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Kundenrezensionen

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am 19. November 2013
Alleine schon der sublimen Sprache wegen verdient dieses Buch 5 Punkte. Es kommt selten vor, dass man eine Geschichte derart stimmig erzählt bekommt, und da können nur wenige Kollegen mithalten.

Anton, der abgeklärte, aber gegenüber begabten Schülern mehr als initiative Lehrer erzählt aus der Ich-Perspektive uns LeserInnen, aber man hat den Eindruck, mehr sich selbst, die Geschichte eines Sommers vor 10 Jahren, einer Bombendrohung, des Kampfes um einen jungen Mann gegen die Einflüsse des bigotten Religionslehrers, die Geschichte einer Kleinstadt, die groß genug ist für eine höhere Schule und klein genug für grosse Vorurteile und Voreingenommenheiten, und er versucht sich dabei an die Wahrheit heranzutasten, wohl wissend, dass das nicht geht, zu sehr steht man sich als ErzählerIn selbst dabei im Weg: und irgendwie wurde ich den Eindruck nicht los, dass Anton mehr wusste, als er uns erzählte, versuchte, die LeserInnen seines Berichtes hinters Licht zu führen, und so verließ ich das Buch mit einem Unwohlsein, wie ich es sonst bei Gerhard Roth erleben kann, oder bei Paulus Hochgatterer. Das ist hohe Kunst, eine Verunsicherung der LeserInnen herbeizuführen, die einen noch einige Tage in Beschlag nimmt, ehe man sich wieder ganz etwas anderem zuwenden kann.

Absolut lesenswert, wenn man sich von einem Buch Spannung erwartet, ohne dass es ein klassischer Kriminalroman sein muss.
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am 23. November 2014
Gstrein schreibt im Lauf der Zeit immer entspannter. Natürlich gibt es da noch eine Geschichte. Die muss man nicht neu erzählen in einer Rezension. Die Sprache nimmt den Leser mit und gibt im gleichzeitig Raum für seine eigenen Gedanken. Irritierend für alle, die vom Romanautor zur einzigen Wahrheit geführt werden wollen und die am Ende wissen möchten, wer der Täter war. Das verweigert Gstrein dem Leser. Gut so. Peter Weibel hat einmal gefragt ob ich noch immer Rormane lese. Ja natürlich: Romane von Gstrein und anderen die dem Leser ein Gespräch und eine Erzählung anbieten ohne es ihm aufzudrängen.

Es sei zugestanden, dass Gstrein von einer Welt schreibt, die nicht jeder Leser nachvollziehen kann. Wer es kann wird dieses Buch genießen können und nicht unberührt bleiben.
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am 20. Januar 2014
Büchern scheint in Norbert Gstreins Roman mit seinem bedeutungsschweren Titel eine geradezu magische Rolle zuzukommen, immer wieder liegen sie zufällig irgendwo herum, Dutzende von ihnen werden erwähnt oder es wird darüber gesprochen, ja es werden sogar zwei Romane geschrieben in diesem Plot, einer vom Protagonisten und einer vom Ich-Erzähler. Letzteren Text halten die Leser gerade in den Händen, erklärt uns der Autor. Gefahren drohen, weil manche dieser Bücher so machtvoll werden, dass sie jugendliche Leser auf falsche Fährten führen, ihr Leben unheilvoll beeinflussen. Lädt also ein Deutschlehrer Schuld auf sich, so ist zu fragen, wenn er seinen Schülern gewisse Bücher empfiehlt, sie ihnen sogar aus seiner eigenen Bibliothek zur Verfügung stellt? Und damit dann womöglich Entwicklungen heraufbeschwört, die sich im Nachhinein als durchaus unheilvoll erweisen können? Es ist seine «Ahnung vom Anfang», die auf ihn wartende typisch bürgerliche Biografie nämlich, die den jungen Helden dieses Romans zu seiner Flucht ins Irreale treibt.

In der Rolle eines Zauberlehrlings, der die Geister, die er rief, nicht mehr zu bändigen weiß, glaubt sich der personale Erzähler zu befinden mit seinem hochintelligenten Schüler Daniel. Zwischen beiden besteht eine vermutlich nicht ausgelebte homoerotische Verbindung, der Autor lässt den Leser da im Dunkeln in bester Thomas-Mann-Tradition, und das ist gut so, um mit Klaus Wowereit zu sprechen, denn es gehört einfach nicht zum Thema. Daniel nämlich mit seiner angelesenen skeptischen Weltsicht gerät in die Fänge zweier Seelenretter. Zunächst ist da ein missionarischer Religionslehrer, der ihn während einer Israel-Reise zu einer naiven Religiosität bekehren will, später wird er dann auch noch von einem fanatischen amerikanischen Endzeitprediger quasi einer Gehirnwäsche unterzogen. Er wandelt sich zum nicht mehr ernst zu nehmenden Sonderling, ist von der Vernunft her kaum noch ansprechbar, bricht sein Mathematik-Studium ab, seine Handlungen werden immer unverständlicher, er verschwindet monatelang, ohne zu sagen wohin. Man traut ihm schließlich sogar eine Bombendrohung zu, die beschauliche Tiroler Kleinstadt ist in heller Aufregung deswegen. Sogar sein ehemaliger Deutschlehrer wird scheel angesehen, gerät in den Verdacht der Komplizenschaft. Der psychologisch bewanderte Polizist des Ortes erweist sich als erstaunlich kompetent in terroristischen Denkweisen, die in der Zerstörung einen Weg suchen, ihre Ideen bekanntzumachen, ihre Ideale durchzusetzen.

Auch der Ich-Erzähler driftet in diesem tiefsinnigen Roman immer weiter aus der Realität hinaus, erzählt, am Schüler Daniel gespiegelt, seine eigene Geschichte, die kaum weniger realitätsfern erscheint. Die zwei Handlungsstränge sind eng miteinander verwoben, in beiden gibt es Selbstmorde, Bedrohliches, Trennungen, Scheitern. Die Zusammenhänge bleiben aber mehr oder weniger undeutlich, sind teilweise nur zu ahnen, eine recht unscharfe Erzähllinie des Autors, die nicht jedermanns Sache sein dürfte, auch wenn es, in Maßen, spannend bleibt. Die überaus ambitionierte Thematik wird sprachlich perfekt umgesetzt in diesem Roman, seine Figuren sind klar gezeichnet, allzu viel Empathie können sie allerdings nicht wecken beim Leser.

Der skeptische, eher distanzierte und völlig humorfreie Erzählstil des Autors lässt leider keine wirkliche Lesefreude aufkommen. Dafür erfreut die Lektüre durch ihren geistigen Tiefgang umso mehr, regt zum Nach- und Weiterdenken an mit einer Thematik, die schließlich jeden von uns ganz persönlich betrifft. Unwillkürlich ist man zum Vergleich mit dem eigenen Lebensweg gedrängt und mit den Umständen, die an seinem Anfang vorlagen, und dass wir vielleicht sogar schon so etwas wie eine Ahnung davon hatten.
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Der für seine literarischen Werke vielfach ausgezeichnete Autor Norbert Gstrein hat mit „Eine Ahnung vom Anfang“ einen homoerotischen, über weite Strecken recht rührseligen Roman abgeliefert. Es ist ein überkonstruiertes Buch mit einem Plot der sich in seinen barocken Rückblicken hinter einer Milchglasscheibe bewegt.

In einem kleinen Dorf in Österreich wird eine Bombe gefunden. Ein Lehrer glaubt auf dem Fahndungsfoto seinen damaligen Lieblingsschüler Daniel erkannt zu haben. In Rückblicken erinnert er sich an eine verrückte zwischenmenschliche Beziehung die damals in einem Sommer am Fluss stattgefunden hat. Er erinnert sich an das Experiment einer Bücherübergabe. Könnte hierin der Auslöser für die Bombendrohung zu sehen sein? Welche prägenden Auswirkungen hat es wenn man einem Schüler ein Buch empfiehlt? Greift man wohlmöglich in das Hirn des Lesers ein? Was hat sich wirklich damals vor über 10 Jahren am Fluss abgespielt? Welche Einflüsse hat die Israel Reise auf Daniel gehabt? Hat ein fanatischer Prediger Daniel auf Irrwege geführt oder hat Daniel bei seinem Lehrer ein verstecktes Verlangen entdeckt? Was gab es für skandalöse Gerüchte? Es ist letztlich ein Buch über diesen Lehrer, denn der Daniel taucht als Figur überhaupt nicht auf.

Der Lehrer hat diesen damaligen Aufenthalt am Fluss als einen Augenblick des großen Versprechens empfunden. Wie dieser Sommer, so müsste eigentlich das ganze Leben sein. Es geht um ein unfassbares Glück, dass einem den Gedanken nahelegt, hinter einem solchen Sommer dürfte das Leben eigentlich nicht weitergehen, jedoch das Leben geht weiter, es ist nicht so freundlich, nein es gipfelt möglicherweise in dieser Bombendrohung.

Es ist ein nicht gelungenes Buch dem der poetische Rhythmus fehlt und für die verrückte Versuchung am Rande des Wahnsinns, die im Zentrum des Buches steht, ist die Geschichte einfach viel zu lang. Ein guter Strukturalist hätte statt pathetisch trivialer Wendungen diese Geschichte über die Suche nach Rechtschaffenheit kurz und treffend erzählt.
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am 11. Oktober 2015
In einer österreichischen Kleinstadt wird eine Bombendrohung gefunden. Schnell wird die Vermutung laut, dass der Täter ein ehemaliger Junge aus derselben Stadt sein muss, der schon als Schüler aufgefallen war durch seine Anfälligkeit für Ideologien, und noch mehr durch sein besonderes Verhältnis zu einem seiner Lehrer, über das die ganze Stadt spekuliert hatte und in heller Aufregung war. Die Spekulationen bringen diejenigen, die ihn damals gut kannten, in Bedrängnis.

Das fasst allerdings auch das meiste (einschließlich der gleichförmigen, unspannenden Darstellung) schon zusammen. Die Grundproblematik ist vielversprechend, doch daraus entsteht nicht genug.

Das Thema ‚religiöse Verführbarkeit‘ (bei dem hier auch die USA und Israel angesprochen werden) wäre interessant, doch wie es hier eingebracht wird, ist etwas hoch gegriffen. Um sich ernsthaft damit auseinanderzusetzen, müsste es tiefergehend beleuchtet und eingebunden werden; um es nur mitzubehandeln, wie dies hier geschieht, ist es andererseits zu groß. Hier stehen die drei Elemente, 1. persönliches Leben des Lehrers (relativ seicht), 2. Reaktionen der Kleinstadt (fast schon eine Parodie), und 3. Ideologien (ein politisches Thema, das erzählerisch mehr Schärfe bräuchte) eigentlich ohne zwingende Motivation nebeneinander.

Am kritischsten sehe ich das Sprachliche. Der Stil entspricht einfach einer Erzählung, wie sie einem jemand im Alltag, unvorbereitet und langatmig, erzählen würde. - Allerdings würde jemand, der selbst so im Mittelpunkt der Geschichte steht wie der Ich-Erzähler, gar nicht so langsam erzählen, sondern wäre so mitgenommmen, dass er sich viel mehr in seinen Gedanken und Sorgen verstricken und verlieren würde. – Um interessant zu sein, müsste der Text viel straffer sein, und stärker einzelne Aspekte zum Fokus machen. Stattdessen plätschert alles nebeneinander mit gleicher Geschwindigkeit dahin.

Das Hauptgewicht der Geschichte liegt auf dem Verhältnis zwischen Daniel und seinem ehemaligen Lehrer, und wie alles auch mit dessen eigenem Leben (seinem Bruder, seiner Ex-Freundin, gemeinsamen Freunden) zusammenhängt. Leider macht Gstrein daraus aber nicht genug. An einigen Stellen zeigt sich durch eine geschickte Präsentation, wie sehr der Lehrer die Bedeutung, die Daniel hatte, verdrängt hat. Das sind die wenigen guten Stellen des Buchs. Doch davon hätte man sich mehr gewünscht. Vor allem fehlt eine angemessene emotionale Reaktion, in der der Lehrer seine eigene Schuld und Verantwortung erkennt (egal, wo diese letztlich wirklich liegen), von seinen eigenen ungelösten Probleme überwältigt ist, und auch seine Sorge um Daniel entfacht wird. Man würde erwarten, dass jemand in der Situation des Lehrers nicht mehr nur Ereignisse referiert, sondern in Mark und Bein getroffen ist.

Dadurch dass die Fragen (was damals genau passiert ist, und welche Verbindung zu der jetzigen Bombendrohung besteht) die ganze Zeit über offen bleiben, war ich immerhin so gespannt, wie es weitergeht, dass ich trotz der langweiligen Darstellung immer gerne weitergelesen habe.
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am 22. Mai 2014
GSTREIN, Norbert: „Eine Ahnung vom Anfang“, München 2013
Ein Lehrer rechtfertig sein Verhältnis zu einem Schüler. So könnte man vereinfacht den Inhalt dieses Buches definieren.
Bombendrohungen werden einem ehemaligen Schüler zugeschrieben. De, Lehrer ein homosexuelles Verhältnis zu Schülern.
Langarmig wird eine etwas verworrene Geschichte erzählt.
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am 24. April 2014
sehr schnelle Lieferung, Buch in sehr gutem Zustand, sehr guter Preis, sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, sehr zuverlässiger Verkäufer, Roman etwas zu sehr in die Länge gezogen mit einigen etwas langweiligen Passagen
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am 16. September 2013
Nach Die ganze Wahrheit das zweite Buch von Norbert Gstrein, das ich gelesen habe. Ich habe es sehr gern gelesen. Szenen im Bruckner, einer Gaststätte, ließen mich ganz kurz an einen Krassnitzer-Tatort denken. Die Sprache ist frei von Floskeln oder Fertigbauteilen. Das heikle Thema wird sehr behutsam angegangen: Welchen Einfluss haben Romane, Bücher auf uns, von der Bibel über Thoreau bis Camus? Sagen sie: Du musst dein Leben ändern? Oder mit John Burnside: "Ich hätte wissen müssen, dass jede Geschichte auf die ein oder andere Weise infiziert."
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am 7. November 2014
Wem die Sprache wichtiger als eine Spannende Handlung ist, sei dieses buch empfohlen. Mir kam es irgendwann ziemlich langatmig vor, konnte es aber auch nicht in einem Stück lesen.
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am 20. August 2013
Die Hauptfigur Daniel, eines sich im Sinne des evangelikalen Christianismus radikalisierenden Jugendlichen, der in der Darstellung sehr blaß bleibt, rechtfertigt den erheblichen sprachlichen und literarischen Aufwand dieses Romans nicht. Es ist so, als würde einem unbegabten Königssohn, einem Tropf, ein prachtvoller und aufwendiger Hermelin umgehängt. Oder mit anderen Worten: Jemand spielt Hänschen klein auf einer fünfmanualigen Silbermann-Orgel und zieht dabei alle Register. Norbert Gstrein kann schreiben, es mangelt hier aber an Kunstverstand und an einem buchfüllenden Thema.
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