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20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie aus Langeweile ein Abenteuer wird.
Durch den Roman „Die Frauen“ hatte ich einen neuen Autor entdeckt, dank der Hörbuchfassung von „San Miguel“ einen neuen Sprecher. Und auf Jan Josef Liefers möchte ich zuerst eingehen, bevor ich kurz auf den Inhalt zu sprechen komme.

In den Produktbeschreibungen ist zu lesen, dass der 1964 geborene Jan Josef Liefers als...
Vor 15 Monaten von Fuchs Werner Dr veröffentlicht

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen schade...
ich habe quasi alle Bücher von T.C Boyle gelesen. Ich mag seine Bücher, jedes ist wieder anders und mit immer interessanten Charakteren. Dieses Mal, beim Lesen von San Miguel, war ich aber sehr enttäuscht. Dieses Buch ist so durch und durch deprimierend, es gibt im ganzen Buch kaum einen Moment, wo mal Fröhlichkeit oder Wärme aufkommt, alles, das...
Vor 11 Monaten von Sanne veröffentlicht


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20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie aus Langeweile ein Abenteuer wird., 4. September 2013
Von 
Fuchs Werner Dr (Zug Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: San Miguel (Audio CD)
Durch den Roman „Die Frauen“ hatte ich einen neuen Autor entdeckt, dank der Hörbuchfassung von „San Miguel“ einen neuen Sprecher. Und auf Jan Josef Liefers möchte ich zuerst eingehen, bevor ich kurz auf den Inhalt zu sprechen komme.

In den Produktbeschreibungen ist zu lesen, dass der 1964 geborene Jan Josef Liefers als Schauspieler, Synchronsprecher, Regisseur und Musiker tätig ist. Und all das hört man, wenn er uns T.C. Boyles Geschichte zweier Familien auf der gottverlassenen Insel San Miguel erzählt. Denn weil er sich in die Charakteren der einzelnen Figuren versetzt, erweckt er sie zum Leben. Und wenn Liefers die wortgewandten Beschreibungen der absoluten Langeweile vorliest, dann macht er dies mit Zwischentönen, die wahrscheinlich nur ein Musiker trifft. Kurz: Als Sprecher von Boyles neustem Roman ist Jan Josef Lievers ist die Idealbesetzung.

Zum Inhalt: T. C. Boyle erzählt von zwei Familien, die real existierten, lässt diese aber in einem Raum agieren, den Boyle mit fiktiven Elementen gekonnt auflädt. Boyles-Kenner müssen sich allerdings daran gewöhnen, dass der amerikanische Autor in diesem Werk auf Inhalte verzichtet, die spannende Abenteuerroman auszeichnen. Im Mittelpunkt des Geschehens stehen drei Frauen, die Boyle so bestechend charakterisiert, dass sie schnell zu lebendigen Figuren werden. Aber weit mehr als nur eine Nebenrolle spielt auch die Landschaft. Denn mit ihr müssen sich alle Personen auseinandersetzen, die in diesem Roman einen Auftritt haben. Die Rauheit und Öde dieser Insel werden zu Blaupausen menschlicher Nöte und Ängste. Und mit der Frage, wie sich auf einer solchen Insel das Glück finden lässt, baut T. C. Boyle einen tragenden Spannungsbogen auf. Mehr zu verraten, würde ihn allerdings zusammenbrechen lassen. Zudem gehen ja andere Rezensionen schon ausführlicher auf den Inhalt ein.

Mein Fazit: T.C. Boyle gehört zu den Schriftstellern, die so gut schreiben können, dass auch scheinbar Langweiliges spannend wird. Meine Rezension verstehe ich vor allem als Werbespot für die Hörbuchfassung. Denn Jan Josef Liefers ist der beste Beweis, dass Sprache und Musik in enger Verbindung stehen. Und weil er als Schauspieler und Regisseur auch weiss, wie sich Langeweile spannend inszenieren lässt, kommt nie der Wunsch auf, das Geschehen auf der Insel San Miguel zu verlassen, bevor die Geschichte der beiden Familien zu Ende ist.
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24 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Stilsicher erzählt - aber die alte Boylesche Fabulierlust fehlt, 26. August 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: San Miguel: Roman (Gebundene Ausgabe)
Der Schreibstil T.C. Boyles hat sich verändert. Waren die ersten Romane des 1948 geborenen amerikanischen Autors wie „Wassermusik“ oder „Grün ist die Hoffnung“ Anfang der 80er-Jahre noch geprägt von skurrilen Figuren sowie unglaublich witzigen Einfällen und Formulierungen, erzählt er seine Geschichten heute eher auf eine ernstere, seriösere Weise – wie in seinem neuesten Roman „San Miguel“.

Gegen diesen Wandel ist im Grunde nichts einzuwenden, und doch geht man als alter Boyle-Fan möglicherweise mit einer falschen Erwartungshaltung an seine Bücher von heute heran. Eines ist jedoch geblieben: Boyle verwendet für seine Romane oft historische Vorbilder. In „San Miguel“ sind es drei Frauen, die zu unterschiedlichen Zeiten auf der ansonsten unbewohnten kalifornischen Insel San Miguel gelebt haben: Den Anfang macht die schwindsüchtige Marantha, die 1888 mit ihrem herrschsüchtigen Mann Will, der dort von der Wolle von 4000 Schafen leben will, auf die Insel kommt. Die gute Luft, so glaubt er, werde sie heilen. Doch das Gegenteil ist der Fall. Marantha geht es immer schlechter, und sie erträgt die raue Situation auf der Insel nur äußerst schlecht.

Der zweite Teil widmet sich der Adoptivtochter des Paares, Edith. Weil sie noch nicht volljährig ist, zwingt Will sie nach Maranthas Tod, ebenfalls mit ihm auf der Insel zu leben. Doch sie setzt sich mit allen Mitteln zur Wehr und plant die Flucht. Erst Elise, die viele Jahre später mit ihrem Mann auf die immer noch unwirtliche Insel zieht, scheint dort ihr Glück zu finden …

Das Buch leidet ein wenig darunter, dass bereits im Klappentext sehr viel von der Handlung vorweggenommen wird. Zwar bleibt es so immer noch lesenswert für historisch oder an besonderen Frauenschicksalen interessierte Leser, allerdings fehlt die Spannung weitgehend. „San Miguel“ ist ein stilsicher geschriebener Roman, dessen Erzählstrom stetig und ruhig dahinfließt, ohne die ganz großen Höhepunkte zu bieten. Man ist niemals versucht, ihn beiseitezulegen, aber manchmal wünscht man sich denn doch die alte Boylesche Fabulierlust zurück.
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24 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gewohnt stilistisch hervorragend, 26. August 2013
Von 
Detlef Knut "donkelmann" (Oberkassel) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: San Miguel: Roman (Gebundene Ausgabe)
Der amerikanische Bestsellerautor T. C. Boyle hat sich mit diesem Roman der Geschichte zweier Familien angenommen, die auf der kleinen Pazifikinsel San Miguel vor der kalifornischen Küste lebten. Aufmerksam geworden auf diese Geschichte ist er während seiner Recherchen zu dem vorhergehenden Roman „Wenn das Schlachten vorbei ist". Mit den beiden nacherzählten Familiengeschichten, die in unterschiedlichen Epochen spielen, die erste im 19. Jahrhundert und die zweite 50 Jahre später im 20. Jahrhundert, nimmt sich Boyle dem Phänomen des immer weiter nach Westen strebenden Pioniers an. Wir finden den über 400 Seiten starken Roman in drei Teile untergliedert vor. Die ersten beiden Teile, die um 1880 spielen, sind der Familie Waters gewidmet. Der dritte Teil rückt dann in die Zeit ab 1930 vor, ragt bis weit in den Zweiten Weltkrieg hinein und erzählt die Geschichte der Familie Lester. Die kleine Kanalinsel, auf die die beiden Familien ziehen, ist geprägt von kargem Land. Kaum Vegetation ist lediglich Schafzucht in diesem minimalistischen Lebensraum möglich. Der Autor stellt zu Recht die Frage, was bewegte diese Menschen, auf diese Insel zu ziehen. Während Marantha Waters und ihre Tochter Edith nur dem Ruf von Maranthas Ehemann folgen und das Gefühl haben, auf der Insel wie in einem Gefängnis zu leben, geht Elise Lester mit ihrem Mann aus freien Stücken auf die Insel und lebt sehr gerne auf dieser Insel.

Beide Familien haben tatsächlich existiert und es liegen Dokumente über deren Leben auf der Insel vor. Das besondere Verdienst Boyles ist es, die real existierenden Familien in eine fiktive Handlung eingebettet zu haben, um sie plastischer vor dem geistigen Auge des Lesers entstehen zu lassen. Erst durch die Handlungen und Dialoge, wie sie nur in einem fiktiven Roman, zudem von einem wortgewandten Schriftsteller wie T. C. Boyle und seinem präzise und ebenso wortgewandten Übersetzer Dirk van Gunsteren machen die Verhältnisse und das Leben auf dieser Insel spürbar. Auch die Herausarbeitung von Figuren, wie sie vom Schriftsteller bezeichnet werden, sind nur in einer fiktiven Geschichte möglich. Dies macht die Charakterstudien der beiden Familien äußerst lesenswert.
Wer mit dem Roman jedoch ein spannendes Abenteuer wie „Drop City“ oder „Amerika“ erwartet, der wird enttäuscht werden. Harte Auseinandersetzungen und Konflikte zwischen zwei Menschengruppen stehen nicht im Vordergrund. Wohl aber eben solch harte Konflikte zwischen den Bewohnern dieser Insel und den Naturgewalten. Diese brechen herein in Form von Stürmen, in Form des Zweiten Weltkrieges, in Form von Krankheiten. Mit San Miguel kann man sich einlassen auf einen eine historische Fiktion. Es besticht durch die vom Autor gewohnten präzisen Charakterstudien und detailreichen Beschreibungen der Landschaft, die Heimat des Inselfuchses ist, der nur auf dieser und fünf anderen kleinen Kanalinsel lebt.

Obwohl das Leben auf dieser Insel einem Abenteuer gleicht, ist der Roman kein Abenteuerbuch und man muss sich auf den Inhalt einlassen. Nichtsdestotrotz ist es hervorragend geschrieben und hat meine volle Punktzahl verdient. Ich freue mich auf ein Treffen mit dem Autor, wenn er in den nächsten Wochen durch Deutschland lesetourt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen schade..., 25. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: San Miguel: Roman (Gebundene Ausgabe)
ich habe quasi alle Bücher von T.C Boyle gelesen. Ich mag seine Bücher, jedes ist wieder anders und mit immer interessanten Charakteren. Dieses Mal, beim Lesen von San Miguel, war ich aber sehr enttäuscht. Dieses Buch ist so durch und durch deprimierend, es gibt im ganzen Buch kaum einen Moment, wo mal Fröhlichkeit oder Wärme aufkommt, alles, das ganze Buch hindurch, ist nur traurig, triste, elendig. Ich hatte beim Lesen immer darauf gehofft, dass irgendwann eine Wende kommt, dass irgendwann auch mal etwas Schönes, Glückliches passiert, aber nein, bis zum Schluß (das große Finale der Depression!)gibt es nur Traurigkeit. Ich bin froh, dass ich dieses Buch, trotz allem bis zum Ende gelesen, weglegen kann.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Vorwärts und Zurück..., 3. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: San Miguel: Roman (Gebundene Ausgabe)
Das Buch läuft lange über ruhiges Fahrwasser. Das ist seine Stärke. Es sind nicht die großen und kleinen Sensationen, die man erwarten darf, aber es ist die Kunst des Gemäldes eines einzigartigen Alltaglebens, das das Buch lesenswert und spannend macht. Sobald der Autor die jeweilige einzigartige, individuelle Blickrichtung der einzelnen Protagonisten in seiner Erzählung berücksichtigt, dann läuft er zur alten Hochform auf: Er passt Stiel, Emotionen und Erzählkunst an die Möglichkeiten der Person an, die erzählt, erlebt und (er)fühlt. Ein guter Roman, wenn man sich in eine Pionierzeit Amerikas versetzen lassen will, ein sehr guter Roman, wenn man sich in die Gefühle von Menschen vertiefen will: Konvention nach außen versus Krieg im Inneren in einer wandelnden Zeit.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Finis Terrae, 8. Dezember 2013
Von 
Esther (Graz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: San Miguel: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ans Ende der Welt entsendet T.C. Boyle die Protagonisten seines neuen Romans, oder vielmehr: Sie waren schon dort, vor vielen Jahrzehnten, San Miguel noch viel, viel länger; allein Boyle hat der Insel eine Bühne geschenkt!

Im Zentrum des Romans "San Miguel" steht die gleichnamige Insel. Ein karger, hügeliger Landstrich im Pazifik, Kalifornien vorgelagert, die im neunzehnten Jahrhundert für die Schafzucht entdeckt wurde und nach Generationen von Schafzüchtern im Schutz der Nationalparks vor der Verödung bewahrt wurde.

Das Leben auf der Insel war hart und rau! Das haben alle drei Frauen: Marantha Waters, ihre Tochter Edith und Elisa Lester gleichermaßen erlebt, allein die Verbindung zur Insel und ihrem Abenteuer war eine uneinige. Während Marantha im ausklingenden neunzehnten Jahrhundert von ihrem zweiten Ehemann Will mit ihrer Adoptivtochter Edith dorthin verschleppt wurde, um ein neues Leben zur beginnen und ihrer Schwindsucht mit frischer Luft die Stirn zu bieten, war Elise als spätes Mädchen mit ihrem Ehemann Herbie Lester freiwillig und mit großem Vorhaben auf die Insel gekommen.

Die Schicksale der drei Frauen, ihrer Familien und ihres Tuns werden vom Autor gekonnt koloriert, allein die Insel bleibt grün-grau, karg und unwirtlich und demonstriert dabei all ihre Macht und ihr Bleiben! Der Roman ist unglaublich gut, boylisch bildreich und unbarmherzig realistisch erzählt und baut dabei auf die tatsächlichen Lebensgeschichten der drei Frauen auf. Und obwohl es an der Geschichte absolut nichts auszusetzen gibt, er sich gut und flüssig liest, zählt sie doch nicht zu Boyles besten. Die klar strukturierte Erzählung, die zeitlich aneinander gereihten Lebensgeschichten, die Abgeschiedenheit von der Welt Bostons und San Franciscos bringen wenig Tempo in die Handlung und lassen den Kontrast und die wechselnden Handlungsstränge in Boyles früheren Romanen vermissen. Dennoch ist San Miguel auf jeden Fall eine Empfehlung wert!
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18 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ödnis, 9. Oktober 2013
Von 
Thomas Liehr (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: San Miguel: Roman (Gebundene Ausgabe)
Der ehemalige Chef des Hanser-Verlags, Michael Krüger, hat in den Jahren 2011 und 2012 eine Reihe von Selbstgesprächen vor laufender Kamera geführt, die allesamt bei YouTube anzuschauen sind. In dieser Reihe ging und geht es um einen Blick hinter die Kulissen des Verlagswesens, und in einer besonderen Folge, die neue Autoren und deren Chancen thematisiert, verdeutlichte Krüger, warum manchmal schlechte Bücher bekannter Autoren veröffentlicht werden und deshalb, weil die Zahl der Programmplätze eben begrenzt ist, nicht so viele gute Bücher von unbekannten Autoren. Verlage, so erklärte Krüger sinngemäß, sind dem Werk ihrer berühmteren Stammautoren verpflichtet, und dazu gehört es dann auch, Romane zu publizieren, die man sogar im Haus für eher misslungen hält.

Hanser ist der deutsche Stammverlag von T. C. Boyle, und "San Miguel" ist wahrscheinlich ein solches Buch.

Der amerikanische Romancier, der wunderbare und amüsante Erzählungen wie - natürlich - "Wassermusik", aber auch "Willkommen in Wellville", "Grün ist die Hoffnung", "América" und viele andere vorgelegt hat (zudem sehr bemerkenswerte Anthologien), bewegt sich mit seinem Werk schon seit einigen Jahren in eine Richtung, die es mir immer schwerer macht, ihm zu folgen. Da Boyle fraglos ein ungebrochen brillanter Erzähler ist, boten auch Rohrkrepierer wie der Identitätswechselroman "Talk Talk" oder die seltsame Architektenbiographie "Die Frauen" und selbst das vergurkte "Dr. Sex" über den Sexualforscher Alfred Kinsey noch genug Potential, um über den fast völlig fehlenden Humor und die eigenartige Regionalität der Themen hinwegzutrösten, die eben, und hier zeigte sich Boyles neue Ausrichtung, die amerikanische Geschichte im Kleinen erzählen, um sie im Großen mit Transparenz auszustatten. Das kann interessant sein, und vermutlich ist es das für die Amerikaner auch, aber für die "Welt da draußen" muss ein Romanautor schon ein bisschen mehr bieten, um sie bei der Stange zu halten. Im vorletzten Roman, "Wenn das Schlachten vorbei ist", dessen Schauplätze übrigens mit denen aus "San Miguel" weitgehend übereinstimmen, waren es die akribische Erzählweise und der politische Kontext der Geschichte, zudem skizzierte Boyle sein Personal besonders eindringlich, aber all das fehlt dem aktuellen Werk leider völlig.

Um was geht es? Nun, das lässt sich in wenigen Sätzen zusammenfassen. Vor der kalifornischen Küste, nicht unweit von Santa Barbara, gibt es eine kleine Inselgruppe, zu der auch das eher karge "San Miguel" gehört. Auf diese Insel zieht in der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts eine kleine Familie, um dort Schafe zu züchten. Finanziert wird das Projekt von der schwindsüchtigen Ehefrau, die sich von der klimatischen Veränderung Heilung erhofft, der tendenzcholerische Zweitmann arbeitet, und es gibt noch eine hübsche Tochter, die sich auf dem Eiland vor allem langweilt. Am Ende des ersten Teils stirbt - wenig überraschend - die Ehefrau, im zweiten Teil kehren Stiefvater und Tochter auf die Insel zurück. Im dritten Teil des Romans erleben wir, in den Dreißigerjahren des zwanzigsten Jahrhunderts angekommen, eine andere Familie auf der Insel. Auch die züchten dort Schafe, sind aber überwiegend viel glücklicher als ihre Vorgänger. Den geschichtlichen Kontext bilden die Weltwirtschaftskrise und der drohende Zweite Weltkrieg, vorher waren es die Armut der oberen Unterschicht und der mählich versiegende amerikanische Traum. Die Gemeinsamkeit der beiden Familien, deren Geschichten erzählt werden, bestehen aus der einsamen Insel und der Schafzucht. Die Einsamkeit wird im dritten Teil etwas gebrochen, da es inzwischen Radios und Flugzeuge gibt; man ist nicht mehr ausschließlich auf das alle paar Monate eintreffende Versorgungsschiff angewiesen.

Nunwohl. Boyle hat ja nicht damit aufgehört, großartig erzählen zu können, wenn man auch den boyleschen Humor mit dem Teleskop in "San Miguel" suchen muss, ohne übrigens fündig zu werden, aber was er da erzählt, vermutlich inspiriert durch die Recherchen zu "Wenn das Schlachten vorbei ist", beschränkt sich auf eine marginale, aber nicht durchgehende Handlung ohne den Hauch eines Spannungsbogens, sehr oberflächlich konturiertes Personal und ansonsten jene Geschehnisse, die man auf einer Schafzucht-Insel irgendwo vor der Küste Kaliforniens nun einmal erwarten würde - Stürme, fremde Besucher, Unfälle, viel Lammfleisch und das gelegentliche Auftauchen der Scherer, eingebettet in eine Art Doku-Soap. Es gelingt dem Autor durchaus, die Atmosphäre und die Besonderheiten des Insellebens zu veranschaulichen, aber wenn es um Emotionen und menschliche Interaktion geht, bleibt Boyle verblüffend zurückhaltend, ist sich nicht einmal dafür zu schade, beispielsweise einfach zu behaupten, eine Person wäre glücklich, statt es zu zeigen. Einzig jener Tochter, um die es im ersten und zweiten Teil auch geht, obwohl ihr Schicksal anschließend in wenigen Sätzen abgehakt wird, wird etwas wie Figurenzeichnung zuteil, leider aber auch in vorhersehbarer und teilweise ziemlich klischeehafter Weise. Das vergleichsweise umfangreiche Personal im dritten Teil muss demgegenüber fast ohne Eigenschaften auskommen.

Bleibt ein Buch, das wieder einmal (eine) amerikanische Geschichte erzählt, in dem viel geschildert wird, aber nur wenig geschieht, und das eine Zähigkeit entwickelt, die bei Boyle langsam typisch zu werden droht. Eine Entwicklung oder Humor, gar Spannung sucht man vergebens. Das Buch ist so öde wie die titelgebende Insel - vermutlich - ist, dabei routiniert heruntererzählt, ohne Tiefe zu entwickeln. Und die Frage, was Boyle mit diesem langweiligen Roman sagen wollte, kann zumindest ich nicht beantworten. Leider: Verschwendete Lesezeit.
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2.0 von 5 Sternen Vom Scheitern des American Dream, 21. November 2014
Rezension bezieht sich auf: San Miguel: Roman (Gebundene Ausgabe)
«Romane sind wie Rockkonzerte: Entweder bringst du die Leute zum Tanzen, oder sie feuern dir Bierdosen an den Kopf». Wendet man dieses Zitat von T.C. Boyle auf seinen letzten Roman «San Miguel» an, werden wahrscheinlich eher die Bierdosen fliegen, zum Tanzen animiert das elegische Buch wohl kaum. Unter den Fans dieses Romanciers hat es jedenfalls einige Verwirrung ausgelöst, steht es doch wie eine einsame Insel alleine da im üppigen Werk des schreibfreudigen amerikanischen Autors, der für witzige Formulierungen, kreative Plots und skurrile Figuren gleichermaßen bekannt ist (oder war?). Altersweisheit und –milde sei der Grund für den Stilwandel, wird gemutmaßt. «Am schwersten fiel mir, dass mein Buch weder ironisch noch lustig ist» hat der heute 66jährige Boyle geäußert, «Ich wollte sehen, ob ich das kann. Ich hätte tolle Szenen schreiben können, aber ich wollte nicht. Ich wollte, dass alles strikt an den historischen Hintergrund und die Insel gebunden ist. Es geht um San Miguel, diesen bedrohlichen Ort».

Gestützt auf gründliche Recherchen beschreibt der Autor in den drei nach seinen Protagonistinnen benannten Teilen des Romans aus spezifisch weiblicher Sicht das karge Leben auf einer einsamen Insel, im Pazifik vor Santa Barbara in Kalifornien gelegen. Die schwindsüchtige Marantha folgt 1888 ihrem Will auf die Insel, die reine Luft dort würde ihr gut tun, hat er versprochen. Sie hat ihr ganzes Geld hergegeben, er verspricht sich von der dort betriebenen Schafzucht ein gutes Geschäft. Aber schnell wird klar, daraus wird nichts, und für sie und die Stieftochter Edith ist die Insel auch nicht das versprochene Paradies, es ist die Hölle. Beide sind schon bald nur noch von dem einen Wunsch beseelt, der rauen Natur und den primitiven Lebensverhältnissen dort zu entfliehen, aufs Festland zurückzukehren, in die Zivilisation. Als Marantha stirbt, zwingt Will die noch minderjährige Edith, weiterhin mit ihm auf der Insel zu leben, er braucht sie für den Haushalt. Nach einigen gescheiterten Versuchen gelingt Edith schließlich die Flucht, sie strebt eine Karriere als Künstlerin an, wie es ihr ergeht dabei erfahren wir leider nicht. Im dritten Teil übernehmen vierzig Jahre später Elise und ihr Mann die Pacht der Insel, sie bekommen zwei Kinder und leben in deutlich besseren Verhältnissen, die ihnen der technische Fortschritt ermöglicht. Ihr Glück aber währt nicht lange, die Weltwirtschaftskrise und der zweite Weltkrieg bedrohen ihre Idylle, und als Ediths Mann nach einem Unfall depressiv wird und Selbstmord begeht, kehrt sie desillusioniert von einer ihr fremd gewordenen öden Insel aufs Festland zurück.

Geschichten von wagemutigen Pionieren in menschenfeindlicher Natur, der amerikanische Traum also, hier in Form einer auf wahren Geschehnissen basierenden Robinsonade, sind so ganz nach dem Geschmack des Lesepublikums jenseits des Atlantiks. Boyle lässt seine beiden Männerfiguren scheitern, und er erzählt von den tapferen Frauen, die dem stets drohenden Unheil die Stirn bieten, so gut sie eben können. Die Handlung folgt keinem kontinuierlichen Ablauf, sie ist kapitelweise in Einzelszenen gegliedert, die aneinandergereiht jeweils bestimmte Ereignisse fragmentarisch erzählen. Der für Boyle ungewohnt nüchterne Sprachstil ist fast pathetisch, seine Geschichte aber bleibt ohne Spannung und Höhepunkte. Viel wird erzählt, wenig passiert, wobei die gekonnt beschriebene, reizlose Natur der überweideten, baumlosen Insel stets im Mittelpunkt steht, aber irgendwann wird es dann doch langweilig für den Leser. Besser gelungen sind die Beschreibungen der Figuren, deren Innenleben nachvollziehbar und glaubhaft dargestellt ist, ohne wirklich emotionale Tiefe allerdings. Ein historischer Roman, der mich nicht hat überzeugen können, ohne dass ich deshalb nun gleich zum Bierdosen-Werfer werde.
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3.0 von 5 Sternen Frauen die für die Inselträume ihrer Männer leben, 24. Juli 2014
Von 
Carl-heinrich Bock "Literatur- und Kinofan" (Bad Nenndorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: San Miguel: Roman (Gebundene Ausgabe)
Der US-amerikanische Schriftsteller T.C.Boyle hat bisher 14 Romane geschrieben die größtenteils alle auf penibel recherchierten historischen Ereignissen basieren. Jedes Buch hat einen anderen Klang. Er hat so dem historischen Roman seine Referenz erwiesen und ihm nicht nur bei der amerikanischen Leserschaft zu neuem Ansehen verholfen. Viel beachtet wurden auch seine über 60 Kurzgeschichten.

2011 erschien sein viel beachteter Roman „Wenn das Schlachten vorbei ist“, ein Roman der das Gleichgewicht im Ökosystem im Fokus hat und vor der Südküste Kaliforniens auf den Channel Islands spiel. Auch sein neuester Roman „San Miguel“ schwemmt uns an die Küsten von Channel Island, der westlichsten dieser der kalifornischen Küste vorgelagerten Insel, die heute Nationalpark ist, wo wir, wie auf dem gefälligen gestalteten Umschlag ersichtlich, unterschiedlichste Strandgutgegenstände, wie Muscheln, Senkblei um uns herum verteilt finden.

Der Roman behandelt die Biografie dreier sehr unterschiedlicher Frauen, für die in den Jahren zwischen 1880 und 1940 diese Insel entweder zum Paradies oder zur Hölle wurde. So wie in diesem Roman, der so ein bisschen an die Romane von Jane Austen erinnert, hat sich T.C. Boyle noch nie in die Mentalität von Frauen hinein versetzt, denn die stehen hier immer im Zentrum.. Die sterbenskranke Marantha ist mit einem seelisch und körperlich unbehausten, aus dem amerikanischen Bürgerkrieg zurückgekehrten Kriegsheimkehrer verheiratet, den es aus Gewinnsucht auf die Insel zieht. Marantha leidet an dem in geschlossener Einsamkeit entbehrungsreichen Leben, zerbricht innerlich daran und stirbt bald an Tuberkulose. Die Adoptivtochter leidet auch unter der Tyrannei des Vaters, kann aber von der ungeliebten Insel fliehen. Das ist das Leben der ersten im Roman geschilderten Schafzüchterfamilie.

Jahre später zieht dann die von einem Millionär angestellte Gegenfamilie mit Elise Lester auf die Insel. Diese Familie, entwickelt sich zu einer Bilderbuchfamilie im wahrsten Sinne des Wortes, denn sie wird von emsigen Medienvertretern entdeckt. Elise findet scheinbar mit ihrer Familie ihr Glück auf dieser Insel und die Presse sieht in ihr zu Zeiten der Weltwirtschaftskrise die Legende der Pionierfamilien bestätigt. Es ist die amerikanische Projektion von Johann David Wyss „Der schweizerische Robinson“, wo eine sechsköpfige Schweizer Familie in einer Inselwildnis ein lebenswertes Zuhause schafft. Bei „San Miguel“ trügt das Bild von einem scheinbar beschaulichen einfachen Lebens, auch wenn man sich alle Mühe gibt die Familie für die Medien herzurichten. Die junge Frau bekommt spät ein Kind und wird früh zur Witwe, Auf dieser Insel scheint irgendwie ein Fluch zu liegen der vielleicht auch mit dafür verantwortlich ist, dass das Leben, fernab jeder Zivilisation, im Laufe der hundert Jahre immer schwieriger

Man kann eigentlich von der Literatur des Plot sprechen, Es ist eine große in Prosa abgefasste Erzählung von drei starken Frauen, die trotz ihrer Kompetenz scheitern, wobei der Autor wunderbar die Kunst versteht, neben allen realistischen Erzählsträngen beeindruckende Metaphern zu bilden. Ein Wermutstropfen, zu diesem Roman, den ich mit Begeisterung gelesen habe; Boyle bezieht sich auf das Erinnerungsbuch der einen Frau und auf das Tagebuch der anderen. Das macht neugierig, aber warum fokussiert der Autor diese authentischen Zeugnisse, die sehr berührend sind, nicht nachhaltiger? Schade!!
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Es fehlt ein wenig..., 26. August 2013
Von 
Eskalina (Hannover) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: San Miguel: Roman (Kindle Edition)
T.C. Boyle hat versucht, mit diesem Buch die Geschichten der Familien Waters und Lester, die tatsächlich auf San Miguel gelebt haben, nachzuerzählen. Trotzdem ist so viel Fiktion in dem Buch, dass er selbst es als Roman bezeichnet.

San Miguel ist eine der Kanalinseln vor der kalifornischen Küste. 1888 verspricht Will Waters seiner schwindsüchtigen Frau Marantha, dass sie an der guten Seeluft wieder gesund werden würde. Marantha und ihre Tochter Edith erwartet auf der Insel ein verdrecktes und herunter gekommenes Farmhaus und absolute Langeweile. Endlose scheinende Tage voller Nebel, Sturm und Regen halten Mutter und Tochter in der Ödnis gefangen und während sich der Hausherr mit dem Dienstmädchen „anfreundet“, flirtet die Tochter des Hauses mit Jimmi, dem Farmhelfer.

Auch Jahre später als eine andere Familie auf die Insel zieht, hat sie denselben spröden Charme, wenn auch ein besseres Haus zu bieten, doch diese Familie findet fast ihr Glück auf San Miguel…
Eigentlich ist es eine recht ruhige Geschichte, die manchmal, ebenso wie die Insel selber, in die Langeweile abgleiten könnte, würde nicht die Erzählkunst Boyles jedes noch so kleine Detail zu etwas Besonderem machen. Er erweckt die Insel und ihre Bewohner zum Leben und schnell ist man fasziniert von der Stimmung, die immer auch ein wenig hoffnungsvoll daher kommt, so als würde gleich, im allernächsten Moment etwas geschehen. Obwohl das recht selten der Fall ist, bleibt man einfach dabei und erlebt mit den Menschen die rauen Lebensbedingungen, die kargen Einkünfte und die kaum vorhandenen Abwechslungen, durchsteht Schicksalsschläge und ist die ganze Zeit insgeheim froh, mit dem Buch in der Hand an einem gemütlichen Ort sitzen zu können und nur von der unwirtlichen Umgebung zu lesen.

Über weite Strecken hat mir das Buch sehr gut gefallen, doch dann hat Boyle mit Edith eine der interessantesten Figuren in diesem Roman einfach so im Nichts verschwinden lassen. Es ist, als fehle dem Buch dadurch der gesamte Mittelteil. Mit dem Verlassen der Insel scheinen auch die Personen für ihn als Erzähler uninteressant zu werden, obwohl irgendwann die Geschichte von Edith nebenbei und im Zeitraffer berichtet wird, so war ihr Abtauchen zu abrupt und das, was später über sie erzählt wurde, klang so sehr nach einem abenteuerlichen Leben, dass ich mir gewünscht hätte, es weiter verfolgen zu dürfen. Aus diesem Grund wirkt das Buch auch ein wenig unfertig auf mich und lässt mich mit dem Gefühl zurück, dass mir als Leserin einiges vorenthalten wurde.

Mein Fazit: Ein sehr gutes, ein ruhig erzähltes Buch, das wunderbar erzählt ist und dem man aufgrund des meisterhaften Stils fast, aber auch nur fast die verschwundene Lebensgeschichte einer der Hauptpersonen verzeiht. 4 von 5 Sternen
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San Miguel: Roman
San Miguel: Roman von T.C. Boyle (Gebundene Ausgabe - 26. August 2013)
EUR 22,90
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