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434 von 498 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unwiderstehlich!
Bei Ankündigung sogenannter "Buchereignisse des Jahres" ist Skepsis immer angebracht.
Trotzdem war ich neugierig auf den Erstling des Schweden Stieg Larsson, der posthum erscheint, da der Autor bereits 2004 verstarb.
Und tatsächlich handelt es sich bei "Verblendung" um einen hochspannenden, perfekt aufgebauten Thriller der Extraklasse.
Dieser...
Veröffentlicht am 16. März 2006 von zeilensprung

versus
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Spannend aber irgendwie fad
Stieg Larssons Bücher sind ein millionenfach verkauft, es gibt kaum jemanden, der noch nichts von den Büchern - oder den Filmen - gehört hat, nur mir war dieser Hype bis vor kurzem relativ unbekannt, da ich meine Bücher meist abseits der Bestseller-Listen auf Flohmärkten und in Antiquariaten kaufe. Zufälligerweise fand sich beim Umräumen...
Vor 13 Monaten von Woingenau veröffentlicht


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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Spannend aber irgendwie fad, 2. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Verblendung (Taschenbuch)
Stieg Larssons Bücher sind ein millionenfach verkauft, es gibt kaum jemanden, der noch nichts von den Büchern - oder den Filmen - gehört hat, nur mir war dieser Hype bis vor kurzem relativ unbekannt, da ich meine Bücher meist abseits der Bestseller-Listen auf Flohmärkten und in Antiquariaten kaufe. Zufälligerweise fand sich beim Umräumen das Buch "Verblendung" von Stieg Larsson im Bücherregal meiner Freundin und ich nutzte die Gelegenheit, auf den Express dieser Trilogie aufzuspringen.
Das Buch geht los, der Hauptakteur - ein ziemlich smarter, kluger, kritischer, erfolgreicher und bei Frauen beliebter Journalist - wird vorgestellt und über Umwege sowie quälend lange Nebengeschichten in den Plot eingeführt. Ein millionenschwerer, alter Geschäftsmann will das Rätsel gelöst haben, an dem er schon sein ganzes Leben knabbert: Die Entführung oder/und Ermordung seiner Nichte. Es vergehen viele viele Seiten über die Familie des Geschäftsmannes, über den Tag der Tat, Verdächtige, Anwesende, Theorien und so weiter und so fort... Zum Miträtseln taugt der Abschnitt noch nicht so richtig, denn er ist ja erst das Fundament der noch folgenden Ermittlungen und allzu spannend ist es auch nicht. Um den Überblick über alle Namen und die Familienverhältnisse - die leider durchaus wichtig sind - zu behalten, sollte sich der geneigte Leser zudem eine Ahnentafel erstellen.
Irgendwann geht's dann richtig los, der Journalist ermittelt, aber so richtig passiert nicht viel. Er guckt sich dieses an, geht jener Spur nach, trinkt Kaffee, redet mit dem damals ermittelnden Kommissar, trinkt Kaffee, lernt die ganze Sippe des Geschäftsmannes kennen, trinkt Kaffee, beginnt ein Affäre, trinkt Kaffee, eben all das, was man so macht, wenn man nicht weiß, wo man anfangen soll.
Dann wird auch über Umwege die Hauptakteurin der Trilogie in die Geschichte eingeflochten; vermutlich, um die Langeweile ein wenig zu überbrücken, denn der Journalist und sie landen bald im Bett. Außerdem ist sie als Charakter furchtbar interessant: Als Gegenentwurf zum Journalisten (ein leicht verruchter Stiefmutters Liebling) ist sie sozial inkompetent, vorbestraft, aufmüpfig, trotzköpfig und mit einer mir-ist-beinahe-alles-egal-Attitüde ausgestattet. Zum Glück ist sie aber immerhin hochintelligent, besitzt ein fotografisches Gedächtnis und hat das Hacking quais neu erfunden. Hilft natürlich, wenn man einen Fall lösen will. Ich finde, dass der Larsson es sich so viel zu einfach macht. Seine Hauptakteure können ja alles, da muss er ja nichts mehr können. Das mag ein wenig übertrieben sein, aber so richtig habe ich mich mit dem Ermittler-Team einfach nicht anfreunden können, denn sie wirkten auf mich zu konstruiert, die Laster zu gewollt und die "Liebesgeschichte" zu aufgesetzt.
Dann auf einmal, es wird endlich spannend, es passiert was, kaputte Autos, Perverse, biblische Rätsel, Schüsse aus dem Hinterhalt, was will man mehr? Der Knackpunkt der Geschichte huschte jedoch an mir vorbei als wäre nichts gewesen und auf einmal war die Action sowas von im Rollen und ich konnte mir auch nach mehrmaligen Nachlesen keinen wirklichen Reim darauf machen, wie wer auf die Lösung gekommen ist, die den nächsten Schritt bedingt hat... Schade! Egal! Weiter im Geschehen, es geht voran, Nebenschauplätze werden beleuchtet, es wird noch weniger geruht, noch mehr Kaffee getrunken, es wird ein bisschen blutig, dann kommt eine interessante Wendung und der erste Teil ist vorbei.
Es ist ein durchaus dickes Buch mit einer großen Geschichte, die zwar spannend ist, aber durch viel zu viel Trara, Konfetti, Scheinwerfer und Nebel künstlich aufgebläht wurde, um als Ausgangspunkt einer Trilogie dienen zu können.
Zugegeben: Es reizt mich, weiterzulesen und zu lesen, was mit den beiden passiert, aber ich befürchte, dass der Inhalt dieses Buches in den kommenden Bänden noch mal auf's Gründlichste dargelegt werden wird und ich mir die ganze Zeit mehr Authentizität wünschen werde. Wie dem auch sei: Es ist gute Lektüre für einen nächtlichen Flug oder einen Tag am Strand, für die Busfahrt zur Arbeit oder für das Wartezimmer beim Hausarzt, aber vom Hocker gehauen hat sie mich keineswegs.
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434 von 498 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unwiderstehlich!, 16. März 2006
Rezension bezieht sich auf: Verblendung (Gebundene Ausgabe)
Bei Ankündigung sogenannter "Buchereignisse des Jahres" ist Skepsis immer angebracht.
Trotzdem war ich neugierig auf den Erstling des Schweden Stieg Larsson, der posthum erscheint, da der Autor bereits 2004 verstarb.
Und tatsächlich handelt es sich bei "Verblendung" um einen hochspannenden, perfekt aufgebauten Thriller der Extraklasse.
Dieser Kriminalroman ist eine unwiderstehliche Mischung aus "Cupido" von Jilliane Hoffman und den besseren Wallander-Romanen von Henning Mankell.
Im Mittelpunkt steht der Journalist Mikael Blomqvist, dessen ansonsten tadelloser Ruf nach Enthüllungen über die Geschäftspraktiken eines Großindustriellen angeschlagen ist. Da kommt ihm das Angebot eines alten Patriarchen, der mit Mühe die Reste seines Konzerns zusammenhält, gerade recht. Für den alten Mann soll Blomqvist ein Rätsel der Familiengeschichte der Vangers lösen.
Mehr als dreißig Jahre zuvor verschwand bei einem Familienfest die damals dreizehnjährige Nichte. Noch immer erhält Hendrik Vanger zu seinem Geburtstag von ihr ein Geschenk, dabei sprechen alle Indizien dafür, dass sie an jenem Tag einem Verbrechen zum Opfer fiel. Mikael Blomqvists Ermittlungen bekommen eine ganz neue Richtung, als er die Hilfe einer jungen Privatdetektivin annimmt und mit ihr in einer Familiengeschichte herumwühlt, die mehr als nur die eine sprichwörtliche Leiche im Keller zu bieten hat...
Über 750 Seiten führt einen der Autor immer wieder auf falsche Fährten, in Untiefen und Abgründe.
Dieses Buch ist zugleich ein psychologisches Meisterstückchen als auch ein sorgfältig recherchierter Wirtschaftskrimi.
Sehr lange hat mich kein Kriminalroman mehr so begeistert, gleichzeitig so in Atem gehalten wie eben dieses Buch von Stieg Larsson, in dessen Nachlass noch zwei weitere Kriminalromane auf die Veröffentlichung warten.
Unverbraucht frisch, ungeheuer spannend und doch mit allen klassischen Attributen eines guten Kriminalromans versehen ist "Verblendung" absolut empfehlenswert.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Konsequenzanalyse, 1. September 2012
Von 
Esther (Graz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Verblendung (Taschenbuch)
Auch Wirtschaftsjournalist Mikeal Blomkvist ließ sich verleiten, Wennerström, einen Wirtschaftskapazunder ans Messer vgl. die Presse zu liefern - allein die Fakten und Beweise waren getürkt. Als Verleumder vor Gericht in Stockholm verurteilt, schwört dieser Rache an Wennerström, die ihm auch knapp ein Jahr später gelingen wird - doch nicht ohne Motivation und Hilfe.

Erstere kommt unvermutet durch den alten, bereits in Ruhestand getretenen Konzernleiter Vanger, der seit Jahrzehnten das spurlose Verschwinden - er denkt, es war Mord - seiner Nichte Harriet aufzudecken versucht - erfolglos. Zweitere durch die exzentrische, in sich gekehrte, aber konsequente Lisbeth Salander - eine unbeschreibliches Hacker-Talent - an der keine Spur unbemerkt vorübergeht.

Blomkvist verkriecht sich beinahe ein Jahr auf Hedeby um unter dem Vorwand eine Familienchronik der Vangers zu schreiben, das Verschwinden von Harriet in den späten Sechzigerjahren zu recherchieren.

Die Suche nach des Rätesls Lösung rund um Harriets Verschwinden beginnt erst nach etwa einhundert Seiten, und dennoch ist hier nicht mit Längen zu rechnen. Der Roman fesselt von Beginn an und lässt auch nicht los bevor alle Karten auf dem Tisch liegen. Er besticht durch seine Helden (denn das muss unverblümt gesagt werden: hier gibt es die eindeutig Guten und die unverkennbar Bösen) und die Verschlagenheit und den Größenwahn der Übeltäter.

Der Fall Harriet Vanger kann gelöst werden - früher als erwartet, doch auch ein zweiter kriminologischer Fall lässt nicht auf sich warten - schließlich ist Blomkvist für zünftige Rache gut! Und wie gern sieht man doch die Bösewichte in ihre eigenen Fallen tappen!

Echte Krimiempfehlung!
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144 von 177 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Packender Auftakt der Millenium-Trilogie!, 15. Oktober 2009
Von 
Amigo Del Sol "ADS" (Fürstentum Lippe) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Verblendung (Taschenbuch)
Der renomierte Wirtschaftsjournalist Mikael Blomkvist hat gerade die schlimmste Niederlage seiner beruflichen Laufbahn kassiert. Die Veröffentlichung eines Berichts über die dubiosen Geschäfte des schwedischen Wenneström-Konzerns, in seiner jungen und ambitionierten Wirtschaftszeitung "Millenium" (wo er gleichzeitig als Herausgeber fungiert, zusammen mit seiner Kollegin und Freundin Erika Berger) hat sich als haltlos erwiesen und Mikael, von den Medien als "Kalle Blomkvist" verschrien, nicht nur eine Gefängnisstrafe von 3 Monaten und ein saftiges Bußgeld eingebracht, sondern auch dem Image der Zeitschrift massiv geschadet.

Um den Schaden an der Zeitschrift "Millenium" möglichst einzugrenzen, will Mikael eine Schaffenspause einlegen und sich damit aus dem Schussfeld der Medien zurückziehen, bis sich die Lage wieder beruhigt hat. Da flattert prombt ein Angebot ins Haus: Der alternde Großindustrielle Hendrik Vanger bietet Mikael einen Auftrag an. Unter dem Vorwand eine Biografie über die Familie Vanger und den Konzern Vanger zu schreiben, soll Mikael die Spuren eines vor über 40 Jahren begangenen Verbrechens noch einmal überprüfen. 1966 ist Harriet Vanger, die Nichte von Hendrik Vanger auf dubiose Weise verschwunden. Alle Ermittlungen und möglichen Spuren verliefen im Sande. Nun wo die biologische Uhr von Hendrik Vanger anfängt zu ticken, will dieser einen letzten Versuch starten das Verschwinden von seiner Nichte Harriet aufzuklären. Mikael erhält den Auftrag die Ermittlungen von einst noch einmal zu überprüfen und nachzuvollziehen. In der Hoffnung irgendwo einen Hinweis auf ein mögliches Verbrechen zu finden. Als Belohnung bietet er Mikael nicht nur ein fürstliches Honorar an, sondern will auch Beweise über die finsteren Geschäfte des Wenneström-Konzerns auf dem Silbertablett abliefern. Mikael nimmt den Auftrag an, in der Erwartung mit wenig Aufwand, die Niederlage im Prozess doch noch in einen Sieg zu verwandeln. Unterstützung bei seinen Recherchen erhält er dabei bald von der jungen und undurchsichtigen Computerhackerin Lisbeth Salander. Gemeinsam versucht das ungleiche Pärchen die Geschehnisse von vor 40 Jahren zu rekapitulieren...

Stieg Larsson "Verblendung" und Auftakt der Millenium-Trilogie ist ein absolut fesselnder Thriller, der nach einer kleinen Vorlaufzeit schnell an Fahrt und damit an Spannung aufnimmt. Die Geschichte liefert zahlreiche Spuren und Hinweise, so dass der Leser lange im Unklaren gelassen wird. Die Zeichnung der Hauptcharaktere Mikael Blomkvist und Lisbeth Salander ist gelungen und glaubwürdig. Vor allem Lisbeth Salander ist mit ihrer unkonventionellen Verhaltens- und Denkweise eine faszinierende Romanfigur. Die Handlung an sich entpuppt sich als vielschichtiger Thriller, der vor allem durch den schreiberischen Wechsel zwischen Blomkvist und Salander lebt. Die Auflösung des Rätsels "Harriet" kommt allerdings meiner Meinung nach, etwas zu früh, so dass die Geschichte auf den letzten 200 Seiten doch ein wenig an Schwung verliert. Hier sollte man allerdings auch bedenken, dass dies nur der Auftakt einer Trilogie ist und auf den letzten Seiten schon stellenweise auf den zweiten Roman von Stieg Larsson Verdammnis: Roman hingearbeitet wird.

Insgesamt ist "Verblendung" ein packender Roman, der auf seinen über 700 Seiten nahezu komplett überzeugt und den Leser in seinen Bann zieht. Die etwas zu vorzeitige Auflösung der Haupthandlung, kommt überraschend und für meinen Geschmack etwas zu früh. Der Ausklang dieses ersten Teils ist allerdings zufriedenstellend, denn er schließt alle wichtigen Handlungsstränge ab und nimmt anschließend Anlauf für den zweiten Teil der Trilogie. Ein Sternabzug ist daher nicht notwendig.
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62 von 76 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Reichlich überbewertet, 6. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Verblendung (Taschenbuch)
Vielleicht lag es auch daran, dass ich nach den begeisterten, beinahe überschwänglichen Ankündigungen von Verwandten und Bekannten etwas zuviel erwartet hatte vom (vermeintlich) genialen Stieg Larsson. Erwartet hatte ich einen gut "gemachten", strukturierten, erstklassig recherchierten, Einblicke gewährenden Wirtschaftskrimi. Und die ersten 100, oder so, Seiten schienen das zu bestätigen. Dann jedoch kippt die Story um in eine "Wer von den skurrilen Verwandten auf der geheimnisvollen Insel hat die schöne Nichte des Patriarchen verschwinden lassen?"-Geschichte à la Edgar Wallace. Reiner "Whodunit?". Es wird ein bisschen hier gegraben, dort kombiniert, werden ein paar Konstellationen aufgedeckt und falsche Fährten gelegt. Alles nicht wirklich prickelnd.

Die Figuren sind mehr oder weniger Typen ohne echte innere Entwicklungsmöglichkeit. Da gibt's den erfolgreichen Business-Typen, die zickige Tante, den verschrobenen Bruder des Clan-Chefs, die Säuferin, das obligatorische "schwarze Schaf" der Familie usw. usf.. Und dann sind da natürlich die beiden Hauptfiguren, die banaler kaum dargestellt sein könnten: Der knallharte Journalist und Weiberheld, der für seine Überzeugungen in den Knast geht und jeden Beweis ausgräbt und Machenschaft aufdeckt; Und seine Partnerin, die verletzte und von der Welt enttäuschte, kalte, brutale, auf Rache sinnende Gerechtigkeitsfanatikerin Lisbeth Salander, die mit ihrem Computer (nach der gefühlt fünfhundertsten Erwähnung haben wir es kapiert: Es ist doch tatsächlich ein iBook von Apple! Und auch Blomkvist hat eins! Und auch die "Millenium"-Redaktion ist mit PowerMacs ausgestattet - es ist der reine Wahnsinn!) ALLES kann: Überall eindringen, alles herausfinden und, ohne irgendeine Spur zu hinterlassen, auch manipulieren kann. Ein weibliches Hacker-Genie! Und dazu noch bisexuell und rattenscharf. - Wer hat jemals so eine Frau getroffen?

Wie auch immer. Typen können durchaus faszinieren, wäre das Ganze zumindest noch gut geschrieben. Aber auch sprachlich-schriftstellerisch schafft es Larsson nicht übers Mittelmaß hinaus (auffallend häufig finden sich, wie bei einem Grundschüler, Wiederholungen wie "plötzlich stand dort", "plötzlich wusste er", "plötzlich war die Person wieder verschwunden" u. ä.) . Ansonsten keine Überraschungen, keine erzählerischen Finessen, ein schlichter Plot, schlicht aufgebaut, handwerklich in Ordnung, aber nicht weiter erwähnenswert und schon gar nicht herausragend oder gar sensationell, wie gerne behauptet. Und nur mäßig spannend, das sollte auf jeden Fall gesagt werden und da sollte man sich hier nichts vormachen lassen. Mir war bereits nach einem Viertel klar, wer von den Verwandten dort hochgradig verstrickt sein würde.

Natürlich kann nicht zuviel verraten werden, aber das Ende ist in der Hinsicht ganz gut geraten,als dass es eben nicht das Ende ist. Auf der anderen Seite ist es enttäuschend, weil es - einen anderen Handlungsstrang betreffend - sehr undeutlich und wage bleibt. Da hätte ich mir, unter dem Wirtschaftskrimi-Aspekt sehr viel mehr versprochen. Man hat den Eindruck, als sollte da noch schnell etwas "zu Ende" gebracht werden, was eben gar nicht zu Ende gebracht werden kann, weil es den Großteil des Buches über vernachlässigt wurde.

"Verblendung" (woher stammt eigentlich der abwegige Titel? Das Original heißt übersetzt "Männer, die Frauen hassen") ist recht solide Unterhaltung, mehr aber eben auch nicht. Großartig und von literarischer Qualität, gehaltvoll und mit einem psychologischen Moment versehen, wie der eine oder andere Roman aus der Wallander-Reihe (z. B. "Die weiße Löwin"), ist das nicht.

Die Tatsache, dass es so hochgejubelt wurde, hat ihren Grund vielleicht auch in der Aura, die das Buch umgibt: Nach dem frühen (vielleicht sogar mysteriösen?) Tod des Autors taucht ein Nachlass (natürlich eine Trilogie!) auf und es gibt diesen posthumen Welterfolg inkl. Verfilmung. Im Großen und Ganzen ist das reine Bestseller- und Pop-Literatur und in diesem Sinne reichlich überbewertet.

Zweieinhalb Sterne, aber weil bei der Bewertung leider immer noch nicht halbe Sterne erlaubt sind (wer das ändern möchte könnte, wie ich, einmal eine E-Mail an Amazon schicken) werden daraus drei.
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18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Dieses Buch, wird unterstützt durch Produktplatzierungen!!!, 13. April 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Verblendung (Taschenbuch)
Meiner Meinung nach völlig überbewertet. Die ersten 300 Seiten passiert wirklich NICHTS. Ich war geneigt das Buch beisete zu legen, habe es aber doch durchgehalten. Ich hatte schliesslich vorher von zig Leuten gehört, wie dolle dieses "Meisterwerk" doch ist. Die zweite Hälfte des Buches war auch ganz Okay, dafür auch die 2 Sterne.
Eigentlich ist in den anderen 1- und 2- Sterne Rezensionen bereits alles zu Inhalt, Charakteren und Schreibstil gesagt worden.

Was mich, von der generellen Langatmigkeit des Buches abgesehen, ganz subjektiv am meisten gestört hat:

-Der Autor hat garantiert eine kräftige finanzielle Zuwendung der Firma "Apple" erhalten. Ständig wird betont, das sämtliche Protagonisten mit allen möglichen Apple Produkten zugange sind. "IBook", "MacBook", "PowerBook", und wie diese ganzen wunderbaren Apple Dinger auch immer heissen mögen.

-Dauernd werden Anglizismen und seltsame englische Redewendungen genutzt, wie z.B; "off the record"(bestimmt 20 mal), oder "State of the Art". Wenn ich das Bedürfnis nach der englischen Sprache verspüre, erstehe ich ein Buch in eben jener Sprache!

-Das mit Abstand GRAUENVOLLSTE in diesem Buch ist jedoch, das gefühlt ein Viertel des Buches zum Inhalt hat, wie sich Mikael Blomkvist (oder Lisbeth Salander) Stullen schmiert. Stulle mit Leberwurst und Gurke, Stulle mit Käse und Senf, Stulle mit Mett und Zwiebel, Stulle hier, Stulle da! Dazu wird dann immer Kaffee aufgesetzt und in eine Thermoskanne gefüllt - "dann aßen sie die Brote" (Zitat ende). - NERVTÖTEND!!!
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103 von 129 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kriminalroman mit einigen bemerkenswerten Aspekten, 20. Juli 2006
Von 
Wolfgang Stroebl (Österreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Verblendung (Gebundene Ausgabe)
"Verblendung" ( Anmerkung: warum heißt das Buch im Deutschen eigentlich so ? - Im Text findet sich jedenfalls keine Erklärung !) ist eine souveräne Verflechtung mehrerer Erzählstränge. Der schwächste ist dabei sicherlich die eigentliche Kriminalhandlung: ein Ermittlerpärchen wird von einem alten Fabrikanten angesetzt, das unaufgeklärte Verschwinden von dessen Lieblingsnichte vor zig Jahren nochmals aufzurollen. Wenig überraschend, dass es in der weitverzweigten, reichen Industriellenfamilie ein paar Leichen im Keller gibt. Wer fleißig die derzeit üblichen Konfektionskrimis à la Gerritsen oder Slaughter liest, ahnt bald, worauf das Ganze hinausläuft. Nicht sonderlich originell also, wenn gleich gut geschrieben.

Ungleich interessanter erscheinen mir da andere Aspekte des Romans. Eine wohltuende Abwechslung bieten schon die beiden Ermittler: endlich einmal keine ausgebrannten Kommissare, sondern der Wirtschaftsjournalist Mikael, ein sympathisch-differenzierter Charakter mit hohem moralischem Bewusstsein, und die private Ermittlerin Lisbeth. Diese Lisbeth Salander ist für mich eine der am eindrucksvollsten geschilderten Personen der neueren Kriminalliteratur: eine junge, knochige Frau, übersät mit Tattoos und Piercings, sozial und emotional völlig inkompetent, aber von hoher technischer Intelligenz - eine Hackerin mit photographischem Gedächtnis. Wie sich die beiden Personen näherkommen und zu einer Art Freundschaft/Liebe finden, ist meisterhaft geschildert. Und noch auf der letzten Seite des Romans versagt sich der Autor jeglichen Kitsch und zeigt plausibel, wie diese Liaison ausgehen kann.

In einer Art Rahmenhandlung hat Mikael als Reporter eines Wirtschaftmagazins massive Probleme mit einem zwielichtigen Geschäftsmann. Das bietet Stieg Larsson die Gelegenheit, Einblicke in das Wesen des Wirtschaftjournalismus zu geben und die grundsätzliche Frage zu stellen: hat der Wirtschaftsjournalist nicht die Pflicht, die Handlungen von Wirtschaftsmanagern kritisch zu hinterfragen und zu kommentieren (analog zum politischen Kommentator) - und nicht nur wie häufig üblich "Hofberichterstattung" zu betreiben ? Da spürt man das Engagement und dahinter die Meinung des Autors; und wenn das in eine spannende, abwechslungsreiche Story gepackt ist, umso besser.

Bekanntlich ist "Verblendung" der erste Teil einer Romantrilogie, nach deren Vollendung Larsson einem Herzinfarkt erlegen ist. Wenn die anderen Teile der Trilogie ähnlich groß konstruierte und interessante Geschichten und Themen bieten, dann hat Stieg Larsson mit seiner Hinterlassenschaft den Kriminalautor(inn)en des 21.Jahrhunderts die Latte ganz schön hoch gelegt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Solider Krimi / Thriller, 16. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Verblendung (Taschenbuch)
Inhalt:

Der einflussreiche Industrielle Henrik Vanger bekommt jedes Jahr zu seinem Geburtstag eine Blume geschickt. An sich nichts ungewöhnliches, wäre da nicht die Tatsache, dass dies das "Stammgeschenk" seine totgeglaubten Nichte Harriet war. Vanger engagiert den Wirtschaftsjournalisten Mikael Blomkvist mit der erneuten Recherche zu Harriets Verschwinden. Mikael gerät mit seinen Recherchen schnell in das Fadenkreuz einer skrupellosen Verschwörung.

Zum Buch:

Seit seinem Erscheinen wird dieses Buch, beziehungsweise die gesante Trilogie, als ein absolutes Highlight des Genre gefeiert. Dies kann ich leider nicht bestätigen. Dieses Buch hat eindeutig seine Stärken, aber diese sind für knappe 700 Seiten doch sehr rar gesäht. Der Schreibstil ist nur standardmäßig. Die Geschichte hatte auch keine wirklichen Überraschungen zu bieten.

Fazit:

Dieses Buch ist wirklich nicht schlecht. Aber ein wahres Highlight ist es auch nicht. Für eine Dicke von knapp 700 Seiten passiert nicht genug.

Dennoch Viel Spaß beim Lesen!

Bis bald!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lieblingsbuch!!!, 13. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Verblendung (Taschenbuch)
Hier liest man ja immer sehr viel gutes über das Buch aber auch viele Freunde haben mich darauf aufmerksam gemacht.
Und ich muss sagen das Buch ist wirklich sehr gut!

Die ersten 50 Seiten fand ich etwas langweilig da man nicht genau wusste was passiert und sehr viele Wirtschafsbegriffe genannt wurden (die vielleicht nicht jeder versteht).
Doch danach war man wie gefesselt!!! Man kann das Buch kaum aus der Hand legen wenn man mal angefangen hat zu lesen.

Anfangs sind die ganzen Namen der Familie sehr viel und man verliehrt schnell den Überblick doch mit der Zeit klappt das auch ganz gut.

Die Geschichte ist einfach super durchdacht und super spannend!

Ich kann es wirklich nur jedem empfelen dieses Buch zu lesen! Zu meinen Lieblingsbüchern gehört es schon :)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kriminalistischer Lesegenuss ohne Durchhänger, 11. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Verblendung (Taschenbuch)
Stieg Larsson ist fesselnder Erzählkünstler. Seine journalistische Profession, vor allem bei gesellschaftskritischen Themen, lassen das vorliegende Werk zu einer kriminalistischen Literatur-Droge werden, von der man nicht mehr ablassen kann. Die Einblendungen schwedischer Kriminalstatistik-Fakten auf den Untertitelseiten der vier Romanabschnitte suggerieren sogar, dass es sich um eine Reality-Dokumentation handelt.
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Verblendung
Verblendung von Wibke Kuhn (Gebundene Ausgabe - 1. März 2006)
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