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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Anregung zur weiterführenden Beschäftigung, 25. Juni 2012
Von 
Carla - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Montessori-Pädagogik: Einführung in Theorie und Praxis (Taschenbuch)
Das Buch ist schön gestaltet, beinhaltet zahlreiche Fotografien und lädt zum Blättern ein. Die Kapitel folgen logisch aufeinander und führen systematisch in die Grundgedanken der Montessori-Pädagogik ein. Hat der Leser zunächst etwas über das Leben Maria Montessoris, ihre Beweggründe sich mit Pädagogik auseinanderzusetzen und ihre Sichtweise des Kindes erfahren, so entfalten sich ihm nun die Grundannahmen Montessoris hinsichtlich der Entwicklung und Erziehung des Kindes. Der Leser erfährt etwas über die ungeahnte Konzentrationsfähigkeit des Kindes, über die Notwendigkeit von Stilleübungen, über die Bedeutung einer vorbereiteten Lernumgebung, über Freiarbeit und das Montessorimaterial. Besondere Bedeutung, so kann er lesen, kommt der Erzieherpersönlichkeit zu, an die Montessori neue, veränderte Ansprüche stellt. Ein Kapitel ist der Werteerziehung gewidmet. Hier wird dem Leser deutlich, dass eine religiöse Ausrichtung, und damit verbunden die Wertschätzung der Natur und des ganzen Kosmos, die Friedenserziehung und das soziale Engagement Basis und Triebfeder der Montessori-Pädagogik sind. Nun erhält der Leser anhand der Darstellungen aus Kinderhaus, Grundschule und Sekundarstufe einen kleinen Einblick in den Erziehungsalltag und kann sich ein Bild machen, wie fortgeschritten die pädagogischen Entwicklungen in den verschiedenen Altersbereichen sind. Hier wird ihm vor allem klar, dass das Montessori-Modell ein sehr entwicklungsfähiges Modell ist und im Sinne Montessoris noch vieles erprobt, verbessert und realisiert werden kann. Abschließend findet der Leser eine gut gegliederte Liste, die ihm weiterführende Bücher und Videos zu den verschiedenen Themen anbietet. Ich habe durch das Buch einen sehr guten Überblick erhalten und fühle mich angeregt, mich weiterhin in die Thematik zu vertiefen.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für Eltern, Interessierte, "Einsteiger" und erfahrene Praktikerinnen&Praktiker, 7. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Montessori-Pädagogik: Einführung in Theorie und Praxis (Taschenbuch)
Mit dem Auftaktband "Montessori-Pädagogik, Einführung in Theorie und Praxis" zur neuen Reihe "Montessori Praxis" des Herder Verlages legen Tanja Pütz und Michael Klein-Landeck ein Sachbuch vor, welches sein Versprechen im Titel und Vorwort auf seine schönste Weise einlöst: Einsteigern in die Montessori-Pädagogik eine zuverlässige Orientierungshilfe zu bieten. Den beiden Autoren ist es gelungen, die theoretischen Grundlagen der Montessori-Pädagogik umfassend und in engster Verzahnung mit vorbildlichen Realisierungen in der pädagogischen Praxis darzustellen. Komplexe Zusammenhänge werden in zeitgemäßer Sprache verständlich erklärt, scheinbare Widersprüche aufgelöst sowie häufige Vorurteile gegenüber der Montessori-Pädagogik entkräftet. Darüber hinaus werden Missverständnisse und einseitige Auslegungen in der Montessori-Praxis aufgegriffen und auf jene Bereiche verwiesen, die noch weiter zu entwickeln sind. In diesem Buch wird eine überaus lebendige, anregende und reflektierende Auffassung der Montessori-Pädagogik vertreten, welche sich dem Geist der großen Reformpädagogin verpflichtet fühlt.

Das Buch gliedert sich in 13 Kapitel. Jedem Kapitel wird zur thematischen Überschrift eine geistreiche, prägnant formulierte Äußerung bzw. ein Motto vorangestellt, sodass sich der Leserin und dem Leser die Quintessenz des Kapitels sogleich erschließt. In jedem Kapitel befinden sich Zitate von Maria Montessori und anderen Persönlichkeiten, Erläuterungen und Querverweise.

Im ersten Kapitel "Wo ich bin, ist Freiheit" - Leben und Werk einer weltberühmten Pädagogin, werden Maria Montessori, ihre Ausbildungsjahre und ihr Weg von der Ärztin zur Pädagogin kompakt und übersichtlich vorgestellt.

Das zweite Kapitel "Werde, der du bist!" - das Bild vom Kind bei Maria Montessori, widmet sich der Anthropologie der großen Reformpädagogin. Maria Montessori geht darin von der Sonderstellung des Menschen in der Schöpfung aus und erklärt die Andersartigkeit des Kindes gegenüber dem Erwachsenen, seine in ihm selbst wirkende eigene Entwicklungskraft und das Streben nach Unabhängigkeit als Artspezifikum des Menschen von Geburt an. Jeder Mensch ist demnach als einzigartige Persönlichkeit angelegt und sinnt danach, sich zu entfalten. Anschließend wird Maria Montessoris Entwicklungsmodell der sensiblen Phasen mit konkreten Beobachtungen beispielhaft vorgestellt und dabei neben der scheinbaren Regelhaftigkeit der Entwicklung immer auch die Einmaligkeit und das Geheimnis des Kindes betont. Zentrale theoretische Begriffe, welche sich nicht so leicht erschließen, wie "der absorbierende Geist", "mneme", "nebule", "inkarnieren", "hormé", "Kohäsionsgesellschaft" und andere, werden in den allgemeinen Sprachgebrauch übertragen und verständlich erläutert. Spätestens hier ist klar, dass zwei sehr erfahrene Theorie-Dozenten die Feder führten, die genau wissen, wie begriffliche Barrieren verhindert werden können.

Das dritte Kapitel "Dann höre ich nur noch auf mich ..." - Polarisation der Aufmerksamkeit, dreht sich um das Montessori-Phänomen: die tiefe Konzentration.

Im vierten Kapitel "Wer erziehen will, muss erzogen werden" - Der Vorbereitete Erwachsene und die neue Erzieherpersönlichkeit, wird die komplexe Rolle der Pädagoginnen und Pädagogen beschrieben, die sich von einem herkömmlichen Rollenverständnis grundlegend unterscheidet. Statt dem Kind Lernstoff einzutrichtern, fordert Montessori: "Wir müssen dem Kind dabei helfen, selbst zu handeln, selbst zu wollen, selbst zu denken; das ist die Kunst derer, die danach streben, dem Geist zu dienen." (zitiert auf S.53). Tanja Pütz und Michael Klein-Landeck heben in diesem Kapitel hervor, dass Maria Montessori für keine verabsolutierte und einseitige Pädagogik eintrat, sondern für eine "...reflektierte Anwendung ihrer Methode mit Augenmaß und pädagogischem Feingefühl" (S. 54). Eine gekonnte Balance etwa zwischen Gewährung von Freiheit und Steuerung, von Aktivität und Passivität, von Eingreifen und Abwarten, von Verzicht auf Lob und großzügigem Beifall kennzeichnen eine gelungene Umsetzung der Theorie in die Erziehungswirklichkeit.

In den folgenden drei Kapiteln "Ein Ort der Freiheit" - Die Vorbereitete Umgebung, "Jeden Tag eine große Arbeit" - Freiarbeit in Kinderhaus und Schule, und "Schlüssel zur Welt" - Das Montessori-Material, bekommen die Leser Einblicke, wie durchdacht die gesamte Lernumgebung zwischen den Angelpunkten Freiheit und Bindung arrangiert werden muss, damit sich Kinder über die Entwicklungsfreiheit zu freien Menschen entwickeln können. Montessori-Einrichtungen schaffen so pädagogische Situationen verpflichtender Art, in denen die Chance erhöht ist, dass Kinder wirklich wollen, was sie tun, und motivierter, interessierter und erfolgreicher lernen (vgl. S. 74-47). Dass das wirklich funktioniert und wie all die Grundsätze und Prinzipien der Montessori-Pädagogik zusammenlaufen und realisiert werden können, dokumentiert ein wunderbarer Beobachtungsbericht einer Montessori-Freiarbeit auf S. 67.

Das achte Kapitel "Den verantwortlichen Menschen vorbereiten" - Werteerziehung nach Maria Montessori, widmet sich der sittlich-moralischen, religiösen, welt(en)umspannenden und existenziellen Dimension der Montessori-Pädagogik. In welcher Weise explizit und implizit die religiöse Erziehung, Kosmische Erziehung, Friedenserziehung und soziale Erziehung dem Kind Werte vermitteln, erfährt eine sachlich sehr informative und gleichzeitig praxisnahe Darstellung.

Die Kapitel neun, zehn und elf stehen ganz im Zeichen der gelebten Montessori-Praxis: "Auf den Anfang kommt es an!" - Montessori-Pädagogik in Krippe und Kinderhaus (0-6 Jahre), "Hilf mir, es selbst zu tun" - Montessori-Pädagogik in der Grundschule (6-12 Jahre), und "Ich freue mich schon auf morgen" - Montessori-Pädagogik in der Sekundarstufe (12-18 Jahre).
Diese drei Kapitel beginnen mit einer detaillierteren Übersicht über die Sensibilitätsbereiche und lassen durch lebendige und anschauliche Beschreibungen des echten Kinderhaus- und Unterrichtsgeschehens in Deutschland, den Niederlanden und den USA innere Bilder entstehen. Anschließend gehen diese Kapitel auf ganz spezifische, für die Altersstufen charakteristische Themen und Fragen ein. So erläutern Unterkapitel zum Kinderhaus das Sinnesmaterial, die Übungen des täglichen Lebens, das Verhältnis von Arbeit und Spiel und das pädagogische Konzept der Inklusion. Für die Umsetzung des Gedankens der Inklusion, d.h. der Wertschätzung der Diversität in Erziehung und Bildung, bietet die Montessori-Pädagogik die besten Voraussetzungen, wie bereits in den 1960er Jahren der Münchner Kinderarzt Theodor Hellbrügge als erster betonte und in der pädagogischen Praxis belegen konnte. Als konstruktive Kritik zu Kapitel neun sei anzumerken, dass auf die Krippe nicht näher eingegangen wird, obwohl sie im Titel angeführt wird.
Im Bereich Grundschule wird die Kosmische Erziehung als Grundstein der Schulbildung hervorgehoben, die eine neue Form intellektueller Bildung vermitteln und neue Gefühle der Menschlichkeit kultivieren soll. Von den beiden Autoren wird darauf hingewiesen, dass hier die Diskussion in Theorie und Praxis noch nicht abgeschlossen sei, soll die Kosmische Erziehung Maria Montessoris Wunsch entsprechend als Basis der Neugestaltung der Schule fungieren (vgl. S. 127). Des Weiteren wird auf die Leistungsmessung und Leistungsbewertung sowie auf das jahrgangsübergreifendes Lernen näher eingegangen. Gerade beim letzten Punkt stellt sich bei den derzeit gültigen institutionellen Rahmenbedingungen immer wieder die Frage nach der idealtypischen Organisationsform, welche schließlich nur mit individuellen Lösungen beantwortet werden kann.
Zum aktuellen Stand der Montessori Sekundarstufe - ein für die Weiterentwicklung offenes Projekt - werden unterschiedliche Schulen und Modelle vorgestellt.

Im zwölften Kapitel "...damit wir besser lernen können" erhalten die Kinder selbst das Wort und erklären "Montessori".

Es folgt als dreizehntes Kapitel der Anhang mit einer Fülle an Literatur- und Materialtipps für die Theorie und Praxis der Montessori-Pädagogik.

Dieses durchgängig mit Bildern und Graphiken illustrierte und mit Marginalien am Seitensteg ausgestattete Buch im Zweifarbendruck Schwarz/Grün eignet sich für alle hervorragend, die die Montessori-Pädagogik in Theorie und Praxis kennen lernen wollen. Tanja Pütz und Michael Klein-Landeck ermöglichen nicht nur Eltern, Interessierten und Einsteigern" einen gelungenen Einblick in die Montessori-Pädagogik. Erfahrene Praktikerinnen und Praktiker, welche ihre Kenntnisse auffrischen und auf den neuesten Stand bringen wollen, werden mit "Montessori-Pädagogik, Einführung in Theorie und Praxis" gleichwohl ihre Freude haben. Uns hier in Wien hat dieses Sachbuch überzeugt. Wir haben es in die Lehrgangsliteratur für KursteilnehmerInnen unseres Montessori-Diplomlehrganges aufgenommen.

Mag. Theresia Herbst, Wien
Theorie-Dozentin des Montessori-Österreich Bundesverbandes

Diese Rezension erschien erstmals in der Zeitschrift "Montessori Österreich", Nr. 35, Heft 1 (2012) und wurde für "Amazon" geringfügig erweitert und adaptiert. Der Dank gilt dem Österreichischen Bundesverband für Montessori-Pädagogik für die freundliche Veröffentlichungserlaubnis im Internet.
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4.0 von 5 Sternen Knapp, aber informativ, 22. März 2013
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Rezension bezieht sich auf: Montessori-Pädagogik: Einführung in Theorie und Praxis (Taschenbuch)
Für eine vertiefte Auseinandersetzung ist dieses Buch nicht geeignet, doch für einen kurzen Überblick kann ich es nur empfehlen. Sehr gut lesbar.
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5.0 von 5 Sternen Sehr empfehlenswert, 4. Februar 2013
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Rezension bezieht sich auf: Montessori-Pädagogik: Einführung in Theorie und Praxis (Taschenbuch)
Klein-Landeck und Pütz geben einen hervorragenden Einblick in die Montessori-Pädagogik.
Alle wesentlichen Bereiche des reformpädagogischen Bildungskonzepts sind abgedeckt und verständlich erklärt.
Es ist ein sehr empfehlenswertes Buch, für alle Einsteiger in die Thematik.
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4.0 von 5 Sternen Sehr aufschlussreich, 1. Dezember 2012
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Rezension bezieht sich auf: Montessori-Pädagogik: Einführung in Theorie und Praxis (Taschenbuch)
Dieses Buch gibt eine sehr aufschlussreiche Impression von der Montessori Pädagogik. Es ist verständlich und informativ geschrieben und kann auch schon Jugendlichen helfen die z.B. eine Arbeit über die Montessori - Pädagogik schreiben. Meine Tochter (15) hat das Buch zu diesem Zweck gebraucht und benutzt.Die kleinen Bemerkungen an der Seite sind sehr hilfsreich.
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Montessori-Pädagogik: Einführung in Theorie und Praxis
Montessori-Pädagogik: Einführung in Theorie und Praxis von Tanja Pütz (Taschenbuch - 27. September 2011)
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