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Kundenrezensionen

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Wenn sich ein Buch wie die „Mäuse-Strategie“ von Spencer Johnson 26 Millionen Mal verkauft, überlegt natürlich manch einer, ob sein Weg zum Reichtum ebenfalls über ein selbst verfasstes Werk führen könnte. Doch weil die Anzahl sympathischer Lebewesen beschränkt ist, musste man auf Mediatoren ausweichen, denen wir gemeinhin jegliche Verwandtschaft zur Gattung Mensch absprechen. Daher erstaunt es auch nicht, dass Holm Friebe in seiner Einleitung bewundernswerte geistige Kapriolen schlägt, die Verwendung von Steinen zu legitimieren. Zudem warnt er Bremser, Verhinderer und Passivisten davor, sich für ihr Nichtstun mit seinem Büchlein entschuldigen zu wollen.

Die Stein-Strategie soll ein Programm innerer Beständigkeit und langfristiger Überlegenheit sein. Und damit ist auch schon gesagt, dass Holm Friebe alten Wein in neue Schläuche abfüllt. Doch das macht er so gut, dass ich bis zum Schluss zwischen einer Vier- und Fünfsternebewertung schwankte. Für das Maximum sprechen Friebes Sprachstil, seine spannenden Ausflüge in fremde Gebiete und die Notwendigkeit, alte Weisheiten immer wieder neu zu verpacken. Einen Abzug würden die mangelnde Praxistauglichkeit, die vielen Fremdwörter und eine überbordende Selbstverliebtheit des Autors sprechen. Aber wer von der Zeitschrift Neon zu den hundert wichtigsten jungen Deutschen ernannt und zu allen möglichen Themen medial befragt wird, kann die Bodenhaftung leicht verlieren.

„Wenn du überleben willst, bleib wo du bist!“ So lautet die erste wichtige Lektion der Stein-Strategie. Aber lassen sich Weisheiten aus Survival-Ratgebern tatsächlich auf ein Leben übertragen, das sich vorwiegend in den eigenen vier Wänden oder denen eines langjährigen Arbeitgebers abspielt? Holm Friebe meint zuerst, dass dies möglich ist und Sinn macht, bringt aber danach Erkenntnisse der Verhaltensökonomen Daniel Kahneman, Amos Tversky und Dan Ariely ins Spiel. Doch letztlich begeht er den gleichen Fehler wie Rolf Dobelli in seinem Bestseller „Die Kunst des klaren Denkens“: Er lässt die Formel „Leichter gesagt, als getan“ im Raum stehen.

Die zitierten Verhaltensökonomen weisen zu Recht darauf hin, dass „Lernen durch Einsicht“ mehr mit einem frommen Wunsch als mit einem evolutionären Erfolgsprodukt zu tun hat. Ein Buch mit dem Untertitel „Von der Kunst, nicht zu handeln“, das wirklich neuen Wein einschenkt, müsste stärker auf das Scheitern alter Rezepte eingehen und Strategien vorstellen, wie sich die unbewusst arbeitenden Hirnregionen für das Projekt „Alles wird besser“ einspannen lässt. Das ist vielleicht weniger populär, aber bestimmt wirkungsvoller.

Mein Fazit: Der amerikanische Schriftsteller Robert Greene weist mit seinem neuen Buch „Mastery“ die Richtung, in der Veränderungswillige wirkungsvolle Hilfestellungen finden. Holm Friebe hingegen bleibt trotz moderner und unterhaltsamer Einbettung seiner Anleitung zum Nichthandeln“ einem Konzept verhaftet, das auf der Formel „Lernen durch Einsicht“ beruht. Daher habe ich mich am Schluss für die Viersternebewertung entschieden. Nur wer seine unbewusst arbeitenden Hirnareale am Projekt „Mehr Gelassenheit“ beteiligt, wird dieses Ziel innert nützlicher Zeit erreichen.
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Holm Friebe, Volkswirt und Bestsellerautor, hält nicht viel vom voreiligen Handeln und konfusen Hyperaktivismus. Sein neues Buch ist keine
Rechtfertigungsschrift für Faulpelze und Prokrastinierer. Er proklamiert das Abwarten und wenig Aktivitäten, aber die mit durchschlagender Wirkung!

Hype-Hysterie und ununterbrochener Wechsel als Dauerzustand: Der Sound des permanenten Vollalarms frisst sich ins Bewusstsein vieler Menschen.
Dazu kommt die Prognosen-Paranoia, in die uns wichtigtuerische Experten versetzen, deren Szenarien meist wenig mit der Zukunft zu tun haben, sondern fixe
Ideen der Gegenwart fortschreiben. "Wenn man immer darauf setzt, dass sich nichts ändert, fährt man im Schnitt besser", weiß der Verfasser des Stein-Prinzips
und plädiert angenehm für Gelassenheit und gegen die Manie des Allerneuesten.

Frobe, Gründer der Zentralen Intelligenz Agentur in Berlin, versteht sich als Verfechter der Entschleunigung, gegen das voreilige Handeln und den konfusen
Hyperaktivismus. Situationen des Drucks, des Stresses, müssen in Handeln überführt werden, müssen sie wirklich?, fragt der Autor.

Das Buch ist amüsant, intelligent aufgebaut und Friebe führt etliche Metaphern rund um die Steine auf, recherchiert nach alten Weisheiten um die Steine herum,
kalauert, kommentiert, sinniert.

Eine interessante Philosophie, die bereits von vielen Aktienbesitzern praktiziert wird. Der Denkansatz ist auf alle Fälle bemerkenswert!
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am 3. November 2013
Im Gegensatz zu so manchem Doktorranden benötigt Holm Friebe keine Fußnoten, er schreibt direkt von wem er im Text zitiert - und davon macht er reichlich Gebrauch. Bin etwas enttäuscht. Ich habe mir das Buch aufgrund eines Zeitungsberichts gekauft. Aber vielleicht sind mir die vermittelten Erkenntnisse deshalb so geläufig, weil es Dinge sind, die man mit zunehmender Reife ohnehin lernt - oder nie, aber dann hilft einem das Buch auch nicht....
Für "junge Wilde" aber sicherlich ganz hilfreich, wenn sie vor Ungeduld zu platzen drohen und sich wundern, warum sich manche Dinge durch "intelligentes Aussitzen" von allein erledigen. Eltern, die auf den Lebensweg ihrer erwachsenen Kinder zurückschauen, werden wissen, was ich meine....
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am 29. Juni 2015
Ein intelligentes Buch ist "Die Stein-Strategie: Von der Kunst, nicht zu handeln" von Holm Friebe. Das Buch ist sehr fundiert und geht zur Betrachtung des Menschen auf die Metaebene. Statt nur das Individuum in der Interaktion zu betrachten, umfasst die Stein-Strategie gesellschaftliche Phänomene und zwar langfristig. Die Quintessenz wirkt auf den ersten Blick sehr konträr zu den meisten anderen Ansätzen: Verhalte Dich öfters wie ein Stein, sitze Dinge aus, warte ab und vergiss den Trend zur Hyperaktivität. Also ein Unterlassen aus Kalkül, keine Faulheit oder Aufschieberitis.
Friebe nennt Beispiele erfolgreicher “Abwarter” wie Warren Buffet, Steve Jobs, Angela Merkel und andere, die nicht in die hektische Kurzatmigkeit in Politik und Wirtschaft verfallen, sondern den Markt beäugen, auf das richtige Produkt, die passende Idee UND den Zeitpunkt warten. Abwarten erfordert Disziplin, schreibt Friebe.

Entscheidungen unter Zeitdruck gehen fast immer in die Hose, sinniert Friebe, und hat damit meines Erachten auch Recht. Unter Stress schüttet das Gehirn Noradrenalin und andere Stoffe aus, die unsere Denkfähigkeit signifikant herabsetzen und zugleich das Risikoverhalten stärken. Unsere Entscheidungen werden also dümmer und zugleich riskanter (für andere). Das erklärt oftmals das Ergebnis von Politdiskussionen oder Wirtschaftsstrategien, die spät in der Nacht entstanden. Wie oft habe ich in diesem Kontext schon gelesen, dass die Ratio überschätzt wird und das Bauchgefühl entscheidend sei. Das ist für mich Quatsch mit Soße. Es ist klar, dass beides ein System darstellt und abgewogen sein sollte. Ansonsten hätten wir auch nur ein System zur Verfügung, oder je nach Situation nur eines aktiv. Jeder Extremansatz scheitert, es ist zwangsläufig ein sowohl als auch – je nach Situation. Friebe gründet seine gemächliche Strategie auf das “Wu-Wei” im Taoismus (der später zum Buddhismus führte). was für das Handeln durch Nicht-Handeln steht.

Friebe führt aus, weswegen unsere scheinbar schnelllebige Zeit das genaue Gegenteil, nämlich innovationsarm ist und wir seit 100 Jahren kaum große Veränderungen hatten. Computer und Internet haben zwar die Kommunikation schnelllebiger gemacht, dennoch stagniert die Fortbewegung (selbst bei den Autos tut sich kaum was), die Medizinforschung (sehe ich etwas differenzierter, aber Krebs hat in der Tat noch niemand geheilt und Gendefekte, Alzheimer u.ä. können auch noch nicht “repariert” werden etc.) und es gab kaum lebensverändernde Erfindungen. Zunächst schrie ich innerlich auf, als ich das las. Näher betrachtet jedoch, gebe ich dem Mann Recht. Telefone haben keine Schnur mehr, aber es sind immer noch Telefone. Fernseher sind größer und flach, aber immer noch in Kisten und unsere Energiegewinnung ist weitestgehend entweder mit viel Dreck oder einem hohen Risiko für unser Leben verbunden. Selbst das moderne Phänomen Burnout, führt Friebe aus, ist nicht weiter verbreitet als vor 100 Jahren, als es ebenso schick war wie heute, allerdings noch Neurasthenie hieß.

Abwarten erfordert mehr Disziplin, allerdings schützt es vor Überreaktionen. Menschen mögen keine schnellen Veränderungen, daher besteht die Gefahr, der Zeit auch voraus zu sein. Meist sind es die Pioniere, die dann sang- und klanglos untergehen oder an Bedeutung verlieren (Beispiel AOL). Schöne Quintessenz des Büchleins: “Wenn Du Dich bewegst, musst Du wissen, wohin. Wenn Du Dich nicht bewegst, musst Du wissen, warum.”
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am 12. August 2014
Interessantes Thema, originelle These. Gegen den Wahn von Wandel, Veränderung, Hektik und Aktionismus als Selbstzweck. Für Gelassenheit, Stillhalten, Abwarten, intelligentes Nichtstun. Getreu der Einsicht: Die Umtriebigen und Agilen, die Paniker und Machbarkeitsfanatiker richten mehr Schaden an als die besonnenen Passivisten. Also: In der Ruhe liegt die Kraft!
All dies wird in Einleitung und erstem Kapitel (bis Seite 56) überzeugend und einleuchtend behandelt. Leider jedoch geht diesem ohnehin schon schmalen Büchlein danach die Puste aus. Die folgenden Erläuterungen und Beispiele sind dann doch eher ermüdend und sich wiederholend. Es kommt nicht mehr viel Neues.
Fazit: Starker Anfang, mäßiger Fortgang, laues Ende. Ganz im Sinne seiner eigenen Thesen hätte sich der Autor auch noch der Kunst der Selbstbeschränkung unterwerfen sollen. Denn: In der Kürze liegt die Würze.
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am 26. Januar 2016
Wenn du dich bewegst, musst du wissen wohin. Wenn du dich nicht bewegst, musst du wissen warum - Die Stein-Strategie

Das ist das Gegenteil unserer heutigen Zeit, dem Immer höher, immer schneller-Denkens und die Quintessenz der Stein-Strategie von Holm Friebe.
Wir leben in einer Zeit, wo dass Stillstehen verachtet und Bewegung bewundert wird, das schnelle Reagieren und Handeln in jeder Situation und das am Besten auch noch perfekt. Ganz nach dem Maximalprinzip: den größtmöglichsten Erfolg erziehlen.
Burnout und Kreislaufzusammenbrüche gehört trauriger weise fast schon an der Tagesortnung und doch halten wir nicht still - denn das ist ja schlecht, so bringt man es uns bei. Aber ist das auch richtig?
Ich selbst bin ein hibbeliger Mensch und kann keine zwei Minuten ruhig sitzen, ohne nichts zu tun. Am liebsten würde ich zwanzig Dinge gleichzeitig tun und bin so schon mehrmals an meine Belasungsgrenzen gekommen und habe sie auch überschritten. Aber zu welchem Preis? Die Nerven drehen durch, aus Freude für neue Projekte wird Frustration und alles steigt zu Kopf.
Darum muss hier eine Notbremse gezogen werden - aber wie will man alte, antrainierte Gewohnheiten ändern? Wie sehen meine neuen Ziele aus? Muss ich zum Faulenzer werden?
Der Autor Holm Friebe sagt klar aus, dass Die Stein-Strategie keine erkärung für Faulheit ist. Es ist nicht falsch, einmal eine Runde auszusetzen, zu beobachten, auf den richtigen Zeitpunkt warten und dann erst zu reagieren. Dieses Abwarten erkennt man bei vielen erfolgreichen Menschen (z.B. Steve Jobs), die dadurch auch die richtigen Entscheidungen getroffen haben.
Wie oft haben wir schon eine Entscheidung, die wir unter Zeitdruck getroffen hatten, bereut? Oft.
Es geht nicht darum, schnell eine Antowrt parat zu haben, sondern die richtige.

Wenn es so ist, wieso haben wir unsere Denkweise zu der von Heute dazu gebracht, so zu sein? Wegen dem Internet?
Ja, dadurch erhält Schnelligkeit eine neue Definition, doch das wars schon. Alles andere ist prinzipiell erhalten geblieben. Durch unserer neues Denken haben wir noch immer kein neues Heilmittel gegen Krebs entdeckt, konnten den Tod verhindern oder Einsteins Weltformel gefunden. Generell ist eigentlich alles beim Alten geblieben. Selbst Ämter haben sich nicht verändert - noch immer lassen Antworten entloslange lange auf sich warten, außer das Finanzamt klopft an der Tür.

Friebes Theorie ist nicht neu erfunden worden. Doch eine Erklärungen sind sehr gut verständlich und einfach nachzuvollziehen.
Irgendwann erreicht jeder das Ende einer Leiter, aber wenn man die Kunst des Innehaltens beherscht, wird der Weg deutlich effizienter sein, anstatt nur effektiv.

- von DasLesesofa.Blogspot.de
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am 28. Dezember 2013
Zu Beginn liest sich das Buch recht amüsant. Der Autor nennt Beispiele unterschiedlicher Themenbereiche und resultiert daraus die Erkenntnisse auf das mögliche Verhalten in einer Art Stein Stategie. Das wirkt interessant und man ist auch sehr überrascht über die Auswahl dieser Beispiele des Lebens und der Geschichte. Im weiteren Verlauf des Buches wirkte das Ganze auf mich aber immer zäher. Immer neue Beispiele. man hat nach jedem Kapitel das Gefühl, hier war ich schon mal, hier kommt nichts mehr Neues. Und so gerät auch die eigentliche Steinstrategorie in der Anhäufung weiterer Beispiele zu sehr in den Hintergrund. Der rote Faden geht mehr und mehr verloren. Mir fehlt leider im Buch die Erkenntnis der eigentlichen Aussage des Autors. Diese ging mehr und mehr verloren oder wurde nie so richtig in der Tiefe behandelt.
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am 25. März 2015
Es gibt Erkenntnisse, die werden bereits im Titel erschöpfend abgehandelt, sei es, weil es dem Autor misslingt, Inhalte zu kreieren, sei es, weil die Botschaft allumfassend ist und nicht ergänzt werden muss. Ich empfehle die Botschaft zu befolgen, bis es weh tut. Vielleicht weil man einen Stein im Schuh hat? Dann handeln, aber nicht lesen...
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HALL OF FAMETOP 500 REZENSENTam 14. November 2013
Holm Friebe ist Volkswirt, Hochschullehrer und Geschäftsführer und hat bereits mehrere Sachbücher verfasst. In der Stein-Strategie widmet er sich nun einem Thema, das in der Wirtschaft, aber auch in anderen Feldern sowie im Alltag allzu oft vernachlässigt wird: Es geht um die Kunst des Unterlassens, der Zauderns, des Nicht-Handelns, obwohl man auch Alternativen hätte. Unsere Zeit gilt als besonders hektisch und betriebsam - das Nicht-Handeln wird allgemein eher verachtet denn geschätzt. Umso interessanter ist es, dass der Autor nun eine Lanze bricht fürs Unterlassen, das nicht mit dem zwanghaften Aufschieben (Prokrastination) zu verwechseln ist. Holm Friebe erläutert zunächst, was die Stein-Strategie ist und was sie nicht ist, anschließend befasst er sich mit den zahlreichen Strategien, die seit vielen Jahren den Ratgebermarkt beherrschen und in denen es meist um gesteigerte Betriebsamkeit, schnelle Veränderung und absolute Flexibilität geht. Im Anschluss wird erklärt, warum die "Stein-Strategie" in sehr vielen Fällen die langfristig sinnvollere Lösung ist.
Der Autor gliedert seine Ausführungen klar und übersichtlich. Nach einer Einführung zeigt er die verschiedenen Facetten des Unterlassens auf. Es geht um die "Kunst des Liegen-Bleibens", um die "Kunst des Ruhe-Bewahrens", die "Kunst des Sturstellens", die "Kunst des lauten Schweigens" und die "Kunst des Bleiben-Lassens." Dabei schreibt Friebe nicht nur einen Ratgeber (wie dies bei den meisten "Strategie"-Titeln der Fall ist), sondern setzt sich auch mit den Dingen auseinander, die hinter unserem Handeln stecken und er versucht die Wurzeln der Kunst des Nicht-Handelns auszumachen, die nicht nur in den fernöstlichen Weisheitslehren zu suchen sind.
Das Buch ist trotz seiner Kompaktheit (knapp 200 Seiten Text) sehr gehaltvoll und dabei stets gut verständlich. Der Autor springt nicht von einem Thema zum nächsten, sondern schafft schrittweise ein großes Ganzes, das einfach rund ist.
Angesprochen werden hier alle Menschen, die sich mit Verhalten auseinandersetzen möchten. Nicht nur Wirtschaftswissenschaftler, die eine optimale Strategie ermitteln möchten, sondern auch alle anderen, die Verhalten im Alltag hinterfragen wollen, werden hier eine Menge lernen können. Der gut verständliche Stil des Autors ermöglicht es jedem Interessierten, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Fremdwörter werden stets gut erklärt und es wird kein Vorwissen vorausgesetzt, wenngleich man natürlich einige bekannte Themen finden wird, wenn man beispielsweise schon Kahnemann, Dobelli oder andere Autoren dieses Genres gelesen hat.
Mir persönlich hat der Stil des Autors sehr gut gefallen. Friebe liest sich leichter als z.B. Kahnemann, bringt aber ebenfalls sehr viele Inhalte aufs Tapet.

Aufmachung des Buches
Das Buch hat einen festen Kartoneinband. Der Einband ist blau und recht einfach gehalten. In weißer Schrift sind Autor, Titel, Untertitel und Verlag, sowie eine Grafik zu sehen. Zwei Hände, die die beiden Zeichen für "Stein" und "Schere" aus dem bekannten Spiel "Schere-Stein-Papier" symbolisieren, verdeutlichen, welche beiden Handlungsstrategien sich hier gegenüberstehen.
Im Buch sind bei jedem Kapitelbeginn ebenfalls einfache Symbole abgedruckt. Die Schrift ist gut lesbar (nicht zu klein).

Fazit
Mir hat die "Stein-Strategie" ausgesprochen gut gefallen. Der Autor zeigt eindrucksvoll auf, wie negativ sich unser oft von purem Aktionismus geprägtes Handeln auswirken kann. Das Buch sensibilisiert für den Alltag - wenngleich es oft sehr schwer ist, die Stein-Strategie auch tatsächlich umzusetzen. Aber es ist auf alle Fälle jedes Mal aufs Neue eine interessante Erfahrung!
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am 6. April 2014
Ich fürchtete zuerst, dass es sich hier um eines der typischen "Blog"-Bücher handelt, die sich eher mit den Ideen anderer auf eine nicht tiefsinnige Weise abmühen. Weit gefehlt!
Es ist schon verwirrend, dass die Steinstrategie einen interessanten Parallelprozess innehat: während der Autor für das Abwarten, Timing statt Trends und vor allem der Gelassenheit wirbt, wirkt seine Abhandlung zuweilen gehetzt und ruhelos, in der Sprache laut und werbisch-eitel sowie eher in die Breite statt in die Tiefe gehend.
Aber was mir auf der Tonspur gefiel, hält auch nach der Lektüre stand. Wunderbar gewählte Themen, Zitate und Einblicke in den Kern der Fragestellung und seine Bewandtnis und Wichtigkeit. Ich habe sehr viel daraus geschöpft und es hält wie gesagt noch an.
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