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31 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gute Vorarbeit
Die zweite Auflage beweist, dass das Thema fasziniert und weiter Bücher folgen werden. Häusel gebührt die Anerkennung, dass er einer der ersten war, der ein Buch und nicht bloss Fachaufsätze darüber verfasste. Ein Buch, das den Mut hat, zu reduzieren, einfache Bilder zu verwenden und viele Wissenschaftsstreitereien auszublenden. Doch wenn ein Buch...
Veröffentlicht am 14. Mai 2003 von Fuchs Werner Dr

versus
89 von 96 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Maslow's Rache
"Think limbic!" ist der geniale Titel des Werks. Der Untertitel "Die Macht des Unbewußten verstehen und nutzen für Motivation, Marketing, Management" verlockte mich schließlich zum Kauf, ganz im Sinne der Kaufentscheidung aus dem limbischen System (Stimulanz!) heraus. Denn darum geht es in diesem Buch: "Der Thronsturz des Großhirns" (Titel des 2...
Veröffentlicht am 6. April 2002 von A. Lindenberg


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89 von 96 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Maslow's Rache, 6. April 2002
Von 
A. Lindenberg (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
"Think limbic!" ist der geniale Titel des Werks. Der Untertitel "Die Macht des Unbewußten verstehen und nutzen für Motivation, Marketing, Management" verlockte mich schließlich zum Kauf, ganz im Sinne der Kaufentscheidung aus dem limbischen System (Stimulanz!) heraus. Denn darum geht es in diesem Buch: "Der Thronsturz des Großhirns" (Titel des 2. Kapitels).
Der Autor legt in flüssig-flotter und damit lesbarer (verführerischer?) Schreibe dar, warum wir Porsche kaufen, katholisch sind und warum innovative Maßnahmen in traditionellen Unternehmen, die Marktanteile verlieren, für die Katz sind ("Die Ratten, die am besten schwimmen können, verlassen das sinkende Schiff als erstes"). Das ist interessant. Oder zumindest interessant verpackt. Denn so ganz neu ist weder zentrale Botschaft (Der Verbraucher glaubt an rationale Gründe für seine Kaufentscheidungen, während er eigentlich tieferen, "unbewußten" Kräften ausgeliefert ist) noch die Schlußfolgerung: "Machts wie die katholische Kirche: Sprecht gezielt die älteren tieferen Hirnschichten an, um Euer Zeug loszuwerden." Ich erinnere an den alten Buchtitel: "Die geheimen Verführer" aus den 70ern, in dem ähnliche Kernbotschaften schon publiziert wurden. Damals allerdings - zeitgeistgemäß - mit kritischem Unterton dem hemmungslosen Konsum gegenüber, wertend eben, wie es zur Zeit gar nicht trendy ist.
Nun ja, wenigstens die Fakten stimmen: Der Aufbau des Hirns in seinen drei Hauptabteilungen wird recht launig mit Graphiken eingängig gemacht. Und von wo aus wir wirklich gesteuert werden, ist ja auch wichtig zu wissen...
Leider stimmen diese Fakten zumindest nicht mit der gängigen Nomenklatur überein: Herr Häusel spricht vom limbischen System und postuliert, es würde "umgangssprachlich auch Reptilienhirn genannt" (S. 42), was falsch ist. Das limbische Hirn wird etablierterweise auch "Säugerhirn" genannt und ist, so der derzeitige Forschungsstand, für die Verarbeitung von Gefühlen zuständig. Gefühle sind allerdings wesentlich vielfältiger als die heilige Trinität des Herrn Häusel: Balance, Dominanz, Stimulanz. Was jeder Mensch bestätigen kann, der schon einmal getrauert hat oder albern war.
Was Herr Häusel meint, sind die Angelegenheiten eines Hirnteils, der noch ein Stockwerk tiefer regiert: Ein Teil des Stammhirns, in dem sog. Basisreflexe, wie Flucht, Angriff, Totstellen für unser schlichtes Überleben sorgen. Wo Basisfaktoren wie Wärme, Essen, Trinken, Sex und ein sicheres Revier gedeckt sein wollen. Dies allerdings ist die Reptilienabteilung.
"Limbisch" hört sich irgendwie gut an (Assoziation zu Labyrinth?) - und dann noch ganz opportun auf englisch: Limbic! Die Reduzierung menschlicher Motivation auf einen Drei-Komponenten-Kleber kommt dem zeitgeistgemäßen Bedürfnis nach Modellen entgegen, die wegen der Reduzierung auf ganz wenige Aspekte auch dem unkompliziertesten Denker das Gefühl von Durchblick geben (ein durchaus stammhirnbedingtes Bedürfnis!) - also pfeifen wir auf die offizielle Begriffsgebung und machen einen Seller!
Daß jeder Mensch absolut einzigartige Verknüpfungen, ein einmaliges "Straßennetz" von Hirn zu Hirn zu Hirn hat, die ganz getreu der Eindrücke der ersten Lebensjahre angelegt sind und später noch unglaublich erweitert und verändert werden können, wird von Herrn Häusel bequemerweise nicht weiter breitgeredet. Es könnte potentielle Auftraggeber (Herr Häusel betreibt eine Unternehmensberatung) unnötig verwirren.
Die Krönung des Buches ist die schlichte Feststellung, daß die bisherige Motivationsforschung im Sinne von Maslow falsch sei.
Wer Säuger und Reptilien auf diese muntere, unbefangene Art gleichsetzt, gibt allerdings Herrn Maslow doch das gute Gefühl, gerächt zu sein.
Weil aber auch viel Wahres drinsteht, gebe ich drei Sterne.
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31 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gute Vorarbeit, 14. Mai 2003
Von 
Fuchs Werner Dr (Zug Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Die zweite Auflage beweist, dass das Thema fasziniert und weiter Bücher folgen werden. Häusel gebührt die Anerkennung, dass er einer der ersten war, der ein Buch und nicht bloss Fachaufsätze darüber verfasste. Ein Buch, das den Mut hat, zu reduzieren, einfache Bilder zu verwenden und viele Wissenschaftsstreitereien auszublenden. Doch wenn ein Buch langsam zum Bestseller mutiert, wächst auch die Verantwortung für eine aktuelle Begrifflichkeit. So zementiert Häusler den missverständlichen Begriff "Reptilienhirn", spielt allzu keck mit statistischen Zahlen und reduziert das limbische System auf eine Steuerzentrale mit drei grossen Schalthebeln.
Wer der Namensgebung und den Vereinfachungen nicht traut, könnte ja zur weiterführenden Literatur greifen. Doch ausgerechnet einige der renommiertesten und gut verständlichen Hirnforscher fanden keine Aufnahme in Häusels Literaturliste. Zufall oder Absicht? Ärgerlich finde ich dies auf jeden Fall. Geht man davon aus, dass Reduktion ganz einfach die Kehrseite der Verständlichkeit ist, bleibt nicht mehr viel zu meckern.
Häusel arbeitet ein aktuelles Thema in leicht lesbarer und übersichtlicher Form so auf, dass es Laien packt und neugierig macht. Grafiken, Beispiele, Empfehlungen für den Alltag, Diagramme, Kärtchen zum Ausschneiden und sogar einen Limbic Check beweisen, dass der Autor die dargebotene Theorie auch in die Praxis umzusetzen weiss. Die Grundthese, dass Menschen weniger vernünftig handeln, als sie meinen oder behaupten, haben Künstler schon längst entdeckt. Häusels Buch richtet sich aber auch nicht an Menschen, die an der Kraft der Emotionen zweifeln, sondern an die Glaubensjünger der harten Faktoren, an Zahlenfetischisten, an Machbarkeitsfanatiker, an die selbst ernannten Erben der Aufklärung. Ihnen wollte der Autor allzu komplizierte Zusammenhänge ersparen. Daher holt er sie in ihrer Schwarz-Weiss-Welt ab, um ihnen die bunte Welt der Gefühle schmackhaft zu machen.
Psychologen werden sich winden und an gewissen Stellen nach Luft schnappen. Doch auch sie werden sich daran gewöhnen müssen, dass die Veränderbarkeit erwachsener Menschen engere Grenzen hat, als ihnen lieb ist. Bevor ein anderer Autor ein ähnlich gutes Buch schreibt, das dem tatsächlichen Aufbau des menschlichen Gehirns besser Rechnung trägt, steht Häuslers Werk ziemlich einsam in der Landschaft populärwissenschaftlicher Bücher zum Thema Hirnforschung und menschliches Verhalten. Wer nicht darauf warten will, sollte unbedingt jetzt schon Häuslers spannende Vorarbeit lesen.
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19 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ..., 13. Januar 2002
Ich stellte im Leseverlauf dieses Buches fest, dass die meisten meiner Zeitgenossen davon ausgehen, dass der Mensch ein Wesen sei, das selbstbewusst und frei sein Leben gestaltet und dessen Vernunft und Weisheit fast parallel mit jeder neuen Chip-Generation zunähme. Der Autor vertritt den Standpunkt: Unsere Genstrukturen, die unser Aussehen und Verhalten bestimmen, verändern sich nämlich unendlich langsam. Man kann sagen: In den letzten zwanzigtausend Jahren sind sie weitgehend dieselben geblieben. Und so vertritt H.G. Häusel, dass das neue Denken davon ausgehen muss: Unbewusstes steuert und dominiert das Bewusstsein. Insgesamt gesehen komme ich zu der Auffassung, dass diese Veröffentlich „kein normaler Management-Ratgeber" sei. Denn über die praktische Anwendung der Erkenntnisse auf den Arbeitsalltag erfahre ich darüber hinaus auch noch: Wie meine Werbebotschaften sich einen Logenplatz in den Köpfen meiner Kunden sichern kann, wie ich das limbische System meiner Mitarbeiter direkt ansprechen, wie das menschliche Gehirn letztendlich funktioniert und woran ich leistungsbereite und hochmotivierte Mitarbeiter erkenne. So erkenne ich nach eingehendem Studium dieser Think Limbic Veröffentlichung, dass es dem Autor gelungen ist, eine wirklichkeitsgerechte Synthese von neuesten Forschungsergebnissen und moderner Kommunikationstheorie mir zur besseren Menschenführung auf den Tisch zu legen. Auch ich bin der Meinung, dass das eigentliche Steuerungs- und Machtzentrum des Menschen in der ältesten Hirnregion,, dem limbischen System, liegt. Nicht von ungefähr wird dieser Teil des Gehirns auch „Reptiliengehirn" genannt. Ich gebe allerdings auch als Hoffnungsschimmer in diese Rezension ein, dass ich nicht dem Reptiliengehirn machtlos ausgeliefert sein muss. Inzwischen entwickelte die Menschheit durch Wissenschaft und Erfahrungsreichtum jedem, der will, Kenntnisse, sich mit dem limbischen System zu versöhnen und die Kraft und Sensibilität des Reptiliengehirns für den Umgang mit Menschen zu nutzen und im Zusammenleben und in Zusammenarbeit mit Menschen sinngerecht zu leben und zu arbeiten.
Auszug aus dem Inhaltsverzeichnis:
- Limbicpower: Die große Macht des Unbewussten
- Limbicrevolution: Der Thronsturz des Großhirns
- Balance: Die Kraft der Beharrung und Erhaltung
- Dominanz: Die Kraft des Wachstums und der Zerstörung
- Stimmulanz: Die Kraft der Innovation und der Kreativität
- Limbicmotivation: Abschied von Maslow & Co
- Limbicculture: Was wir vom erfolgreichsten Unternehmen aller Zeiten lernen können

- Limbicshopping: Von Jägern und Sammlern
- Limbiccustomerrelations: Wie man Kunden dauerhaft und fest an sich bindet
- Limbiccheck: Erkennen Sie Ihr eigenes limbisches Profil
Dr. Karl-J. Kluge
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es ist zu einfach und doch sooo schwer, 21. Juli 2002
Die Rückführung auf einige wesentliche Antriebe des Menschen zur Erläuterung des Seins und seiner Handlungen ist alt, immer wieder versucht und selten gelungen. Hier sieht es ein wenig anders aus. Das System des Buches ist logisch nachvollziehbar bis zwingend. Und transparent. Deshalb auch eine Erweiterung des Horizonts.
Einige menschliche Verhaltensweisen meiner Umgebung wie meine eigenen Handlungen habe ich nach der Lektüre - besser - verstanden. Und das waren wichtige Erkenntnisse - warum z.B. ist meine Frau so wie sie manchmal ist, warum plötzlich nett und lieb, warum an anderen Tagen ...
Ich empfehle dieses Buch insbesondere allen Beratern und dienstleistern von A wie Anwalt bis W wie Werbeagentur ... die werden die menschlichen Verhaltensweisen besser kategorisieren und einschätzen lernen. Und das ist wichtig für die tägliche Arbeit.
Deshalb Höchstwertung mit 5 Sternen in Anerkennung der Inhalte und des Lesegenusses.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nichts Neues, 21. Februar 2011
Kinder-Rezension
Rezension bezieht sich auf: Think Limbic! Die Macht des Unbewussten verstehen und nutzen für Motivation, Marketing, Management. Mit Audio-CD (Taschenbuch)
Die Inhalte sind meiner Meinung nach ziemlich dünn und nur sehr oberflächlich. Die geschilderten Erkenntnisse des Autors - das Unbewusste hat einen machtvollen Einfluss auf unser Denken und Handeln - sind doch alles andere als neu und revolutionär. Die Hinweise auf Paradigmenwechsel auf Basis neuester Ergebnisse der Gehirnforschung hören sich nach dem Lesen des Buches eher reisserisch an um den Verkauf anzukurbeln - neben handwerklich vernünftig aufbereiteten (bekannten) Basiserkenntnissen kommt eigentlich nicht mehr viel. Die dem Buch beiliegende Audio-CD wirkt "wie auf dem Sofa vom Autor selber auf Band gesprochen". Insgesamt nicht wirklich schlecht aber wie häufig "alter Wein in neuen Schläuchen" und für das Geld zu teuer.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Informativ und praxisnah, 18. Juli 2001
Von 
Rolf Dobelli (Luzern, Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Hans-Georg Häusel unternimmt mit diesem Buch einen Brückenschlag zwischen wissenschaftlicher Abhandlung und Management-Ratgeber. Dieser Spagat ist nicht immer glücklich: Für Neurologen und Psychologen ist das Buch sicher zu populär gehalten, während der Laie an vielen theoretischen Erläuterungen vielleicht nicht so interessiert ist. Dass die Theorie der bestimmenden Rolle des limbischen Systems fundiert ist, mag man noch anerkennen. Die Argumentationslinie erscheint des öfteren aber arg dünn. Zum Beispiel dann, wenn konkurrierende Ansätze ganz einfach mit einem imperativen „Falsch!" abgetan werden. Praktische Anwendungsmöglichkeiten sind über das gesamte Buch verteilt. Wir von getAbstract.com empfehlen „Think Limbic!" Managern, Beratern und Studierenden, die in den Bereichen Mitarbeiterführung, Werbung und Marketing oder einfach im täglichen Zusammenleben mit anderen durch bessere Menschenkenntnis erfolgreich sein wollen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hirnforschung aus Wirtschaftssicht - sehr spannend, 5. Oktober 2000
Warum reagieren Menschen so, wie sie reagieren? Eine wichtige Frage, wenn man im Berufsleben versucht, andere Menschen zu beeinflussen. Als Werbender, Personalfachmann oder Chef - wenn man nur wüßte, was in den Köpfen der Menschen so abläuft. Think Limbic hat mir einiges erklärt: Wir verhalten uns so, wie es uns die Evolution beigebracht hat: Sicherung, Drang nach oben, Drang nach Spaß. Zusammenfassend: Sehr lesenswert!
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Alles limbisch?, 21. Oktober 2000
Von Ein Kunde
Alles oder vieles was wir tun, ist nach Häusl auf unsere spezifische "limbische Instruktion" zurückzuführen, die man umschreiben kann als eine Art Prägung durch bestimmte Ur-Gefühlsmuster. Diese Urgefühle lassen sich in grobe Kategorien einteilen wie "Dominanz", "Stimulanz" (die auf Lustgewinn/Spiel/Entdeckung abzielt), "Balance" (auf Sicherheit bedacht). Auch wenn bei den Kategorisierungen der verschiedenen limbischen Typen und ihrer Verhaltensweisen Skepsis ob der manchmal vereinfachenden Einteilung aufkommen mag, leuchten die Schlussfolgerungen ein. Das Buch ist leicht zu lesen und irgendwie auch spannend, und durch die Hinweise zur praktischen Umsetzung nicht nur ein interessantes Fachbuch, sondern auch wirklich ein praktischer Ratgeber. In einem abschließenden Test kann der Leser seine eigene "limbische" Struktur herausfinden und so auch ein bisschen was über sich lernen.
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5.0 von 5 Sternen Sehr interessant, 4. Mai 2014
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Think Limbic! Die Macht des Unbewussten verstehen und nutzen für Motivation, Marketing, Management. Mit Audio-CD (Taschenbuch)
Ich habe dieses Buch für meine Bachelorarbeit Thema "Neuromarketing" verwendet. Ist super erklärt und sehr hilfreich. Kann das Buch nur empfehlen.
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3.0 von 5 Sternen Sind wir also doch nur Marionetten?, 9. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Think Limbic! Die Macht des Unbewussten verstehen und nutzen für Motivation, Marketing, Management. Mit Audio-CD (Taschenbuch)
In seinem Buch "Think Limbic!" gibt der Autor einen guten Überblick über den aktuellen Stand der Forschung in den Bereichen Neurologie und Psychologie und schlägt eine Brücke zwischen beiden. Er versucht die dabei aufgestellten Thesen aus der Evolutionstheorie herzuleiten, postuliert einige Schlussfolgerungen und stellt fest, dass die von ihm eingeführten limbischen Instruktionen und deren Auswirkungen im Sinne der Evolution sinnvoll seien, da sie sich als erfolgreich erwiesen hätten.

Meiner Meinung nach sind viele dieser Schlussfolgerungen aber falsch. Sie schreibt Dr. Häusel z.B. Fortschritt und Zerstörung würden immer Hand in Hand gehen, da sich beide aus der Dominanzinstruktion ableiten ließen. Ebenso stellt er dar, dass wir Menschen Bomben auf unsere Artgenossen werfen würden, weil uns die Dominanzinstruktion dieses Verhalten vorgibt. So, wie der Autor seine Argumentation insgesamt aufbaut, lässt sich leicht der Eindruck gewinnen, dass wir diesen und anderen zweifelhaften Verhaltensweisen ausgeliefert wären, ohne etwas dagegen tun zu können. Folgt man seiner Argumentation sehr stringent, könnte man ihm sogar unterstellen, dass er Umweltverschmutzung und Krieg für sinnvoll hält, weil sie sich ja im Laufe der Evolution als erfolgreich herausgestellt haben.

Zum einen würden Persönlichkeiten wie Dr. Martin Luther King Jr. und Mahatma Gandhi sich stark gegen diese Schlussfolgerungen verwehren. Wie die Geschichte immer wieder gezeigt hat, führt Gewaltlosigkeit nämlich zu weitaus besseren Ergebnissen als bedenkenlose Zerstörung und Gewalt. Dies erfordert jedoch einen sehr viel bewussteren Umgang mit sich selbst und seinen Mitmenschen, als wir laut Dr. Häusel als Menschen fähig sind an den Tag zu legen. Dabei deutet er selbst auf die Lösung aus der Diktatur der limbischen Instruktionen hin. Diese besteht nämlich in der Frage nach dem "Warum". Statt aber die Bedeutung dieser Frage zu vertiefen, wie das z.B. Simon Sinek in seinem Buch "Start With Why" getan hat, stellt Dr. Häusel nur beiläufig fest, dass wir Menschen diese Frage zu wenig stellen.

Zum anderen gibt es wenigstens ein Beispiel in dem ein schweizerisches Unternehmen Fortschritt nicht mit Zerstörung, sondern mit Verbesserung der Umweltbedingungen verbinden und damit noch hoch profitabel sein konnte. Dieses Beispiel führen die Brüder Heath in ihrem Buch "Made to Stick" an. Allerdings war auch hier ein sehr bewusster Umgang mit den Materialien und dem Produktionsprozess notwendig und die Lösung erforderte die Überwindung etlicher Hürden.

Wenn sich die unreflektierte Steuerung durch die limbischen Instruktionen in der Evolution wirklich als erfolgreich herausgestellt hätte, sollte es heute meiner Meinung nach nicht notwendig sein, die Diktatur dieser Instruktionen zu überwinden, um erfolgreich zu sein. Genau diese Überwindung empfiehlt Dr. Häusel aber auch in seinen "Empfehlungen für den Alltag", die jedem Kapitel folgen.

Insgesamt bietet dieses Buch also sehr interessante Einsichten, ist an manchen Stellen aber auch durchaus kritisch zu hinterfragen.
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