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4.0 von 5 Sternen sprachlich schön mit Schwächen in der Gesamtdarstellung
Ausgehend von seinen erneuten Begegnungen mit Claire in Paris, wohin es den Erzähler nach seiner Militärzeit bei den "Weißen" im Kampf gegen die "Roten" nach der Revolution in Russland ins Exil verschlagen hat, wird die Lebensgeschichte des Erzählers mit Kindheit, Jugend, Gymnaslalzeit, Bekanntwerden mit Claire und schließlich Krieg geschildert...
Vor 6 Monaten von simon svevo veröffentlicht

versus
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen hübsche Findungsprosa
Nachdem ich "Das Phantom des Alexander Wolf" gelesen hatte, wollte ich "Ein Abend bei Claire" nicht verpassen. Der Roman hat mich nicht völlig enttäuscht, aber gehörig ernüchtert. Erzählt wird die autobiografisch grundierte Geschichte eines Gymnasiasten und Bürgerkriegsteilnehmers um die Zeit der russischen Revolution von 1917 herum. In...
Vor 5 Monaten von Literaturclub veröffentlicht


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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen sprachlich schön mit Schwächen in der Gesamtdarstellung, 22. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Ein Abend bei Claire: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ausgehend von seinen erneuten Begegnungen mit Claire in Paris, wohin es den Erzähler nach seiner Militärzeit bei den "Weißen" im Kampf gegen die "Roten" nach der Revolution in Russland ins Exil verschlagen hat, wird die Lebensgeschichte des Erzählers mit Kindheit, Jugend, Gymnaslalzeit, Bekanntwerden mit Claire und schließlich Krieg geschildert. Überaus plastisch und gelungen sind die Charaktere des Buches und die Erlebnissen des Erzählers mit ihnen. Weniger gut, weil sehr breit und lyrisch, gefielen mir die ausführlichen Beschreibungen des Seelenzustandes und der Empfindungen des Erzählers sowie seiner Reflexionen der Geschehnisse.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Erfahrungen - keine Entwicklung, 14. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Ein Abend bei Claire: Roman (Gebundene Ausgabe)
Gasdanows autobiographisch angehauchter Roman ist ein Entwicklungsroman: ein verträumter Junge - Kolja - wird zu einem jungen Mann, der nicht weniger verträumt wirkt. Es wird von seiner Kindheit und Familie erzählt und den Erlebnissen im Krieg Anfang der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts als er gegen die Bolschewiki kämpft.

Mir ist nach der Lektüre nicht klar, wie es zu diesem Titel kommt. Denn Claire spielt in diesem Roman eigentlich keine große Rolle. Er begegnet ihr als Heranwachsender und er trifft sie wieder im Pariser Exil. Wer hier eine erotisch-komplizierte Liebesgeschichte erwartet, wird enttäuscht. Die eigentliche Handlung hat mit Claire nichts zu tun.

Die Stärke Gasdanows ist seine genaue Beobachtungsgabe und seine psychologischen Miniaturen, seine Skizzen menschlicher Eigenarten und famosen Beschreibungen seiner Umwelt. So beschreibt er wunderschön ausgiebig seinen virilen Vater, der doch so früh verstarb oder die unterschiedlichen Charaktere der Soldaten.

Die Hauptfigur läßt mit der Grausamkeit eines 16-jährigen seine Mutter allein und zieht in den Krieg - ohne Überzeugung, ohne Enthusiasmus, einzig von dem Wunsch getrieben, die Welt kennenlernen zu wollen. Überhaupt steht er meist neben seiner Umwelt, er beschäftigt sich von den anderen entrückt mit sich selbst oder der Natur. Dieses Abseitsstehen machen ihn zu einem guten Beobachter seiner Welt.

Der Roman hat eigentlich keinen engen Handlungsstrang, er zerfällt eher in einzelne Mosaiksteine. Im Roman sagt einer, dass das Leben nur stückweise zu verstehen sei. Man wird nichts wirklich begreifen, aber es wird einem so vorkommen, als würde man begreifen. Und später nach einigen Jahren wird man sehen, dass man nichts begriffen hat und so weiter. Diese Täuschungen sind das interessanteste am Leben.
Von hier aus verstehe ich die fehlende Geschlossenheit des Romans. Gasdanow will keine Wahrheit präsentieren, die es nie geben kann. Das Leben bleibt Stückwerk.

Allerdings hätte ich mir doch gewünscht, dass der junge Mann Kolja eine Persönlichkeitsentwicklung erfahren hätte. So bleiben nur seine Erfahrungen, die sich aneinanderreihen ohne Orientierung, ohne Hoffnung und ohne ein Ziel. Kolja ist am Ende des Romans genauso unfertig wie am Anfang.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen hübsche Findungsprosa, 22. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Ein Abend bei Claire: Roman (Gebundene Ausgabe)
Nachdem ich "Das Phantom des Alexander Wolf" gelesen hatte, wollte ich "Ein Abend bei Claire" nicht verpassen. Der Roman hat mich nicht völlig enttäuscht, aber gehörig ernüchtert. Erzählt wird die autobiografisch grundierte Geschichte eines Gymnasiasten und Bürgerkriegsteilnehmers um die Zeit der russischen Revolution von 1917 herum. In Rückblenden wird in poetischer Sprache und liebevoller Ausführlichkeit des früh verstorbenen Vaters gedacht, was an Nabokovs "Die Gabe" erinnert. Auch der Mutter, die nach diesem Verlust versteinert und sich zurückzieht, wird ein Denkmal gesetzt. Aber in beiden Fällen wie auch der Schilderung jener Liebe zu Claire bekam ich nie das Gefühl, dass Gasdanow sich litarisch freischwimmen und aus Rätseleien über die eigene Kindheit und Jugend in freie Gefilde hätte vordringen können. "Ein Abend bei Claire" ist ein halbgarer Roman, finde ich, der nie recht in die Gänge kommt und seinen Themenräumen Elternhaus / Gymnasium / Kadettenanstalt / Krieg einmal angemessen Raum gibt - ohne die hinderliche Anbindung an seinen Haupthelden. Vieles wirkt wie erdrückt vom Kunstwunsch des jungen Verfassers. In welche Schieflage der Roman dadurch gerät, wie sehr große Themen verkleinert werden, fiel mir beim Vergleich der Liebes- und der Kriegserlebnisse aus. Die Situation auf S. 89 zum Beispiel, als der überforderte junge Mann unfähig ist, Claire in ihre Wohnung zu begleiten, um mit ihr zu schlafen, wird beschrieben als "lautloses Dröhnen der allergrößten Erschütterung meines Lebens", während er im zweiten Teil des Buches leichthin und einzig aus Neugier in den Krieg zieht und Tod und Sterben um ihn herum ihn dann wirklich kaum berühren. Die Episoden als Soldat eines Panzerzuges sind weniger "wolkig" als die Liebesgeschichte, folgen aber dem selben Gestaltungsprinzig. Einfach mal Runtererzählen, was so erlebt wurde. Es sind schöne, scharf konturierte Porträts von Kameraden dabei. Auch das "Beratungsgespräch" mit dem alten Freund des Vaters, der ihn von der Sinnlosigkeit der Kriegsteilnahme überzeugen möchte, ist angenehm besonders, aber zu einem gelungenen Romankörper fügt sich das alles nicht. Die faszinierende Passage, mit der Gasdanow in das "Das Phantom des Alexander Wolf" eingestiegen ist, diese schicksalshafte Tötung eines Menschen, war grandios! Jetzt auch "Jugendsünden" dieses Autors zu übersetzen, erklärt sich für mich aus diesem einen großartigen Abschnitt. Was hat Gasdanow sonst zu bieten, frage ich mich, was man nicht aufregender bei Nabokov finden könnte?
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Abend bei Claire, 19. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ein Abend bei Claire: Roman (Gebundene Ausgabe)
Hanser hat schon schönere Bücher gemacht. Das Papier und die Schrift sind ziemlich leseunfreundlich. Es ist so, als hätte die DDR einen Neustart erlebt... aber das sind zynische Unterstellungen. Man muß halt sparen wo man kann. Dafür ist dieser "Erstling" jede Zeile wert. Eine Empfehlung für Leser!
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Ein Abend bei Claire: Roman
Ein Abend bei Claire: Roman von Gaito Gasdanow (Gebundene Ausgabe - 3. Februar 2014)
EUR 17,90
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