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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für ein gutes Hörspiel spielt die richtige Übersetzung keine Rolle
Um es gleich vorweg zu sagen, meine Fünfsternebewertung bezieht sich einzig und allein auf das Hörspiel. Auch weil ich die Qualität der Neuübersetzung von Andreas Nohl mangels Vergleiche nicht beurteilen kann. Aber wie weit ein Übersetzer mit seiner Arbeit dem Original gerecht wird, war mir als Kind und Jugendlicher völlig egal. Ich wollte...
Vor 8 Tagen von Fuchs Werner Dr veröffentlicht

versus
30 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Großartigen Klassiker verhunzt!
Der halbe Erdball, die ganze englischsprachige Welt liest Stevenson im Original, wie er es vor über 130 Jahren zu Papier gebracht hat - wir Deutschen aber brauchen für jedes Jahrzehnt eine neue Übersetzung und noch eine und noch eine... Was war an den alten Übertragungen so falsch, daß sie ausgedient haben sollen, wozu soll das Buch "im...
Vor 5 Monaten von Nachtwindhund veröffentlicht


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30 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Großartigen Klassiker verhunzt!, 4. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Schatzinsel: Roman (Gebundene Ausgabe)
Der halbe Erdball, die ganze englischsprachige Welt liest Stevenson im Original, wie er es vor über 130 Jahren zu Papier gebracht hat - wir Deutschen aber brauchen für jedes Jahrzehnt eine neue Übersetzung und noch eine und noch eine... Was war an den alten Übertragungen so falsch, daß sie ausgedient haben sollen, wozu soll das Buch "im 21.Jahrhundert ankommen"? Immerhin läßt sich die Geschichte auf Englisch so frisch und mitreißend lesen, als wär sie gestern geschrieben worden! Im Deutschen gibt es unter den zahlreichen Übersetzungen mindestens eine exzellente - von Karl Lerbs, der nicht pedantisch Wort für Wort übertrug, sondern elegante, der Stimmung, dem Tempo und Rhythmus des Originals entsprechende Wendungen fand.

Neue Versuche führen nur zu Einbuße an Kraft, an Tempo, an Sauberkeit - aber die Verlage scheinen zu glauben, daß man das Rad immer wieder neu erfinden kann. Für eine gelungene Übertragung brauch es eine gehörige Prise Sprachgefühl - und handfestes historisches und fachliches Wissen.

An beidem scheint es Andreas Nohl zu fehlen. Unsäglich schon, daß er die Figuren einander siezen läßt - formal möglich, jedoch fürs 18.Jahrhundert und eine Seeräubergeschichte denkbar unpassend; damit geht bereits ein gut Teil der Stimmung über Stag.
Selbst Synchronisationen drittklassiger Piratenfilme beweisen mehr Sinn fürs Flair und verwenden die Honorativa "Ihr" und "Euch"!

Alsdann gerät die kraftvolle und wunderbar reiche Seemannsprache unter die Räder oder vielmehr unter den Kiel, "da die Seefahrersprache nur Eingeweihten verständlich ist" - merkwürdig, daß die bisher so unverständliche Erzählung je zu einem Bestseller werden konnte... Es gibt kein Dollbord mehr, nur einen schnöden Bootsrand, keine dralle Jolle, nur ein höchst ungenau bezeichnetes Beiboot - da wird doch der flotteste Schoner zum lahmen Prahm! Mit anderen Worten: man traut dem Leser kein Sprachverständnis zu. "Die Schatzinsel" für tumbe Simpel!
Als ich das Buch drei Käse hoch nicht unter der Bettdecke, wohl aber unterm Bett liegend verschlang, waren es neben Stevensons packender Schreibweise gerade diese wundersamen Wörter, die mir die Welt der knarrenden Planken und knatternden Segel eröffneten! - Man möcht nicht wissen, was in Nohls Händen aus dem "Seewolf" geworden wär, in dem es von weitaus mehr Fachbegriffen wimmelt, oder aus Captain Marryats formidablen Seefahrerbüchern...

Peinlich wird's gar, wenn Nohl schlaumeierisch versucht, Stevenson zu verbessern - Captain Flints gellendes Papageiengekreisch "Pieces of eight! Pieces of eight!" wird nicht zum lautmalerisch passenden und obendrein sachlich richtigen ""Piaster! Piaster!" (ein gebräuchlicher Name für die spanischen Pesos de ocho oder 8-Realen-Stücke), sondern zu "Dukaten", weil, so bemerkt es Nohl überschlau, ein Papagei ohne Lippen keine Lippenlaute formen könne. Demnach ist Stevensons Original also ebenso falsch wie die alte Übersetzung... als könnten Papageien keine Lippenlaute imitieren! Sie schaffen auch gutturale Töne ohne Kehlkopf und Stimmlaute ohne Stimmlippen - das Argument ist also ganz verquer und entlarvt den Täter als Wichtigtuer. Überdies wird solchermaßen aus der riesigen in Lateinamerika seinerzeit in Massen geprägten Silbermünze ein kleines deutsches oder venezianisches Goldstück, seltener geprägt, in Übersee viel seltener anzutreffen, und ausgerechnet auf einem spanischen Silberschiff niemals 350 000mal auf einen Schlag!- diesen faustdicken Humbug aber nimmt der scheinbar so auf Korrektheit pochende Übersetzer großzügig in Kauf.

Mitunter leistet sich Nohl aber auch einfache Schnitzer aus Unkenntnis der Sprache.
So heißt es über Billy Bones im ersten Kapitel: "one of the cocks of his hat having fallen down, he let it hang from that day forth, though it was a great annoyance when it blew". Daraus wird bei Nohl "Nachdem eine seiner Hutfedern abgeknickt war, ließ er sie einfach herunterhängen, obwohl sie sehr lästig sein konnte, wenn der Wind blies."
Nun ist ein "cocked hat" kein Federhut, wie der Hahn im Namen nahelegen könnte, sondern ein Dreispitz oder, seemännisch gesprochen, Dreimaster; auch wenn nicht von "brim" die Rede ist, handelt es sich also um die Hutkrempe - schließlich trug kein Seemann einen straußenfederngeschmückten Kavaliershut à la française! Zudem wird hier aus dem flüssigen Englisch ein umständliches Deutsch mit vier Teilsätzen. Karl Lerbs übersetzte elegant mit "Als seine Hutkrempe sich auf einer Seite gelöst hatte, ließ er sie hinfort einfach baumeln, obwohl ihm das bei Windwetter lästig war." So einfach geht das.

Auch für Stevensons Sprachrhythmus hat Nohl kein Ohr.
Man lese, wie gleich zu Beginn der alte Käptn beschrieben wird - gleichsam mit Jim Hawkins' Augen über die pittoreske Gestalt wandernd: "I remember him as if it were yesterday, as he came plodding to the inn door, his sea-chest following behind him in a hand-barrow; a tall, strong, heavy, nutbrown man; his tarry pigtail falling over the shoulders of his soiled blue coat; his hands ragged and scarred, with black, broken nails; and the sabre-cut across one cheek, a dirty, livid white." Nohl zerhackt diesen nicht grundlos so langen, doch immer noch gut lesbaren Satz in drei und steht nicht an, den letzten wie nach einem Stocken mit "und" beginnen zu lassen: "...die Fingernägel schwarz gerändert und abgebrochen. Und der Säbelschmiß auf seiner Wange...". Das holpert und stolpert nun wie ein Schulaufsatz.

Kurz danach wird ein kraftvolles Stevensonsches Bild verstümmelt - des Käptns Stimme, "the high, old tottering voice that seemed to have been tuned and broken at the capstan bars" verkümmert zu einer "krächzenden alten Stimme, die klang, als sei sie an den Ankerspills geübt und verschlissen worden." Im Vergleich Lerbs: "mit einer hohen, wackeligen Greisenstimme, die klang, als wäre sie auf Spillspaken gestimmt und dabei zerrissen". Das Bild einer einer überspannten und gesprungenen Saite - futsch, das Klangbild, eine unsicher-zittrige Altmännerstimme - dahin.

Besonders greulich finde ich aber solch albernen, zudem gar nicht passenden Modernismen wie "hau mich der Lukas!" - aus dem Munde von Long John Silver unsäglich! Das ist nicht seemännisch gesprochen, ja, nicht mal umgangssprachlich, sondern arg gekünstelt und klingt für meine Ohren schlichtweg falsch.

Nein, dieser unsterbliche Klassiker hat einen solch garstigen Kastratenschnitt nicht verdient. Über die Planke damit!
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Misslungene Übersetzung, misslungene Aufsprache, 14. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
So gerne ich Harry Rowohlt höre: für die Lesung ist er deutlich zu alt besetzt
. Betulichkeit ist nun gerade genau das Gegenteil von dem jugendlichen Entdeckergeist, den ich mir in der Stimme des Diseurs gewünscht hätte.
Die Neuübersetzung bringt leider keinen neuen oder anderen Zugang zum Text, im Gegenteil: sie verkleistert den Text, nimmt ihm seinen Charme und verlegt ihn sprachlich in ein scheinmodernes Nirgendwo. Leider eine Geburtstags Produktion = eine, die man sich hätte schenken können.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für ein gutes Hörspiel spielt die richtige Übersetzung keine Rolle, 23. Oktober 2014
Von 
Fuchs Werner Dr (Zug Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Schatzinsel (Audio CD)
Um es gleich vorweg zu sagen, meine Fünfsternebewertung bezieht sich einzig und allein auf das Hörspiel. Auch weil ich die Qualität der Neuübersetzung von Andreas Nohl mangels Vergleiche nicht beurteilen kann. Aber wie weit ein Übersetzer mit seiner Arbeit dem Original gerecht wird, war mir als Kind und Jugendlicher völlig egal. Ich wollte mich einfach in eine fremde Welt entführen lassen, spannenden Geschichten zuhören und mit den Figuren mitfiebern. Und aus den gleichen Gründen liebe ich gute Hörspiele wie dieses noch heute.

Der Inhalt des bekannten Abenteuerromans dürfte selbst denen bekannt sein, die Stevensons Schatzinsel nie gelesen haben. Denn „Treasure Island“ wurde nach dem Erscheinen zu einer Art Mustervorlage für unzählige Varianten. Auch wenn Stevenson keinen Hehl daraus machte, dass er sich von Daniel Defoe, Allan Poe und Washington Irvin beeinflussen ließ. Letztlich geht es einfach um die hindernisreiche Suche nach einem vergraben Piratenschatz. Und damit auch um die überzeitlichen Themen Gier, Verrat, Entdeckung und Rivalität.

Dieser Neuproduktion liegt ein Booklet bei, das sich erfreulicherweise von lieblos gestalteten Minimalinfoblättern klar abhebt. Daher erfahren wir auch Einiges über die wichtigsten Sprecher, zu denen Maximilian von der Groeben als Jim bzw. Erzähler, Udo Wachtveitl in der Rolle von Lohn John Silver, Sylvester Groth als Dr. David Livesay, Gerd Wameling alias Squire John Trelawney, Ulrich Pleitgen als Kapitän Smollet sowie Ulrich Noethen mit der Stimme Stevensons gehören. Da es zum Konzept dieser aufwändigen Produktion gehört, jeder Rolle ein eigenständiges Gesicht zu geben, fehlen im Begleitheft verständlicherweise Hintergrundinformationen zu allen Sprechern. Aber dafür druckte man die Liedtexte sowie eine Karte der Schatzinsel ab.

Für die Hörspielbearbeitung ist Heinz Sommer verantwortlich, für die Regie Leonard Koppelmann. Und was die beiden mit ihrer Sprechertruppe schließlich erreichten, hat mich in Zeiten zurückgeführt, in denen ich in unserem Wohnzimmer saß und gebannt auf das alte Radiogerät starrte, aus dem mir fremde Personen eine spannende Geschichte erzählten. Gut möglich, dass diese wöchentlichen Aufführungen dazu beitrugen, der Fantasie einen festen Platz in meinem Leben einzuräumen.

Mein Fazit: Die vier CDs mit einer Gesamtlaufzeit von vier Stunden helfen mit, dass Robert Louis Stevensons Schatzinsel nicht in Vergessenheit gerät. Denn unabhängig von der Frage nach der richtigen Übersetzung überzeugt diese Produktion des Hessischen Rundfunks durch packende Dialoge, Musik, Ton und Dramaturgie. Aber letztlich sind es natürlich die Sprecher, denen das größte Lob gebührt. Sie können sich mit der Geschichte und ihren Figuren offenbar so gut identifizieren, dass der Funke auf jeden Hörer überspringen wird. Es sei denn, man habe den Glauben an verborgene Schätze auf dem Weg zum Erwachsenen verloren.
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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungen., 10. Dezember 2013
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Schatzinsel: Roman (Gebundene Ausgabe)
Die neue Übersetzung gefällt mir, auch im unmittelbaren Vergleiche zu den mir vorliegenden älteren - und auch nicht zwingend schlechten - Versionen aus den 1950ern und 70ern, sehr gut. Ein "bearbeitet für die Jugend" sucht man zum Glück in Nohls Variante vergeblich, dies ist den meisten anderen Übersetzungen (auch weiterer Klassiker wie z.B. Cooper) leider denn doch sehr oft zur Last zu legen.
Das Buch selbst ist sehr wertig gebunden, die Umschlagsgestaltung gelungen.
Auch gut die Erklärungen zur Übersetzung, die zu den seemännischen Begriffen sowie die weiteren Anhänge.
Negativ bewerte ich lediglich die zu kleine Karte der Insel, da hätte man gerne eine vielleicht separat beiliegende, etwa 4 mal so große Karte gehabt, um besser im Text versinken zu können... Mal schauen wo sich sowas besorgen lässt.
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8 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen bibliophile ausgabe- sehr zu empfehlen, 21. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Schatzinsel: Roman (Gebundene Ausgabe)
ich lese gern alte bücher in alten übersetzungen, für mich ist es häufig stimmiger, auch das zeitgenössische deutsch mitzunehmen bei solcher lektüre. hier bei diesem buch bin ich von der neu-übersetzung sehr beeindruckt und in keinster weise enttäuscht. der übersetzer versucht nicht zwanghaft, neudeutsche sprache einzuführen in eine doch schon fast hundertfünfzig jahre alte geschichte, aber erstaunlicherweise ist sie trotzdem sehr gut lesbar und könnte also auch ein produkt der neuzeit sein. wunderbar, finde ich.

die geschichte ist ja hinlänglich bekannt, deshalb hier nichts weiter darüber. diese ausgabe hier bietet aber mehr, nämlich einige historische texte zum werk, verfaßt vom autor selbst, eine wunderbare geschichte darüber, wie das buch von der schatzinsel zu dem wurde, was es noch heute ist, ein bericht seiner frau über das selbe thema, ebenso von seinem stiefsohn, dessen gemalte schatzinsel stevenson zum anlaß nahm, ein buch darüber zu verfassen, eben diese historische seeräuberpistole, wo die bösen gegen die guten am ende verlieren, wie es ein kindliches gemüt nun mal ohne verflixte psychologische spielchen eigentlich auch nur wissen will. all das sehr humorvoll und herzerwärmend notiert.

das nachwort und die anmerkungen sind auch sehr lesenswert- alles in allem eine wunderbare neue wiederentdeckung eines alten jugendbuches, eine bibliophile ausgabe, die auch erwachsenen so richtig das leseherz aufgehen lassen sollte.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klassiker mit Staraufgebot, 10. Oktober 2014
Von 
Renate Koerble - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Schatzinsel (Audio CD)
Das Äußere stimmt schon mal: eine richtig schöne Hülle, ein stimmiges Artwork, ein kleines Booklet, eine praktische Handhabung. Der Hörverlag besticht ja seit langer Zeit mit diesen für Nutzern so wichtigen Fragen der Handhabbarkeit, die in diesem Fall hervorzuheben sind, denn inhaltlich steht das Original ja über jeden Zweifel drüber. Die Schatzinsel von Robert Louis Stevenson ist ein Meisterwerk der Abenteuer- und Seefahrerlitaertaur, ein Monolith, der in den Träumen des damals noch jungen Engländers herausgeputzt wurde. Der darüber hinaus von seinen persönlichen Reisen in die Südsee so viel imaginative Kraft mitnahm, dass er die Welt so darstellen konnte, wie sie sich exotischer und geheimnisvoller kaum anfühlen dürfte. Dass er dabei ein wenig bei anderen Genremeistern stiehlt – geschenkt. Das darf dieses Genie, der Smollett, Long John Silver und den jungen Jim auf die Jagd nach dem Schatz sandte, auf die Reise, auf der sich deutlich die menschlichen Abgründe auftun, wenn die Gier nach Geld die Seele schwärzt. Dass die Atmosphäre entsprechend fein heraus gearbeitet wird, liegt an der aufwendige und liebevollen Produktion: an krächzenden Papageien, an Meeresrauschen, an Palmenwind. Und an Sprechern, die ihr Handwerk verstehen und die zur Creme de la Creme deutscher Schauspielkunst zählen dürfen. Tatort-Kommissar Udo Wachtveitl ist ebenso mit dabei wie Gerd Wameling oder Ulrich Noethen. So pulsiert und kracht es, donnert und sucht es – ein authentischer, aufwendiger, begeisternder und kraftvoller Roman, der sehr genial in die moderne Welt übertragen wurde. Ein Meisterwerk ohne Fehl und Tadel, dafür mit ganz viel Spannung.
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9 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen im Blindtest durchgefallen, 7. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Schatzinsel: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ich besitze eine für die Jugend bearbeitete Ausgabe, 30 Jahre alt, 4,99 DM gekostet. Die Ausgabe ist kaum gekürzt, es fehlen nur ganz wenige Sätze.
Ich habe nun die Andreas Nohl Ausgabe und parallel dazu die Jugendausgabe einigen Familienmitgliedern vorgelesen. Das war kein Doppelblindversuch, weil zumindest mir bekannt war, woher der Text kommt. Aber immerhin.

Der Text der Jugendausgabe hat besser gefallen. Kleines Beispiel: Es klingt modern, aber für einen Roman, der im 18. Jahrundert spielt, ist die Übersetzung "Erfrischungsgetränke" für "cooling drinks" gewöhnungsbedürftig. Die meisten Übersetzungen schreiben "kühlende Getränke", und ich finde das auch passender, weil der Kapitän, der diese Getränke erhält, krank ist.

Über dieses Versuch werden Literaturwissenschaftler und Verlag nur müde lächeln. Aber er zeigt, dass nicht zwingend in jedem Fall ein teurer Neukauf notwendig ist. Vor dem Kauf sollte man vergleichen, was besser gefällt.
Man findet mühelos ein halbes Dutzend Übersetzungen, die alle wesentlich günstiger sind.

Noch ein Wort zum Hörbuch: Harry Rowohlt liest auf 6 CD das komplette Buch vor. Man hätte sich einen anderen Sprecher suchen sollen. Rowohlt kann das einfach nicht, demnächst bewerbe ich mich auch als Vorleser, schlechter wäre ich sicher nicht. Wenn es zum Beispiel spannend wird oder Silver droht, senkt Rowohlt auch noch die Stimme und nimmt jeglichen Druck heraus, als wollte er gleich einschlafen. Was soll das denn?
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7 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine großartige Ausgabe, 14. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Schatzinsel: Roman (Gebundene Ausgabe)
Mit einiger Belustigung verfolge ich seit einer Weile, was hier von Kundenrezensenten zur Neuübersetzung der Schatzinsel vorgetragen wird. Es gibt ja zwei Lager, das 5-Sterne-Lager und das 2-Sterne-Lager. Allerdings fällt auf, dass das 5-Sterne-Lager aus verifizierten Kunden besteht, während das 2-Sterne-Lager das Buch wohl nicht bei Amazon gekauft hat. Es handelt sich also bei letzteren möglicherweise nicht um Kunden-Rezensionen. Man muss sich in der Tat fragen, warum jemand, der ein Buch nicht bei Amazon kauft, sich ausgerechnet bei Amazon zu Wort meldet, um dieses Buch zu verreißen und stattdessen wahllos Billigprodukte für 4,50 anzupreisen. Das hat einen mächtigen Hautgout.
Nun zum Blindversuch: Ich selbst habe mehrere Blindversuche unternommen, allerdings nicht in einer in diesem Forum unüberprüfbaren Familienrunde, sondern bei den Literaturredaktionen der deutschsprachigen Zeitungen und Rundfunkanstalten. Landauf landab kommentieren so gut wie alle Zeitungen geradezu hymnisch die Neuübersetzung von Andreas Nohl. Alleine die Frankfurter Sonntagszeitung, die FAZ und vor wenigen Tagen die Frankfurter Rundschau sind sich im Lob über die Neuausgabe einig. Ebenso die ZEIT und die NZZ, der Deutschlandfunk (Denis Scheck) usw. In der FAZ wurde kurz vor Jahresende von den Literaturredakteuren die Neuübersetzung der Schatzinsel als eine der sieben „großen literarischen Leistungen der letzten zwölf Monate“ gewürdigt. Alles das kann man mühelos im Internet nachlesen (google-suche: schatzinsel neuübersetzung).
Meine eigene Wertung: Wer die Schatzinsel einmal in einer sehr textgetreuen und zugleich literarisch ernstzunehmenden Version lesen will, dem empfehle ich diese neue Ausgabe. Sie ist erstklassig ediert und ein wahres Fest für jeden, der des Lesens mächtig ist.
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mitreißende Hörspieladaption des Klassikers von Stevenson, 17. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Schatzinsel (Audio CD)
Meinung
Die Schatzinsel – ein Meisterwerk der Geschichten um Piraten und Abenteuer ist wohl jedermann bekannt, darum spare ich mir hier die Zusammenfassung des Inhalts.

Der Hörverlag hat nun dieses große Buch in ein neu übersetztes Hörspiel verwandelt, das einfach genial gelungen ist und von Anfang bis Ende überzeugt.
Zwar wurde die Geschichte neu übersetzt, dabei aber nicht zwanghaft auf „neudeutsch“ getrimmt, sondern einfach ein wenig angepasst, was den Fluss der Geschichte noch unterstützt.
Überzeugende Dialoge, die passende Geräuschkulisse, ein gelungenes Soundkonzept und nicht zuletzt die hervorragenden Sprecher machen dieses Hörspiel zu einem Hörvergnügen für Jung und Alt.

Das Cover zeigt neben dem für sich selbst sprechenden Titel die Crew eines Schiffs, die auf einem Mast stehend aufs Meer (und die Schatzinsel?) hindeuten. Dabei wirkt die Besatzung wie aus einem alten Schwarz-Weiß-Film, was gut zur Geschichte paßt.
Verpackt sind die vier CDs in einer Klappschachtel aus Pappe, die im umfangreichen Booklet viele Informationen zu Autor, Regisseur und Sprechern, ein Vorwort von Heinz Sommer, verantwortlich für die Hörspielbearbeitung, Liedertexte und die Schatzkarte zusammenfasst.

Fazit
Außergewöhnlich gute Hörspieladaption der berühmtesten Piratengeschichte der Welt.
Überzeugend in Geschichte, Dialogen, Sprechern und Gesamtkonzept und ein Muss für jeden Fan und jene, die es vielleicht noch werden wollen.
Unbedingte Hörempfehlung!
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderschöne Ausgabe!, 20. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Schatzinsel: Roman (Gebundene Ausgabe)
Auf der Suche nach einer hochwertigen Ausgabe dieses Titels, bin ich auf dieses wundervolle Exemplar gestoßen und kann es wirklich nur weiter empfehlen! Die negativen Kritiken hier kann ich überhaupt nicht nachvollziehen - mir persönlich gefällt die Übersetzung von Andreas Nohl sehr. Danke an Hanser, für dieses schöne Buch!
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Die Schatzinsel: Roman
Die Schatzinsel: Roman von Robert Louis Stevenson (Gebundene Ausgabe - 30. September 2013)
EUR 27,90
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