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Kundenrezensionen

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am 25. Juni 2001
"Ich suche seit meiner Kindheit Antworten auf die wirklichen Fragen des Lebens: Warum lebe ich?..." schreibt der Benediktinerpater und Zenmeister Willigis Jäger im Vorwort. Sowohl in der Mystik des Ostens als auch in der des Westens wurde er fündig. Der Herausgeber Christoph Quarch befragt Willigis Jäger stellvertretend für den Leser. Wie findet der Mensch, der in der heutigen Zeit im christlichen Kulturkreis steht aber womöglich keine Bindung mehr zu Kirche oder Religion verspürt wieder einen zeitgemäßen Zugang zur Spiritualität? Wie steht es mit den Widersprüchen, die die kirchliche Kultur hervorgebracht hat und die immer noch spürbar sind? Willigis Jäger zeigt uns im ersten Teil des Buches die Grundlagen einer mystischen Spiritualität auf. Mit Hilfe der Frage-Antwort Form werden wir auf einen spannenden Exkurs in die Geschichte und das Wesen der Mystik geführt. Historische und zeitgenössische Philosophen beleiten uns auf dem Weg durch die Religionen zu einem besseren Verständnis des Ganzen. Willigis Jäger gibt uns neue Interpretationen bekannter Begriffe wie Himmel und Erde oder Auferstehung oder Fegefeuer, die sich dem Leser in einem höchst interessanten Licht zeigen und mit den strafenden Aspekten die viele kirchlich sozialisierte Menschen erfahren haben, wenig zu tun haben. Am Ziel steht schließlich der Gottesbegriff, dessen Erklärung ein "Aha-Erlebnis" beim aufgeklärten und dennoch oder gerade deshalb sprituell interessierten Fragenden auszulösen vermag. Im zweiten Teil wendet sich der Autor der spirituellen Praxis zu. Er läßt bekannte kirchliche und religiöse Riten in einem neuen Licht erscheine, ohne mit ihren Traditionen zu brechen und macht sie für uns als aufgeklärte Menschen des 21. Jahrhunderts wieder nachvollziebar und anwendbar. Ein mutiges und wegweisendes Buch, das Lust auf das Leben macht, weil sein Sinn sichtbar wird.
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am 31. Januar 2009
In seinem Buch weist Willigis Jäger auf den Unterschied zwischen der konventionellen Theologie und der Mystik hin. Er wendet sich an Menschen, die zwar im christlichen Kulturkreis stehen, sich aber der Kirche nicht zugehörig fühlen, sich nicht an eine Konfession gebunden wissen, vielleicht auch nicht getauft worden, wohl aber tief religiös sind.
Willigis Jägers Bestreben geht dahin, bei einem Grossteil unserer alltäglichen Verrichtungen die ihnen innewohnende Spiritualität wieder zu entdecken und ernst zu nehmen. Denn erfahrbar ist Gott "beim Herdfeuer oder im Stalle" (wie Meister Eckehart sagt) und nicht im Korsett der Konfessionen. Das eigentliche Ziel der Religionen wäre eine Spiritualität, die über das Konfessionelle hinausführt, die auf der eigenen mystischen Erfahrung und nicht auf einem Glaubensbekenntnis beruht.
Die mystische Erfahrung (= das Eintauchen in das kosmische, transmentale und transpersonale Eine) ist aber nur durch die Zurücknahme des Egos möglich (= der "mystische Tod"). Ein echtes Verstehen der Wirklichkeit (= des Göttlichen) setzt das Überwinden der Fixierung auf die "Ich-Individualität" voraus, wobei sich das Ich bloss als ein Organisations- und Funktionszentrum für unser irdische Leben erfährt.
Wie sich die dogmatischen Religionen den Menschen, die das Göttliche erfahren möchten, in den Weg stellen und ihnen so die Sicht versperren können, beschreibt Willigis Jäger sehr eindrücklich in einer Metapher (Seite 60, unten):
"Eine Religion ist zu vergleichen mit dem Mond, der die Erde bei Nacht erleuchtet, sein Licht aber von der Sonne erhält. Wenn der Mond zwischen Sonne und Erde tritt, gibt es eine Sonnenfinsternis. Ähnlich ist es mit der Religion. Die Sonne ist das Göttliche. Es strahlt die Religionen an, damit sie dem Menschen auf seinem Weg leuchten. Wenn sich aber eine Religion zu wichtig nimmt und sich zwischen Gott und den Menschen schiebt, verdunkelt sie Gott. Es gibt eine Gottesfinsternis. Dazu tendieren alle Religionen..."
Das Buch ist sehr aufschlussreich und empfehlenswert.
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am 9. August 2007
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>Die Welle und das Meer< hat mich anfangs etwas enttäuscht, da es kein obligatorisches "Lesebuch" zum Thema Mystik & Spiritualität ist, sondern im Interview-Stil verfasst wurde. Soll heißen: Das Buch ist eigentlich ein "Buch der Fragen", auf die Willigis tiefsinnige Antworten parat hat. Ein Beispiel:

"Mystik klingt in den Ohren vieler Menschen nach etwas Irrationalem und Geheimnistuerischem; zumindest nach etwas, das sich für aufgeklärte Menschen verbietet. Wie reagieren Sie auf solche Mutmaßungen?

In der Tat ist das Bild der Mystik im Westen stark verzeichnet worden. Dem Wort haftet ein Beigeschmack von Bigotterie und Exotik an, von Geheimnis und elitärer Heiligkeit. Genau das aber ist Mystik nicht. Und deshalb ist es zunächst einmal wichtig, deutlich zu machen, was Mystik tatsächlich ist, nämlich nichts anderes als die Realisation der Wirklichkeit." [Seite 32]

Darauf folgt die nächste Frage, die sich auf die jeweils letzte Antwort bezieht usw. Eine für mich etwas ungewöhnliche Art ein Buch (zu einem so wichtigen Thema) zu verfassen. Liest man das Buch allerdings bis zum Ende, wird man reichlich mit Einsichten und Erkenntnissen beschenkt, die sich auch im praktischen Leben ein- und umsetzen lassen.

Menschen, die sich schon eingehend mit der Thematik auseinandergesetzt haben, spricht Willigis hier sicher aus der Seele, und nichtsdestotrotz würde ich behaupten wollen, dass auch solche noch Neues erfahren dürften. Weiterhin ist dieses Buch auf jeden Fall für Menschen, die sich langsam der Mystik und Spiritualität annähern wollen, sehr gut geeignet, da es weder abgehoben oder abgedroschen ist, sondern z. B. die Naturwissenschaften als Erklärungsmodelle mit einbezieht. Aber generell: Es ist für alle, die sich auf der Suche nach dem Sinn des Lebens befinden, ein Muss.

Summa Summarum:
Willigis eruiert das Thema Mystik anschaulich und praxisnah, und hat eine sehr nette und ansprechende Art Antworten auf wichtige Fragen zu geben. Gleichwohl inspiriert >Die Welle und das Meer< sich näher mit dem Leben und sich selbst auseinander zu setzen, um die eigene Mystik und Spiritualität zu entdecken. Und der 5. Stern fehlt nur, weil ich mir doch lieber ein "Lesebuch" gewünscht hätte :o)
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am 12. Juni 2002
In diesem Band sind Gespräche von Pater Willigis Jäger OSB mit Dr. Christoph Quarch niedergeschrieben, in denen es darum geht, den Menschen die verschiedenen Traditionen der Mystik wieder ins Bewusstsein zu bringen.
"Wer die Quelle kennt, trinkt nicht aus dem Krug !" - Diese Widmung schrieb mir Pater Willigis auf mein Kongressprogramm als ich ihn im Mai 2002 während eines Symposiums in Bad Kissingen kurz treffen durfte.
Dieser Satz entspricht meiner Meinung nach auch genau den Kernaussagen seines Schaffens als Benediktinerpater und Zen-Meister. Er setzt sich aktiv für eine Überwindung der interreligiösen Grenzen ein, wofür er oft genug Prügel von der Kirchenführung einstecken muss. Der Clou an der Sache ist allerdings der, dass seine "Ankläger" - allen voran Kardinal Ratzinger - es nicht einmal für nötig befinden, das persönliche Gespräch mit ihm zu suchen.
Sein Ziel ist nicht ein konturloser, pseudo-religiöser, esoterischer Einheitsbrei. Pater Willigis verweist immer wieder auf die reiche mystische Tradition der Kirche im Westen und zeigt gleichzeitig Parallelen zu den östlichen (buddhistischen) Überlieferungen auf.
Die Kirche sollte nach meinem Dafürhalten die spärlich gesäten Mystiker in ihren Reihen pfleglicher behandeln. Seit den Zeiten von Meister Eckhart (13. Jh.), über dessen tiefgründigen mystischen Schriften immer noch die päpstliche Bannbulle schwebt, hat sich nicht viel geändert. Aber bekanntlich wurden die alttestamentlichen Propheten auch regelmäßig vor die Tore der Stadt gejagt und gesteinigt.
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am 15. Mai 2011
Mystik scheint in der landläufigen Auffassung etwas Mysteriöses und Abgehobenes sein. Willigis Jäger macht hingegen klar, dass Mystik etwas sehr Konkretes und Naturwissenschaftskompatibles ist. Es geht darum, Gott im Alltag wieder zu finden. Und zu begreifen, dass wir nicht getrennt von Gott sind. "Wir sind 'Gottmenschen'. Ich kann auch sagen: Gott hat sich als Mensch manifestiert", schreibt Willigis Jäger. Damit meint er nicht, ein Super-Ego aufzubauen und sich als Gott aufzuplustern. Es geht vielmehr darum, einzusehen, dass da - wie auch die indische Advaita-Philosophie sagt - überhaupt kein "Ich" ist.

Wer seinen christlichen Kinderglauben abgelegt hat, sich der Kirche abgewandt hat - und einen nun neuen Zugang zur Spiritualität sucht, ohne auf östliche Weisheitslehren zurück zu greifen, könnte in der Mystik fündig werden. Und wem Meister Eckhart wegen seiner veralteten Sprache nicht liegt, der könnte beim verständlichen Willigis Jäger in die Lehre gehen. "Die Welle ist das Meer" gibt einen guten Einblick in Jägers Denken. Für mich war es das erste Buch von ihm, ein zweites habe ich nun bestellt.
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am 16. Mai 2010
Ich bin erst bei der Hälfte des Buches angekommen und kann wohl jetzt schon sagen, dass dies für mich eines der wertvollsten Bücher ist, welches ich bisher über Mystik gelesen habe. Es ist erstaunlich, mit welchem Mut, welcher Klarheit und welcher Tiefsicht der Autor hier als Christ über den Tellerrand seiner Religion hinausblickt und so auch für den Leser ein neues Bewusstsein schaft....

Sehr zu empfehlen ....
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am 28. August 2015
manches fasziniert, gibt neue bisher unbekannte Impulse, manches ist altbekannt und anderes wiederum kann ich so nicht annehmen (was aber für den Rest der Menschheit völlig unbedeutend ist).
Aber insgesamt ist es ein interessantes Buch, das zum Diskutieren und Nachdenken anregt.
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am 13. Mai 2013
Dieses Buch habe ich schon sehr oft verschenkt, aber auch selber gelesen. Es hat mir in einem Urlaub in Frankreich die Sinne geöffnet, ich hatte ein wunderbares Erlebnis auf einer Bergwanderung, als ich plötzlich mithilfe der Texte von Willigis Jäger so etwas wie eine Gottesbegegnung hatte.
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am 26. Dezember 2013
Da ich mich mit zunehmendem Alter immer öfter nach dem "Woher" und "Wohin" meiner eigenen Existenz frage, habe ich mehr per Zufall das Buch von Jäger gelesen. Auch wenn ich nicht Antwort auf alle meine Fragen gefunden habe, war es doch hilfreich für mich, dass einige der Ungereimtheiten & Widersprüchlichkeiten zwischen dem, was ich kirchenamtlich gefälligst zu glauben hätte, und meinen eigenen Gedanken & Zweifeln aufgelöst wurden. Hilfreich auch seine Bilder & Vergleiche zum Wahrheitsgehalt der verschiedenen Religionen & Glaubensrichtungen, die für mich eine beruhigende & fast schon tröstliche Distanz zum (in einer globalsierten Welt)absurden Anspruch der eigenen Kirche auf "DIE absolute Wahrheit / DEN wahren Glauben" geschaffen habe. Die Form des Interviews macht es erheblich leichter, sich in seine Gedanken einzulesen, denn Texte der Mystiker sind für einen theologisch Unbedarften wie mich ziemlich "schwer verdaulich".
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am 18. Januar 2011
Ganz sicher ein wertvolles Buch für religiös geprägte Menschen, die über Katechismus, Ethik und Moral hinauswachsen wollen.
Möglicherweise ebenso wertvoll für Menschen, denen aufgrund eines frühen Ausstiegs aus der Religion ein Verhältnis zum Göttlichen bislang verwehrt blieb.
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