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am 17. August 2014
Das umfangreiche Werk des Prof. Söding ist eher schwer zu lesen, manche Bandwurmsätze mit zahlreichen Anmerkungen erfordern allzu große Aufmerksamkeit. Der Stil diese Jesusbuches ist schnörkellos und sachlich, die theologischen Deutungen erinnern im Duktus an Uni-Vorlesungen. Natürlich schreibt er für Studentinnen und Studenten. Die häufig genutzten Fremdworte und creativen Fremdwortschöpfungen der theologischen "Wissenschaft" erleichtern nicht gerade das Lesen. Der Autor zeigt ein profundes Wissen, speziell der Philosophie, der Bogen spannt sich von Platon bis Baudelaire und die Bezüge reichen weit darüber hinaus. Verwundernd ist, dass manchmal die Zitate falsch angegeben sind, allerdings bei der ungeheuren Fülle ok. Gute Griechischkenntnisse bei Theologen sind auch nicht selbstverständlich (Deutung des Aorist), aber es fehlt die kritische Analyse und Beurteilung der Textüberlieferung (griechisch / byzantinisch). Die Annahme der Logien-Quelle für Matthäus und Lukas ist hier zum xten Mal ohne Grundlage wiederholt worden. Die Datierung der Evangelien wird ebenso traditionell mit der Tempelzerstörung 70 verknüpft, auch wenn es für Nicht-Theologen (z.B. Altphilologen) plausible Gründe dagegen gibt. Wenn er von Jüngerinnen und Jüngern schreibt, ist das zwar politisch korrekt, aber das Geschlecht der ihm nachfolgenden "Schüler" in den Evangelien ist eindeutig männlich (Im Jahre 30 war die von den Römern beherrschte Welt nunmal anders). Bei der Exegese gibt es auch interessante Neudeutungen der Perikopen, die durchaus anregend sind. In der Auslegung ein bißchen kritisch, aber nicht zu sehr, also auch für Romtreue gut zu ertragen. Nachdem man sich durch die 600 Seiten geackert hat bleibt leider insgesamt nur der Eindruck einer wissenschaftlichen Fleißarbeit.
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am 4. Oktober 2012
Der Bochumer Neutestamentler hat gut zwei Dutzend Vorstudien zu dem vorliegenden Sammelband verarbeitet, der sich nicht nur von seiner Widmung, sondern auch von seiner Sprache her an Theologen und Theologinnen wendet. Wer mit der Frage nach dem historischen Jesus vertraut ist, wird viel Bekanntes entdecken, wenn Söding auch den Anspruch hat, die bisherige Forschung mittels einer eingehenden Untersuchung der Gedächtnisgeschichte eine Stufe weiterzuführen. Dabei ist ihm die Wirkungsgeschichte Jesu ein zentrales Anliegen, er erhebt gegen die bisherige Forschung (etwa Gerd Theißen und Annette Merz) den Vorwurf, trotz der "Fairness ihrer differenzierten Argumentationen" Jesus von seiner kirchlichen Folgegeschichte abzuschneiden (S. 8). Ich denke daher, dass Söding durchaus den Anspruch hat, mit seinem Werk einen neuen "state of the art" zu setzen. Erfüllt das Werk diese selbst gesetzte Vorgabe?
Im Prinzip jein.
Positiv hervorzuheben: die Ausführungen zu den Gleichnissen Jesu und die Behandlung seiner Wunder (hier vor allem das Thema der Dämonenbannungen) sind gut und kenntnisreich geschrieben, und haben mir immer wieder auch neue Aspekte vermitteln können. Insofern ist die Lektüre hilfreich, weil sie es ermöglicht, den aktuellen Stand der Diskussionen in der Forschung zu überblicken. Methodisch setzt Söding dabei breit an, auch philosophische und ethnologische Fragen haben in seiner facettenreichen Darstellung ihren Platz. Die Behandlung der Themen und Fragen wirkt dabei immer souverän, besonders erfreulich fand ich die zahlreichen Quellenangaben aus der Zeit des Zweiten Tempels. (Störend wirkt dann aber umso mehr, dass Kirchenväter Zitate nie nachgewiesen werden).
Aber: Eine revolutionäre Neudarstellung ist das Werk nicht, es vertieft Einsichten und verdeutlicht Perspektiven. Nicht mehr - aber eben auch nicht weniger.
Zwei kritische Rückfragen möchte ich stellen: Ist es sachlich nicht einfach falsch, im Zusammenhang mit der Bergpredigt von „Antithesen“ zu sprechen? Gerade Mt 5,17f. verbietet es meiner Meinung nach geradezu, hier mit diesem Begriff zu operieren.
Schwerwiegender erscheint mir die völlig unkritische Übernahme der von Gerhard Kittel im Theologischen Wörterbuch zum NT im Jahre 1933 aufgestellte Behauptung, die Gottesanrede Jesu habe immer „Abba“ gelautet. Gegen den textlichen Befund (Abba erscheint in den Evangelien ein einziges Mal - Mk 14,36!) behauptet Söding, dass "alles" für diese Annahme spreche (S. 568)- ohne auch nur ein einziges Argument zu bringen. Ich meine, hier wird der Selbstanspruch des Buches deutlich unterlaufen ...
Daher nur vier Sterne.
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am 21. Januar 2012
Der Verfasser erweist sich als Exeget, der methodisch versiert arbeitet, den Forschungsstand verlässlich wiedergibt, aber auch eigene Akzente setzt. Mich hat die Lektüre dazu angeregt, aufmerksamer auf die Texte der Evangelien zu hörern, die das Jesus-Ereignis erinnern.
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am 19. Februar 2016
Jesus ist eine von professionellen Lügnern erdichtete Märchenfigur. Seine Existenz ist historisch nicht nachweisbar. Götter gibt es nicht, auch hier verkauft Herr Söding Mythologie als Realität. Die Welt ist ohne die Hilfe von Märchenfiguren entstanden.

Es gibt also keine 'Verkündigung Jesu' , weder als Ereignis noch als Erinnerung.

Herr Söding lehrt Exegese, ein Euphemismus für professionelles Lügen. Das passt zu seinen Ansichten.
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