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4.0 von 5 Sternen "Der Geist weht, wohin er will und nicht wohin das Geld es will."
schreiben die Autoren im Vorwort und gehen in dem Buch der Frage nach, ob dieses Wort aus den Evangelien noch gilt.
Das Gespräch zwischen Manfred Osten, Peter Sloterdijk und Thomas Macho geht zunächst ein auf die Geldschöpfung, die nicht mehr zu der Wertschöpfung in Verbindung steht.
Es gibt dann einen Rückblick in die Vergangenheit und...
Vor 3 Monaten von Jürgens "Bücher" veröffentlicht

versus
3.0 von 5 Sternen Zwei Pressereferenten der Sparkassen-Stiftung plaudern nett miteinander
Wer das goldene Büchlein in die Hand nimmt und sich vom übergroßen Titel "Gott, Geist und Geld" einnehmen lässt, erwartet viel - und kriegt doch recht wenig. Das Gespräch weist keinen roten Faden auf, es besteht aus Fußnoten, Anmerkungen und Ablenkungen. Jeder Versuch des Moderators, die Gegenwart zu beleuchten, wird mit Anekdoten...
Vor 11 Stunden von Gefälltes veröffentlicht


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4.0 von 5 Sternen "Der Geist weht, wohin er will und nicht wohin das Geld es will.", 13. Juni 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: Gespräche über Gott, Geist und Geld (Gebundene Ausgabe)
schreiben die Autoren im Vorwort und gehen in dem Buch der Frage nach, ob dieses Wort aus den Evangelien noch gilt.
Das Gespräch zwischen Manfred Osten, Peter Sloterdijk und Thomas Macho geht zunächst ein auf die Geldschöpfung, die nicht mehr zu der Wertschöpfung in Verbindung steht.
Es gibt dann einen Rückblick in die Vergangenheit und zwar zur Pest in Europa und wie sich von da an alles verändert hat, von der Tätigkeit des Übens am Objekt, hin zu den vielen Steigerungsspiralen der Mechanisierung, bis hin zur heutigen Finanzwelt.
Der Grundgedanke der Lombardstreet (Lombardstreet: Der Weltmarkt des Geldes in den Londoner Bankhäusern [Reprint of the Original from 1874]) wird erklärt, auf dem damals die Bankgeschäfte abgewickelt wurden und der auf Charakter basierte (ohne Charakter gibt es kein Vertrauen und ohne Vertrauen funktioniert die Wirtschaft nicht).

Man findet ferner Gedanken zur Steuerehrlichkeit von 95% der Bevölkerung und dass diese "Großzügigkeitsleistungen" im Gegenzug nicht anerkannt wird.

Zum Thema Geld findet man Gedanken von Karl Marx in dem Buch: "Das Geld als göttliche Kraft."

Mit einem schönen Wortbild wird gezeigt was die Deutschen früher unter dem Begriff Bildung zum Ausdruck brachten:
"Dass der gebildete Mensch derjenige sei, der selber ein glaubhaftes Buch darstelle und zwar eines, das beim Buchbinder war, nicht eine lose Zettelsammlung, sondern eine Mensch mit fadengeheftetem Rücken. Der Gebildete war jemand, der mit den Klassikern noch persönlich Umgang gepflegt hat." (S.45)

Manfred Osten geht kurz auf eins der Zehn Gebote ein und betrachtet dabei die Frage der Rückkopplung von Schuld und Schulden. Das Gebot:"Du sollst nicht begehren" lautet heute: "Du sollst begehren"- Schulden und Konsum sichern Wachstum und Fortschritt. Manfred Osten zeigt ferner das Vertauschen von Sphären vom Gottvertrauen zum Geldvertrauen, von der Schuld zum Schuldner, vom Glauben zum Gläubiger und vom Credo zum Kredit. (S.69)

Es folgen Gedanken zur rapiden Erosion des Geldvertrauens; zum Shopping als Religion; zum Anliegen der Medien die Ängste eher zu mehren als abzuschwächen; zur Angst vor der Zerstörung unseres Planeten (Furcht als Motivation); zum Islamismus bzw. aktivem Nihilismus (S.82f); zum digitalen Ballast bzw. Neobuddhismus sich im Internet unsichtbar zu machen. (S.92)

Das Buch endet dann mit sehr guten Gedanken zu Pascal, Kierkegaard und Nietzsche.

Fazit: Das Buch gibt ein Gespräch wieder was sich so entwickelt hat und es ist daher nicht ganz so strukturiert. Die sprunghaften Gedankengänge und die daraus resultierenden Gedanken an der einen oder anderen Stelle werden nicht jeden Leser begeistern.
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3.0 von 5 Sternen Zwei Pressereferenten der Sparkassen-Stiftung plaudern nett miteinander, 20. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Gespräche über Gott, Geist und Geld (Gebundene Ausgabe)
Wer das goldene Büchlein in die Hand nimmt und sich vom übergroßen Titel "Gott, Geist und Geld" einnehmen lässt, erwartet viel - und kriegt doch recht wenig. Das Gespräch weist keinen roten Faden auf, es besteht aus Fußnoten, Anmerkungen und Ablenkungen. Jeder Versuch des Moderators, die Gegenwart zu beleuchten, wird mit Anekdoten aus der Antike, dem Mittelalter oder dem Beginn der Neuzeit bedacht.
Am Ende fragt man sich, was das Ganze soll. Eine mögliche Antwort: Es ist ein intellektueller Zeitvertreib, eine Bestätigung elitärer Kreise, dass sie nicht nur alles richtig machen, sondern auch noch ganz viel verstanden haben. Sloterdijk und Macho wirken wie Pressereferenten der Sparkassen-Stiftung, die dieses Treffen sicherlich gut bezahlt hat. Es ist doch schön, mal mit dem Sloterdijk geplaudert zu haben später am Buffet.
Über dieses Buch hinaus: Sloterdijks weit hergeholte Erklärungen - so brillant sie formuliert sein mögen - wirken in bestimmten Kreisen affirmativ. Und das erst recht, seit er die "Revolution der gebenden Hand" angestimmt hat. Seine "Ethik der Gabe" ist genau das Märchen, das die Reichen derzeit hören wollen. Stolze Wesen, die sich großzügig zeigen würden, wären Steuern eine freiwillige Gabe.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Erstaunlich praktisch gedacht..., 27. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Gespräche über Gott, Geist und Geld (Gebundene Ausgabe)
Zwei Philosophen treffen sich zu einem von einem Kulturhistoriker moderierten Gespräch über Gott und die Welt. Wer erwartet, daß die Diskutanten hierbei den Boden des akademischen Elfenbeinturms nicht verlassen würden, irrt. Stellenweise geht es sogar außerordentlich praktisch zur Sache - etwa wenn über den Staat oder über das moderne Geldwesen sinniert wird: Wenn der Staat einmal eingerichtet ist, hat er die Tendenz, zu noch mehr Staat zu werden." Welcher mit beiden Beinen auf dem Boden stehende Zeitgenosse wollte das bestreiten? Der Wohlfahrtsstaat finanziert sich ja heute über die Grenzen der Steuereinnahmen hinaus." Dieser Satz könnte glatt aus dem Mund eines libertären Ökonomen stammen.

Auf die kontroversiell diskutierte Revolution der gebenden Hand" angesprochen, werden beide Diskutanten recht deutlich: Thomas Macho weist darauf hin, daß das Geben...eine Erfindung von Menschen war, die Einfluß und Macht gewinnen wollten." Wie praktisch, daß das Geben heute nicht mehr aus der eigenen, sondern aus fremden Taschen finanziert wird! Peter Sloterdijk diagnostiziert dagegen eine vom Staat angeordnete "Pflichtgroßzügigkeit", ohne daß auch nur einmal gefragt würde, ob die Bürger denn überhaupt großzügig sein wollen. Moralisch sei und bleibe die Steuer jedenfalls eine zweideutige Angelegenheit.

Der Vertrauensverlust in Banken und Ökonomie führe zu einer Transformation der Vertrauens- in eine Spielerökonomie, was - auch - mit der Verzehnfachung der Geldmenge im Verhältnis zur realen Wertschöpfung zu tun habe. Fragen zur Schuldnerkultur" und zum Verhältnis von Schulden und Schuld werden mit Blick auf die Religionen untersucht. Der dramatische Bedeutungsverlust der Religion führe in unseren Tagen zu einer umfassenden und unübersehbaren Werteumkehr. Heißt es in den Zehn Geboten Du sollst nicht begehren", lautet die Forderung im modernen Wohlfahrtstaat genau umgekehrt. Das Begehren (des anderen Gut) wird hier geradezu zur Tugend. Die Seelenlenkung oder Herrschaft über den Menschen durch die Furcht" (Phobokratie") sei heute nicht mehr möglich - mit weitreichenden (keineswegs ausschließlich positiven) Konsequenzen.

Sloterdijks expliziten Hinweis auf die Österreichische Schule der Nationalökonomie" (im Zusammenhang mit einer Betrachtung ökonomischer Gleichgewichtsmodelle) hätten hier wohl die wenigsten erwartet. Der Mann hat zweifellos (auch) seine wirtschaftswissenschaftlich relevanten Hausaufgaben gemacht...
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zitatenwütiger Bildungstrilog, 5. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Gespräche über Gott, Geist und Geld (Gebundene Ausgabe)
Aber mancher gute Gedanke ist drin. Das Thema wird natuerlich nicht erschöpft und auch oft verlassen, dennoch keine verlorene Zeit.
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3 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Tick Trick und Track - das assoziative Schnattern als Geist der Zeit, 13. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Gespräche über Gott, Geist und Geld (Gebundene Ausgabe)
Zu: P.Sloterdijk und Th.Macho im Gespräch mit M.Osten, Gespräche über Gott Geist Geld; Freiburg 2014

"...Reifen mit Helium-Gas aufblasen (...)
und lauter solche Dinge."
(P. Sloterdijk, Gott Geist Geld, S. 82)

"Und sich so in Eitlem befriedigen
ist selbst nur subjektive Eitelkeit."

(G.W.F. Hegel, Vorlesungen über die
Geschichte der Philosophie - als hätte
er das Herabkommen der Philosophie auf
assoziativen small talk vorausgeahnt)

I

Dies Bändchen dient, hier nachzulesen, rücksichtslos bekennenden Hardcore-Fans zum Rundumschwärmen von den neuerlichen Wohltaten eines "klaren Geistes", "bereits in seinen frühen Werken" . Oha, das ist gewagter noch als kühn, da ist selbst einer als hartgesottener Kritiker der postmodernen Denkschlamperei von Derrida & Co., der ja von daher einiges auch der leider in Schreibübungen rudelweise nacheifernden Fans gewöhnt ist, erstmal sprachlos und von den Socken...Wir reden schon von Sloto, oder ? Dem also, dem, in Marxens substanzmetaphysische Rede von den "Wertmetamorphosen" im "Kapital" bis zum reinen Schwachsinn vernarrt, in "bilderschaffender Intelligenz" bzw. wie üblich, was sonst ?, "grundstürzend" zum Geld einfällt, daß es "Materie in die Umkleide-kammer schafft" und der das, weil ihm das gar so gut gefällt, vor laufender Kamera in 5 Minuten sechsmal wiederholt. Wer`s nicht schnallt, ist ja wirklich brutal schwierig: Metamorphose = Umkleiden, und das macht man ja gemeinhin im diesbezüglichen Kammerl, ja, wie luzid funkelnd mal wieder, so wohl die Fans unisono dionysisch-besinnungslos enthusiasmiert , prosaischer aber und dafür punktgenau dran: ömmelig schnarchend geistlos, phantasierender locus communis...

II

... wie nun "Gott Geist Geld" auch. Es galt, nein, sah vielleicht einmal so aus: die Philosophie ist der Geist der Zeit, in ihr auf den Gedanken von sich gebracht. Heute gilt definitiv: da die Zeit geistlos ist ist das die Sendezeit von Sloto & Co. Hegels Glaube: "Es geht vernünftig zu" war eben nur eine Hoffnung. Sloto allein (oder mit dem wahrhaft kongenialen Alexander Kluge) ist in seiner jegliches auch nur zart konturiert Gedachte vernichtenden Metapherngeilheit ja schon völlig und nichts als unerträglich - und nun in diesem durchweg sinnlosen Doku-Bändchen (das in der Tat nichts ist als ein denkvagabúndierender "Streifzug durch die Gegenwart") zum Schwatz im Sparkassenstiftungshaus (!, Geist und Geld eben) ihm noch zwei nicht mindere Schwurbelwürger beigesellt... Da konnte nichts anderes als eine obszöne Orgie des quallenden und wabernden Als-Ob-Denkens herauskommen. Dessen Prinzip spricht Sloto unmißverständlich aus: "Ich glaube, man muss Gedanken immer weit herholen, denn das Wesen des Geistes besteht ja darin, dass er das Weithergeholte ist." (S. 8) Und das führt sich dann aus in An-Deutung und zügellosem Name-Dropping als erschlichener Be-Deutung.

III

Dies Streifen "abseits vorgedachter Pfade", der Wille zum willkürlich Eingegebenen, eben dem Weithergeholten, emanzipiert sich gründlich davon, daß das Eigentümliche der Philosophie einst war, das zu unter-suchen, was man für bekannt hält. Denn das Bekannte ist das Uner-kannte, das Nahe das Ferne. Dem möglichen Leser sei empfohlen, am Anfang beim hochstaplerisch als "Phänomenologie" verkauften Geschwall um die "Entgrenzung" genau darauf zu achten, wie sich diese Manier des Weitherholens, geradezu mechanisch abgespult, entwickelt und sich im Ping-Pong der leeren, unbestimmten Gedanken zu einem monströs anschwellenden amorphen Laberbrei ausdehnt. Hegel meinte zum Philosophieren: die Füße, die Dich tragen, stehen bereits vor der Türe. Auch das müßte er heute gründlich revidieren: mit den Plattfüßen des postmodernen Denkens wirst Du allerdings nicht weit kommen...

IV

Gott Geist Geld ? "Kraut, Rüben und Notariatsgebühren" als zwangloser Alternativtitel für das gesammelte "eine glückliche Wendung"-Zusammen-krampfen und das sich wechselseitig Überkaspern im unausgesprochen tobenden Kampf um die Krone des "Wer von uns kriegt heute den abgehobensten Kalauer und die bescheuertste Metapher hin ?" machte denksubstantiell bzw., was sein muß, muß sein, "grundstürzend" wenig Unterschied, kaum einer würde es wirklich merken. Ansonsten, um einem Fan-Anwurf gleich zuvorzukommen: es sei neidlos anerkannt, daß es für Solches einen Markt gibt. Nur ein guter Grund mehr, sich einer kritiklosen Affirmation der Bedürfnisse so wie sie gehen und stehen nicht anzuschließen und zu u.a. solcherlei Marktangebot ein schlichtes "Nein" zu sagen.

V

Und um auch das erledigend vorwegzunehmen: Ja, der Rezensent hat das Bändchen gekauft und durchgenommen - und es NICHT bereut. Denn es lief eine Wette, daß sich darin garantiert kein einziger wirklich durchdacht gedachter Gedanke findet. Sondern nur Assoziationen zur Neuzeit" als Ballspiel, S. 22 f., wonach denn (Wir müssen mit dem Spielen, was mit uns spielt. Progressive und Konservative können wir darum (!) sehr leicht nach dem Kriterium ihrer inneren Einstellung zum Ballspiel sortieren. Die Konservativen hassen die Ballspiele.") Uli Hoeneß, dem man alles Mög-liche, nur einen Haß auf Ballspiele bestimmt nicht nachsagen kann, zu den Progressiven" und nicht den Konservativen im Lande zu rechnen und Machiavelli, nach Sloto auch ein Enthusiast des Ballfangens, zum ewigen Ersatztorwart des FC Florenz zu ernennen wäre. Des Leistungsträgers" und Reichensteuerverweigerers Revolution der gebenden Hand" (S. 30) ist brettdumme zynische Apologie neoliberaler Austerity, sein Schuldgeraune verslototer Sündenfallkatholizismus & Eigentumsfetischismus der Bremer Ökonomie-Esoteriker Heinsohn Steiger. Kein Wunder, dass des-halb Sinn des Schuldenmachens" (S. 50) ausgerechnet die Rückzahlung sein soll. Davon schließlich, ganz ohne sonstige kokette Zitatandeutelei, frech des alten Heraklits alles fließt" in ein alles gleitet" zu übersetzen (S. 52) und dieses schamlose Plagiat als SEINE Slotoeigene fundamental-ontologische Erleuchtung auszugeben, schon gar nicht mehr zu reden. Kein Stück besser der durch die Eigenart, sein Reden mit der beständigen Versicherung einzuleiten, ganz tief zu bohren, auffallende Macho (so fragt er: was sind Schulden überhaupt ? Das ist eine schwierige Frage:" (S. 35) und kommt erst einmal zu gar nichts, aber zwölf Seiten später, S. 47, ist er in einem zweiten Anlauf immerhin schon soweit, dass wir dann (...) auch die Frage der Schulden neu verstehen (müssen)."); außer einmal darin, dass ihm (S.64) das unsägliche Gerede von Osten/Sloto, S. 61/62, von wegen, die Tilgung von Schulden sei tutti quanti allerorten obsolet geworden und das Nichternstnehmen von Kreditverpflichtungen gehöre fast zur Grundausstattung des zeitgenössischen Menschen, wohl denn auch zuviel wurde und ihm einfiel, dass Banken nicht dafür bekannt sind, etwas herzuschenken und daher u.a. die Vollstreckungsherbeiführung mit der Folge der massenhaften Obdachlosigkeit der Vollstreckten zu ihrem stinknormalen und ungerührt vollzogenen Geschäften gehört. Der Wettgegner wollte lauter solche Dinge" (seitenweise noch fortführbar) eines auf tiefgründelnd-genüssliche Feuilletonabschmatzung der ordinärsten Gemeinplätze und Ressentiments des affirmativen Alltagsverstandes herabgekommenen Denkens einfach nicht glauben. Konnte man als einer, der darauf setzte, nur gewinnen, eine g`mahte Wies`n, wie`s im Bayrischen so trefflich heißt, auf Sloto (einer für alle) bzw. das auf das alltägliche bloße Meinen und konservativ-altsackige Weltbefundgetratsche draufge-sattelte Weithergeholte als Prinzip seines Denkens ist doch da Verlaß...

VI

In der Positivrezension von Jürgens "Bücher" ist gelistet, was sich in dem Bändchen, blättert man sich geduldig so weiter durch, bis zum bitteren Ende dann noch so alles "findet". Nicht von ungefähr aber ist es dem Rezensenten nicht möglich, den INHALT dessen, was sich "findet", außer in Überschriften genauer darzulegen. Denn die Überschriften bzw. Kalauer sind bereits auch schon das Gedachte. Ein Windbeutel voller sachkenntnisarmer Meinungen, wie man sie auch, etwas urwüchsiger, an jedem Stammisch zu hören bekommt, zu Gott und der Welt eben. Nichts bestimmt Gedachtes, daher auch, außer als leeres Reden, nicht bestimmbar. Eines, das soll noch sein, der Highlights - schon fast einem Monty Python Talkshow-Sketch gleich - findet sich S. 81 f: "Thomas Macho (Tick): (...) Wir sind ausgerechnet bei den Anthropotechniken in ein Feld des Wettbewerbs und der Konkurrenz um die transhumanisti-schen Hilfsmittel hineingekommen, das wir so vor zwanzig oder dreißig Jahren noch gar nicht gesehen haben. Peter Sloterdijk (Trick): Das ist wahr, man hat befürchtet, dass Tour-de-France-Fahrer ihre Reifen mit Helium-Gas aufblasen oder dass das Rad eigentlich nur dann auf der Erde bleibt, wenn der Fahrer darauf sitzt, und lauter solche Dinge. Manfred Osten (Track): Vielleicht gehen wir noch einmal zurück zum Gedanken der Furcht als Motivation (...)" Hätte Osten nach Slotos sportteilbelesener Exegese zum Profi-Radlfahren als wohl DEM Paradigma der Konkurrenz um die transhumanistischen Hilfsmittel gesagt: "Und nun zu etwas ganz anderem..." wär`s perfekt und ein "luzid" für dieses hin und her und kreuz und quer zwischen Entgrenzung, gleitendem Ballspielen und Islamismus (von dem Macho, S. 83, nicht so genau" weiß, was das sein soll", wes-halb es wohl zwingend eine Form des Nihilismus" ist) tatsächlich nicht mehr zu vermeiden gewesen. So aber bleibt`s bei einem Dehoga-Stern - in dieser Denksimulation kann man, plündern wir kreativ den auf Ski den Almhang ins Tal zum Schnapseln und Seinsgrummeln mit den Inzest-Bauern hinunterbretternden Nicht-Ballspieler Heidegger, einfach nicht Heimisch-Sein.
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1 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sloterdijk Gott Geist Geld, 15. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Gespräche über Gott, Geist und Geld (Gebundene Ausgabe)
Bin sowieso Fan von Peter Sloterdijk, tut richtig gut, klaren Geist zu erleben, welcher bereits in seinen frühen Werken nach Ausdruck drang. Danke!
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Gespräche über Gott, Geist und Geld
Gespräche über Gott, Geist und Geld von Thomas Macho (Gebundene Ausgabe - 4. Juni 2014)
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