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434 von 498 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unwiderstehlich!
Bei Ankündigung sogenannter "Buchereignisse des Jahres" ist Skepsis immer angebracht.
Trotzdem war ich neugierig auf den Erstling des Schweden Stieg Larsson, der posthum erscheint, da der Autor bereits 2004 verstarb.
Und tatsächlich handelt es sich bei "Verblendung" um einen hochspannenden, perfekt aufgebauten Thriller der Extraklasse.
Dieser...
Veröffentlicht am 16. März 2006 von zeilensprung

versus
9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Spannend aber irgendwie fad
Stieg Larssons Bücher sind ein millionenfach verkauft, es gibt kaum jemanden, der noch nichts von den Büchern - oder den Filmen - gehört hat, nur mir war dieser Hype bis vor kurzem relativ unbekannt, da ich meine Bücher meist abseits der Bestseller-Listen auf Flohmärkten und in Antiquariaten kaufe. Zufälligerweise fand sich beim Umräumen...
Vor 15 Monaten von Woingenau veröffentlicht


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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Spannend aber irgendwie fad, 2. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Verblendung (Taschenbuch)
Stieg Larssons Bücher sind ein millionenfach verkauft, es gibt kaum jemanden, der noch nichts von den Büchern - oder den Filmen - gehört hat, nur mir war dieser Hype bis vor kurzem relativ unbekannt, da ich meine Bücher meist abseits der Bestseller-Listen auf Flohmärkten und in Antiquariaten kaufe. Zufälligerweise fand sich beim Umräumen das Buch "Verblendung" von Stieg Larsson im Bücherregal meiner Freundin und ich nutzte die Gelegenheit, auf den Express dieser Trilogie aufzuspringen.
Das Buch geht los, der Hauptakteur - ein ziemlich smarter, kluger, kritischer, erfolgreicher und bei Frauen beliebter Journalist - wird vorgestellt und über Umwege sowie quälend lange Nebengeschichten in den Plot eingeführt. Ein millionenschwerer, alter Geschäftsmann will das Rätsel gelöst haben, an dem er schon sein ganzes Leben knabbert: Die Entführung oder/und Ermordung seiner Nichte. Es vergehen viele viele Seiten über die Familie des Geschäftsmannes, über den Tag der Tat, Verdächtige, Anwesende, Theorien und so weiter und so fort... Zum Miträtseln taugt der Abschnitt noch nicht so richtig, denn er ist ja erst das Fundament der noch folgenden Ermittlungen und allzu spannend ist es auch nicht. Um den Überblick über alle Namen und die Familienverhältnisse - die leider durchaus wichtig sind - zu behalten, sollte sich der geneigte Leser zudem eine Ahnentafel erstellen.
Irgendwann geht's dann richtig los, der Journalist ermittelt, aber so richtig passiert nicht viel. Er guckt sich dieses an, geht jener Spur nach, trinkt Kaffee, redet mit dem damals ermittelnden Kommissar, trinkt Kaffee, lernt die ganze Sippe des Geschäftsmannes kennen, trinkt Kaffee, beginnt ein Affäre, trinkt Kaffee, eben all das, was man so macht, wenn man nicht weiß, wo man anfangen soll.
Dann wird auch über Umwege die Hauptakteurin der Trilogie in die Geschichte eingeflochten; vermutlich, um die Langeweile ein wenig zu überbrücken, denn der Journalist und sie landen bald im Bett. Außerdem ist sie als Charakter furchtbar interessant: Als Gegenentwurf zum Journalisten (ein leicht verruchter Stiefmutters Liebling) ist sie sozial inkompetent, vorbestraft, aufmüpfig, trotzköpfig und mit einer mir-ist-beinahe-alles-egal-Attitüde ausgestattet. Zum Glück ist sie aber immerhin hochintelligent, besitzt ein fotografisches Gedächtnis und hat das Hacking quais neu erfunden. Hilft natürlich, wenn man einen Fall lösen will. Ich finde, dass der Larsson es sich so viel zu einfach macht. Seine Hauptakteure können ja alles, da muss er ja nichts mehr können. Das mag ein wenig übertrieben sein, aber so richtig habe ich mich mit dem Ermittler-Team einfach nicht anfreunden können, denn sie wirkten auf mich zu konstruiert, die Laster zu gewollt und die "Liebesgeschichte" zu aufgesetzt.
Dann auf einmal, es wird endlich spannend, es passiert was, kaputte Autos, Perverse, biblische Rätsel, Schüsse aus dem Hinterhalt, was will man mehr? Der Knackpunkt der Geschichte huschte jedoch an mir vorbei als wäre nichts gewesen und auf einmal war die Action sowas von im Rollen und ich konnte mir auch nach mehrmaligen Nachlesen keinen wirklichen Reim darauf machen, wie wer auf die Lösung gekommen ist, die den nächsten Schritt bedingt hat... Schade! Egal! Weiter im Geschehen, es geht voran, Nebenschauplätze werden beleuchtet, es wird noch weniger geruht, noch mehr Kaffee getrunken, es wird ein bisschen blutig, dann kommt eine interessante Wendung und der erste Teil ist vorbei.
Es ist ein durchaus dickes Buch mit einer großen Geschichte, die zwar spannend ist, aber durch viel zu viel Trara, Konfetti, Scheinwerfer und Nebel künstlich aufgebläht wurde, um als Ausgangspunkt einer Trilogie dienen zu können.
Zugegeben: Es reizt mich, weiterzulesen und zu lesen, was mit den beiden passiert, aber ich befürchte, dass der Inhalt dieses Buches in den kommenden Bänden noch mal auf's Gründlichste dargelegt werden wird und ich mir die ganze Zeit mehr Authentizität wünschen werde. Wie dem auch sei: Es ist gute Lektüre für einen nächtlichen Flug oder einen Tag am Strand, für die Busfahrt zur Arbeit oder für das Wartezimmer beim Hausarzt, aber vom Hocker gehauen hat sie mich keineswegs.
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434 von 498 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unwiderstehlich!, 16. März 2006
Rezension bezieht sich auf: Verblendung (Gebundene Ausgabe)
Bei Ankündigung sogenannter "Buchereignisse des Jahres" ist Skepsis immer angebracht.
Trotzdem war ich neugierig auf den Erstling des Schweden Stieg Larsson, der posthum erscheint, da der Autor bereits 2004 verstarb.
Und tatsächlich handelt es sich bei "Verblendung" um einen hochspannenden, perfekt aufgebauten Thriller der Extraklasse.
Dieser Kriminalroman ist eine unwiderstehliche Mischung aus "Cupido" von Jilliane Hoffman und den besseren Wallander-Romanen von Henning Mankell.
Im Mittelpunkt steht der Journalist Mikael Blomqvist, dessen ansonsten tadelloser Ruf nach Enthüllungen über die Geschäftspraktiken eines Großindustriellen angeschlagen ist. Da kommt ihm das Angebot eines alten Patriarchen, der mit Mühe die Reste seines Konzerns zusammenhält, gerade recht. Für den alten Mann soll Blomqvist ein Rätsel der Familiengeschichte der Vangers lösen.
Mehr als dreißig Jahre zuvor verschwand bei einem Familienfest die damals dreizehnjährige Nichte. Noch immer erhält Hendrik Vanger zu seinem Geburtstag von ihr ein Geschenk, dabei sprechen alle Indizien dafür, dass sie an jenem Tag einem Verbrechen zum Opfer fiel. Mikael Blomqvists Ermittlungen bekommen eine ganz neue Richtung, als er die Hilfe einer jungen Privatdetektivin annimmt und mit ihr in einer Familiengeschichte herumwühlt, die mehr als nur die eine sprichwörtliche Leiche im Keller zu bieten hat...
Über 750 Seiten führt einen der Autor immer wieder auf falsche Fährten, in Untiefen und Abgründe.
Dieses Buch ist zugleich ein psychologisches Meisterstückchen als auch ein sorgfältig recherchierter Wirtschaftskrimi.
Sehr lange hat mich kein Kriminalroman mehr so begeistert, gleichzeitig so in Atem gehalten wie eben dieses Buch von Stieg Larsson, in dessen Nachlass noch zwei weitere Kriminalromane auf die Veröffentlichung warten.
Unverbraucht frisch, ungeheuer spannend und doch mit allen klassischen Attributen eines guten Kriminalromans versehen ist "Verblendung" absolut empfehlenswert.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ich hab definitiv mehr erwartet, 13. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Verblendung: Schall & Wahn (Audio CD)
Worum geht es:

Durch eine scheinbare Intrige verliert Mikael Blomkvist beinahe alles was er sich jahrelang aufgebaut hat: In einer Enthüllungsstory prangert er die Machenschaffen eines landesweit berühmt-berüchtigten Geschäftsmannes an, nur auf Grundlage der Aussage eines alten Bekannten, und muss schnell erkennen dass er sich damit ziemlich in die Nessels gesetzt hat. Doch neue Arbeit bleibt nicht lange aus, denn ein anderer prominenter Geschäftsmann bittet ihn, für ihn zu arbeiten, in einer Sache die ebenso heikel wie aussichtlos erscheint: Vor etlichen Jahren verschwand die junge Hariet spurlos vom Anwesen der Familie, und kann nur das Opfer eines Verbrechens geworden sein, bei dem jeder Tatverdächtig ist. Doch die Tat liegt Jahre zurück, und die Indizien sind sperrlich. Trotzdem versucht sich Mikael an dem Fall.

Gemeinsam mit Lisbeth, einer rebellischen jungen Frau, taucht er in die Familiengeschichte ein, und fördert schreckliches zu Tage.

Meine Meinung:

Als wirklich spannend kann man es nicht bezeichnen, wie das Buch beginnt. Denn die ganze Anfangsgeschichte um Mikael Blomkvist ist zwar schon irgendwie interessant, plätschert aber mehr oder weniger nur vor sich hin. Keine blutigen Morde, keine grausamen neuen Erkenntnisse, keine überraschenden Wendungen, wie man es sonst von anderen Thrillern gewohnt ist. Erst nach gut 3-4h Hörbuchdauer, nimmt die Geschichte fahrt auf, und die Dinge beginnen sich zu entwickeln. Für meinen Geschmack leider zu spät.

Ab diesem Zeitpunkt wird die Story wesentlich mitreißender, bis zur schockierenden Aufklärung des Falls Harriert Wanger, aber bleibt dennoch nur mittelmäßig.

Grund dafür ist vermutlich die totale Sterotypisierung der Charaktere: Mikael und Lisbeth könnten so wie sie sind, aus der Geschichte geschnitten und in jede andere x-beliebige wieder eingesetzt werden. Beide sind Charakter die man schon 100 gesehen zu haben scheint. Vor allem aber ihre scheinbaren Superkräfte und Agentenmethoden an einfach JEDE Info zu kommen, lassen diese junge und sooo klischebehaftete junge Frau doch eher lächerlich als glaubwürdig erscheinen.

Ansonsten wird man aber doch sehr gut unterhalten, was vermutlich auch stark an dem Sprecher liegt: Dietmar Bär ist einfach ein begnadeter Sprecher, der der Geschichte den Schliff gibt, den der Autor versäumt hat. Dennoch hätte man den Verlauf gut und gerne um 100-200 Seiten kürzen können, ohne irgendwas an weltbewegender Handlung zu vermissen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Faszinierender Wirtschaftskrimi, 5. Mai 2009
Von 
Leselust - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Verblendung (Taschenbuch)
Ein schwedischer 688 Seiten-Krimi. Es geht um den Journalisten Mikael, der als Mitherausgeber eines politischen Magazins von Enthüllungsjournalismus lebt. In seiner journalistischen Arbeit ist er gezielt gelinkt worden und auf Falschinformationen herein gefallen. Sein guter Ruf ist ruiniert, ein Gericht verurteilt ihn sogar zu einer kurzen Freiheitsstrafe. In dieser Situation ist er psychisch, beruflich und finanziell auf einem Tiefpunkt seines Lebens angelangt. Da macht ihm überraschend ein 82 jähriger Großindustrieller ein Angebot. Er soll das Verschwinden seiner Lieblingsnichte aufklären, nach der seit 43 Jahren vergeblich gesucht wird. Mikael willigt ein und zieht für ein Jahr nach Norrland in ein Holzhaus am Meer.

Als seine Mitarbeiterin für die Recherchen wird Lisbeth, eine junge Frau engagiert, die sich am Rande der Gesellschaft in der Hacker-Szene bewegt. Beide, Mikael und Lisbeth sind faktisch Outlaws, Außenseiter der schwedischen Gesellschaft. Ihre Ermittlungen und Recherchen werden von Stieg Larsson minutiös beschrieben. Faszinierend ist, dass bei allen Ermittlungen keine Polizei beteiligt ist. Ein (Wirtschafts) Krimi ganz ohne Kommissar, Inspektor und Staatsanwalt - das ist ungewöhnlich.
Mikael und Lisbeth klären das Verschwinden der Nichte des alten Mannes auf und bringen anschließend noch den Wirtschaftskriminellen zur Strecke, der Mikael in den beruflichen Ruin getrieben hatte.
Ich habe dieses Buch - auch gerade wegen der ausführlichen Charakterstudien der handelnden Personen - mit Spannung und Interesse gelesen.

Kritikpunkte? Ja, die gibt es:
Der allgemeine Trend in der Krimiszene zum Serienmörder. Ein mikriger Mord reicht nicht, müssen schon eine Handvoll sein, besser noch ein Dutzend - und auch das reicht nicht - 40 Morde - das ist doch schon was. Und diese 40 Morde geschehen natürlich unter unvorstellbaren grausamen Umständen. Diesen Trend der Krimiautoren zur immer mehr Ermordeten und zu immer größerer Grausamkeit widert mich an. Genauso wie die genüsslich beschriebenen SM-Gewaltszenen, die in diesem Buch immer wieder auftauchen. Hier geschieht nichts im Einverständnis unter Erwachsenen, hier wird Menschen - völlig überflüssig für den Erzählstrang - extreme Gewalt angetan.
Was viele Rezensenten vor mir schon anmerkten: Der Buchtitel hat überhaupt nichts mit dem Inhalt des Buches zu tun. Er ist ein totaler Fehlgriff des Verlages. Es hört sich vielleicht im Zusammenhang mit den beiden anderen Büchern von Stieg Larsson, "Verdammnis" und "Vergebung" ganz gefällig an - aber "verblendet" ist im vorliegenden Krimi niemand. Höchstens der Lektor des Heyne Verlages, der sich den Titel ausgedacht hat.
Noch ein Kritikpunkt: Der Plot - der Erzählstrang. Nachdem der Massenmörder entlarvt und das Verschwinden der Nichte aufgeklärt wurde, fällt die Spannung im Buch von Hochspannung auf mäßige Spannung ab. Die letzten 100 Seiten des Krimis können mit den ersten 500 nicht ganz mithalten. Das ist schade und meines Erachtens ein handwerklicher Fehler des leider viel zu jung gestorbenen Autoren.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Genial langweilig, 27. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Verblendung (Taschenbuch)
Ich habe mich lange geweigert, mit der Trilogie anzufangen.
Doch irgendwann habe ich es doch gemacht, weil ich grad kein anderes Buch zur Hand habe.

Ich finde, man muss es gelesen haben. Es ist sehr lang und es dauert etwa 350!! Seiten, bis etwas Spannendes passiert. Vorher würde ich es als Charakter- und Hintergrundsvorstellung bezeichnen. Ich will nicht sagen, dass es nicht langweilig ist, aber irgendwie musste ich trotzdem weiterlesen. Ich fands gut, obwohl es so umfassend war. Es hatte mal was erfrischendes, weil es so in sich geschlossen war. Die Personen hatten einen "normalen" Tagesablauf, hatten so reagiert, wie man es erwartet hätte.

Es gibt im Grunde genommen zwei Handlungen. Einmal um die verschwundene Harriet und einmal um die Wennerström-Affäre. Beides ist spannend geschrieben. Besonders das Rätsel um Harriet mit toller Wendung.
Obwohl es viele Charaktere gibt, war ich nie verwirrt bzw. musste mich fragen, wer war das noch gleich?

Was ich nicht so toll fand: Die eigentliche Handlung um Harriet hätte viel länger sein dürfen. Dafür hätte der Autor etwas vom Anfang nehmen können. Die Auflösung war mir dann nämlich zu plötzlich. Alles wurde exakt ausgearbeitet und dann, wenn es zur Lösung kommt, passiert dies von jetzt auf gleich.

Alles in allem ist das Buch etwas für die, die Geduld haben, etwas suchen, was auch einen soziopolitischen und ernsten Hintergrund hat, und Lust auf interessante Charaktere hat.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Herausragend,aber nicht Spitze, 12. Oktober 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: Verblendung (Taschenbuch)
Das Buch hat mir sehr gut gefallen.Zunächst werden über gut 100 Seiten die Schauplätze und Personen vorgestellt,für mich etwas zu sperrig und langatmig.Dann entwickelt sich die Handlung über die nächsten 250 Seiten,also bis zur Hälfte,langsam,wobei jedoch im Erzählstrang Reporter und Mordermittlung eine schöne Atmosphäre entwickelt wird,bei der Ermittlerin gehts dagegen mit Vergewaltigungen und Folter schon heftiger zu.Die Ermittlung auf der Insel ist ein klassisches Indizienpuzzle,das ab der Hälfte immer mehr Fahrt aufnimmt,dazu kommts zur Lebensbedrohung,dann auch zum körperlichen Kampf.Nachdem das Mordrätsel gelöst ist,werden die restlichen ca.100 Seiten darauf verwendet,den bösen Wirtschaftsboss in der Tonne zu treten.
Die Mordgeschichte ist sehr spannend aufgebaut,es gibt aber wesentlich faszinierendere "Puzzles".Die Hauptpersonen werden zwar ausgiebig vorgestellt,gerade die Ermittlerin Salander,die schillerndste Figur,verhält sich danach aber garnicht als Soziopathin,sie kümmert sich in der WG sogar um den Haushalt.Ein Dreiecksverhältnis kommt auch vor,total unglaubhaft,für die Geschichte unerheblich und für den Handlungsfluss nur störend.Die ständige Kaffeetrinkerei nervt auch etwas.Insgesamt aber ein sehr unterhaltsames Buch,was oder wer hat denn keine Macken...?
Übrigens hat mir der Film sehr gut gefallen,dort sind die störenden Elemente nicht drin,die Handlung ist sinnvoll "abgespeckt" und leicht verändert,wäre das Buch so,hätt ich 5 Sterne gegeben.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Konsequenzanalyse, 1. September 2012
Von 
Esther (Graz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Verblendung (Taschenbuch)
Auch Wirtschaftsjournalist Mikeal Blomkvist ließ sich verleiten, Wennerström, einen Wirtschaftskapazunder ans Messer vgl. die Presse zu liefern - allein die Fakten und Beweise waren getürkt. Als Verleumder vor Gericht in Stockholm verurteilt, schwört dieser Rache an Wennerström, die ihm auch knapp ein Jahr später gelingen wird - doch nicht ohne Motivation und Hilfe.

Erstere kommt unvermutet durch den alten, bereits in Ruhestand getretenen Konzernleiter Vanger, der seit Jahrzehnten das spurlose Verschwinden - er denkt, es war Mord - seiner Nichte Harriet aufzudecken versucht - erfolglos. Zweitere durch die exzentrische, in sich gekehrte, aber konsequente Lisbeth Salander - eine unbeschreibliches Hacker-Talent - an der keine Spur unbemerkt vorübergeht.

Blomkvist verkriecht sich beinahe ein Jahr auf Hedeby um unter dem Vorwand eine Familienchronik der Vangers zu schreiben, das Verschwinden von Harriet in den späten Sechzigerjahren zu recherchieren.

Die Suche nach des Rätesls Lösung rund um Harriets Verschwinden beginnt erst nach etwa einhundert Seiten, und dennoch ist hier nicht mit Längen zu rechnen. Der Roman fesselt von Beginn an und lässt auch nicht los bevor alle Karten auf dem Tisch liegen. Er besticht durch seine Helden (denn das muss unverblümt gesagt werden: hier gibt es die eindeutig Guten und die unverkennbar Bösen) und die Verschlagenheit und den Größenwahn der Übeltäter.

Der Fall Harriet Vanger kann gelöst werden - früher als erwartet, doch auch ein zweiter kriminologischer Fall lässt nicht auf sich warten - schließlich ist Blomkvist für zünftige Rache gut! Und wie gern sieht man doch die Bösewichte in ihre eigenen Fallen tappen!

Echte Krimiempfehlung!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Sehr langatmig...., 22. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Verblendung (Gebundene Ausgabe)
Über den Inhalt des Buches wurde hier schon viel geschrieben, darum geh ich nicht näher darauf ein. Ich möchte vielmehr über mein "Lese-Empfinden" schreiben, um das es ja meiner Meinung nach letztendlich geht.
Ich bin enttäuscht von dem Buch! Hab es mir von einer Freundin geliehen, weil es ja so hochgelobt wird, und hätte sie mir nicht gesagt, ich müsste unbedingt weiter lesen, hätte ich abgebrochen.
Erst nach über 100 Seiten wird überhaupt klar, um welches Verbrechen es sich handelt und erst nach rund 400 Seiten wird das Buch für mich spannend!
In meinen Augen ergeht sich der Auto übermäßig in den Beschreibungen der vielen Personen, Landschaften usw., dass die ganze Geschichte unnötig zäh wirkt. Ich bin noch mit mir am Hadern, ob ich mir den 2. Teil "antun" soll, den 1. Teil lese ich ganz sicher kein 2. Mal. Die 2 Sterne gebe ich für die letzten knapp 300 Seiten, wo der Krimi dann endlich auch zum Krimi wird.
Ich hab schon viele Krimis gelesen, die 1000x packender sind...
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Naja... Kann den Hype nicht verstehen, 15. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Verblendung (Taschenbuch)
"Verblendung" hat mich durchschnittlich gut unterhalten. Trotz der Länge des Buches ließ es sich durchweg gut lesen, und ich war auf die Auflösung des "Rätsels" gespannt. Aaaber: So richtige Spannung kam für mich zu keinem Zeitpunkt auf. Dafür ließ mich die Geschichte am Ende doch eher kalt. Das mag auch daran gelegen haben, dass ich zu den Hauptfiguren, Mikael Blomkvist und Lisbeth Salander, keinen richtigen Zugang gefunden habe. Ihr persönliches Schicksal hat mich letztlich nicht wirklich interessiert. Die Story an sich kommt eher schwerfällig in Gang; die ersten paar hundert Seiten sind im Prinzip nebensächlich und nur dazu gedacht, dass sich der Leser besser mit Mikaels Hintergrund auskennt. Ebenso fand ich die letzten 100 Seiten überflüssig - zur Auflösung der kompletten Story sicher nicht, aber wie dieser Aspekt der Geschichte ausgeht, ist vorhersehbar.

Fazit: Nett, lesbar auf jeden Fall, aber nicht wirklich ergreifend - zumindest für mich.
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63 von 77 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Reichlich überbewertet, 6. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Verblendung (Taschenbuch)
Vielleicht lag es auch daran, dass ich nach den begeisterten, beinahe überschwänglichen Ankündigungen von Verwandten und Bekannten etwas zuviel erwartet hatte vom (vermeintlich) genialen Stieg Larsson. Erwartet hatte ich einen gut "gemachten", strukturierten, erstklassig recherchierten, Einblicke gewährenden Wirtschaftskrimi. Und die ersten 100, oder so, Seiten schienen das zu bestätigen. Dann jedoch kippt die Story um in eine "Wer von den skurrilen Verwandten auf der geheimnisvollen Insel hat die schöne Nichte des Patriarchen verschwinden lassen?"-Geschichte à la Edgar Wallace. Reiner "Whodunit?". Es wird ein bisschen hier gegraben, dort kombiniert, werden ein paar Konstellationen aufgedeckt und falsche Fährten gelegt. Alles nicht wirklich prickelnd.

Die Figuren sind mehr oder weniger Typen ohne echte innere Entwicklungsmöglichkeit. Da gibt's den erfolgreichen Business-Typen, die zickige Tante, den verschrobenen Bruder des Clan-Chefs, die Säuferin, das obligatorische "schwarze Schaf" der Familie usw. usf.. Und dann sind da natürlich die beiden Hauptfiguren, die banaler kaum dargestellt sein könnten: Der knallharte Journalist und Weiberheld, der für seine Überzeugungen in den Knast geht und jeden Beweis ausgräbt und Machenschaft aufdeckt; Und seine Partnerin, die verletzte und von der Welt enttäuschte, kalte, brutale, auf Rache sinnende Gerechtigkeitsfanatikerin Lisbeth Salander, die mit ihrem Computer (nach der gefühlt fünfhundertsten Erwähnung haben wir es kapiert: Es ist doch tatsächlich ein iBook von Apple! Und auch Blomkvist hat eins! Und auch die "Millenium"-Redaktion ist mit PowerMacs ausgestattet - es ist der reine Wahnsinn!) ALLES kann: Überall eindringen, alles herausfinden und, ohne irgendeine Spur zu hinterlassen, auch manipulieren kann. Ein weibliches Hacker-Genie! Und dazu noch bisexuell und rattenscharf. - Wer hat jemals so eine Frau getroffen?

Wie auch immer. Typen können durchaus faszinieren, wäre das Ganze zumindest noch gut geschrieben. Aber auch sprachlich-schriftstellerisch schafft es Larsson nicht übers Mittelmaß hinaus (auffallend häufig finden sich, wie bei einem Grundschüler, Wiederholungen wie "plötzlich stand dort", "plötzlich wusste er", "plötzlich war die Person wieder verschwunden" u. ä.) . Ansonsten keine Überraschungen, keine erzählerischen Finessen, ein schlichter Plot, schlicht aufgebaut, handwerklich in Ordnung, aber nicht weiter erwähnenswert und schon gar nicht herausragend oder gar sensationell, wie gerne behauptet. Und nur mäßig spannend, das sollte auf jeden Fall gesagt werden und da sollte man sich hier nichts vormachen lassen. Mir war bereits nach einem Viertel klar, wer von den Verwandten dort hochgradig verstrickt sein würde.

Natürlich kann nicht zuviel verraten werden, aber das Ende ist in der Hinsicht ganz gut geraten,als dass es eben nicht das Ende ist. Auf der anderen Seite ist es enttäuschend, weil es - einen anderen Handlungsstrang betreffend - sehr undeutlich und wage bleibt. Da hätte ich mir, unter dem Wirtschaftskrimi-Aspekt sehr viel mehr versprochen. Man hat den Eindruck, als sollte da noch schnell etwas "zu Ende" gebracht werden, was eben gar nicht zu Ende gebracht werden kann, weil es den Großteil des Buches über vernachlässigt wurde.

"Verblendung" (woher stammt eigentlich der abwegige Titel? Das Original heißt übersetzt "Männer, die Frauen hassen") ist recht solide Unterhaltung, mehr aber eben auch nicht. Großartig und von literarischer Qualität, gehaltvoll und mit einem psychologischen Moment versehen, wie der eine oder andere Roman aus der Wallander-Reihe (z. B. "Die weiße Löwin"), ist das nicht.

Die Tatsache, dass es so hochgejubelt wurde, hat ihren Grund vielleicht auch in der Aura, die das Buch umgibt: Nach dem frühen (vielleicht sogar mysteriösen?) Tod des Autors taucht ein Nachlass (natürlich eine Trilogie!) auf und es gibt diesen posthumen Welterfolg inkl. Verfilmung. Im Großen und Ganzen ist das reine Bestseller- und Pop-Literatur und in diesem Sinne reichlich überbewertet.

Zweieinhalb Sterne, aber weil bei der Bewertung leider immer noch nicht halbe Sterne erlaubt sind (wer das ändern möchte könnte, wie ich, einmal eine E-Mail an Amazon schicken) werden daraus drei.
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Verblendung
Verblendung von Wibke Kuhn (Gebundene Ausgabe - 1. März 2006)
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