earlybirdhw2015 Hier klicken Jetzt Mitglied werden lagercrantz Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More praktisch Siemens Fire HD 6 Shop Kindle Sparpaket Autorip SummerSale

Kundenrezensionen

15
4,2 von 5 Sternen
Die Geschichte der legendären Länder und Städte
Format: Gebundene AusgabeÄndern
Preis:39,90 €+Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 16. März 2014
Bereits in seinem Roman Baudolino offenbarte Umberto Eco seine Begeisterungsfähigkeit für Fantasieorte, wo Menschen ohne Köpfe ihr Gesicht auf der Brust tragen oder Einbeinige sich mit ihrem Riesenfuß Schatten vor allzu großer Sonneneinstrahlung verschaffen können - nun also legendäre Orte ohne Roman. Den Titel haben sich wohl Marketingfachleute ausgedacht - wie zahlreiche andere viel versprechende Titel führt er in die Irre; korrekterweise müsste es heißen: Eine Übersicht über ausgewählte legendäre Länder und Städte (ja, ich weiß: wenig verkaufsfördernd).
Auf die Einleitung folgen 15 Kapitel, zu denen der Autor Folgendes bemerkt: „Hier interessieren uns jedoch Länder und Örtlichkeiten, an die sich heutzutage oder in der Vergangenheit Hirngespinste, Utopien und Illusionen geknüpft haben, weil viele Menschen wirklich glaubten, dass sie irgendwo existierten oder existiert hätten.“ Jedes Kapitel beginnt mit einer Übersicht des Autors über das Thema und dann folgen (zumindest auszugsweise) Originalquellen zum Thema (wodurch sich teilweise langweilige Wiederholungen ergeben).
Nachdem ich das Buch gelesen habe, würde mich brennend interessieren, nach welchen Kriterien die Orte für dieses Buch ausgewählt beziehungsweise ausgeschlossen wurden und nach welchem System in den Sammelkapiteln (z.B. „Die Erde als Scheibe und die Antipoden“ oder „Das irdische Paradies, die Glückseligen Inseln und das Eldorado“) vorgegangen wurde. Wieso wird das irdische Paradies nicht im Kapitel über die Länder der Bibel betrachtet - das erschiene mir logischer als es mit Eldorado und der Insel des heiligen Brendan zusammenzupacken? Da die Insel des heiligen Brendan erwähnt wird, warum dann nicht auch die Insel Antillia oder Buss, die jahrhundertelang die Seeleute narrten und immer wieder im Weltmeer gesucht wurden? (es gibt ein sehr schönes Buch von Donald S. Johnson: Fata Morgana der Meere). Wenn Atlantis, Mu und Lemuria behandelt werden, warum dann nicht auch Vineta?
Vollends verwirrend finde ich die Kapitel, in denen es um reale Orte geht, die existierten und teilweise immer noch bestehen, um die sich jedoch Mythen und Sagen ranken (z.B. Alamut und die Assassinen bzw. Glastonbury, wo der Sage nach Avalon gelegen haben soll) - die historischen Tatsachen bleiben hier völlig außen vor. Zwischendurch gibt es dann auch noch ein eigenes Kapitel über das Schlaraffenland. (Schade, dass Zamonien, der von Walter Moers erdachte Kontinent, nicht einmal erwähnt wird.)
Warum gibt es kein Register der erwähnten Länder? Wenn ich beispielsweise etwas über die Insel des heiligen Brendan nachlesen möchte, muss ich mich erinnern, dass sie im Kapitel über das irdische Paradies etc. behandelt wird. Als Nachschlagewerk - ich kann mir vorstellen, das Buch eventuell als solches zu verwenden - ist es schwer zu gebrauchen. Weder bei der Reihenfolge de Kapitel noch bei der Auswahl der Themen kann ich ein Schema erkennen - es scheint alles recht willkürlich zusammengestellt worden zu sein. Nach der Lektüre sitze ich recht ratlos vor diesem Werk - nett und hübsch illustriert aber nicht unbedingt wissenswert und vor allem: in welche Kategorie soll ich es in einen meiner Bücherschränke einordnen?
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
26 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. November 2013
Wer anders als Umberto Eco sollte einen zu literarischen Stätten führen, die es nur in der Phantasie gab, die aber zu Grundlagen der Realität wurden? So folgen wir Eco ins Paradies und ins Schlaraffenland, nach Atlantis und Thule ebenso wie ins Innere der Erde oder zu den Inseln der Odyssee. Und selbst ein Mann wie Eco kann die fiktiven Orte nicht vollständig abgehen und muss deshalb bei bloßen Verweisen oder Andeutungen bleiben. Aber Eco erzählt stets interessant und macht Lust auf weitere literarische Reisen ins Unbekannte.
Das Buch ist wunderbar bebildert und im Anhang zu jedem Kapitel gibt es Auszüge der Bücher über die das jeweilige Kapitel handelte, so dass man auch in die "Original"-Literatur Einblicke erhält. Den Abschluss bildet ein ausführliches Autoren-, Künstler- und Textstellenregister...für alle die weiter suchen und lesen möchten!
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 1000 REZENSENTam 18. September 2014
Umberto Eco befasst sich in diesem großformatigen und opulent bebilderten Werk mit einer Reihe von Orten, die nie existiert haben, an die viele Menschen aber nichtsdestotrotz glaubten oder die zumindest die Phantasie vieler Autoren anregen konnten.
Er beginnt jedes Kapitel – die von Themen handeln wie "Die Länder der Bibel", "Atlantis, Mu und Lemuria", "Die Wanderungen des Grals" oder "Die utopischen Inseln" – mit einem Überblick, wie die entsprechenden "Legenden" entstanden sind und sich über die Jahrhunderte weiterentwickelt haben, danach lässt er Originaltexte zu Wort kommen.

An sich ist die Idee hinter diesem Buch ja ganz nett und die Aufmachung ist durchaus gelungen, vor allem die vielen hübschen Bilder laden immer wieder zum Durchblättern und Schmökern ein. Man wird dabei auch auf die eine oder andere interessante Geschichte aufmerksam, die vielleicht zu weiteren Nachforschungen inspiriert.
Letztlich handelt es sich beim Inhalt aber doch nur um eine Zusammenstellung von Informationen, die man auch gratis im Internet finden könnte. Ob dafür ein Preis von 40 € angemessen ist, muss natürlich jeder potentielle Käufer selbst entscheiden.
44 KommentareWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. März 2014
Mir hat bei "Die Geschichte der Hässlichkeit" die Mischung von Texten und Originalzitaten sehr gut gefallen. Umso mehr war ich von diesem Buch enttäuscht. Hier wurden lieblos Beispiele aneinander gereiht, zwar sehr schön bebildert, aber es fehlt der rote Faden. Irgendwie habe ich das Gefühl dass hier ein paar Geschichten zu einem Buch aufgeblasen wurden.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
22 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. November 2013
Umberto Eco hat es geschafft, ein Buch zu schreiben, das sich neben ähnlichen, bereits existierenden Werken, vollauf sehen lasen kann (z.B. "Atlas der legendären Länder" oder "Atlas der fiktiven Orte"). Sehr gelungen ist die Auswahl der Bilder: Man sieht einiges, was man so noch nicht kannte. Auch ästhetisch ein wirklich schönes Buch! Sehr gelungen aber auch die inhaltliche Aufbereitung.

Am Beispiel Atlantis sieht man deutlich, dass Umberto Eco nicht einfach abgeschrieben hat, was andere schon tausendfach wiederkäuten. Vielmehr hat Umberto Eco auch bei diesem umstrittenen Thema eine eigene, überzeugende Linie gefunden.

Im einzelnen zu diesem Beispiel: Die Historie der verschiedenen Atlantis-Lokationen ist bei Eco nicht wie so oft eine dräuende Klimax mit dem Nationalsozialismus als Kulminationspunkt (Zeigefinger!), sondern eine Reise durch die Geschichte, mit dem Nationalsozialismus als einer Station von mehreren. Auch Olof Rudbeck ist bei Eco kein durchgeknallter "Barock-Nazi", sondern ein seriöser Barock-Gelehrter, der sich eben irrte. Ein Umberto Eco weiß so etwas natürlich historisch richtig einzuordnen. Im Video zum Buch wird der Bezug von Hyperboräa (erstaunlicherweise nicht: Atlantis) zum Holocaust dann doch etwas zu eng dargestellt; wie wenn man zum Nationalsozialisten würde, wenn man sich mit dem antiken Hyperboräa (bzw. Atlantis) beschäftigt ... nun ja, es ist nur das Video, deshalb: Schwamm drüber.

Verlassen wir das leidig-fruchtlose NS-Thema und kommen wir zum eigentlichen Thema Atlantis: Schon im "Foucaultschen Pendel" war Eco beim Thema Atlantis wohltuend zurückhaltend - das kommt auch hier zum Tragen. Die Atlantis-Karte des Barock-Gelehrten Athanasius Kircher wird korrekt als "Lage"-Karte bezeichnet, und nicht als Karte, die angeblich das genaue Aussehen von Atlantis wiedergeben wollte. Auch wiederholt Umberto Eco nicht die unsägliche Mär, dass Aristoteles das Atlantis des Platon explizit für eine Erfindung gehalten habe (vgl. zur Aufklärung dieses verbreiteten Irrtums: Franke: Aristoteles und Atlantis, 2012). Ebenfalls unendlich viel gelehriger als der sonst übliche Unsinn ist der Satz: "Wahrheitsbeteuerungen klingen seit Lukians Wahren Geschichten wie ein Fiktionssignal" (S. 438) - sehr richtig: Seit Lukian, aber eben noch nicht zur Zeit Platons! Schade ist, dass nur eine stark gekürzte Übersetzung der Atlantis-Dialoge beigefügt ist. Übrigens handelt es sich um die durchaus gute Übersetzung von Hieronymus Müller von 1857, während das Register behauptet, es sei die Übersetzung von Schleiermacher (eigentlich: Susemihl!) - Schwamm drüber, jedes Buch hat seine Fehler.

Fazit:

Wie am Beispiel Atlantis abgelesen werden kann, bekommt der Leser hier echte Qualität geboten! Das ist nicht einfach eine copy-paste-Zusammenstellung von Bildern und Texten, auf die der Name "Umberto Eco" draufgepappt wurde, das ist wirklich der universal gelehrte Umberto Eco, der seine Bildung anhand der verschiedensten legendären Orte in Wort und Bild breit und bunt vor den Augen des Lesers auffächert.
44 KommentareWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. Januar 2014
...nämlich der Balance zwischen Phantasie und realen Fakten. Nur wird U.E. meines Erachtens dadurch keiner Seite wirklich gerecht. Für jeden angeführten legendären Ort werden alle möglichen Interpretationen zusammengestellt ohne dass U.E. gewichten, einschätzen oder gar einen Standpunkt beziehen würde. So ist es eine teilweise recht unüberschaubare Zusammenstellung von Theorien, die im Allgemeinen die benannten Stätten recht farblos erscheinen lässt, obwohl die Aufmachung des Buches wirklich schön und aufwendig ist und den Preis rechtfertigt.
Wer sich allerdings mit dem einen oder anderen Ort schon näher beschäftigt hat, wird wenig Neues finden. Interessant sind die Zitate, die jeweils am Ende eines Kapitels erscheinen, weil sie etwas von dem Zeitgeist spiegelt, in dem eine Geschichte entstand bzw. weitergegeben bzw. interpretiert wurde. Aber warum wurden die Zitate nicht wie üblich in den Text eingeflochten, dadurch muss man entweder häufiger blättern oder alles zum Ende des Kapitels lesen, was meines Erachtens die Problematik des Aufbaus, nämlich eine wenig kommentierte Zusammenstellung von Theorien, unterstreicht.
Wer alte Karten und Gemälde mag und sich gerne über die eine oder andere legendäre Stätte informieren möchte, findet mit dem Buch eine nette Abendlektüre.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. Dezember 2013
Ich nehme den bisherigen Rezensionsschreibern die dargebrachte Begeisterung ab.
Für mich als Reisender zu Orten der Sehnsucht in den Mittelmeerregionen und dem vorderen Orient stellt sich die Buchbewertung kritischer dar.
Das Buch hat weder mein Fernweh beflügelt, noch meine Sehnsuchtsvorstellungen von den beschriebenen Stätten erfüllt, wie es in der Buchbeschreibung angekündigt war.

Mit viel Fleiß hat sich der Autor der Materie genähert und eine ungeahnte Fülle von sich zum Teil deutlich widersprechenden Veröffentlichungen und historischen Dokumenten zusammengetragen. Das ist zwar bei Legenden nicht anders zu erwarten, hat mich als Leser aber erschlagen und ratlos werden lassen.
Außerdem fehlt mir teilweise der rote Faden, der die einzelnen Kapitel / Stätten bzw Länder miteinander verbindet.
Ich hätte mir eine lebhaftere Beschreibung der legendären Stätten gewünscht und dafür weniger eine Auseinandersetzung mit dem überlieferten Quellenmaterial.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
am 3. März 2014
Umberto Eco liefert hier ein absolutes Meisterwerk - ein Buch zum Schmökern, Schauen, Weiterlesen - eine EInladung in die Welt der Legenden, Sagen und der Phantasie - aber auch der Gedankenwelt früherer Zeiten - voller Anregungen sich in einzelne Themen weiter zu vertiefen.
Der Autor entführt den Leser auf unterhaltsame Weise in fremd-vertraute Welten (beginnend mit der Erde als Scheibe, gefolgt von den Ländern der BIbel, den Ländern Homers, den Wundern des Orients, Atlantis, Thule, den Wanderungen des Grals, dem Schlaraffenland u.v.m.) und hält eine ausgezeichnete Balance zwischen eigener Darstellung und anschließenden Quellenzitaten, die den interessierten Leser zu weiterem Lesen und Nachforschen in den Quellen einladen. Dazu ist das Buch sehr schön bebildert.
Eine unbedingte Empfehlung (auch als Geschenk für Büchermuffel) für jeden, der noch ein wenig Interesse an europäischer Kultur- und Literaturtradition hat!
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
*
Meister der historischen Details und der erstaunlichen Bilder, Autor der Name der Rose, der 80-jährige Professor für Semiotik Umberto Eco hat immer noch das Zeug uns zu verblüffen! Trotz seiner unbestreitbaren Talente als Führer durch surrealistische Landschaften und märchenhafte Emotionen, verfolgt er eigentlich nie ein erfolgreiches Muster, sondern überrascht immer wieder mit neuen Gedankengängen und den unwahrscheinlichsten Geschichten. Aus banalen geschichtlichen Meldungen entstehen vor unseren Augen Gemälde, die oft genug unseren Horizont erweitern und uns in fremde Dimensionen führen, die mit Déjà-vu Erlebnissen übersät sind.

So auch diesmal in seinem neuen, reichillustrierten Buch „Die Geschichte der legendären Länder und Städte“. Der begnadete Geschichtenerzähler nimmt den Ariadnefaden auf und spinnt ihn weiter: die sagenhafte Reise des Odysseus, die Burg Draculas, der Kontinent Atlantis, Gullivers Reisen, Avalon, der Hort des Grals, die Insel von Robinson und Freitag oder gar das Paradies haben immer schon die Phantasie der Menschen beflügelt und sie zu einer Realität des Imaginären werden lassen. „Das Faszinierende ist, dass man sich durch die Jahrhunderte hindurch von einer Reise bezaubern ließ, die nie stattgefunden hat, " sagt der Autor uns spürt diesen Reisen mit einer akribischen Sorgfalt hinterher. Er belegt alle Hirngespinste mit ihren geschichtlichen Quellen und fügt jedem Kapitel Auszüge aus den Originaltexten der Antike bis zur Neuzeit bei. "Und wenn die Literatur die Wahrheit wäre, die wahre Essenz der Reise?" fragt man sich unvermittelt beim Lesen dieses Buches. Wo ist die rote Linie gezogen zwischen der geschichtlichen Wahrheit und der Fiktion? Jedenfalls wird man immer wieder in tiefe und köstliche Strudel von abstrusen Geschichten gezogen, denen man sich nur schlecht entziehen kann. Man lernt, dass der Mensch immer schon diese Ausflüge in die Orte der Legenden benötigte, so wie er Träume fabrizierte, musste er Geschichten in die ihn umgebende Realität setzen, um diese Träume greifbar zu machen. So war das Paradies der Bibel oder des Korans immer nur einen Schritt vom Menschen entfernt - die Insel von Robinson Crusoe war dahingegen unerreichbar, weil auf diesen unwirtlichen Gestaden niemand leben wollte.

Ein Stück große Literatur, ein romantischer Ausflug in Phantasiewelten und eine packende Geschichte!
.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. Juni 2014
Das Buch habe ich verschenkt und vorher nur durchblätternd, mir einen groben Überblick verschafft.
Es ist ein großartiges Buch, das einen nicht nur zum Nachdenken ,sondern auch zum Recherchieren und Füllen von Wissenslücken anregt.
Umberto Eco schreibt hier keinen Roman. Das sehr anspruchsvolle und ausgezeichnet bebilderte Buch läßt sich demnach auch nicht wie ein solcher lesen. U. E. läßt literarische Phantasieorte und auch fraglich historischen Stätten durch seine Phantasie real werden. Das macht m.E.den besonderen Reiz dieses Buches aus.
Dank guter Gliederung und Themenvielfalt könnte man sich Bereiche je nach Zeit und Stimmung auswählen.
Mehr kann ich leider nicht dazu sagen.

Soweit ich erfahren habe, denkt der Beschenkte ebenfalls sehr positiv über das Buch und kann es literarisch und historisch interessierten Lesern sehr empfehlen.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
     
 
Kunden, die diesen Artikel angesehen haben, haben auch angesehen
Das Foucaultsche Pendel: Roman
Das Foucaultsche Pendel: Roman von Umberto Eco (Sondereinband - 1. Oktober 1992)
EUR 9,95

Der Friedhof in Prag: Roman
Der Friedhof in Prag: Roman von Umberto Eco (Gebundene Ausgabe - 8. Oktober 2011)
EUR 26,00

Die Geschichte der Schönheit (dtv Sachbuch)
Die Geschichte der Schönheit (dtv Sachbuch) von Umberto Eco (Taschenbuch - 1. November 2006)
EUR 24,90