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73 von 84 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Nicht vom Titel abschrecken lassen, 19. März 2008
Denn was sich unter dem etwas albernen "Senk ju vor träwelling" findet, sollte jeder Bahnnutzer/hasser/sympathisant in seinem Regal haben. Oder besser noch auf seine nächste Bahnfahrt mitnehmen. Es hilft nicht nur, die bizarrsten Situationen rund um das Bahnreisen zu verstehen und zu bewältigen. Man kann dabei auch noch haltlos lachen und hat die tröstliche Gewissheit: "ICH bin normal, ICH will nur reisen." Sprachgewandt, mit viel Detailfreude und bissigem Witz schildern die bahngeprüften Autoren, was jedem von uns passieren kann, der sich in Ermangelung anderer Alternativen oder gar aus Überzeugung diesem Logistikdienstleister anvertraut. Und mitunter kurz davor ist, Gewalt anzuwenden, wenn es um den scheinbar aussichtlosen Kampf um die Fahrkarte, den rechtmäßigen Sitzplatz oder ein Schinken-Käse-Croissant im Bordbistro geht. Urkomisch vor allem die völlig überzeichneten, aber daher umso reelleren Bahntypen. Azubine Jessica Schipp und der gnadenlose Zugbegleiter Kurt Schmöller beispielsweise kommen uns seltsam vertraut vor. Und werden gleich morgen im richtigen Leben (wieder) alles dransetzen, Ihre und mene Reisepläne zu vereiteln. Gnade Ihnen, wenn Sie ihnen schutzlos ohne diesen Überlebensführer ausgeliefert sind... Habe sehr gelacht.
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27 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Lesenswert, 14. April 2008
Habe das Buch in einem Stück gelesen, - während einer Bahnfahrt im ICE, auch wenn man sich - hier hat das Buch Recht - nachts die Augen verdirbt.
Die Tricks, wie man Fremde vom Nachbarsitzplatz abhält, kommen mir bekannt vor, die Geschichten um Schaffner (äh Zugbegleiter) und "Service"-Mitarbeiter ("Wenden Sie sich doch an diese Telefonnummer") kommen einem sehr bekannt vor. Wer als Vielfahrer das sinn-, planlose und widersprüchliche Gewusel der verschiedenen "Service"-Mitarbeiter am "Service"-Punkt (tschuldigung, POINT, auf den Bahnsteigen ("Laufen Sie doch etwas schneller, wir wollen abfahren") und im Zug wöchentlich erlebt, versteht, daß es sich bei dem in diesem Buch um maßlose Untertreibungen handelt.
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36 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Eine opportunistische Beschreibung der Bahn - die Realität ist noch weit schlimmer, 7. April 2008
Wer dieses Schmähwerk über die Bahn nicht erheiternd findet musste entweder noch nie den Zug nehmen oder steht auf der Gehaltsliste von Hartmuth Mehdorn.
Auch die überspitzte Darstellung darf man dem Buch nicht zum Vorwurf machen denn die Realität ist noch weit schlimmer.
Wer eine amüsante Literatur über den einzigen Konzern der Welt sucht, der jede Leistungsreduktion mit signifikanten Preiserhöhungen hinterlegt und dessen Kundenservice bei freundlicher Interpretation bestenfalls als terroristischer Akt eingestuft werden kann, liegt hier genau richtig.
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26 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Eine urkomische Abrechnung mit der Bahn, 19. März 2008
Selten habe ich in den letzten Jahren so über ein Buch gelacht. Wer viel Bahn fährt, wird die von den Autoren geschilderten Situationen gut kennen. Senk ju vor träwelling ist aber kein Tatsachenbuch, sondern eine bitterböse Satire. Die Verfasser übertreiben maßlos und erfinden Personen, Geschichten, Vorkommnisse. Trotzdem bleibt beim Leser das Gefühl, dass das alles nicht sooo weit weg von der Realität ist. Besonders amüsant sind die "Info-Kästen" (z.B. die wahre Bedeutung der Störungsmeldungen) und die vielen Tipps ("Bleiben Sie lieber zu Hause").
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Kurzweiligkeit garantiert, 3. Mai 2008
Das Buch hat echten Unterhaltungswert. Zwar sind meiner Meinung nach einige Szenarien deutlich überspitzt dargestellt, treffen aber im Kern zu.
Ich wurde im Winter selbst auf eine leidvolle Probe gestellt: Triebkopfschaden auf freier Strecke und tatsächlich... die Heizung viel ebenfalls aus.
Die fiktiven Dialoge mit Kurt Schmöller, dem "freundlichen" Zugbegleiter sind ein echter Lesegenuss.
Das Buch hat Charme, Witz und ist auf seine eigene Art sehr real. Bahnfahrer sollten dieses Werk besitzen.
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24 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Von wegen Satire - alles gefühlte Realität!, 25. März 2008
Ja, als heavy user der Deutschen Bahn hat man schon so manches erlebt. Und wünscht sich insgeheim, irgendwann nach ewiger Verspätung und irgendwo zwischen defektem Klo und fehlgebuchten Sitzplatzreservierungen einem kleinwüchsigen börsegeilen Bahnvorstand zu begegnen, um ihm die Meinung zu geigen. Aber leider: man kriegt nur die armen Zugbegleiter zu fassen, die für die Zustände, wie sie hier völlig überzeichnet und deshalb absolut gefühlsecht niedergeschrieben wurden, am allerwenigsten können. Dieses Buch wird NICHTS ändern, denn der Herr Bahnvorstand pflegt Lufthansa Business zu fliegen. Dennoch: man wünscht diesem Buch jede Menge Leser, denn es ist ein als Satire getarnter Tatsachenbericht.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Was ist denn das für ein abgedrehter Mist???, 20. August 2008
Das war mein erster Gedanke als ich zu lesen begann. In einem Tempo das jeden ICE abhängt wird eine Persiflage auf die Deutsche Bahn erzählt das einem beim lesen schwindlig wird. Die skurilen Geschichten scheinen völlig an den Haaren herbei gezogen und fern jeder Wahrheit zu sein. Doch nach einer beachtlichen Seitezahl hörte ich auf ungläubig den Kopf zu schütteln und lachte lauthals los. JA! DAS habe ich selber schon erlebt! In diesem Moment änderte sich meine Meinung schlagartig. Absolut lesenswert! Wer schon mal durch den Ostdeutschen Raum mit der Bahn gefahren ist hat auf jeden Fall den Titel in genau dieser Aussprache an jedem Halt gehört.
Sowas kann einem nur einfallen wenn man sehr oft mit der Bahn fährt und irgendwie muss man ja die vielen Stunden nutzen die man in einem Zug verbringt, warum nicht damit einen gelungenen Seitenhieb auf ein völlig undeutsches Produkt wie die Bahn zu schreiben...
Äußerst amüsantes und auf keinen Fall langweiliges Werk das mit Witz, Charme und enormer Intelligenz den Leser in ein Paralleluniversum katapultiert das in jedem Zug der Deutschen Bahn auf Sie lauert, lieber Bahnreisender. Viel Vergnügen auf IHRER Reise... Die Bahn kommt... wenn auch mit Verspätung.
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Amüsant, 29. Mai 2008
Wer Bahn fährt hat vieles aus diesem Buch schon am eigenen Leib erdulden müssen, und es tut gut auch mal darüber lachen zu können.
Leider machen es aber die beiden Autoren gerade dabei nicht immer ganz leicht,und manchmal wirkt der Witz doch ein wenig gewollt. Jedoch allzu grosse Satiriker braucht man für so ein Buch sowieso nicht, denn die DB schreibt schon schön brav, jeden Tag, in eigener Regie, die besten Geschichten auf dem Gebiet selbst.
Für eine amüsante Reiselektüre ist das Buch genau das Richtige, und wenn mal wieder der Anschluss Zug nicht hat warten können, kann man sich mit dem Buch gut die Zeit vertreiben.
Eine Antwort bleiben einem die Autoren am Ende jedoch schuldig. nämlich, warum die, meiner Erfahrung nach, meist verwendete Zug oder Bahnhofdurchsage, im Falle einer Verspätung, in ihrem Werk keine Aufnahme gefunden hat. Welche lautet: "WEGEN EINER STÖRUNGE IM BETRIEBSABLAUF.......!!"
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16 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Einsteigen heißt nicht automatisch auch Ankommen, 15. August 2008
Bevor es heißt Die Fahrkarten bitte" muss ein Bahnreisender heutzutage nach dem Empfinden der Autoren Mark Spörrle und Lutz Schumacher die Leistung eines Risikosportlers beim Überlebenstraining im Amazonas vollbringen. Bei solchen Aussagen könnte die nächste Durchsage auch lauten: Die nun folgenden Seiten weisen erhebliche Übertreibungen auf. Manche Beschreibungen über fehlgeschlagene Reservierungen oder eindeutig falsche Informationen von der Deutschen Bahn kann man kaum glauben. Von daher stellte ich mich auf eine Art Satire ein als ich mit dem Buch begann. Die äußerst kleingedruckten Fußnoten mit scheinbar belegten Quellen sollten offenbar einen Hauch von Sachbuch vermitteln. Das anfängliche Schmunzeln verging mir aber immer mehr. Als sogenannter Vielfahrer kam mir so vieles bekannt vor und manchmal hatte ich sogar Déjà-Vus mit den beschriebenen und allesamt der Phantasie entsprungenen Mitreisenden. Mir wurde auch schon plausibel erklärt, dass eine bestimmte Strecke nicht mehr bedient würde und ich deshalb mit einer halbstündigen Wartezeit einen anderen Zug nehmen müsse. Überrascht stellte ich seinerzeit fest, dass ich eigentlich nur in eine S-Bahn hätte umsteigen müssen, um mein Ziel obendrein noch schneller erreichen zu können.
Solche Anekdoten kann wohl jeder erzählen, der mehr oder weniger regelmäßig die Deutsche Bahn in Anspruch nimmt. Fast überall gibt es eine Jessica Schipp, die sich mit den Buchungssystemen nicht ganz so genau auskennt oder der rüstige Rentner, der vorsorglich auch die Abfahrzeiten der nächsten zwölf Anschlusszüge am Automaten ausdruckt. Deshalb habe ich mir aber noch nie eine Isomatte und haltbare Lebensmittel für eine weitere Woche mitgebracht. Glücklicherweise brauchte ich bislang nichts von all dem. Die meisten Züge kamen im Zeitrahmen an. Vermutlich werde ich aber nie wieder vorbehaltlos einer Aufforderung zum Gleiswechsel nachkommen. Mein Blick wird bestimmt jedes Mal eine der Kameras auf den Bahnsteigen suchen.
Das 190-seitige Buch als Überlebenshandbuch zu bezeichnen, ist eindeutig übertrieben und bestimmt nicht ernst gemeint. Die Autoren haben einige Ereignisse zusammen getragen, die für Reisende sehr ärgerlich sind. Vielmehr sehe ich die Lektüre als satirische Unterhaltung während einer langen Zugfahrt oder auf den Umsteigebahnhöfen im Wartesaal. Vielleicht war das Buch als eine Art Aufrütteln der Bahnverantwortlichen gedacht. Das hat offenbar geklappt. Gerade kürzlich sprach ein Mitarbeiter der Bahn bei einer Umfrage davon, dass er nach Möglichkeiten suche, den Service für die Reisenden zu verbessern. Wenn ich am Buch etwas verbessern dürfte, wäre es der Preis.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Gut gemeint - nicht gut gemacht!, 13. Januar 2009
Es ist doch immer wieder lustig, wie doch gestandene Journalisten und Kolumnisten meinen, daß eine gute Idee für eine Seite Zeitung auch ein ganzes Buch trägt!
Der Ton des lebensklugen Spötters ist - spätestens seit Harald Schmidt - Pflicht eines jeden "Überlebensführers" und besonders über die Bahn lässt sich hervorragend spotten, doch bleiben die Anekdoten/"Berichte"/Überlebenstipps seltsam aseptisch. Man hat immer den Eindruck, daß die Geschichte für eine Pointe geschrieben ist, die entweder früh absehbar ist oder - wie meist - nicht richtig zündet.
Ja, die Bahn kommt immer zu spät. Ja, das Bordbistro ist entweder sauteuer oder leer oder beides. Ja, Schaffner sind entweder nicht da, wenn man sie braucht, da, wenn man sie nicht braucht oder unfähig, wenn sie Durchsagen machen - aber IMMER unfreundlich...
Hoch lebe das Klischee und die Übertreibung macht auch Spaß - die ersten 20 Seiten. Ab dann wird es nervig und man stellt sehr schnell fest, daß das Buch von zwei Autoren "verbrochen" wurde, da der Stil stark changiert und hier das Lektorat eindeutig gepennt hat.
Dieses unendschiedene zwischen Ratgeber und Anekdotensammlung, gepaart mit einem manirierten Stil und Pointen mit Handbremse hinterlässt einen faden Geschmack beim Leser.Wenn man sich entweder auf den Ratgeber- oder den Anekdotencharakter beschränkt und die Situationen herrlich hätte eskalieren lassen (vgl. Tom Sharpe), so wäre hier ein wirklich gutes Buch entstanden.
Schade. Daher nur 3 Sterne
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