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am 28. Mai 2012
Mit dem Buch "Softwarearchitekturen dokumentieren und kommunizieren" von Stefan Zörner gibt es endlich eine praxistaugliche Anleitung zur effizienten Dokumentation von Softwarearchitekturen.

Sehr anschaulich und verständlich werden dabei nicht nur alle Grundlagen zum Thema beschrieben, sondern mittels des kompletten durchgängigen Beispiels einer Schach-Engine bekommt der Leser auch die richtige Anwendung der Inhalte mitgeliefert.

Wer "arc42" von Gernot Starke und Peter Hruschka kennt, dem werden die meisten Kapitel und Sichten bekannt vorkommen. Aber das Buch geht in Motivation und praktischer Ausgestaltung noch tiefer. Ausführlich wird die Wichtigkeit von Achitekturentscheidungen und Qualitätsszenarien verdeutlicht. Im Praxisteil werden Dokumentationswerkzeuge (inkl. von Vor-/Nachteilen von UML-Tools und Wikis), hilfreiche Best-Practise-Tipps und vermeidbare Stolperfallen dargestellt.

Als besonders wertvoll und hilfreich sind zu erwähnen:
- Steckbriefe als Zusammenfassung jedes Dokumentationsmittels
- übersichtliche Kernaussagen am Ende jedes Kapitels
- zwei durchgängige Fallbeispiele (Web-Schachplattform, Schach-Engine)
- hilfreiche Praxistipps (meine Favoriten: "Doctator", "Simplified UML")
- zahlreiche Bilder und grafische Darstellungen

Zweifelhaft erscheint mir die Festlegung auf eine Obergrenze von 30 Seiten Dokumentationsumfang, unabhängig von der Größe des IT-Systems. Bei einem größeren industriellen Softwaresystem wird man (anders als in dem Schach-Engine-Beispiel) in der Architekturdokumentation nicht auf Klassen- und Methoden-Ebene absteigen und dennoch mit 30 Seiten nicht immer sinnvoll auskommen können.

Ich kann dieses Buch allen Entwicklern und Architekten uneingeschränkt empfehlen und hoffe (da ich selbst schon oft schlechte Architektur-Dokumente lesen musste), dass diese Inhalte auch im Pflichtteil der Informatik-Studiengänge weiter verbreitet werden. Denn letzten Endes wird eine wirkungsvolle Dokumentation den Unternehmen Zeit und Kosten sparen.
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am 11. Juni 2012
Beim Lesen stellt man fest, wie viel Herzblut und Arbeit in das Buch geflossen ist. Es ist eines dieser Bücher, die dem Leser einen echten Mehrwert liefern. Statt triviale Allgemeinplätze aneinanderzureihen, motiviert Stefan Zörner die Notwendigkeit einer guten Architekturdokumentation nachvollziehbar und liefert in sehr klarer Struktur Hilfestellungen für die angemessene Architekturdokumentation.

Anstatt dogmatisch Gebote zu verkünden, die automatisch zu guter Dokumentation führen, bietet das Buch passende Daumenregeln gepaart mit Hinweisen, wann man eher zur einen oder zur anderen Seite tendieren sollte. Ein schönes Beispiel hierzu geben die prägnanten Tipps ab, wann man eine Datenbank im Kontext eher beschreibt und wann eher nicht.

Das Buch skizziert zwischen den Zeilen ein Vorgehen, ohne an irgendeiner Stelle ein Vorgehensmodell in den Vordergrund zu stellen. Allein aus dieser Warte ist das Buch sehr sympathisch, weil es anführt ohne zu belehren. Es gibt dabei sowohl dem erfahrenen Architekten als auch eher unerfahrenen Softwerker wichtige Einsichten.

Es greift Werkzeugdiskussionen auf und vermittelt ein Grundverständnis für Einsatzmöglichkeiten der verschiedenen Werkzeuge und all das, ohne dabei das Gefühl zu vermitteln, dass die Dokumentation im Zentrum steht. Vielmehr werden die Prioritäten geordnet und erläutert, wie man zu einer sinnvollen Entscheidung kommt, was dokumentiert werden muss.

All das wird durch das reale Beispiel plastisch, das nicht nur leicht nachvollziehbar im Buch beschrieben wird, sondern auch noch als Open Source-Projekt einsehbar ist. In Architekturschulungen wird häufig der Wunsch nach anfassbaren Beispielen von gelungenen Architektur-Dokumentationen geäußert. Stefan Zörner liefert mit Kapitel 9 auf jeden Fall ein solches Beispiel.

Zu guter Letzt bleibt zu sagen, dass die verwendeten Begriffe, Konzepte und Ansichten perfekt zum Lehrplan des iSAQB für den CPSA-F (Certified Professional for Software Architecture, Foundation Level) passen.

Die Kombination von gebundenem Buch und kostenfrei herunterladbarem Ebook erhöht die Wertigkeit dieses Buchs.

Mein Fazit: Es gibt viele Bücher über Softwarearchitektur. Und dieses gehört zu denen, die man gelesen haben sollte, wenn man Softwareprojekte macht.
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am 22. Juli 2013
Ich habe das Buch mit großem Interesse gelesen und mir gefallen sowohl der Stil als auch der Inhalt sehr. Ein durchgängiges Beispiel als auch die einleitenden Worte zeigen sehr deutlich, wie wichtig und notwendig für ein bestehendes und neu zu entwickelnde Systeme eine Dokumentation oberhalb des Sourcecodes sind.

Den allerletzten Schritt, auf den ich persönlich gehofft hatte, geht der Autor allerdings nicht. Klar gibt es Gliederungsvorschläge, selbstverständlich gibt es Word, PDF und Mindmapping Tools, aber wer stellt wie sicher, dass das, was dort geschrieben steht, mit der Realität zu tun hat? Wer zieht die Verbindungsstrippen zwischen den IPs, den Ports den Prozessen, den Connections und der darüber dokumentierten, theoretischen Schicht? Sicherlich beschreibt der Autor zurecht, wieso Dokumentation so wichtig ist und weder dem Inhalt noch den Gedankengängen will ich widersprechen. Nur leider belässt er es eben auch bei dieser "Schrank"-Ware und kommt nicht dazu eine Architektur anzupreisen, die das essentielle Problem von Forward- und Reverse-Engineering angeht oder zumindest zu lösen versucht. Insofern gehört dieses Buch für mich zu den anderen in meinen Schrank. Schönes Papier, schöne Schrift, aber eben Schrank-Ware.
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am 23. April 2013
Ich kann das Buch nur jedem empfehlen, der mit Software-Architekturen zu tun hat. Es ist verständlich geschrieben, auch für Nicht-ITler, und hat eindeutigen und nachvollziehbaren Praxisbezug. Anhand eines praktischen Beispiels, das konsequent durch das Buch geführt wird, werden die theoretischen Erklärungen realitätsnah und einleuchtend erklärt.
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