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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jesus neu entdecken für das Leben, 1. März 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der Mystiker aus Nazaret: Jesus neu begegnen - Jesuanische Spiritualität (Gebundene Ausgabe)
Wer war Jesus? Wie begründet sich seine Freiheit, die seine Botschaft, sein Leben, seine außerordentliche Art, sich zu verhalten, kennzeichnet? Was kann er uns heute bedeuten, in einer Zeit, welche – wie Monika Renz treffend analysiert - die „tiefste Krise des Christentums“ durchmacht? In einer Zeit, die sich von der Sehnsucht nach dem Zurückbinden (religio) verabschiedet hat?
Diesen großen Fragen geht Monika Renz in ihrem neuesten Buch nach und beantwortet sie in einer erstaunlich gelungenen, sowohl bibeltheologisch fundierten wie menschennahen Weise, als Therapeutin, ‚Seel-Sorgerin‘ und Sterbebegleiterin‘. Jesus wird hier lebendig und nachvollziehbar zum ganz Großen und weisen Seelsorger.

Inhalt:
Die Autorin prüft die Jesusbotschaft und Persönlichkeit Jesu auf der Basis ihres entwicklungspsychologischen Konzeptes. Laut diesem entstammt jeder Mensch im Seelisch-Geistigen einem Ganzen, welches ewig gilt, als Daseinsqualität außerhalb von Raum und Zeit. Das Ich wird, indem es sich aus diesem Ganzen herauskristallisiert. Es durchläuft eine höchst verletzliche Zeitspanne, wo es sich loslöst, nicht mehr angeschlossen ist ans Ganze und doch noch „vor-ich-haft“ schwach ist. Dann erfährt es komplette Bedrohung und vollständiges Alleinsein. Renz spricht von Urangst. Aus dieser Prägung heraus entwickelt das spätere Ich Strategien der Bewältigung und Abpanzerung; man kann durchaus von Sonderung (Sünde heißt etymologisch Sonderung) sprechen. Erst im Verlaufe des Lebens kann das erstarkte Individuum den Kontakt zum Ganzen wieder aufnehmen.
Jesus hat demgegenüber die Gnade, durchwegs angeschlossen an das Ganze zu bleiben. Er nennt dieses Ganze/Gott ‚Vater‘ und setzt damit ein Zeichen der Relativierung unserer Urangst. Vater ist nicht Gegenbild zu Mutter, sondern zu Angst. Und Vater ist Beziehungsaussage! Aus diesem Sein in Gott kann Jesus sich voll Vertrauen ganz dem Augenblick zuwenden, frei von Belastendem aus der Vergangenheit, frei von quälenden Sorgen um die Zukunft, frei von Gier und Machtdenken, welche Renz als Kompensationsmuster der Urangst entlarvt. Das Jesusdrama entzündete sich nicht wegen der Juden, sondern wegen den damals Mächtigen, die genau dies verstanden noch verstehen wollten. Renz begründet ihre These vom Angeschlossensein und dem sich daraus selbstverständlich ergebenden Seligsein mit Selbstsausagen Jesu im Johannesevangelium wie: „Ich und der Vater sind eins“, aber auch mit einer einleuchtenden Deutung von Texten wie etwa den Seligpreisungen. Jesus steht unentwegt im Kontakt zu Gott. Nur punktuell gibt es Momente des Einbruchs, zum Beispiel in Gethsemane. Selbst im Leiden und Sterben zeigt sich, wie sehr Jesus angeschlossen und zugleich Persönlichkeit war: inmitten von Geisellung wusste er um seine Würde (Ja, ich bin ein König); und äußerlich besiegt, gab er seinen Geist in die Hände des Vaters.

Es geht der Autorin in all dem nie um dogmatische Aussagen. Monika Renz geht konsequent einen anderen, erfrischenden Weg, und stellt sich damit in den Gegensatz zu Joseph Razinger’s Buch über Jesus (2008), der seinerseits die Vaterbeziehung und das Johannesevangelium betont. Für Renz beginnt alles bei der Erfahrung, daraus fließt das Bedürfnis zu lieben. Auch den Tod Jesu deutet Renz als Hingabe in Freiheit ohne sadomasochistische Anklänge. Jesus, der Unverstandene, den man umbringen wollte, blieb seiner Botschaft und dem Vater treu. Er widerrief nicht, er kuschte nicht. Jesu Art zu lieben, macht die Autorin an Evangelien fest, wie etwa am Gleichnis der zwei Söhne, oder an der Liebestat der Fußwaschung. Und das Geheimnis von Erlösung deutet sie als „Anbahnung in der menschlichen Seele“. Jesus holte ein Liebesethos ans Licht, er lebte in so großer Bewusstheit und geistigen Klarheit (vgl. seinen Umgang mit den Dämonen), dass mit ihm, seinem Leben, seiner Hingabe, seinem Sterben etwas ‚angebahnt‘ ist.

Kein Ansatz wird die ganze Wahrheit Jesu jemals einfangen können. Auch der Ansatz von Monika Renz ist Deutung. Er ist jedoch verortet im direkten Erleben Jesu. Von dort schlägt die Autorin eine Brücke zu den Erfahrungen der Menschen heute. In Ihrer Begleitung mit Sterbenden darf sie immer wieder beobachten, wie etwas Heiles durchbricht. Ängste lösen sich auf, Rückbindung ans Ganze, an Gott wird neue Realität. Was das Christentum heute benötigt, ist nicht dogmatische Abgrenzung, sondern eine „Auffrischung der religiösen Sprache und Formen“ und die „Entdeckung der Spur Jesu“. Das Buch von Monika Renz ist diesem Ziel vollumfänglich verpflichtet. Ein fundiertes, ‚jesu-treues‘ und leicht lesbares Buch, auf das man lange warten musste.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen To be connected Jesuanische Mystik als Antwort auf die Krise der Kirche, 9. Februar 2014
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Rezension bezieht sich auf: Der Mystiker aus Nazareth (Kindle Edition)
Der Mystiker aus Nazareth ist eine tief fundierte Arbeit über die mystische Povenienz von Jesus Christus. Der Angeschlossene und Verbundene, der in seinem Wirken und Auftreten nicht das Angeschlossen Sein verliert. Im Leiden, in Heilen und als Politiker, Arzt
Noch einmal wird das biografische, Gewußte, Vermutete und Gesagte aus den Evangelien, einzeln betrachtet, und der Forschung unter dem Aspekt des Mystikers beleuchtet. Es erscheint eine für unsere Zeit aktuelle und notwendige Jesus Beschreibung.
Die Psychotherapeutin, Musiktheraputin und Theologin, verbindet ihre Erfahrungen mit Sterbenden und Kranken und zeichnet eine Einsicht in das Jesuanische Wirken im Leben, Krankheit und Sterben. Mich fasziniert die aufgezeigte Connection zu Vater und Himmelreich, das enstehende Wirken und welche Impulse der Christ aus der mystischen Haltung für das Leben in der heutigen Zeit in Krankheit, Sterben oder im Alltäglichen nimmt. Wie weit sind wir noch connected und wie können wir nach 2000 Jahren Christentum die ursprünglichen mystischen Linien wieder aufnehmen ohne den Kulturkreis wechseln zu müssen?
Für jeden therapeutisch oder in der Seelsorge Wirkenden ist das Buch eine wunderbare Arbeit. Theologische Arbeit und Praxis fließen hier gut zusammen. Wer einen neuen Blick auf Jesus sucht ist inspiriert.

Die Kindle Edition ist gelungren. Gut gefallen mir auch die Darstellungen innerhalb des Buches
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unbedingt lesenswert, 24. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Mystiker aus Nazaret: Jesus neu begegnen - Jesuanische Spiritualität (Gebundene Ausgabe)
Ich schließe mich meinen Vorrednern an. Ein hervorragendes Buch, das sicher dazu beitragen kann und wird, das Geheimnis um Jesus ein Stück mehr zu verstehen, auch wenn wir es sicher nie ganz erfassen können. Theologie und Psychologie werden hier auf hervorragende Weise miteinander verknüpft, laienverständlich und mit Tiefgang.
Absolut empfehlenswert !
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3 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Johannes-Evangelium tiefenpsychologisch gelesen, 17. April 2013
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Rezension bezieht sich auf: Der Mystiker aus Nazaret: Jesus neu begegnen - Jesuanische Spiritualität (Gebundene Ausgabe)
Bekanntes über Jesus von Nazareth wird gemischt mit neuen tiefenpsychologischen Einsichten v.a. aus der Arbeit mit Sterbenden. Leichter lesbar als andere Bücher der Autorin - auf alle Fälle lesenswert.
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1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hilfreiche Denkansätze, 8. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Mystiker aus Nazareth (Kindle Edition)
In diesem Buch beschreibt Monika Renz aus ihrer Arbeit in der Sterbebegleitung (Hospizarbeit) Parallelen zur Mystik, die sie wiederum auf das Jesusbild in der Bibel zurückführt. Eine interessante Ergänzung zu den christologischen Dogmenbildungen der Frühkirche.
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Der Mystiker aus Nazaret: Jesus neu begegnen - Jesuanische Spiritualität
Der Mystiker aus Nazaret: Jesus neu begegnen - Jesuanische Spiritualität von Monika Renz (Gebundene Ausgabe - 12. Februar 2013)
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