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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolut Top !
Diese Buch beantwortet manche Fragen und ist für Interessierte
durchaus ansprechend. Auch manch Kritiker sollte dieses Buch zuerst mal
lesen, dann kann er manche Sachverhalte besser verstehen.
Vor 7 Monaten von S. Brueckner veröffentlicht

versus
327 von 369 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Memoiren eines Unbelehrbaren - Kein großer Wurf
Das Buch leidet gleichermaßen am Interviewer wie am Interviewten. Der eine scheint seinen Gesprächspartner ob des ZEIT-Scoops geradezu anzuhimmeln und lässt ihm viel zu viel Selbstbeweihräucherung durchgehen. Der andere könnte sich auch ohne di Lorenzo selbst interviewen. Dem Text, der in der Zeit gekürzt und gerade noch lesbar erschien,...
Veröffentlicht am 1. Dezember 2011 von Tobi Rieder


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327 von 369 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Memoiren eines Unbelehrbaren - Kein großer Wurf, 1. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Vorerst gescheitert: Wie Karl-Theodor zu Guttenberg seinen Fall und seine Zukunft sieht (Gebundene Ausgabe)
Das Buch leidet gleichermaßen am Interviewer wie am Interviewten. Der eine scheint seinen Gesprächspartner ob des ZEIT-Scoops geradezu anzuhimmeln und lässt ihm viel zu viel Selbstbeweihräucherung durchgehen. Der andere könnte sich auch ohne di Lorenzo selbst interviewen. Dem Text, der in der Zeit gekürzt und gerade noch lesbar erschien, wird in der Länge des Buches unerträglich. Es ist und bleibt ein Pamphlet im ursprünglichen politischen Sinne. Kein großer Wurf.
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233 von 266 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Zufälle gibt's! Oder doch nicht?, 2. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Vorerst gescheitert: Wie Karl-Theodor zu Guttenberg seinen Fall und seine Zukunft sieht (Gebundene Ausgabe)
Retrospektive: Karl-Theodor zu Guttenberg taucht, nach einer 8-monatigen Zwangspause, am 19. November 2011 als "angesehener Staatsmann" und Mitglied des Washingtoner Think Tanks CSIS (Center for Strategic and International Studies) auf einer Sicherheitskonferenz in Halifax wieder auf. Zwei Tage später, am 21. November 2011, wurde bekannt, dass es sehr bald (!) ein Buch mit dem Titel "Vorerst gescheitert" geben wird, in dem Giovanni di Lorenzo, seines Zeichens Chefredakter der Wochenzeitung "Die Zeit", ihn "interviewt". Am 23. November 2011 wird das Verfahren gegen den ehemaligen Wirtschafts- und Verteidigungsminister eingestellt, als "Strafe" muss Karl-Theodor zu Guttenberg 20.000 Euro an die Deutsche Krebshilfe zahlen und bleibt im rechtlichen Sinne straffrei, da die Staatsanwaltschaft in Hof die Ansicht vertritt, er habe keinen wirtschaftlichen Schaden angerichtet. Mit diesem "Freispruch" kam mir spontan Wilhelm Schlötterers Buch "Macht und Missbrauch: Franz Josef Strauß und seine Nachfolger. Aufzeichnungen eines Ministerialbeamten" in den Sinn.

Die Medienmaschinerie läuft nun auf Hochtouren. Am Dienstagabend dieser Woche ist Enoch zu Guttenberg zu Gast bei Maischberger. Die Causa Guttenberg wird ein Tag später bei Anne Will durchleuchtet.

Wer nun jedoch unbedingt wissen will, warum Karl-Theodor zu Guttenberg "vorerst" und nicht endgültig gescheitert ist, ob er seine (Un)Taten bereut und welche Zukunftspläne er hat, kann sich mit diesem Buch auseinandersetzen. Oder alternativ mit dem "Guttenberg-Dossier" von Friederike Beck.

In der Plagiatsaffäre weist er jedwede Schuld von sich, die Schuldigen sind freilich immer die anderen (ähnlich wie in der "Gorch-Fock"- und/oder der Kundus-Affäre). Einsicht? Fehlanzeige! Reue? Fehlanzeige! Sogar von einem Plagiat will er nichts wissen. Seine Argumentation ist teilweise hanebüchen, man weiß nicht, ob darüber gelacht oder doch geweint werden soll. Giovanni di Lorenzo hackt kein einziges Mal richtig nach - investigativer Journalismus sieht anders aus.

Und dann die politischen Ambitionen Guttenbergs, die nichts Gutes erahnen lassen. Die Atlantik-Brücke lässt grüssen!

Mein Fazit: Während des Lesens hatte ich stets den Eindruck, dass das Interview nach festgelegtem Drehbuch geführt wurde. Wenn man keine Details kennt, würde man schlicht behaupten, dass dieses Buch eine peinliche Hofberichterstattung ist. Es steckt aber viel mehr dahinter.
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417 von 482 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen in der Niederlage zeigt er keine Größe, 30. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Vorerst gescheitert: Wie Karl-Theodor zu Guttenberg seinen Fall und seine Zukunft sieht (Gebundene Ausgabe)
eines ist für Karl Theodor zu Gutenberg gewiss Neuland - zu verlieren.
Das merkt man ihm an. Das versteht man, wenn man sein "Buch" liest.
Kein Wort der Entschuldigung. Nicht den Hauch von Demut. Er kartet nach - und das einzig aus Eitelkeit, verletztem Stolz und Zeitdruck. Zeitdruck deshalb, weil 2013 in Bayern Landtagswahlen sind. Er fühlt sich (immer noch) berufen, führende Rollen zu spielen. In Bayern, wo man seine Rückkehr sehnlichst erwartet, aber auch in Berlin. Er weiß, das er der einzige wäre, der Horst Seehofer den Führungsanspruch innerhalb der CSU streitig machen könnte (was mehr über den Zustand dieser Partei aussagt, als ihr Recht sein dürfte) Aber seine Wahrnehmung ist verzerrt. Er macht aus Unrecht weniger als ein Kavaliersdelikt, redet seinen Betrug klein, will uns und den anderen Politikern immer noch die Welt erklären. Und stellt sich mehr und mehr ins Abseitz. Aber da gehört er spätestens nach diesem Buch auch hin. Ich gehörte zu denen, die ihn gut fanden, erfrischend anders. Diese Meinung hat sich ins Gegenteil verkehrt. Als Politiker ist er gescheitert. Nachhaltig gescheitert.
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85 von 102 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Eigenwerbung mit nur wenig Neuem, 6. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Vorerst gescheitert: Wie Karl-Theodor zu Guttenberg seinen Fall und seine Zukunft sieht (Gebundene Ausgabe)
Das Verfahren wegen der Plagiatsvorwürfe gegen Karl-Theodor zu Guttenberg wurde mit der Auflage eine Spende an die Deutsche Kinderkrebshilfe zu zahlen eingestellt und in diversen Medien wird bereits jetzt munter KTGs Rückkehr in die Politik diskutiert, wie ich mit einiger Überraschung (ich möchte nicht direkt sagen "mit Entsetzen") feststellte. Grund genug für mich, mir mal das in Buchform erschienene und von "Die Zeit"-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo geführte Interview "Vorerst gescheitert" zu Gemüte zu führen.
Doch, obwohl ich wirklich versucht habe, unvoreingenommen an das nur rund 200 Seiten dünne Büchlein heranzugehen, bin ich enttäuscht worden. KTG erzählt wenig Neues und nutzt dieses Interview als Werbekampagne par excellence, was nicht zuletzt auch dem wenig Profil zeigenden Interviewer zu verdanken ist.

Schon im Vorwort nennt di Lorenzo die entscheidende Motivation hinter diesem Interview und formuliert sie auch noch so, dass ich sie unterschreiben könnte: "Wer also die Rückkehr des Karl-Theodor zu Guttenberg auf die politische Bühne befürchtet, der fürchtet sich nach diesem Buch vermutlich völlig zu recht."

Nur kann dieses Interview dafür einen Grundstein legen? Meiner Meinung nach ist es im Bezug auf zukünftige politische Ziele so inhaltsleer, wie es nur sein könnte, denn bis auf einige Seitenhiebe auf aktuelle Politiker und die Situation der Parteien in Deutschland bleibt zu Guttenberg zu seiner eigenen Zukunft vage. Die Selbstkritik und Reue hält sich in Grenzen, wohingegen die Opferrolle zu Guttenbergs neue Paraderolle zu sein scheint.

Diese pflegt er gleich über die gesamte erste Hälfte des Interviews ausgiebig. Selbstverständlich geht es hier vornehmlich um die Doktorarbeit: Wie konnte das nur passieren? Zu Guttenbergs Erklärungen überraschen wenig. Hektische Zeiten, berufliche Doppelbelastung und unkoordinierte, schlampige Arbeitsweise zusammen mit etwas Hochmut und fehlendem Mut die Überforderung einzugestehen und die Doktorarbeit abzubrechen führten seiner Meinung nach zu den eklatanten Fehlern. Dummheit statt vorsätzlicher Täuschung und der Tenor? - Herunterspielen und Überheblichkeit: So schlimm war das alles doch gar nicht, anderen passiert das auch und die Kommission der Uni Bayreuth war ohnehin nicht kompetent genug, um eine vorsätzliche Täuschung in seiner Arbeit beurteilen zu können. Auf mehrfache Nachfragen di Lorenzos nach bewusster Täuschung (und das sind die hartnäckigsten Phasen des Interviewführers) hat zu Guttenberg eine immer wiederkehrende einfache Antwort: Er sei nicht dumm genug, so plump zu täuschen.

Danach folgt die Werbeveranstaltung: Zu Guttenberg, das Medienopfer, dem zu wenig Zeit gelassen wurde, um nach den Vorwürfen vernünftige Stellungnahmen abzugeben. Die oft bemängelte mediale Selbstinszenierung besteht laut zu Guttenberg nur aus einer ganzen Reihe unbeabsichtigter Zufälle, Schnappschüssen und Missverständnissen. Es folgen Lobeshymnen auf seine Politik, bei der sich von Opel über Gorch Fock bis zur Bundeswehrreform fast alles ausschießlich positiv darstellen lässt, und dann eine kleine Exkursion in zu Guttenbergs Familiengeschichte, bei der besonders viel Wert auf weitverzweigte Verwandschaftsverhältnisse zu Widerständlern der NS-Zeit und private Kontakte der Familie zu diversen Politikgrößen (Kohl und Kissinger zum Beispiel) gelegt wird. Anschließend wird durch die hohen familiären Erwartungen noch ein bisschen an das Mitleid des Lesers appelliert.

Leider war dieses Büchlein damit nicht das, was ich davon erwartet hätte. Zu KTGs politischen Zukunftsplänen liest man wenig und nur am Ende ein paar Andeutungen. Vom inhaltlichen Umfang her hätte es dazu wirklich kein Buch gebraucht. Der passt auch in ein mehrseitiges Interview einer Wochenzeitschrift. Auch von zu Guttenbergs Person beziehungsweise von seiner Fähigkeit zum kritischen Umgang mit sich selbst konnte mich "vorerst gescheitert" nicht überzeugen.

So bleibt als Fazit, dass man das Interview schon als Rehabilitationsversuch mit der Motivation der politischen Wiederauferstehung lesen kann, es diesen Anspruch für mich aber nicht halten kann. Bei diesem Buch ist die Zeit, die es zum Lesen braucht, jedenfalls verschwendet. Nicht empfehlenswert.
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77 von 93 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Das wäre nicht nötig gewesen., 2. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Vorerst gescheitert: Wie Karl-Theodor zu Guttenberg seinen Fall und seine Zukunft sieht (Gebundene Ausgabe)
Von manchen Leuten möchte man einfach nichts mehr hören.
Dieses Buch ist völlig unnötig und weckt Erinnerungen an Vorkommnisse, die man lieber vergessen möchte. "Vorerst gescheitert" suggeriert, das dieser Mann noch nicht aufgegeben hat, die Wählerschaft hinters Licht zu führen und ein Comeback plant. Als Titel wäre mir daher eigentlich "Endgültig gescheitert" lieber gewesen. Einen Stern gibt es nur, da man hier keine Null Sterne vergeben kann.
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128 von 156 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Entlarvend, 30. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Vorerst gescheitert: Wie Karl-Theodor zu Guttenberg seinen Fall und seine Zukunft sieht (Gebundene Ausgabe)
Ich gebe es zu: ich war gespannt, als ich von der baldigen Erscheinung eines ausführlichen Guttenberg-Interviews gehört hatte. Auch ich bin grundsätzlich der Ansicht, dass das Einräumen einer 2. Chance auch für tief Gefallene ein begrüßenswerter gesellschaftlicher Konsens ist.
Die Sache ist nur: Es kann grundsätzlich keine zweite Chance ohne echte Reue geben. Und es gibt keine echte Reue ohne das unumwundene, ehrliche Zugeben der Verfehlungen, die einen zu Fall gebracht haben. KTG vermeidet genau dies.
Weiterhin lügt er sich seine Welt zusammen und besitzt die Dreistigkeit zu glauben, die Öffentlichkeit damit für dumm verkaufen zu können. Um über die Aufrechterhaltung seiner Trickserei hinwegzutäuschen, bedient er sich großer Worte der vermeintlichen Selbstanklage wie "größte Dummheit", "Plumpheit", "Eitelkeit".
Der einzig interessante Aspekt dieses Buches (ob er seinen Betrug zugibt oder nicht) ist damit beantwortet. Der Rest der 200 Seiten sind nichts als unerheblicher Füllstoff und Ablenkungsmanöver von dieser Kernfrage, die über seine Glaubwürdigkeit entscheidet.
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95 von 117 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ohne Worte, 1. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Vorerst gescheitert: Wie Karl-Theodor zu Guttenberg seinen Fall und seine Zukunft sieht (Gebundene Ausgabe)
Ich bin enttäuscht, von Guttenberg und Lorenzo. Guttenberg lässt jegliche Einsicht vermissen das man sein eigenes Schicksal Schmied ist. Von Lorenzo hätte ich erwartet auf ein gewisses Maß an Qualität bei einer Publikation zu achten, leider hat er sich scheinbar instrumentalisieren lassen. Wer sich dieses Buch kauft, der hat es nicht besser verdient.
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54 von 67 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ein Freiherr von Adel, doch nicht von Einsicht, 5. Dezember 2011
Von 
Ulrich Groh (Mittelhessen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Vorerst gescheitert: Wie Karl-Theodor zu Guttenberg seinen Fall und seine Zukunft sieht (Gebundene Ausgabe)
Als Erneuerer der Politik war er angetreten, zum Verfechter einer neuen Moral wurde er - keineswegs unfreiwillig - stilisiert, zum Heilsbringer, zum unbezwingbaren Hoffnungsträger von eifrigen Journalisten geschrieben, was seinem Selbstbild ebenso entsprach wie er es verstand, mit seiner Frau auf roten Teppichen medienwirksam zu glänzen, huldvoll zu grüßen und sich - ganz nebenbei natürlich - für die höchsten Staatsämter zu empfehlen.
Nun ist er an seinen eigenen Ansprüchen gescheitert. Kläglich das Bild, was Herr von und zu Guttenberg während der ihn zu Fall bringenden Affäre abgab, peinlich seine Erklärungsversuche. Peinlich? Nein. Unwürdig.

Auch einem gefallenen "Messias" müssen Fehler verziehen werden, handelt es sich doch einzig um einen Menschen, der - auf Normalmaß reduziert - eben naturgemäß nicht alles perfekt machen kann. Dann kam die Flucht in die USA. Die Läuterung, durfte gemutmaßt werden, die Selbstreflektion, die Einsicht zur Folge haben würde sowie das Eingeständnis, versagt zu haben.
Wie so viele andere habe auch ich mich dieser Vermutung hingegeben. Zur Kenntnis allerdings muss einigermaßen ungläubig genommen werden, dass der Freiherr sich auch während der kurzen Zeit im Exil keineswegs auch nur eine Minute lang in Frage gestellt haben kann. Die Lektüre des Buches, als Befreiungsschlag (miss)verstanden, offenbart eine Selbstherrlichkeit, in der für Selbstreflektion und daraus resultierender Demut keinerlei Raum zu sein scheint. Noch immer beschönigt Guttenberg nicht zu Beschönigendes, ohne den Widerspruch zu registrieren; noch immer versteht er nicht, dass Größe nicht im Verschleiern oder dem Erregen von gar Mitleid besteht, sondern im Eingeständnis, gefehlt zu haben.

Hier schreibt ein Mann, der aus den zweifellos quälenden Wochen und Monaten nichts, aber auch gar nichts gelernt hat und der zeitlebens gewohnt war und ist, dass Name, Herkunft, Vermögen und Ansehen auch jene Türen öffnen, die infolge eigener Versäumnisse klemmen und zunehmend den Ausgang versperren. Und es schreibt ein Mann, dem selbst die dem Adel zugebilligten Tugenden abhanden kamen, sofern er denn je über diese verfügte; ein Mann, der an seinem Standesdünkel scheiterte, anstatt die Chance zu ergreifen, an ebendiesem Scheitern zu wachsen.
Im Falle von Letzterem hätten sich ihm infolge seiner politischen(!) Cleverness binnen kürzester Zeit wieder viele Möglichkeiten eröffnet. So jedoch bleibt er, auf Normalmaß reduziert, ein Gescheiterter, dem es nicht gelang, aus dem überholten Unantastbarkeitswahn des Adels in einer veränderten Neuzeit anzukommen.
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117 von 148 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Der Titel gilt auch für den Inhalt, 30. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Vorerst gescheitert: Wie Karl-Theodor zu Guttenberg seinen Fall und seine Zukunft sieht (Gebundene Ausgabe)
Herr Guttenberg hat dieses Buch ja - ebenso wie seine Doktorarbeit - nicht selbst geschrieben, sondern schreiben lassen. Daher geht es sprachlich ganz in Ordnung. Allerdings fehlt der Inhalt. Ich war gespnnt, etwas neues über den Herrn Guttenberg zu erfahren, doch leider Fehlanzeige.
Es steht in dem Buch nichts drin, was wirklich lesenswert wäre.
Zur Ehrenrettung des Buches muss ich allerdings sagen, dass ich auch nix erwartet habe. Guttenberg sollte man, wenn man ihn denn ins Bücherregal stellen möchte -ich habe mein Exemplar bereits weitergegeben-, direkt neben Sarrazin und Konsorten stellen.
Ich will auch nicht über das Geld jammern, das ich umsonst ausgegeben habe, sondern darüber, dass der gewinn nicht einem guten zweck gespendet wird, da der Herr Guttenberg finanziell garantiert nicht drauf angewiesen ist.
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119 von 151 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen ZEIT-los glücklich, 30. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Vorerst gescheitert: Wie Karl-Theodor zu Guttenberg seinen Fall und seine Zukunft sieht (Gebundene Ausgabe)
Plagiate dauern bei Guttenberg 8 Jahre, ein echtes Buch von ihm zwecks Rehabilitation hätte vermutlich 80 Jahre gedauert. So viel Zeit ist aber nicht mehr, da das System Merkel kurz vor dem Exitus steht und mitsamt dem EURO in absehbarer Zeit im Orkus landen wird.

Linientreue, jederzeit kriegsbereite, stramm US-hörige Nachfolge-Kandidaten mit dem erforderlichen Bekanntsheitsgrad sind aber Mangelware. Also musste Guttenberg, in den die Hochfinanz schon soviel investiert hatte, vorzeitig aus dem US-Exil geholt werden. Mehr Zeit im intellektuellen US-Abklingbecken wäre besser gewesen, steht aber halt nicht mehr zur Verfügung.

Schon vorher wurde vorsorglich das andere Kandidaten-Plagiat, Steinbrück, reanimiert. Auch Steinbrück, der nach seiner unseligen Zeit als Ministerdarsteller hauptsächlich durch Abwesenheit im Bundestag geglänzt hatte, wurde mit Hilfe von Helmut Schmidt und der ZEIT - scheinbar verfrüht - ins Rampenlicht geschoben. Wie schon gesagt, die ZEIT drängt, der Systemcrash ist nur noch eine Frage von Monaten.

Nun also schnell noch Guttenberg. Und auch wieder mit der Hilfe der ZEIT, des offiziellen Propagandablattes für den semiintellektuellen Spießbürger mit Studienratsstelle.
Das Personal für die Demokratie-Show nach US-Vorbild wird also gerade positioniert.

Dass Guttenberg sich mangels intellektueller Fähigkeiten durch sein Buch - mit dem diesmal höchstoffizellen Ghostwriter di Lorenzo - selbst desavouiert, spielt keine Rolle. Er hält es mit Schröder: Alles, was ich zum Regieren brauche, sind Bild, Bams und Glotze.
Na gut, der Adel nimmt zum unverzichtbaren Scheißhausblatt BLÖD halt noch die etwas dickere ZEIT dazu, vorsichtshalber.

Hinter dieser Aussage verbirgt sich die ganz simple Erkenntnis, dass die absolute Mehrheit im Volke immer zu dämlich ist, hinter die Kulissen zu schauen und sich mit billigsten Showeinlagen, vorgeführt durch sehr schlechte Schauspieler, abspeisen lässt.
Die paar Intellektuellen, die beispielsweise noch Wert auf eine ehrliche Dissertation und andere nachprüfbare Leistungen legen oder gar noch ethische Maßstäbe anlegen wollen, stören gar nicht weiter, da sie ja eh nicht ins Gewicht fallen. Ein Guttenberg ignoriert die noch nicht einmal.

Das ganze Guttenbergsche Machwerk ergibt also keinen intellektuellen, aber einen simplen machtlogischen Sinn. So neofeudal simpel, dass es funktionieren wird.

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Vorerst gescheitert: Wie Karl-Theodor zu Guttenberg seinen Fall und seine Zukunft sieht
Vorerst gescheitert: Wie Karl-Theodor zu Guttenberg seinen Fall und seine Zukunft sieht von Giovanni di Lorenzo (Gebundene Ausgabe - 28. November 2011)
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