Kundenrezensionen

13
4,3 von 5 Sternen
Zen-Training: Praxis, Methoden, Hintergründe (HERDER spektrum)
Format: TaschenbuchÄndern
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. Juni 2013
Dies ist ein tiefgründiges, von einem Grossmeister der Vermittlung kompakt geschriebenes Praxis- und Lehrbuch nicht nur über Zen, sondern auch über Meditation und den tiefen Sinn des Lebens im Allgemeinen. Der Autor schreibt von sich, dass er 30 Jahre gebraucht habe, bis er das Gefühl hatte, vom Zen ein bisschen verstanden zu haben, weil es ihm an organisierter Methode und Theorie gefehlt hatte (S.262). Diese Lücke hat er nun mit diesem Buch vollumfänglich geschlossen.

Im Aufbau geht er dabei vom Grobstofflichen zum Feinstofflichen, beginnend mit der Sitzhaltung über die Atemphysiologie zur Erkenntnistheorie, vor. Im Gegensatz zu anderer Zen-Literatur fällt auf, dass der Verfasser gleich zu Anfang seines Buches den Begriff der Erleuchtung, Einheit" verwendet und ihn in die drei Hauptkategorien Samadhi, Kensho und Satori einteilt, zu denen es dann noch weitere Abstufungen gibt. Für Sekida ist das Eintreten in den Samadhi absolut notwendig, da dies die Läuterung des Bewusstseins darstellt (S. 256). Das allumfassende Gewahrwerden der Läuterung des eigenen Geistes nennt man dann Kensho (S.111). Beim Satori wird einem auf einen Schlag eine erschöpfende und tiefe Erfahrung zuteil, eine explosionsartige Erleuchtung (S.278). Sehr beeindruckt haben mich dann die Kapitel Erfahrungen des Kensho", in dem Fallbeispiele von Zen-Schülern beschrieben werden, die das Kensho erlangt haben und das Kapitel "Eine persönliche Schilderung", in dem der Autor seinen eigenen Zen-Weg beschreibt. Den Versuch, etwas mit Worten eigentlich nicht Fassbares wie Samadhi, Kensho oder Satori zu schildern, habe ich in der von mir gelesenen Zen- und Meditationsliteratur bisher so nicht gefunden. Die Erleuchtungserfahrung, die die ganze Abhandlung durchzieht, wird im weiteren Verlauf auch gegen Drogenerfahrungen und Psychosen abgegrenzt. Last but not least nimmt Sekida ausführlich Stellung zu den westlichen Existenzphilosophen M. Heidegger und E. Husserl, die seiner Meinung nach nicht zu einem wirklichen Verständnis von Sein/Existenz vorgedrungen sind und den Sucher frustriert zurücklassen.

Für problematisch halte ich die Einstellung Sekidas, dass der Samadhi unbedingt erlangt werden muss, denn ich bin mir nicht sicher, ob jedermann den Samadhi erreichen kann. Dazu bedarf es einer grossen psychischen Stabilität und Standfestigkeit. Wenn wir versuchen, Erleuchtung zu erlangen, kann dies eine schwere Bürde für unseren Geist sein und er wird dann nicht klar genug sein, um die Dinge zu sehen, wie sie wirklich sind, meint Shunryu Suzuki in seinem wunderbaren Buch "Zen-Geist, Anfänger-Geist", das die genaue Gegenposition zu Sekida einnimmt. Sekida lässt allerdings auch keinen Zweifel daran, dass es sich beim Zen um einen viele Jahre dauernden Weg voller Schweiss und Tränen (S. 203) handelt und deshalb gibt es so wenige Erleuchtete. Denn die Erreichung des Ganzen erfordert den Einsatz des Ganzen und mit ein wenig Meditation nach Feierabend wird man wohl nicht dorthin gelangen.Ich persönlich bin auf meiner langen Reise noch keinem Erleuchteten begegnet und falls jemand eine(n) solche(n) Meister kennen sollte, bei dem ich in die Lehre gehen könnte, wäre ich für eine Rückmeldung sehr dankbar. Für das Buch gebe ich 5 Sterne. Dixit: Ein Suchender !
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54 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. Januar 2010
Dieses Buch ist anders als die meisten andern Bücher über Zen. Es hat einen beinahe wissenschaftlichen Anstrich und ist überaus präzise in der Schilderung der Praxis des Zazen (Zen-Meditation). Vor allem der erste Teil des Buches nimmt sich den wesentlichen Grundelementen des Zazen an: der Körperhaltung, dem Atem und, was wirklich selten ist in Zen-Büchern: der Bedeutung des Tanden, also des Punktes im Unterbauch, der für die Entwicklung der Körperenergie wie auch der spirituellen Energie von zentraler Bedeutung ist. Katsuki Sekida tut uns einen grossen Gefallen, wenn er auf die grosse Bedeutung des Tanden explizit hinweist, denn das ist etwas, was meiner Meinung nach oft allzu vernachlässigt wird und den Weg der Praxis oft unnötig erschwert.

Katsuki Sekida macht uns auch auf so subtile Unterschiede wie denjenigen zwischen Zazen und Shikantaza aufmerksam. Zazen wird das anfängliche Zen-Training genannt. Dabei achtet man in der Regel noch auf den Atem oder zählt ihn, um die Konzentrationsfähigkeit des Geistes zu erhöhen. Streng genommen ist dies jedoch noch keine Zen-Meditation, denn bei dieser "tut man absolut nichts mehr". Man ruht einfach in seiner Mitte, eben dem Tanden, ohne jegliche Aktivität. Man nimmt einfach wahr, ohne dass Gedanken oder Emotionen noch einen störenden Einfluss auf die zunehmende Vertiefung unserer Wahrnehmung hätten. Von grosser Bedeutung ist für Katsuki Sekida auch Kensho, die Erleuchtungserfahrung, und entsprechend gibt er diesem Thema ebenfalls Raum. In diesem Buch wird auf all die subtilen Unterschiede auf selten präzise Weise eingegangen.

Im zweiten Teil des Buches wird es dann ein wenig philosophischer und wir können auch mehr grundlegende Gedanken lesen, wie z.B.: " Ihre wahre Freiheit haben Sie dann erlangt, wenn Sie von sich selbst frei geworden sind."

Alles in allem ist "Zen-Training" für mich zweifellos ein Buch, das jede "Zen-Bibliothek" gehört.

Peter Steiner, Autor von "Das Zen des glücklichen Arbeitens", "Weisheit für Minimalisten" u.a.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. Februar 2013
Schade, dass mir das Buch nicht schon vor Jahren begegnet ist. Es hat mir ganz klar geholfen, mein Praktizieren zu verbessern. Und bemerkenswert, wie sich dieses Zen-Buch von anderen unterscheidet. Es erklärt dem Übenden Zusammenhänge, wie es mir noch in keinem anderen Buch begegnet ist und setzt dieses Wissen sofort in praktische Übungen um.

Manche Kapitel waren mir zwar zu theoretisch, da mich die Theorie nur bis zu einem gewissen Maß interessiert, aber das hat meiner Begeisterung keinen Abbruch getan.

Ich bin allerdings der Meinung, dass ein Beginner das Meditieren nicht ausschließlich mit diesem Buch beginnen sollte, sondern, um eine solide Basis zu bilden und die Instruktionen in einen sinnvollen Kontext einzubetten, sehr wohl auch Kontakt mit anderen Meditierenden oder einem Meditationslehrer haben sollte.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. August 2010
Super. Einfach eine top Einführung in das Zazen. Nicht philosophisch hochtragend geschrieben und damit auch endlich mal eins, was für alle, beim ersten mal lesen, verständlich ist. Es führt euch genau ein, vom anfang der atmung über z.B. die übungen mit dem mu, hinzu hintergrundinfos, was genau im körper passiert und vielen vielen geschichten, was nach diversen übungen mit mönchen geschehen ist, was eindeutig nochmal das verständis des geschriebenen vertieft.

also ein wirklich super buch! wer sich für zazen interessiert, für den ist das buch absolute pflichlektüre (und das wort "pflichtlektüre" sag ich wirklich nicht oft)
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. Juli 2010
Als Nicht-ganz-Anfänger hat mir der umfassende Überblick geholfen, meine morgendliche Übung zu verbessern.

Ich bin allerdings nicht ganz sicher, ob Personen, die nicht zumindest eine kurze Einführung in Zen von einem Zen Lehrer bekommen haben, allein auf Basis des Buches starten können.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. Dezember 2010
Ein sehr gut geschriebenes Buch, daß aber nicht Non-Stop gelesen werden kann, da die Wissensmateie über das Zen einfach zu groß ist. Wen es nicht stört, ein Kapitel vielleicht zweimal zu lesen, der kann hier bedenkenlos zugreifen.
Zen zu verstehen ist eben ein weiter Weg. Dieses Buch ist aber die richtige Anleitung dazu...
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. Mai 2014
Ich praktizieren nun schon einige Zeit ZaZen und muss sagen von all den Büchern die ich bisher dazu gelesen habe trifft dieses mein Verständniss am bessten. Kein esoterisches geblubbere sonder sehr klare und analytische Bearbeitung des wie Zazen zu üben ist und was es bewirken kann.
Fazit eines der besten Zen Bücher die ich gelesen habe
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. Januar 2011
Wer Zen (speziell das Zazen) alleine üben möchte, sollte sich dieses Buch zulegen.
Außer konkreten Anwendungsbeispielen und nützlichen Tipps vermittelt dieses Buch noch interessantes Hintergrundwissen.
Sehr empfehlenswert.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. Dezember 2010
Es ist ein sehr gelungenes Buch aber das schriftliche umzusetzen empfinde ich als sehr schwierig. Man sollte sich vielleicht doch lieber einen Lehrer suchen oder in einem Kurs anmelden um zumindest die richtige Körperhaltung und Atemtechnik zu erlernen. Wie man dieser dann mächtig ist hilft einem das Buch sehr gut dabei Fortschritte in der Meditation zu machen.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. Februar 2014
Das Buch bietet eine gute Einführung in das Zen-Training und befasst sich ausführlich mit der Meditation. Seit ich die beschriebene Atemtechnik anwende, gelingt es mir leichter, innere Stille zu erlangen. Ein empfehlenswertes Buch.
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