwelt.
Erschreckend für mich war die Schilderung einer der Eltern: sie haben ihr Kind eindringlichst gewarnt vor solchen Leuten, ihm eingebläut, niemals mit einem Fremden mitzugehen, egal was er verspricht oder sagt,...und dennoch wurde ihr Kind ebenfalls eines seiner Opfer. Dies zeigt mit schauriger Deutlichkeit, dass selbst die perfektesten Eltern nicht an alle Möglichkeiten eines kranken, besessenen Menschen denken können. Zum Glück habe ich selbst keine Kinder - meine Warnung gilt daher den Eltern unter den Lesern: das Buch hat mich als Nicht-Mutter schon sehr mitgenommen, für Eltern muss es noch viel grausamer zu lesen sein!

Das Buch ist erschreckend realistisch, denn das Thema ist leider allgegenwärtig - und genauso stelle ich mir die Gefühlswelt eines Pädophilen vor. Beim Lesen wurde ich in einen Sog von Emotionen gerissen, der von Wut, Trauer, Hoffnung und Hass gezeichnet war. Dies macht für mich ein überaus gut geschriebenes Buch aus, wenn es solche Gefühle in mir wecken kann! Ein großartiges Thriller, der mich auf das Nachfolgewerk von der Autorin hinfiebern lässt!
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32 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nichts für zarte Gemüter, 19. September 2007
Rezension bezieht sich auf: Der Kindersammler (Taschenbuch)
Das Buch behandelt eine ziemlich heikle Thematik, über die in der Realität nur dann gesprochen wird, wenn es wieder einmal jemand erwischt hat. Sehr gut geschrieben, mit vielen Detailbeschreibungen und aus unterschiedlichen Sichtweisen (Täter, Opfer, Eltern der Opfer, Polizei). Man sollte allerdings nicht zu zart beseitet sein, wenn man sich zum Lesen entscheidet. Top-Buch, das mich sehr berührt hat!
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die ersten 200 Seiten sind auf hohem Niveau, 7. Dezember 2006
Rezension bezieht sich auf: Der Kindersammler (Taschenbuch)
Dieser Krimi verdient für die ersten 200 Seiten fünf Sterne. Sabine Thiesler erzählt die Story aus mehreren Blickwinkeln: dem des Kindermörders, dem der Eltern und dem der Polizei. Absolut gelungen auch die Zeitsprünge. Danach reduziert die Autorin das mehrschichtige Buch auf eine Eindimensionalität: die Kindessuche in der Toscana. Auf 300 Seiten quält sich die Autorin zu einem Finale und konstruiert Zufälle die schlichtweg die Realität der ersten 200 Seiten vermissen lassen. Als dann auch noch das Adoptivkind der Kommissarin zum Opfer wird, gerät der Plot ad absurdum. Weniger wäre mehr gewesen! Für den Toscana-Teil gibt es zwei Sterne von mir und den Tipp, beim nächsten Buch die Story nicht so verflachen zu lassen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gibt's das auch mit einem Schluck mehr Spannung?, 2. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Der Kindersammler (Taschenbuch)
Zum Thema selbst möchte ich nicht viel sagen, denn definitiv kann man sich bei so einem Titel vorstellen, was einen erwartet.
Ob es ein "guter Thriller" ist oder nicht, ist wohl einfach Geschmacksache.

Ich für meinen Teil kann sagen, dass mir der Anfang gut gefallen hat, zugegeben, auch leichte Lesesucht verursachte, obwohl ich mich anfangs fragen musste ob der Klappentext kein versehentlicher Fehldruck war. Troztdem, das Thema wurde soweit getroffen und der Autorin gelang es ebenso Spannung aufzubauen und ein Schauergefühl zu erwecken.

Leider hielt dieses Gefühl aber nicht das ganze Buch an.

Nach dem ersten Drittel verabschiedete sich die Spannung, denn nun überwog die Schwierigkeit, den Überblick der vielen Namen, so wie Zeit- und Ortsangaben zu behalten.
Da die vielen verstrickten Einzelschicksale und Lebensumstände einzelner Darsteller, darunter auch leider weniger wichtiger Personen (z. B. die Assistentin Monica oder der Berliner Kommissar - die im Endeffekt keine wirkliche Rolle spielen), seitenlang und ausführlich aufgeführt werden, nahm für mich an dieser Stelle die Spannung eigentlich kontinuierlich ab.
Gähnend hab ich vergeblich viele Seiten über mich ergehend lassen, in dem Glauben, ich würde diese Einzelheiten für eine spätere Auflösung brauchen, hauptsächlich aber, wollte ich endlich wieder zu einem spannenden Kapitel kommen.
Und ja, wenn es spannend wurde, dann hielt es ein ganzes Kapitel lang an.
Der Autorin gelang es auch immer wieder eine steigende Aufregung zu erzeugen, leider folgten aber direkt im Anschluss, fast regelmäßig, wieder trockene Einzelbiographien mit vielen Informationen.

Zu allem Überfluss wurde sogar der Bösewicht Alfred zwischenzeitlich umgetauft. Ich nehme an das sollte zur reinen Aufpolierung dienen, in meinem Denkgerät sorgte es allenfalls für Verwirrung. Bis zur Erleuchtung dass es sich hierbei um eine einzige Person mit zwei Namen handelt, hatte ich mir bereits zwei komplett unterschiedliche Figuren zurechtgemalt (und nebenbei erwähnt, ich finde es sehr schwer mir einen Bösewicht attraktiv vorzustellen, so wie es das Buch von mir verlangte) und sah nach Auflösung schließlich blöd aus der Wäsche.

Wie auch immer, am Ende kannte man gefühlte 25 Vor- und Nachnamen, von denen immerhin ca. 10 - 15 Personen auf die Geschichte Einfluss nahmen. Für mich trotzdem lästig, es sollte schließlich ein spannender Thriller werden und keine Anreihung einzelner Kurzgeschichten mit Gehirn-Jogging-Charme.

Ich finde Thiele hat zweifelsfrei die Begabung die richtigen Worte zu finden, um ein Gebiet bildhaft und malerisch darzustellen. Vielleicht kein Vorteil für dieses Buch, denn für ihre offensichtliche Toskana-Leidenschaft, bietet es viel Raum für ihre wortreiche, ungebremste Begeisterung. So waren die Schilderungen meiner Meinung nach ein paar Seiten zu lang oder an manchen Stellen einfach zu viel. Für mich hätte es eine kurze Ortsbeschreibung getan, hier und da eine bildhafte Ausmalung, aber leider hat man zu oft das Gefühl man wisse langsam aber sicher die Anschrift jedes toskanischen Baumes, samt seiner Duftnote und Beschaffenheit.

Etwas fragwürdig fand ich den literweisen Alkoholfluss in diesem Roman. Fast hatte ich das Gefühl, "Anne", die Protagonistin, hätte ein ernstzunehmendes Alkoholproblem. Und nicht nur sie, eigentlich jeder der Personen. Zu jeder Tageszeit, zu jeder Gelegenheit, an jedem Ort, wurde erst mal eine, zwei Flaschen Wein getrunken bevor etwas anderes geschah. Viel zu oft musste hier und da jemand erst mal eben seinen Rausch ausschlafen, bevor es weiterging. Sogar "Allora", das offenbar geistig zurückgebliebene und nymphomanische Wesen saufte ungehemmt.

Apropos, welche Krankheit hatte "Allora" eigentlich nebst ihrer bescheidenen Sexsucht? Zu gerne hätte ich lieber hierzu ein paar Einzelheiten mehr gewusst. Auch die Person "Carla" lässt in meinem Verständnis einige Lücken mit ihrem seltsamen Verhalten.... Aber gut, es soll ja wohl wirklich solche selbstlosen Masochisten geben und das muss man offenbar ohne "Aha-Effekt" hinnehmen.

Nichtsdestotrotz, der Thriller ist geeignet für Leute denen gelegentliche Spannungsphasenreichen reichen, die mit weniger spannenden dafür tiefgreifenden Personen- oder Umstandsbeschreibungen leben können, solche evtl. sogar gerne als Verschnaufpause nutzen, die Interesse und Zeit haben für die Schönheit der Toskana und die kein Problem darin sehen, sich etliche Namen und Zusammenhänge zu merken.
Mitreißend ist das Thema allemal, also bleibt das Buch auch im Gedächtnis.
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Der Kindersammler
Der Kindersammler von Sabine Thiesler (Taschenbuch - 1. September 2006)
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