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4.0 von 5 Sternen Irrsinnig eigenartig
Dean Koontz legt mit "Irrsinn" seinen 57. Roman in Deutschland vor und trumpft mit einem vielversprechenden Klappentext auf der Rückseite des Buches auf.

Billy bekommt eines Abends, nach dem Arbeiten in der Bar, eine Nachricht unfreiwillig "zugestellt", auf der folgender Text geschrieben steht:
"Wenn du diese Nachricht nicht zur Polizei bringst, um...
Veröffentlicht am 10. Oktober 2007 von Spaddl

versus
7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Spannend, aber kein Überflieger!
Der vorliegende Roman ist sicher kein "typischer" Koontz. Fantastische Aspekte fehlen weitestgehend. Vielmehr handelt es sich um eine Art Thriller.
Nach dem man erstmal realisiert hat, dass einem nicht eine der üblichen Geschichten dargeboten wird, hat die Geschichte durchaus ihren Reiz. Zumal man ab einem gewissen Punkt einfach nur noch wissen möchte, wer...
Veröffentlicht am 15. Januar 2008 von Druss


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100 von 112 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Irrsinnig eigenartig, 10. Oktober 2007
Von 
Spaddl "spaddl" (SH) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Irrsinn (Taschenbuch)
Dean Koontz legt mit "Irrsinn" seinen 57. Roman in Deutschland vor und trumpft mit einem vielversprechenden Klappentext auf der Rückseite des Buches auf.

Billy bekommt eines Abends, nach dem Arbeiten in der Bar, eine Nachricht unfreiwillig "zugestellt", auf der folgender Text geschrieben steht:
"Wenn du diese Nachricht nicht zur Polizei bringst, um sie einzuschalten, werde ich irgend wo in Napa County eine hübsche blonde Lehrerin umbringen.
Wenn du diese Nachricht zur Polizei bringst, werde ich stattdessen eine ältere Frau umbringen, die sich sozial engagiert.
Dir bleiben sechs Stunden, um dich zu entscheiden. Du hast die Wahl."
(Wie hätten Sie sich denn entschieden?!)
Am nächsten Tag wird eine Leiche gefunden und es ist Eine der beiden oben genannten Damen.
Bald schon bekommt Billy die zweite Nachricht von dem Psychopathen; im gleichen Stil...

Klingt doch nach dem Auftakt eines super spannenden Thrillers, oder?!
Dachte ich mir auch, und las wie gebannt, in kürzester Zeit, die ersten 150 Seiten und wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Die 446 Seiten umfassende Geschichte um Billys Kampf um Gerechtigkeit und Überleben geht rasant und vor allem -irre- komisch los und mündet ganz fix in reinem Psychoterror des Protagonisten.

Ich habe für das Buch relativ wenig Zeit geopftert und es auch nicht bereut, es gelesen zu haben, doch irgend wie konnte dieses Buch mich nicht zu 100 % überzeugen.
Ja, die Geschichte ist spannend, mitreißend und toll, aber irgend wie fehlte mir etwas.
Das Ende war für mich nur relativ zufriedenstellend, wobei man sagen muss, das ich zynische und gemeine Schlüsse bei Büchern gerne mag.

Was ich aber als toll empfand, war, dass der Hauptakteur von "Velocity", so der englische Titel, nicht das ist, wofür er sich anfangs ausgibt.
Besonders hervorzuheben ist dabei, die Rückblende in seine Vergangenheit, wo mir beinahe Tränen in die Augen schossen.

Abschließend möchte ich noch sagen, dass ich um die Tage mit dem "Irrsinn" nicht traurig bin und ich es gerne gelesen habe, obwohl ich z.B. "Trauma" von Dean R. Koontz besser fand.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Spannend, aber kein Überflieger!, 15. Januar 2008
Von 
Druss - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Irrsinn (Taschenbuch)
Der vorliegende Roman ist sicher kein "typischer" Koontz. Fantastische Aspekte fehlen weitestgehend. Vielmehr handelt es sich um eine Art Thriller.
Nach dem man erstmal realisiert hat, dass einem nicht eine der üblichen Geschichten dargeboten wird, hat die Geschichte durchaus ihren Reiz. Zumal man ab einem gewissen Punkt einfach nur noch wissen möchte, wer es denn nun war.

Leider hat die Story dennoch ihre Schwächen. Stellenweise wird es einfach zu unwahrscheinlich. Dieses gilt vor allem für die Vergangenheit der Protagonisten, die in Rückblenden erzählt wird.

Insgesamt ein durchaus lesenswertes Buch (besonders für Fans von Koontz), aber eben auch nichts dolles!
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wieder ein wirklich überzeugender Koontz!, 14. November 2007
Von 
Jouvancourt (Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Irrsinn (Taschenbuch)
Dean Koontz hat uns also hiermit seinen 57. Roman beschieden, ein richtiger Thriller, flüssig, angenehm und sehr sympathisch geschrieben! Durch den Thriller zieht sich wie ein roter Faden der emotional pushende Zwang, unschuldige Menschenleben zu retten. Billy, der Hauptprotaganist, zeigt sich von seiner besten Seite, man begleitet ihn mit Freude durch seine fast unmöglich erscheinden Aufgaben, er ist unser aller Sympathieträger, wenn gleich er auch schlußendlich nicht der ist, für den er sich ausgibt! Aber mehr sei dazu nicht verraten!

Ein schön zu lesender Thriller, den man mit Vergnügen liest und der wenige Wünsche offen lässt!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Solide Thrillerkunst, 8. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: Irrsinn (Taschenbuch)
Billy Wiles ist ein genügsamer Mensch, der nach seiner Arbeit als Baarkeeper seine im Koma liegende Freundin besucht oder sich seinem Hobby dem Holzschnitzen widmet. Sein ruhiges Leben ändert sich jäh, als er eines Tages eine Nachricht hinter seinem Scheibenwischer findet, in der er aufgefordert wird zu entscheiden, wer von zwei Menschen ermordet werden soll. Geht er zur Polizei, so muss eine junge hübsche Lehrerin sterben; bleibt er untätig, soll eine ältere Frau, die sich sozial engagiert, ihr Leben lassen. Was Billy anfangs für einen schlechten Scherz hält, soll sich bald als die brutale Wirklichkeit erweisen.
Unnötig zu erwähnen, dass es nicht bei einer dieser Nachrichten bleibt. Nach und nach wird Billy von einem irren Mörder immer mehr in die Enge getrieben.

Fazit:
Spannender und temporeicher Thriller. Absolut Empfehlenswert. Nicht unbedingt ein typischer Koontz, weil diesmal auf alles Paranormale verzichtet wird.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen so lala, 12. Juni 2008
Rezension bezieht sich auf: Irrsinn (Taschenbuch)
Der Barkeeper Billy findet nach seiner Arbeit eine mysteriöse Nachricht an die Scheibenwischer seines Autos geheftet: Ein Mord wird angekündigt und er soll sich entscheiden, wer sterben soll: je nachdem, ob er zur Polizei geht oder nicht, wir eine von zwei Frauen getötet. Er hält es erst für einen makaberen Scherz, dann aber geschieht der angekündigte Mord tatsächlich und Billy wird zum Spielball eines Wahnsinnigen, denn schon findet er die nächste Botschaft und wieder soll er sich entscheiden...

Das Buch hat meiner Meinung nach einen guten Ansatz - die Idee vom Mörder, der sich einen Spaß draus macht andere entscheiden zu lassen wer stirbt - das klang nach einem spannenden Thriller. Die meiste Zeit wartet man allerdings darauf, dass Billy zu Gange kommt, denn es wird einem schnell klar, dass er sich etwas einfallen lassen muß. Aber ihm fällt nichts ein... Er überlegt sich lediglich dauernd, wie er vermeiden kann, dass die Polizei auf ihn aufmerksam wird. Fast bis zum Schluß läßt er sich vom "Bösen" am Nasenring durch die Handlung führen. Schon früh wird angedeutet, dass Billy selbst schon einmal als Verdächtiger im Visier der Polizei war und anscheinend nicht der ist für den er am Anfang ausgegeben wird. Leider kommt dabei nichts raus. Das Geheimnis wird zwar gelüftet, fällt aber enttäuschend aus und es hat keine Konsequenzen. Naja außer, dass klar wird, warum Billy die Polizei aus der Sache heraus halten will. Ebenso enttäuschend: Die Ursache dafür, warum seine Freundin im Koma liegt. Koontz bietet wundervolle Handlungsstränge an, die das Buch im Ansatz interessant machen - und läßt sie dann ins Leere laufen. Genau wie die völlig unwichtige Episode über die "rattenscharfe" Kollegin Billys aus der Kneipe, die durch tote Tiere versucht, die Zukunft vorherzusagen und in einem rätselhaften Hexenhaus lebt. Hääh? Was hatte das in diesem Buch verloren? Oder habe ich es nur nicht verstanden???

Nur der Schluß... der ist wirklich spannend. Zwar kann man sich von Anfang an denken wer der Täter ist, aber Koontz bringt einem dazu, während des Buches seine Meinung zu ändern... um sie am Schluß - zur großen Überraschung - noch einmal ändern zu müssen... darum sind 3 Sterne o.k.
Trotzdem, ein Buch das den Titel "Irrsinn" trägt MUSS einfach wesentlich spannender sein, als dieses.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Solide, aber mehr nicht, 18. April 2013
Von 
Sarah F. - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Irrsinn (Taschenbuch)
Billy Wiles leben ist recht einsam. Er arbeitet zwar als Barkeeper, aber nachdem seine Freundin vergiftet wurde und im Koma liegt, muss er sich beschäftigen und nicht langweiligen Dingen hingeben. Er geht arbeiten, redet mit den Bewohnern der Kleinstadt, besucht seine Freundin regelmäßig, und werkelt an seinem Haus herum. Eines Tages hängt jedoch an seiner Windschutzscheibe eine Nachricht. Er soll auswählen, ob eine alte, religiöse, hilfsbereite Dame oder eine Lehrerin sterben soll. Sechs Stunden hat er Zeit sich zu entscheiden, dann passiert der Mord nach seinen Wünschen. Geht er zur Polizei entscheidet er sich für die Lehrerin, sonst für die alte Dame. Obwohl er seinen Freund, der bei der Polizei ist, darauf anspricht, halten sie es beide für einen Scherz. Am nächsten Tag ist jedoch eine Lehrerin brutal ermordet worden. Auch nun soll er sich wieder entscheiden. Diesmal ein Alleinlebender oder eine Mutter mit zwei Kindern. Als diesmal sein Polizisten-Freund ermordet wird, ist klar, dass der Spinner ganz in der Nähe sein muss. Die Briefe lassen jedoch nicht nach und als am nächsten Tag ein Bote mit ihm reden soll, dieser jedoch bei ihm umgebracht wird, und der eigentliche Mörder, die Polizei informiert, weiß er, dass es ihm bald an den Kragen geht, wenn er es nicht zu verhindern weiß. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, denn sein nächstes Opfer ist schon bald angekündigt.

'''Sarahs Meinung'''
Dean Koontz ist ein Autor der mir damals in meiner Buchpaket-Zeit unter die Finger gekommen ist. Ich empfand seinen lebendigen Stil und die Spannung die er verbreitet so unglaublich gut. „Die Kälte des Feuers“ hatte mich in den Bann gezogen, und so habe ich mir einige andere Werke ertauscht, die mich jedoch nicht so überzeugen konnten. Irrsinn ist das letzte ungelesene Werk in meinem Buchregal, welches mich jedoch auch am Meisten reizte.

Der Einstieg in das Buch ist dem Autor beispielhaft gelungen. Ich lernte die Figuren und besonders Billy an seinem Arbeitsplatz kennen. Anfänglich war Billy eine logische, weder sympathisch, noch unsympathische Figur, die leicht merkwürdig und eigenbrötlerisch wirkte. Auch der zügige Übergang zum ersten Brief gefiel mir unglaublich gut. Genauso wie die Frage zu Billys Vergangenheit. Es baut sich schnell eine beunruhigende Spannung auf, die durch die Frage: Wie würde man selbst reagieren und was passierte damals, nur noch gesteigert werden kann. So flogen die ersten Seiten nur so an einem vorbei.

Doch irgendwann kam der Punkt, wo die Spannung langsam aber in immer größeren Schritten abnahm. Billy wird immer unsympathischer dargestellt, aber nicht weil seine Handlungen unlogisch oder albern wären, sondern einfach weil der Autor versucht die Geschichte über ihnk4 in die Länge zu ziehen, und dadurch an den völlig falschen Stellen Längen einbaut. Anfangs dachte ich, dass ich mir das einbilde, und ich vielleicht wieder mit meiner Meinung alleine dastehe, aber wie sich bei Amazon zeigt, gibt es einige, die sich über diese Längen ebenfalls aufregen. Stellt euch bitte mal folgende Situation vor. Zwei Menschen wurden gerade umgebracht und ihr hattet die Wahl. Nun wird euch ein Besuch angekündigt. Ich wäre ein nervlichen Wrack, kurz angebunden, wenn ich meinen Chef anrufen würde, um mich krankzumelden. Billy wird jedoch von seinem Chef in ein albernes Alien / Yeti Gespräch verwickelt, wo er auch noch ständig seine Meinung zum Besten gibt. Dafür hätte kaum einer einen Kopf, und solche Längen, wo man sich fragt, wie kann Billy darüber nachdenken oder sich darauf einlassen, sind es ständig.

Die Idee selbst finde ich grundsätzlich sehr gut, und man hätte daraus so viel machen können. Im Grunde sind jedoch nur die ersten beiden Nachrichten noch wirklich spannend. Danach kommen keine wirklichen Nachrichten mehr. Vieles dazwischen ist einfach unsinniges Geplänkel. Im Grunde hofft man, dass es zum Ende hin einfach einen Showdown gibt, der es in sich hat, und all das Kaugummi der ersten 300 Seiten vergessen lässt. Leider tritt dies aber nicht ein. Dramatik, Action und Angst lässt auf sich warten. Es ist zwar schlüssig und erklärt gewisse Fragen, warum Billy die Polizei nicht so mag und wer hinter den Nachrichten steckt, aber es ist irgendwie eine flache Auflösung.

Von ein paar kleinen Fehlern, wie zum Beispiel fehlerhafte Beschreibungen der Uhrzeit, wo es eigentlich kurz vor elf sein soll, schließlich war es einige Seiten vorher gerade halb elf, und doch heißt es kurz vor zehn, ist das Buch in Ordnung. Es lässt sich schön flüssig lesen, da der Stil eigentlich sehr angenehm und bildhaft ist, aber es sind eben die Längen, die dem Buch einfach die Spannung nehmen, die es dringend benötigt. Da mir diese jedoch, und sei sie nur unterschwellig vorhanden, wichtig ist, bekommt das Buch nur drei Sterne. Ich konnte dem Buch leider nichts abgewinnen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nett - mehr aber auch nicht, 4. Juni 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: Irrsinn (Taschenbuch)
Ich lese in letzter Zeit wieder recht viel. Irrsinn ist leider im Vergleich zu anderen Büchern dieses Genres nicht besonderes herausragend. Es ist nett zu lesen, fesselt jedoch nicht. Ich fühlte mich nicht in die Geschichte hineingezogen und zum Ende hin ging es irgendwie alles zu schnell.

Sprachlich ist es völlig in Ordnung. Man hätte es der Geschichte jedoch viel mehr machen können.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Er bleibt sich treu!, 5. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Irrsinn (Taschenbuch)
Wer schon wie ich einige Dean Koontz Bücher vorher gelesen hat, und diese mochte, der wird dieses Buch lieben!!

Ein sehr spannender Psychothriller mit überraschendem Ende (was ich immer wichtig finde)
Viele Wendungen und gute Charaktere sind hier zu finden!
Ein Pageturner vom feinsten!!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schwacher Koontz-Roman = immer noch besser als der Rest, 3. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Irrsinn (Taschenbuch)
Als Koontz-Fan habe ich schon sehr viele seiner Bücher gelesen, und so betrachtet ist "Irrsinn" sicher keines seiner besten.

Wie schon in anderen Rezensionen erwähnt fehlt in diesem Buch das Übernatürliche, das sonst oft eine zentrale Rolle in Koontz' Büchern spielt. Dass sich das nicht unbedingt negativ auswirken muß, hat der Autor für mich in "Eiszeit" bewiesen. Hier läuft meiner Meinung nach aber zuviel nach Schema F, die Handlungspersonen sind irgendwie durchsichtig und man kommt relativ leicht auf die Zusammenhänge. Auch die Schlußvariante kennen wir schon, z.B. aus dem B-Horrormovie "Scream".

Trotzdem, durch Koontz' einmaligen Erzählstil, durch die Einzigartigkeit seiner Bücher im Horror-Genre und nicht zuletzt auch durch das Fehlen von Alternativen kann man das Buch schon lesen, Fans werden sicher nicht enttäuscht. Ein weiterer (kleiner) Schritt für Koontz zurück zu alter Klasse, die er mit Höhepunkten wie "Mitternacht", "Schwarzer Mond", "Brandzeichen", "Dunkle Flüsse des Herzens", usw. hatte.
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4.0 von 5 Sternen ORIGINELL, 18. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Irrsinn (Taschenbuch)
Barkeeper Billy lebt zurückgezogen. Er kümmert sich um seine Verlobte, die seit Jahren im Koma liegt. Eines Tages findet er einen Zettel an der Windschutzscheibe seines Autos, die ihm die Entscheidung aufdrängt, welche von zwei Frauen umgebracht werden soll. Was Billy zunächst für einen makabren Scherz hält, entpuppt sich am nächsten Tag als schockierende Wirklichkeit. Als er weitere Nachrichten erhält, die ihn auffordern, über Leben und Tod zu entscheiden, erkennt Billy, dass dies erst der Beginn eines perfiden Spiels ist, zu dessen Spielball er sich ungewollt macht. Damit sieht er sich in seiner Passivität aufgeschreckt und zu Entscheidungen gezwungen, die ihm seine Passivität direkt wieder aufzwingen, indem ihm nur die Wahl zwischen zwei Übeln bleibt. Viel lieber als das moralische Dilemma, dem er sich ausgesetzt sieht, wäre ihm eine Gefahr, die seinem eigenen Leben gilt. Doch der Mörder mordet nicht nur aus Vergnügen; sein Plan ist es, Billy die Morde anzuhängen und ihn ins Visier der Polizei zu bringen. Während Billy sich mit immer neuen Herausforderungen konfrontiert sieht, die ihn immer tiefer in groteske und ausweglose Situationen bringen, bekommt seine psychische Architektur nach und nach Risse. Je mehr ihn die Ereignisse zum Handeln zwingen und ihm mitten hinein in den Strom des Lebens drängen, umso isolierter und verzweifelter fühlt er sich, denn die Einsamkeit, in die er immer tiefer sinkt, verziert sich immer mehr mit einer fein gedrechselten Paranoia.

Fazit: Eine unwahrscheinliche Geschichte, aber glaubwürdig konstruiert, dazu mit einem äusserst originellen Plot. Alle Protagonisten, ausser Billy, bleiben gesichtslos, denn der Autor setzt den Akzent voll auf Billys Dilemma und Ausweglosigkeit, was er sehr eindrücklich schildert, ohne die Spannung zu vernachlässigen. Leider ist der Schluss für mich sehr befremdlich und passt nicht zum Täter. Einige Ansätze laufen ins Leere, und auch überflüssige Nebenhandlungen füllen manche Seite. Doch ins Gewicht fallen diese Schwächen nicht.
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Irrsinn
Irrsinn von Dean Koontz (Taschenbuch - 1. November 2007)
EUR 8,95
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