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TOP 1000 REZENSENTam 27. April 2012
Münchau setzt in seinem Buch zur Finanzkrise seit 2007 bei den Basics an: Eine Bank nutzt die Einlagen der Sparer für Kredite zum höheren Zinssatz. Eigenkapitalquoten werden dabei von der Politik vorgegeben. Gibt es Liquiditätslücken werden diese durch regelmäßige Notenbank-Tender ausgeglichen. Für den Fall, dass es zwischendrin Engpässe gibt, helfen sich Banken untereinander aus. Seit 2008 kam dieser Interbankenverkehr immer wieder bedrohlich ins Stocken. Jeder misstraute dem Anderen, da unklar war, wieviel toxische Papiere ihn belasteten.

Ein deutlicher Indikator hierfür war der sog. TED-Spread, der die Differenz zwischen den Zinssätze amerikanischer Staatsanleihen und dem des Interbankenverkehrs kenntlich macht. Ist diese Differenz ungewöhnlich hoch ist dies ein Indiz für Misstrauen zwischen den Banken und eine sich anbahnende oder manifeste Liquiditätskrise. Die Krise der Finanzwirtschaft schlägt auf die Realwirtschaft durch, da diese nicht mehr ausreichend mit Geld versorgt wird.

Credit Default Swaps, mit denen sich Banken - zumeist über Hedgefonds oder auch normale Versicherungsgesellschaften - für den Fall von Kreditausfällen versichern, hätten der Krise eigentlich im Vorfeld entgegensteuern sollen. Fatale Auswirkungen hatte aber, dass diese CDS grundsätzlich auch für Investoren, die an den zu versichernden Risiken gar nicht beteiligt sind, auf dem Kapitalmarkt erworben werden können. Je mehr CDS nachgefragt werden, desto mehr steigen die Gewinnmöglichkeiten der Halter solcher Papiere im Fall des Eintritts der Kreditausfälle, auf die sie sich jeweils beziehen. So finden sich nicht selten große Interessengruppen, die einen Versicherungsfall herbeispekulieren.

Sowohl Kredite wie auch Kreditausfallversicherungen können von Banken an andere Institutionen abgetreten werden, wo diese in einen Pool fließen aus dem Verbriefungen kreiert werden. Diese ABS oder MBS können wiederum zu CDOs weiter verbrieft werden. Solche Kreditbesicherten Wertpapiere werden dann in der Regel in Tranchen mit unterschiedlichem Ausfallrisiko und Entsprechenden Renditechancen am Kapitalmarkt - außerbörslich - angeboten. Auch hier ist die Grundidee gut. Die Risiken und Gewinnmöglichkeiten fein zu staffeln, erhöht die Attraktivität für Investoren. Relativ riskante Unternehmungen, die sonst nicht finanziert werden könnten, erhalten auf diese Weise Kapital. Im Fall der die weltweite Finanzkrise auslösenden amerikanischen Immobilienkrise, wurden Verbriefungsmöglichkeiten aber genutzt, um nicht mehr verantwortbare Risiken, die im Zuge der Vergabe von Subprime-Krediten entstanden zu verschleiern.

Basel I legte Regeln für die Eigenkapitaleinlagen der Banken gemäß starren Risikokriterien fest - Unternehmens- und Privatkredite wurden mit 100%, Hypotheken nur mit 50%, Staatsanleihen nur mit 20% des Nominalwertes zur Grundlage der Berechnung der entsprechenden Eigenkapitalquoten (8%). Dies setzte falsche Anreize. Dort wo Kredite am meisten gebraucht wurden, gingen sie am wenigsten hin. Außerdem - wir erleben es gerade - erweisen sich Hypotheken und Staatsanleihen keineswegs immer als die sicherere Investition. Basel II sollte hier gegensteuern und mit der Einführung der Ratingagenturen Kredite bzw. aus ihnen entwickelte Papiere differenzierter bewerten.

Einmal mehr zeigte sich jedoch, dass die bestgemeinten Regularien Probleme bestenfalls verschieben, wenn mehr und mehr jegliche Moral aus einem System entschwindet. Dass Münchau - anders als Autoren wie Stiglitz, Sennet, Sachs oder auch Otte oder Schmidt - für diesen Aspekt völlig der Blick fehlt, ist eine Schwäche des ansonsten viel gut aufbereitetes Fachwissen und Sachverstand vermittelnden Buches.

Welche Lösungsansätze sieht der Autor?

Geldpolitik orientierte sich seit den 90ern nicht mehr an der Geldmenge sondern der Preisentwicklung gemessen an einem Warenkorb. Inflationäre Entwicklungen auf dem Immobilien oder Finanzmarkt, werden auf diese Weise nicht berücksichtigt. Hier fordert der Autor eine Reform.

Ebenso plädiert Münchau für vermehrte internationale Kooperation beim Abbau von Ungleichgewichten. So müsse etwa die USA mehr sparen, China und Deutschland den Inlandskonsum ankurbeln. Der moderne Merkantilismus der Chinesen, der auch die Verhinderung der Aufwertung der eigenen Währung umfasst und so Exporte zusätzlich günstig macht, ist ein besonderes Thema.

Außerdem fordert er im Zuge einer Überarbeitung der Baseler Vorgaben das Setzen von antizyklischen Anreizen. Es geht darum, einer reinen Marktbewertung (Mark to Market) eine Bewertung entgegenzusetzen, die sich stärker auf Realwerte bezieht. Das bei den Derivaten stattfindende Rating durch die entsprechenden Agenturen ist hier natürlich nicht unbedingt die Alternative. Diesen, so Münchau, sollte man den quasi-amtlichen, offiziellen Status aberkennen und ihre Ergebnisse ganz einfach neben anderen Bewertungskriterien zur Kenntnis nehmen und einbeziehen.

Bezüglich der CDS, deren Marktvolumen zur Zeit, als der Autor das Buch schrieb, mit 62 Billionen Dollar das Welt-Bruttosozialprodukt überstieg, empfiehlt er eine klare Zuordnung entweder zum Versicherungsmarkt oder zum Handel an der Börse. Dies würde mit entsprechenden Regulierungen und Kontrollen einher gehen.

Im Jahr 2010 - der Autor ahnte es noch nicht - fand man sich zu Basel III zusammen. Hier einigte man sich v.a. auf höhere Kernkapitalquoten (der härteste" Anteil des Eigenkapitals) sowie zusätzliche Kapitalpuffer u.a. zur Absicherung zyklischer Einbrüche. Vermutlich wird Münchau dies als ersten zaghaften Schritt sehen.
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am 26. Juni 2009
Unsere Realwirtschaft wird seit geraumer Zeit durch die Geldwirtschaft geprägt. Ja sogar regelrecht gefesselt und geknebelt. Die finalen Entscheider über Aufträge mit benötigter Kreditaufnahme sind die Banken und deren Ratingmodelle für die Unternehmen. Ein fernab der Realität (deshalb auch so treffend Realwirtschaft) konstuierter Entscheidungsprozess einer Kreditabteilung maßt sich an, über die Rentabilität und von Vorhaben objektiv entscheiden zu können. Die wenigsten Banker kommen zu ihren Kunden und schauen sich die anstehenden Projekte an und entscheiden dann. Es geht ja schliesslich um Risokomanagement, und es geht um das geringste Risiko für die Banken.
Dem gegenüber stehen aber risikobehaftete Anlageformen, die einem Bankkunden mit einem Batzen Geld auf dem Festgeld/Tagesgeldkonto unnachgiebig und ständig offeriert werden. "Es geht ja schliesslich" den Beratern um Provisionen und Gebühren. Ungeachtet und unbestraft bleibt, ob der Kunde diese Anlageform denn überhaupt braucht bzw es existiert kein "Rating" ob ein Kunde so etwas noch zuzumuten ist. Ein 70-Jähriger Rentner, der seine langjährig zusammen gesparten 100.000 € als Altersvorsorge, doch besser sicher und traditionell anlegen sollte als dieses Geld in verkapselte CDOs zu stecken, ist sicher gut bzw besser beraten. Die Moral und Ethik sollte dies vornherein verbieten, es sei denn der Kunde besteht darauf und weiss genau welches Risiko er eingeht.
Eine Bank gibt ja schliesslich einem 70-Jährigen auch keinen Kredit mehr. Das Risiko für die Bank, die unternehmerischen Investment-Ideen eines 70-jährigen zu unterstützen, ist bekanntlich zu hoch.
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am 7. Juni 2009
Wolfgang Münchau gibt eine auch für Laien verständliche Beschreibung des Kreditmarktes und was dort schief lief. Die Instrumente, Akteure und deren Handlungsweisen werden leicht lesbar erklärt, ohne dabei unangemessen zu vereinfachen. Wer sich über die aus den Medien bekannten Schlagworte hinaus näher informieren möchte, was genau geschah bzw. wo genau die Probleme liegen, dem sei dieses Buch sehr empfohlen.

Wie in allen guten Büchern zur Krise gibt der Autor lediglich Ratschläge, wie man seine eigene Situation vernünftig beurteilen kann, um angemessen in der aktuellen Situation zu agieren, keine konkrete Anleitung, wie man etwa investieren soll, denn jeder solche Ratschlag wäre unseriös. Genauso wenig gibt er eine exakte Beschreibung, wie die Krise weiter gehen wird, denn auch dies kann niemand wirklich leisten.
Innerhalb dieser Grenzen jedoch kann man nur ein durchweg positives Fazit ziehen: Klare Sprache und eine detaillierte Analyse der Situation.
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am 21. Januar 2009
In seinem preisgekrönten Buch "Vorbeben" hatte der Wirtschaftsjournalist Robert Münchau, ein profunder Kenner und Analyst der Materie schon relativ präzise und detailliert angekündigt und vorhergesehen, wie sich im Laufe des Jahres 2008 die Situation auf den weltweiten Finanzmärkten entwickeln würden. Er hatte ganz genau und auch für Laien verständlich beschrieben, wie die heutigen hochkomplizierten Finanzmärkte funktionieren, ihre verschiedenen Instrumente genannt und bewertet und gezeigt, wie sie in kürzester Zeit ganze Finanzzweige vernichten können.

Aus dem Vorbeben ist nun der größte anzunehmende Unfall geworden , ein GAU des Finanzsystems, eine Kernschmelze ungeahnten Ausmaßes, längst noch nicht abgeschlossen. Ein Vorgang, der die ganze Welt in den nächsten Jahren noch in eine Wirtschaftskrise von bisher nicht gekannten Dimensionen stürzen wird.

Mit dem vorliegenden Buch hat Robert Münchau "Vorbeben" angesichts der Vorgänge des Jahres 2008 komplett überarbeitet und zeichnet sehr verständlich und dennoch schockierend die Vorgänge nach, die die vielen Blasen zum Platzen brachten. Er analysiert mit kühlem Kopf und bezeichnet die auf der ganzen Welt hektisch geschnürten Finanzpakete als Tropfen auf den heißen Stein. Selbst wenn sie irgendeine positive Wirkung haben sollten, können sie die Weltwirtschaft nicht wirklich aus dem tiefen Tal herausführen, in das die hemmungslose Gier und die Sucht nach der Maximalrendite die Welt gestürzt haben.

Ich persönlich glaube auch nicht daran, dass sich an dieser Gier und dieser Sucht etwas Entscheidendes ändern wird. Wenn ich sehe, wie nun von dubiosen Direktbanken überall mit hochprozentigem Tagesgeld geworben wird, dann herrscht dort noch genau derselbe Geist und dieselbe Haltung vor. Wie vorher an den Börsen und bei den Hedgefonds.

Es sind, so finde ich, eben nicht nur die "Banker" und die Börsenfreaks, die diese Entwicklung beschleunigt haben und sich noch immer nicht wirklich geändert haben, sondern es sind auch die einfachen Anleger, die auf die Werbungen mit hoher Rendite hereinfallen und so die Fonds, in die sie einzahlen unter entsprechenden Druck bringen.

Dennoch: wer als Bankangestellter, egal ob nun mit Auftrag seines Vorstandes oder nicht, einem Rentner unsichere Papiere verkauft, wie das bei den Lehmann-Papieren der Fall war, obwohl er genau weiß, wie unstabil dies ist, nur weil er dabei eine hohe Provision kassiert, handelt extrem kriminell. Wir müssen zu einer Ethik des Wirtschaftens und des Beratens im Finanzsektor finden, die solches Verhalten ächtet.

Ob das gelingen wird, daran habe ich angesichts der Sucht der meisten Menschen nach mehr meine Zweifel. Sobald die Krise überstanden sein wird, wird es wieder losgehen.
Auch dieses hervorragende Buch wird daran nichts ändern. Ich kann es dennoch sehr empfehlen.
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am 27. Dezember 2008
Noch nie habe ich eine Rezension geschrieben, aber bei diesem Buch geht es nicht anders. Hier mußte wohl kurz vor Weihnachten noch Kasse gemacht werden.

Das Buch ist zum großen Teil aus dem bereits bestehenden Buch "Vorbeben" aufgewärmt. Der Rest ist eine langweilige Aneinanderreihung von Zeitungsartikeln oder eine lexikonhafte Darstellung von angeblichem Wissen und Definitionen wie man Sie überall im Internet lesen kann. Die wirklichen Aussagen kann man auf 10 Seiten eindampfen.

Schade, denn das Thema ist wirklich spannend, aber zum Erklären braucht man kein Buch schreiben. 10 Seiten Powerpoint tun's auch, nur verdient damit keiner Geld.
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am 4. Oktober 2008
Ich habe das Buch als interessierter Laie gekauft, um Konkretes über die Krise zu erfahren, speziell, was sie für uns in Deutschland bedeutet und noch bringen kann. Sozusagen, um einen Blick hinter die Kulissen zu werfen bzw. auch, um zu erfahren, wo wir stehen (bzw. zur Drucklegung des Buches standen).

Sicher bin ich zu wenig versiert, um möglicherweise enthaltene feine Finessen angemessen zu würdigen. Aber im Großen und Ganzen hat mir das doch recht teure Buch nicht viel Neues beschert. Wie aus der Vermarktung von Subprime-Krediten die Finanzmarktkrise wurde, habe ich mir schon vorher so etwa zusammengereimt.

Wie die Produkte im Einzelnen heißen, wer die Akteure im einzelnen sind, hatte mich vorher nicht besonders interessiert und fesselte mich auch im Buch nicht; ebenso wenig die Frage nach den Schuldigen, die ja doch sehr sichtabhängig zu sein scheint.

Zu den Anlageempfehlungen - naja. Ich habe das Buch gewiss nicht deshalb gekauft, trotzdem interessierte mich natürlich die Meinung des Autors. Die bestand für den Normalanleger in: einer guten Mischung aus sicheren Wertpapieren, Immobilien und Gold ... hm ... auch in dieser Kürze gegeben ... man möge mir verzeihen, aber das finde ich doch auch bei "Frau im Spiegel", dass man jetzt auf Nummer sicher gehen sollte?

Wie gesagt, vielleicht ist ja ein Kenner der Materie begeistert. Vielleicht hat der Autor seine Szenarienketten auch nur nicht weit genug ausgeführt, um auch mir klarzumachen, wohin sie letztlich führen (zum Beispiel endete das "pessimistische Szenario" mit einen Ölpreis von x (130 $, glaube ich), einem Dollarkurs von 1,80 € ... dem Eingeweihten mag da aufgehen, was das alles nach sich zieht, mich ließ das erst einmal kalt.

Überhaupt vermisste ich ein wenig das Anschauliche.

Gleichzeitig ist schön, dass auf jegliche Reißerischkeit verzichtet wurde.

Noch ein Detail, das mir hin und wieder auffiel. Da wird gesagt, dass die Banken ihre Kreditrisiken auf eigens gegründete Firmen übertragen und auslagern. Dann folgte ein Satz etwa wie "Dennoch stehen die Banken natürlich für die Verluste dieser Firmen gerade". Ohne weitere Erklärung, dabei ist gerade das der missing link für mich, schon vor Kauf des Buches gewesen: Warum, wo sie doch ausgelagert sind? Als Laie stand ich immer wieder vor einem Riss in der Plausibilitätskette. Für den Profi sicher leicht zu überbrücken, für mich nur mit einem resignierten Schulterzucken hinzunehmen.

Fazit: ja, gut zu lesen, ja, gut geschrieben, ja, man fühlte sich als Leser für voll genommen; aber - eeehm - irgendwie zu wenig, zumindest für den Preis. Zu wenig Neues, zu wenig Bildhaftes, zu wenig "von außen betrachtet" eventuell auch.
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am 17. Juli 2008
Wenn der ehemalige Finanzstaatssekretär, ehemalige geschäftsführende Direktor des IWF und amtierende Bundespräsident Köhler den Finanzmärkten eine Entwicklung hin zu "Monstern" bescheinigt, wenn der Großinvestor Warren Buffett den Finanzderivathandel mit "finanziellen Massenvernichtungswaffen" vergleicht und wenn mit Fannie Mae und Freddie Mac zwei private Hypothekenhändler mit schwer vorstellbarem Einfluss auf die Finanzmärkte vor der Verstaatlichung stehen, dann läuft auf den Finanzmärkten mit einiger Wahrscheinlichkeit einiges grundlegend verkehrt. Warum das passieren kann, schildert Wolfgang Münchau in seiner ausgezeichneten Darstellung in angenehm unaufgeregter, lakonischer Weise. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der detaillierten Darstellung der einzelnen Finanzinstrumente und ihrer Wirkungsmechanismen, die anhand von konkreten Beispielen verdeutlicht werden. Literaturhinweise und ein Glossar runden des Buch ab, so dass die geneigte Leserin oder der geneigte Leser nach der Lektüre zwar noch nicht zwingend mit Börsenwerten, aber immerhin doch mit Begriffen davon zu jonglieren vermag: Collateralized Mortgage Obligations, Asset-Backed Commercial Papers, Mezzanine, die Euribor und viele andere Begriffe sind nach der Lektüre vertraute Fremdwörter. Im Gegensatz zu machem Derivat ist das Buch eine sehr sichere Anlage.
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Falls Sie sich fragen, was eigentlich im Jahr 2007 an Börse und Kapitalmarkt so richtig schiefgelaufen ist, liefert Ihnen Autor Wolfgang Münchau die Erklärung. Doch aufgepasst: Auch wenn Titel und Aufmachung etwas populär daherkommen („Das Buch zum Crash“), ist das Werk alles andere als seicht. Manche Passagen sind definitiv nichts für Einsteiger und erschließen sich nur mit guten Vorkenntnissen. Financial Times-Europakolumnist Münchau ist ein begnadeter Schreiber, bedauerlich ist lediglich, dass er sich dazu hinreißen lässt, an vielen Stellen seinen Arbeitgeber in den Vordergrund zu rücken. Inhaltlich scheint Münchau auf dem richtigen Weg zu sein: In den ersten Monaten nach Erscheinen des Buchs haben sich die Finanzmärkte praktisch wie prognostiziert entwickelt. getAbstract empfiehlt es nachdrücklich allen, die an Börsen- und Wirtschaftszusammenhängen interessiert sind.
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am 24. Mai 2008
Der Autor beschreibt zum einen die Ursachen der Kreditkrise und zum anderen die möglichen Auswirkungen in den nächsten Jahren, letztere anhand unterschiedlicher Szenarien.

Wer den Autor kennt, der weiß, dass es sich nicht um einen Propheten des kommenden Weltuntergangs handelt. Seine Analyse ist sehr fundiert und auch seine Szenarien für die Entwicklung in den nächsten Jahren sind plausibel und nachvollziehbar.

Das Buch ist keine leichte Kost, selbst für den vorbelasteten Leser. Ich empfehle es jeden, der den Aussaggen der Politiker und der Bankvorstände mißtraut, und sich selbst ein Bild von der Kreditkrise und deren Folgen machen will.

Wichtig: Das Thema betrifft jeden, der sich mit Vermögenaufbau und Geldanlage befasst.
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am 15. April 2008
Ich denke mal, die übliche "Crash-Literatur" dürfte derzeit boomen. Dieses Buch geht weit über das übliche "Der Crash kommt, weil Geld nicht beliebig vermehrbar ist" hinaus. Wer dieses Buch liest, der weiß, was derzeit läuft. Denn dickes Plus: Es ist super aktuell, es berücksichtigt Ereignisse bis Anfang 2008.

Gute Laune macht auch dieses Buch nicht - wie auch. Aber alle, die nicht nur das von vielen anderen Buchautoren dogmatisch in den Raum gestellte "der Crash kommt" akzeptieren wollen sondern tiefer blicken möchten in die Welt der völlig außer Rand und Band geratenen Finanzindustrie, die müssen sich dieses Buch kaufen.

Ich persönlich möchte immer verstehen, warum Dinge so sind, wie sie sind. Und wenn ich das weiß, dann kann ich meine eigenen Schlüsse ziehen.

Fazit: Das Buch für alle Selbstdenker.

Unbedingt kaufen!
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