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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Frauen im Krieg
„Das Tonbandgerät zeichnet die Worte auf. Hält Intonationen fest. Pausen. Weinen und Verwirrung. Aber wie ihre Augen festhalten, ihre Hände“?

Dazu bedarf es der klaren, bildkräftigen Sprache, die Alexijwitsch empathisch zu nutzen versteht, um dem Leser je die Gesamtperson jener Frauen, die sie interviewt hat, deren teils...
Vor 10 Monaten von M. Lehmann-Pape veröffentlicht

versus
2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein etwas andere Sicht auf die schrecklichen Auswirkungen des Krieges
Die emotionale Schilderung vieler Frauen, die aus Liebe zum "Vaterland" in den Krieg gezogen sind, ist beeindruckend und erschreckend. In seiner Vielzahl von schrecklichen Erlebnissen ist das Buch manchmal schwer zu ertragen. Die Verleugnung des Weiblichen ist der Preis, den viele Frauen im Krieg und lange Zeit danach zahlen mussten. Besonders beeindruckt hat mich...
Vor 11 Monaten von K. Gisela veröffentlicht


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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Frauen im Krieg, 6. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Krieg hat kein weibliches Gesicht (Gebundene Ausgabe)
„Das Tonbandgerät zeichnet die Worte auf. Hält Intonationen fest. Pausen. Weinen und Verwirrung. Aber wie ihre Augen festhalten, ihre Hände“?

Dazu bedarf es der klaren, bildkräftigen Sprache, die Alexijwitsch empathisch zu nutzen versteht, um dem Leser je die Gesamtperson jener Frauen, die sie interviewt hat, deren teils erschütternde Berichte sie im Buch festhält, vor Augen zu führen.

„Ich habe es nicht vergessen. Ich habe immer Angst, davon zu erzählen ... Am Abend ging ich hinaus und auf dem Kanal schwammen Matrosenmützen. Die ganze Zeit, während ich da stand, schwammen Mützen vorbei. Erst habe ich sie gezählt, dann gab ich auf“.

Rund eine Million Frauen waren Teil der Roten Armee im zweiten Weltkrieg. Wobei, kühl zu Anfang beobachtet, sich hinter einem sprachlichen Problem diese Schicksale mit verbergen.

„Es gab keine weibliche Form .... weil diese Arbeit nie Frauen gemacht hatten. Die weiblichen Formen entstanden erst im Krieg“. „Schütze“, „Panzerfahrer“, „Infanterist“.
Nein, der Krieg hatte über lange Zeit, auch wenn Frauen hier und da Teil der Kriege waren, kein weibliches Gesicht. Und bekam dich es im zweiten Weltkrieg in einer Art und Weise, die den Leser nicht loslässt in dieser ruhigen Schilderung vieler Frauen in diesem Buch.

Frauen, für die der Krieg nichts mit Ehre, Glorie, Kampfeslust zu tun hat, sondern immer nur eins ist: Mord. In vielfältiger Form und mit vielfältig verschiedener innerer Haltung, wie „an den Männern“ zu sehen ist.
Ein Erleben, dass selbst die Autorin teils fassungslos macht. Soweit, dass sie selbst einiges von dem, was sie gehört hat, in der ersten Fassung des Buches nicht aufgenommen hat. Vorweg nun stellt sie in dieser Neuausgabe Auszüge aus dem, was sie damals ausgelassen hatte. Zeugnisse der umfassenden Angst vor Feind und Freund.

„Wir hatten Angst vor den Deutschen und den Polizisten, nachts vor den Partisanen“, „... ein Menschenleben war nichts wert“.

„Wenn man einen Menschen im Nahkampf tötet, schaut man ihm in die Augen. Das ist etwas anderes als Bomben werfen“. Aber es gilt auch für dieses Buch: „Wenn man einem Menschen zuhört, wie er tötete und fast starb, dann ist es genauso – man schaut ihm in die Augen“.

Das ist, was dieses Buch vollzieht. Es stellt den Leser Auge in Auge mit der Erfahrung der Rotarmistinnen im Krieg. Lässt die Kolonnen vorbeiziehen, den Güterwaggon und das Bombardement, die Leichen, Gefallenen und das eigene Töten fast nüchtern erzählen. Bis dahin, wieweit der Anblick von Feigheit dazu führt, auch als Frau das eigene MP zu heben.

„Wir durften ihnen nicht verzeihen. Ihretwegen waren so großartige Jungs umgekommen. Wir vollstreckten das Urteil.“

Es sind keine Zeugnisse von „Entmenschlichung“, die im Buch vorliegen, wohl aber eindrückliche Erzählungen, Berichte, Beichten über das, was der Krieg an Grauen mit sich bringt, wie sehr dort all das, was im „normalen“ Leben als schrecklich und unvorstellbar angesehen wird, im Krieg „normal“ wird. Und nicht mehr loslässt, solange man lebt.

So dass man am Ende des Buches vollständig verstehen kann, warum für Alexijwitsch nur noch eines ins Frage kommt: Der Frieden.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Stimme der Frauen des 2. WK, 15. Oktober 2013
Von 
Jouvancourt (Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der Krieg hat kein weibliches Gesicht (Gebundene Ausgabe)
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Der Krieg hat kein weibliches Gesicht“ heißt das bekannte Buch der weißrussischen Autorin Swetlana Alexijewitsch in seiner zweiten, neu bearbeiteten Auflage. Sie wurde damit 1985 zu Beginn der Perestroika berühmt. Die Bücher der mehrfach für ihre Dokumentarprosa ausgezeichneten Alexijewitsch werden im diktatorisch von Alexander Lukaschenko regierten Weißrussland nicht verlegt.

Die kunstvolle Montage der Gespräche mit Scharfschützinnen, Sanitäterinnen, Köchinnen und Partisaninnen, die einen anderen Blick auf das Grauen des Krieges bieten als Heldenepen von Männern, sind wirklich eindrucksvoll. Nicht der Krieg aus Sicht der Frauen steht im Mittelpunkt, sondern die Frage, ob die junge Reporterin die alternden ehemaligen Soldatinnen verstehen kann. Die Soldatinnen schlüpften nach 1945 wieder in sowjetische Alltagsrollen und wurden oft als Lügnerinnen oder manchmal sogar als Kriegshuren gebrandmarkt. Alexijewitsch hat schon vor mehr als 25 Jahren dieser Dokumentarprosa den Weg bereitet und den Frauen, den Heldinnen der Sowjetunion, eine Stimme gegeben. Dass die Rotarmistinnen den Heldenkult des Großen Vaterländischen Krieges mit ihrer gefühlsbetonten Offenheit zu zerstören drohten, ist für einen Westeuropäer heute kaum nachzuvollziehen. Aber auch in Deutschland sind ehrliche Soldaten-Berichte aus dem Krieg selten – die meisten unserer Großväter schwiegen nach der Rückkehr.

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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zum Teil erschreckend genaue Beschreibungen von Fronterlebnissen., 11. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Krieg hat kein weibliches Gesicht (Gebundene Ausgabe)
Der Krieg hat kein weibliches GesichtDie Autorin hat über einige Jahre in Russland Frauen befragt, welche zum Teil schon als Schülerinnen im Krieg als Scharfschützinnen und als Sanitäterinnen eingesetzt waren. In den aufgeschriebenen Geschichten sind zum Teil mit so realistische Szenen wieder gegeben, dass das Buch nicht immer für sensible Leser/ Leserinnen leicht zu lesen sein wird. Es gibt aber in realistischer Weise die Grausamkeiten des Mordens auf beiden Seiten des vergangenen Deutsch-Russischen Krieges wieder. Die aufgeschriebenen Geschichten könnten sicher auch in fast gleicher Weise von deutschen Frauen erzählt werden.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Berichte sowjetischer Soldatinnen aus dem 2. Weltkrieg, 13. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Krieg hat kein weibliches Gesicht (Gebundene Ausgabe)
Wer sich zutraut mitzuleiden mit den sowjetischen Soldatinnen des 2. Weltkriegs, bei ihren Schilderungen, weshalb sie in den Krieg zogen, wie sie das Grauen des Krieges erlebten und die Unfähigkeit der Gesellschaft, die Heimkehrerinnen als normale Frauen aufzunehmen, der kommt bei der Lektüre dieses Buches voll auf seine Rechnung.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein etwas andere Sicht auf die schrecklichen Auswirkungen des Krieges, 13. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die emotionale Schilderung vieler Frauen, die aus Liebe zum "Vaterland" in den Krieg gezogen sind, ist beeindruckend und erschreckend. In seiner Vielzahl von schrecklichen Erlebnissen ist das Buch manchmal schwer zu ertragen. Die Verleugnung des Weiblichen ist der Preis, den viele Frauen im Krieg und lange Zeit danach zahlen mussten. Besonders beeindruckt hat mich der fanatische Wunsch der Frauen an vorderster Front kämpfen zu wollen und eben gerade nicht eine Rücksichtnahme auf das weibliche Geschlecht zu bekommen. Dass sie sich trotzdem in einigen Situationen anders verhalten haben als ihre Kriegskameraden ist aber auch deutlich geworden. Ein Buch, das zum Nachdenken anregt.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Krieg hat kein weibliches Gesicht, 29. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Buch st gut zu lesen vom Stil her. Der Inhalt ist manchmal schon ziemlich schrecklich und nur schwer auszuhalten. Am Schluss wurde es mir doch etwas langweilig, weil sich die Aussagen der Frauen vom Inhalt her immer wiederholen. Aber trotzdem empfehle ich das Buch sehr schon allein wegen der historischen Dimension in Bezug und eben einer anderen Sicht nämlich von Frauen auf den 2. Weltkrieg.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Krieg hat kein weibliches Gesicht, 16. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Krieg hat kein weibliches Gesicht (Gebundene Ausgabe)
Da ich sehr oft in humanitärer Absicht in Belarus bin, interessieren mich die Geschehnisse während des 2. Weltkriegs doert sehr.
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Der Krieg hat kein weibliches Gesicht
Der Krieg hat kein weibliches Gesicht von Swetlana Alexijewitsch (Gebundene Ausgabe - 30. September 2013)
EUR 21,90
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