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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Deutsche - Lieblingsfeind der Ösis, 28. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Ein Jahr in Wien: Reise in den Alltag (HERDER spektrum) (Taschenbuch)
Tonja Pölitz wird von ihrem Sender gebeten, für ein Jahr als Korrespondentin nach Wien zu gehen. Sie muss sich sofort entscheiden und nimmt das Angebot an, ohne lange nachzudenken. Ihr langjähriger Freund Max, der erfolgreicher Opfernsänger ist, weigert sich, sie zu begleiten. So packt Tonja ihre Siebensachen und macht sich auf nach Wien. Sie geht davon aus, dass sie sich in Wien schnell einleben wird, da keine Sprachbarriere vorhanden ist und die Österreicher ja schon immer die kleinen Brüder der Deutschen sind.

Tja, da hat sie ihre Rechnung ohne die Österreicher gemacht wie sie bald feststellen darf. Denn die finden es gar nicht lustig, dass wir Deutschen scharenweise in ihr kleines Land einfallen und glauben, einfach weiterhin unser Deutsch sprechen zu können, statt uns anzupassen. So wird Tonja Pölitz von der Kassiererin ausgelacht, als sie an der Kasse eine "Tüte" statt ein "Sackerl" verlangt. In der Bäckerei darf sie nur noch ein "Semmerl" bestellen, wenn sie ein "Brötchen" haben möchte. Und wer in einem Café einen "Kaffee" bestellt, ist sowieso schon unten durch.

Aber was die lieben Österreicher noch viel schlimmer finden als unsere Sprache, ist unsere ungehobelte deutsche Art. Wir sind zu laut, zu direkt und unsere Aussprache ist einfach uncharmant. Wie können wir es wagen, direkt "nein" zu sagen, wenn wir "nein" meinen? Das lässt sich doch viel netter ausdrücken!

Frau Pölitz erzählt in ihrem schönen Bericht von vielen Begegnungen mit den Wienern, denen man ja doch nicht böse sein kann, auch wenn sie uns nicht leiden können. (Wahrscheinlich deswegen, weil wir ihre Aussprache einfach süß finden und durch die Verkleinerungsform alles viel netter klingt, als es gemeint ist.) Wir erfahren auch, wie sie ihre ersten Freundschaften mit Wienern schließt, sich von ihrem Freund trennt und mit dem Gedanken spielt, eine Familie mit einem waschechten Wiener zu gründen.

Außerdem erzählt sie auch über ihre Arbeit als Korrespondentin. Wir lesen nicht nur von einem verpatzten Fernsehauftritt bei der Beerdigung von Peter Alexander (immer diese aufdringlichen Deutschen, die einen nicht einmal während eines Liveauftrittes in Ruhe lassen können!), sondern auch davon, wie sie ihre Begegnung mit Natascha Kampusch erlebt.

Insgesamt liefert Frau Pölitz ein tolles Bild der österreichisch-deutschen-Freund-Feindschaft. Ganz nebenbei lernt man, welche Fettnäpfchen es zu umschiffen gilt.

Das Buch liest sich leicht und flüssig. Für meinen Geschmack hätte ein bisschen mehr Informationen zum Thema Kultur in Wien geben können und dafür hätten es ein paar weniger österreichisch-deutsche Dialoge sein können. Diese waren zwar sehr amüsant, aber ich hätte gern noch ein umfassenderes Bild von Wien bekommen. Nichtsdestotrotz hat mir dieser Erfahrungsbericht sehr gut gefallen und empfehle ihn gerne weiter.
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4.0 von 5 Sternen Leider hat sich ein Fehler eingeschlichen, 3. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Ein Jahr in Wien: Reise in den Alltag (HERDER spektrum) (Taschenbuch)
Das Buch liest sich sehr gut und ist auch sehr unterhaltsam. Leider gibt es von mir (Österreicher) einen Punkteabzug, da sich ein schwerwiegender Fehler eingeschlichen hat. Das neue Jahr wird in Wien neben den Klängen der Pummerin mit dem Donauwalzer (An der schönen blauen Donau) von Johann Strauß eingeläutet und nicht mit dem Kaiserwalzer! Der Kaiserwalzer wurde für die Eröffnung des Berliner Konzertsaales komponiert und wird zwar häufig beim Wiener Neujahrskonzert in das Programm aufgenommen, doch zum Jahreswechsel erklingt in ganz Österreich der Donauwalzer von Johann Strauß (Sohn)!
Nachtrag 6.4.2014
Habe das Buch nun zu Ende gelesen. Im letzten Kapitel bekommen wir Österreicher die deutsche Präpotenz der Autorin mit voller Wucht zu spüren. Man sollte uns nicht in Österreichs Geschichte schulmeistern. Wien versteht sich seit 1155 als Hauptstadt Österreichs! Es gab nur ein Intermezzo zwischen 1939 bis 1945. Als 1770 Beethoven in Bonn zur Welt kam regierte in Österreich Maria-Theresia. Sie war Erzherzogin von Österreich, Königin von Ungarn und Königin von Böhmen. Ihr Gatte Franz Stephan von Lothringen war als Kaiser des Hl. Römischen Reiches zwar ranghöher, aber uns Österreichern aus Österreichs Kernland die Existenz abzusprechen ist eine Provokation. Als Mozart in der Stadt Salzburg geboren wurde, war Salzburg den Passauern unterstellt und gehörte nicht zum Reich der Habsburger. Logisch - dass Mozart niemals sagen konnte er sei gebürtiger Österreicher. Österreichs Kernland, das heutige Niederösterreich und Teile von Oberösterreich hat es seit den Babenbergern, die Wien zur Hauptstadt machten immer gegeben. Auch wenn das Territorium Österreichs Kernland nicht viel größer wie z.B. Malta ist, ES WAR IMMER EXISTENT!
Gars am Kamp am 6.4.2014
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5.0 von 5 Sternen Lässt den Leser gerne und oft über die "Unterschiede" der Nachbarn schmunzeln, 25. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ein Jahr in Wien: Reise in den Alltag (HERDER spektrum) (Taschenbuch)
Schönes Buch, liest sich leicht und locker und macht sich, nicht ohne ein wenig Selbstironie, über die Unterschiede der Deutschen und Österreicher (Wiener) her. Wer Wien ein wenig kennt, findet sich wieder und wer es nicht kennt, weiß nach dem lesen was einem passieren kann.

Auf alle Fälle lesen, ob nun vor oder nach dem Wienbesuch! Es wird hilfreich sein! Und witzig ist es obendrein!
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5.0 von 5 Sternen Geniales Buch für Deutsche und Österreicher, 24. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Ein Jahr in Wien: Reise in den Alltag (HERDER spektrum) (Taschenbuch)
Das Buch ist lustig und bis zum Schluss spannend.
Habe mich köstlich amüsiert. Ideal für alle, die Wien schon kennen oder noch kennenlernen wollen.
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5.0 von 5 Sternen Pflichtlektüre für Piefkes, die länger in Wien bleiben wollen, 10. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Ein Jahr in Wien: Reise in den Alltag (HERDER spektrum) (Taschenbuch)
Tonja Pölitz beschreibt ihre Erfahrungen im 1. Wienjahr so lustig und amüsant, dass ich das Buch direkt zweimal nacheinander gelesen habe. Wenn auch zu wenig Kultur vorkommt - dafür gibt es genügend Wienratgeber -, so zeichnet sie doch ein realistisches Bild von Deutschen in Österreich und der Hassliebe der Wiener zu den deutschen Nachbarn. Letztendlich überzeugt diese lebenswerte Stadt mit Ihren nicht nur granteligen sondern auch ganz reizenden Wienern, seiner freundlichen und ruhigeren Gangart und neu gefundenen Freunden dann doch. Wer vorhat, länger dort zu bleiben, sollte unbedingt auch die Schattenseiten der Stadt und deren Gebrauchsanweisung vorher studieren, sich mit der Sprache beschäftigen und die Spielregeln akzeptieren. Als offener freundlicher Mensch wird man immer gut aufgenommen in Wien. Danke Frau Pölitz, Sie haben mich köstlich unterhalten und ich kann das Buch wärmstens weiterempfehlen!!!!
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4.0 von 5 Sternen Ein Jahr in Wien, 29. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Ein Jahr in Wien: Reise in den Alltag (HERDER spektrum) (Taschenbuch)
Meine Meinung:
Ich muss sagen, ich habe mich noch nie bei einem "Ein Jahr in" Buch so amüsiert, wie bei diesem. Denn der Schreibstil der Autorin ist einfach nur toll. Sie schreibt sehr locker und sehr lustig, indem sie sich immer wieder etwas über die Sprache der Österreicher erzählt, das ganze ist aber auf keine Fall böse meint. Die Autorin Tonja Pölitz erzählt, welche lustigen Situationen ihr in Wien passiert sind und versucht zu verdeutlichen, welche Unterschiede Deutsche und Österreicher haben.
Meiner Meinung nach konzentriert sie sich viel auf die Menschen, wie sie leben und wie ihre Mentalität ist. Sie lernt viele neue interessante Menschen kennen. Leider konzentriert sie sich zu sehr auf die Menschen, denn leider kommt nicht so viel von der Kultur Wiens rüber. Das finde ich wirklich schade, da mich die Stadt Wien an sich auch sehr interessiert.

Fazit:
Alles in allem zeigt Tonja Pölitz, dass es interessant sein kann, wenn man "nur" in ein Land wie Österreich geht. Auch dort gibt es viel zu entdecken. Sie erzählt viel über die Sprache, aber leider weniger zur Kultur. Trotzdem ein sehr gutes Buch der Reihe.

4/5 Sternen
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Wien-Erklärer für den Alltag: Wieso Sie beim Kaffeebestellen ziemlich nervös werden könnten..., 15. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ein Jahr in Wien: Reise in den Alltag (HERDER spektrum) (Taschenbuch)
Pointiert und augenzwinkernd, lebensklug, welt"frauisch" und persönlich - so präsentiert Tonja "ihr" Wien. Mit leichter Hand, intuitivem Sprachgespür und Tiefsinn geht es durch ein Jahr Wien. Erhellende Einblicke in die Arbeit als TV-Korrespondentin, Lokalkolorit sowie Wissenswertes zu Kultur oder Geschichte gibt's gratis dazu. Leben tut das Buch allerdings von der sehr gelungenen Mixtur aus Stadt-Erklärer und Tagebuch und den überaus liebenswerten Figuren - Würstel-Alex ist einer, den man, wenn es ihn denn nicht gäbe, in jedem Fall hätte erfinden müssen...

Ob präpotente Deutsche oder grantelige Österreicher - hier treffen sich mit den zwei "verfreundeten" Nationen zwei Pole, die einander im ach so beliebten Stoß-mich-Zieh-mich-Spiel locken und abstoßen, wie kaum zwei andere Völker. Ob der "Integrationskurs für Deutsche" wirklich viel bringt, um die interkulturelle Verständigung voranzutreiben? Ich schätze, der Wurstbotschafter hat da bessere Chancen...

Einfach schön zum Schmökern!
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Ein Jahr in Wien: Reise in den Alltag (HERDER spektrum)
Ein Jahr in Wien: Reise in den Alltag (HERDER spektrum) von Tonja Pölitz (Taschenbuch - 11. Februar 2014)
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